Schneeengel

von Jean Little 
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Schneeengel
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QueenSizes avatar

Ein wundervoll warmes Buch mit HappyEnd, das ich in einem Rutsch gelesen habe. Es hat mir wirklich gut gefallen.

Marie1971s avatar

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Inhaltsangabe zu "Schneeengel"

Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: Ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen? Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dieses Mal wagen, Vertrauen zu fassen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783401511177
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:264 Seiten
Verlag:Arena
Erscheinungsdatum:21.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    IraWiras avatar
    IraWiravor 5 Jahren
    Liebenswert und herzlich, eine schöne Wintergeschichte

    Mir hat das Buch gut gefallen, es ist ein sehr warmes und liebevolles Buch, das zeigt, worauf es im Leben ankommt.
    Die Personen sind authentisch und schön dargestellt, so dass man mit ihnen mitfühlt und auch mit ihnen bangt, wenn die Dinge anders laufen als geplant.

    Direkt vor Weihnachten beschließt Mins derzeitige Pflegemutter, dass sie sie nicht mehr haben will. Auf dem Weg zu Mins Sachbearbeiterin, kommt auch gleich der Koffer mit Mins wenigen Habseligkeiten mit, damit auch ja gleich Fakten geschaffen werden, egal ob überhaupt eine andere Pflegefamilie zur Verfügung steht.
    Jess, eine Ärztin, bekommt die ganze unerquickliche Szene, die sich dann im Büro von Mins Sachbearbeiterin abspielt mit und nimmt kurzerhand Min zu sich.

    Min weiß nicht, wie es ist, umsorgt zu werden und sich willkommen zu fühlen. Es fällt ihr anfangs auch sehr schwer, Jess zu vertrauen, aber mit viel Geduld und Verständnis, schafft Jess es, dass Min sich langsam öffnet. 

    Es war schön Min und auch Jess auf ihrem Weg zueinander zu begleiten, ich kann dieses Buch jedem empfehlen, der Geschichten mag, die zwar liebevoll und herzlich sind, aber es trotzdem immer noch schaffen, nicht kitschig zu werden.

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    Shellys-Buechereckes avatar
    Shellys-Buechereckevor 5 Jahren
    Rezension: "Schneeengel" von Jean Little

    Inhalt:

    Min ist ein Waisenkind, was schon sehr früh ausgesetzt wurde. Sie kennt somit ihre Eltern nicht, und wurde vom Jugendamt aufgenommen. Doch durch ihre verschlossene und zurückhaltende Art wandert sie nur von einer zur anderen Pflegefamilien. Genau das passiert Min wieder kurz vor Weihnachten. Doch ihre Kinderärztin Dr. Jessica Hunter bekommt alles mit und entführt die Kleine, in eine bessere Welt. Aber findet sich Min in dieser Welt zurecht, vor allem, da sie noch einen kleinen Waisenhund das Leben retten will...

    Meine Meinung

    Das Cover finde ich sehr schön gestaltet, und wer auch das Buch gelesen hat, wird auch merken, dass es sehr gut zur Geschichte passt. Als erstes sieht man viele Schneeflocken, und somit bekommt schon der Leser den ersten Eindruck, dass es sich um die Jahreszeit Winter handelt. Auch weiterhin spielen diese Schneeflocken in einem Kapitel für Min eine schöne Rolle. Das Mädchen und der Hund im Hintergrund, könnte Min und Cassie sein.

    Auch der Titel ist sehr gut getroffen. Auch wenn es an sich nichts mit Engeln zu tun hat. Jedoch spielt der Begriff "Schneeengel" für Min eine (heimliche) große Rolle.

    Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten, da es sich auch um ein Kinder-/Jugendbuch handelt. Es ist aber auch sehr Herzberührend geschrieben, so dass man jeden Gedanken oder Tat von Min nachvollziehen kann. Allgemein wurde es aus Min's Sichtweise her geschrieben. Was einen um so mehr in den Bann der Geschichte zieht.

