Jean-Marie Gustave Le Clézio

 3.8 Sterne bei 113 Bewertungen
Autor von Der Afrikaner, Goldsucher und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jean-Marie Gustave Le Clézio

Jean-Marie Gustave Le Clézio schrieb seine ersten Erzählungen bereits im Alter von acht Jahren, auf einer Schiffsreise nach Afrika. Er studierte Englisch in Bristol und London, später studierte er Philosophie und Literatur in Frankreich. 1963 veröffentlichte Le Clézio sein erstes Werk "Das Protokoll". 1980 gelang ihm der große Durchbruch mit dem Roman "Wüste". In seinen Büchern verarbeitet Le Clézio neben Themen der Kindheit auch kulturelle und ökologische Aspekte, sowie Schilderungen von Krisen und Konflikten. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit, lehrte er an Universitäten rund um den Globus. 2008 erhielt Le Clézio den Nobelpreis für Literatur.

Alle Bücher von Jean-Marie Gustave Le Clézio

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Jean-Marie Gustave Le ClézioDer Afrikaner
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Der Afrikaner
Der Afrikaner
 (22)
Erschienen am 07.04.2016
Jean-Marie Gustave Le ClézioGoldsucher
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Goldsucher
Goldsucher
 (15)
Erschienen am 13.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioFisch aus Gold
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Fisch aus Gold
Fisch aus Gold
 (11)
Erschienen am 13.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioOnithsa
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Onithsa
Onithsa
 (9)
Erschienen am 13.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioRevolutionen
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Revolutionen
Revolutionen
 (8)
Erschienen am 13.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioWüste
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Wüste
Wüste
 (8)
Erschienen am 13.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioDas Protokoll
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Das Protokoll
Das Protokoll
 (8)
Erschienen am 01.10.2008
Jean-Marie Gustave Le ClézioEin Ort fernab der Welt
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Ein Ort fernab der Welt
Ein Ort fernab der Welt
 (5)
Erschienen am 20.04.2010

Neue Rezensionen zu Jean-Marie Gustave Le Clézio

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uli123s avatar

Rezension zu "Rififi en banlieu" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

Das Leben in den französischen Banlieus
uli123vor 2 Jahren

Das als Lektüre für den Französisch-Unterricht  – vielleicht ab Klasse 11 -  gut geeignete Buch enthält zwei in sich abgeschlossene kurze Erzählungen. Beide befassen sich mit den Problemen in den französischen Banlieues und wurden verfasst von Autoren, die sich aufgrund ihrer Herkunft damit gut auskennen. In der einen geht es um die Vergewaltigung einer Jugendlichen durch eine Gruppe ausländischer Jungen, in der anderen um ein von jugendlichen Ausländern veranstaltetes illegales Autorennen mit Todesfolge, das von den sensationslüsternen Medien zu ihren Gunsten ausgeschlachtet wird. Das Thema ist in Frankreich noch immer von einiger Brisanz und sehr informativ.

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Mizuiros avatar

Rezension zu "Der Afrikaner" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

Jean-Marie Gustave Le Clézio - Der Afrikaner
Mizuirovor 4 Jahren

Mit dem Klappentext bin ich mal wieder überhaupt nicht einverstanden. Er schafft es weder, den Ton des Buches wiederzugeben, noch zu erfassen worum es wirklich darin geht...

Le Clézio erzählt nicht nur von einer Afrikareise, sondern von einem für ihn sehr bedeutenden Abschnitt seiner Kindheit, in dem er in Afrika gelebt hat. (Ich finde, es gibt einen bedeutenden Unterschied zwischen der Reise zu einem Ort, einem Urlaub, einem Besuch und dem tatsächlichen Leben in einem Land). Er betont mehrmals, dass er als Achtjähriger eben nicht den Reiz "etwas Exotischem" empfunden hätte, sondern viel eher die Essenz des Ortes mit Gerüchen, Farben und Erscheinungen gespürt hätte.

