Jean-Paul Sartre Geschlossene Gesellschaft

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Inhaltsangabe zu „Geschlossene Gesellschaft“ von Jean-Paul Sartre

"Geschlossene Gesellschaft": Drei Personen, die im Leben einander nie begegnet sind, werden nach ihrem Tod für alle Ewigkeit in einem Hotelzimmer zusammensein. Das ist die Hölle. "Wenn meine Beziehungen schlecht sind, begebe ich mich in die totale Abhängigkeit von anderen. Und dann bin ich tatsächlich in der Hölle. Und es gibt eine Menge Leute auf der Welt, die in der Hölle sind, weil sie zu sehr vom Urteil anderer abhängen." (Jean-Paul Sartre)

Es ist eine interessante und etwas andere Geschichte, die ich trotzdem gut geschrieben finde.

— CherryLestrange

"Die Hölle, das sind die anderen" Starke Gesellschaftsanalyse. Eines der wenigen Dramen das ich freiwillig gelesen habe.

— Kugeni

"Die Hölle, das sind die anderen" – kurzes Kammerstück, das Sartre nicht pointierter hätte schreiben können. Tiefgründig!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Anfangs etwas verwirrend, aber dennoch eine interessante Umsetzung der Idee. Ich bin sehr positiv überrascht :)

— Bananenbuch

Schullektüre - und doch in guter Erinnerung!:-)

— RobinBook

eines meiner absoluten lieblingsbücher

— SimiMai

Dieses Stück hat mich wirklich zum Nachdenken angeregt.

— jennistr

"Die Hölle, das sind die andern."

— milasun

Ein wunderbares Stück, das zum Nachdenken anregt.

— Saari

Meine unbedingte Leseempfehlung. Das ist Theater, wie es sein sollte. Und die Thematik des Lebens nach dem Tod schon fast universell.

— Ein LovelyBooks-Nutzer

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  • Die Hölle, das sind die anderen

    Geschlossene Gesellschaft

    winter-chill

    13. September 2017 um 12:17

    „Die Hölle, das sind die anderen“  – das wohl bekannteste Zitat von Sartre ist das Leitmotiv und der Kerngedanke des Dramas. In dem kurzen Stück werden drei Menschen, die sich zu Lebzeiten nie begegnet sind, nach ihrem Tod in einem Zimmer untergebracht. Es ist keine übergangsweise unterbringen – nein, sie müssen fortan für alle Ewigkeit ihr Dasein zusammen in diesem Zimmer verbringen. Das ist die Hölle. Jeder der drei möchte anfänglich noch nicht wahrhaben, warum er in der Hölle gelandet ist und versucht die anderen durch allerlei Lügereien zu täuschen. Bald schon befinden sich alle in einer wirklich ausweglosen Situation. „Geschlossene Gesellschaft“ war für mich ein wirklich raffiniert gemachtes Schauspiel, sehr pointiert geschrieben. Sartre demonstriert, wie wenig Reue nützen kann und wie stark wir uns ständig von der Meinung anderer Menschen beeinflussen lassen.

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  • Leserunde zu "Die Terranauten" von T. C. Boyle