    Die Kapitel sind kurz bis mittellang gehalten. Wobei das Lesen schneller vor ran geht. Auch die Zeitsprünge zwischen den Kapiteln sind nicht all zu groß, so dass man gut der Geschichte folgen kann, ohne dass sie einen verwirrt. In den Kapiteln sind dann kleine Sprünge vorhanden, die aus Min's früheren Leben stammen, aber diese passen jedoch wunderbar zum restlichen Text, so dass man sich immer mehr in diese Geschichte hineinversetzen kann.



    Die Hauptprotagonis ist Min:

    Min ist ein Waisenkind, was recht früh ausgesetzt wurde und immer nur zwischen den Pflegefamilien hin und her gereicht worden ist. Sie ist selbst darüber nicht glücklich und kennt das Wort "Familie" nicht. Erst als ihre Kinderärztin Dr. Jessica Hart sie entführt und ihr ein richtiges Zuhause gibt, taut die kleine Min immer mehr auf.

    Dieses Buch ist aus der Sichtweise von Min geschrieben. Von ihren Zweifeln, Ängsten, Trauer, aber auch Hoffnung. Man kann sich in jeden Moment von ihr sehr gut hineinversetzen, so als ob man selbst gerade in dieser Situation ist. Das gute an ihrem Charakter ist, dass sie eigentlich nie aufgibt und somit der Erfüllung von ihren Wünschen immer dran bleibt.

    Wichtiger Nebencharakter:

    Dr. Jessica Hart, oder eher nur Jess genannt, ist die neue Pflegemutter der kleinen Min. Sie gibt ihr ein neues Zuhause und auch das Gefühl, geliebt und gebraucht zu werden. Sie ist keine strenge Mutter, jedoch sehr einfühlsam, und somit wünscht sich wohl jeder, egal als Kind oder Erwachsener, so eine Mutter zu haben

    Tobias, oder eher nur Toby genannt, ist das Patenkind von Jess, der oft zu Besuch kommt. Er ist nur ein paar Jahre älter als Min. Aber auch seine kleinen Streiche gibt Min die Hoffnung an bessere Zeiten, genauso wie sein Mitgefühl. Ohne ihn hätte Min nie die Kraft, etwas zu trauen.

    Beide Charaktere sind sehr gut beschrieben und passen sich sehr gut der Hauptprotagonistin Min an. Erst dadurch wird dieses Buch einfühlsam, aber auch spannend.

     

    Was ich noch zum Buch sagen möchte:

    Nicht nur, dass die Charaktere sehr gut beschrieben sind, macht das Buch lesenswert. Nein, es sind auch die Plätze, wo sich die Szenen abspielen. Es wird nicht zu viel erklärt, aber jedoch hat man ein richtiges Bild vor den Augen. Und diese Gegenden haben auch eine große Rolle in der Geschichte.



    Fazit:

    Dieses Buch ist nicht nur für Kinder oder Jugendliche empfehlenswert, sondern auch für die Erwachsenen. Es ist sehr gefühlsvoll beschrieben, vor allem mit der Thematik Pflegefamilien und Adoption. Es zieht einen magisch in den Bann und man kann nicht mehr aufhören weiter zu lesen, um zu wissen, wie es der kleinen Min so ergeht.

