Jean Kishore Sumac Treibhaus Tristesse

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Inhaltsangabe zu „Treibhaus Tristesse“ von Jean Kishore Sumac

Deviant, ein vierzigjähriger Gelegenheitsjournalist, treibt durch das anonyme Leben einer Großstadt im „letzten Reich“.  Ihre Herrscher - Gelddrucker, Polittechnokraten und Wirtschaftskriminelle - plündern die Menschen gnadenlos aus, die unter der „ewigen Lüge“ leben müssen. Er selbst wohnt an der Kante der Ghettos zwischen den „Tälern der Asche.“ Dort veröden die Seelen, gehetzt und entwürdigt und versinken in täglicher Tristesse.  Die „Leguane der Macht“ haben einen ewigen Krieg entfacht, in dem Freund und Feind ständig wechseln und  der die Bewohner in steter Angst hält. Humanistische Werte werden durch Ideologien ersetzt, welche die Menschen unter einer Lawine von Maßregelungen begraben, die sie resignieren lasst. Der Konzern  „Global Profitable Deals“ (GPD),  will zur Einweihung des neuen Regierungskomplexes eine Firmenchronik erstellen lassen. Ihr Bauingenieur Blei leitet das Projekt und entscheidet sich für Deviant. Beide kennen sich von früher, waren Freunde. Blei lebt in mondänen Verhältnissen, aber er verzweifelt als er einen Sabotageauftrag von der „GPD“ erhält. Widerwillig brutalisiert er sich, um die Liebe seiner Frau Sorbett, der Erbeignerin der „GPD“, zurückzugewinnen und weiß doch, dass diese Klammer sein Leben zerquetschen kann. In dem einzigen Park der Stadt lernt Deviant die Krankenschwester Innocentia kennen und verliebt sich in sie. Die geheimnisvolle Frau behütet traumatisierte, stumme Kinder und verbirgt ein grausiges Geheimnis. Er zieht als Journalist in den Krieg und steht mitten in Blut und grellster Verzweiflung zusammen mit den belogenen Soldaten. Als er zurückkehrt ist er entschlossen, Innocentias  Grauen zu beenden und die geheimen Machenschaften der „GPD“ zu veröffentlichen. Das Regierungsviertel wird mit einer obszönen Orgie fürs Volk eingeweiht. Dort zerfließen die Gegensätze zwischen Opfer und Täter. Die Freunde sehen sich zum letzten mal und jeder muss sich entscheiden, ob er im würdelosen Treibhaus untergehen, oder auf Leben und Tod um Liebe und Würde kämpfen will.

Sehr lesenswert

— Beule26
Beule26

Ein Buch für Menschen mit Herz und Verstand!

— redpepper
redpepper

Eindrucksvolle Darbietung von Liebe, Krieg und den Irrungen und Wirrungen des Lebens!

— Melly81
Melly81

Stilistisch ist dieser Roman eine Fundgrube. Ich mag Satire und komme hier voll auf meine Kosten.

— kleindesign
kleindesign

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  • Treibhaus Tristesse

    Treibhaus Tristesse
    Beule26

    Beule26

    22. June 2016 um 12:59

    Es ist eine fesselnde Geschichte. Man weiß nie, was als Nächstes kommt und wie alles ausgeht. Bemerkenswerter Stil des Autors. Für dieses Buch braucht man Zeit und Konzentration, Zeit zum Nachdenken, weil nicht alles pure Fiktion ist und gewisse Parallelen zur aktuellen Situation unverkennbar sind. Ein Buch, das aus dem Rahmen fällt. Natürlich spielt auch die Liebe eine Rolle, weil ohne sie nichts geht und sie die Spannung aufrecht hält.

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  • Ein Buch für Menschen mit Herz und Verstand!

