Jean-Paul Sartre Die Kindheit eines Chefs

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Inhaltsangabe zu „Die Kindheit eines Chefs“ von Jean-Paul Sartre

"Niemand will sich der Existenz stellen", sagt Sartre in einem Begleittext zur ersten Ausgabe dieses Erzählbandes. In ihm schildert er Menschen in sehr unterschiedlichen Grenzsituationen: Pablo, den Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg, der versucht, seine Freiheit über den Tod hinweg zu retten, Eve, die in die Wahnwelt ihres geistesgestörten Mannes eindringen will, Paul, der die Menschen durch ein schockierendes Verbrechen zu erschüttern vorhat, Lulu, die einer Selbsttäuschung erliegt, und Lucien, der vor seiner Rolle als Chef flieht. Meisterhafte Erzählungen, ein wichtiger Mosaikstein im Werk des bedeutenden Schriftstellers und Philosophen.

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  • Rezension zu "Die KIndheit eines Chef" von Jean-Paul Sartre

    Die Kindheit eines Chefs

    marcelsarman

    22. March 2015 um 13:11

    Der kleine Lucien hat wunderschöne blonde Locken und wird als kleines Kind oft für ein Mädchen gehalten. Alle Verwandten und Bekannten hätscheln und verwöhnen ihn. Doch schon bald entwickelt der kleine Knirps manipulative Züge und lernt von seinem Vater, einem Fabrikanten, was Macht und Ansehen bedeuten - schließlich ziehen beim Spaziergang im Park alle Arbeiter vor seinem Vater den Hut und verbeugen sich. Lucien wird älter und macht sich zusehends Gedanken über die menschliche Existenz, durch diese Grübelei wir er immer verwirrter. Er lernt den Existenzialisten Bergere kennen und ist fasziniert von dessen dekadentem Lebensstil und seinen oft schockierenden Gedanken. Zwischen den beiden Männer beginnt eine Affäre und Lucien ist geschockt über sein eigenes Verhalten. Bergere verschwindet aber nach einiger Zeit aus seinem Leben und Lucien wendet sich mehr seiner Familie zu und hat Liebesbeziehungen zu Frauen. Er gerät in eine konservative und nationalistische Gruppe mit ausgeprägtem Elitedenken, die sich hauptsächlich durch die Abgrenzung gegen andere definiert. Die Gruppe lehnt alles ab, was nicht französisch oder christlich ist und behandelt die einfachen Arbeiter mit kaum verhohlener Geringschätzung. Lucien gewinnt an Selbstvertrauen und Selbstsicherheit, weil ihm andere plötzlich mehr Respekt entgegenbringen. Er scheint bereit zu sein, ein Chef zu werden. Bewertung: Sartres Menschenbild ist pessimistisch: nur durch die Zugehörigkeit zu einer Gruppe mit fragwürdigen Idealen gewinnt der junge Lucien an Selbstbewusstsein. Dieses Selbstbewusstsein kommt aber nicht von innen, sondern rührt nur aus der Mitgliedschaft in der Gruppe und seiner vererbten Chefposition. Die anderen respektieren und fürchten ihn, also wird er selbstbewusster. Ob die Ideale der Gruppe menschlich vertretbar sind oder die Chefposition erarbeitet oder vererbt ist, spielt keine Rolle. Er wird nicht wegen seinen Fähigkeiten als Mensch, sondern nur wegen seiner Machtposition respektiert. Das Buch ist sehr leicht zu lesen. Sartre schreibt in einer einfachen und leicht verständlichen Sprache. Die Grundzüge des Existenzialismus werden deutlich und die Beschreibungen des Seelenzustandes der Hauptfigur sind sehr eindringlich und leicht nachvollziehbar: 5 Sterne

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  • Rezension zu "Die Kindheit eines Chefs" von Jean-Paul Sartre

    Die Kindheit eines Chefs

    Eltragalibros

    05. October 2008 um 14:22

    Sartre begeistert mich, wie immer. Wahrscheinlich habe ich dennoch nur die Hälfte von seiner existentialistischen Philosophie verstanden, wie immer ;-). Sartre verdeutlicht an seinen Erzählungen, dass – auch wenn der Mensch vor seiner Existenz flieht – dennoch existiert.

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