    Von mir gibt es: 5 von 5 Sternen


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    Sunny Roses avatar
    Sunny Rosevor 5 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Während Min im Schnee lag und wie eine Zweijährige kicherte, fielen ihr die Kinder ein, die im Schnee Arme und Beine schwenken, um einen Engel zu machen. Sie versuchte es auch…
    .
    Die 11-jährige Min wurde mit 3 Jahren in einer öffentlichen Toilette ausgesetzt und wohnte seit dem in verschiedenen Pflegefamilien. Regelmäßig zu Weihnachten, versuchten ihre Pflegeeltern sie wieder loszuwerden.
    Min gilt als verschlossen und schwierig, doch wie ist Min wirklich.
    Als sie wieder mal kurz vor Weihnachten mit ihrer aktuellen Pflegemutter Enid Bangs im Jugendamt steht, wird sie von der Ärztin Dr. Jessica Hart einfach mitgenommen. Min fragt sich, warum Jess das alles macht und ob sie ihr vertrauen kann…
    .
    Das Cover ist ok, denn es passt zur Geschichte, aber richtig toll finde ich es nicht.
    Die Charaktere sind sehr herzlich und liebevoll gestaltet. Sie sind haben mein Herz berührt. Sie sind sehr authentisch und haben ihre Fehler.
    Ich fand es toll, dass die Hauptfigur Min ihre Gedanken und Ängste unverblümt mitteilt und dass der Leser daran teilhaben kann.
    Die Geschichte wird im personalen Erzählstil aus Sicht der Hauptfigur Min erzählt. Es ist eine spannende, interssante und berührende Geschichte nicht nur für Kinder.
    In der Geschichte geht es um Liebe, Vertrauen, Vergangenheit, Trauer und um Tiere. Mich hat diese kleine Geschichte sehr berührt und ich konnte gut darin eintauchen.
    Eine schöne Weihnachtsgeschichte mit tollen Charakteren.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Zum Träumen und Wünschen

    In diesem Buch geht es um Liebe, Hoffnung und der Gedanke daran, dass der Mensch vielleicht doch nicht so selbstsüchtig ist wie uns immer nachgesagt wird. Die 11 Jahre alte Min wird kurz vor Weihnachten von ihrer Pflegefamilie zurückgegeben, mit der Begründung sie sei gruselig und unnahbar. Die Ärtin Jess Hart nimmt sie bei sich auf, und in Min wächst langsam wieder der Funke Hoffung vielleicht eine Familie gefunden zu haben.


    Dieses Buch ist zum Träumen gemacht. Ich liebe die Art wie Jean Little schreibt und den alltäglichen Dingen des Lebens einen gewissen Zauber entlockt. Ich kann mit Min und Jess zusammen heiße Schokolade trinken, Weihnachtsgeschenke kaufen und mit Cassie im Schnee tollen. In diesem bBch steckt meiner Meinung nach die Botschaft nicht immer was-wäre-wenn zu denken, sondern es auch zu tun.


    Seit diesem Buch möchte ich Kinder adoptieren und ihnen ein Zuhause geben. Es gibt so viele Kinder die denken niemand will sie, und ich finde man sollte sich um sie kümmern und ihnen die Chance geben eine Familie zu finden. Durch Schneeengel glaube ich wieder an die Gutherzigkeit der Menschen, die in dieser allzu kalten und grausamen Welt langsam dahin schwindet.


    Ein Buch, gemacht um meinen Lebenswillen und Hoffung zu schöpfen.


    Bis zum nächsten Buch, lovelyellen ...     

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    Jashrins avatar
    Jashrinvor 5 Jahren
    Ein schönes Buch, nicht nur für Kinder, mit einem versöhnlichen Ende

    Es ist einige Tage vor Weihnachten. Min wartet in draußen in der Kälte auf ihre Pflegemutter Enid Bangs. Als Enid endlich kommt und die beiden nach Hause gehen, weiß Min schon, was sie erwartet. Und richtig! Am nächsten Tag bringt Enid sie zurück zum Jugendamt, da sie keine Lust mehr hat, sich um Min zu kümmern. Min wartet vor der Tür während sich Miss Willis, Mins Betreuerin vom Jugendamt, und Enid Bangs unterhalten. Min hört durch die nicht richtig geschlossene Tür alles mit an, was über sie gesagt wird und bekommt dabei unerwartete Gesellschaft. Doktor Jess Hart setzt sich neben sie und lauscht ebenfalls dem lautstarken Wortwechsel hinter der Tür. Mit einem Mal springt Doktor Hart auf, öffnet die Tür kurzerhand und verkündet, dass sie Min mitnimmt und „entführt“ sie regelrecht aus dem Jugendamt. Wenige Zeit später findet Min sich in Doktor Harts Haus wieder und weiß nicht so recht wie ihr geschieht. Von diesem Moment an wird sie mit Aufmerksamkeiten bedacht und Doktor Hart beteuert mehr als einmal, dass Min so lange bleiben kann, wie sie will. Nach und nach lernt Min Vertrauen zu fassen und aus sich herauszugehen. Das Wunder, auf dass sie immer gehofft, aber nie daran geglaubt hat, ist eingetroffen.

