Jean-Paul Didierlaurent Die Sehnsucht des Vorlesers

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Inhaltsangabe zu „Die Sehnsucht des Vorlesers“ von Jean-Paul Didierlaurent

Jetzt in großer Schrift: eine Hommage an die Magie des Lesens

Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Darum liest er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit den Pendlern im Vorortzug ein paar Seiten vor, die er tags zuvor der Schreddermaschine entrissen hat – sein Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Als er im Zug einen USB-Stick entdeckt, auf dem das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert ist, verändert das sein Leben. Er muss diese Julie finden. Unbedingt.

Herzerwärmend - und sehr französisch.

— Corsicana

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— Dion

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  • Herzerwärmende, sehr französische Geschichte

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Corsicana

    11. January 2018 um 13:55

    Guylain wirkt unscheinbar und führt ein unscheinbares Leben. Nachdem er als Kind immer gehänselt wurde, hat er alles daran gesetzt, nicht mehr aufzufallen. Leider hat er sich dabei fast schon selbst verloren. Guylain liebt nämlich Dichtung und Bücher - aber er arbeitet in einer Papier-Recycling-Fabrik und muss dort täglich Tonnen von Büchern der Vernichtung übergeben.Aber Guylain schafft es, sich kleine Oasen im trostlosen Leben zu schaffen. Da ist ein ehemaliger Kollege, der einen schlimmen Arbeitsunfall hatte und den er darin unterstützt, den Lebensmut nicht zu verlieren. Und da sind die wenigen Einzelseiten, die in der Papier-Vernichtungsanlage manchmal hängen bleiben, von Guylain gerettet werden und aus denen er jeden Morgen im 6.27-Uhr-Zug den anderen Mitreisenden vorliest. Und so langsam finden sich Anhänger seiner Vorlesestunden und Guylain wird eingeladen, auch irgendwo anders vorzulesen. Und dann findet Guylain einen Stick auf dem Bahnsteig, auf dem sich die Geschichten einer Putzfrau befinden, der Guylain  sich sofort seelenverwandt fühlt. Aber wie kann er dieses Wesen finden? Erzählt wird dies in einer ruhigen, schönen Sprache, die den Leser verzaubern kann. Genau, wie die Geschichte verzaubern kann. Ich fühlte mich schon sehr an "Die fabelhafte Welt der Amelie" erinnert. Genau so viel Liebe für die vermeintlichen Außenseiter oder Verlierer der Gesellschaft. Und am Ende wird alles gut.Ein modernes kleines Märchen. Wohltuend zur Lektüre zwischendurch.

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  • Poetischer Roman über das Vorlesen

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Dion

    06. January 2018 um 13:43

    Was für ein wundervolles Buch!!! Guylain arbeitet in einem Recyclingbetrieb, indem eine Maschine mit Büchern gefüttert wird, um daraus wieder Papier herzustellen.📚 Guylain leidet sehr unter seiner Arbeit und versucht immer wieder, einzelne Buchseiten zu retten. Diese liest er im Zug zur Arbeit den Mitreisenden vor.🚂Eines Tages findet er einen USB-Stick mit den Gedanken einer Fremden.... ⭐5/5Unfassbar schön geschrieben mit einem Hauch Humor und ganz viel Gefühl!!

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  • Nicht ganz das, was der Klappentext verspricht, aber trotzdem ein schöner Roman

