Jean Echenoz

 3.7 Sterne bei 75 Bewertungen
Autor von 14, Ravel und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jean Echenoz (©Roland Allard / Quelle: Hanser Verlag)

Lebenslauf von Jean Echenoz

Jean Echenoz wurde am 26. Dezember 1947 in Orange in der Provence in Frankreich geboren. Er studierte Soziologie und Bauwesen. Für seinen Roman "Ich gehe jetzt" bekam er den Prix Goncourt. Seit 1970 lebt Echenoz mit seiner Frau Anne Weber in Paris.

Alle Bücher von Jean Echenoz

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Buchformat:
Cover des Buches 149783833310195

14

 (26)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Ravel9783833305566

Ravel

 (11)
Erschienen am 20.09.2008
Cover des Buches Laufen9783833307102

Laufen

 (8)
Erschienen am 26.02.2011
Cover des Buches Ich gehe jetzt9783833302022

Ich gehe jetzt

 (10)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Die Caprice der Königin9783446250727

Die Caprice der Königin

 (4)
Erschienen am 14.03.2016
Cover des Buches Unsere Frau in Pjöngjang9783446256798

Unsere Frau in Pjöngjang

 (5)
Erschienen am 21.08.2017
Cover des Buches Am Piano9783833303289

Am Piano

 (3)
Erschienen am 24.10.2005
Cover des Buches Blitze9783833309250

Blitze

 (3)
Erschienen am 12.11.2013

Neue Rezensionen zu Jean Echenoz

Neu

Rezension zu "14" von Jean Echenoz

Schreibstil war nicht so meins
Yoyomausvor 2 Monaten

Zum Inhalt:

Frankreich, 1914: Ein idyllischer Sommertag, Anthime radelt durch die sonnenbeschienene Vendée. Er hört die Sturmglocken läuten, das Signal für die allgemeine Mobilmachung. Mit der alle gerechnet haben, nur nicht an einem Samstag, dem 1. August. Echenoz erzählt vier Kriegsjahre im Zeitraffer: Fünf Männer ziehen in den Krieg, eine schwangere Frau wartet auf die Rückkehr von zweien von ihnen. Bleibt zu erfahren, ob sie wiederkommen. Und wann. Und in welchem Zustand. Der Erste Weltkrieg ist heute nicht mehr mit traditionellen Mitteln darstellbar – Echenoz als Meister der Romansubversion zeigt, wie es anders gelingt.

 

Cover:

Das Cover hat meiner Meinung nach so rein gar nichts über den Inhalt ausgesagt. Wir sehen hier auf schwarzem Grund eine goldene 14 und unterhalb des Titels zwei Wagons eines Zuges vor dem sich eine Menge Menschen tummeln. Da kann man jetzt viel hineininterpretieren und ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich das Cover so recht langweilig fand. Wäre das Buch jetzt nicht im Sonderangebot gewesen, hätte ich es sicher nicht gekauft.

 

Eigener Eindruck:

Anthime ist gerade einmal Anfang 20 als er die Glocken zur Mobilmachung vernimmt und sogleich in die Stadt eilt, um dort Weiteres zu erfahren. Frankreich befindet sich am 1. August 1914 mitten im ersten Weltkrieg und beginnt damit alle gesunden und geeigneten Männer einzuziehen, die dem Krieg eher wie ein Abenteuer entgegen blicken. So wird nicht nur Anthime eingezogen, sondern auch dessen älterer Bruder Charles, welcher immer recht unnahbar ist und Anthime schneidet, wo es nur geht. Beide Burschen scheinen ein Auge auf die junge Fabrikbesitzertochter Blanche geworfen zu haben und als beide bereits an der Front sind, erfährt die junge Frau, dass sie ein Kind erwartet. Während Blanche auf die Rückkehr des Kindsvaters wartet, müssen die beiden Brüder dem Grauen ins Auge blicken.