     Mit der Geschichte um Min Randall und Doktor Jess Hart ist es Jean Little gelungen eine realistische und warmherzige Geschichte über ein Waisenmädchen zu schreiben, dass nach mehreren Pflegemüttern und Familien endlich ihr zu Hause und ihren Platz gefunden hat.

    Es ist der Autorin gut gelungen Mins Gefühle darzustellen, so dass man selbst miterleben kann, wie Min Vertrauen fasst und sich ändert. Es wird deutlich, dass es eben nicht reicht einem Waisenkind, besonders wenn dieses kein Kleinkind mehr ist, eine nette Pflegefamilie zu geben und ein schönes Zuhause und schon sind alle bisherigen Erfahrungen vergessen. Es wird deutlich, dass es viel Geduld und Einsatz erfordert und nicht von einem zum nächsten Moment hin alles wunderbar ist.

     

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    Marakkarams avatar
    Marakkaramvor 6 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Ich komme und gehe. Das ist die Geschichte meines Lebens
    ~ ~ ~
    Ein beeindruckendes Buch, das ganz still und leise tief unter die Haut geht.
    ~ ~ ~
    Mülltonnen-Min, das Wegwerf-Kind, so wird sie abfällig von Ihren Mitschülern genannt, denn die 11-jährige Min wurde im Alter von 3 Jahren auf einer öffentlichen Toilette ausgesetzt. Seitdem ist sie sowas wie ein lebender Wanderpokal, ein Pflegekind, das von Familie zu Familie weitergereicht wird. Sie hat sich völlig in sich zurückgezogen, funktioniert nur noch, perfekt versteckt hinter einer Maske aus Kälte und Emotionslosigkeit. Und trotzdem schliest man sie gleich ins Herz, denn sie spricht zwar kaum, aber man lässt uns an Ihren Gedanken teilhaben.
    Kurz vor Weihnachten, als die nächste Pflegefamilie sie aufgrund ihrer Distanziertheit abschieben will, wird nicht nur Min, sondern auch die Ärztin Jess unfreiwillig Zeugin des grausamen Gesprächs zwischen der Pflegemutter und dem Jugendamt. Sie schnappt sich Min und nimmt sie spontan mit nach Hause. Denn niemand weiss besser als sie, was in Min vorgeht. Niemand weiss besser als sie, wie es sich anfühlt nirgendwo dazuzugehören und nirgendwo erwünscht zu sein....
    ~ ~ ~
    Es ist eine sehr emotionale Geschichte, die aber sprachlich immer klar bleibt und nie ins rührselige abdriftet. Mich hat sie sehr berührt; diese Geschichte über Hoffnung, Vertrauen und einfach nur Liebe!

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    janakas avatar
    janakavor 6 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Inhalt
    Min Randall ist ein 11jähriges Pflegekind, dessen Pflegemutter sie kurz vor Weihnachten wieder zurück zum Jugendamt bringt. Sie käme einfach nicht zurecht, mit diesem kaltem Mädchen und sie wäre wohl selbst schuld gewesen, dass Min mit 3 Jahren auf der Toilette eines ... ausgesetzt worden ist. Wie kann man als Erwachsener nur so kalt und grausam sein und so etwas behaupten. Leider war die Tür nicht verschlossen und Min hat alles mitbekommen, aber auch die Ärztin Jess, die Min aus dem Krankenhaus kennt. Jess ist sehr spontan und "entführt" Min und nimmt sie mit zu sich nach hause.
    Hier erfährt Min endlich was Liebe, Zuneige und Fürsorge bedeutet.

    Fazit:
    Jean Little erzählt mit viel Liebe und Gefühl die Annäherung der beiden und vermittelt dem Leser eine wunderbare, winterliche und zauberhafte Stimmung. Man fiebert so richtig mit Min mit und wünscht ihr nur das Beste.
    Diese Buch kann ich allen Jugendliche und jung gebliebenen Erwachsen empfehlen.

