Jean M. Twenge

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Me, My Selfie and I, The Narcissism Epidemic und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Jean M. Twenge

Me, My Selfie and I

Me, My Selfie and I

 (1)
Erschienen am 29.05.2018
The Narcissism Epidemic

The Narcissism Epidemic

 (1)
Erschienen am 13.04.2010
Generation Me

Generation Me

 (0)
Erschienen am 06.03.2007

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Rezension zu "Me, My Selfie and I" von Jean M. Twenge

Eine aufschlussreiche und saubere Analyse
Knigaljubvor 6 Monaten

Smartphones, soziale Medien, Kind bleiben wollen und was die Generation "Selfie" sonst noch so bewegt - hier erfährt man es.

Die amerikanische Pychologie-Professorin und Generationsforscherin Jean M. Twenge liefert mit diesem Buch eine umfangreiche, ordentlich recherchierte und mit zahlreichen Quellen belegte Analyse der Generation der ab 1995 (bis 2012) Geborenen. Das Buch umfasst elf größere Abschnitte, in denen unterschiedliche Themen, die für diese Generation wichtig sind, eine Rolle spielen. Zunächst definiert sie ihren Generationenbegriff und grenzt die Selfie-Generation von vorherigen ab. Anschließend geht es um das langsamere Erwachsenwerden der Selfies, ihre Online-Zeit, ihren Kontakt untereinander, ihre psychische Verfassung, ihr Verhältnis zu Religion und Politik, ihren Umgang mit Sexualität, ihre Einstellung zu Minderheiten und ihr Sicherheitsbedürfnis.
Die jeweiligen Kapitel werden gut ineinander übergeleitet, sodass der Aufbau einen schönen Lesefluss ermöglicht. Zahlreiche Graphiken verbildlichen die von der Autorin herangezogenen Forschungsergebnisse und lassen keinen Zweifel: Die Generation Selfie denkt und handelt anders als ihre Vorgänger.
Schön ist, dass sich Informationsdarbietung und die Schilderung von Interviews mit einzelnen Jugendlichen abwechseln, wodurch es interessant bleibt. Noch schöner (für ein Sachbuch) ist, dass die Autorin ihre Interpretationen gut begründet und so auch ältere Thesen nachvollziehbar widerlegen kann.
Natürlich lässt sich die Frage stellen, inwiefern diese für die USA erhobenen Ergebnisse auch für Deutschland relevant sind; dies wurde durch gelegentlich in den Text eingefügte Anmerkungen zu deutschen Jugendlichen teilweise beantwortet. Zudem wurde bei der Übersetzung auf allzu USA-spezifische Informationen verzichtet, wie aus der Vorbemerkung zur deutschen Ausgabe hervorgeht. Das war auch gut so, denn das Buch war auch so stellenweise amerikanisch genug: Auch, wenn es beispielsweise interessant war, zu verfolgen, welche Beweggründe junge Amerikaner Trump wählen lassen haben, so konnte man diesen Teil beispielsweise weniger gut direkt auf Deutschland übertragen.
Twenge liefert im Anschluss an den umfangreichen Analyseteil eine Anleitung zum Umgang mit den Selfies, was gleichzeitig als Zusammenfassung der Ergebnisse dient. Damit findet sie einen runden Abschluss für dieses gut lesbare und aufschlussreiche Sachbuch, das ich allen, die mit Selfies zu tun haben - seien es Lehrer, Vorgesetzte oder auch Eltern - empfehlen kann. Auch, wenn nicht alles so krass sein mag wie in den USA: Vieles lässt sich dann doch auf deutsche Jugendliche und junge Erwachsene übertragen. Dabei geht es zwar nicht immer darum, alle Veränderungen zu bewerten, wie Twenge eingangs betont, aber dennoch lässt sich teilweise feststellen, welche eher positiv und welche eher besorgniserregend sind und wo man ansetzen kann, um letzteren entgegenzuwirken.

Fazit:
Eltern, Lehrer, Vorgesetzte oder auch Jugendliche und junge Erwachsene selbst können hier eine Menge darüber erfahren, wie die Selfie-Generation tickt. Ein informatives und lesenswertes Sachbuch, das zwar eher Amerika beleuchtet, aber dessen Ergebnisse auch für uns wichtig sein können und das zudem in der Übersetzung durch einige deutsche Studien ergänzt wurde.

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