Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12

von Jean-Paul Didierlaurent 
4,4 Sterne bei25 Bewertungen
Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12
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Kelo24s avatar

Berührende, emotionale, nachdenklich machende Kurzgeschichten in diesem wundervollen bezaubernden Schreibstil

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Zutiefst menschlich sind diese tollen Erzählungen, die einen inne halten lassen.

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Inhaltsangabe zu "Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12"

11 preisgekrönte Erzählungen in einem Band
Die Aufregung der Kassiererin in einer Maut-Kabine, eine dubiose Mahlzeit, der erste Schuhabdruck auf dem Mond, ein Fliegenschiss mit fatalen Folgen …: Wunderbar originelle Figuren und Begebenheiten stehen im Zentrum dieser hinreißenden Erzählungsbands von Jean-Paul Didierlaurent, der mit seinem Romandebüt ›Die Sehnsucht des Vorlesers‹ weltweit Hunderttausende von Lesern verzaubert hat. Mal leicht, mal ernst, mal höchst ironisch, mal düster, unheimlich komisch, poetisch oder schräg und immer mit herrlicher Pointe: Mit Fug und Recht wurden auch diese Erzählungen des SPIEGEL-Bestsellerautors mit Preisen gekrönt. Übrigens: Erinnern Sie sich noch an die Buchseiten, die Guylain vor dem Reißwolf gerettet hat? Hier findet man die ganzen Geschichten dazu!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261456
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:07.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    talishas avatar
    talishavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Zutiefst menschlich sind diese tollen Erzählungen, die einen inne halten lassen.
    Zutiefst menschlich

    "Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12" ist eine schöne Kurzgeschichtensammlung von Jean-Paul Didierlaurent. Die Wurzeln des französischen Autors liegen im Schreiben von Kurzgeschichten, damit gewann er einige Preise. In der vorliegenden Sammlung ist mit "Ihr Heiligtum" auch die Grundidee der Figur Julie aus seinem erfolgreichen Romans "Die Sehnsucht des Vorlesers" zu finden. 

    In elf Geschichten erzählt der Autor von einem gähnenden Pater; einem 102jährigen Mann beim Frühstück; von Essenswünschen; von einer kachelzählenden Klofrau in einer Stierkampfarena; von einem Soldaten und einem Baum; von einem Engel im Kopf eines Mädchens; von einer falsch gespielten Note und seine Auswirkungen; von einem Totengräber, der es weder Katholiken noch Reformierten recht machen kann; einem alten Mann, der anhand Handschriften erkennen will, wie der Gemütszustand des Schreibers war; wie ein Foto einem Jungen Trost und Mut spendet; und nicht fehlen darf die Geschichte von Mathilde, die in der Autobahnmautstelle in Kabine 12 sitzt - die hat mir übrigens am allerbesten gefallen.

    Die Geschichten bringen uns Leser zum Lachen, Nachdenken und zum Mitfühlen. Didierlaurents Charaktere sind einzigartig normal und oft ebenso unscheinbar wie die Orte, an dem das jeweilige Geschehen stattfindet. Genau so ungekünstelt ist auch der Autor geblieben, der neben dem Schreiben einer bodenständigen Arbeit nachgeht. 


    Fazit: Zutiefst menschlich sind diese tollen Erzählungen, die einen inne halten lassen. Mit "Macadam" schenkt ihr euch selbst und anderen Freude. 4 Punkte. 

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    Kathleen1974s avatar
    Kathleen1974vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wahres Lesevergnügen!
    Rezension zu "Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12" von Jean-Paul Didierlaurent

    Titel: „Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12“
    Autor: Jean-Paul Didierlaurent
    Verlag: dtv 2017
    Seitenzahl: 154 Seiten

    Klappentext:
    „Heute ist wieder die ganze Menschheit an ihr vorbeigezogen. Alte, Junge, Dünne, Dicke, Rotgesichtige und Braungebrannte. Einer hat Mathilde zum Essen eingeladen. Warum macht das die junge Frau von Nr. 12 so nervös?
    Ein Fest der Fantasie – elf preisgekrönte, den Alltag vergessen machende Kurzgeschichten von Spiegel-Bestsellerautor Jean-Paul Didierlaurent.“

    Zum Cover:
    Das Cover ist so liebevoll gestaltet und gefällt mir richtig gut. Auch die zweifarbige Seitengestaltung (ca. hälftig in Hellblau und in Beige gehalten) mit der blaufarbigen Schriftart find ich sehr ansprechend.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil dieses Autors ist ein ganz besonderer. Dieser zeichnet sich für mich durch Detailliertheit, Tiefe und Ausdrucksstärke aus. Einfach ein besonderes Lesegefühl, das in mir aufkommt, wenn ich seine Texte lese. Hervorragend!

