Jean-Paul Sartre Die ehrbare Dirne

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Inhaltsangabe zu „Die ehrbare Dirne“ von Jean-Paul Sartre

Intelligentes Situationstheater: Sagt Lizzy wahrheitsgemäß zu Gunsten des "Negers" aus oder oder lügt sie zu Gunsten des angesehenen Weißen?

— Originaldibbler

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    Die ehrbare Dirne

    Originaldibbler

    18. July 2014 um 01:18

    Amerika kurz nach dem zweiten Weltkrieg: Im Zug geraten vier besoffene Weiße mit zwei Negern aneinander. Einer der Weißen erschießt einen der "Neger" während der andere fliehen kann. Die Prostituierte Lizzy wird Zeuge dieses Vorfalls und weiß, dass die Schuld alleine beim weißen Schützen liegt. Doch dieser ist ein angesehener Bürger und wirkt durch Freunde auf sie ein zu seinen Gunsten auszusagen? Wie wird sie sich entscheiden? Ein gelungenes Stück Situationstheater, in dem sich Sartre nicht nur mit der Rassendiskriminierung sondern auch mit der Unterdrückung sozial niedriger Schichten in den USA in den 40er Jahren des 20. Jhd auseinandersetzt.

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  • Rezension zu "Die ehrbare Dirne" von Jean-Paul Sartre

    Die ehrbare Dirne

    alma

    03. February 2008 um 13:22

    Vielen Dank an Marco: nhaltliche Ergänzungen: Die ehrbare Dirne spielt in den 40ern und 50ern in der USA. Die Prostituierte Lizzie wurde Zeugin eines kaltblütigen Mordes, in welchem ein Schwarzer von einem Weißem erschossen wurde, während der Fall in der Öffentlichkeit stark verzerrt als Notwehr, ja sogar Heldentat, dargestellt wird. Nur Lizzie kennt die Wahrheit, nämlich dass vier betrunkene Weiße, darunter Thomas (der Neffe des Senator Clark), in einem Zug grundlos auf zwei Schwarze losgegangen sind und nach einem Faustschlag einen der beiden niederstreckten. Der Zweite ist nun auf der Flucht und hofft darauf dass Lizzie die Wahrheit vor dem Gericht aussagen wird. Der Öffentlichkeit wurde jedoch erzählt dass die Schwarzen versuchten Lizzie zu vergewaltigen und sie mit einer Rasierklinge bedrohten, während die Weißen versuchten sie zu beschützen. Wer hat also den Mord begangen, wer sich an der jungen Frau vergangen? Ein falsches Geständnis, eine ersparte Gefängnisstrafe, Verzweiflung und weinen.Oder doch die Wahrheit, das Gewissen beruhigend, erlösend? Fazit: Ein trotz der geringen Seitenzahl sehr interessantes Stück. Es wird sehr deutlich auf die amerikanische Gesellschaft verwiesen und sollte wachrütteln, was für Verbrechen dort begangen wurden und bei genauerem Hinsehen wird man feststellen wie wenig sich daran geändert hat. Dieses Stück liegt genau zwischen Satire und ernster Schilderung. Was man davon hält muss man selbst entscheiden. Sprachlich ist es jedoch einfach verständlich und schnell zu lesen, weshalb ich es nur wärmsten jeden interessierten Leser empfehlen kann. Anmerkung: Humorvolle Kritik a la Michael Moore ist nicht zu erwarten, wenn auch die Kernpunkte seiner Kritiken angesprochen werden und in ähnlichem aber ernsteren Ton zur Sprache gebracht werden.

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