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Azalee

    16. October 2017 um 15:10

    Jean Paul Didierlaurent hat mit Die Sehnsucht des Vorlesers einen Roman über die Liebe zu Büchern geschaffen. Aber er zeigt uns auch die Schattenseiten auf, denn nicht jedes Buch verkauft sich gleich gut und so werden Tonnen an Büchern Jahr für Jahr in Fabriken vernichtet. In einer dieser Fabriken arbeitet Guylain. Guylain passt eigentlich nicht in diese Welt, denn statt Bücher zu hassen, liebt er sie. Als kleinen Akt des Protestes liest er daher jeden Tag auf dem Weg zur Arbeit seinen Mitfahrern in der Bahn vor. Das ist Teil eins der Handlung. Neben dem Vorlesen steht da vor allem Guylains Leben im Mittelpunkt. Der Autor beschreibt in der Er-Perspektive Guylains Tagesablauf und seine Gedanken und Gefühle. Dieser Teil der Geschichte zieht sich etwas und lange passiert nicht wirklich viel. Beziehungsweise es passiert nicht das, was ich erwartet hatte. Denn auf dem Klappentext wird ja eine Liebesgeschichte angekündigt, die beginnt, weil Guylain einen geheimnissvollen USB-Stick findet. Er findet ihn auch tatsächlich, aber erst nach ungefähr der Hälfte des Buches. Die Liebesgeschichte, die sich dann entwickelt, dauert dann auch etwas und führt in ein eher offenes Ende. Schlimm fand ich das nicht, weil der Rest der Geschichte wirklich schön beschrieben ist und sich dank des Schreibstils flüssig lesen lässt. Auch wenn der Schreibstil eher nüchtern ist, konnte man sich trotzdem gut in die Geschichte hineinversetzen und sich alles bildlich vorstellen. Schön waren auch die Abschnitte aus den Teilen, die Guylain vorliest. Der Schreibstil unterscheidet sich von Abschnitt zu Abschnitt, sodass etwas Leben in die Geschichte hineinkommt. Das braucht es auch, denn ansonsten ist Guylains Leben nicht sonderlich spektakulär. Guylain war ein sehr gut ausgearbeiteter und eigenwilliger Charakter, den ich grundsätzlich gerne mochte. Gestört hat mich aber, dass es sich oft relativ passiv verhält. Als er den USB-Stick findet, macht er sich zunächst nicht selbst auf die Suche nach der Besitzerin, sondern lässt das seinen Freund Guiseppe erledigen. Der war, wie die anderen Figuren, eher oberflächlich ausgearbeitet und auf nur eine Charaktereigenschaft beschränkt. Eine Ausnahme dabei bildet die Besitzerin des geheimnissvollen USB-Sticks, die darauf aus ihrem Leben erzählt. Dadurch wurde die Liebesgeschichte noch einmal nachvollziehbarer für mich. FAZIT: Das Buch konnte mich vor allem wegen des untypischen Charakters von Guylain und des guten Schreibstils überzeugen. Die Handlung dagegen hat sich streckenweise etwas gezogen und es war nicht ganz die Liebesgeschichte war nicht ganz das, was ich erwartet hatte. SCHREIBSTIL: 4,5/5 Sterne HANDLUNG: 3/5 Sterne FIGUREN: 4/5 Sterne

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  • Die Sehnsucht des Vorlesers

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    PhiechensWunderwelt

    20. July 2017 um 19:05

    Inhalt: Guylain Vignolles ist ein einfacher Arbeiter in einer Büchervernichtungsfabrik. Doch er liebt Bücher! Seinem trostlosen Leben gibt er mit seinen Findelkindern einen kleinen Lichtpunkt. Seine Findelkinder sind Buchseiten, die er beim täglichen Reinigen der Maschine retten kann. Jeden Abend legt er sie sorgfältig in eine Mappe, um sie am nächsten morgen im Zug vorlesen zu können. Jeden Morgen im 6 Uhr 27 Zug gibt er diesen Seite die letzte Ehre. Pendler und Menschen im Zug lieben dieses kleine morgendliche Ritual.  Als er eines Tages einen roten USB- Stick unter seinem Platz findet, ändert sich schlagartig sein Leben. Auf diesem Stick sind die Gedanken einer jungen Frau, die in einem Einkaufszentrum arbeitet. Diese Seiten druckt er sich aus und es wird sein neuer Lebensinhalt, diese Geschichte seinen Mitmenschen zu erzählen. Sein trostloses Leben hat nun wieder einen Sinn! Fazit: Dieses Buch beinhaltet auf einer Seite eine sehr traurige Geschichte für Buchliebhaber. Auf der anderen Seite ist es doch ein bezaubernder Roman über das Leben und seine Höhen und Tiefen.  Das Cover des Buches ist wunderschön gestaltet. Mit dem sandfarbenen Hintergrund gibt es dem Buch eine ruhige Ausstrahlung. Auch der Titel passt sehr gut zum Buch, denn viele Leser haben Sehnsüchte, wollen ihre Buchcharaktere kennen lernen und vieles mehr.  Der Anfang des Buches ist sehr schlicht. Man wird nicht sofort hinein geworfen, sondern lernt den Protagonisten erst einmal kennen. Er erzählt von seinem Leben und seinen Gedanken. Das Buch ist aus der Sicht eines Dritten erzählt. Dadurch kann man sich nicht ganz so gut in die Charaktere hinein versetzen, sieht jedoch ein wunderschönes Bild vor seinem inneren Auge.  Das Buch ist sehr bildlich geschrieben, dass man sich die einzelnen Handlungen sehr gut vorstellen kann.  Im Laufe der Geschichte lernt man viele Freunde von Guylain kennen und durchlebt seinen Alltag. Ich finde es schön, dass dieser Guylain ein sehr einfacher Mann ist, mit vielen Wünschen und sehr tiefgründigen Gedanken. Das wurde vom Autor auch wundervoll dargestellt. Zum Ende hin ist das Buch richtig schön geworden und auch sehr romantisch. Ich kann mit dem Ende sehr gut leben, auch wenn ich mir gewünscht hätte, dass es noch weiter ausgemalt wird.  Im Ganzen ist das Buch sehr gut geworden und eine wunderschöne Lektüre für jeden Buchliebhaber. Ich gebe dem Buch vier von fünf Sternen, da es wirklich sehr schön war, mich jedoch nicht vom Hocker gerissen hat.