    Lieblingszitate:
    „Und dann war da der leere Stuhl. Der Stuhl, der nicht mehr unter der Last des Mannes ächzte und der wie ein unerträglicher Riss war, durch den ihr bisheriges Leben entwich.“ (Seite 49)
    „Er sagte immer das Gleiche, vergiftete Wörter, die nicht gut rochen, Wörter, die nach kaltem Zigarettenrauch und vergorenem Bier stanken.“ (Seite 117)

    Meine Meinung zum Buch:
    Für mich war es ein richtiges Vergnügen, dieses Buch zu lesen. 11 Kurzgeschichten, die ganz unterschiedlich auf mich gewirkt/nachgewirkt haben. Einige haben mich geschockt, andere haben mich zum Schmunzeln gebracht, aber alle haben sie mich gleichermaßen auf eine ganz besondere Weise berührt!

    Ich bin der Meinung, dass es wahre Kunst ist, den Leser mit Kurzgeschichten zu unterhalten, ohne dass es an Tiefe fehlt! Der Autor hat es geschafft, mich sofort an jede seiner Geschichten zu fesseln! Ich war sofort in der entsprechenden Handlung drin und in mir erwachte gleich die Neugier darauf, welche Message sich darin befindet… Einzigartig wie einen der Autor dann mit den jeweiligen Handlungen zurücklässt, nämlich mit dem Gefühl, etwas Gutes gelesen zu haben. Mir ging es jedenfalls so und mich stimmten sie alle nachdenklich.

    Und ganz besonders fühlte ich mich, als ich in einer Geschichte wieder auf „Die Sehnsucht des Vorlesers“ stieß. Da kamen sofort die Erinnerungen an dieses tolle Buch wieder in mir hoch…

    Die Handlungen sind aus dem Leben gegriffen und zugleich mit Fantasie des Autors gefüllt, irgendwie anders und vor allem poetisch und tiefgründig!

    Ein eindrucksvolles, mitreißendes, einnehmendes, besonderes und berührendes Buch!

    Bewertung: Ich gebe dem Buch daher 5 von 5 Sterne.

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    msmedlocks avatar
    msmedlockvor einem Jahr
    Von Nebel, Birken und Stierkämpfen

    Ich habe das erste Buch des Autors „Die Sehnsucht des Vorlesers“ sehr genossen. Es gehört heute noch zu meinen absoluten Favoriten. Obwohl mir eine ganze Geschichte natürlich lieber gewesen wäre, habe ich der Kurzgeschichtensammlung entgegengefiebert.

    Wer „Die Sehnsucht des Vorlesers“ kennt, weiß, dass Guylain Vignolle – Protagonist des Buches – in einer Papierverarbeitunsfabrik arbeitet und die Maschine bedient, die Bücher zerhexelt. Manchmal kann er einzelne Seiten retten und liest sie dann morgens im Zug zur Arbeit dem gesamten Waggon vor. Dabei kann es sich um ein Kochrezept, einen Krimi, eine Liebesgeschichte handeln – Guylain liest es vor.

    Bei „Macadam“ handelt es sich um eine Kurzgeschichtensammlung. Aber nicht um irgendeine Kurzgeschichtensammlung. Zwischen normalen weißen, blitzen hin und wieder blaugetünchte Seiten auf, die nichts anderes sind, als die Geschichten, die hinter den von Guylain geretteten Seiten stecken. Ist das nicht fantastisch?

    Die Geschichten – blaue und weiße Seiten – handeln von völlig unterschiedlichen Themen. Eine Frau, die nach einem Unfall im Rollstuhl sitzt und wieder zur Arbeit geht. Ein Mörder, den seine Henkersmahlzeit zurückversetzt in seine Kindheit. Ein Priester, der sich die Langeweile im Beichtstuhl mit einem Fundstück vertreibt. Eine Frau, die ihrem verstorbenen Liebsten mit Sand aus der Arena gedenkt. Und, und, und.

