Jean-Philippe Blondel Direkter Zugang zum Strand

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Inhaltsangabe zu „Direkter Zugang zum Strand“ von Jean-Philippe Blondel

Henri trauert um seine verlorene Frau, der junge Philippe träumt vom legendären Mickey Mouse Club, und die attraktive Danielle geht am Strand der Atlantikküste unter dem Namen Natascha auf Männerjagd – erste Lieben, schmerzhafte Trennungen und unverhofftes Glück. Jean-Philippe Blondel avancierte mit seinem Roman »6 Uhr 41« über Nacht zum Erfolgsautor. »Direkter Zugang zum Strand« ist ebenso berührend und klug erzählt.

Ein Buch über verschiedene Personen, die ihren Urlaub am Strand in der Bretagne und in anderen Gegenden von Frankreich verbringen.

— Clarissa03

Kurzweilig und dicht erzählt

— raven1711

Grandios! Sein bester Roman aus meiner Sicht. Wunderbare Lektüre, die jeden begeistert. Greifen Sie zu!

— Nil

Zeigt uns die Komplexität menschlicher Beziehungen! Sie alle haben hier eins gemeinsam: den Strand.

— buecherwurmkathi

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  • Eine interessante Perspektive

    Direkter Zugang zum Strand

    Duffy

    27. May 2017 um 16:36

    Jean-Philippe Blondel, in Deutschland bekannt geworden durch seinen Roman "6 Uhr 41" , hat in diesem Buch eine interessante Erzählperspektive angewendet. Über einen Zeitraum von 40 Jahren erzählt er die Geschichten von verschiedenen Protagonisten, die an verschiedenen Urlaubsorten Strandurlaub machen. Dabei lässt er seine Figuren ihre Geschichte selbst erzählen. Das sind Geschichten von Gewinn und Verlust, von Liebe, von Kindheit und von Rückblenden, kurz, wichtige Punkte in den Lebensläufen der Erzähler spielen die Hauptrolle. Da sich die Personen dann irgendwie ineinander verweben und gemeinsame Geschichten aus unterschieldichen Perspektiven haben, entsteht so eine Zusammenghörigkeit, die allerdings nicht auf Anhieb auffällt. Und das ist viellicht der größte Schwachpunkt dieses stilistischen Experiments: Der Leser steht einer Vielzahl von Handelnden und Erzählenden gegenüber, die er im Laufe der Zeit nicht mehr zuordnen kann, zumal Blondel auch mit Klarnamen arbeitet. So entsteht zwar ein durchaus unterhaltsames und teilweise sensibles Episodengerüst, doch durch eben diese Menge an Namen und Personen nötigt der Autor dem Leser nicht nur allerhöchste Konzentration ab, sondern verwischt auch manchmal Spuren, die er selbst gelegt und nicht weiterverfolgt hat. So kann der Leser immer nur auf einen "Aha"-Effekt zählen, wenn ihm die eine oder andere Begebenheit bekannt vorkommt. Ein wenig viel des Guten, obwohl die Geschichten der Mitwirkenden alle gelungen sind und auch gut erzählt, ist es doch anstrengend, das Buch als Ganzes zu goutieren. Interessant ist die Stilidee und schlecht ist es auch nicht, aber es lässt im Leser eine gewisse Ratlosigkeit abseits der Geschichten zurück.

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  • Lesewochenende zu "Die Liebeserklärung" von Jean-Philippe Blondel