    Treibhaus Tristesse
    redpepper

    redpepper

    24. May 2016 um 20:23

    Ich habe dieses Buch geschenkt bekommen, weil ich gern über gesellschaftskritische Themen diskutiere und einiges hinterfrage. Das Buch blickt hinter die Fassaden unserer heutigen Strukturen, auch wenn es hier nun als eine "Fiktion" angepriesen ist. Man musss schon ein bißchen querdenken, aber die phantasiereichen Namen und Beschreibungen der Figuren, schaffen großartige Bilder in meinem Kopf und zaubern hier und da ein Lächeln, welches sich doch kurze Zeit später in düstere Wortwolken hüllt. Ich bin begeister von den kreativen Figuren und den bildgeladenen Formulieren, auch wenn die Schreibweise am Anfang etwas ungewöhnlich wirkt (man liest sich schnell rein). Auch die ungewöhnliche Buchstruktur gefällt mir! Der Autor scheint sich an einem klassischen Werk-Aufbau orientiert zu haben. Also ich muss sagen, das Buch ist durch und durch sehr gut durchdacht, es könnte fast ein Fachbuch sein! Eine Liebesgeschichte ohne Schnulz und ein Happy End noch dazu, was ein Glück. Ist es das was das Buch so ungewöhnlich und interessant macht?Der einzige Nachteil: für mich nichts für mal eben zwischendurch, man muss sich schon etwas Zeit nehmen für dieses Buch.Ich kann es allen empfehlen die sich mit dem Thema Wachstumswende, Politik, Machenschaften, Beziehungen, Gesellschaft, Lebenswandel und Soziologie beschäftigen ohne Wissenschaftler zu sein.

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  • Treibhaus Tristesse

    Treibhaus Tristesse
    Melly81

    Melly81

    28. April 2016 um 21:26

    Der Thriller Treibhaus Tristesse ist hochbrisant in dem was er beschreibt und es ist sehr eindrucksvoll zu sehen wie der Autor das stilistisch zustande bringt. Eine Fahrt in die Apokalypse des Krieges, aber auch die Entwicklung zweier ergreifender Liebesgeschichten haben mich sehr aufgewühlt. Große Sprachbilder! Manchmal benötigt man einiges Hintergrundwissen, um das Gesagt einzuordnen. Ein Buch das herausragt aus dem Meer der üblichen Geschichten.

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  • Stilistisch ist dieser Roman eine Fundgrube.

    Treibhaus Tristesse
    kleindesign

    kleindesign

    28. April 2016 um 10:32

    Stilistisch ist dieser Roman eine Fundgrube. Ich mag Satire und komme hier voll auf meine Kosten. Auch wenn das Lachen einem angesichts der Gesamtstory im Halse stecken bleibt, sind die Szenen mit den Politikern, ihren Lügen, ihrer Oberflächlichkeit, ihren Entgleisungen wirkliche Kunstwerke. Die Verzweiflung einiger Protagonisten, z.B. des alten Handwerkmeisters, lassen einen selber über viele Dinge anders nachdenken. Die gefühlvolle Liebesgeschichte die der Roman beschreibt, zeigt die Kraft der Gefühle auf eindringliche Weise. Wer nur allgemeine Unterhaltungslektüre konsumiert, wird sich erst umstellen müssen, denn der Thriller verlangt einem schon viel Aufmerksamkeit ab. Ob das alles Fiktion oder Wirklichkeit ist, kann jeder selbst entscheiden, aber dazu muss man den Roman erst lesen. Sie werden es nicht bereuen.

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  • Spannende und aktuell zugleich!

    Treibhaus Tristesse
    Reader97

    Reader97

    09. April 2016 um 10:37

    Ungewöhnlich bei diesem Werk ist der Aufbau in fünf Akten, wobei nach jedem Akt ein Chor folgt. Relativ früh fällt auf, dass es sich nicht um eine bloße Fiktion, sondern um eine literarisch verpackte Abbildung der Wirklichkeit handelt, die der Journalist Deviant in ihrer ganzen Härte erlebt. Die Kriegsszene verdeutlicht einem den Horror der Soldaten, die immer noch im Schlamm herumkriechen müssen. Auch andere aktuelle Themen, wie die Ausbeutung der dritten Welt (natürlich verhüllt durch andere Vokabeln) und die Korruption der Politiker, werden thematisiert. Der Stil beschreibt zwar sehr gut die Umgebung und Gedanken der Personen, ist allerdings manchmal zu reich an Adjektiven, wodurch der Text überladen wirkt. Insgesamt ist der Kauf für Personen zu empfehlen, die an gesellschaftlichen Themen und deren Kritik interessiert sind. Hat man sich erstmal in den Stil herein gefunden (und die vielen Personen), handelt es sich um ein facettenreiches Werk.

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