    Die Terranauten

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    4 Frauen, 4 Männer, 2 Jahre in einem riesigen Terrarium – Willkommen in der Ecosphere 2! Was passiert, wenn man eine Gruppe Menschen jahrelang in einem abgeschlossenen Ökosystem leben lässt? T.C. Boyle hat mit "Die Terranauten" ein prophetisches und irre komisches Buch geschrieben, das – basierend auf einer wahren Geschichte – die großen Fragen der Menschheit berührt. Ihr lest gerne besondere Bücher und belletristische Hochkaräter? Dann seid ihr bei unserer Leserunde zu T. C. Boyles neuem Roman genau richtig! Und wir sind ganz besonders stolz, euch mit "Die Terranauten" den ersten Titel des LovelyBooks Literatursalons vorstellen zu dürfen, in dem euch literarische Neuerscheinungen & spannende Spezialaufgaben erwarten! Zum Inhalt In einem geschlossenen Ökosystem unternehmen Wissenschaftler in den neunziger Jahren in den USA den Versuch, das Leben nachzubilden. Zwei Jahre lang darf keiner der acht Bewohner die Glaskuppel von „Ecosphere 2“ verlassen. Egal, was passiert. Touristen drängen sich um das Mega-Terrarium, Fernsehteams filmen, als sei es eine Reality-Show. Eitelkeit, Missgunst, Rivalität – auch in der schönen neuen Welt bleibt der Mensch schließlich doch, was er ist. Und es kommt, wie es kommen muss: Als eine Teilnehmerin schwanger wird, steht das ganze Experiment vor dem Aus ... Wer darf am Experiment teilnehmen und in die Ecosphere 2 einziehen? Lest hier den spannenden Romananfang von "Die Terranauten"! Über den Autor T. C. Boyle wurde am 2. Dezember 1948 in Peekskill, New York, geboren. Er studierte an der New Yorker State University Englisch und Geschichte und entdeckte dort seine Leidenschaft für das kreative Schreiben. Nach Abschluss seines Studiums arbeitete er als Lehrer an einer High School, verfasste erste eigene Erzählungen und erwarb schließlich den Doktortitel in englischer Literatur des 19. Jahrhunderts.  Seit den späten 70er Jahren lehrte Boyle neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit an der University of Southern California. Seine gründlich recherchierten Erzählungen und Romane basieren oftmals auf realen Ereignissen und Persönlichkeiten. Heute lebt der Autor gemeinsam mit Frau und Kindern in Montecito, Kalifornien. Gemeinsam mit dem Hanser Verlag vergeben wir 3 0 Leseexemplare von T. C. Boyles "Die Terranauten". Was ihr tun müsst, um eines davon zu ergattern? Bewerbt euch einfach bis einschließlich zum 12.02.2017 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und beantwortet uns folgende Frage: Ein strenges Auswahlverfahren entscheidet, wer in die Ecosphere 2 einziehen darf. Mit welcher Charaktereigenschaft oder Fähigkeit überzeugt ihr die Jury von euch? Wir wünschen euch viel Erfolg!   Im Rahmen des LovelyBooks Literatursalons könnt ihr in dieser Leserunde euer erstes Literatursalon-Lesezeichen erlesen! Ihr seid noch kein Literatursalon-Mitglied? Dann tretet ein! Alle weiteren Infos dazu findet ihr gleich hier! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden! 

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    • 1450
  • Die Hölle sind die andern

    Geschlossene Gesellschaft

    dominona

    15. May 2016 um 10:10

    Ohne Beurteilung durch andere können wir nur schwer leben und anscheinend auch sterben, denn den drei Protagonisten im Stück wird bewusst, dass sie selbst in der Hölle nicht voneinander loskommen, weil sie sich gegenseitig in allem, was sie tun beurteilen. Es geht nicht ohne und es geht nicht mit - ein Alptraum, aber nicht für den Leser, denn dem wird der Spiegel vorgehalten, der denen in der Hölle fehlt.Man sollte nur nicht depressiv sein, wenn man das Stück liest, es könnte böse ausgehen.

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  • Hilfreich beim Erwachsenwerden

    Geschlossene Gesellschaft

    RobinBook

    17. January 2016 um 08:44

    Unsere Klassenlehrerin hatte eine Schwäche für Sartre, die sie mit uns auslebte. Neben diesem Buch besprachen wir demzufolge auch "Das Spiel ist aus" und "Die Fliege". Und es machte uns Spaß! Naja, den meisten von uns jedenfalls...