    Die Liebeserklärung

    Marina_Nordbreze

    Erklär mir die Liebe! Für alle Fans von  Jean-Philippe Blondel und die, die es werden wollen, haben wir zum Erscheinen seiner neuesten romantischen Liebesgeschichte etwas Besonderes vorbereitet! Gemeinsam stürzen wir uns in ein Lesewochenende voller Liebe und lesen gemeinsam  "Die Liebeserklärung".  Begleitet mit uns Corentin, einen Hochzeitsfotografen, der für seine Kunden den großen Tag auf stimmungsvollen Bildern festhält und dabei die Menschen dazu bringt, ihre wahren Gefühle zu offenbaren. Eine Geschichte voller Liebe, Freundschaft und eine Liebeserklärung an das echte Leben! Mehr zum Buch: Corentin ist 27 und arbeitet als Assistent seines Patenonkels. Mit ihren Kameras begleiten sie Hochzeitspaare an ihrem großen Tag. Aline, die Corentin vom Aufstehen bis zum Abend filmen soll, bittet ihn, ihr an einen ruhigen Ort zu folgen. Sie will für ihren Bräutigam eine Liebeserklärung aufnehmen. Wie sehr Alines Worte sein Leben verändern werden, ahnt Corentin zunächst nicht. Von nun an bringt er Freunde, Verwandte und mehr oder weniger originelle Protagonisten anderer ausgefallener Hochzeiten dazu, vor der Kamera zu offenbaren, worum es im Leben geht. >> Hier geht es zur Leseprobe Über den Autor: Jean-Philippe Blondel wurde im Oktober 1964 in Troyes geboren. Nach seinem Schulabschluss entschied er sich für ein Englisch-Studium und begann anschließend als Englischlehrer zu arbeiten. Das Schreiben spielte im Leben von Blondel schon immer eine sehr große Rolle. Der großer Durchbruch als Autor gelang ihm mit seinem Roman "6 Uhr 14", der 2014 veröffentlicht und in Frankreich zu einem Bestseller wurde. Gemeinsam mit Deuticke im Paul Zsolnay Verlag laden wir euch zu einem ganz besonderen Lesewochenende zu "Die Liebeserklärung" ein und verlosen in diesem Zuge 50 Exemplare des neuen Romans von Jean-Philippe Blondel. Wenn ihr mit uns gemeinsam vom 10.02. bis zum 12.02. "Die Liebeserklärung" lesen und euch hier und auf den Social-Media-Kanälen mit dem Hashtag #LBliebeserklärung über das Buch austauschen möchtet, bewerbt euch einfach bis einschließlich 05.02. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und verratet uns folgendes: Wie würde für euch das perfekte Hochzeitsfoto aussehen? Spontan oder geplant? Mit allen Verwandten und Freunden oder nur das Hochzeitspaar?   Ich drücke euch die Daumen und freue mich schon auf unser gemeinsames Lesewochenende mit  "Die Liebeserklärung"! Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.

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    • 714

    Nil

    12. February 2017 um 20:11
    Marina_Nordbreze schreibt Ich hab auf dem Weg zur Arbeit kurz ins Buch reingelesen und schwuppdiwupp sind schon 42 Seiten weg. Das ging echt fix und es liest sich auch so leicht.

    Das ist das tolle an der Art wie Blondel schreibt, es liest sich ohne Mühe (und trotz starker Kopfschmerzen) einfach so weg. Das fand ich schon bei 'This is not a lovesong' und 'Direkter Zugang ...

  • Kurzweilig und dicht erzählt

    Direkter Zugang zum Strand

    raven1711

    27. July 2016 um 15:45

    Klappentext:Henri trauert um seine verlorene Frau, der junge Philippe träumt vom legendären Mickey Mouse Club, und die attraktive Danielle geht am Strand der Atlantikküste unter dem Namen Natascha auf Männerjagd – erste Lieben, schmerzhafte Trennungen und unverhofftes Glück. Jean-Philippe Blondel avancierte mit seinem Roman »6 Uhr 41« über Nacht zum Erfolgsautor. »Direkter Zugang zum Strand« ist ebenso berührend und klug erzählt.Meinung:Direkter Zugang zum Strand erzählt viele kleine Geschichten von vielen verschiedenen Protagonisten. Dabei gibt jede Geschichte Einblick in die Gefühle und Gedanken des jeweiligen Charakters und steht für sich eigenständig, bildet aber nach und nach eine große Geschichte über mehrere Jahrzehnte, so dass man hier nicht wirklich nur eine Sammlung von Kurzgeschichten liest, sondern einen kompletten Roman erhält. Angefangen mit dem kleinen Philippe in den 1970er Jahren, der sich nichts sehnlicher wünscht, als den "Mickey Mouse Club" neben dem Strand besuchen zu dürfen, über die ständig auf Männersuche zu sein scheinende Danièle, die deutsche Hannah Gromer, die nach der Wende Urlaub in Frankreich verbringen darf, bis hin zur erfolglosen Eva in den 2000ern begleitet man als Leser die Figuren durch 4 Jahrzehnte und an vier verschiedene Strände in Frankreich, verfolgt Schicksale, findet Liebe und Leid, Freude und Schrecken.Trotz den wenigen Seiten, die jeder Charakter zur Verfügung hat, kann man sich erstaunlich gut in die Figuren hineinversetzen. Dadurch wirkt die Geschichte unheimlich dicht und bewegend. Mit präzisen Worten schafft es Blondel, die Charaktere glaubwürdig aufzubauen und durch die Verwebung der einzelnen Geschichten erfährt man nach und nach mehr über die Hintergründe und Entwicklungen bereits erwähnter Personen.Jean-Philippe Blondel hat einen sehr einnehmenden, fesselnden Schreibstil, - sehr schön übersetzt von Monika Buchgeister - der mich sehr berührt hat und den typisch französischen Charme versprüht. Die Geschichte ist gut strukturiert und es ist spannend zu lesen, wie sich die einzelnen Schicksale verknüpfen und ineinander übergreifen. Jede Story wirkt dabei indivuell und könnte für sich selber stehen, aber man erfährt, wie gesagt, auch mehr über bekannte Personen und Ereignisse. Nach und nach setzt sich so das Gesamtbild wie ein Puzzle zusammen. Alle Abschnitte sind dabei in der Ich-Perspektive geschrieben und sprechen den Leser direkt an. Kurzweilig und menschlich, ein perfektes Buch für einen lauen Sommertag.Fazit:Direkter Zugang zum Strand ist trotz seiner Kürze ein immens dichter Roman, der das Schicksal vieler Menschen über 4 Jahrzehnte quer durch Frankreich verknüpft. Großartig und mitreißend geschrieben - ein perfektes Sommerbuch für anspruchsvolle Leser.Von mir gibt es 5 von 5 Punkten.

