Jean-Paul Sartre Das Spiel ist aus

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Inhaltsangabe zu „Das Spiel ist aus“ von Jean-Paul Sartre

Pierre, der Revolutionär, und Eve, eine Dame der Gesellschaft, sterben zu gleicher Stunde durch Gewalt, begegnen sich in einer Welt der Schatten und verlieben sich leidenschaftlich ineinander: "Ich gäbe meine Seele, wenn ich deinetwillen noch einmal leben dürfte." Der Wunsch wird Realität und die Uhr des Schicksals zurückgedreht. Aber die Vergangenheit stellt ihre Forderungen.

Ein wunderbares Werk, das uns anregt, über uns selbst zum Nachdenken zu bringen.

— Ophiuchus

Eher fatalistisch, als existenzialistisch. Aber dennoch genial!

— Fritz_Nitzsch

Drehbuch, das mit knappen Wort-Mitteln ein tiefgehendes Drama entwirft

— BrittaRoeder

auch sehr gutes buch von jp sartre

— SimiMai

Nur die Toten finden Liebe. Amüsante Geschichte. Menschlich. Keineswegs absurd.

— brujess

Ein Lieblingsbuch!

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Großartig!

— julikind

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  • "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    dot

    12. September 2017 um 12:40

    Das Drama "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre beschreibt das Leben der Aristokratin Ève Charlier und des Revolutionär Pierre Dumaine, die zu gleicher Stunde ermordet werden, sich als Geister erstmals begegnen und ineinander verlieben. Da sie füreinander bestimmt waren, haben sie die Chance innerhalb von 24 Stunden ihre Liebe zu verwirklichen. [...]"Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre ist ein kurzweiliger Klassiker, der unterhaltsam sowie philosophisch zum Umdenken auffordert.

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  • Das Periodensystem des Jenseits

