Lieber Daddy-Long-Legs

von Jean Webster 
4,5 Sterne bei104 Bewertungen
Lieber Daddy-Long-Legs
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Neue Kurzmeinungen

annasbookshelfs avatar

Ich habe viel gelacht, Judy ist mir sehr ans Herz gewachsen!

Mrs_Nanny_Oggs avatar

Ein alter Klassiker - immer wieder schön!

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Inhaltsangabe zu "Lieber Daddy-Long-Legs"

Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551560445
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:256 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:29.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    AnjaScs avatar
    AnjaScvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wunderschönes Buch für Herz und Seele.
    Das Leben der Judy Abbott

    Meine Meinung und Fazit

    Wir folgen in diesem Buch der Waisen Judy, die nur mit einseitigen Briefen aus Ihrem Leben erzählt.

    Die Briefe zeigen die Entwicklung von Judy auf, über den Lauf der Zeit. Was für ein zauberhaftes Buch über das Leben von Judy Abbot, die mit 18 Jahren von einem unbekannten Wohltäter die Möglichkeit bekommt aufs College zu gehen. In Form von Briefen an Ihren Wohltäter, den sie wenig schmeichelhaft mit einer Spinne vergleicht, erfahren wir über Judy. Erfahren über Ihr Leben, Ihre Gefühle und was sie erlebt. Ich war ganz begeistert und entzückt von diesem schönen Buch, sowohl inhaltlich als auch von der Gestaltung her.

    Es ist so wundervoll zu lesen, wie sich die Anrede und die Sprache ändert, je nach Gefühlslage von ihr oder auch den aktuellen Gefühlen, die sie ihrem unbekannten Wohltäter entgegenbringt. Ich konnte mich komplett in Judy hineinversetzen und bin wirklich in ihre geschriebenen Zeilen versunken.

    Das Buch ist nicht nur unglaublich wundervoll geschrieben sondern auch absolut liebevoll und witzig illustriert.
    Lieber Daddy Long Legs ist ein Buch für Herz und Seele und hat mir wirklich gut gefallen, trotz der leisen Töne und bekommt von mir eine klare Leseempfehlung.

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    Buchsensibels avatar
    Buchsensibelvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein nostalgischer Briefroman, der mit seinen klugen Worten doch ganz modern bleibt und mit seiner flotten sprachlichen Eleganz verzaubert
    Ein nostalgischer Briefroman der sprachlich verzaubert

    Oooh, ich bin total verliebt in dieses Buch!

    Obwohl ich zugeben muss, dass ich zunächst erstmal gezögert habe! Ein Briefroman, der aus dem Jahr 1912 stammt: das reizte mich zunächst nicht so wirklich. Aber dann gab es auf der anderen Seite so viele Lobeshymnen. Letztendlich hat es sich doch richtig gelohnt! Das Buch war für mich ein wahrer Schatz, ein kleines bisschen nostalgisch und doch ganz modern!

    Den Ausschlag, es doch zu lesen, gab dann eine Umschreibung von einer anderen Rezensentin: „Für Fans von Anne of Green Gables“!
    Von Anne of Green Gables bin ich ein Riesen-Fan, ich liebe das verträumt-poetische an dieser Geschichte und Anne ist einfach so ein warmer, liebenswerter Charakter! (Außerdem spielt es in Kanada  )

    Und in der Tat gibt es bei „Lieber Daddy-Long-Legs“ gewisse Ähnlichkeiten und auch Jean Websters Roman schlich sich bereits auf den ersten Seiten in mein Herz!

    Judi Abbott ist ein kluges, junges Mädchen an der Schwelle zum Erwachsenwerden, das in einem Waisenhaus aufwuchs und nun auf die Universität gehen wird. Dies ermöglichte ihr ein Unbekannter Gönner, dessen einzige Bedingung ist, dass Judy ihm über die Jahre ihres Studiums (sie möchte so gerne Autorin werden) regelmäßig Briefe schreiben soll. Doch obwohl Judy nie eine Antwort erhält, gibt sie die Hoffnung nicht auf, eines Tages „Daddy-Long-Leg“ doch kennenzulernen und ihm persönlich danke sagen zu können!