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  • Challenge: Literarische Weltreise 2016

    Euphoria

    Ginevra

        Liebe Lovelybookerinnen und –booker, habt Ihr Lust, im Jahr 2016 auf Weltreise zu gehen – literarisch gesehen? Dann begleitet mich durch 20 verschiedene Lese- Regionen! Die Aufgabe besteht darin... -  12 Bücher in einem Jahr zu lesen;-   Mindestens 10 verschiedene Regionen auszuwählen (zwei Regionen dürfen also doppelt vorkommen);-   Autor und/oder Schauplatz und/oder eine bzw. mehrere der Hauptfiguren müssen zu dieser Region passen.-   Bitte postet Eure Rezensionen und Beiträge bei den passenden Regionen;-   Auch Buchtipps ohne Rezension sind jederzeit willkommen;-   Am Ende des Jahres zählen Eure 12 Rezensionen - bis zu zwei Kurzmeinungen sind erlaubt!-   Eure Beiträge werde ich verlinken;-   Einstieg und Ausstieg sind natürlich jederzeit möglich;-   Genre und Erscheinungsjahr sind egal:-   Hörbücher, Graphic Novels, Biographien, Krimis, Literatur – bei dieser Challenge ist alles erlaubt!Gut geeignet sind z.B. die Bücher verschiedener Literaturpreise oder Empfehlungslisten (Booker- Preis, Preis des Nordischen Rats, ZEIT- Liste zur Neuen Weltliteratur, usw.).Diese Challenge eignet sich also auch hervorragend dazu, den SuB abzubauen, oder um andere Challenges damit zu kombinieren.Unter den TeilnehmerInnen, die die Challenge erfolgreich beenden, verlose ich am Ende des Jahres drei Bücher aus meinen Beständen - natürlich passend zum Thema!Ich freue mich sehr auf Eure Beiträge und werde zu jeder Region ein Unterthema erstellen, so dass es etwas übersichtlicher wird. Einige Tipps und Empfehlungen werde ich schon mal vorab anhängen - Ihr müsst davon natürlich nichts lesen. Dann wünsche ich uns allen...Bon voyage – Buon viaggio - Have a nice trip - Tenha uma boa viagem - Приятной поездкиСчастливого пути - ¡Qué tengas un buen viaje! -旅途愉快!- すばらしい旅行をなさって下さい。-Gute Reise! TeilnehmerInnen:abaAberRushAmayaRoseAriettaArizonaarunban-aislingeachBellastellaBellisPerennisBibliomaniablack_horseBonniereadsbooksBuchraettinBücherwurmBuchinaCaroasCode-between-linesConnyMc CorsicanaCosmoKramerDaniB83DieBertaDunkelblauElkeelmidiGelindeGinevraGingkoGruenentegstGwendolinahannelore259hexepankiInsider2199IraWirajasbrjeanne1302kopikrimielseKruemelGizmoleiraseleneleseratteneuleseleaLeonoraVonToffiefeelesebiene27leucoryxLexi216189lieberlesen21LibriHollylittleowllouella2209MaritaGrimkeMinnaMminorimiss_mesmerizedmozireadnaninkaNightflowerOannikiOrishapardenPetrisPMelittaMPostboteRyffysameaSchlehenfeeschokolokoserendipity3012Sikalsnowi81StefanieFreigerichtstefanie_skysursulapitschiSvanvitheTalathielTanyBeeTatjana89Thaliomeevielleser18wandablueWanderdueneWedmawerderanerWollywunderfitz

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    • 1702
  • Wunderbares Kaleidoskop über Hoffnungen, Träume, Niederlagen und Neuanfänge

