Jean Ray Die Gasse der Finsternis

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Inhaltsangabe zu „Die Gasse der Finsternis“ von Jean Ray

( Bibliothek das Hauses Usher). 220 S. (Quelle:'Sonstige Formate/01.08.1997')
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  • Rezension zu "Die Gasse der Finsternis" von Jean Ray

    Die Gasse der Finsternis
    Graf Zahl

    Graf Zahl

    16. November 2011 um 12:50

    Das Buch "Die Gasse der Finsternis" von Jean Ray ist als Band 132 in der Phantastischen Bibliothek des Suhrkamp Verlags 1984 erschienen. Es enthält 12 phantastische Erzählungen des 1964 verstorbenen belgischen Autors, dessen bekanntestes Werk wohl der Roman "Malpertuis" ist. Die einzelnen Erzählungen sind von unterschiedlicher Qualität. Die längste Erzählung "Der eiserne Tempel", die zuerst als Heftroman erschienen ist, ist auch die schwächste, obwohl sie immer noch durchaus spannend und amüsant ist. Ein Detektiv, Harry Dickson muss einen Fall lösen, der arg konstruiert ist und auch die Auflösung kann nicht befriedigen. Die anderen beiden etwas längeren Geschichten, "Die Gasse der Finsternis" und "Mainzer Psalter" sind eher klassische Kurzgeschichten, in denen in der realen Welt plötzlich das Übernatürliche aus anderen Dimensionen sein Unwesen treibt. Die restlichen neun Stories sind alle zwischen 5 und 18 Seiten lang und auch dort kommt das Phantastische eher auf leisen Sohlen, denn mit Schockeffekten daher. Es entsteht beim Lesen bei fast jeder Gescichte eine schaurige Stimmung. Mal mehr und mal weniger. Besonders zu empfehlen sind "Der Friedhofswächter", eine kleine Vampirgeschichte, "Die Nacht von Pentonville", in der die Gefahren der Todesstrafe aufgezeigt werden und "Vetter Passeroux", eine klassische "Fluch"-Geschichte. Fazit: Ein guter Band mit Erzählungen, der auf einen recht unbekannten Autor aufmerksam macht, der durchaus mehr Aufmerksamkeit verdienen würde. Leider ist es in der heutigen Verlagslandschaft nicht mehr üblich, das solche Autoren und Bücher in einem renomierten Verlag wie Suhrkamp erscheinen. Schade eigentlich. Aber glücklicherweise gab es wenigstens mal die "Phantastische Bibliothek", so dass man wenigstens antiqarisch noch so manchen Schatz bergen kann. Aber es wäre schon toll, wenn ein Verlag den Mut hätte, eine ähnliche Reihe auf den Markt zu bringen.

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