    Das Leben nach Boo

    jenvo82

    „Wären wir beide schon dort Freunde gewesen, hätte Johnny sich vielleicht nicht die Pulsadern aufgeschnitten, und ich hätte vielleicht nicht Onkel Seymours Revolver gestohlen. Wir hätten uns in Amerika so helfen können, wie wir uns im herrlichen Jenseits halfen.“ Inhalt Oliver Dalrymple, der wegen seiner Blässe und seines geisterhaften Wesens von allen nur „Boo“ gerufen wird, ist in seiner Schule ein absoluter Außenseiter. Seine Mitschüler hänseln und drangsalieren ihn, wo sie nur können und der Junge mit dem Loch im Herzen, zieht sich immer mehr in sein Schneckenhaus zurück. Hochintelligent aber einsam verbringt er seine Schultage mit wissenschaftlichen Projekten und dem Auswendiglernen des Periodensystems der Elemente. Eines Tages jedoch erwacht er im Himmel der 13-Jährigen Amerikaner und erfährt, dass er dort nun für weitere 50 Jahre sein Alter halten wird, bevor er wirklich stirbt. Als kurz nach seiner Ankunft ein ehemaliger Mitschüler im Himmel aufkreuzt, erfährt er, dass er keines natürlichen Todes gestorben ist, sondern ermordet wurde, von einem Täter, den die beiden Jungen fortan „Gunboy“ nennen. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach ihrem Mörder und hoffen ihn, in ihrem Jenseits anzutreffen. Doch bald schon stellt sich heraus, dass es nur zwei Opfer gab und einer davon war der Mörder. Für Boo jedoch wird es nebensächlich Rache zu üben und Gerechtigkeit zu erlangen. Er möchte einzig die Freundschaft mit Johnny bewahren, eine Kameradschaft, die er sich zu Lebzeiten immer wünschte und nie bekam. Doch sein neuer Freund wird zum „Wiedertod“ verurteilt und kann nicht mehr lange im Himmel bleiben, es sei denn sie finden ein Portal zur Diesseitigen Welt … Meinung Auf diesen innovativen, andersartigen Roman war ich sehr gespannt, weil er ausgesprochen gute Kritiken bekommen hat und als ein gelungener Debütroman ins Auge fiel. Die Geschichte selbst klingt auch wirklich toll und interessant, denn der Mix aus Jugendroman und phantastischer Geschichte, die im Jenseits spielt, weckte mein Interesse ungemein. Tatsächlich hat mir der Beginn des Buches auch sehr gut gefallen, weil allein die Idee einer Welt nach unserem Tod, selbst so wie sie der Autor beschreibt einen großen Reiz auf mich hat. Zu schön wäre doch die Vorstellung, dass es so etwas tatsächlich geben könnte … Trotzdem ist es Neil Smith nicht gelungen, mich so richtig in den Bann der Geschichte zu ziehen. Einige Textstellen haben ungewöhnliche Längen, während andere mir viel zu kurz erschienen. Auch die Suche nach dem potenziellen Mörder konnte mich nicht überzeugen und mich hat die Erzählung teilweise sogar gelangweilt. Der Autor setzt den Fokus ganz zielstrebig auf die persönliche Entwicklung des Hauptprotagonisten, dem es im Jenseits tatsächlich gelingt, sein Leben in den Griff zu bekommen, der endlich all das erreicht, was er sich im Diesseits bereits wünschte. Eine gewisse Trauer schleicht sich aber auch dazwischen. Trauer darüber, die Chancen verpasst zu haben, Trauer darüber sich nicht verabschieden zu können und nun für weitere 50 Jahre in einer Welt zu leben, in der es normalerweise nur begrenztes Entwicklungspotential gibt. Der Schreibstil ist jugendlich frisch und gut zu lesen, die gewählte