  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    The iron butterfly

    Eine aktuelle Bemerkung aus dem Alltag hat mich dazu verführt wieder einmal zu Sartre zu greifen und es sollte ganz bewusst das Theaterstück "Geschlossene Gesellschaft" sein, da die Thematik passt. Zur Handlung...Drei Menschen, die sich zu Lebzeiten nie begegnet sind, werden nach ihrem Tod in einem Zimmer untergebracht. Es handelt sich hierbei nicht um eine übergangsweise Unterbringung, nein, sie werden fortan zu dritt in diesem einen Zimmer verbleiben und ihr Dasein miteinander verbringen. "Das ist die Hölle". So begegnen sich Garcin, quasi der Hahn im Korb und Estelle sowie Inés in einem Raum, den sie weder ansprechend noch gemütlich finden. Jeder einzelne hadert noch mit sich und seinem "kurz zuvor" beendeten Leben, täuscht sich selbst und seine neuen Gefährten durch Unaufrichtigkeiten. Gefangen in diesem Teufelskreis aus Täuschung und dem Drang Beziehungen zu knüpfen entwickelt sich eine wahrhaft ausweglose Situation. Sartres Resümee "die Hölle, das sind die andern" zeigt auf, von welcher mächtigen Bedeutung Beziehungen für uns sind. Wie stark wir uns von unserer Wirkung auf unsere Mitmenschen beeinflussen, ja in unserem Tun leiten lassen. Jeder für sich spielt eine Rolle für sein jeweiliges Gegenüber, muss gefallen, will dominieren, sehnt sich nach Zuneigung, signalisiert Schutzbedürftigkeit oder Stärke. Nur wenn wir aus dem Rollenspiel ausbrechen, einzig wir selbst sind, sind wir frei. Gut, dass wir das noch zu Lebzeiten erkennen können und nicht wie Garcin, Estelle und Inés zu spät erkennen, dass die andauernde Situation für immer so bleibt!

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    • 4

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2014 um 11:20
  • Buchverlosung zu "Incarceron" von Catherine Fisher

    Incarceron - Fliehen heißt sterben

    Daniliesing

    Die Autorin Catherine Fisher ist für ihre fantastischen und mitreißenden Geschichten bekannt. Und jetzt ist endlich auch ihr neuer Fantasyroman "Incarceron" auf Deutsch im Penhaligon Verlag erschienen. Darin erwartet euch eine außergewöhnliche und einfallsreiche Handlung, die euch mit ihrer düsteren Spannung nicht mehr loslassen wird! Lasst euch von "Incarceron" gefangennehmen - aber Achtung: es gibt kein Entkommen! Mehr zum Inhalt: Sein Körper ist gefangen, doch sein Herz ist frei Incarceron ist ein gewaltiges Gefängnis. Sein Inneres besteht aus gigantischen Metallwäldern, verfallenen Städten und endlosen Weiten. An diesem Ort gibt es weder Freundschaft noch Vertrauen – und es gibt keine Hoffnung auf Entkommen. Doch der junge Häftling Finn hat eine Verbindung zur Welt außerhalb, zu Claudia, der Tochter des Gefängnishüters. Sie ist Finns einzige Chance, aus Incarceron auszubrechen, und er wiederum ist Claudias letzte Hoffnung, dem goldenen Käfig ihres eigenen Lebens zu entfliehen. Doch Finns und Claudias größter Feind ist Incarceron selbst, das seine Insassen wie ein hungriges Raubtier belauert. Denn dieses Gefängnis lebt ... --> Leseprobe Habt ihr Lust euch auf eine abenteuerliche Reise in die Gefahren von Incarceron zu begeben? Dann macht doch bei unserer Buchverlosung mit. Zusammen mit dem Penhaligon Verlag verlosen wir 10 Exemplare von "Incarceron - Fliehen heißt sterben". Außerdem gibt es als Hauptpreis zusätzlich zu einem der Bücher noch den Incarceron Original-Schlüssel als Schmuckstück mit Halskette zu gewinnen! Für eure Chance auf eines der Bücher sowie den Schlüssel müsst ihr nur noch die folgende Frage bis spätestens 01. April 2013 beantworten: Musstet ihr in eurem Leben schon mal vor etwas fliehen? Wenn ja, in welcher Situation?

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    • 674
  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    Palatina

    19. May 2011 um 20:57

    Das Sein und das Nichts. Diesem Gegensätzen geht Satre in seinem Drama um die geschlossene Gesellschaft auf den Grund.
    Er sperrt Menschen in einen geschlossenen Raum, aus dem es kein entrinnen gibt. Der Hölle. Doch die Hölle ist nicht der Raum, sondern die Beschneidung der Freiheit und das zwanghafte aufeinander hocken mit Menschen, deren Sein und Handeln einem selbst zu wider sind.