    Ach, was war ich überrascht von diesem wunderschönen Schreibstil! Der hat das Buch zu einem wahren Kleinod gemacht! Hier sind so viele kleine Weisheiten versteckt, so viele schöne sprachliche Perlen darin enthalten! Ich habe ganz viele Stellen markieren müssen, weil es einfach so schön geschrieben ist!

    „Ich habe beschlossen, mich am Wegesrand niederzulassen und einen großen Berg kleiner Glücksmomente anzuhäufen“

    Judy versprüht regelrecht Optimismus in ihren Briefen (obwohl sie durchaus auch ihre traurigen Momente hat). Ihr Lebensmut und ihre Neugierde jedoch sind geradezu ansteckend!

    Sie zauberte mir einige Male ein Lächeln aufs Gesicht!

    Sie ist voller Energie und Tatendrang, hat dabei aber auch ihren ganz eigenen Kopf und sagt frei heraus, was sie denkt. Das macht sie unglaublich sympathisch. In den vier Jahren ihres Studiums wächst sie zu einer selbstbewussten jungen Dame heran, die ihre verträumte Art nie verliert, aber auch sehr reflektiert ist. Ihre Briefe sind voller Natürlichkeit und Charme und werden sogar von kleinen Zeichnungen begleitet 

    Als Leser ahnt man natürlich nach einer gewissen Zeit schon, wer Daddy-Long-Leg ist.

    Ein nostalgischer Briefroman, der mit seinen klugen Worten doch ganz modern bleibt und mich mit seiner flotten sprachlichen Eleganz einfach nur verzaubert hat!

    Übrigens: Jean Webster (1876-1916) war eine Nichte von Mark Twain!

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    Becky_Bloomwoods avatar
    Becky_Bloomwoodvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein zauberhafter Brief-Roman
    Zauberhafter Brief-Roman

    Ich muss zugeben, dass ich anfangs etwas schwer in die Geschichte reingekommen bin, da sie sich ausschließlich per Brief erzählt. Doch je weiter es voranschritt, desto mehr wurde ich hineingezogen und Lieber Daddy-Long-Legs hat mich verzaubert.

    Die Protagonistin Jerusha "Judy" Abbott reift in den Briefen heran und ich bin ihr sehr gerne gefolgt! Liebenswert die Briefe, in denen sie von neuen Kleidern und Hüten schwärmt - sie hätte sich ein Kleid gekauft, nicht, weil sie sie bräuchte, sondern nur, weil sie es haben wollte! - reizend.

    Ihre Gefühlsregungen habe ich stets nachvollziehen können und mit jedem Brief ist Judy mir mehr ans Herz gewachsen. Das lag nicht nur an den niedlichen Zeichnungen, mit denen sie ihre Briefe verziert hat, auch ihre direkte Art fand ich erfrischend: "...haben Sie jemals Hamlet gelesen? Wenn nicht, holen Sie es gleich nach. Es ist allererste Sahne. Von Shakespeare habe ich schon mein Leben lang gehört, aber ich hatte keine Ahnung, dass er wirklich so gut schreibt; ich hatte immer vermutet, dass er vor allem von seinem guten Ruf lebt." Einfach wunderbar.

    Und dann das Ende! Das hatte ich wahrlich nicht vorhergesehen, es hat mir aber sehr gefallen.

    Fazit: Ein zauberhafter Roman, den ich wärmstens empfehlen kann.

    Kommentare: 2
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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor 6 Monaten
    Bücherschätze

    Seit ich denken kann, liebe ich Fred Astaire-Filme. Ich kann stundenlang mit glänzenden Augen vor dem Fernseher sitzen und mir eine Tanzszene nach der nächsten ansehen. Und es ist mir normalerweise dabei gänzlich egal, wer seine Tanzpartnerin ist (wobei Ginger Rogers, Cyd Charisse und Rita Hayworth, in genau dieser Reihenfolge, mir durchaus lieber sind als die anderen, egal, wie gut sie tanzen). Und natürlich kenne ich auch "Daddy Long Legs" und finde den Film ganz wunderbar und das, obwohl die grausliche Leslie Caron die Hauptrolle spielt. Jahaaa, richtig, "grauslich" - ich mag sie überhaupt gar nicht. Dummerweise spielt sie in ein paar wirklich guten Tanzfilmen mit, man kommt also nicht drumherum. Aber wie gesagt, ich finde "Daddy Long Legs" ganz wunderbar und das liegt unter anderem an der entzückenden Geschichte.
    Irgendwann bin ich in der örtlichen Bücherei über den Roman von Jean Webster gestolpert, der die Vorlage zum Film darstellt, und habe ihn mir damals regelmäßig ausgeliehen. Wahrscheinlich hätte ich ihn auswendig mitsprechen können...
    Tja, und dann bin ich erwachsen geworden - eine sehr dumme Idee im Übrigen, die ich inzwischen nach Leibeskräften umzukehren versuche - und habe Film und Buch bestimmt zwanzig Jahre nicht mehr gesehen. Bis...

