Der Mitternachtsberg

von Jean-Marie Blas de Roblès 
2,5 Sterne bei2 Bewertungen
Der Mitternachtsberg
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Inhaltsangabe zu "Der Mitternachtsberg"

'Der Mitternachtsberg' von Jean-Marie Blas de Roblès ist ein Roman über eine außergewöhnliche Freundschaft, ein magisches Tibet - und eine abenteuerliche Reise, auf der Wahrheit und Lüge ineinander verschwimmen.

Bastien ist Hausmeister einer Schule in Lyon. Er liebt Tibet und lebt so zurückgezogen wie ein buddhistischer Mönch. Als die alleinerziehende Rose mit ihrem kleinen Sohn in Bastiens Nachbarschaft zieht, beginnen sich der geheimnisvolle Einzelgänger und die junge Historikerin einander anzunähern. Schon bald beschließen sie gemeinsam nach Tibet aufzubrechen – eine abenteuerliche Reise, auf der Bastien zum ersten Mal das Schweigen über seine dunkle Vergangenheit brechen wird und Rose eine unglaubliche Geschichte erfahren soll. Eine Geschichte, die sie und den Leser in eine Zeit zurückführt, in der die Nationalsozialisten angeblich eine okkultistische Expedition nach Tibet unternommen haben sollen.

Ein tiefgründiger wie ergreifender Roman über eine ungewöhnliche Freundschaft und ein unterdrücktes Tibet vom preisgekrönten französischen Autor Jean-Marie Blas de Roblès.

'Blas de Roblès brilliert mit seinen lebendigen und phantastischen Reisebeschreibungen des unterdrückten Tibet.' Le Canard enchaîné

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783100096425
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:176 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:05.10.2017

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    michael_lehmann-papevor 10 Monaten
    Feinfühlig, bildkräftig, teils ätherisch poetisch verfasst

    Feinfühlig, bildkräftig, teils ätherisch poetisch verfasst

    Es ist am Ende Paul, der zum Zeitpunkt der Ereignisse, von denen der Roman berichtet, ein Buch über all dies schreiben wird. Im Austausch mit seiner Mutter, die, erst langsam, dann aber gewaltig, eine große Nähe zu jenem Bastian Lhermine entfaltet, der in der fünften Etage des Gebäudes, ganz schlicht und minimalistisch, seine Dienstwohnung bewohnt.

    Was sich wohl ändern wird. Denn in der Jesuitenschule, an der Lhermine seit Urzeiten Hausmeister ist, weht ein neuer Wind. Und nachdem die schützende Hand des alten Direktors der Schule in den Ruhestand entschwunden ist, fällt auch der „Artenschutz“ des alten, aber schlanken, fitten und tiefgründigen Lhermene der Zeit anheim. Immerhin, ein Zimmer in einem Heim, das bietet ihm der schneidige, neue Direktor an. Denn von dem wenigen Geld, dass Lhermine als Hausmeister verdient hat, wäre die Obdachlosigkeit wohl der zwingende Folgeschritt, wenn seine Dienstwohnung nicht mehr zur Verfügung steht.

    Was aber in Lhermines Denken eher Nebensache zu sein scheint. Denn seine eigentliche Leidenschaft gilt von Kindesbeinen an Asien und dort speziell Tibet. Sein Lebenstraum wäre, den Palast in Lhasa mit eigenen Augen real betrachten zu können. Studenten stehen Schlange bei ihm in der Bibliothek, wenn es an tibetische Texte, an Übersetzungen, wenn es um sein ausuferndes Wissen um die Geschichte und Traditionen Tibets geht.

    „Er war ein jugendlicher alter Herr, einer jener wie falsch wirkender Greise mit Kindergesicht“.

    Und er gibt gerne Auskunft.

    Durch die Feder Blas de Roblés, der dem Inneren des Mannes, im Stil luftiger Leichtigkeit, eine intensive Füllung zu geben versteht. Zumindest ist an wenigen anderen Orten auf eine so poetisch zarte Weise das Entstehen und die innere Bedeutung eines Mandalas beschrieben, wie es Blas de Roblés unter anderem im Buch vollzieht.

    „Das bedeutet, bevor Du in das magische Zimmer gelangen kannst……nach langer Zeit, wenn Du ganz ehrlich gewesen bist, öffnet sich lautlos eine Geheimtür auf einer Treppe aus lauter Diamanten. Wenn Du mutig genug bist, sie zu betreten, führt sich Dich für immer und ewig……zum Zimmer der höchsten Glückseligkeit“.

    So erklärt es Lhermine Paul, dem empfindlichen Kind. Und so hört es Pauls Mutter, die aus der Inspiration heraus den Entschluss fasst, mit diesem Mann auch ihren Weg zu suchen. Nicht als Liebespaar, zunächst zumindest auf keinen Fall, aber als Reisegefährten. Denn Mutter und Hausmeister machen sich auf nach Tibet.

    Trotzdem, und das gibt dem Roman noch eine verborgene, dunkel wirkende Seite, dieser alternde Mann etwas Schwieriges in seiner Vergangenheit zu tragen scheint. Schwierig genug, dass auf seine Einladung an alle Kinder im Haus zu einer Adventsfeier außer halbgaren Ausreden der entsprechenden Eltern keine Resonanz erfolgt.

    Aber kann das sein, dass dieser innerlich wie äußerlich so klare, minimalistische und aufgeräumte Mensch, auch andere Seiten in sich getragen hat? Die er auf dem „Weg zum fünften Raum“ ebenfalls dringend „abzuwaschen“ hat? Wobei auf dem Weg zum Sehnsuchtsort Lhasa jede Menge andere „dunkle Geschichten“ von Land und Leuten und aus dem persönlichen Erleben der Protagonisten heraus den Weg säumen werden.

    Was sprachlich durchgehend schön erzählt ist, allerdings an nicht wenigen Stellen einfach zu glatt daherkommt und, teil, auch mit künstlicher Tiefe (vielfach pathetisch wirkender buddhistischer Lebensweisheiten) aufgeladen wird.

    Nichtsdestotrotz insgesamt ein flüssig zu lesender Roman über die Reinigung des Menschen durch Wahrheit, die Lasten des Lebens und die Sehnsucht, die innerlich antreibt und nicht lockerlassen will, bis sie erfüllt ist.

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    Nico82vor 2 Monaten

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    Pressestimmen

    Ein menschlich zutiefst anrührendes Buch von dem ein großer Zauber ausgeht […]

    Jean-Marie Blas de Roblès ist ein Solitär in der französischen Gegenwartsliteratur.

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