  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    elane_eodain

    18. August 2010 um 10:45

    >> DER KELLNER: Wovon sprechen Sie? GARCIN: Von Ihren Augenlidern. Wir nämlich machen die Augenlider auf und zu. Zwinkern nannte man das. Ein kleiner schwarzer Blitz, Vorhang zu, Vorhang auf: Das war die Unterbrechung. Das Auge wird feucht, die Welt verschwindet. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie erholsam das war. Viertausend Pausen in einer Stunde. Viertausend kleine Fluchten. << * INHALT: Aber warum Zwinkern, wenn man in der Hölle nicht mal schlafen oder Zähne putzen muss? Denn dort ist Garcin angekommen. Die Hölle ist ganz anders als er sie sich vorgestellt hat, keine physischen Qualen und Foltern, nur ein wenig Hitze. Doch nachdem seine Zimmergenossinnen Inès und Estelle zu ihm stoßen, beginnt dennoch für alle drei eine grausame Tortur - ganz ohne Folterknecht doch auch ohne Ende ... GEDANKEN: Ein Schauspiel, das einen sehr kurzen, zeitlichen Einblick gibt in die Begegnung dreier sehr unterschiedlicher Menschen, und dann auch schon wieder vorbei ist. Nichtsdestotrotz ist es ein sehr intensives Leseerlebnis, wenn sich diese auf ewig zusammen eingeschlossenen Menschen immerzu mit Worten, Gestik und Mimik gegenseitig verletzen und doch auch voneinander abhängig sind, von der Aufmerksamkeit, dem Verständinis oder der Anerkennung der jeweils anderen, von dem Bild, das die anderen von ihm haben. Und so stellt Jean-Paul Satre ganz deutlich heraus, was gemeint ist mit dem Satz: "Die Hölle, das sind die anderen"*. FAZIT: Ein kleines, feines Meisterwerk, das die Crux unseres Zusammenlebens großartig verdichtet darlegt. (* Zitate aus "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre)

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  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die beängstigende ideelle Bedrängung dieses Stückes macht es in seiner Form zu einem großen Drama. Wie würden Sie sich fühlen, wenn sie nach ihrem Tod im Himmel mit Menschen in einen Raum gesteckt werden würden, von denen sie nicht einmal sagen könnten, was Ihnen diese zu mitzuteilen haben. So zumindest fühlen sich Garcin, Inès und Estelle, die nach und nach durch einen Portier in einen Raum gesteckt werden. Man darf nicht zu viel über den Inhalt verraten, aber die Geschlossene Gesellschaft regt an, über das Los des Lebens und das Zusammensein nachzudenken. "Die Hölle, das sind die anderen", kann man hier lesen. Ein vielzitierter Satz, der in seiner Auslegung für den Existenzialismus oft gedeutet worden ist. Sartre hat dazu selbst einmal Stellung genommen, auch das sollte sich der am Existenzialismus als Denkweise interessierte Leser einmal zu Gemüte führen. Aber auch apart von jedweden theoretischen HIntergründen ist die Geschlossene Gesellschaft lesen-, überdenkens- und sehenswert!

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    • 2

    Pellegrino

    05. August 2010 um 22:17
  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    Pellegrino

    05. August 2010 um 16:32

    Wahrlich ein "chef-d´oeuvre" von Sartre! Sartre verdeutlich unter anderem in seinem Werk folgenden Konflikt: Der Mensch, der sich etwas vormacht, der sich selbst z.B. als mutig, altruistisch etc. definiert wird durch eine weitere Person/Betrachter entlarvt, ertappt und beurteilt, ist ihr sozusagen ausgeliefert. Nun wird der Mensch durch den Blick des anderen auf seine Taten reduziert (seine Faktizität). Das Auge des anderen wird zu einem Spiegel in dem der Mensch sich so erblicken kann, wie auch der andere ihn... Die anderen sind also wesentlich für das Urteil, das wir über uns selbst bilden. "L´enfer c´est les autres!"