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  • Geschichten erzählen einmal anders

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Valabe

    18. July 2017 um 08:58

    „Anders als man denkt, ist nämlich nichts auf der Welt unveränderlich.“ Guylain Guylain Vignolles arbeitet in einer Druckerei. Das erzählt er zumindest immer seiner Mutter. In Wahrheit jedoch arbeitet er nicht am Aufbau neuer Bücher, sondern an deren Zerstörung. Fünf Tage die Woche betätigt er die Hebel der bücherfressenden Maschine, so dass die Überreste der Bücher nur noch einen grauen Brei bilden. Doch ein paar Seiten überleben dieses Gemetzel und erhalten von Guylain am Folgetag ihren großen Auftritt auf der Bühne des 6:27 Zuges nach Paris. Als Guylain eines Morgens einen USB Stick findet, öffnet er ihn mit dem Willen ihn seinem rechtmäßigen Besitzer zurückzugeben. Doch das, was er auf dem Stick findet, verändert sein Leben und seine große Suche beginnt… „Die Sehnsucht des Vorlesers“ ist das Romandebüt von Jean-Paul Didierlaurent, der hauptberuflich im Kundencenter eines Telekommunikationsunternehmens arbeitet. Schon seine Kurzgeschichten verzauberten seine Leser und der Roman schaffte es sogar bis ins Kino. Die Geschichte um Guylain und dessen alltäglicher Kampf mit seiner ungeliebten Arbeit lässt einen an die eigenen zur Gewohnheit gewordenen Gänge und den täglichen Einheitsbrei erinnern, um den man meist nicht herumkommt. Die Erzählweise ist einfach gehalten, aber keineswegs platt. Vielmehr ist es eine nachdenkliche Stimme, die sich mit dem Alltagsgeplänkel abmüht und es dennoch schafft den Leser zu faszinieren. Das Buch enthält keine großen Spannungskurven, es zieht leicht dahin, und vieles wiederholt sich. Aber ist so nicht der Alltag? Gerade dadurch erhält der Leser den Einblick in die vielen kleinen Dinge, die vielleicht alltäglich wirken, aber für andere Menschen eine große Bedeutung haben. So auch Guylains allmorgendliche Erzählungen im Zug. Die Seiten, die Er im Zug vorliest, sind im Buch farblich verändert und weisen hier und da Falten und Flecken auf. Dies verleiht ihnen Authentizität, als wären sie tatsächlich einmal verdaut und gewaschen worden. Auch die Seiten vom USB Stick wurden in der Optik einer Word Datei abgedruckt, was den beim Lesen den Eindruck erweckt, man würde sich selbst in den Händen halten. Die Stimme, die der Autor Guylain gibt, mag keine große und Imposante sein, aber sie ist magisch und lässt einen die gewöhnlichen Dinge des Alltags schöner erscheinen.

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  • Ein Buch, was die Seele berührt!

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    steffi5437

    07. July 2017 um 08:09

    Das Buch handelt von einem Mann namens Guylain Vignolles, der Bücher über alles liebt! Ausgerechnet er arbeitet in einer Fabrik, wo Bücher zerschreddert und zerstört werden! Es zerreisst ihm jedesmal das Herz,wenn er diese Vernichtungsmaschine bedienen muss! Als Buchliebhaber kann man sich sehr gut vorstellen, wie sehr er unter seiner Arbeit leidet!Eines Tages gelingt es ihm, einzelne Seiten der Bücher zu retten und liest sie jeden Morgen in der Bahn, die ihn zur Arbeit fährt, den anderen Fahrgästen vor!Dieses Buch ist wunderschön und der Schreibstil des Autors ist sehr poetisch!

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  • Die Sehnsucht des Vorlesers v. Jean-Paul Diderlaurent

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Sarlis

    16. June 2017 um 14:55

    Inhalt/Klappentext: Die hinreißende Geschichte zweier liebenswerter Außenseiter ... und vielleicht der Beginn einer großen Liebe. Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Darum liest er jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Regionalzug um 6 Uhr 27 laut ein paar Seiten vor, die er am Tag zuvor der Schreddermaschine entrissen hat: sein ganz persönlicher Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Eines Tages entdeckt er im Zug einen USB-Stick, auf dem das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert ist. Tief bewegt liest er nun ihre Geschichten vor - und der Zauber springt auch auf die Mitreisenden über. Viel wichtiger aber noch: Die Geschichten verändern Guylains Leben von Grund auf. Er muss diese Frau finden! Meine Meinung/Fazit: Eine kurzweilige aber dennoch liebenswerte Geschichte. Ein Buch zum Entdecken, mitlachen und mitweinen. Sehr interesante Charaktere, tolle Gedichte und die Aufmachung des Buches ist sehr schön. Dennoch steckte in diesem Buch etwas anderes als ich erwartete. Denn ich war ein enttäuscht davon, dass die ganze Sache mit dem Vorlesen im Grunde nur am Rande eine Rolle spielt. Dass Guylain seinen Mitfahrern jeden Morgen „gerettete“ Buchseiten vorliest, sagt natürlich eine Menge über den Charakter des Protagonisten und seine Liebe zur Literatur aus, doch letztendlich ist es mehr der Aufhänger der Geschichte und nicht so wichtig für die eigentliche Handlung. Im Zentrum des Romans steht Guylains Suche nach einer Frau, in die er sich verliebt, nachdem er zufällig ihre auf einem USB-Stick gespeicherten Memoiren findet. Dieser Handlungsstrang setzt jedoch leider erst ab circa der Hälfte ein und bricht am Ende zu abrupt ab. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der erste Teil, der tatsächlich nur eine sehr lange Exposition ist, etwas kürzer gewesen wäre und man dafür erfahren hätte, wie es mit Guylain und Julie weitergeht. Ein charmanter und herzerwärmender Roman mit viel französischem Flair, allerdings wurde das Potenzial der Geschichte leider nicht wirklich ausgeschöpft, - meiner Meinung nach. Schade.

