Jean-Michel Guenassia Eine Liebe in Prag

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Inhaltsangabe zu „Eine Liebe in Prag“ von Jean-Michel Guenassia

Tagsüber studiert er Medizin, des Nachts erobert er die Herzen der Frauen: Josef Kaplan, angehender Arzt, sozialistischer Träumer, begnadeter Tangotänzer, charmanter Herzensbrecher – und Jude.

Als er in den 1930er Jahren vor den Nazis ins Exil flieht, führt ihn sein Weg von Prag nach Paris und von dort weiter nach Algerien. In Algier findet er in einer schönen französischen Schauspielerin die Liebe seines Lebens – Christine. Nach dem Krieg kehrt das Paar gemeinsam nach Prag zurück, doch das Glück ist nur von kurzer Dauer …

Eine große Enttäuschung - vor allem wenn man das Debüt des Autors kennt. Hölzerne Sprache, fremdbleibende Figuren, langweilige Handlung.

— leselea

Die Geschichte um Kaplan ist so außergewöhnlich wie berührend. Interessante Schauplätze, unerwartete Ereignisse und ein toller Schreibstil.

— HarIequin

Ein sehr schönes Buch voller Emotionen, Träume und Leidenschaft.

— Ay73

http://novelero.de/eine-liebe-in-prag/

— sandro_abbate

Ein spannend geschriebener, oft anrührender Roman, der Zeitgeschichte meisterhaft mit dem Leben des sympathischen Anti-Helden verknüpft.

— Barbara62

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  • Das enttäuschende zweite Buch

    Eine Liebe in Prag

    leselea

    09. September 2017 um 19:57

    Manche Autoren haben das Glück bzw. das Talent, mit ihrem Erstlingswerk Leser und Literaturbetrieb gleichermaßen zu begeistern. Der Roman wird dann auf diversen Long- und Shortlists verzeichnet, erhält vielleicht sogar einen der begehrten Preise und darf sich auf einschlägigen Plattformen über hervorragende Rezensionen freuen. Das zweite Buch des gleichen Autors kann dann nur mit besonderer Spannung erwartet werden: Erfolgt der Sprung vom literarischen Strohfeuer zum Dauerbrenner? Lassen sich thematische Schwerpunkte oder eine große Vielfalt im Inhalt ausmachen? Kristallisiert sich ein Stil heraus oder gibt es vom ersten zum zweiten Buch schon eine markante Entwicklung? Und vor allem: Kann das zweite Buch den hohen Erwartungen gerecht werden? Bei Jean-Michels Guenassias Roman Eine Liebe in Prag fällt das Urteil leider eindeutig aus: Kann es nicht! Guenassias erster Roman Der Club der unverbesserlichen Optimisten, 2009 mit dem Prix Goncourt des lycéens ausgezeichnet, hat Millionen Leser verzaubert – auch mich. Ich habe das Werk für seine eindringliche Atmosphäre, die historischen Bezüge, die Entwicklungsgeschichte und die nicht zu leugnende Spannung geliebt und zwar so sehr, dass es seitdem im Regal für die Lieblingsbücher sein Zuhause hat. Doch alles, was das Debüt hatte, geht dem zweiten Roman leider völlig ab: Die Sprache ist hölzern und steif, sodass sich keine Stimmung einstellen will; die Figuren bleiben unscharf und fremd, sodass ihr Schicksal mir egal bleibt; die Handlung ist ohne Ziel, ohne Spannung, sodass mich die Lektüre leider zum größten Teil langweilte. Dabei sind die Startbedingungen – wie so häufig – gut: Erzählt wird von Josef Kaplan, einem tschechischen Juden und Mediziner, der in den 1930er Jahren vor den Nazis erst nach Paris, dann nach Algier flieht, um schließlich nach dem Krieg wieder in seine Heimat zurückzukehren. Kaplan ist also eine Figur, die maßgeblich von den Zeitumständen des 20. Jahrhunderts betroffen ist – doch davon merkt man beim Lesen nichts. Das historische Weltgeschehen nimmt zwar seinen kontinuierlichen Lauf, ist aber nur oberflächlich mit den Figuren verbunden oder, schlimmer noch, wird in seiner Bedeutung erzählerisch nicht richtig eingefangen. Es wird trocken, beinahe nacherzählend und abhandelnd in die Geschichte eingespeist, man kann die Fakten aufnehmen und verstehen, aber man „lebt“ und „fühlt“ sie nicht mit den Figuren. Der Niederschlag des Prager Frühlings? Das Leben unter der tschechoslowakischen Geheimpolizei? Prinzipiell spannende Themen, die man aber hier achselzuckend hinnimmt, für schlimm erachtet und sie doch zwei Seiten später wieder vergessen hat. Überhaupt bleibt wenig haften von dieser Geschichte, was auch an der nicht vorhandenen Struktur liegt. Es gibt zwar immer wieder so etwas wie Kapitelanfänge oder klar voneinander getrennte Absätze, auch wird der Roman insgesamt in zwei große Teile unterteilt; doch diese Einteilung kommt einem willkürlich vor, nicht immer erschließen sich diese gesetzten Sinnabschnitte. Diese Fahrigkeit in Kombination mit der fehlenden inhaltlichen Dichte führt leider schnell zu der Frage, was man hier eigentlich liest und warum gerade diese Geschichte erzählt wird. Da hätte es sicherlich spannendere historische oder literarische Figuren gegeben, deren Lebensgeschichte man in den Mittelpunkt eines Romans hätte stellen können! Hin und wieder blitzt zwar das Erzählkönnen Guenassias auf, das ich in Der Club der unverbesserlichen Optimisten noch so bewundert habe. Zudem erweist sich überraschenderweise das Ende als sehr gelungen, umso mehr da intertextuelle Bezüge zum Debüt angedeutet werden. Insgesamt ist Eine Liebe in Prag aber das klassische enttäuschende Buch, das auf einen weltweiten Bestseller folgt. Um meine Niedergeschlagenheit zu verarbeiten, muss ich jetzt dringend Der Club der unverbesserlichen Optimisten noch einmal lesen!