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 6 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Inhalt

    Min ist elf Jahre alt und ein Pflegekind. Schon seit sie klein ist, wird sie von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergereicht. Kurz vor Weihnachten will Mins aktuelle Pflegemutter sie zur Mitarbeiterin des Jugendamtes bringen um Sie loszuwerden. Dr. Jessica Hart, die Zeugin der unerfreulichen Gesprächs zwischen der Pflegemutter und der Mitarbeiterin des Jugendamtes wird, schnappt sich einfach Min und nimmt sie mit zu sich nach Haus. Sie wird Mins neue Pflegemutter. Doch kann Min sich öffnen und Jessica vertrauen? Muss Min auch dieses neu gefundene Zuhause bald wieder verlassen?

    Meine Meinung

    Die Autorin hat diese Geschichte in der personalen Erzählperspektive geschrieben. Das heißt, die Geschichte ist in der dritten Person geschrieben und der Leser erfährt über den Erzähler, wie die Welt mit Mins Augen aussieht. Der Leser taucht also direkt in die Gefühlswelt der kleinen Min ein, man fühlt direkt wie einsam sie ist, sich wundert warum sie ein Kind ohne richtige Eltern ist und sich vor der Welt verschließt um nicht noch mehr verletzt und enttäuscht zu werden.
    Der Schreibstil der Autorin ist einfach. Das Buch ist besonders für Kinder ab 10 geeignet und ist in 19 überschaubare Kapitel gegliedert.
    Das Cover ist hellblau gehalten und an den Rändern mit Schneesternen übersät, in der Mitte sieht man ein winterlich eingemummeltes Mädchen im Schnee spazieren gehen, dem ein Hund folgt.
    Die Figuren in diesem Roman sind liebevoll ausgearbeitet und besitzen jeweils einen starken Charakter.

    Min wurde als kleines Kind in einem Vergnügungspark ausgesetzt und wurde dann vom Jugendamt an eine Pflegefamilie vermittelt. Doch Min ist ein sehr verschlossenes Kind, dass seine Gefühle nicht unbedingt zeigen will, um nicht ausgenutzt und enttäuscht zu werden. Verständlich. Doch von den Pflegeeltern wird dies falsch interpretiert und so wird Min als kaltherzig, hart, unzugänglich bis hin zu verschlagen bezeichnet und wird so schnell zu nächsten Pflegefamilie weitergereicht. Min zieht sich so immer mehr in sich zurück. Als Min von ihrer letzten Pflegemutter beim Jugendamt abgeliefert wird, hört Min das Gespräch zufällig mit und erfährt, dass sie ihrer Pflegemutter herzlos und regelrecht unheimlich erscheint, und dass sie ausgesetzt wurde, sei ganz und gar Mins eigene Schuld. Entsetzliche Worte für eine kleine Kinderseele. Bei jeder Zeile möchte man die Pflegemutter schütteln und denkt sich, "das kann man doch nicht über ein Kind sagen. Wie kann sie nur?"
    Auch die Ärztin Dr. Jessica Hart, die zufällig anwesend ist und Min schon als Patientin kennt, hört die harten Worte. Dr. Hart, selbst einmal ein Pflegekind und auch ehemalige Pflegemutter, zögert nicht lang und nimmt sich der kleinen Min an. Sie nimmt sie mit zu sich und behält sie zunächst als Pflegekind. Und mit jedem Satz der Autorin spürt man direkt wie Min sich öffnen will, sie will Jessica vertrauen, sie will eine richtige Familie. Und Stück für Stück werden Mins Gefühle zu Tage gefördert, sie beginnt zu vertrauen und sie beginnt sich wie ein normales Kind zu verhalten. Sie spielt im Schnee und macht Schneeengel. Ja, sie gibt ihre Liebe sogar weiter an einen kleinen Hund.
    Und am Ende des Buches hat man kein trauriges verlorenes kleines Mädchen mehr vor sich sondern ein selbstbewußtes fröhliches Kind! Die Autorin bringt diese Entwicklung durch ihre einfühlsamen Worte richtig zur Geltung.
    Mins größter Wunsch ist es, von Jessica adoptiert zu werden. Ein fester Bestandteil der Familie zu sein. Wird das in Erfüllung gehen?
    Fazit: Ein nettes Buch mit einem nachdenklichem Hintergrund, bei dem man zu schätzen weiß, wenn man bereits eine liebevolle Familie sein Eigen nennen darf. Ich kann das Buch daher jedem ans Herz legen.