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  • Sehr sensibel erzählt

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Marie1971

    24. May 2017 um 19:00

    Guylain Vignolles zerreisst es jeden Tag das Herz, wenn er den Knopf des grossen Monsters bedienen muss. Sein Job in einer Papierwiederverwertungsanlage widerspricht seiner überaus grossen Liebe zu Büchern, die er tagtäglich zu Tausenden vernichten muss. Um ihnen ihre letzte Ehre zu erweisen, rettet er immer wieder heimlich einige Seiten, die er einem kleinen Publikum vorliest. Didierlaurent erzählt gefühlvoll aus dem Leben eines einfachen Fabrikarbeiters, der versucht, dem Leben immer wieder etwas schönes abzugewinnen. Auf den ersten Blick eher unscheinbar, offenbart sich dem Leser ein Mensch, der andern mit sehr viel Respekt und Güte begegnet. Und aus seinem tristen Alltag doch immer wieder zu flüchten vermag. Die Protagonisten sind wunderbar gewählt und spiegeln eine Mischung aus netten und weniger netten Mitmenschen wieder. Der Schreibstil ist einfach und gefühlvoll, und kommt ohne literarisches Vokabular aus. Ein überaus gelungenes Buch, das seinen Platz vor einem grossen Publikum mehr als verdient.

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  • Von Sehnsucht leider keine Spur

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Traumfeder

    23. May 2017 um 22:18

    InhaltGuylain Vignolles liebt Bücher und das Lesen, hasst aber auch seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Heimlich stiehlt er einzelne Seiten aus der Schreddermaschine und liest diese jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit im Zug vor. Seine Mitfahrer genießen die Zeit mit ihm und lauschen jedem einzelnen Ton. Eines Morgens findet er einen USB-Stick bei seinem Stammplatz und nimmt ihn mit. Darauf findet sich 72 Dateien, in denen eine gewisse Julie über ihr Leben und ihren Job schreibt. Guylain ist total fasziniert von der Autorin und möchte sie unheimlich gerne kennen lernen.Meine Meinung - Achtung, mit SpoilerJa, das Cover hat mich wirklich angesprochen. Es hat so eine gewisse ruhige und sehnsüchtige Stimmung. Dazu wusste ich, dass ziemlich viele Leser von dem Buch begeistert waren, weshalb ich spontan dazu griff.Guylain Vignolles ist 36, lebt allein mit einem Fisch und ist eigentlich ganz schüchtern. Er liebt Bücher und hat einen Job, bei dem er Bücher vernichtet. Jeden Morgen im Zug zur Arbeit liest er aus seiner Seitensammlung. Diese sind die Überlebenden der Schreddermaschine, die er jeden Tag bedient. Heimlich fischt er sie heraus und bringt sie in Sicherheit. Dann findet er einen USB-Stick, den scheinbar eine Julie verloren hat, denn darauf finden sich Texte von ihr, die ihn irgendwie berühren.Guylain hat zwei gute Freunde, die auf ihre Weise äußerst skurril sind. Zum einen Yvon, der ebenfalls in der Fabrik arbeitet. Der große Mann ist Wachmann, mit einer Schwäche für das Theater. Er spricht nur noch in Versen, weshalb so mancher von ihm irritiert ist. Zum anderen ist da Guiseppe. Er hat ebenfalls in der Fabrik gearbeitet und Guylain mit ausgebildet, doch dann hatte er einen Unfall, bei dem er seine Beine verlor. Nun ist er davon besessen ein bestimmtes Buch in einer bestimmten Auflage zu finden, denn diese Bücher haben etwas mit seinem Unfall zu tun.Wo das Cover noch eine gewisse Stimmung aufzeigte, war auf den Seiten eher Tristheit zu finden. Guylain wurde für mich so gut wie nicht sympathisch. Ja, es hat ein romantisches Bild, dass ein Mann jeden Morgen seinen Zuhörern etwas vorliest, doch das war es auch. Er wirkte irgendwie stumpfsinnig. Dauernd jammert er, dass er seine Arbeit nicht ausstehen kann, dass es ihm das Herz bricht Bücher zu zerstören, doch er versucht nicht da raus zu kommen. Er denkt nicht einmal daran, dass er sich auch einen anderen Job suchen könnte. Er lügt sogar seine Eltern wegen des Jobs an, weil es ihm peinlich ist. Diese Einstellung konnte ich einfach nicht verstehen.So folgt man also Guylains tristem Alltag, den er einfach nicht durchbrechen will. Es gibt nur wenige Ausbrüche aus diesem Grau. Dann findet er einen USB-Stick und ist besessen von den Texten darauf. Er schleppt sie überall hin mit, liest nur noch daraus und verliebt sich in die Vorstellung von der Frau, die sie geschrieben hat.Hier könnte man sagen, dass er eine Sehnsucht nach dieser Frau entwickelt, die ihn sogar seinen Job weniger schlimm erscheinen lässt. Wobei man natürlich ihre Texte mit ihm liest. Nach dieser Lektüre wurde mir aber absolut nicht klar, wie er sich da so verlieben konnte. Mal ehrlich, sie schreibt über ihren Job und dieser scheint nicht sonderlich angenehm zu sein.Am meisten hat mich aber eine Szene zum Ende hin gestört. Guylain findet heraus, wo Julie arbeitet und will sie treffen. Die Frau, die er aber dort trifft, entspricht nicht seinen Erwartungen, weshalb er sich traurig zurückzieht. Es hat mich wirklich irritiert. In den Texten gab es keine Beschreibung von ihr und nur weil sie seiner Vorstellung nicht entspricht, ist es schmerzlich für ihn. Natürlich gibt es später noch ein richtiges Happy End, doch es konnte mich nicht mehr wirklich überzeugen.FazitSo schön dieses Buch auch scheint, so enttäuschend war schließlich der Inhalt. Der Autor schreibt zwar überaus flüssig und irgendwie auch fesselnd, aber das Geschriebene selbst ist eher trist und drückend. Ich konnte Guylains Sehnsucht nicht nachvollziehen und ihn als Protagonist einfach nicht ins Herz schließen.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  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  • Wunderschön!