Aber gut, für den Klappentext kann der Autor ja nichts, kommen wir also zum Punkt:

Der Afrikaner ist wirklich gut und schön geschrieben. Die Sätze sind kunstvoll und schön konstruiert ohne zu lang und gekünstelt zu wirken. Vermittelt wird ein Bild von Afrika aus den Augen eines Kindes oder wie dieses Kind sich vorgestellt hätte, dass es sein Vater gesehen haben könnte. Dabei werden angenehmerweise recht wenig Klischees bedient (auch nicht, um sie zu wiederlegen).

Besondere Bedeutung kommt der Beschreibung der Figur des Vaters zu. Diese Beschreibung wirkte authentisch, aber wenig originell. Denn über den zu strengen, zu autoritären Vater, den das harte Leben in Kriegszeiten gezeichnet hat, hat man schon zu viel gelesen.

Da es sich aber um ein autobiographisches Werk handelt ist Originalität aber auch nicht ganz so wichtig. Mehr gestört haben mich die Zeitsprünge, die das Ganze etwas Verwirrend und chaotisch wirken lassen. Trotzdem ist das Buch einfach gelungen und sehr schön zu lesen. Die abgebildeten Fotos unterstreichen die Handlung und verleihen dem Buch zusätzlich Charakter. Vier Punkte!


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Gulans avatar

Rezension zu "Der Goldsucher" von Jean-Marie Gustave Le Clézio

So geht Exotik ohne Kitsch.
Gulanvor 4 Jahren

Im Jahr 1892 lebt der achtjährige Alexis mit seinen Eltern und seiner Schwester Laure in einem kleinen Haus in paradiesischer Umgebung in der Boucan-Senke auf Mauritius. Er erlebt eine behütete und glückliche Kindheit. Doch nachdem ein Orkan ihr Haus zerstört hat und aufgrund der Geldnöte ist die Familie gezwungen, die Boucan-Senke zu verlassen. Kurz darauf stirbt Alexis' Vater. Schon früh ist Alexis gezwungen, Geld für die Familie zu verdienen. Insgeheim träumt er jedoch einen Traum seines Vaters weiter, der Dokumente über einen geheimen Goldschatz gesammelt hat. Eines Tages macht Alexis sich auf und betritt ein Schiff, um den Schatz des Korsaren zu suchen.

Der französisch-mauritische Schriftsteller Le Clézio hat mit diesem Buch einen wirklich außergewöhnlichen Abenteuerroman geschrieben. Sein Ich-Erzähler Alexis begibt sich auf eine Reise in die Träume seiner Kindheit. Der Schatz des Korsaren wird für ihn zu einer Art Obsession. Er verlässt seine Schwester und Mutter und sucht auf der Insel Rodriguez in einem einsamen, tropischen Tal akribisch nach dem Goldschatz. Dort begegnet er Uma, einer jungen Einheimischen, Nachfahrin entflohener Sklaven. Seine Reise führt ihn auch auf die belgischen Schlachtfelder des ersten Weltkriegs und schließlich zurück in seine Heimat Mauritius.

Herausragend an diesem Roman ist die wortgewaltige Poesie Le Clézios. Die Beschreibung der exotischen Natur und Landschaft, insbesondere des Meeres, und auch seiner Romanfiguren ist ganz große Kunst. Ich muss allerdings zugeben, dass mich diese Art anfangs erschlagen hat und ich mich nach und nach auf diesen Stil (erfolgreich) einlassen musste. Der Roman ist auch kein klassischer Abenteuerroman mit hohem Spannungsbogen, sondern vielmehr eine exotische, träumerische Reise auf der Suche nach dem Sinn, gleichzeitig auch ein Plädoyer an die Natur, die Liebe und die Menschlichkeit.

Ich bin wirklich beeindruckt von der sprachlichen Eleganz und wortgewandten Prosa dieses Romans. Er hat zugegeben ein paar Längen, vorwiegend zu Beginn. Aber zunehmend war ich wirklich eingenommen von diesem Werk. Wer gerne exotische Abenteuer ohne Kitsch und mit echter Poesie liest, dem sei dieser Roman ans Herz gelegt.

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Jean-Marie Gustave Le Clézio wurde am 13. April 1940 in Nizza (Frankreich) geboren.

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