Jean M. Auel The Shelters of Stone

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Inhaltsangabe zu „The Shelters of Stone“ von Jean M. Auel

Ayla and Jondalar have reached home: the Ninth Cave of the Zelandonii, the old stone age settlement in the region known today as south-west France. Jondalar's family are initially wary of the beautiful young woman he has brought back. After the rigours and dangers that have characterised her life, Ayla yearns for peace and tranquillity.
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  • Rezension zu "The Shelters of Stone" von Jean M. Auel

    The Shelters of Stone

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    06. November 2010 um 11:06

    "Shelters of Stone" ist der fünfte Band einer Reihe, die ich schon seit meiner frühen Jugend kenne - die Geschichte von Ayla: Sie gehört zu den Cro-Magnon-Menschen, wird im ersten Band als Kind bei einem Erdbeben von ihrem Stamm getrennt und von einem Clan Neanderthaler ("Flachschädel") adoptiert. Sie wächst bei ihnen auf, bleibt aber aufgrund ihrer Andersartigkeit eine Außenseiterin und wird schließlich verstoßen (Band 1: The Clan of the Cave Bear). Eine Weile lang lebt sie allein, bis sie schließlich auf einen anderen Menschen ihrer Art trifft, Jondalar (Band 2: The Valley of Horses). Dieser befindet sich auf einer großen Reise, und Ayla schließt sich ihm an. Gemeinsam landen sie zuerst bei den Mammutjägern, wo Ayla erneut eine Art Heimat findet (Band 3: The Mammoth Hunters). Als Jondalar aber den Weg zurück in seine eigene Heimat antritt, begleitet ihn Ayla erneut (Band 4: The Plains of Passage). Am Beginn von "Shelters of Stone" endet die Reise, die schwangere Ayla und Jondalar erreichen die Sippe von letzterem. Wer auch nur eines der Ayla-Bücher kennt, der weiß, woran die ganze Serie krankt: Ayla ist eine Art Übermensch. Nicht nur, dass sie wunderschön und begehrenswert ist (zumindest in den Augen ihrer eigenen Art, die Neanderthaler halten sie für hässlich), sie ist auch klug und entdeckt verschiedene Errungenschaften der Menschheit: Sie findet Feuersteine (die Handlung verteilt sich über ganz Europa und sogar etwas darüber hinaus - und niemand, niemand, niemand sonst macht diese Entdeckung), erfindet eine Art Ur-Nadel zum Einfädeln beim Nähen, ... und am Wichtigsten, weil es den größten Eindruck auf alle Personen macht, denen Ayla und später Jondalar begegnen: Sie beginnt mit der Domestikation von Tieren (Wolf, Hund, Säbelzahnlöwe [!!!]). Sprachen lernt sie im wahrsten Sinne des Wortes im Schlaf, sie ist eine begabte Heilerin, kann besser Jagen als der Durchschnittsurzeitmann und anderen Frauen körperlich überlegen, sie hat ein Gedächtnis wie ein Elefant, sie ist kreativ, leidet an einem Helfersyndrom, trägt revolutionäre Ideen und Vorstellungen in sich, die den anderen der Zeit weit voraus sind ... und man könnte noch eine ganze Weile so weiter machen. Für viele ihrer Talente wird ihre Erziehung durch den Clan (= Die Neanderthaler) angegeben, wirklich überzeugend wirkt das aber nicht immer. Auch "The Shelters of Stone" leidet unter dieser Perfektheit von Ayla (und in nur wenig geringerem Maße der von Jondalar, der ihr kaum nachsteht - schließlich braucht Superwoman auch einen Superman an ihrer Seite). Vielleicht könnte man darüber hinwegsehen, wenn man sich einfach nur von einer seicht dahinplätschernden Handlung leicht unterhalten lassen wollen würde - gäbe es da nicht ein weiteres Problem: Handlung is nicht, oder zumindest nur wenig. Gerade der erste Teil des Buches ist zäh wie Leder (und das, obwohl Ayla das weicheste Leder überhaupt gerben kann), weil es seitenweise aus