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Daniel_Allertseder

    26. April 2017 um 17:26

    Meine Meinung ​ »Die Sehnsucht des Vorlesers« klingt romantisch, spannend und literarisch. Man fühlt sich an Bernhard Schlink’s »Der Vorleser« erinnert, und spätestens nach dem aussagekräftigen Klappentext muss man das Buch mit nach Hause in die heimelige Stube nehmen. Keiner wird es bereuen, ich verspreche es…!   Jean-Paul Didierlaurent ist ein Autor, der mich mit seinem neuen Buch »Die Sehnsucht des Vorlesers« mehr als überzeugt hat! Schon beim Cover erkennt man, dass dieses Buch für alle jene ist, die die Literatur mehr als nur lieben. Umso fürchterlicher ist es, welchen Job der Hauptcharakter Guylain ausübt: Er arbeitet bei STAR, einem Entsorgungsunternehmen, und ausgerechnet er bedient die »Bestie«, ein monströses Gerät, welches Bücher zerkleinert, verschlingt, zermalmt und als ekligen Brei wieder ausspuckt, damit daraus wieder neue Bücher gemacht werden können. Der Autor hat hierbei mit unserem Hauptcharakter Guylain einen sehr guten Kontrast geschaffen, denn es ist nicht wirklich alle Tage, dass jemand, der der Literatur nicht abgeneigt ist, solch einen makabren Beruf ausübt. Besonders schockierend für uns Literaturliebhaber sind daher die fürchterlichen Beschreibungen der Maschine – mit jedem neuen »Futter«, welches die »Bestie« erhält, schmerzte es mich immer wieder aufs Neue.   Guylain rettet daher bei jeder Reinigung der Maschine Seiten, die dem Monstrum entgehen konnten, bettet diese zwischen Löschpapier und trägt diese Seiten jeden Morgen im Zug, der um 6:07 Uhr abfährt, laut vor. Eine Zuhörerschaft hat er sich bereits aufgebaut, und es folgt noch mehr…   Besonders begeisternd bei diesem Buch ist nicht nur der hinreisende und herzzerreißende Plot, sondern auch die liebevolle Gestaltung des Buches: Jede Seite, die Guylain vorliest, ist für uns eine Seite aus einem anderen Buch, und auch die Tagebucheinträge von Julie sind toll aufgebaut! Auch die Schriftfarbe im Buch hat mir sehr gefallen, und dieses wunderschöne Innenleben hat enorm Spaß gemacht! Der Schreibstil des Autors ist neutral, erweckt Neugier und ist einfach. Er spielt mit sehr wenigen Synonymen, fokussiert sich nur auf das Wichtigste und beschreibt dadurch die Welt um Guylain als simpel, aber schön. Guylain führt auch ein einfaches Leben, doch durch diesen USB-Stick, den er findet, verändert sich sein Leben, und wir freuen uns so für ihn, denn Guylain ist eine liebevolle und interessante Person, die es auf jeden Fall verdient hat, mehr als nur ein trauriger »Büchervernichter« zu sein. Aus diesem Grund finde ich den Titel »Die Sehnsucht des Vorlesers« mehr als passend, und die Geschichte war wunderschön – so schön, dass ich das Buch nach zwei Stunden am Stück ausgelesen habe! ​Fazit   Absolut empfehlenswert! Ein Buch zum Entdecken, mitlachen und mitweinen! Sehr interessante Charaktere, ein wunderschöner Plot, tolle Gedichte, und die Aufmachung des Buches sehr lobenswert! Auf jeden Fall ein Highlight dieses Jahres!

