Jean P Stephan Thomas Harlan

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Inhaltsangabe zu „Thomas Harlan“ von Jean P Stephan

Goebbels Hätschelkind - Entdecker des ersten Vernichtungslagers und linksradikaler Revolutionär - wer Thomas Harlans Leben kennt, versteht die deutsche Geschichte des 20. Jahrhunderts.§Sein Vater war der berüchtigte 'Jud Süss-Regisseur Veit Harlan, sein Wahlonkel Joseph Goebbels - kein Wunder, daß Thomas Harlan 1949 fluchtartig Westdeutschland verließ, um die Schrecken seiner Herkunft niederzuringen. Was folgte, liest sich wie ein Zeitraffer deutscher Hoffnungen und Traumata: enge Freundschaft mit Kinski, mit dem zusammen er als erster Deutscher den Boden des neu gegründeten Staates Israel betritt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wird er von einem Kriegsverbrecher - den er so nannte - wegen Beleidigung verklagt. Flucht nach Polen um nachzuweisen, daß die Beleidigung schlichte Wahrheit war. Mehrjährige Arbeit in polnischen Archiven - mit dem Ergebnis von fast 2000 Anklagen gegen deutsche Naziverbrecher. Finanzminister der chilenischen Freiheitsbewegung, Dokumentar der portugisischen Nelkenrevolution, Regisseur des Filmes 'Wundkanal', bei dem ein ehemaliger Nazi-Kriegsverbrecher sich selbst in der Hauptrolle spielt und der bis heute im deutschen Fernsehen nicht mehr gezeigt worden ist.§§Thomas Harlan hat nie Geschichte geschrieben - er hat sie erlebt und gelebt. Mit schonungsloser Offenheit auch sich selbst gegenüber, hat er Jean Pierre Stephan von seinen Irrungen und Wirrungen erzählt.

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  • Rezension zu "Thomas Harlan" von Jean P Stephan

    Thomas Harlan
    Lupus

    Lupus

    21. July 2009 um 22:35

    Das Buch ist ein biographisches Gespräch zwischen dem Autor und Thomas Harlan, einem deutschen Regisseur, Autor und Revolutionär. Harlan wurde 1929 in Berlin geboren. Sein Vater, Veit Harlan, war zur Nazi-Zeit ein erfolgreicher Regisseur (Jud Süß, Kolberg). Die Aufführung seines Theaterstücks über das Warschauer Ghetto "Ich selbst und kein Engel" war ein Skandal. Thomas Harlan zog sich den Unmut ehemaliger NS-Einsatzkommandoführer zu, die gegen ihn zahlreiche Verleumdungklagen anstrengten. Er floh nach Polen und recherchierte in dortigen Archiven, um die Klagen zu entkräften, was ihm glänzend gelang. Darüber hinaus förderte er weiteres belastendes Material zutage,das die Sonderstaatsanwaltschaft für NS-Verbrechen in Ludwigsburg benutzte, um 2000 weitere Ermittlungsverfahren gegen alte Nazis einzuleiten. Die Biographie ist als Interview konzipiert und wird durch kurze Lebensläufe seiner Weggefährten unterbrochen. Dokumente und Bilder ergänzen Harlans Erinnerungen. Dargestellt wird ein internationales, aufregendes, und couragiertes Leben eines radikalen Deutschen. Beeindruckend ist seine scharfe, poetische und präzise Sprache.

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