 

Dieses Buch war durchaus interessant, da es entgegen vieler anderer Romane mit der Thematik des ersten Weltkriegs konfrontiert. Es zeigt nicht nur, wie leichtsinnig und verblendet viele Männer in den Krieg gezogen sind, es zeigt auch, dass auch auf Seiten der Regierung oft nicht gut mitgedacht worden ist, denkt man jetzt nur an die glänzenden Helme, welche den Soldaten zum Verhängnis wurden. Das Buch an sich ist eine nette Gelegenheit, um einen groben Überblick zu verschiedenen Themen zu bekommen, die die damalige Zeit geprägt haben. Einmal der Krieg mit seinen vielen technischen Veränderungen, seiner detaillierten Brutalität und schließlich dem, was Desarteuren und Kriegsverletzten blühte. Außerdem die Tatsache, dass die damalige Gesellschaft noch recht verbohrt war, was Sex vor der Ehe anging und die damit verbundenen „Machenschaften“, um ohne viel Tratsch aus der Sache heraus zu kommen. Des Weiteren gibt das Buch auch einen Einblick über die wirtschaftliche Lage der Franzosen und wie sich der Krieg schlussendlich auf Wirtschaft und Bevölkerung ausgewirkt hat. Dabei schreibt der Autor sehr detailliert, aber auch recht sprunghaft. Er schönt recht wenig aus und bedient sich seiner Epoche entsprechend einer recht gestelzten Sprache sowie keinen Dialogen im klassischen Sinn, so wie wir sie kennen. Das ist bisweilen ein wenig verwirrend, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dann kommt man gut damit klar. Die Charaktere die der Autor hier geschaffen hat, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Einerseits haben wir viele Nebencharaktere, die nicht weiter erläutert werden, aber öfter auftauchen und dann haben wir da noch das Trio Blanche, Anthime und Charles. Man muss zu Beginn schon ein bisschen rätseln, wie die drei zusammen gehören und vor allem Charles kommt bei dem Charakterdesign sehr schlecht weg. Er wirkt sehr überheblich und man vermisst vor allen eins bei den Brüdern, Bruderliebe. Man könnte meinen, dass die beiden schier gar nicht zusammen gehören, so kalt ist Charles zu dem jüngeren Anthime. Warum das so ist, das bleibt dem Leser verborgen. Auch fehlt mir zwischen diesem gestelzten Schreibstil oft der wirkliche Funken bei den Emotionen. Das Buch macht zwar einen gewissen Grad an Beklemmung aus, aber man vermisst Dinge wie Trauer oder Sehnsucht, wirkliche Angst und dergleichen. Das fand ich wirklich schade.

 

Fazit:

Der Schreibstil ist eindeutig Geschmackssache und entscheidet für jeden Leser individuell, ob es sich hierbei um ein gutes oder ein schlechtes Buch handelt.

 

Idee: 4/5

Logik: 3/5

Charaktere: 3/5

Emotionen: 3/5

Spannung: 3/5

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783833310195

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 128 Seiten

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 14.09.2015

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Rezension zu "14" von Jean Echenoz

Detaillierte Beschreibungen, jedoch ist der Schreibstil nichts für mich
Yoyomausvor 2 Monaten

Zum Inhalt:

Frankreich, 1914: Ein idyllischer Sommertag, Anthime radelt durch die sonnenbeschienene Vendée. Er hört die Sturmglocken läuten, das Signal für die allgemeine Mobilmachung. Mit der alle gerechnet haben, nur nicht an einem Samstag, dem 1. August. Echenoz erzählt vier Kriegsjahre im Zeitraffer: Fünf Männer ziehen in den Krieg, eine schwangere Frau wartet auf die Rückkehr von zweien von ihnen. Bleibt zu erfahren, ob sie wiederkommen. Und wann. Und in welchem Zustand. Der Erste Weltkrieg ist heute nicht mehr mit traditionellen Mitteln darstellbar – Echenoz als Meister der Romansubversion zeigt, wie es anders gelingt.

 

Cover:

Das Cover hat meiner Meinung nach so rein gar nichts über den Inhalt ausgesagt. Wir sehen hier auf schwarzem Grund eine goldene 14 und unterhalb des Titels zwei Wagons eines Zuges vor dem sich eine Menge Menschen tummeln. Da kann man jetzt viel hineininterpretieren und ich muss ehrlicherweise gestehen, dass ich das Cover so recht langweilig fand. Wäre das Buch jetzt nicht im Sonderangebot gewesen, hätte ich es sicher nicht gekauft.