    Bis ich in einer Buchhandlung die wirklich wunderschöne Ausgabe des Königskinder-Verlags entdeckt habe. An der Kasse teilte man mir dann mit, " es sei aber nur ein Kinderbuch, dafür allerdings ganz nett". Wer im Zusammenhang mit Kinderbüchern "nur" benutzt, der hat von der ganzen Sache wenig Ahnung, finde ich, habe aber schweigend bezahlt und meinen Schatz nach Hause getragen.
    Selten findet man ein derart liebevoll gestaltetes Buch. Rosen, wo man hinblickt, auf dem Einband, dem Vorsatz, dem Schutzumschlag. Den ziert zusätzlich noch die Silhuette eines Herrn mit Zylinder, dem eine gewisse Ähnlichkeit zu Herrn Astaire nicht abzusprechen ist. Einen Inhalt gibt es auch, und der ist nicht zu vernachlässigen: Jean Webster hat einen federleichten Briefroman über ein junges Waisenmädchen geschrieben, das seinen Weg findet, fröhlich, keck, ehrlich und liebenswürdig. Der Roman zaubert dem Leser blitzschnell ein Lächeln ins Gesicht, obwohl bei genauerer Betrachtung gar nicht alles immer so zum Lächeln ist. Das sind Waisenhäuser nie, und um 1912 noch weniger.

    "Lieber Daddy Long Legs" ist also ein rundherum gelungenes Glücklich-Mach-Buch erster Güte, auch wenn es angeblich "nur" ein Kinderbuch ist. Ist es genau genommen allerdings keineswegs, sondern ein ausgesprochen charmantes Buch für junge Damen, romantisch, durchaus klug und mit einer wirklich liebenswerten Protagonistin.
    So. Und jetzt gehe ich frevelhafterweise fernsehen. Something's gotta give...

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    SharonBakers avatar
    SharonBakervor 6 Monaten
    Herrlich, charmant & wunderbar ...

    Jerusha Abbott lebt in einem Waisenhaus und ist mit ihren fast 18 Jahren die Älteste von den Kindern. Niemand wollte sie haben, und obwohl sie eine Begabung in der Schule zeigt, wird sie nicht gefördert, so ist ihr weiteres Leben ungewiss, bis an den einem Tag, wo das ungewöhnlichste überhaupt passierte. Jedes Jahr kommen am selben Tag, Wohltäter ins Waisenhaus und diesmal betrifft es auch Jerusha, denn ein geheimnisvoller Gentleman möchte ihr das College finanzieren. Allerdings hat er auch Bedingungen an dieses Arrangement geknüpft, er möchte einmal im Monat Post von ihr erhalten und anonym bleiben, aber sie darf ihn gern mit Mr. Smith anreden. Jerusha kann es nicht fassen, aber stürzt sich mit Begeisterung in ein unbekanntes Leben und nimmt ihre Aufgabe als Briefeschreiberin sehr ernst. Was wird sie wohl alles erleben? Wie wird sich das College auf sie auswirken? Und wird sie jemals erfahren, wer ihr großer Gönner wirklich ist?
    Ein Klassiker, der 1912 erschienen ist, kommt in neuer Übersetzung und Gewand in die Buchläden. Tja, und mit dem Königskinder Verlag hat die Geschichte die perfekte Wahl getroffen. Denn die Geschichte passt perfekt, denn sie ist charmant, herzlich, und voller Abenteuer. Ob ich nun allerdings zur Briefeschreiberin werde, erzähle ich euch nun.