der immer gleichen Abfolge besteht: Ayla wird verschiedenen Personen von Jondalars Volk, den Zelandoni vorgestellt (mit einer Begrüßungsformel, die über mehrere Zeilen geht und von Auel nur in seltenen Fällen gekürzt wird - man kann es sehr schnell nicht mehr sehen bzw. auswendig mit herbeten), immer wieder wird erneut auf Aylas exotischen Akzent hingewiesen. Auel bedient sich des in diesem Fall sehr anstrengenden Kniffes, die Erzählperspektive nicht nur zwischen Ayla und Jondalar zu wechseln, sondern auch immer wieder aus den Augen von jeder x-beliebigen Person zu bericht (und wenn nur für einige Absätze) - so dass man erfährt, dass auch dem letzten Depp der Zelandoni auffällt, wie heiß Ayla ist, dass sie auf eine seltsame Art spricht etc. Als wüssten wir als Leser das nicht sowieso schon zu Genüge, und selbst wenn nicht: Einmal erwähnen hätte genügt. Wirklich. Ebenfalls beinahe episch wird jedesmal erneut das Erstaunen ausgebreitet, dass die Zelandoni gegenüber Aylas "Macht" über ihre Tiere empfinden. Überhaupt scheint Wiederholung für Auel in diesem Fall ein sehr wichtiges Motiv zu sein, denn natürlich müssen Ayla und Jondalar immer wieder noch mal von vorne berichten, was sie auf ihrer Reise so alles erlebt haben, welche Erfindungen sie gemacht haben und so weiter - so dass man immer und immer wieder in modifizierter Kurzform auch erneut die Inhalte von Band 1 - 4 aufgetischt bekommt. Dazwischen werden immer wieder kurze Liebes-/Sexepisoden eingestreut, die aber ungefähr so interessant sind wie die chinesische Bedienungsanleitung von meinem Toaster. Wenn man genauer hinschaut (es fällt schwer), entdeckt man dann doch noch den Ansatz eines Handlungstrangs, der durch Aylas Kindheit bei den Neanderthalern gespeist wird. Zeitlich spielen die Ayla-Romane in der Phase, in der die Neanderthaler von den Cro-Magnon-Menschen immer mehr verdrängt werden. Für die Handlung lässt sich daraus eine urzeitliche Integrations-, Akzeptanz- und Vorurteilsproblematik zusammenschustern. Ayla natürlich immer mittendrin und selbstverständlich, wie sich das gehört, immer auf der Seite der Schwachen (sie führt sozusagen eine frühe Form der "Sozialhilfe" im Stamm der Zelandoni ein). Außerdem spielt natürlich Aylas Heiltalent eine große Rolle, ihr Potential wird gleich von der spirituellen Führerin und Heilkundigen der Zelandoni erkannt und man ahnt schon, worauf das Ganze im 6 und letzten Band hinauslaufen wird. Am Ende ehelicht Ayla ihren Jondalar, kriegt ihr erstes Kind (die Namensgebung lässt gleich an ein gewisses Halbvampirkind denken, obwohl ich von selbigem nur aus Erzählungen weiß, aber Auel kann in der Kreativität der Namenswahl problemlos mithalten). Ganz nebenbei entdeckt sie dann übrigens mit kleiner Hilfe ihres Wolfes noch die Höhlen von Lascaux [!!]. Ich glaube, das sagt dann endgültig alles. Fazit: Mit seicht und belanglos allein hätte ich leben können, weil ich das schon erwartet hatte, zusätzlich habe ich das Buch aber auch als gähnend langweilig empfunden. Dass Auel viel für ihre Urzeit-Saga recherchiert hat, glaube ich zwar sofort - nur leider geht ihr gesammeltes Wissen für mich fast völlig, weil ich mehr damit beschäftig war, mich über fehlende Handlung und ach-so-tolle-Charaktere zu ärgern, als etwas davon mitzubekommen. Englisch ist zwar nicht meine Muttersprache, aber auch sprachlich habe ich das Buch nicht als Highlight empfunden. Ständige Wiederholungen, Beweihräucherung von Ayla, Mangel an Handlung, flache u. eindimensionale Charaktere, vorhersehbare Entwicklungen, banale Sexszenchen - mehr hat das Buch für mich nicht vorzuweisen.

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