    Direkter Zugang zum Strand

    Corsicana

    16. May 2016 um 16:17

    Dies ist wohl das Debüt von Blondel, jedoch erst nach seinem Erfolgsroman 6 Uhr 41  auf Deutsch erschienen. Ich selbst hatte bisher lediglich "Zweiundzwanzig" von Blondel gelesen, eine autobiographische Geschichte über einen 22jährigen, der nach dem Verlust seiner Familie einen Weg zurück ins Leben sucht. Dieses Buch hat mir damals sehr gut gefallen. Nun war ich gespannt. Und wurde nicht enttäuscht. "Direkter Zugang zum Strand" ist ganz anders - und ganz anders gut. Und für ein Debüt ganz erstaunlich gut.Es handelt sich um ein Kaleidoskop aus sehr französischen Strandgeschichten, einmal Atlantikküste, einmal Cote d`Azur, einmal Bretagene und weitere Küsten Frankreichs. Immer ist es der traditionelle Sommerurlaub der Franzosen, in dem die Geschichten spielen, wenn ganz Frankreich ein Haus oder eine Wohnung an der Küste mietet und in die Sommerferien entschwindet - immer mit einer Verheißung von Glück im Gepäck - aber oft kommt das Glück nicht - oft aber doch - aber auf unergründlichen Wegen.Da ist der Junge in der ersten Geschichte, der lieber in den Mickey Mouse Club als jeden Tag an den Strand möchte - und der fast einen Freund findet - aber der ist im Mickey Mouse Club. Und einige Geschichten  später erfährt man, was aus dem Fast-Freund wird - und noch einige Geschichten später erfährt man, wie die Mutter doch noch ihr Glück findet - und noch später erfährt man, was aus dem Jungen wird. Die Geschichten sind im Abstand von jeweils 10 Jahren angesiedelt, dadurch entspannt sich ein Lebenszeitraum: Kinder werden erwachsen, bekommen selbst Kinder, Träume erfüllen sich oder erfüllen sich eben nicht, Ehen werden geschlossen, geschieden oder scheitern.  Zwischendurch gibt es weitere, sehr berührende Geschichten, die von anderen Personen und deren Urlaubsglück und Urlaubspech erzählen und damit von ihrem Lebensglück oder Lebenspech - und wie selbstverständlich und zufällig werden die vorherigen Geschichten weitererzählt. Oft sind die Zusammenhänge nur unwesentlich, oft bedeutend. Es empfiehlt sich, die Personen und ihre Zusammenhänge zu notieren - das erhöht das Lese-Vergnügen. Und ansonsten kann man das Buch einfach immer wieder lesen und sicherlich immer wieder Verbindungen zwischen den Personen herausfinden. Und das Buch genießen. Nicht nur am Strand.

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  • Leichte feine französische Lektüre

    Der Hut des Präsidenten

    Nil

    04. May 2016 um 12:47

    Wer liebst sie nicht, diese Romane, die einen forttragen aus dem Alltag mit einer schönen, etwas magischen Geschichte, die nicht kitschig ist, aber einen zum Lächeln bringt. Hier ist mal wieder eine bei mir gelandet und ich bin froh, dass ich sie lesen dürfte: ‚Der Hut des Präsidenten‘ von Antoine Laurain! Besonders Leser, die sich bereits an den französischen Romanen ‚Das Labyrinth der Wörter‘ von Marie-Sabine Roger oder ‚Direkter Zugang zum Strand‘ von Jean-Philippe Blondel erfreut haben, werden hier bestens unterhalten! Es handelt sich bei dem Protagonisten um den Hut von Francois Mitterrand. Die Handlung spielt in den 1980er Jahren als er aktiver Präsident war. Mitterrand vergisst seinen Hut in einer Pariser Brasserie und der Tischnachbar, den der Zufall in dieses Restaurant geführt hat, entscheidet sich den Hut mitzunehmen. Für den Mitnehmer verändert sich etwas in dem Moment wo er mit dem Hut auf dem Kopf die Brasserie verlässt. Nach dem jungen Familienvater folgen noch weitere Charakteren, denen der Hut durch Zufall in die Hände fällt. Bei allen tut sich was im Leben durch oder mit dem Hut. Jeder einzelne Hutfinder rückt mit seiner ganz eigenen Geschichte nach und nach in den Fokus des Romans. Wunderbar geschrieben in einem leichten Tonfall ohne je ins kitschige Abzudriften erzählt Antoine Laurain seine Geschichte. Natürlich ist der Roman durch und durch Französisch. Sei es die Art wie dort in der Brasserie die Meeresfrüchteplatten genossen werden. Wie die Nuance wie man den Namen Mitterrand ausspricht (Mittrrand ohne gesprochenes e oder Mitterand mit e) zu einem Eklat führen kann. Und natürlich auch die Sprache selbst, wobei man der Übersetzung auch ein Lob aussprechen muss. Fazit: Lesen Sie diesen Roman, er wird sie verzaubern!

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  • Kurz. Lebendig. Gut.