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  • Kleine Helden des grauen Alltags - ein modernes Märchen...

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    parden

    26. March 2017 um 23:12

    KLEINE HELDEN DES GRAUEN ALLTAGS - EIN MODERNES MÄRCHEN...Diese Geschichte spielt in Paris - wenn auch nicht mittendrin. Ob vor zehn Monaten, heute oder in zweieinhalb Jahren, ist auch nicht entscheidend. Viel wichtiger ist: Guylain Vignolles liebt Bücher. Unseligerweise muss er sich seinen Lebensunterhalt jedoch in einer Papierverwertungsfabrik verdienen. Aus diesem Grund hat er wohl auch diese Macke entwickelt, die ihn Tag für Tag aus der grauen Masse der Pendler herausstechen lässt: Jeden Morgen auf dem Weg zur Arbeit liest er im 6-Uhr-27-Regionalzug laut ein paar Seiten vor, die er tags zuvor der gewaltigen Schreddermaschine entrissen hat - sein heimlicher Akt der Rebellion gegen die Vernichtung von Literatur. Sonst ist der schüchterne Maschinenführer gefangen in einem monotonen Leben. Eines Tages aber geschieht etwas, das die Dinge von Grund auf verändern wird: Direkt vor seinem orangeroten Klappsitz im Zug findet Guylain einen USB-Stick, auf dem das Tagebuch einer ganz besonderen jungen Frau namens Julie abgespeichert ist..."Für die Passagiere im Waggon war Guylain der komische Kauz, der jeden Morgen ein paar Buchseiten aus seiner Aktentasche zog, um sie mit lauter, klarer Stimme vorzulesen. Es waren nicht die Seiten eines bestimmten Buches. Nein, die Texte hatten rein gar nichts miteinander zu tun (...) Guylain war das egal. Für ihn war der Inhalt bedeutungslos. Was zählte, war der Akt des Vorlesens. Er schenkte jedem einzelnen Blatt seine ungeteilte Aufmerksamkeit, damit das Vorlesen seine magische Wirkung entfalten konnte: Jedes Wort, das ihm über die Lippen kam, befreite ihn ein bisschen von dem Ekel, der ihn beim Gedanken an seine Arbeit überkam." (S. 14)Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des 36jährigen Guylain, der einen Beruf ausübt, der ihn unglücklich macht. Er, der Bücher liebt, trägt täglich dazu bei, dass die Bestie - die große Schreddermaschine in der Firma - tonnenweise Bücher verschlingt und zu Papierbrei zermalmt, aus dem dann neue Bücher entstehen.  Guylains Ekel vor dieser Tätigkeit ist so greifbar, dass es  einem  selbst beim Lesen vorkommt, als ob die Bestie ein von Grausamkeit geprägtes Eigenleben führt, und die einzige Möglichkeit der Rebellion besteht für Guylain darin, der Maschine einzelne Buchseiten wieder zu entreißen."Gespannt schaltete Guylain seine Stirnlampe an. Tief im noch warmen Bauch der Bestie würde er gleich auf seine Diebesbeute stoßen. Sie erwartete ihn immer an derselben Stelle, der einzigen, die der Wasserstrahl aus den Düsen nicht erreichte: Ein paar Buchseiten (...) entgingen so ihrem Schicksal. Giuseppe hatte sie immer 'meine Findelkinder' genannt. 'Das sind die einzigen Überlebenden des Massakers, mein Junge', hatte er Guylain mit bewegter Stimme erklärt, als er ihm vor Jahren die Stelle gezeigt hatte." (S. 47)Guylain fristet sein ereignisloses Dasein aus Arbeit, einsamen Abenden mit seinem Goldfisch namens Rouget de Lisle und gelegentlichen Treffen mit seinem väterlichen Freund Giuseppe. Er verlangt nicht viel vom Leben, doch eines Tages erhält das gewohnheitsmäßige Alltagsgrau einen kleinen Riss. Guylain findet in der Bahn einen USB-Stick, auf dem ihn die Begegnung mit einem ganz anderen Leben erwartet. Das Tagebuch einer Frau namens Julie gewährt Guylain Einblicke in ein fremdes Leben, und er fühlt sich bald schon hingezogen zu der Fremden, deren Welt auch nicht wesentlich ereignisreicher ist als das seine. Julie arbeitet als Toilettenfrau in einem Einkaufszentrum, doch sie schreibt über ihre Begegnungen und Beobachtungen dort, und Guylain ist fasziniert von ihren Gedanken. "Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht schreibe - denn das wäre so, als hätte ich an dem Tag nicht wirklich gelebt und mich stattdesen nur auf die Rolle beschränkt, die die Leute mir übergestülpt haben: die Rolle eines bemitleidenswerten Geschöpfs, dessen einziger Daseinszweck es ist, ihre Hinterlassenschaften zu beseitigen." (S. 152)Guylain ist, als sähe die fremde Schreiberin die Welt mit ähnlichen Augen wie er! Er muss diese Frau finden - doch ohne einen wirklichen Anhaltspunkt kein leichtes Unterfangen. Aber allein durch seine Suche kriecht unaufhaltsam Farbe in sein graues Dasein. Und ganz allmählich verändert sich der zurückhaltende, schüchterne, fast schon menschenscheu anmutende Guylain und entdeckt zunehmend auch schöne Seiten am Leben. Wer außergewöhniche Geschichten und schräge Bücher mag, der ist hier richtig. Jean-Paul Didierlaurent ist es gelungen, die Figuren in diesem Roman zu kleinen Helden ihres monotonen und grauen Lebens zu machen. Trotz oft einfach anmutender Sprache gibt es nahezu poetische Passagen, und durch die Melancholie des Alltags zieht sich auch stets ein breiter Streifen Humor, der mich immer wieder lächeln ließ. Ein Buch für Bücherliebhaber und ein modernes Märchen - ein Wohlfühlroman, der ein wenig Farbe ins Alltagsgrau zaubert.© Parden 