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    rosebuds avatar
    rosebudvor 6 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Grundinformationen:

    Autor: Jean Little
    Titel: Schneeengel
    Originaltitel: Dancing Through the Snow
    Teil einer Reihe?: Nein.
    Seitenzahl: 264
    Verlag: Arena
    ISBN: 978-3-401-50233-5
    Preis: 6,95€
    Genre: Kinder- und Jugendbuch
    Alter: ab 10 Jahren

    Klappentext:

    Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: Ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen? Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dieses Mal wagen, Vertrauen zu fassen?

    Inhalt:

    Min wurde als kleines Kind in einem Vergnügungspark ausgesetzt und seitdem von einer Pflegefamilie zur nächsten weitergegeben. Doch als Min wieder abgegeben werden soll, nimmt die Ärztin Jess sie bei sich auf. Doch wenn Min in all den Jahren etwas gelernt hat, dann dass sie niemals zu einem Erwachsenen Vertrauen fassen darf – sie wird ja eh wieder weggegeben. Allerdings schwört Jess, dass sie Min nie weggeben wird, wenn Min das nicht selber will. Trotz dessen ist sich Min immer noch unsicher, ob sie Jess ihr Vertrauen schenken soll.

    Erster Satz:

    Min Randall saß auf einer Bank neben dem Parkplatz der Royal Bank und fragte sich, wie lange es noch dauern würde, bis ihre Pflegemutter Enid Bangs endlich die Filiale verließ.

    *Schreibstil: *

    Die Geschichte wird aus der Sicht von der 11-Jährigen Min erzählt. An ihre Sicht ist auch der Schreibstil angepasst und wirkt an manchen Stellen etwas kindlich. Doch das passt sehr gut zu dem Buch und übermittelt Mins Gefühle sehr gut.

    Meine Meinung:

    Schneeengel ist einfach ein wundervolles Buch. Es hat mir wirklich sehr viel Freude bereitet es zu lesen.
    Die Personen sind alle realistisch dargestellt und man kann ihre Handlungen immer nachvollziehen, auch wenn man vielleicht auch nicht immer einer Meinung mit ihnen war – aber das muss ja auch nicht sein. Sie waren mir – bis auf ein paar wenige Ausnahmen, die aber beabsichtigt waren - immer sehr sympathisch.
    Jean Little hat es geschafft, die Geschichte aus Mins Sicht so darzustellen, dass man sie verstehen kann. Man versteht ihr Misstrauen gegenüber anderen Menschen sehr gut und kann sich so auch gut in sie hineinversetzen. Im laufe des Buches durchläuft Min eine interessante und vollkommen realistische Entwicklung.
    Min hat viele Sachen noch nie gemacht, wie z.B. Schlitten fahren, oder sie hält Dinge für nicht selbstverständlich, über die wir uns überhaupt keine Gedanken manchen. Zum Beispiel als Jess Min als ihre Tochter bezeichnet freut sich Min unheimlich darüber. Für uns aber wäre das nichts besonderes. So erkennt man, dass die Dinge, die wir für selbstverständlich halten, gar nicht so selbstverständlich sind. Mann kann richtig mit Min mitfühlen und freut sich jedes mal, wenn sie ein Zeichen dafür bekommt, dass sie geliebt wird.
    Was ich auch ganz süß fand, ist dass die Autorin Vergleiche aus Harry Potter herangezogen hat. Dies unter anderem hat einem immer wieder ins Gedächtnis gerufen, dass die Geschichte aus der Sicht einer 11-Jährigen erzählt wird.
    Am Ende hat mir das Buch ein Lächeln auf die Lippen gezaubert und ein wunderschön warmes Gefühl hinterlassen, das mir einmal mehr bewiesen hat, wie schön das Buch doch ist.

