Jean B Savigny , Alexandre Corréard Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

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Inhaltsangabe zu „Der Schiffbruch der Fregatte Medusa“ von Jean B Savigny

Die Wahrheit ist oft unwahrscheinlich! Am 2. Juli 1816 zerbrach die auf Grund gelaufene Fregatte Medusa vor der Küste Afrikas. Da nicht genügend Rettungsboote an Bord waren, wurde ein Floß gezimmert, auf dem nicht weniger als 150 Personen untergebracht wurden. Ohne Skrupel entfernten sich die Rettungsboote und ließen das weitgehend manövrierunfähige Gefährt zurück. Als das Floß durch Zufall nach zwölf Tagen entdeckt wurde, befanden sich nur noch fünfzehn Personen am Leben. Der vorliegende Romanbericht zweier Überlebender beschreibt eindrucksvoll den Kampf auf hoher See sowohl gegen den Hunger als auch gegen die Leidensgenossen. Berühmt wurde der Text nicht nur durch die erstaunlich nüchterne Schilderung von Meuterei und Kannibalismus, sondern auch durch die politische Bedeutung, da nicht wenige Zeitgenossen in diesem Schiffbruch ein Bild des Staatsschiffs sahen. Die Medusa wurde sofort als allégorie réelle auf die Zustände im nach-revolutionären Frankreich bezogen. Der Bericht lieferte aber auch den Impuls für eine der imposantesten Bildfindungen der Moderne. Gaben die beiden Autoren den politischen Misständen durch ihre Beschreibung des Schiffbruchs eine Stimme, so gab der junge Théodore Géricault ihm mit seinem gleichnamigen Monumentalgemälde ein Gesicht. In seinem Essay geht Jörg Trempler auf die Beziehung zwischen Textquelle und Bildgestalt ein. Er kommt über die Rezeptionsgeschichte des Gemäldes auf aktuelle Fragen zur Bildpolitik zu sprechen und zieht eine Parallele zur heutigen Livebildberichterstattung.

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  • Rezension zu "Der Schiffbruch der Fregatte Medusa" von J.-B. Henri Savigny

    Der Schiffbruch der Fregatte Medusa
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. July 2007 um 21:08

    Als ich das Bild von Gericault zum ersten Mal sah, hat es mich sehr berührt und nie wirklich losgelassen. Letztes Jahr las ich dann durch Zufall einen Artikel über dieses neu aufgelegte Buch in der Zeitung und ich hab es mir gleich geholt. Es ist der anschauliche Tatsachenbericht von zwei Überlebenden des Schiffbruchs und es ist unglaublich, was der Mensch alles erdulden kann...Im Anhang befinden sich noch weitere Texte. Einer behandelt auch ausführlich die Entstehung des Gemäldes.

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