    Direkter Zugang zum Strand

    buecherwurmkathi

    15. April 2016 um 17:55

    Der Roman beginnt mit einem Jungen, der in den Ferien gerne in den Mickey Mouse Club gehen würde. Er darf es jedoch nicht. Und er endet mit selbigem Gedanken 30 Jahre später. Es wird tagebuchartig aus der Sicht vieler verschiedener Personen berichtet, die zunächst nur eins zu verbinden scheint – der Strand. Die einen sind eher verbittert, die anderen freudig auf das Leben. Jeder ist anders als die Anderen es zu denken wagen und doch sind sie alle mit einander auf die ein oder andere Art verbunden. Ein Roman der sich schnell lesen lässt, gut erzählt ist und der die Komplexität menschlicher Beziehungen in den Vordergrund stellt. Der Autor lässt uns hineinblicken in die Gedanken verschiedener Personen, die wir alle sein könnten. Mir hat der Roman sehr gefallen und ich habe ihn während einer Straßenbahnfahrt und, weil ich nicht aufhören konnte, auch auf dem Fußweg nach Hause zu ende gelesen. Er zeigt uns wie Menschen sind und zwar lang nicht so, wie sie scheinen!

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  • Leserunde zu "This is not a love song" von Jean-Philippe Blondel

    This is not a love song

    aba

    "Neugier, Voyeurismus – das Bedürfnis, mich davon zu überzeugen, dass ich glücklicher war als all jene, die ich dort unten zurückgelassen hatte." Nach seinem Bestseller "6 Uhr 41" ist der französische Autor Jean-Philippe Blondel mit einem berührenden Roman, der auch zum Nachdenken anregt, wieder da. In "This is not a love song" stellt ein junger erfolgreicher Geschäftsmann und Familienvater sein scheinbar perfektes Leben in Frage und findet heraus, was wirklich wichtig für ihn ist. "This is not a love song" ist die perfekte Lektüre fürs Herz, um ein gemütliches Wochenende auf dem Sofa zu verbringen. Seid ihr neugierig geworden? Dann lasst euch vom französischen Flair Jean-Philippe Blondels hinreißen! Zum Inhalt Vincent hat es in England zu einer beachtlichen Karriere und einer glücklichen Familie gebracht. Doch zu Besuch in seiner Heimat Frankreich ist er sofort wieder der unsichere Junge von früher. Schnell hat er über alle – die Eltern, den Bruder, die alten Freunde – ein Urteil gesprochen. Bis ihn die Frau seines Bruders, die er noch nie leiden konnte, endlich mit der Wahrheit konfrontiert … Nach dem Bestseller "6 Uhr 41" unternehmen wir mit Jean-Philippe Blondel eine spannende, überraschende Reise in die eigene Jugend. Eine Geschichte über Beziehung, Liebe, Freundschaft und über eine der reizvollsten Fragen überhaupt: Was wäre gewesen, wenn? >> Hier geht es zur Leseprobe Zum Autor Jean-Philippe Blondel wurde 1964 im französischen Troyes geboren, wo er heute auch als Autor und Englischlehrer mit seiner Familie lebt. Sein Roman " 6 Uhr 41" (Deuticke 2014) wurde ein Bestseller. Auf Deutsch erschienen außerdem die Romane "Zweiundzwanzig" und "Direkter Zugang zum Strand".               Möchtet ihr erfahren, mit welcher Wahrheit Vincent konfrontiert wird? Habt ihr Lust, euch über seine Geschichte im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Dann bewerbt euch* über den blauen "Jetzt bewerben"-Button für eins der 25 Exemplare von "This is not a love song", die wir zusammen mit Deuticke verlosen. Ihr musst nur bis zum 10.02. auf folgende Frage antworten: "This is not a love song" Das ist der Titel von diesem Roman über Vincent und seinen Besuch in der Heimat. Ich würde gerne von euch wissen: Was stellt ihr euch unter diesem Titel vor? Welche Bedeutung könnte er haben? Um welche Gefühle könnte es gehen? Ich freue mich auf eure Antworten und wünsche viel Glück! * Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von vier Wochen nach Erhalt des Buches sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir Gewinne nur innerhalb Europas und nur einmal pro Haushalt verschicken.

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    • 835
  • Die etwas andere Urlaubslektüre

