Jean-Patrick Manchette Nada

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Inhaltsangabe zu „Nada“ von Jean-Patrick Manchette

Die anarchistische Gruppe «Nada», eine Frau und vier Männer, entführt den amerikanischen Botschafter in Frankreich aus einem Pariser Luxusbordell. Aber die Aktion verläuft nicht wie geplant, es gibt Tote. Und die Entführer müssen zusehends erkennen, daß sie die Fäden nicht selbst in der Hand halten, sondern selbst zu Opfern einer staatlichen Manipulation geworden sind, deren Ausführung Kommissar Goémond mit sadistischem Vergnügen übernimmt. Die Gewalt eskaliert.

«Nada», von Claude Chabrol verfilmt, ist der bekannteste Roman von Jean-Patrick Manchette. Der Roman liegt hier in Neuübersetzung vor. (Quelle:'Flexibler Einband/01.02.2002')

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  • Spannender Krimi aus den 1970er Jahren

    Nada

    Stephanus

    13. September 2013 um 09:13

    Der Inhalt des Buches ist eigentlich sehr schnell zusammengefasst: Eine ultralinke Gruppe plant und verübt die Entführung eines US-Diplomaten im Paris der frühen 1970er Jahre. Manchette legt einen sehr ungewöhnlichen Krimi vor. Für mich war es eigentlich gar kein richtiger Krimi, da bereits am Anfang des Buches das Ende absehbar ist. Ich dachte mir daher, dass das ganze Buch dann wohl eine sehr zähe Leseangelegenheit wird. Tatsächlich ist aber von Seite zu Seite das Gegenteil eingetreten und das Buch entwickelte eine ganz eigene Spannung und fesselte mich dann doch. Durch die dichte Beschreibung der Charaktere und der unterschiedlichen Motive der Teilnahme an der Entführung, aber auch wie jeder der Charaktere die Entführung angeht, gewinnt das Buch seinen Reiz. Der Autor schildert präzise und mit klarer, knapper Sprache die Handlung und schafft trotz dieses Minimalismus eine gute Darstellung der Charaktere, aber auch der Zeit in Paris mit linken und ultralinken Gruppen auf der einen Seite und der konservativen (bis hin zum rechten Radikalismus) der Polizei. Nicht umsonst war der Autor der Meister des sozialkritischen und hintergründigen Krimis. Etwas störend und befremdlich fand ich nur die übermäßige Radikalität und die doch erhebliche Gewaltdarstellung im Buch selbst. Trotzdem für mich immer noch lesenwert und zu empfehlen.  

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  • Rezension zu "Nada" von Jean-Patrick Manchette

    Nada

    Kajaaa

    06. April 2011 um 11:26

    Inhalt: Die anarchistische Gruppe Nada plant den amerikanischen Botschafter in Paris, Richard Pointdexter, zu kidnappen. Im tiefsten, tristen Winter in den 70er Jahren wird Pointdexter aus einem Bordell entführt und in einem ehemaligen Bauernhof versteckt. Problematisch ist hierbei nicht nur ihr Gegenpart Kommissar Goémond, sondern auch die unterschiedlichen politischen Motive der Entführer. Meinung: „Nada“ war eine meiner ältesten SuB-Leichen und wie so oft, habe ich mich etwas geärgert sie solange liegen zu lassen. Manchette ermöglicht dem Leser einen Einblick in die politischen Quereleien des Frankreichs der späten 60er und frühen 70er Jahre. Dies war auch gleich der erste Manko für mich, trotz zahlreicher Erklärungen im Glossar fehlte mir teilweise immer noch der Überblick über die diversen politischen Gruppierungen. Dementsprechend kann ich auch nicht beurteilen, inwiefern die Aktionen der Gruppe „Nada“ in die politische Landschaft Frankreichs passten. Nichtsdestotrotz ist „Nada“ ein sehr gelungener Kriminalroman und fordert den Leser heraus. Dies liegt zu einem daran, dass Manchette einen zwischen die Fronten wirft. Man kann sich nicht wirklich entscheiden, ob man auf der Seite der Anarchisten oder doch auf der des Staates ist. Beide sind größtenteils unsympathisch, gewalttätig, radikal. Des Weiteren ist das Ende des Romans absehbar, dies liegt unter anderem daran, dass zu Beginn des Buches ein Brief eines beteiligten Polizisten die Auflösung schon fast verrät. Trotzdem oder gerade deswegen muss man weiterlesen, um zu erfahren, wie es zu dem Ende kommen konnte. Schließlich ist festzustellen, dass „Nada“, laut Klappentext ein typischer Vertreter des Roman Noirs, ein sehr gelungener Krimi ist. Einzig die Gewaltverherrlichung und extreme Brutalität war mir teilweise etwas zu viel. Das ein oder andere Mal musste ich echt schlucken und sonst bin ich eigentlich nicht so empfindlich. Fazit: „Nada“ ist mit den wenigstens aktuellen Krimis vergleichbar, wer über den Tellerrand schauen möchte und unempfindlich gegenüber extremer Gewalt ist, sollte dieses Buch lesen. 4 Sterne.

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  • Rezension zu "Nada" von Jean-Patrick Manchette

    Nada

    Pashtun Valley Leader Commander

    22. January 2010 um 17:30

    Das Buch ist schon genial. Spielt es doch in den siebziger Jahren, zu der Zeit, als diejenigen die den Führungsanspruch der USA in Frage stellten nicht unentwegt "Flugzeuge im Bauch" deklamierten, wackelige TTaliban-You-Tube Videos in die Tagesthemen schossen... Die Verfilmungs ist GENIAL

  • Rezension zu "Nada" von Jean-Patrick Manchette

    Nada

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    03. December 2007 um 15:37

    Ein wirklich spannendes Buch über Idealismus und Terror.

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