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    • 11
  • "Rebellion gegen Büchervernichtung"

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Literaturwerkstatt-kreativ

    15. January 2017 um 15:01

    Guylain Vignolles liebt Bücher und hasst seinen Job in einer Papierverwertungsfabrik. Dort arbeitet er jeden Tag an einer Maschine die er die „Bestie“ nennt. Er versucht jeden Tag einzelne Blätter vor dem “Zerstörer“ zu retten. Diese Seiten liest er seinen Mitfahrern auf dem Weg zur Arbeit jeden Morgen im Regionalzug um 6.27 h laut vor. Seine persönliche Rebellion gegen die Büchervernichtung. An einem Montagmorgen entdeckt er nun im Zug einen USB-Stick. Abends schließt er diesen an seinen Laptop an. Darauf ist das Tagebuch einer jungen Frau gespeichert. Julie ist Toilettenfrau in einem Pariser Einkaufszentrum. Sie beschreibt in ihrem doch sehr ungewöhnlichen Tagebuch nicht nur ihren Alltag, sondern auch ihre besondere Sicht auf die Welt und deren Menschen. Guylain hat das Gefühl Julie schon ewig zu kennen und macht sich auf die Suche......… Fazit: Ein humorvolles Erstlingswerk - zweier liebenswerter Außenseiter – das wunderbares Kopfkino hervor zaubert. Romanfigur Guylain Vignolles, als Buchliebhaber überzeugt, aber auch Autor Jean-Paul Didierlaurent mit seinem bildhaften und schönen flüssigen Schreibstil. Noch dazu ein sehr schönes Cover mit ansprechendem Titel. Der Klappentext tun sein übriges. Gut überlegt war auch, das Buch aus Recycling Papier herzustellen. Ein Roman, den ich Euch wärmstens empfehlen möchte.

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    Die Sehnsucht des Vorlesers