    Direkter Zugang zum Strand

    suse9

    Den Erfolgsroman „6 Uhr 41“ von Jean-Philippe Blondel kenne ich nicht und konnte so völlig ohne Erwartungen an das Buch „Direkter Zugang zum Strand“ gehen. Das Cover – zwei Liegestühle am leeren Strand – verspricht eine beschauliche Urlaubslektüre. Und so nahm ich das Büchlein eben mit in meinen Urlaub, wollte dann und wann in entspannter Atmosphäre mit der ein oder anderen Geschichte gemütliche Minuten verleben. Aber so kam es nicht. Weder entspannt noch gemütlich verlief die Lektüre. Im Gegenteil, einmal angefangen konnte ich nicht mehr aufhören, musste wissen, welche Geschichte über Liebe, Freude, Eifersucht, Verzweiflung, Lügen und Missverständnissen der Autor in der nächsten Episode für mich bereithielt. Auch wenn die Abschnitte kurz und in sich geschlossen scheinen, war dem nicht so. Obwohl die Geschichten nicht aufeinander aufbauen, tauchen doch Personen plötzlich wieder auf. Oft handelte es sich um Nebencharaktere, die ich beim ersten Lesen fast nicht bemerkt hatte, so dass ich zurückblättern musste. Mir gefiel dieser Aufbau des Romans außerordentlich gut, aber auch die Dramatik. Schönwettergeschichten wird der Leser hier also nicht finden. Vielmehr wird er konfrontiert mit dem prallen Leben, mit all dem Schönen und mit der Erkenntnis, dass Frustration und Enttäuschung nicht selten der ersten Liebeseuphorie folgen. Deprimiert und traurig bleibt der Leser dennoch nicht zurück. Denn was ist motivierender und erfrischender als die Wahrheit ohne Zuckerguss? Und wenn diese dann auch noch von einem Autoren präsentiert wird, der das Erzählen versteht, entwickelt sich die heitere Urlaubslektüre in eine spannend aufregende, die zugleich packt und unterhält.

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    • 2
  • Ich sags ja, Sie verstehen es einfach nicht...

    Direkter Zugang zum Strand

    eskimo81

    23. October 2015 um 17:18

    Henri trauert um seine Frau, Philippe träumt vom Mickey Mouse Club, die attraktive Danielle geht am Strand auf Männerjagd... Amüsant, kühl und Lebensklug - Le Parisien Zitat von Seite 11 Die Wellen sind toll Du kannst versuchen, über sie rüberzuspringen Du kannst versuchen, durch sie hindurchzutauchen Du kannst einer Muschel oder einer Alge folgen, die an- und wieder fortgeschwemmt wird ... Ich gebe zu, dass mir das erste Buch vom Autor etwas besser gefallen hat. Es war einfach eine zusammenhängende, logische Geschichte. Hier werden viele Geschichten aus vielen Perspektiven erzählt, was nicht negativ sein müsste! Hier aber zwischendurch leider der rote Faden fehlte. Oftmals fragte ich mich einfach, was genau will der Autor sagen? Wo ist der Zusammenhang? Schade, Schade. Ein Philosophischer und guter Schreibstil - aber typisch französisch. Man muss sich wirklich darauf einlassen und diesen Stil mögen. Ich kann mir gut vorstellen, dass dieses Buch nicht für jeden Leser geeignet ist. Fazit: Ein interessanter und spezieller Roman. In typischer französischer Manier - man kann es lieben oder hassen. Der rote Faden fehlte manchmal, zum nachdenken, nachsinnen ein ideales Buch.

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  • Generationen am Meer

    Direkter Zugang zum Strand

    Bibliomania

    13. July 2015 um 23:05

    Ein leichter Sommerroman, der sich durch mehrer Generationen mehrerer Familien zieht. Menschen ganz unterschiedlichen Alters, unterschiedlichen Geschlechts und Herkunft kommen immer wieder an den gleichen Stränden Frankreichs zusammen. Sie alle landen am Ende wieder am Meer und sammeln Bekanntschaften, Geschichten, Erfahrungen. Es hat mir sehr gut gefallen, in verschiedene Figuren der Geschichte einzutauchen und immer nur einen Teil der jeweiligen Person zu hören. Da die Geschichte vier Abschnitte im Abstand von etwa 10 Jahren beinhaltet, kann man der Entwicklung der Menschen wunderbar folgen. Am Ende ergibt sich ein vollständiger Roman. Fand ich persönlich viel besser als sein Erstlingswerk. Ich denke "Zweiundzwanzig" muss ich nun auch unbedingt lesen!