    Zwei Dinge haben mich hier besonders begeistert: zum einen, dass der Autor es geschafft hat, Geschichten zu vielen verschiedenen Genres in einem Buch zu vereinen und trotzdem keine einzige der Erzählungen irgendwie seicht oder falsch rüberkamen. Zum anderen, waren die Geschichten zwar unterschiedlich, Ton und Stil des Autors, waren aber wie ein roter Faden in jeder Geschichte erkennbar. Es ist ein bisschen schwierig, das jemandem richtig zu beschreiben, der das Buch nicht gelesen hat, ohne Beispiele aufzeigen zu können.

    Besonders hat mir Macadam gefallen. Und der Nebel. Die Geschichte vom Pfarrer. Die letzte Mahlzeit. Diese 160 Seiten sind einfach vollgepackt mit Witz und Spannung und Traurigkeit und es hat mich mit Freude und Ruhe erfüllt, sie zu lesen.

    Wer „Die Sehnsucht des Vorlesers“ gelesen hat, ist bestimmt neugierig auf die Geschichten hinter den einzelnen Seiten. Und wer „Macadam“ gelesen hat, wird bestimmt auch mit der Ruhe und dem Zauber von „Die Sehnsucht des Vorlesers“ seine Freude haben.

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    Residenz_Buchhandlungs avatar
    Residenz_Buchhandlungvor einem Jahr
    Kurzmeinung: 11 schöne Kurzgeschichten
    Macadam oder das Mädchen von Nr.12

    Inhalt:
    Der neue Kurzgeschichtenband von Didierlaurent, führt Geschichten von Figuren weiter, die wir von "Die Sehnsucht des Vorlesers" schon kennen. In allen von diesen Geschichten geht es irgenwie um Verlust, und trotzdem ist man eigentlich nicht traurig beim Lesen, weil er seine Geschichten mit viel Humor erzählt und man mit den Figuren mitfühlen kann.

    Meinung:
    Ich mochte die Kurzgeschichten sehr, teilweise sind sie sehr schockierend, manchmal nur traurig, doch teilweise auch einfach witzig. Das bringt dem Leser einen schönen Gefühlsmix, der auch zum Nachdenken anregt.
    Mir hat vor allem gefallen, dass wir teilweise Figuren vorfinden, die wir aus dem ersten Buch des Autors "Die Sehnsucht des Vorlesers" schon kennen.

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    Die_Zeilenfluesterins avatar
    Die_Zeilenfluesterinvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Macadam ist ein eine Sammlung von 11 berührenden Geschichten. Jede Geschichte handelt von einem anderen menschlichen Schicksal.
    Empfehlung für jeden, der literarische Kurzgeschichten mag


    Dieses wunderschöne Cover hat es mir angetan. Der Titel klang interessant und von dem Autor hatte ich vorher noch nie etwas gelesen, also musste ich es unbedingt haben. An dieser Stelle erst Mal ein herzliches Dankeschön an den dtv Verlag für das Rezensionsexemplar!

    Das Buch ist sehr liebevoll gestaltet und nicht nur von außen! Die Seiten bestehen aus dickem Papier . Manche Geschichten lesen wir auf weißen Seiten, andere auf hellblauen Seiten. Die Schrift ist blau, was ich sehr schön finde, mir aber teilweise das Lesen erschwert hat. Die Überschriften haben eine besonders schöne Schriftart.

    Macadam ist ein eine Sammlung von 11 berührenden Geschichten. Jede Geschichte handelt von einem anderen menschlichen Schicksal und ist in sich abgeschlossen. Wir finden ernste, düstere, ironische, erschreckende, traurige, aber auch ironische und komische Geschichten darin. Es geht um Krankheit, Tod, Verlust, Missbrauch, Liebe… Es sind keine phantastische Geschichten, sondern aus dem Leben gegriffen. Einige haben mich sehr berührt und dennoch trüben sie nicht das Lesevergnügen. 
    Der Autor versteht es mit Worten umzugehen. Er schafft es ein ergreifendes Thema in eine wunderschöne Erzählung zu verwandeln, an deren Ende man nicht verzweifelt ist, sondern gleich die nächste Geschichte lesen möchte.
    Ich mag Kurzgeschichten sehr, weil man sie auch lesen kann, wenn man nicht viel Zeit hat. Dennoch ist es glaub ich nicht so leicht Kurzgeschichten so zu schreiben, dass sie den Leser so richtig packen… Doch Jean-Paul Didierlaurent hat das geschafft. Ich habe jede einzelne Geschichte verschlungen. Seine Geschichten sind besonders. Jede ist anders. Oft mit einem überraschenden Ende.