Erzählperspektive in der Ich-Form bringt dem Leser einen gewissen Mehrwert, denn so kann man die Empfindungen von Boo besser teilen und seine Ansichten verstehen. Boo wird mit fortschreitender Lektüre zu einem immer liebenswerteren Menschen, den man von Herzen endlich mal etwas Glück und Erfolg wünscht. Fazit Ich vergebe 3 Lesesterne für diesen warmherzigen Roman mit sehr alternativer, erfrischender Handlung, der mich zwar nicht ganz begeistern konnte, aber sicherlich eine lesenswerte Geschichte erzählt. Meine Erwartungshaltung war wohl schlicht eine andere, die sich hier nicht ganz erfüllen ließ, weil mir der emotionale Bezug gefehlt hat. Ich habe mich weder köstlich amüsiert, was für eine humorvolle Variante gesprochen hätte, noch konnte ich Tränen vergießen, was ich mir vielleicht sogar gewünscht hätte. Das Buch und ich sprechen wohl einfach nicht die gleiche Sprache. Die Variante, einen Roman im Jenseits spielen zu lassen fand ich trotzdem top und sehr ansprechend – gern würde ich die Thematik weiterverfolgen und auch der Autor wäre noch ein zweites Buch wert.

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    • 7
  • Der Lauf der Kugel kann man nicht aufhalten

    Das Spiel ist aus

    Ophiuchus

    07. May 2017 um 17:42

    "'Falls es Ihnen innerhalb von vierundzwanzig Stunden gelingt, sich in vollem Vertrauen und mit allen Kräften zu lieben, haben sie ein Anrecht auf ein vollständiges menschliches Leben.'" (Seite 70). In einem imaginären Staat sterben zur selben Zeit die Aristokratin Ève Charlier und der Revolutionär Pierre Dumaine. Sie treffen sich in Jenseits wieder und sie verlieben sich ineinander. Aufgrund einer Verordnung haben sie das Anrecht, zu den Lebenden zurückzukehren. Aber sie haben nur 24 Stunden Zeit, ihre Liebe und ihr Vertrauen wahrhaft zu beweisen. Ob es ihnen gelingen wird, ihr neues Leben nach ihrer Liebe auszurichten? Das Buch ist wie ein Drehbuch geschrieben, deshalb ist das Werk schnell gelesen. Die Umgebung wird mit knappen Worten beschrieben, denn das Zentrum dieser Geschichte ist der Dialog. Interessant fand ich, dass die Verstorbenen nicht mehr in der realen Welt agieren können und sie nehmen die Welt nur als Beobachter teil. Das Werk erschafft seine eigene Philosophie und genau das gefällt mir sehr. Da die Handlung nach dem Tod fortsetzt, orientiert sich das Werk nicht am Existenzialismus sondern am Determinismus. Das Schicksal von Ève und Pierre ist schon festgelegt. Heisst es dann, dass unser Leben auch vorherbestimmt ist? Können wir in unser Leben entscheiden? Sind wir eigentlich frei? Das Werk ist sehr spannend. Da will man erfahren, ob Ève und Pierre sich wirklich gegenseitig lieben und vertrauen, obwohl das Spiel, deterministisch gesehen, aus ist. Fazit Ein wunderbares Werk, das uns anregt, über unser Dasein zum Nachdenken zu bringen. '"Ève steht immer noch am Telefon. 'Nein, Pierre...Tu's nicht...Du hast mich belogen...Du lässt mich im Stich...Du hast mich nie geliebt...' 'Doch, doch, ich liebe dich, Ève', erwiderte Pierre. 'Ich liebe dich. Aber ich habe nicht das Recht, die Genossen zu verlassen.' Er sieht Lucien Derjeu nicht, der von dem kleinen Oberlicht aus mit seinem Revolver sorgfältig auf Pierre zielt. Voller Angst ruft Pierre:' Ève...Ève...' (Seite 133). 

