Jean Echenoz 14

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Inhaltsangabe zu „14“ von Jean Echenoz

Eine Zahl als Titel. Kurz wie Orwells 1984. Kurz wie ein Gewehrschuss. Ein idyllischer Sommertag, Anthime radelt durch die sonnenbeschienene Vendée. Er hört die Sturmglocken läuten, das Signal für die allgemeine Mobilmachung. Mit der alle gerechnet haben, nur nicht an einem Samstag, dem 1. August 1914.Echenoz erzählt vier Kriegsjahre im Zeitraffer: voller Schrecken, aber zwischen zwei Idyllen gespannt. Fünf Männer ziehen in den Krieg, eine schwangere Frau wartet auf die Rückkehr von zweien von ihnen. Bleibt zuerfahren, ob sie wiederkommen. Und wann. Und in welchem Zustand.

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  • Nie wieder Krieg: "14" von Jean Echenoz

    14

    claudiaausgrone

    Zur Hörfassung: Markus Boysen liest leicht, sachlich und unterstreicht damit den Zynismus, der entsteht. Sehr gut. Zum Buch: Die Fakten zum ersten Weltkrieg, der vor einhundert Jahren begann, haben wir im Geschichtsunterricht (leidlich) vermittelt bekommen. Aber wie es den Soldaten in diesem Krieg erging, kam in unseren Unterrichtseinheiten nicht vor. Wie im Zeitraffer werden diese Jahre 1914-1918 geschildert, sprachlich sachlich, ohne gefühlig zu werden, ohne Pathos. Dies lässt den ganzen Zynismus wirken, der mit diesem Krieg verbunden ist.  Nur so habe ich das Grausame ertragen. Und ich habe viel gelernt. Es beginnt schön und endet mit einem erfreulichen Ereignis. Dazwischen das Grauen erstaunlich leicht verpackt. Empfehlenswert! und mir 5 Sterne*****wert.

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    • 2

    Arun

    04. April 2014 um 23:36
  • Der große Krieg

    14

    Buecherschmaus

    17. March 2014 um 13:31

    Hundert Jahre ist es her, dass der Erste Weltkrieg ausbrach, von unseren europäischen Nachbarn auch "Der große Krieg" genannt, in Deutschland angesichts der unfassbaren Ausmaße der Gräuel des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges meist eine untergeordnete Rolle spielend. Zu Unrecht, wie eine ganze Reihe gewichtiger Werke zu seinen Grausamkeiten und seiner Vermeidbarkeit zeigen. Allen voran vielleicht das zutiefst erschütternde werk Erich Maria Remarques "Im Westen nichts Neues". Die meisten dieser Bücher sind nicht nur vom Inhalt aus gesehen gewichtig, sondern auch von ihrem Umfang. Pünktlich zum "Jubiläumsjahr erscheint nun in Deutschland ein kleines,  elegantes Werk des in den letzten Jahren auf solch schmale Werke spezialisierten Franzosen Jean Echenoz. Und wieder schafft dieser es, auf wenigen Seiten das Leben einiger Protagonisten und die Kriegsjahre auf beeindruckende Weise erzählerisch nachzuempfinden. Es sind die sich nicht sehr nahe stehenden Brüder Anthime und Charles und ihre Freunde Arcenel, Padioleau und Bossis aus einem kleinen Ort in der Vendée, auf die der Blick ruht. Es beginnt an einem schönen Augusttag als die Glocken die Generalmobilmachung verkünden. Das ist für die meisten aber kein Grund zum Erschrecken, sondern die Menschen feiern, jubeln, "in spätestens zwei Wochen sind wir wieder zuhause". Dass die Rückkehr sehr viel länger dauert und auch nur zweien, schwer geschädigt, gelingt, erzählt Echenoz elegant, nüchtern, zeitweise mit bitterer Ironie. Berichtet wird von der Einkleidung, dem Anmarsch, Schlacht, Verwundung, Exekution nach Desertion, Angst und Elend im Schützengraben, Sinnlosigkeit. Dabei erscheinen die Jahre wie im Zeitraffer, um immer wieder einzelne Szenen detailreich, zuweilen sogar beschaulich ins Auge zu fassen. Ein geradezu filmisches Vorgehen, fotografisch genau im einzelnen Moment. Trotz aller Distanziertheit des Autors, der sachlich und kühl bleibt, manchmal kaum zu ertragen. Interessant ist die Beschreibung des Kriegsgeschehens bezogen auf die im Kampfgebiet verbliebenen Tiere, die mich an eine ähnliche Schilderung Ernst Tollers über den "zerschossenen Wald" erinnerte, eine sehr bewegende Schilderung in seiner Autobiographie. Sie werden wie die Menschen von den Ereignissen überrollt und leiden wie diese. Trotz der vielen, an Umfang meist deutlich gewichtigeren Bücher über den Ersten Weltkrieg ist Jean Echenoz mit "14" ein absolut eigenständiges, erschütterndes, schmales Buch gelungen. Es müsste gerade denen zur Pflichtlektüre werden, die immer noch oder immer wieder denken, massives militärisches Vorgehen wäre tatsächlich eine Option.

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