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  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    PrinzessinMurks

    15. March 2010 um 19:43

    Die Hölle – ein Hotel? Kein Feuer, keine Folterinstrumente. Und ein berühmtes Zitat: Die Hölle, das sind die anderen. *** Man betritt mit dem Toten Garcin über nichtssagende Gänge ein nichtssagendes Salonzimmer. Der Teufel aber steckt im wahrsten Sinne des Wortes im Detail. Zu Garcin gesellen sich schnell Inés, die junge, hübsche und ein wenig nervöse Lesbe, sowie Estelle, die Diva, Dame der Gesellschaft und des Scheins. Die Tür geht zu. Drei sind allein – und eben doch nicht. *** Der Raum bietet keine Abwechslung, nichts kann verändert werden. Privatsphäre ist nicht vorhanden.Die Toten haben keinen Hunger und werden nicht müde. Das einzige, was ihnen bleibt, ist tatenlos dazusitzen oder sich erst mit dem eigenen Leben und dann miteinander zu beschäftigen. *** Ein eindrucksvolles Drama, das mit den zwischenmenschlichen Beziehungen experimentiert und schließlich Sartres Philosophie vor Augen führt: Die Hölle – das sind die Anderen. Und nur wir selbst stehen uns im Weg das zu ändern.

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  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2009 um 09:47

    Die Hölle, das sind die Anderen... Diese Kernaussage des Buches hat mich sehr bewegt. Menschen bringen sich in Abhängigkeiten die ihnen Schaden und sie können oder wollen diese nicht brechen. Sartre bringt seine Charaktere durch Zwang in eine Abhängigkeit, die für alle drei Menschen nur die Hölle sein kann. Menschen in unserer Gesellschaft gehen oft freiwillig so eine Abhängigkeit ein, teilweise aus Angst, teilweise aus Mutlosigkeit neue Wege zu beschreiten. Ich habe durch dieses Buch gelernt, dass man sich daraus befreien sollte und muss, wenn man sich durch andere Menschen gequält fühlt, seelisch wie auch körperlich. Es gibt immer einen anderen Weg.

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  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    ana.w

    16. July 2009 um 11:53

    schnell gelesen... und wenn man die essays von sartre gelesen, hat sehr gut nachzuvollziehen ♥