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  • Verwirkte zweite Chance?

    Das Spiel ist aus

    Farbwirbel

    Ève und Pierre kannten sich nicht, als sie noch lebten, doch lernen sie sich im Tode kennen. Ève ist eine Aristokratin, dessen Familienname stadtbekannt ist. Sie liegt zu Beginn der Erzählung seit langer Zeit krank im Bett. Ihr Mann André, der sich als Widerling entpuppt, tötet Ève mit Gift, um an ihre Schwester Lucette heranzukommen. Pierre plant seit vielen Jahren einen Aufstand gegen den Regenten. Er kommt aus der Arbeiterschicht und ist bei seinen Mitstreitern hoch angesehen. Am Tag vor der geplanten Revolte stirbt er durch einen Steinschlag. Beide stellen fest, dass niemand sie sehen oder hören kann. Sie sind zwar irritiert, erkennen aber beide nicht, dass sie verstorben sind. Erst als sie zum Amt für Todeserklärungen kommen, in dem sie einer Dame durch ihre Unterschrift den eigenen Tod bestätigen müssen, verstehen sie. „Ärgern sie sich darüber, da? sie tot sind?“ „Ja, es gibt so griesgrämige Naturen...“ „Wissen Sie“; erklärt Pierre, „ich lasse niemanden zurück, ich kann ganz ruhig sein.“ Er fängt an, lebhaft im Zimmer umherzugehen, und fährt fort: „Und schließlich, das entscheidende ist, daß man getan hat, was man tun mußte.“ Er wendet sich wieder der alten Dame zu, die ihn durch ihre Lorgnette skeptisch ansieht. „Oder sind Sie anderer Meinung?“ fragt er. „Ach, wissen Sie“, sagt sie, „ich bin nur eine einfache Angestellte...“ Dann drehte sie das Hauptbuch Pierre zu: „...Ich bitte Sie noch um Ihre Unterschrift...“ Eine Sekunde lang gerät Pierre aus der Fassung. Schließlich kommt er zum Tisch zurück, nimmt den Federhalter und unterschreibt. „So...“ erklärt die Dame. „Nun sind Sie richtig tot.“ - S. 31 Auf der anderen Seite laufen abertausende Tote herum, die aus den verschiedensten Jahrhunderten stammen. Pierre lernt sogleich ein paar Leute kennen und geht mit ihnen zum Regentensitz. Dort stellt Pierre zwar fest, dass seine Abneigung völlig zurecht war, doch gleichwohl erfährt er, dass der Regent längst von der Revolte weiß. Würden seine Mitstreiter marschieren, würde es in einem Massaker enden. Ève besucht auch ihr Zuhause und erkennt, dass Lucette sich André willig hingibt. Sie verzweifelt an ihrer armen Schwester, weiß sie doch, welch grauenvoller Mann André ist. Pierre und Ève begegnen sich schließlich und stellen fest, dass sie einander lieben könnten. Aus diesem Grund kommt er zu seiner Retour. Es wurde nämlich festgestellt, die beiden seien füreinander bestimmt. Als sie wieder in der Welt der Lebenden ankommen, versuchen sie gemeinschaftlich Lucette von André wegzuholen, retten ein Kind und machen sich die Stadtsociety zum Fein. Dabei wird Pierre von seinen Kameraden beobachtet, die sein Verhalten für ungebührlich und verräterisch halten. Sie werfen ihn raus. Auch Ève konnte ihre Schwester nicht umstimmen. Sie finden in Pierres Wohnung zueinander und lernen sich lieben. Die Liebe ist nämlich die Bedingung für ihr Leben auf der Erde. Sollten sich nicht ineinander verlieben, so würden sie wieder sterben. Kurz vor dem Ende ihrer Probezeit erkennen die beiden, dass sie sich zwar lieben, doch ihre persönlichen Probleme größeren Wert haben. Müde wendete sich Pierre an seine Begleiter: „Das ist eine schöne Schweinerei, tot zu sein!“ „Ja... Aber es gibt immerhin kleine Entschädigungen...“ „Sie sind nicht sehr anspruchsvoll!“ „Keine Verantwortung. Keine materiellen Sorgen. Totale Freiheit. Zerstreuungen.“ Pierre lacht bitter: „Der Regent zum Beispiel...“ „Sie stellen sich immer auf den Standpunkt der Erde. Aber Sie werden sicher auch noch vernünftig werden.“ „Hoffentlich nicht! Die Weisheit der Toten macht mich ganz irre.“ -S. 57 Pierre versucht seine Kameraden von der Gefahr der Revolte zu warnen und schafft dies auch. Gleichsam versucht Ève mit geladener Pistole, Lucette zu zeigen, wer André wirklich ist. Beiden gelingt ihr Vorhaben bedingt, doch finden sie zum Ende der Probezeit nicht zueinander und sterben wiederholt. Wieder im Reich der Toten trennen sich ihre Wege, denn sie erkennen, dass sie sich hätten lieben können, doch dass ihre privaten Probleme wichtiger waren. Das Werk ist sehr schnell gelesen. Die Perspektive wechselt zu Beginn sehr schnell zwischen Pierre und Ève, später wird dies nicht mehr der Fall sein. Die Schreibart erinnert mich stark an Brecht, was vielleicht dem Zeitcharakter geschuldet ist. Als Drehbuch oder auch Drama in epischer Form ist es sehr schnelllebig und reduziert geschrieben. Besonders die Beamte, die für die Todeserklärungen verantwortlich ist, gefiel mir. Pierre und Ève wirken wie das oft besprochene, verlorene Liebespaar, aber gleichzeitig haben sie einen anderen Anstrich. Sie sind dabei aber unrealistisch skizziert. Die Selbstlosigkeit, die Satre hier entwirft, wäre zwar wünschenswert, doch ist sie, meiner Meinung nach, so nicht vorhanden. Jean-Paul Satre entwirft in seinem Drehbuch eine Art zweite Chance für Ève und Pierre. Was fängt der Mensch an, wenn er noch einmal zurück darf? Lernt er daraus? Kann ein ruhiges, aber liebevolles Leben der Plan sein? Womöglich kann es Charaktere geben, die einander bedingungslos lieben und die sich voll auf sich konzentrieren. Pierre und Ève sind aber beide Menschen, die sich für andere hingeben. Pierre würde für seine Kameraden auch dutzende Male sterben. Ève ist geprägt durch die Verantwortung gegenüber ihrer kleinen Schwester. Zwar bekamen sie eine weitere Chance aufs Leben, doch nahmen sie diese nicht wahr? Ich würde sagen, sie nahmen sie auf die Weise wahr, wie sie wahrgenommen werden sollte. Sie versuchten ihre Liebsten vor dem Unheil zu warnen und vergaßen sich selbst dabei. Obwohl das eigene Leben daran hing, weiterhin so selbstlos zu sein, zeigt die Stärke der beiden. Sie sind nicht dafür zu verurteilen, dass sie ihre Chance verwirkten. Sie sind dafür zu loben, dass sie sich selbstlos in den Hintergrund stellten. Nach ihrem zweiten Tod sind sie nun wieder dazu verdammt, zu zusehen und die Menschen machen zu lassen, ohne darauf einwirken zu können. Diese Vorstellung ist so ungerecht und erklärt wohl zusätzlich, dass Ève und Pierre keine andere Handlungsoption hatten.

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    • 3
  • Was wäre wenn....