    Jerusha Abbott kennt nichts anderes als das Waisenhaus, denn niemand wollte sie adoptieren und so fristet sie ihr Dasein bis zu ihren 18. Lebensjahr dort. Sie ist ein aufgeweckter Mensch, trotz des schweren Stands lebensfroh und hat einen kleinen Hang zum zynischen Humor. Genau dieser Humor wird ihr Schicksal besiegeln, denn ihr Wohltäter wird darauf aufmerksam und ermöglicht ihr ein ganz neues Leben. Jerusha, die sich ab da, nun Judy nennt, stellt sich dem College, versucht schnell sich ihre Herkunft nicht anmerken zulassen und schreibt ihren Gönner wie eine Wilde. Und das ist der Clou an der Geschichte, denn es ist ein Briefroman, wir bekommen alles nur durch ihre Briefe an Daddy Long Legs erzählt.

    Waisenhausgeschichten sind gerade bei den Klassikern gut vertreten und da ist es doch recht erfrischend, eine Sicht von einem Mädchen zu lesen und dann auch noch so humorvoll. Dieses Mädchen nimmt einen schnell in ihren Bann, sie erzählt beschwingt, aber auch mit kleinen Seitenhieben ihren Gönner gegenüber von ihren Leben, und da sie keine Familie hat, muss er nicht nur mit einem Brief pro Monat rechnen, sondern mit sehr vielen. Somit erleben wir auch Judys Veränderung mit, von ihrer Unsicherheit mit dem großen Reichen in ihrer Umgebung ist bald nichts mehr übrig, sie gewinnt Selbstbewusstsein, stellt sich Herausforderungen und nimmt ihr Leben immer mehr in die eigene Hände. Aus einem Mädchen was nur harte Arbeit und Einsamkeit kennt, erblüht eine junge kluge Frau mit Träumen. Und wir dürfen der Entwicklung beiwohnen und ich muss gestehen, diese Briefromane haben was. Man kann so schön zwischen den Zeilen lesen und somit noch viel mehr erfahren. Auch die Stimmung ist herrlich wieder gespiegelt und so erleben wir vier Jahre College im Schnellraffer und Abenteuer mit. Und auch die Frage, wer ihr Gönner ist, ist wunderbar mit eingearbeitet und lässt uns doch schnell spekulieren. Einfach ein köstliches Amüsement.

    Für mich waren es ganz zauberhafte Lesestunden mit einem Mix aus Charles Dickens und Jane Austen. Mein Herz hat bei vielen Stellen heftig mit gefiebert und wild geklopft. Dieser alten Geschichten sind einfach immer wieder schön zu schmökern, denn mal ganz ehrlich, es gibt heute noch immer solche Lebensgeschichten und deshalb ist dieser lebensfrohe, humorvolle und charmante Briefroman zeitlos und absolut lesenswert.

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    Buecherwurm22s avatar
    Buecherwurm22vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wahnsinnig tolles Buch! Ich hab es verschlungen. Einzigartig. Gefühlvoll. Stets mit einem Lächeln auf dem Gesicht beim lesen.
    Ein Highlight für mich

    Klappentext: Fast 18 Jahre hat Judy Abbott im Waisenhaus gelebt. Wegen ihrer literarischen Begabung wird sie nun von einem geheimnisvollen Wohltäter aufs College geschickt. Der Mann möchte namenlos bleiben, Judy soll ihm aber jeden Monat einen Brief über ihre Fortschritte schreiben. Voller Begeisterung stürzt sich Judy in dieses unbekannte Leben. Mehr als einmal im Monat schreibt sie „Mr Smith“, denn sie hat ja sonst niemanden auf der Welt, mit dem sie ihre Erlebnisse teilen kann. Briefe voller Witz, über Hüte und Literatur, über neue Freundschaften und immer öfter auch über den sympathischen Jervis Pendleton. Meine Meinung: Mein erster historischer Roman. Dieser wurde von der Nichte von Mark Twain geschrieben und besteht aus Briefen von Jerusha an Daddy-Long-Legs. Ich hatte mir die Leseprobe auf der FBM mitgenommen und als ich sie gelesen habe, wollte ich einfach weiterlesen. Also hab ich mir dieses tolle Buch bestellt und hoffte, dass es da ist, bevor ich in die Heimat fahre, weil ich es unbedingt mitnehmen wollte. Hat auch wunderbar geklappt. Und hat mich nachts sehr gut unterhalten. Ich hatte oft beim Lesen ein Lächeln im Gesicht. Es war so unterhaltsam und es wirklich Spaß gemacht die Briefe, die voller Witz und Gefühl war, zu lesen. Einfach wunderbar. Ich freue mich schon auf den nächsten Roman. Der auch beim Königskinder Verlag erscheint. Eins der leider letzten Bücher, die bei diesem Verlag erscheint, da er leider seine Pforten schließt. Es war mein 3. Königskind und es werden aber noch weitere folgen. Ich kann nur jeden ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Es ist so schön. Auch die kleinen Kritzeleien darin waren super lustig. Es war als lese man heimlich ein Tagebuch von jemand. Irgendwann lese ich es bestimmt noch mal. Das ist so zeitlos. Es ist bereits 1912 erstmals erschienen. Also für mich gehört es zu eines meiner Highlights in diesem Jahr.