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  • Eine Liebe in Prag - oder die Leidenschaft des Lebens und des Tanzens

    Eine Liebe in Prag

    Ay73

    05. January 2016 um 14:55

    Ernesto, Nachkomme einer legendäre Ärzte Familie in der Tschechoslowakei. Er studiert Medizin, verbringt die Nächte mit Tanzen und ist eine leidenschaftlicher Kommunist. Als er die Möglichkeit bekommt, für das berühmte Forschungsinstitut in Algier zu arbeiten, macht er sich sofort auf den Weg dorthin. dort lernt er schnell Freunde kennen, die auch eine Leidenschaft fürs Tanzen aber auch für leckeres Essen haben. Wir reisen mit Ernesto, wir leiden mit Ernesto und wir flüchten mit ihm vor den Nazis in das tiefste Algerien wo er sich verstecken kann. Das Buch ist sehr berührend, eine ganz andere sprachliche Ausdrucksweise, sehr gut recherchiert bzgl. der historischen Ereignisse nach dem ersten Weltkrieg, dann der zweite... dann die Rückkehr nach Prag.  

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  • Panorama eines Jahrhunderts

    Eine Liebe in Prag

    Barbara62

    01. April 2015 um 09:16

    Nachdem „Der Club der unverbesserlichen Optimisten“ für mich eines der besten Bücher der vergangenen Jahre war, habe ich dem zweiten Roman von Jean-Michel Guenassia entgegengefiebert und wurde nicht enttäuscht. Von 1910 bis 2010 folgt Guenassia den Spuren des in Prag geborenen Josef Kaplan, der nicht zufällig die Initialen des Josef K. aus Kafkas „Der Prozess“ trägt. Aus einer alten Mediziner-Familie stammend, wird Kaplan ebenfalls Arzt. Der begnadete Tangotänzer und Liebling der Frauen geht nach dem Studium nach Paris, von dort ans Institut Pasteur in Algerien, wo er an der Entwicklung von Impfstoffen mitarbeitet. Während des Krieges muss er als Jude das Institut verlassen und wird, mit Experimenten betraut, in einer abgelegenen Außenstelle versteckt. Die Rückkehr nach Prag bringt den inzwischen verheirateten, überzeugten Kommunisten Kaplan ins Zentrum der Macht. Die Desillusionierung folgt schnell und als seine Frau von einer Frankreichreise mit dem gemeinsamen Sohn nicht zurückkehrt, bleibt Kaplan allein mit der Tochter Helena zurück. Helena findet die Liebe ihres Lebens in Che Guevarra, der sich 1966 in der CSSR versteckt und von ihrem Vater behandeln lässt, bis der tschechische Geheimdienst dem ein Ende macht. Trotz aller Widrigkeiten kann Kaplan an seinem 100. Geburtstag auf ein erfülltes, reiches Leben zurückblicken. Ein spannend geschriebener, oft anrührender Roman, in dem Zeitgeschichte meisterhaft mit dem Leben eines sympathischen Protagonisten und Anti-Helden verknüpft wird.

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