    Für mich war dieses Buch eine völlig neue Erfahrung und ich kann es jedem weiterempfehlen, der literarische Kurzgeschichten mag.

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    Catgirllovesbookss avatar
    Catgirllovesbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mal traurig, mal schockierend. Lebensnah und sehr gut geschrieben. Wer Kurzgeschichten mag, liebt diesen Roman.
    Lebensnahe Kurzgeschichten über menschliche Schicksale

    Übersicht der Geschichten: 


    1. Macadam

    2. In Nomine...

    3. Nebel

    4. Der Sternengarten

    5. Menu à la Carte

    6. Ihr Heiligtum

    7. Die Birke

    8. Der Alte

    9. Heftpflaster

    10. Moskito

    11. Zeitlos


    Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel über die Kurzgeschichten erzählen, und sie daher nur kurz anschneiden.


    "Macadam" erzählt von einer jungen Frau, die in einem Übergangshäuschen arbeitet. Die meisten Menschen sprechen nicht mit ihr, da sie durch einen Unfall entstellt wurde. Doch eines Tages kommt ein Fahrer vorbei und lädt sie zum Essen ein, und Mathilde nimmt die Einladung zögernd an. Dann erlebt sie die größte Überraschung ihres Lebens...


    Bei "In Nomine" lernen wir einen Pfarrer kennen, der sich eine Fluchtmöglichkeit aus seinem eintönigen Leben sucht, und dieser selbst im Beichtstuhl nachgeht...


    In der Geschichte "Nebel" geht es um einen Mann, der ins Altersheim muss. Er ist unzufrieden dort und vegetiert, wie die anderen Bewohner, dahin. Bis er eine Möglichkeit findet, dass Schicksal für sich und andere selbst in die Hand zu nehmen...


    "Der Sternengarten" handelt von einem 6-jährigen Jungen, dessen Vater gestorben ist. Doch dann findet er einen Weg für sich, mit dem Verlust umzugehen und die Mondlandung wird zu seiner Rettung...


    Obwohl man denken könnte bei "Menu à la Carte" ginge es um ein Restaurant, ist das eine Irreführung. Denn sie handelt von einem seltsamen Mann, der sein ganzes Leben unter den Misshandlungen seines Vaters zu leiden hat. Und sein Schicksal wird erst zum Ende der Geschichte offenbart...


    In der Story "Ihr Heiligtum" lernen wir eine einsame Toilettenputzfrau kennen, die heimlich schreibt, und ihren Mann verloren hat. Da sie allerdings dann weniger Trinkgeld bekommt, versteckt sie ihr Heft zwischen Zeitschriften. Und sie hat ein Geheimnis, dass mit einem bestimmten Jahrestag zusammenhängt...


    "Die Birke" ist etwas melancholischer. Die Leser lernen einen alten Mann kennen, der eine besondere Bindung zu einer Birke in Polen hat. Und diese Bindung hält bis zum Ende seines Lebens fest...


    "Der Alte" geht immer wenn Markttag ist in die Markthalle. Jeder kennt ihn dort, als verschrobenen und unfreundlichen Menschen. Er kauft nie etwas, sondern durchforstet nach dem Markt den Müll. Er sucht etwas bestimmtes und findet es schließlich gar nicht so weit weg...


    Die Geschichte "Heftpflaster" handelt von einem kleinen Mädchen. Sie hört Engel in ihrem Kopf schreien und hat immer wieder "Aussetzer". Niemand kann sich erklären, was mit ihr los ist. Bis die Engel ihr einen entscheidenen Hinweis geben...


    Bei "Moskito" löst eben dieses kleine, nervige Insekt eine Katastrophe aus. Ein Mensch stirbt und ein anderer wird von Gewissensbissen geplagt, und sie in sich selbst einen Mörder...


    Wir reisen für "Zeitlos" in einen kleinen Ort. Dieser ist unterteilt in Katholiken und Protestanten. Die beiden Uhren der Kirchen gingen immer gleich, bis plötzlich nicht mehr. Und eben dieser Fakt stürzt den Ort in einen kriegsähnlichen Zustand...



    Meine Meinung: Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12 ist ein Buch voller Kurzgeschichten. Alle sind sehr gut geschrieben und von manchen Geschichten hätte ich gerne noch mehr gelesen. Man taucht komplett darin ab, und ist am Ende überrascht dass die Story zu Ende ist.


