Jean Giono Der Berg der Stummen

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Inhaltsangabe zu „Der Berg der Stummen“ von Jean Giono

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  • Rezension zu "Der Berg der Stummen" von Jean Giono

    Der Berg der Stummen

    boekvink

    19. June 2009 um 07:47

    Dies ist eine sehr schöne kleine Liebesgeschichte. Die beiden Hauptakteure sind zwei Wanderknechte, die von Hof zu Hof ziehen, um dort ihre Arbeitskraft anzubieten. Die Sprache ist daher manchmal etwas deftig aber besonders bei der Beschreibung von Naturgewalten oder Gefühlen wunderbar poetisch. Die Gutshöfe oder auch die Natur werden dabei oft personifiziert. Das gibt dieser Geschichte einen leicht heidnisch-mystischen Touch. Es geht um Begriffe wie Liebe, Verzeihen, ein gutes und reines Herz, den richtigen Weg, daher kann man hier wohl auch von einem Märchen sprechen. Mir hat es sehr gut gefallen, auch wenn ich anfangs erst ein paar Seiten brauchte, um mit dem Buch "warm zu werden". Dann aber habe ich jedes einzelne Wort genossen! Besonders der alte Tagelöhner, der der Erzähler dieser Begebenheiten ist, ist mir ans Herz gewachsen. Der Schreibstil ist etwas altmodisch (Ersterscheinung in Frankreich 1929!) und vielleicht nicht jedermanns Sache. Aber man hat oft den Eindruck, als sitze da der alte Mann am Feuer mit kleinen Kindern auf dem Schoß und Knechten um sich herum und würde seine Geschichte zum Besten geben. Hier eine kleine Kostprobe: "Ich war weit über La Douloire hinaus. Der Hof war - immer noch am andern Ufer - hinter einem Hügelrücken verschwunden, und ich ging immer noch flußabwärts. Endlich komme ich an eine Stelle, wo die Durance schaumig-weiß über Gestein kichert: Altes Schwein, sag' ich zu mir selber, wenn du hier nicht hinübergehst, dann kannst du auf dieser Uferseite gut und gern bis nach Italien traben. Ich wag's; ich gehe hinüber, mache mir zwar den Bauch dabei naß, aber am frühen Morgen ist das gar nicht übel. Ich lande mitten in einem Ginstergestrüpp, dichter als Filz und gespickt mit Dornen von der Länge eines Piemonteser Messers. Das ist auch nicht gerade angenehm! Ich arbeite mich hindurch, indem ich laut das Blaue vom Himmel herunterfluche, was zwar nicht hilft, aber erleichtert, und ich gelange auf eine schmale, weiß bepuderte Landstraße, die sich an der Flanke des Plateaus entlang schlängelt ..."

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