  • Rezension zu "Geschlossene Gesellschaft" von Jean-Paul Sartre

    Geschlossene Gesellschaft

    Coralita

    25. June 2009 um 17:53

    Wie kann man sich die Hölle vorstellen? Böse Menschen angekettet im Inferno? Flammenhölle? Folter? Wahrscheinlich hat jeder von uns seine eigene Vorstellung davon. So auch der Existentialist Jean-Paul Sartre. In seinem Werk "Geschlossene Gesellschaft" (der französische Originaltitel lautet "Huis clos") entwirft ein ganz anderes, aber nach meinem Empfinden weitaus grausameres Bild der Hölle, eben so wie sie sich wahrscheinlich niemand von uns vorgestellt hätte. Sartre wird am 21. Juni 1905 in Paris geboren und gelangt mit seinem 1943 erschienenen philosophischen Hauptwerk "Das Sein und das Nichts" zu Ruhm und Ehre: Er wird zu einem der einflussreichsten Denker des vergangenen Jahrhunderts. 1964 lehnt er jedoch die Annahme des Nobelpreises für Literatur ab. Am 15. April 1980 stirbt er in Paris. Résumé des Inhalts "Geschlossene Gesellschaft": Drei Menschen, die sich nie zuvor im Leben begegnet sind und ein schlimmes Verbrechen begangen haben, werden von einem "Hotelpagen" in ein Hotelzimmer geführt, in dem stets Licht brennt: Garcin, der Publizist und Journalist, die jungen Frauen Inès und Estelle. Bis in die Ewigkeit müssen sie hier verharren. Jeder von ihnen hat eine Couch zur Verfügung. Das Bedürfnis, schlafen zu wollen, ist ihnen genommen worden. Alle drei sind grundverschieden und gegenseitigen und unaufhörlichen Wortgefechten ausgesetzt. Zunächst fragen sie sich die drei Protagonisten über ihr Leben auf Erden und dann über ihre Verbrechen aus. Nach und nach sieht jede der Personen in der anderen Person eine immense Bedrohung - und doch ist einer vom anderen abhängig: Estellt verliebt sich in Garcin, welcher sich wiederum in Inès verguckt. Unglücklicherweise ist diese wiederum in Estelle verliebt. Jeder ist auf die Hilfe des anderen angewiesen. Zu den Charakteren: - Der Journalist Garcin hat seine Frau zu Tode gequält und politisch versagt. Er ist fest davon überzeugt, ein Held gewesen zu sein und verdrängt seine Verbrechen zunächst erfolgreich, bis er am Ende von Inès qualvoll zurechtgewiesen wird. - Inès Serrano, eine ehemalige Postangestellte, ist eine hochintelligente junge Lesbe, welche die Frau eines Freundes verführt und gequält hat und sich zusammen mit dieser vergast. - Estelle ist die Frau eines alten Reichen, eine Dame aus der guten Gesellschaft also, hübsch anzusehen. Zu Lebzeiten war sie die Geliebte eines jungen Mannes und hat das gemeinsame Kind vor dessen Augen ertränkt. Daraufhin bringt sich der Liebhaber um. Worin besteht nun aber die Misere? Was genau macht die Qualen aus, die alle drei Protagonisten bis in die Ewigkeit durchleben müssen? Die eigentliche Tragik liegt in den Dialogen, gegenseitigen Vorwürfen und im emotionale Verletzen. Wie man sich denken kann, durchleidet jede der drei Personen ihre eigenen Notstände, weil niemand es dem anderen recht machen kann. Niemand genügt dem anderen. Was ist aber die Moral, mit der uns Sartre aufrütteln will? Ich glaube, der Autor möchte uns verdeutlichen, wie sehr wir uns von dem Urteil anderer Menschen und deren Meinung wirklich abhängig machen, wie sehr wir uns Gedanken anderer zu Herzen nehmen und durch unbedachte Aussagen (ob sie nun der Wahrheit entsprechen oder nicht sei dahingestellt) Schmerz bei anderen erzeugen. Dies muss nicht immer bewusst erfolgen. Das beste Beispiel dafür ist Garcin, der zu Beginn der Handlung sehr von sich selbst überzeugt ist und den am Ende nur noch interessiert, was Inès von ihm denkt. "Die Hölle, das sind die andern" denken. Wie wahr das oft ist. Sicher spielt auch die Freiheitsliebe im Werk eine große Rolle, die alle drei Protagonisten besitzen, jedoch nicht ausleben können. Sie sind dazu verdammt, für immer in einem Raum zu sitzen. Vielleicht möchte Sartre aber auch einfach nur ausdrücken, dass es weder Himmel noch Hölle gibt, weil nämlich die Torturen der von ihm geschaffenen Hölle auch auf Erden stattfinden können. Fazit: Absolut lesenswert! Ich habe das Buch am Stück gelesen. Mit nur 59 Seiten schafft es Sartre, seinen Leser in den Bann zu ziehen. Preisgünstig. Großer Wortwitz und gelungener Sprachstil. Philosophische Kostbarkeit. "Geschlossene Gesellschaft" ist eine Tragödie, die stets aus dem Blickwinkel des Existentialismus betrachtet werden sollte. Man sollte sich vorher zu Sartre und seinem Schaffen informieren, um besser verstehen zu können. Zartbeseitete Menschen sollten sich vor diesem Buch allerdings in Acht nehmen, und in jedem Falle sollte eine gewisse Distanz gewahrt werden, da man sich evtl. in ein schwer zu überwindendes Grauen hineinsteigern und innerlich aufgewühlt werden kann. Sartre versteht es, nur über die Dialoge der drei "Untoten" eine absolut düstere Stimmung zu schaffen und Angst zu evozieren. Und wenn sie nicht gestorben sind, so streiten sie noch heute...

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