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    DianaGvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Hach, ich liebe diese alten Geschichten. Man muss das aber im historischen Kontext sehen. Schließlich ist das Buch von 1912.
    Schöne Neuauflage eines Romans von 1912

    Der Roman ist ursprünglich aus dem Jahr 1912 und das sollte man definitiv wissen, bevor man sich dranmacht, denn er entspricht nicht dem, was Jugendliche heute so gewohnt sind. Er beschreibt die Gesellschaft zu der Zeit, auf was damals geachtet wurde und wie ein junges Mädchen ohne Familie sich durch ihre Jugend schlägt. Jerusha hatte dabei Glück, denn endlich darf sie sich auch tatsächlich Dinge leisten. Dabei merkt man wie sie sich immer öfter etwas gönnt, anfangs noch zögerlich, danach selbstbewusster. Ihr wurden quasi die Flügel gegeben und jetzt lernt sie fliegen.

    Ich liebe diese Art von Romanen. Da ich mich eh für die englischsprachige Literatur um 1800 - 1900 interessiere, fällt das hier wieder ganz in meinen Geschmack. Fast schon ein bisschen zu "neu" für mich aber vom Stil her erinnert es mich an "Anne of Green Gables" von Lucy Maud Montgommery. Und ich liebe Anne :)
    Die Autorin schreibt so sympatisch über dieses Mädchen, dass ihr Leben endlich leben kann und so viel Humor und Herz besitzt, dass sie mir gleich an meines gewachsen ist.
    Für mich hätte es wie am Anfang auch gerne am Ende einen Part geben dürfen, in dem uns ein kleiner Ausblick auf Judys späteres Leben gegeben wird, was leider nicht der Fall ist. Trotzdem bin ich mit dem "Happy End" zufrieden, wir besitzen ja alle genügend Fantasie. Vielleicht ist es ja auch ganz gut so, denn das ist ja so ein klassischer "Backfischroman" und der lebt einfach von der jugendlichen Atmosphäre..... oder so.

    Wie dem auch sei. Ich habe es sehr genossen und kann es jedem, der "Anne of Green Gables", "Little Women" (zu deutsch Betty und ihre Schwestern) und die Romane der Brontés und von Jane Austens mag, nur empfehlen.

    P.S.:
    Allerdings noch einen ticken besser finde ich "Das Schloss in den Wolken" von Lucy Maude Montgomery. ;)
    Und ist das Cover von den Königskindern nicht wieder super schön geworden? 😍
    Und mir fällt mal wieder auf wie schrecklich es ist, wenn ein Titel manchmal korrekt übersetzt wird. Danke liebe Königskinder, dass ihr den Roman nicht Daddy Langbein oder Vati Langbein genannt habt.

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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 7 Monaten
    Mochte ich sehr!