    Der Roman handelt von menschlichen Schicksalen. Zweifel, Verlust, Tod, Misshandlung aber auch von Liebe. Es ist alles dabei, in diesem kleinen Büchlein, was man teilweise in dickeren Büchern findet. Die Geschichten sind voller Leidenschaft und nah am Leben geschrieben.


    Obwohl mir der Roman gut gefallen hat, sind meine Favoriten "Macadam", "Der Sternengarten" und "Die Birke". Absolut nicht gefallen hat mir "Menu à la Carte". Diese Story war mir einfach viel zu brutal. Einzig das Ende hat mir ein bisschen gefallen.


    Das Buch selber ist sehr schön, dass Cover ist recht einfach aber einfach nur toll gestaltet. Die Geschichten sind in blauer Schrift verfasst, und auf dickem Papier. Teilweise sind sie auch auf blauem Papier gedruckt, andere sind auf weißem Papier.


    Wer Kurzgeschichten mag, die lebensnah und auch irgendwie anders sind, ist mit diesem Buch gut bedient.

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    Buchperlenblogs avatar
    Buchperlenblogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Elf wunderbare Kurzgeschichten, die trotz schweren Themen eine ngenehme Leichtigkeit verbreiten.
    Elf zauberhafte Kurzgeschichten

    Inhalt

    Elf wunderbare Geschichten beinhaltet dieses Buch. Sie alle sind in sich abgeschlossen, doch sind sie trotzdem miteinander auf die ein oder andere Weise verbunden. Hin und wieder entdeckt man eine bereits bekannte Figur in einer neuen geschichte wieder, und am Ende drehen sie sich doch alle um ein zentrales Thema. Nämlich den Verlust und wie man damit umgeht.

    Rezension

    Es ist sehr erstaunlich, wie leicht man durch dieses Buch gleitet. Jedes menschliche Schicksal ist geprägt von Schmerz und Leid, Verlust des eigenen Selbst oder eines geliebten menschen, von Krankheit und Tod. Und doch sind die Geschichten so geschrieben, dass man sich an ihnen erfreuen kann. Sie ziehen nicht runter, sie erschrecken, sie machen betroffen, aber sie ziehen dich nicht in die Leere im Inneren.

    Wir lernen einen Priester kennen, der unglücklich im Beichtstuhl sitzt, wir begleiten einen Mörder zu seinem letzten Gang, wir erfahren, wie viel Seele ein Baum speichern kann, wir hören Engel im Kopf eines Mädchens kreischen.

    Ich könnte jetzt auf jede der elf Geschichten ein Stück eingehen, doch das möchte ich gar nicht, denn wenn ihr dieses Buch besitzt, dann wollt ihr sie selbst entdecken.

    Das Buch ist nicht nur von außen hübsch anzuschauen, auch die innere Gestaltung gefiel mir sehr. Denn mal lesen wir blau auf weißem Papier, und mal auf blauem Papier und die Schriftarten verändern sich mit den Geschichten.

    Fazit

    Unterhaltsame, kurzweilige Lesestunden mit elf wunderbaren Geschichten rund um das Thema Verlust. Wem das Eintauchen in Kurzgeschichten gefällt, der sollte defintiv zugreifen.

    Bewertung im Detail

    Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Handlung ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Charaktere ★★★★☆ ( 4 / 5 )

    Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

    Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

    = 4.8 ★★★★★

    Kommentare: 2
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    Janna_KeJasBlogvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wieder eine zauberhafte Geschichte aus der Feder von Jean-Paul Didierlaurent - elf wundervolle Kurzgeschichten!
    Die verloren geglaubten Geschichten

    | © Janna von www.KeJas-BlogBuch.de |

    Das Debüt „Die Sehnsucht des Vorlesers“ [alte Rezensionsdarstellung] von Jean-Paul Didierlaurent hatte mich absolut verzaubert und schon damals war für mich klar: zukünftige Bücher des Autors möchte ich definitiv lesen! Umso größer war die Freude, als ich erfuhr das in diesem Jahr sogar zwei Bücher von ihm veröffentlicht werden. Ein Roman und dieses kleine Buch mit elf Erzählungen, welcher unter die Haut gehen.

    Der Autor schaffte es bereits nach den ersten Sätzen mich in seine Geschichten zu ziehen. Elf Erzählungen die so unterschiedlich und doch gleich sind. Der Verlust steht im Mittelpunkt. Der Verlust eines geliebten Menschen, etwas das einem fehlt oder etwas grausam entnommenes. Jede Geschichte erzählt von seinem ganz eigenen Schmerz.

