Jean Kwok

 4,1 Sterne bei 69 Bewertungen
Autorin von Wenn die Liebe tanzen lernt, Goodbye Chinatown und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Jean Kwok kommt in Hong Kong zur Welt. Mit 5 Jahren lebte sie bereits in Brooklyn, da ihre Eltern nach Amerika immigriert sind. Lange Zeit ihrer Kindheit arbeitete sie in einer Klamotten Produktionsfirma in Chinatown. Sie ging zur High School und wurde schließlich auch für die Harvard Universität zugelassen. Zu dieser Zeit machte sie oftmals vier Jobs gleichzeitig. Die Universität verlässt sie schließlich mit sehr gutem Abschluss in englischer und amerikanischer Literatur. Sie zog dann in die Niederland um dort Englisch zu unterrichten. Auch heute lebt sie noch dort. "Girl in Translation" ist Kowks Debütroman.

Alle Bücher von Jean Kwok

Cover des Buches Wenn die Liebe tanzen lernt (ISBN: 9783442482726)

Wenn die Liebe tanzen lernt

 (45)
Erschienen am 14.09.2015
Cover des Buches Goodbye Chinatown (ISBN: 9783442472345)

Goodbye Chinatown

 (16)
Erschienen am 18.06.2012
Cover des Buches Girl in Translation (ISBN: 9783125737983)

Girl in Translation

 (6)
Erschienen am 01.07.2011
Cover des Buches Searching for Sylvie Lee (English Edition) (ISBN: 9781529398267)

Searching for Sylvie Lee (English Edition)

 (1)
Erschienen am 17.10.2019

Neue Rezensionen zu Jean Kwok

Cover des Buches Goodbye Chinatown (ISBN: 9783442472345)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Goodbye Chinatown" von Jean Kwok

Kann dieser Traum in Erfüllung gehen?
engineerwifevor 2 Monaten

Alles sollte gut werden, als Kimberly Chang gemeinsam mit ihrer Mutter in Amerika einwanderte. Tante Paula, die ältere Schwester der Mutter, hatte sich um alles gekümmert und so sollten die Beiden dann bei ihr, ihrem Mann Bob und den zwei Söhnen als Kindermädchen anfangen. Die Tante selbst leitete eine Bekleidungsfabrik und managte diverse Immobilien, so fehlte ihr die Zeit  zur Kindererziehung. Doch schnell trifft Mutter und Tochter die harte Wahrheit wie ein Schlag. Die Tante windet sich zwar erst ein wenig, doch bald schon müssen die beiden in eine Wohnung ziehen, die menschenunwürdiger nicht sein könnte und in der Fabrik von Paula und Bob, die sich als illegaler Sweatshop entpuppt, schuften bis ihnen die Finger bluten. Aber Kimberly verfolgt einen Traum, sie will mehr, sie will sich bilden, studieren und raus aus der Hölle im Ghetto, die man schwerlich als lebenswert bezeichnen kann ...


"Goodbye Chinatown" ist mal wieder eines meiner SuB Bücher, die ich ohne eine liebe Lesefreundin wohl so schnell nicht aus den Tiefen meiner Regale gezogen hätte. Wie gut, dass es nicht länger schlummern muss, ich habe es in einem Rutsch ausgelesen. Erzählt wird aus Kimberlys Sichtweise, die sich vom schüchtern, chinesischen Mädchen ganz langsam und  mit viel Disziplin zu einer wunderbaren jungen Frau entwickelt. Durch ihre Unglaubliche Klugheit lernt sie bald die englische Sprache, lernt sich klein zu machen wo nötig, aber sich auch zu trauen, den Mund aufzumachen, wenn die Ungerechtigkeit zu groß wird.