    Ich lese eher selten historische Romane bzw. Klassiker, weshalb ich zuerst ein bisschen unsicher war, ob „Lieber Daddy-Long-Legs“ etwas für mich ist, aber – ich gebe zu – das wunderwunderschöne Cover dieser Neuausgabe und auch der Klappentext hatten es mir angetan.
    Kaum habe ich mit dem Lesen begonnen, hatten sich meine Zweifel aber eigentlich schon in Luft aufgelöst. Dieses Buch ist wirklich ein moderner Klassiker und lässt sich sehr angenehm und dennoch authentisch lesen. Die Briefform, die außer im Vorwort konsequent eingehalten wird, macht das Leseerlebnis zu etwas Besonderem und lässt einen auf sehr berührende Weise an Judys Leben teilhaben.
    Judy, die in einem Waisenhaus aufgewachsen ist und dann das Studium von einem reichen Herrn, der anonym bleiben möchte, finanziert bekommt und an welchen sie als Gegenleistung regelmäßig Briefe schreiben soll, ist eine unglaublich liebenswerte, taffe, menschliche und letztlich unglaublich optimistische und positive Protagonistin, was den gesamten Roman in einer Art Glanz erscheinen lässt, der einen selber mitzureißen schafft, einen nachdenklich stimmt und neue Perspektiven auf das eigene Leben eröffnet. Und das, obwohl „Lieber Daddy-Long-Legs“ erstmals 1912 erschienen ist!
    Zwar schildert Judy in ihren Briefen an ihren Sponsor „Daddy-Long-Legs“ keine großartigen Ereignisse, sondern vor allem Alltäglichkeiten, aber durch ihren Blick auf das Leben und die Welt liest sich die Erzählung dennoch nie langweilig und malt darüber hinaus ein lebensnahes Bild, wie es für eine Studentin an einer Frauenuniversität, im Allgemeinen zu dieser Zeit gewesen ist. Darunter mischt sich eine zarte Liebesgeschichte, die sich perfekt in das restliche Setting fügt und schon ziemlich zum Dahinschmelzen ist, jedoch definitiv nicht im Fokus der Geschichte steht.
    Ihr seht, es gibt nichts, das mich an „Lieber Daddy-Long-Legs“ gestört hätte. Okay, das Ende war möglicherweise ein bisschen zu kitschig, aber es hat einfach alles so gut zusammengepasst, dass ich mich daran nicht wirklich stören mag.
    Fazit: Ein toller, wenn auch leiser Roman, der auch für Leser anderer Genre gut geeignet ist und sicherlich jedem etwas mitgeben kann, wenn man bereit ist, sich auf ein bisschen Abwechslung einzulassen.

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    EmmyLs avatar
    EmmyLvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ungekünstelt und erfrischend ehrlich sind die Briefe ein humorvolles zeitgeschichtliches Dokument und Portrait der Gesellschaft des 19. Jh.
    Romantischer Briefroman mit Happy-End

    Bis zu ihrem 17. Lebensjahr hat Jerusha Abbott das Waisenhaus kaum verlassen. Nach einem Treffen des Stiftungsrats wird sie in das Büro der Heimleiterin zitiert. Das Mädchen ist an der örtlichen Highschool durch außergewöhnliche literarische Begabung aufgefallen. Aus diesem Grund möchte ein wohlhabendes Mitglied des Stiftungsrats Jerusha ein Studium am College ermöglichen. Er zahlt alle anfallenden Studiengebühren, zusätzliches Taschengeld und die Kosten für angemessene Gaderobe. Seine einzige Bedingung ist ein monatlicher Brief. In diesem soll Jerusha ihre Erlebnisse und Fortschritte schildern. Die regelmäßige Korrespondenz ist dazu gedacht, die literarische Ausdrucksfähigkeit zu schulen.

    Nach einer kurzen Einleitung eines auktorialen Erzählers besteht dieser Roman ausschließlich aus der chronologischen Sammlung aller Briefe, welche Jerusha Abbott im Laufe ihres Studiums an ihren Wohltäter schickte. Noch im Waisenhaus erhaschte Jerusha einen flüchtigen Blick auf den Treuhänder. Ein großer, schlanker Schatten mit langen Beinen. Da es ihr zuwider ist, den unbekannten Förderer mit dem fantasielosen Namen John Smith anzusprechen, tauft sie ihn in Mr Daddy-Long-Legs-Smith um. Auch ihren eigenen Namen mag Jerusha nicht. Er wurde willkürlich von der Heimleiterin ausgesucht. In ihren Briefen unterschreibt sie daher mit Judy Abbott.

    Höhen und Tiefen des studentischen Alltags, Freunde, Freundschaften und erstes zartes Anbändeln mit dem männlichen Geschlecht werden hemmungslos ehrlich in den Briefen zu Papier gebracht. Mit all den philosophischen Gedanken, widersprüchlichen Gefühlen und humorvollen Schilderungen ähneln die Briefe Tagebucheinträgen. Die junge Verfasserin kennt ihr Gegenüber nicht, was sich in den unvoreingenommen, aufrichtigen, jugendlich naiven Briefen wiederspiegelt. Einige Briefe werden von comicartigen Zeichnungen begleitet. Sie unterstreichen humorvoll die geschilderten Ereignisse und lockern die Lektüre auf.

