Jean-Paul Aron Der Club der Bäuche

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Inhaltsangabe zu „Der Club der Bäuche“ von Jean-Paul Aron

Jean-Paul Aron führt den Leser zu den Spitzenlokalen im Paris des 19. Jahrhunderts. Dort sind die Köche Künstler, und ihre Küchen gleichen denen von Hexenmeistern. Nur wenige Auserwählte konnten es sich leisten, die erlesenen Speisen zu genießen; das Volk ernährte sich meist schlecht oder gar vom Abfall der Reichen.

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  • Das Pariser Bürgertum entdeckt die Gaumenfreuden

    Der Club der Bäuche
    Sokrates

    Sokrates

    05. August 2014 um 17:03

    Jean-Paul Aron widmet sich in dieser mitunter sehr amüsanten Studie der kulturellen Entwicklung Pariser Koch- und Essgenüsse seit der Französischen Revolution. Für Aron sind beide Ereignisse verknüpft; der Aufstieg des Bürgertums, nachdem es das Ancien Regime und die Vorherrschaft des Adels im Zuge der Revolution überwunden haben, versteht er als Ausgangspunkt kulinarischer Emanzipation. Im Verlaufe des 19. Jahrhunderts gelingt es nun der Pariser Cafe- und Restaurantkultur, Dinieren, Kochen und Gastlichkeit als Hauptbestandteil bürgerlichen Selbstverständnisses zu etablieren. Soupées veranstalten, Kochgenüsse zu kreiieren - all dies wird schrittweise habitualisiert und dem Bürgertum immanente Selbstverständlichkeiten. Das französische Café, so wie wir es heute noch kennen, wird Bestandteil der französischen Kultur.  Aron widmet sich in seinem Buch allen Facetten dieser kulturellen Praxis: einerseits dem historischen Kontext, also dem Rahmen, in welchem dieser Veränderungen stattgefunden haben. Daneben interessiert er sich für die Kulturpraxis des Bürgertums und insbesondere dessen ideologischem Verständnis, welches hinter den "Gaumenfreuden" konstruiert wurde. Und natürlich: was befand sich in den Kochtöpfen? Was wurde aufgetafelt, wie wurde es zelebriert? Auch hier hat sich im Verlaufe des 19. Jhs. nicht nur in den offiziellen Lokalen eine eigene Kreationskultur etabliert, sondern auch in den Salons und Häusern des besitzenden Bürgertums. Eine interessante Lektüre, auch wenn sie an manchen Stellen mir zu arg essayistisch wurde und dadurch das Ganze eher einen unterhaltenden Charakter erhielt, als dass man eine faktenreiche Kulturgeschichte zu lesen bekam.

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