    Mein Fazit:

    Schneeengel gehört zu den wenigen Büchern, die bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen haben. Mins Geschichte hat mich sehr berührt. Wie dieses arme Mädchen von einer Pflegefamilie in die Nächste überreicht wurde und nie die Liebe von Eltern gespürt hat -einfach schrecklich! Um so mehr hat es mich gefreut, als sie dann zu Jess gekommen ist und ihr ihr Herz geöffnet hat. Ich kann wirklich nur allen empfehlen dieses wundervolle Buch auch zu lesen!

    Die Autorin:

    Jean Little ist Autorin von mehr als 40 Kinderbüchern und hat dafür zahlreiche Preise bekommen. In Deutschland stand ihr Buch „Alles Liebe, deine Anna“ auf der Auswahlliste zum Deutschen Jugendliteraturpreis. Sie lebt mit ihrer Schwester, Nichte, Neffe und vielen Hunden in Kanada.

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    Sarlaschts avatar
    Sarlaschtvor 7 Jahren
    Rezension zu "Schneeengel" von Jean Little

    Klappentext:
    Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen?
    Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dies Mal wagen, Vertrauen zu fassen?
    .
    Meine Meinung:
    Im Alter von drei Jahren wurde Minerva (Min) auf der Toilette eines Vergnügungsparks ausgesetzt, seitdem wandert sie von Pflegefamilie zu Pflegefamilie. Einzig Mrs Willis, die Sachbearbeiterin am Jugendamt, bleibt eine Konstante in ihrem Leben. Vor Weihnachten ist es wieder soweit, ihre Pflegefamilie entscheidet sich dazu, Min abzugeben, da sie mit der Distanziertheit des Mädchens nicht umgehen können. Sie haben nicht das Gefühl, jemals ihr Vertrauen zu erhalten, was bei ihrem Verhalten nicht sonderlich verwundert.
    Mit dem Gedanken, Weihnachten in einem Heim, oder wieder wo Fremdes verbringen zu müssen, beginnt Min sich noch mehr von den Menschen zurückzuziehen, langsam gibt sie es auf, dass es für sie einen Platz gibt, an dem sie bleibt und einfach geliebt wird.
    Alles ändert sich jedoch als die die Ärztin Jessica Hart am Jugendamt auftaucht und mit anhört, wie die Pflegemutter über Min redet, ihr ist klar – jetzt muss gehandelt werden. Kennt sie es doch selbst, wie es sich anfühlt, keine Familie zu haben, nirgendwohin zu gehören.
    .
    Was für ein Buch. Man erfährt langsam mehr über Min’s Leben, ihre Vergangenheit, aber besonders ihre Gefühlswelt wird einem authentisch aufgezeigt. Selbst spricht sie nicht sonderlich gerne, was es für ihre Umwelt schwer macht, Verständnis für sie zu finden, aber dem Leser werden auch ihre Gedanken näher gebracht und so fühlt man einfach sehr mit dem Mädchen mit, was noch so jung ist und trotzdem schon so viel Last auf ihren Schultern tragen muss.
    .
    Wir steigen in die Geschichte ein, dass ihre Pflegemutter, Min zum Jugendamt bringt, um sie dort „abzugeben“. Auf diesem Weg lernen wir auch Dr. Hart kennen, die Min von einem Krankenhausaufenthalt kennt und die immer schon eine Verbindung zu ihr empfand. Ich mag Dr.Harts spontane Handlung, ihre Offenheit, aber vor allem ihren Witz. Besonders durch sie kommt es immer wieder zu sehr lustigen Situationen, die die Geschichte ein wenig auflockern.
    Was ich sagen kann, Min kommt zu Jessica Hart und wohnt für einige Zeit bei ihr. Im Buch wird das Zusammenleben der Beiden geschildert, ihre Probleme, aber auch die Ausdauer von Jessica, die Min alle Zeit der Welt lässt, bis sie sich öffnet. Dr.Harts eigene Geschichte wird erst später im Buch erzählt, macht aber dann deutlich, warum gerade sie versucht Min ein zu Hause zu schenken.
    .
    Im Buch kommen auch Hunde vor und es ist wunderbar, wie es der Autorin gelingt, eine Parallele zwischen Mensch und Tier zu ziehen. Auch bei Emily/Daisy (Hund) geht es um Vertrauen, was verloren scheint, erst wieder aufgebaut werden muss und um die viele Zeit die dafür notwendig ist, aber auch darum, dass sich alles letztlich lohnt.
    .
    Das Cover ist sehr weihnachtlich, es sind glitzernde Schneeflocken drauf, aber es ist definitiv nicht nur ein Winterbuch, zwar spielt die Geschichte zu dieser Zeit, aber diese Wärme die durch sie vermittelt wird, kann man das ganze Jahr gebrauchen.
    .
    Kritik gibt es für dieses Buch keine, alles passt zusammen, die Geschichte ist so wie sie ist nachvollziehbar und beeindruckend. Man liest und liest, vergisst die Welt um sich und hat das Gefühl, direkt mit Min verbunden zu sein.
    .
    Fazit:
    Das Buch ist großartig, sollte unbedingt gelesen werden, von jedem. Ob Kind, Jugendlicher oder Erwachsener, niemanden wird es kalt lassen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    rosebuds avatar

