Jean Lorrah Überlebende. Star Trek

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Inhaltsangabe zu „Überlebende. Star Trek“ von Jean Lorrah

Ein solider Roman, der schon allein deshalb lesenswert ist, weil es der einzige Roman mit Tasha Yar als Hauptfigur ist.

— Ameise
Ameise
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  • Rezension zu "Überlebende. Star Trek" von Jean Lorrah

    Überlebende. Star Trek
    Ameise

    Ameise

    14. November 2009 um 19:19

    "Überlebende" ist einer der ersten TNG-Romane und meines Wissens der einzige, der sich ausführlich mit Tasha Yar beschäftigt. In der Serie erfuhr man ja schon, dass sie sich auf ihrem von Unruhen geprägten Heimatplaneten schon früh selbst durchschlagen musste. In diesem Roman erfahren wir in Rückblenden von Tashas traumatischer Jugendzeit, ihrer Rettung und ihrer Zeit während ihrer Sternenflotten-Ausbildung. Die eigentliche Haupthandlung führt sie und Data zum Planeten Treva, deren Regierung sich um die Aufnahme in die Föderation beworben hat. Die Präsidentin Nalavia erbittet die Sternenflotte um Hilfe im Kampf gegen Rebellen, die angeblich Anschläge auf Zivilisten verüben. Schnell wird für die beiden Starfleet-Offiziere klar, dass Nalavia ihnen falsche Informationen liefert. Nach kurzer Zeit wird Tasha von diesen Rebellen entführt und muss feststellen, dass der ehemalige Sicherheitsoffizier Darryl Adin hier auf Treva als Söldner für die Aufständischen arbeitet. Der war mal Tashas große Liebe, bis er wegen Hochverrats und Mordes angeklagt wurde... Der Roman hinterlässt bei mir einen zwiespältigen Eindruck. Die Hauptstory auf dem Planeten Treva ist nicht besonders aufregend und ein bisschen zu dialoglastig. Viel interessanter sind die Rückblenden aus Tasha Yars Vergangenheit. Die Originalausgabe erschien allerdings bereits 1989, und die Autorin Jean Lorrah konnte nicht ahnen, dass später in der TNG-Folge "Die Rettungsoperation" plötzlich noch Tashas Schwester auftauchte, die im Roman natürlich fehlt. Auch lautet der Name ihres Heimatplaneten "in Wirklichkeit" nicht New Paris, sondern Turkana IV. Gut, über solche Widersprüche kann ich hinwegsehen. Was mich aber wirklich störte, war die massive Vermenschlichung des Androiden Data. Es kam zwar immer so ein Satz wie "Eigentlich wäre er zu so einem Gefühl nicht fähig...", aber trotzdem ist er hier in einer Tour amüsiert, besorgt, zerknirscht, eifersüchtig... Kurz gesagt: Er kommt viel zu menschlich rüber. Die Autorin war wohl anderer Meinung, denn im Nachfolgeroman "Metamorphose" setzte sie noch einen drauf und machte Data völlig zu einem Menschen! Darüber hinaus gab es noch ein paar Kleinigkeiten, die mich störten. Zum Beispiel wäre da der Eindruck, dass die Autorin einen echten Klamottentick hat. Ich hätte wirklich mal zählen sollen, wie oft beschrieben wurde, was die Protagonisten denn heute wieder Schönes tragen, es war jedenfalls sehr häufig und las sich wie der gedruckte Kommentar zu einer Modenschau. Und dann stand noch irgendwo, dass das Schiff, auf dem Tasha als Kadett diente, keinen Turbolift besäße. Was denn dann, Rolltreppen vielleicht? Auch wenn jetzt der Eindruck entsteht, dass "Überlebende" in meiner Gunst durchgefallen ist, würde ich ihn insgesamt als "gerade noch okay" bezeichnen. Die Handlung ist zwar nicht superspannend, aber trotzdem nie langweilig. Der Roman ist flüssig geschrieben, so dass sich das Buch recht angenehm lesen lässt. Durch die starke Tasha-Handlung hat es sich noch ein Extrasternchen verdient, schon allein, weil zumindest ich ziemlich traurig war, dass Tasha Yar schon so früh aus der Serie verschwand. Wenn Data nicht so schlecht getroffen wäre, hätte ich sogar vier Sternchen verteilt, so sind es halt nur drei.

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