    Das Spiel ist aus

    Kopf-Kino

    Der Klappentext mag – mit Verlaub! - zunächst einmal ein wenig wie ein Kitschroman klingen, aber spätestens, wenn der geneigte Leser den Namen des Autors, einer der bedeutsamsten Vertretern des Existenzialismus, erspäht, lässt sich erahnen, dass weitaus mehr dahinter stecken sollte. Hauptthema der Lektüre stellen die Begriffe Liebe und Vertrauen dar - und inwiefern sie von äußeren Umständen abhängig sind. Das Gedankenspiel Sartes „Was wäre wenn“ gefiel mir außerordentlich gut. Obgleich die Lektüre in Form eines (Theater-)Drehbuchs verfasst ist, und somit die Örtlichkeiten bspw. nur grob skizziert werden, gelingt es Sartre, eine interessante und unterhaltsame Geschichte zu erzählen. Zusätzlich enthält das Stück eine Menge an Philosophie im Hintergrund, quasi als Einstieg. Die philosophischen Fragen werden hierbei nicht auf trockene oder abstrakte Art und Weise präsentiert, sondern verleihrn der Rahmenhandlung eine zweite Ebene. Aufgrund dessen ist das Buch keineswegs anstrengend zu lesen, auch wenn Sartres Schreibstil aus heutiger Sicht etwas altmodisch oder gar gewöhnungsbedürftig klingen mag. Mir gefiels. „Das Spiel ist aus“ hatte eine zerrüttende Wirkung auf mich und hat somit seinen festen Platz in meinem Bücherregal zu Recht gewonnen.

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    • 3
  • Buchverlosung und Diskussionsrunde zur „Bibliothek der Ideen“ von Springer Spektrum

    50 Schlüsselideen Literatur

    Anne_books

    Entdeckungsreisen in die Welt der Literatur, Psychologie und Kunst Platon, da Vinci, Newton, Freud und Brecht – hinter diesen Namen stehen große Ideen und Konzepte. Sie alle hatten großen Einfluss auf ihr jeweiliges Fachgebiet und beschäftigen uns heute noch. Der Springer Spektrum Verlag hat es sich nun zur Aufgabe gemacht, zu 17 spannenden Themenfeldern jeweils 50 der wichtigsten und einflussreichsten Grundkonzepte zusammenzustellen und in einer „Bibliothek der Ideen“ herauszubringen. Wir starten dazu heute eine aufregende Diskussionsrunde, in der ihr Bücher aus der „Bibliothek der Ideen“ gewinnen könnt! Eine Woche lang habt ihr nun die Chance, euch in den drei Themengebieten: Literatur, Psychologie, Kunst auszutauschen und eure Meinungen, Ideen und Kritikpunkte mit einzubringen. Als Diskussionsanstoß möchte ich euch folgende Fragen zur Seite stellen: • Welcher Autor hat euch am stärksten beeinflusst? (Literatur) • Wie steht ihr zu dem Diskurs eBook vs. Print? (Literatur) • Was ist eurer Meinung nach das herausragende Konzept der Psychologie? (Psychologie) • Stress – jeder hat ihn und keiner kann ihm entgehen. Wie geht ihr damit um? Findet ihr, dass der Stress in der heutigen Zeit zugenommen hat? (Psychologie) • Was versteht ihr unter Kunst? (Kunst) • Was ist euer Lieblingskunstobjekt und wieso? (Kunst) Mehr zu den Büchern: 50 Schlüsselideen: Literatur Wer die Literaturwissenschaften entdecken möchte, ist hier genau richtig. 50 Schlüsselideen Literatur ist eine grundlegende Einführung in alle wichtigen Formen, Begriffe, Themen und Strömungen der Literatur. Das Buch bietet einen klaren, pointierten und umfassenden Überblick über Theorien, die sich mit dem Wesen von Sprache und Bedeutung auseinandersetzen, und skizziert die Gedanken hinter zentralen literarischen Begriffen wie Postmoderne, Semiologie, Postkolonialismus und Strukturalismus. 50 Schlüsselideen: Psychologie Hier können 50 der wichtigsten psychologischen Konzepte entdeckt werden. Psychologie durchdringt heute unsere gesamte Gesellschaft. Kein Krimi, kein Dokumentarfilm, keine Talkshow, kein Arzt-Patienten-Gespräch kommt ohne die Einführung eines psychologischen Blickwinkels aus. Die Psychologie versucht Verhaltensäußerungen und Geistesblitze, Gefühle und Gedanken zu verstehen und zu erklären, und sie berührt dabei verblüffend viele Felder – von Größenwahn und Computerscheu über Krebsursachen, Alkoholabhängigkeit und soziale Mobilität bis hin zur Speicherung von Erinnerungen und zur Herausbildung von Überzeugungen und Vorurteilen. 50 Schlüsselideen: Kunst Mit einer instruktiven Auswahl von Bildern, die beispielhaft Stilmerkmale und künstlerische Ideen zeigen, und mit einer übersichtlichen historischen Zeitleiste wird jede Kunstrichtung in ihren Kontext gestellt und insgesamt ein breiter Überblick über die weltweit bedeutendsten Entwicklungen von Kunst und Design vermittelt. Wem die künstlerische Ausdrucksweise jemals ein Rätsel war und wer sich einen groben Überblick verschaffen möchte, der wird bei diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Das ideale Buch, um in die Welt der Kunst(geschichte) einzutauchen und 50 der wichtigsten Ideen / Konzepte / Epochen kennenzulernen. Hier geht es zur kompletten Reihe!! Zu gewinnen gibt es dieses Mal 10 x die drei Bände zu Literatur, Psychologie und Kunst. Als Hauptgewinn stellt Springer Spektrum einmal die komplette Bibliothek der Ideen zur Verfügung! Um mit in den Lostopf zu springen, müsst ihr euch in alle drei Diskussionsrunden einbringen. Wenn ihr euch für unsere Aktion und die Themen interessiert, dann macht mit und diskutiert fleißig in unseren Unterthemen! Ich freu mich auf eine rege Beteiligung und wünsch euch viel Spaß dabei! P.S.: Über Rezensionen zu den Büchern würden wir uns freuen!