    "In den folgenden Wochen hatten Intoleranz und Hass auf einem fruchtbaren Boden Wurzeln geschlagen."
    (S. 146)

    Der Autor berührt mit seinen Worten. Ich begegnete verschiedene Charaktere, welche mit Witz oder tiefer Traurigkeit versuchen ihr Schicksal zu bewältigen. Besonders drei Geschichten haben mich vollkommen eingenommen.
    „Der Alte“ Graphologe ist auf der Suche nach der einen ganz besonderen Schrift.
    Das „Heftpflaster“, welches die Engel im Kopf des kleinen Mädchens zum kreischen bringen.
    „Zeitlos“ sein in einem kleinen Dorf.

    Jean-Paul Didierlaurent erschafft bei allen Geschichten, trotz der Schwere des Themas, eine Leichtigkeit des Lesens. Verlust und Tod entstehen bei ihm zu einer wunderschönen Erzählung. Besonders „Heftpflaster“ sticht besonders hervor. Mit einer eindringlichen Beschreibung setzt sich der Autor mit einer schwerwiegenden Thematik auseinander.

    Die folgenden Worte könnten triggern, auch wenn ich nicht konkret auf sexuellen Missbrauch eingehe:

    Das Ungeheuer und der Engel – Vater und Tochter. Selten habe ich es erlebt, das dies so wortgewaltig auf so wenigen Seiten beschrieben wurde und solch einen Eindruck hinterlässt! Was geschieht, ist einem beim Lesen durchgehen bewusst und doch verzichtet der Autor auf eine Beschreibung, macht nur kleine Andeutungen. Dies reicht aber absolut aus, um die Situation und seine Folgen gänzlich greifen zu können. Eine Geschichte, welche mir unter die Haut ging.

    Die in sich abgeschlossenen Geschichten werden einem bekannt vorkommen, wenn man sein Debüt gelesen hat. Einige der Erzählungen tauschen im Debüt als herausgerissen Seiten auf. Ohne das die Bücher im Zusammenhang stehen, verbindet der Autor sie miteinander. Die angerissenen Geschichten werden in „Macadam“ vollständig erzählt und verliefen ganz anders als ich es von den Ausschnitten her gedacht hätte. Die angerissenen Geschichten aus „Die Sehnsucht des Vorlesers“ bekommen in diesem Buch eine ganz andere Bedeutung. Gerade dies machte mich neugierig, die Erzählungen der nie beendeten Geschichten aus seinem Erstlingswerk.
    In beiden Büchern werden eben diese Geschichten farblich hervorgehoben, passend zum Buchumschlag.

    Jede Erzählung hat ihren ganz eigenen Sog! Wunderschön und ebenso traurig und bereits optisch ein kleiner ‚Augenfang‘, innen wie außen!

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Kurze, überaus unterhaltsame Kurzgeschichten für zwischendurch.
    Macadam oder das Mädchen von Nr. 12

    Ein literarisches Potpourri unterschiedlichster Kurzgeschichten, die einen weiten Bogen von alltäglichen Beobachtungen, bis hin zu berührenden Erzählungen spannen, um mit meist unvorhersehbaren Lösungen immer wieder zu überraschen.

    Fazit
    Elf überaus unterhaltsam und locker erzählte Geschichten, die in ihrer Vielfalt für beste Unterhaltung sorgen, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor einem Jahr
    Zauberhaft Poetisch

    Das Buch ist einfach zauberhaft. Der Klapptext preist dieses als "Ein wahres Lese(r)geschenk angepriesen" - und das ist es wirklich.

    Der Autor ist mir bereits durch "Die Sehnsucht des Vorlesers" bekannt und ist mir seitdem mit seiner einzigartigen Geschichte in Erinnerung geblieben.

    Wer "Die Sehnsucht des Vorlesers" gelesen hat wird, nun auch in "Macadam oder Das Mädchen von Nr. 12", einen bekannten Ausschnitt entdecken.

    Ich kann dieses Büchlein absolut weiterempfehlen. Das Cover und die elf einzelnen Kurzgeschichten werden von dem wunderschönen Schreibstil des Autoren Jean-Paul Didierlaurent geprägt. Der Fantasie des Autors sind keine Grenzen gesetzt, und man wünscht sich, immer mehr von diesen kurzen Erzählungen lesen zu können.

    Eine traumhafte, poetische Reise, bei der man die Liebe des Autors für seine Protagonisten und das Schreiben spürt. Jede Geschicht steht für sich und ist abolut berührend.

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