    Sanny

    02. January 2017 um 07:21

    Das Cover hat mir auf den ersten Blick sehr gefallen. Zum Titel doch stimmig. Der Hintergrund sieht aus wie altes Papier, was mich sehr angesprochen hat. Jetzt, nachdem ich das Buch gelesen habe, frage ich mich, warum der Vorleser auf einer Bank sitzt!? Soweit ich mich erinnern kann sitzt Guylain nicht ein einziges mal auf einer Bank. Das ist zwar nur eine Kleinigkeit die mich stört, aber ich finde, dass das Cover doch mit dem Inhalt stimmig sein sollte.Ich weiß gar nicht mehr, wie ich auf das Buch aufmerksam geworden bin. Beim Durchblättern meiner Wunschliste ist es mir aber ins Auge gefallen. Ich mag Bücher, in denen es um Bücher geht und der Titel hat mir dieses Vermittelt.Der Schreibstil von Jean-Paul Didierlaurent war ganz okay. Es war einfach zu lesen, aber irgendwie habe ich dann und wann gestockt. Witzig ist, wie er am Anfang die Bücherverniechtungsmaschine beschreibt, als Monster bzw. als Bestie, das richtig lebt. Das hat mir gut gefallen und ich dachte die Witzigkeit würde durchs ganze Buch gezogen, aber dem war leider nicht so.Die Protagonisten sind gut gelungen. Guylain, als der Vorleser, um den es in diesem Buch geht kam mir zu Anfang etwas langweilig und sehr unzufrieden vor. Sein Kollege Yvon hingegen empfand ich am Anfang sehr schwierig, da er immer in Versen spricht. Das habe ich aber zum Ende hin immer mehr geliebt. Dann gibt es da noch seinen Ex-Kollegen Giuseppe, der auf der Suche nach seinen Beinen ist. Ja ihr habt richtig gelesen, möchte aber an dieser Stelle nicht zu viel verraten.Die Story ist wirklich eine super Idee, nur leider irgendwie nicht ganz so gut rübergebracht. Vielleicht liegt dies an den nur 224 Seiten. Womöglich hätte man dies noch etwas ausbauen können. Oder mir hat die gewisse Leidenschaft gefehlt.Im allen aber eine nette Geschichte für Zwischendurch.

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  • Die Sehnsucht des Vorlesers

    Die Sehnsucht des Vorlesers

    littleowl

    26. December 2016 um 18:58

    Meine Meinung Ich habe mich sehr darauf gefreut, diesen Roman endlich zu lesen, und zwar nicht nur wegen der vielen begeisterten Rezension, sondern auch, weil mich der Klappentext auf Anhieb angesprochen hat. Die Grundidee klang für mich wirklich vielversprechend: Ein Literaturliebhaber muss in seinem Job die geliebten Bücher schreddern und liest auf dem Weg zur Arbeit seinen Mitfahrern immer ein paar Seiten vor. Ich liebe Bücher über Bücher, daher konnte ich dieser Geschichte natürlich nicht widerstehen. So ganz konnte der Roman meine Erwartungen dann leider nicht erfüllen, dafür haben mir einige andere Aspekte aber sogar besser gefallen als erwartet. Ein bisschen enttäuscht war ich davon, dass die ganze Sache mit dem Vorlesen im Grunde nur am Rande eine Rolle spielt. Dass Guylain seinen Mitfahrern jeden Morgen „gerettete“ Buchseiten vorliest, sagt natürlich eine Menge über den Charakter des Protagonisten und seine Liebe zur Literatur aus, doch letztendlich ist es mehr der Aufhänger der Geschichte und nicht so wichtig für die eigentliche Handlung. Im Zentrum des Romans steht Guylains Suche nach einer Frau, in die er sich verliebt, nachdem er zufällig ihre auf einem USB-Stick gespeicherten Memoiren findet. Dieser Handlungsstrang setzt jedoch leider erst ab circa der Hälfte ein und bricht am Ende zu abrupt ab. Mir wäre es lieber gewesen, wenn der erste Teil, der tatsächlich nur eine sehr lange Exposition ist, etwas kürzer gewesen wäre und man dafür erfahren hätte, wie es mit Guylain und Julie weitergeht. Insgesamt wirkt die Story also etwas unausgegoren, nichtsdestotrotz hatte ich meine Freude an diesem kurzen Roman. "Die Sehnsucht des Vorlesers" ist eins dieser Herzwärmer-Wohlfühlbücher, die perfekt sind für lange Winterabende. Die Geschichte hat jede Menge französisches Flair und diesen ganz besonderen, warmherzigen Humor, den ich auch an Filmen aus Frankreich liebe. Die Figuren sind außerdem alle sehr liebenswert, allen voran natürlich Protagonist Guylain. Disen schüchternen Bücherwurm, der all seine Geheimnisse seinem Goldfisch anvertraut, muss man einfach gern haben. Wunderbar anschaulich und einfühlsam beschreibt der Autor, wie es Guylain vor seiner Arbeit graust und was es ihm für eine Freude bereitet, zumindest ein paar Seiten am Tag vor der Schreddermaschine retten können. Die Nebenfiguren sind ebenfalls einzigartig und sehr charmant: Da ist zum Beispiel der Torwächter Yvon, dessen Herz für das klassische Drama schlägt und der fast nur in Reimen spricht. Und natürlich Julie, die in einem Einkaufszentrum die Toiletten putzt, und nebenbei Geschichten schreibt. Wir lernen sie zwar nur durch ihre Memoiren kennen, aber sie wirkt wirklich sympathisch und ich hätte gern erfahren, wie es mit ihr und Guylain weitergeht. Fazit Ein charmanter und herzerwärmender Roman mit viel französischem Flair, allerdings wurde das Potenzial der Geschichte leider nicht wirklich ausgeschöpft. Schade!

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