Die Autorin, deren Geschichte sehr ähnlich der ihrer Protagonistin ist, zeichnet - soweit ich das beurteilen kann - ein recht authentisches Bild und zeigt die Probleme der Einwanderer, sei es mit Arbeit, Sprache und ihrem so ganz anders gewohnten Lebensstil sehr anschaulich auf. An manchen Stellen ging es mir fast ein wenig zu glatt aber ich hatte Kimberly beim Lesen inzwischen so ins Herz geschlossen, dass ich da gerne ein Auge zudrücke. Von mir gibt es fünf Sterne für eine Geschichte, die uns nach Amerika und doch irgendwie auch nach Hongkong entführt. Eine absolute Empfehlung für alle, die mal wieder in einen sehr bildhaft und flüssig geschriebenen Schmöker abtauchen wollen. Ich wünsche der Autorin auf jeden Fall weiterhin viel Erfolg auf ihrem Weg.  

Cover des Buches Goodbye Chinatown (ISBN: 9783442472345)
Argentumverdes avatar

Rezension zu "Goodbye Chinatown" von Jean Kwok

Eine unter Tausenden
Argentumverdevor 3 Monaten

Kimberly Chang und ihre Mutter kommen mit der finanziellen Unterstützung ihrer Tante von Hongkong nach New York um ein neues, besseres Leben zu beginnen. Ihr Vater ist schon vor Jahren gestorben und ihre Mutter als Musikerin nur bedingt in der Lage sie beide zu versorgen. Statt aber wie geplant die Kinder ihrer Schwester zu betreuen, muss Kimberlys Mutter in der Kleiderfabrik ihrer Schwester für einen Hungerlohn arbeiten und sie werden in einem abbruchreifen Haus in Brooklyn, ohne funktionierende Heizung, dafür mit allerlei Haustieren wie Ratten, Mäusen und Kakerlaken untergebracht.Tagsüber geht Kimberly, die eine sehr gute Schülerin ist, in die Schule. Nachmittags und an den Wochenenden hilft sie ihrer Mutter.Unter unmenschlichen Bedingungen müssen sie dort arbeiten, um ihrer Tante die Schulden zurück zu bezahlen, die durch die Einwanderung entstanden sind. Um so mehr Kimberly lernt, um so klarer ist für sie, dass sie alles daran setzen wird, ein besseres Leben aufzubauen und ihre Mutter dort herauszuholen.


Jean Kwok erzählt die Geschichte von Kimberly empathisch, schonungslos, aber aus den Augen eines Kindes, dass nur ganz allmählich die Tragweite und die Zusammenhänge begreift. Es gelingt ihr hervorragend, die kulturellen Unterschiede, sprachlichen Probleme und rechtliche Situation darzustellen. Dies ist sicherlich nicht verwunderlich, wenn man weiß, dass dieser Roman stark autobiographische Züge enthält, ist doch die Autorin selbst mit 11 Jahren unter ähnlichen Bedingungen in die USA gekommen. Die Eindrücke aus Kimberlys Leben, die kulturellen Unterschiede, kleine politische Details und vor Allem die chinesische Denk- und Lebensweise flicht die Autorin geschickt ein, sei es durch einzelne Lebensweisheiten, durch Verhalten und Benehmen der Mutter oder durch Schwierigkeiten in der Schule. Die enorme sprachliche Hürde wird gerade zu Beginn des Buches toll umgesetzt durch kleine wörtliche Reden des Lehrers, die in Kursivschrift aber so notiert sind, wie sie ungefähr bei Kimberly ankamen. So können viele Beispiele aufgeführt werden, wie die Autorin oft unterschwellig die Probleme und Ängste aufführt ohne mit dem Finger darauf zu zeigen oder gar Mitleid zu erzeugen.


Mein Fazit: Ein Buch, dass ich eigentlich nur mal anlesen wollte, das mich aber fasziniert hat, wunderbar erzählt war und erst wieder losließ, als ich die letzte Seite erreichte.Definitiv eine Entdeckung zum Weiterempfehlen.