    Da es sich ja gewünscht worden ist, hier der Thread zum Wanderbuch Schneeengel von Jean Little.  

    Wer mitlesen möchte, kann sich einfach hier melden! Ich werde die Teilnehmerzahl erst einmal auf 10 Teilnehmer beschränken. Ich bitte doch sehr darum, dass ihr alle sehr sorgfältig mit dem Buch umgeht!

     

     

     

    Es gelten die üblichen Regeln:

    • jeder hat zwei Wochen Zeit, es zu lesen - falls es doch länger dauern sollte, bitte hier bescheid geben
    • die Adresse von dem, der das Buch nach euch bekommt, erfragt ihr bitte selbständig, sodass das hier flüssig durchläuft und keine unnötigen Pausen entstehen
    • falls das Buch verloren geht, teilen sich Absender und Empfänger die Kosten für ein neues Exemplar
    • falls einer - aus welchen Gründen auch immer - nicht mehr teilnehmen möchte, sagt er bitte rechtzeitig bescheid, damit ich ihn von der Liste nehmen kann
    • jeder sagt bitte bescheid, wenn er das Buch erhalten hat und wenn er es wieder weiterschickt, sodass wir hier immer wissen, wo es sich gerade befindet
    • wir behandeln das Buch so, als wäre es unser eigenes - also gut!
    • Ich verschicke ohne Schutzumschlag

    Klappentext:

    Die elfjährige Min ist ein Pflegekind, so lange sie denken kann. Kurz vor Weihnachten ist es wieder einmal so weit: Ihre Pflegeeltern wollen sie loswerden. Aber das ist nichts Neues. Das war schon immer so. Doch warum will die Ärztin Jess sie plötzlich bei sich aufnehmen? Jess überhäuft sie mit Aufmerksamkeiten und schenkt ihr sogar einen kleinen Hund. Kann Min es dieses Mal wagen, Vertrauen zu fassen? 

    Teilnehmer:

    Ich schicke an (19.07.2012):

    1. Lizzy1984w  [fertig]

    2. Nicole_L [fertig]

    3. MadameJessi [fertig]

    4. Jessi2011 [fertig]

    5. Tatsu [fertig]

    6. Angel6591 [fertig]

    7. Marakkaram [fertig]

    8. Ratina [fertig]

    9. gusaca [fertig]

    10.Moni-Que [liest gerade (12.01.2013)]

    11.chatty68

    12.Biene2004

    13.gamaschi

    --> zurück zu mir!


    Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen!

    Falls es euch interessiert, wie mir das Buch gefallen hat, gibt es hier meine Rezension: http://emotional-life-of-books.blogspot.de/2012/06/rezension-zu-schneeengel.html

    Zum Thema

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