Jean Echenoz

 3.8 Sterne bei 71 Bewertungen
Autor von 14, Ravel und weiteren Büchern.
Jean Echenoz

Lebenslauf von Jean Echenoz

Jean Echenoz wurde am 26. Dezember 1947 in Orange in der Provence in Frankreich geboren. Er studierte Soziologie und Bauwesen. Für seinen Roman "Ich gehe jetzt" bekam er den Prix Goncourt. Seit 1970 lebt Echenoz mit seiner Frau Anne Weber in Paris.

Alle Bücher von Jean Echenoz

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14

14

 (23)
Erschienen am 14.09.2015
Ravel

Ravel

 (11)
Erschienen am 20.09.2008
Laufen

Laufen

 (8)
Erschienen am 26.02.2011
Ich gehe jetzt

Ich gehe jetzt

 (10)
Erschienen am 01.01.2005
Die Caprice der Königin

Die Caprice der Königin

 (4)
Erschienen am 14.03.2016
Blitze

Blitze

 (3)
Erschienen am 12.11.2013
Unsere Frau in Pjöngjang

Unsere Frau in Pjöngjang

 (4)
Erschienen am 21.08.2017
Am Piano

Am Piano

 (3)
Erschienen am 24.10.2005

Neue Rezensionen zu Jean Echenoz

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Flamingos avatar

Rezension zu "14" von Jean Echenoz

Echenoz ist nix für mich
Flamingovor 8 Monaten

Ich werde mich Jean Echenoz nicht warm. Einerseits mag ich seine Art zu schreiben, wie er Erzählfäden zusammenführt und einfach so drauf los plaudert. Auf der anderen Seite fehlt mir immer eine richtige Geschichte. Er labert irgendwie so rum und das war's dann. Ich denke, bei mir war es das auch mit Echenoz lol 

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Flamingos avatar

Rezension zu "Unsere Frau in Pjöngjang" von Jean Echenoz

eigentlich Zeitverschwendung
Flamingovor 9 Monaten

Was für ein merkwürdiger Roman, da hatte ich mir wirklich mehr erwartet. 


Ich hatte den Autor vor einiger Zeit in der Sendung Druckfrisch im Interview gesehen und er kam mir sehr sympathisch rüber. Das vorgestellte Buch ... mit dieser Inhaltsangabe:


Constance, attraktiv, ungebunden, einem Abenteuer nicht abgeneigt, wird überfallen und verschleppt – im Auftrag des französischen Geheimdienstes: Sie soll die Schlüsselrolle in einer riskanten Mission spielen. Ziel: die Destabilisierung Nordkoreas. Constance erweist sich als Idealbesetzung und läuft in Pjöngjang als Geliebte eines hochrangigen Funktionärs zur Hochform auf. Doch als ihre Entführer plötzlich versuchen, ihr zur Flucht zu verhelfen, läuft alles aus dem Ruder. Einige Verfolgungsjagden und Schießereien später weiß niemand mehr, wer hier welche Strippen zieht und warum. "Unsere Frau in Pjöngjang" ist in jeder Zeile beides: Agentenroman und dessen Unterwanderung – und vor allem ein grandioses Spiel.


.... hörte sich auch super an, genau mein Ding.  


Nur...der Roman wird dem leider nicht gerecht. Der obige Klappentext ist eher nicht so akkurat, zwei Drittel der Geschichte werden mit der seeeeeeeeeeeehr langatmig erzählten Entführung von Constance verplempert, bevor sie überhaupt einen Schritt nach Nordkorea unternimmt. 
Der Sinn des Romans erschließt sich nicht. Es ist nicht Humor, ganz sicher kein Agentenroman oder auch nur eine Persiflage darauf, es ist kein Nordkorea-kritischer Roman. Es ist Zeitverschwendung. 


Was schade ist, denn Echenoz hat eigentlich einen tollen Schreib - und Erzähltstil. Aber Geschichten erzählen...naja, das hat hier nicht so geklappt. Schade, mit 22 Euro war dies ein sehr teurer Flop. 