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    • 417
  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    Lax

    01. September 2011 um 10:40

    Sartres Drehbuch „Das Spiel ist aus“ handelt von zwei sehr unterschiedlichen Menschen, die eine neue Chance bekommen, aber nur, wenn sie trotz aller Umstände zu ihrer Liebe stehen. Zwei Menschen, die reiche Éve Charliers und der im Widerstand kämpfende Pierre Dumain sterben und wandeln fortan zwischen den Lebenden umher. Irgendwann gewöhnen sie sich an dieses Leben, das für sie endlich Freiheit bedeutet. „Während es die Lebenden eilig haben, schlendern die Toten langsam umher, traurig und ein bißchen schemenhaft.“ Frei von allen Zwängen und Verpflichtungen verlieben sie sich ineinander. Sie tanzen unbeschwert inmitten der Lebenden, doch sie können sich nicht berühren und wünschen sich, sie könnten noch einmal neu anfangen. Der Wunsch wird ihnen gewährt und sie werden wieder Lebende, doch es gibt eine Bedienung: Innerhalb von vierundzwanzig Stunden müssen sie zu ihrer Liebe stehen. Sie versuchen ihr Bestes, doch sie merken, dass sie unter den Lebenden nicht so frei sein können, wie sie wollen. Einen gemeinsamen Tanz wagen sie nicht, zu unterschiedlich ist ihre Herkunft. Außerdem haben sie Verpflichtungen anderen gegenüber. „Kann man wirklich versuchen, sein Leben neu anzufangen?“ Jean-Paul Sartre (1905-1980) war ein Philosoph und gilt als wichtigster Vertreter des französischen Existentialismus. In das „Das Sein und das Nichts“, definiert er den Menschen nicht als ein fertiges Produkt, sondern als eine leere Hülle, die in die Welt geworfen wird und sich erst durch seine Taten und seine Leiden definiert. Es gibt keine Regeln, der Mensch ist quasi die Freiheit, er macht die Regeln und ist alleine für das Unheil in der Welt verantwortlich und nicht ein Gott, der über allem wacht. In „Das Spiel ist aus“, schlüpft Sartre in die Rolle des Deterministen, „weil ich der Meinung war, dass es mir schließlich auch einmal erlaubt sein müsste, zu spielen.“ Der Determinismus oder das Schicksal bestimmt das Leben eines jeden Menschen von der Geburt bis zu seinem Tode. Es zwängt den Menschen in ein Korsett, aus dem er nicht ausbrechen kann. Egal was er macht, es ist ihm vorherbestimmt. Die Freiheit ist somit nur augenscheinlich vorhanden, in Wahrheit ist sie aber ein leeres Wort. Somit ist das Werk durchzogen von Melancholie und obwohl es sich um ein Drehbuch handelt und die Schauplätze und Menschen in kurzen Sätzen beschrieben werden, vermag die Geschichte aufgrund ihres Themas von Anfang an zu fesseln. Und Sartre lässt dem Leser eine Wahl. Wir leben nicht in einer deterministischen Welt. Mensch stehe zu deinen Gefühlen, zu dir selbst, denke ohne, vereinfacht gesagt, irgendwelche Schranken, denn nicht erst im Tode wird man frei. „Wir sind niemandem verpflichtet.“ Neben philosophischen Büchern hat Sartre auch zahlreiche Drehbücher und Romane verfasst. 1964 wurde ihm der Literaturnobelpreis verliehen, den er aber nicht angenommen hat.