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  • Ein feiner Buchtipp

    Direkter Zugang zum Strand

    dubh

    26. April 2015 um 21:14

    Jean-Philippe Blondel hat mit "Direkt Zugang zum Strand" einen wirklich bemerkenswerten kleinen Roman geschaffen, der seine Episoden, die 1972, 1982, 1992 und 2002 an der französischen Küste spielen, brillant verknüpft. Der Autor erzählt von ganz unterschiedlichen Personen, deren Träume und Wünsche, von ihren Sorgen und Hoffnungen. Doch natürlich gibt es auch Enttäuschungen, unerfüllte Sehnsüchte und ungesagte Worte... Das Buch beginnt mit einem Jungen namens Philippe Avril, der mit seinen Eltern Strandurlaub macht - obwohl der Vater die Berge liebt und überhaupt unentwegt zankt, die Mutter lieber die Nähe des Paradiesvogels Natascha sucht und Philippe selbst am liebsten in den strandnahen Mickey Mouse Club möchte. Über die hohe Hecke kann er die anderen Kinder nur erkennen, wenn sie auf die Rutsche geklettert sind, was für Philippe genug Versprechung bedeutet. Stattdessen verbringt er den Tag alleine und nervt seine Eltern damit, das er ein Eis möchte oder ein neues Spirou-Heft. Durch Zufall lernt er den gleichaltrigen Benoît kennen, mit dem er einen Plan schmiedet. Doch dieser Plan kommt nie zustande und der Leser erfährt erst 10 Jahre später mehr über Benoît... 1992 lernen wir Hannah kennen, eine junge Frau, die aus Ostdeutschland stammt und nun ihren ersten Urlaub bei ihrem Onkel macht. Sie steht noch ganz unter dem Eindruck des Mauerfalls und wundert sich sehr über das Anspruchsdenken ihrer Verwandtschaft, die schon Jahrzehnte in Frankreich lebt. 2002 macht sich Vincenz auf zu ein paar Tagen am Meer - dort trifft er seinen ehemaligen Lebensgefährten und dessen Frau, mit denen Vincenz inzwischen eine enge Freundschaft verbindet. Bemerkenswert ist, wie der Autor all diese Eindrücke aus den Leben unterschiedlichster Menschen verknüpft. Manchmal sind es nur kurze Begegnungen, flüchtige Entscheidungen, unbedachte Handlungen oder Emotionen, die das Leben eines eigentlich fremden Menschen ändern. Und manchmal sogar, ohne dass man es ahnt. Manchmal ahnt man selbst als Leser die Verknüpfungen nicht sofort und ich war mehrmals richtig überrascht, wie gelungen Blondel dies hinbekommen hat. "Direkter Zugang zum Strand" ist ein kluges Buch, das nachdenklich macht: wie viele Entscheidungen hat man wohl schon unterbewusst getroffen und dabei ein anderes Leben beeinflusst? So ist das Puzzle, das sich allmählich zusammenfügt mal tragisch, mal optimistisch, mal schmerzhaft und leichtfüssig. Ein beeindruckendes Werk, das mit 160 Seiten leider viel zu schnell gelesen ist. Fazit: Man muss dabei blieben, damit man die feinen Bande und leisen Hinweise erkennt, aber man wird belohnt, mit einer tollen Komposition an Geschichten. Nicht nur am Strand oder in der Sonne lässt sich dieses Buch wunderbar lesen und deshalb wünsche ich ihm eine große Leserschaft.

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  • Mehr Meer

    Direkter Zugang zum Strand

    TochterAlice

    09. April 2015 um 17:37

    Mehr Meer genießen wollen zahllose Franzosen und so drängt es sie Jahr für Jahr im August – dem traditionellen Urlaubsmonat aller Südeuropäer an die Küsten des eigenen Landes. Jean-Philippe Blondel hat in „Direkter Zugang zum Meer“, einem Frühwerk aus dem Jahre 2003, das erst jetzt ins Deutsche übersetzt wurde, Momentaufnahmen von Feriengästen aus vier Jahrzehnten – in Zehn-Jahres-Schritten von 1972 bis 2002 – zusammengestellt, kleine Portraits, in denen sie jeweils selbst zu Wort kommen. Es sind sehr unterschiedliche Gestalten, denen wir hier begegnen, sowohl Kinder als auch Erwachsene – und beinahe jeder von ihnen findet sich als Querverbindung in einem anderen Portrait, alle sind quasi miteinander verquickt. Wach sollte der Leser sein und aufmerksam, damit ihm keiner dieser Hinweise entgeht, denn sie alle zusammen ergeben diesen entzückenden Roman, in dem sich schicksalhafte Fügungen wie Perlen aneinander reihen. Das Leben an sich ist es, das uns hier begegnet, unglaublich elegant vermittelt in den kurzen Blitzaufnahmen, die mal wie Sonnenstrahlen, dann wieder wie Regentropfen auf uns einwirken. Eine absolut runde Sache, dieser „kleine“ – keine 150 Seiten lange Roman, in dem doch so vieles (aus)gesagt wird. Erst auf den zweiten Blick erkennt man grandiose Situationen wie offene Worte, die schon lange fällig waren oder große Gesten wie Unterstützung von unerwarteter Seite. Und erst die Sprache: Blondel begegnet uns hier als sehr französischer Autor im besten Sinne indem er sehr charmant und leichtfüßig, doch niemals oberflächlich über Höhen und Tiefen des menschlichen Daseins schreibt. Helles und Dunkles, Schicksalsschläge und überraschende und prägende Fügungen folgen aufeinander bzw. gehen miteinander einher – wie dies auch im wahren Leben der Fall ist. Ein wunderbares Buch, stellenweise spannend wie ein Krimi – ja, auch Totschlag und andere Verbrechen kommen darin vor – dann wieder nachdenklich. Für mich auf jeden Fall ein unvergessliches Werk, das Lust auf weitere Romane des Autors macht!