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franzzis avatar

Rezension zu "Blitze" von Jean Echenoz

Gewitterchen statt Donnerwetter
franzzivor einem Jahr

Was haben wir da? Ein dünnes Büchlein mit einem Nikola Tesla auf dem Cover, Blitze schießen aus seinen Händen. Tesla. Nicht das Elektroauto, sondern der Erfinder, dem es sicherlich sehr gut gefallen würde, dass ein E-Auto-Hersteller sich mit seinem Namen schmückt. Denn Tesla war ein Pionier in Sachen Elektrizität, er war ein wichtiger Spieler im Stromkrieg, den Hollywood gerade mit Top-Besetzung verfilmt hat - und zu dem gerade aktuell die Romane wie Pilze aus den Boden sprießen. Zum Beispiel das kurzweilige "Die letzten Tage der Nacht" von Graham Moore oder das noch auf meinem Sub schlummernde "Licht" von Anthony McCarten. 


Jean Echenoz hat sein Büchlein schon früher verfasst, vor dem Hype. "Blitze" heißt es, was ich noch nachvollziehen kann. "Roman" heißt es auch, wo es aus meiner Sicht schon schwieriger wird. Ja, diese fünf Buchstaben gelten als verkaufsfördernd bei den Verlagen. Aber ein bisschen romanig sollten entsprechend gelabelte Bücher dann auch sein. Doch Echenoz' Version von Teslas Leben wirkt eher wie jene gerafft nacherzählten Sagen des klassischen Altertums von Gustav Schwab, die viele Eltern ihren Kindern schenkten, damit sie das mit der Odyssee auch ohne Homer verstehen. 


Denn das ist, was Echenoz macht: Er rafft zusammen, was sich raffen lässt. Aus Nikola wird Gregor, sonst hält sich Echenoz, nach allem, was ich einschätzen kann, an die tatsächliche und äußerst bemerkenswerte Lebensgeschichte des Genies, der nicht so kann, wie er will, der mit seinen übersprudelnden Ideen (Wechselstrom, kostenloser Strom für alle, Telegraphie, Internet, Roboter, Rakete) und seinen Spleens und Zwängen, seinem Basteldrang und seiner Aufschreibfaulheit, seinem Idealismus und seiner Gutgläubigkeit zwischen den Lattenrost der Geldquellensucher und Finanzhaie fällt. Nicht umsonst ringen gerade so viele gute Geschichtenerzähler aus Film und Literatur ihre Stoffe der Lebensvorlage von Tesla ab. Ein spannender Mensch, vielschichtig, unnahbar genial, und trotz allem doch gescheitert.


Echenoz reißt das in seinem dünnen Roman an, rennt durch den Stromkrieg, die Patentstreitigkeiten, die aufsehenerregenden Experimente vor Publikum und die Suche nach immer neuen Finanziers und hält beim Erzählen kaum inne. Gregor/Nikola bekommt ein paar der Charakterzüge herausgemeißelt, die ihm auch seine Biographen zuschreiben, garniert wird das ganze mit einigen wenigen Anekdoten. Gerade in der zweiten Hälfte des Buches entwickelt der Autor darin einige Stärke, leider geht es dabei ausgerechnet um eine verkappte Romanze - und die Freundschaft mit einer Taube. (Jaja, das mit den Spleens arbeitet Echenoz in diesem Teil brillant heraus.)  Der Wissenschaftler Tesla bleibt blass.


Wenn die letzte Seite umgeblättert ist, bleibt man ratlos. Weder die Sprache überzeugt, noch der Stil, noch die Perspektive. Es bleibt ein blasser Gregor/Nikola, dessen Leben man daumenkinoartig im Schnelldurchlauf angerissen mitgelesen hat - und von dem man jetzt nicht viel mehr weiß als vorher: Dass er ein ziemliches Genie war (oder sich zumindest so verkaufen konnte, wie Echenoz unterstellt) und dass er eine ziemliche Macke hatte. "Tesla für Eilige" würde ich gelten lassen, Porträt - okay. "Roman" ist für diese atemlose Nacherzählung einer vielschichtigen Biographie ein zu großes Wort.

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Jean Echenoz wurde am 26. Dezember 1947 in Orange (Frankreich) geboren.

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