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  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    kulturtussi

    30. April 2011 um 11:55

    Traurig und berührend, macht aber andererseits auch Mut. Pierre und Evè treffen sich nach ihrem Tod im Jenseits wieder und verlieben sich ineinander. Sie bekommen noch eine Chance, um in der Welt der Lebenden ihre Liebe zu verwirklichen. Doch die Vergangenheit holt sie wieder ein...
    Tragische Liebesgeschichte, aber angenehme Vorstellung vom Tod.

  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    BlancheNeige

    30. April 2010 um 23:27

    "Natürlich haben wir unser Leben verpfuscht. Jeder verpfuscht sein Leben."
    Dies ist wohl eine der schönsten und tragischsten Liebesgeschichten, die je geschrieben wurde.

  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    ana.w

    16. July 2009 um 11:58

    Das wurde sogar bei uns auf der schule... in der 13 im französischunterricht gelesen! ich liebe es ♥

  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    MrsKitty

    25. June 2008 um 15:14

    Macht nachdenklich und melancholisch. Schön, wunderschön.

  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    legolas

    29. May 2008 um 23:45

    Ein Klassiker....aber wenn man es aus einem anderen Blickwinkel betrachtet,wird aus dem philosophischen Buch....ein klar verständliches.Für jeden geeignet und leicht zu verstehen und dennoch regt es zum nachdenken ein.Ein Muss.....

  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    Kuelwalda

    16. February 2008 um 17:02

    Ein großartiges Buch! Es hat mich tief berührt und gefesselt. Zwei Menschen die sich nicht kennen und nach ihrem Tod in der "Zwischenwelt" treffen, haben die Chance, nach ihrem vorzeitigen Tod nochmal für 24 Stunden ins Leben zurückzukommen und sollen in der Zeit beweisen, dass sie einander lieben und zusammen gehören. Dann dürfen sie weiter leben. Die Uhr wird zurück gedreht.... Das Buch hat nur wenige Seiten, ist aber sehr intensiv und unbedingt empfehlenswert!

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  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    petronella

    17. May 2007 um 21:58

    Ein echter Klassiker, der sich mit der Frage beschäftigt, was mit den Menschen nach dem Tod passiert. Zwei Menschen treffen sich nach dem Tod und stellen fest, dass sie im realen Leben füreinander bestimmt waren, aber sie haben sich dort nie getroffen. Sie bekommen eine zweite Chance. Sie dürfen für 24 Stunden in das reale Leben zurück und müssen es innerhalb dieser Zeit schaffen, sich zu begegnen und sich auch hier ihre Liebe zu sichern. Wie es ausgeht, verrat ich hier nicht. Es ist toll geschrieben und absolut spannend.

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  • Rezension zu "Das Spiel ist aus" von Jean-Paul Sartre

    Das Spiel ist aus

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. March 2007 um 13:57

    Eve und Pierre sterben zur gleichen Stunde am gleichen Tag. Er wird erschossen, sie vergiftet. Sie treffen sich in einer 'Schattenwelt' und haben die Möglichkeit, auf 'Probe', ihre Liebe zu beweisen.

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