 

Eigener Eindruck:

Anthime ist gerade einmal Anfang 20 als er die Glocken zur Mobilmachung vernimmt und sogleich in die Stadt eilt, um dort Weiteres zu erfahren. Frankreich befindet sich am 1. August 1914 mitten im ersten Weltkrieg und beginnt damit alle gesunden und geeigneten Männer einzuziehen, die dem Krieg eher wie ein Abenteuer entgegen blicken. So wird nicht nur Anthime eingezogen, sondern auch dessen älterer Bruder Charles, welcher immer recht unnahbar ist und Anthime schneidet, wo es nur geht. Beide Burschen scheinen ein Auge auf die junge Fabrikbesitzertochter Blanche geworfen zu haben und als beide bereits an der Front sind, erfährt die junge Frau, dass sie ein Kind erwartet. Während Blanche auf die Rückkehr des Kindsvaters wartet, müssen die beiden Brüder dem Grauen ins Auge blicken.

 

Dieses Buch war durchaus interessant, da es entgegen vieler anderer Romane mit der Thematik des ersten Weltkriegs konfrontiert. Es zeigt nicht nur, wie leichtsinnig und verblendet viele Männer in den Krieg gezogen sind, es zeigt auch, dass auch auf Seiten der Regierung oft nicht gut mitgedacht worden ist, denkt man jetzt nur an die glänzenden Helme, welche den Soldaten zum Verhängnis wurden. Das Buch an sich ist eine nette Gelegenheit, um einen groben Überblick zu verschiedenen Themen zu bekommen, die die damalige Zeit geprägt haben. Einmal der Krieg mit seinen vielen technischen Veränderungen, seiner detaillierten Brutalität und schließlich dem, was Desarteuren und Kriegsverletzten blühte. Außerdem die Tatsache, dass die damalige Gesellschaft noch recht verbohrt war, was Sex vor der Ehe anging und die damit verbundenen „Machenschaften“, um ohne viel Tratsch aus der Sache heraus zu kommen. Des Weiteren gibt das Buch auch einen Einblick über die wirtschaftliche Lage der Franzosen und wie sich der Krieg schlussendlich auf Wirtschaft und Bevölkerung ausgewirkt hat. Dabei schreibt der Autor sehr detailliert, aber auch recht sprunghaft. Er schönt recht wenig aus und bedient sich seiner Epoche entsprechend einer recht gestelzten Sprache sowie keinen Dialogen im klassischen Sinn, so wie wir sie kennen. Das ist bisweilen ein wenig verwirrend, aber wenn man sich erst einmal daran gewöhnt hat, dann kommt man gut damit klar. Die Charaktere die der Autor hier geschaffen hat, konnten mich nicht wirklich überzeugen. Einerseits haben wir viele Nebencharaktere, die nicht weiter erläutert werden, aber öfter auftauchen und dann haben wir da noch das Trio Blanche, Anthime und Charles. Man muss zu Beginn schon ein bisschen rätseln, wie die drei zusammen gehören und vor allem Charles kommt bei dem Charakterdesign sehr schlecht weg. Er wirkt sehr überheblich und man vermisst vor allen eins bei den Brüdern, Bruderliebe. Man könnte meinen, dass die beiden schier gar nicht zusammen gehören, so kalt ist Charles zu dem jüngeren Anthime. Warum das so ist, das bleibt dem Leser verborgen. Auch fehlt mir zwischen diesem gestelzten Schreibstil oft der wirkliche Funken bei den Emotionen. Das Buch macht zwar einen gewissen Grad an Beklemmung aus, aber man vermisst Dinge wie Trauer oder Sehnsucht, wirkliche Angst und dergleichen. Das fand ich wirklich schade.

 

Fazit:

Der Schreibstil ist eindeutig Geschmackssache und entscheidet für jeden Leser individuell, ob es sich hierbei um ein gutes oder ein schlechtes Buch handelt.

 

Idee: 4/5

Logik: 3/5

Charaktere: 3/5

Emotionen: 3/5

Spannung: 3/5

 

Gesamt: 3/5

 

Daten:

ISBN: 9783833310195

Sprache: Deutsch

Ausgabe: Flexibler Einband

Umfang: 128 Seiten

Verlag: Berlin Verlag Taschenbuch

Erscheinungsdatum: 14.09.2015

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Rezension zu "14" von Jean Echenoz

Echenoz ist nix für mich
Flamingovor 2 Jahren

Ich werde mich Jean Echenoz nicht warm. Einerseits mag ich seine Art zu schreiben, wie er Erzählfäden zusammenführt und einfach so drauf los plaudert. Auf der anderen Seite fehlt mir immer eine richtige Geschichte. Er labert irgendwie so rum und das war's dann. Ich denke, bei mir war es das auch mit Echenoz lol 

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Jean Echenoz wurde am 26. Dezember 1947 in Orange (Frankreich) geboren.

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