Jean-Philippe Toussaint Fliehen

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Inhaltsangabe zu „Fliehen“ von Jean-Philippe Toussaint

Daß das Wesen der Liebe darin besteht, daß sie sich nicht beenden läßt, das belegt Jean-Philippe Toussaint in seinem neuesten Roman auf erneut unverwechselbar wunderbare Weise. Marie und der namenlose Erzähler, den Lesern aus Toussaints erfolgreichem letzten Roman „Sich lieben“ bekannt, können ihre Beziehung nicht beenden. Er reist nach Shanghai, wo er einem Mitarbeiter von Marie Geld überbringen soll, eine große Summe Bargeld für krumme Geschäfte. Durch Zhang Xiangzhi lernt er die hübsche Chinesin Li Qi kennen, die ihm anbietet, mit ihr ein paar Tage in Peking zu verbringen. Unser Held wittert eine Liebesgeschichte, und bereits im Nachtzug nach Peking kommt es zu einer erotischen Begegnung. Doch die beiden werden unterbrochen durch das Klingeln seines Handys: Es ist Marie - ihr Vater ist auf Elba gestorben. Sie wird umgehend nach Elba aufbrechen, er soll folgen. In Peking angekommen, bucht er seinen Rückflug. Bis zum Abflug ist noch Zeit für einen touristischen Ausflug und eine Bowlingpartie. Urplötzlich müssen sie fliehen: Die Polizei Pekings ist hinter ihnen her. Es kommt zu einer wilden Verfolgungsjagd quer durch die Stadt. Die Flucht gelingt: Noch in Bowlingschuhen und völlig abgerissen erreicht der Erzähler am Ende Elba, sucht und findet Marie, die ihren Vater zu Grabe trägt. Aber auch hier wird er fliehen.

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  • Rezension zu "Fliehen" von Jean-Philippe Toussaint

    Fliehen
    ude

    ude

    19. September 2008 um 17:44

    Der „Ich“, den wir schon aus „Sich lieben“ kennen, ist auch in „Fliehen“ immer noch nicht von Marie losgekommen. Es verschlägt ihn nach China, wo er Li Qui begegnet, sanft süß und unaufdringlich lockend wie die fast ähnlich lautende Frucht. Wieder zieht die Wirklichkeit an ihm vorbei, ohne ganz verständlich zu werden, wieder wird der Erzähler für den Leser kaum fasslich. Toussaint hat einen eigenartigen Schreibstil: Wo andere Romane Atmosphäre und Reflexion aufbieten, da fügt er genaue Beschreibung an fortdauernde Bewegung und erzeugt so die lückenlose Oberfläche von Geschehen, ohne zu unterschlagen, dass hier erzählt wird. Oder gezeichnet. Oder animiert. Toussaints Erzählungen verbinden den Nouveau Roman mit dem Comic. Oder sie sind das, was zu sehen wäre, wenn sich jemand eine Handycam vor die Stirn schnallt. Ich mag seine Bücher sehr, wahrscheinlich am meisten „Der Photoapparat“.

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