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  • Kurzgeschichten von sonnigen Tagen am Meer

    Direkter Zugang zum Strand

    Ruffian

    09. April 2015 um 11:44

    Das Buch ist in vier Abschnitte aufgeteilt, die jeweils in einer anderen Stadt am Meer in Frankreich spielen. Zwischen den Abschnitten liegen jeweils 10 Jahre, beginnend im Jahr 1972 mit der Geschichte des kleinen Philippe Avril, der den Urlaub wie jedes Jahr mit seinen Eltern am Meer verbringt. Er wäre so gerne auch im Mickey Mouse Club, wo die anderen Kinder scheinbar so viel Spaß haben, doch er muss sich alleine am Strand beschäftigen, während seine Eltern unter dem Sonnenschirm liegen. Zeitgleich schlendert die schöne Danielle am gleichen Strand entlang um unter dem Namen Natascha auf Männerjagd zu gehen, damit sie ihren Schmerz vergisst ... In jedem Zeitfenster gibt es fünf Kurzgeschichten, die jeweils von einer anderen Person handeln, die sich gerade an einem der Urlaubsorte befindet. Es sind immer nur Momentaufnahmen, die einen Blick hinter die Fassade gewähren und oft erschreckend wahr sind. Der Autor schildert seine genauen Beobachtungen und schafft es, dass der Leser sich in die Situationen und das Kaleidoskop der Gefühle hineinversetzen kann, egal ob es um Enttäuschung, Liebe, Träume, Ignoranz oder Gleichgültigkeit geht. Und so ist das Buch mal beschwingt und leicht und dann wieder traurig und fast schmerzlich. Ein besonderes Kunststück ist dem Autor gelungen, indem er die Personen alle miteinander verknüpft. Auf die ein oder andere Weise sind sie alle jemandem aus den vorangegangenen Kapiteln begegnet, manchmal ohne dass es ihnen bewusst ist.So ist z.B. Danielle/Natascha eine Bekannte von Philippes Mutter und eine weitere Geschichte handelt von einem der Männer, der zu ihren Eroberungen gehört.Nicht immer sind diese Querverbindungen offensichtlich und es war stellenweise eine Herausforderung die einzelnen Puzzleteile zusammenzusetzen. Am Ende des Buches gibt es vier Schriftstücke die einen Einblick in die Zukunft einzelner Beteiligter gewähren. Fazit: Ein bunter Strauß aus Lebenseindrücken, der mir ein kurzweiliges Leseerlebnis beschert hat.

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  • Das Leben...wie es ist

    Direkter Zugang zum Strand

    HibiscusFlower

    06. April 2015 um 11:30

    Kurzrezension: Die französische Atlantikküste, salzige Luft, weiter blauer Himmel: Der kleine Philippe Avril sehnt sich danach, einen Tag im Mickey Mouse Club verbringen zu dürfen, und findet fast einen neuen Freund. Der 18-jährige Jean-Michel träumt sich am Strand weit weg, bis in die noblen Landhäuser auf der anderen Seite des Atlantiks. Und Henri hat vor Kurzem seine Frau verloren, der »Tapetenwechsel« am Meer war die Idee seiner Kinder. Nun sitzt er verlassen im Sand und weiß nichts mit sich anzufangen. Danielle geht als Natascha auf Männerjagd und macht von sich reden. Doch die bösen Zungen wissen nicht, wovon sich Danielle in Wahrheit abzulenken versucht. Diese und mehr Geschichten hat Jean-Philippe Blondel auf leise und nachdenkliche Art in diesem Buch zusammengetragen. Er lässt die Leser hinter die Kulissen blicken und verbindet dabei geschickt Geschehnisse über Jahrzehnte hinweg. Auf 160 Seiten schildet der Autor die Erlebnisse, Gedanken und Gefühle seiner Figuren und durch die Zeitspanne von 30 Jahren ist die Veränderung dieser und ihrer Lebenssituationen sehr gut zu erkennen. Mit viel Einfühlungsvermögen lässt er dabei seine LeserInnen an den Begegnungen, Gelegenheiten, Geständnissen und Geheimnissen seiner Figuren teilhaben. >>> Klug und nachdenklich erzählt Jean-Philippe Blondel von sonnigen Tagen am Atlantik und hat dabei das ganze Leben im Sinn. <<< Dieser Satz ist schon im Klappentext zu finden und nach dem Lesen gibt es für mich keine besseren Worte, um dieses Buch treffender zusammenzufassen. Es bedarf nicht viel Zeit "Direkter Zugang zum Strand" zu lesen. Es wird nicht rührselig, ergreifend oder gar dramatisch. Es zeigt das Leben auf, wie es ist, ohne sich mit Schönrederei aufzuhalten. Es schleicht viel mehr ins Leserhirn als ins Leserherz und löst eine nachdenkliche Stimmung aus, ohne bedrückend zu wirken. Ich danke dem Piper Verlag für dieses Rezensionsexemplar.

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