    Die Autorin Jean Webster (1876-1916) lebte und arbeitet in den USA. Sie veröffentlichte mehrere Romane, welche sich mit dem Leben junger Mädchen während der Collegezeit beschäftigten. „Dear Daddy-Long-Legs“ ist ihr erfolgreichstes und bis heute bekanntestes Werk.

    Der Briefroman ist eine außergewöhnliche Entdeckung. Ungekünstelt und erfrischend ehrlich bilden die genauen Schilderungen der Lebensumstände ein humorvolles zeitgeschichtliches Dokument, welches Rückschlüsse auf die Gesellschaft des 19. Jh. zulässt.

    Mit diesem Briefroman konnte ich sogar meine etwas leseunwillige Tochter (13) begeistern. Der Königskinder Verlag hat einen weiteren wundervollen, historischen Roman ins Rampenlicht gerückt und mit einer großartigen Übersetzung geehrt. Für alle Liebhaber* historischer, romantischer Happy-End-Literatur ist dieses Werk sehr empfehlenswert.

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    AnnaSalvatores avatar
    AnnaSalvatorevor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses kleine Büchlein beinhaltet wunderbare Briefe mit viel Lebensfreude und einer Protagonistin vor ihrer Zeit
    Meine anfängliche Skepsis verwandelte sich in Begeisterung

    GANZE REZENSION: https://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2018/02/mein-erstes-konigskind-lieber-daddy.html

    COVER/GESTALTUNG
    Zuerst fand ich den Preis von 19€ doch sehr happig für so ein kleines, dünnes Buch, doch hier steckt sehr viel Liebe drin, das merkt man. Das Cover ist zauberhaft, das Vorsatzpapier mitsamt Lesebändchen sowie die zarten Blumen unter dem Schutzumschlag und die Zeichnungen innen drinnen sind wirklich sehr schön und harmonisch. 



    MEINUNG
    Zuerst möchte ich anmerken, dass ich das Buch innerhalb eines Tages gelesen habe.Die Kapitel bzw. Briefe sind kurz gehalten, teils sogar mit kleinen Zeichnungen zwischendurch und lassen sich lockerleicht lesen. Es gibt wirklich nur die Briefe (keine Zwischenkapitel o. ä.), aber das störte mich nicht. Die Protagonistin erzählt so voller Leben, dass ich mir alles sehr gut vorstellen konnte.
    Zu Beginn war ich noch skeptisch, was die Handlung angeht. Denn auch von Anfang an schreibt sie sehr offen und auch informal einem völlig Fremden. Heutzutage natürlich wenig wahrscheinlich. Dennoch gewöhnte ich mich später daran und von da an war ich nur noch begeistert.
    Denn durch Judys Augen zu sehen, wie toll eigentlich Bildung ist, hat mich sehr beeindruckt. Schule war für mich immer irgendwie ein lästiges Übel (obwohl man natürlich weiß wie gut man es hat), doch durch Judy fand ich auf einmal auch wieder klassische Literatur oder Biologie interessant.
    Umso mehr gefällt mir das Buch, wenn ich mir den Kontext anschaue.Das Buch erschien nämlich schon 1912. Und das bereits zu dieser Zeit (in welcher Frauen noch nicht mal wählen gehen durften) eine Autorin mit einer solchen Protagonistin veröffentlicht wurde/hat, finde ich toll. Besonders da Judy sehr eigenwillig ist, für die Zeit skandalöse Aussagen trifft und auch feministische Züge hat.Leider kenne ich das Original nicht, deshalb kann ich nicht sagen inwiefern die heutige Übersetzung daran 'schuld' ist. Doch so oder so hat es mir unheimlich gut gefallen.
    Etwas schade fand ich, dass man schon bei der Hälfte wusste, wer Daddy Long Legs ist. Ansonsten aber ist das Buch ein wahres Fest an tollen Gedanken, Lebensfreude, Emotionen und Erlebnissen.

    FAZIT
    Meine anfängliche Skepsis verwandelte sich in Begeisterung.Dieses kleine Büchlein beinhaltet wunderbare Briefe mit viel Lebensfreude und einer Protagonistin vor ihrer Zeit.


    - 4,5 von 5 Feenfaltern -

    Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!


    © Anna Salvatore's Bücherreich

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