Cover des Buches Wenn die Liebe tanzen lernt (ISBN: 9783442482726)
Solvejgs avatar

Rezension zu "Wenn die Liebe tanzen lernt" von Jean Kwok

Tanz, Musik, Liebe und das Ergreifen von Chancen.
Solvejgvor 7 Jahren

Der Inhalt:
Charlie Wong lebt mit ihrer Schwester und ihrem Vater in New York, wo sie in Chinatown als Tellerwäscherin arbeitet. Doch erstens stellt sie sich da ziemlich tollpatschig an und zweitens ist es nicht ihr Traumjob. Ihre Schwester überredet sie schließlich in einem Tanzstudio als Rezeptionistin anzufangen. Das auf einmal sie das Talent zu einer begnadeten Tänzerin haben soll, hat sie so nicht kommen sehen...

Rezension:
Das Cover ist schlicht aber sehr hübsch. Durch die Farbe fällt es schon auf im Regal und es passt wirklich super zum Inhalt. Gerade durch die Einfachheit gefällt es mir sehr gut! 

Der  Einstieg ist recht flüssig, wenn es mich auch kurz irritiert hat, das zunächst die Kennenlerngeschichte von Charlies Eltern im Fokus steht. Dies geht jedoch recht schnell über zu Charlie, welche gerade im Restaurant steht und Teller wäscht. 
Leider war dies etwas unspektakulär, wodurch ich das Buch kurzzeitig beiseite gelegt hatte. Ich dachte zunächst, dass es einfach der Anfang sei, der etwas Zeit braucht, doch leider fand ich das Buch insgesamt sehr langatmig. Hier hätten weniger Seiten definitiv mehr für die Geschichte getan. 
Die meiste Zeit war das Buch recht zäh und hat sich stellenweise sehr gezogen. Manchmal hätte ich mir aber noch viel mehr Tanzszenen gewünscht, da diese zentraler Bestandteil der Handlung sind.  
 
Wenn es aber Tanzszenen gab, waren diese echt wundervoll beschrieben und ich konnte mir das Ganze sehr bildlich vorstellen und hatte das Gefühl dabei zu sein. Außerdem lernt man eine Vielzahl an Tänzen kennen, welche wirklich gut beschrieben sind. Ich denke gerad bei Tanzszenen muss die Beschreibung einfach stimmen - und das tut es hier! Egal ob Walzer, Foxtrott, Samba oder Cha Cha Cha, sie alle sind gut beschrieben Der Schreibstil ist insgesamt sehr flüssig und lässt sich gut lesen.

"Die Musik ist in uns drin", erklärte Dominic, "wir brauchen keine Musik, um miteinander zu tanzen." 

Die Charaktere fand ich richtig toll ausgearbeitet!! Charlie ist mir super sympathisch - da sie einfach so echt ist. Ich mag die Wandlung die sie in dem Buch durchmacht. So ist sie schüchtern und ziemlich tollpatschig, doch mit jeder Seite entwickelt sie sich weiter. Die Charakterentwicklung passt hier super in die Geschichte und ist klasse ausgearbeitet. Auch die anderen Charaktere sind einzigartig und haben ihre Besonderheiten. Hier hat die Autorin definitiv tolle Persönlichkeiten geschaffen, welche  zur Geschichte beitragen. 

Gut eingebracht sind auch die chinesischen Traditionen - wobei ich nicht beurteilen kann inwiefern diese wirklich echte Traditionen sind oder nicht. Manchmal war es mir aber fast schon etwas zu viel Tradition. Trotzdem wird dem Leser hier sehr gut das "chinesische Leben" in New York dargestellt. 

Die I dee der Geschichte finde ich schön, aber auch nicht neu. Es ist eben eine typische "vom Tellerwäscher zum Millionär" - Geschichte. Oder eben von der Tellerwäscherin zur Tänzerin. 

Fazit:
Trotz mancher positiven Aspekte konnte mich das Buch aber nicht zu 100% fesseln und begeistern. Es ist ein schönes Buch, aber eben keins, welches mich ganz überzeugt hat. Ich denke, wenn man gerne Geschichten zum Thema Tanz, Leben und einer Prise Liebe mag, dann ist dies das richtige Buch. 

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