Jean-Paul Sartre Geschlossene Gesellschaft. Stück in einem Akt ( 5. Juni 1986 )

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Inhaltsangabe zu „Geschlossene Gesellschaft. Stück in einem Akt ( 5. Juni 1986 )“ von Jean-Paul Sartre

Kurz und bündig, tiefsinnig und wunderbar geschrieben. Ein Lesegenuss.

— Orisha
Orisha
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  • Die Hölle sind die andern...

    Geschlossene Gesellschaft. Stück in einem Akt ( 5. Juni 1986 )
    Orisha

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    Drei Menschen, ein Raum, eine Hölle. Garcin, Ines und Estelle finden sich nach ihrem Ableben in der Hölle wieder, die so ganz anders ist, als sie sich selbige vorgestellt hatten. Denn statt einer Folterkammer, erwartet sie ein Zimmer im Second-Empire-Stil und eine verschlossene Tür. Nur mit sich selbst, ohne Spiegel, ohne Ablenkung, müssen sich die drei ihrer Vergangenheit stellen. „Die Hölle, das sind die andern.“ Dieser berühmte Satz stammt aus diesem Stück Sartres. Und Sartre wollte damit nichts Anderes ausdrücken, als das wir uns viel zu oft von Anderen abhängig machen. Wir uns in Anderen spiegeln und ihre Meinung oft höher schätzen, als die eigene. Und an sich ist an der Tatsache, des sich Spiegelns, der Auseinandersetzung mit Anderen nichts Verkehrtes, denn nur so kann man wachsen. Doch die meisten bleiben in ihren „Hamsterrädern“ gefangen und können sich nicht befreien. Dabei und das wollte Sartre uns sagen, liegt es doch an uns selbst, etwas aus sich und seinem Leben zu machen. Sartre hat ein Stück geschrieben, das bis heute aktuell ist und seinen Reiz nicht eingebüßt hat. Sprachlich wunderbar, spielt er mit den Figuren und lässt sie sich nach und nach selbst demontieren. Ein kurzer, bündiger Lesespaß mit Tiefgang und einer Aussage, die wir uns alle verinnerlichen sollten. Nur wir selbst können etwas aus unserem Leben machen und Hamsterrädern entkommen. Fazit: Mein erster Sartre und sicher nicht mein letzter.

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