Jean Ziegler

 4.1 Sterne bei 105 Bewertungen

Lebenslauf von Jean Ziegler

Jean Ziegler, geboren 1934 im schweizerischen Thun, lehrte bis zu seiner 2002 erfolgten Emeritierung Soziologie an der Universität Genf und als ständiger Gastprofessor an der Sorbonne/Paris, er war von 2000 bis 2008 UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung, Mitglied im Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats und im Beirat von "Business Crime Control". Jean Ziegler wurde in jungen Jahren geprägt von seiner Freundschaft zu Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir sowie durch einen zweijährigen Afrika-Aufenthalt als UN-Experte nach der Ermordung Patrice Lumumbas („Ich habe mir geschworen, nie wieder, auch nicht zufällig, auf der Seite der Henker zu stehen.“). Bis 1999 war Jean Ziegler Nationalrat im Parlament der Schweizer Eidgenossenschaft. Seine Publikationen wie »Die Schweiz wäscht weißer« und »Die Schweiz, das Gold und die Toten« haben erbitterte Kontroversen ausgelöst und ihm internationales Ansehen. Zuletzt erschien der Weltbesteller »Das Imperium der Schande«“ im C. Bertelsmann Verlag. Ziegler gehört zu den international profiliertesten und charismatischsten Kritikern weltweiter Profitgier und ist derzeit Mitglied des UN-Menschenrechtsrates.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Jean Ziegler

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Cover des Buches Das Imperium der Schande9783442155132

Das Imperium der Schande

 (28)
Erschienen am 13.05.2008
Cover des Buches Wie kommt der Hunger in die Welt?9783570300596

Wie kommt der Hunger in die Welt?

 (15)
Erschienen am 01.11.2002
Cover des Buches Der Hass auf den Westen9783442156498

Der Hass auf den Westen

 (13)
Erschienen am 14.03.2011
Cover des Buches Die neuen Herrscher der Welt9783442153091

Die neuen Herrscher der Welt

 (11)
Erschienen am 01.02.2005
Cover des Buches Ändere die Welt!9783328100300

Ändere die Welt!

 (10)
Erschienen am 22.08.2016
Cover des Buches Wir lassen sie verhungern -9783570101261

Wir lassen sie verhungern -

 (9)
Erschienen am 10.09.2012
Cover des Buches Was ist so schlimm am Kapitalismus?9783570103708

Was ist so schlimm am Kapitalismus?

 (6)
Erschienen am 18.03.2019
Cover des Buches Die Lebenden und der Tod9783711000187

Die Lebenden und der Tod

 (2)
Erschienen am 26.11.2011

Neue Rezensionen zu Jean Ziegler

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Rezension zu "Was ist so schlimm am Kapitalismus?" von Jean Ziegler

Informativ...mehr aber nicht!
Erkenschleifervor 2 Monaten

Das Buch verschafft einen guten Überblick über das Kapitalismus- Verständnis Jean Zieglers. Dabei sind die Erfahrungen, die er u.a. als UN Sonderberichtserstatter gesammelt hat erschütternd. Wenn Ziegler aus den Coltanminen im Kongo berichtet und wie dort die Kinder versklavt werden oder wenn er aus Guatemala erzählt und wie dort die Menschen von ihren Land vertrieben werden, dann fällt es einem wirklich schwer einfach so weiterzumachen wie bisher. Der Kapitalismus ist ein System das nur wenigen nützt, aber die verstehen es ihn zu erhalten!

Was mir am Buch nichts gefällt,ist die Art des Gesprächs mit der Enkelin. Das ganze wirkt seht konstruiert und hölzern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Gespräch wirklich so verlaufen ist. Mir stellte sich auch öfter die Frage, wie alt Zohra eigentlich ist...es deutet einiges darauf hin, dass sie eher jugendlich ist, in dem Fall frage ich mich, ob sie das Ganze überhaupt verstanden hat. Letztendlich finde ich auch die Art und Weise wie der "Opa" Jean das ganze Leid der Welt auf seine Enkelin ablädt und dann noch von ihrer Generation nur die "Kleinigkeit" erwartet den Kapitalismus zu besiegen schon heftig...bei allem Verständnis für die Kritik an diesem System, fehlt mir da der Beziehungsaspekt zwischen einem Opa und seiner Enkelin! 

So wie das ganze hier vorgetragen wird, hätte Jean Ziegler, dass auch seinem Hund erklären können...schade, weil die Idee für so ein Buch wirklich gut ist.


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Rezension zu "Die Schande Europas" von Jean Ziegler

Heutige europäische Konzentrationslager
strickleserlvor 2 Monaten

Der 1934 geborene Schweizer Autor dieses Buchs war viele Jahre UN-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung. Anschließend gehörte er dem Beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrats der UN an. Er hat schon viele Hotspots der Not gesehen, aber selten etwas so Schlimmes wie das große Flüchtlingslager auf der griechischen Insel Lesbos.




In diesem Buch nimmt er den Leser mit in ärmliche Unterkünfte. Er erzählt von schrecklichen Schicksalen. Er berichtet von unmenschlichen Methoden Flüchtlinge zurückzudrängen. Dazwischen zitiert er Gesetzestexte, die deutlich machen: Was hier geschieht ist ein großes Unrecht.




Laut der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte hat jeder Mensch das Recht in anderen Ländern Schutz vor Verfolgung zu suchen. Und wer würde freiwillig seine Heimat verlassen, um eine schreckliche und ungewisse Reise auf sich zu nehmen, wenn er nicht wirklich in seinem Herkunftsland große Not leiden würde? Das Unrecht, dass flüchtende Menschen aufs offene Meer zurückgetrieben werden, ist nicht zu begreifen. Gelingt es den Menschen sicher an Land anzukommen, müssen sie viele Jahre darauf warten, dass ihr Fall bearbeitet wird. In der Zwischenzeit leiden sie unter den unglaublich schlimmen Verhältnissen im berüchtigten Lager Moria.




Der Geruch, der Dreck, verzweifelte und hoffnungslose Gesichter, aber vor allem die Geschichten dieser Überlebenden erschüttern den Leser. Man spürt die Wut des Autors angesichts dieser Zustände. Er schreibt, „Die Übeltäter in Brüssel lassen zu, dass sich in den Hotspots Überlebensbedingungen entwickeln, die an die Konzentrationslager unseligen Angedenkens erinnern, und hoffen so, die Flut der Flüchtlinge austrocknen zu können.“




Berichte über das Zurückdrängen der Flüchtlinge und die Zustände in Moria wechseln ab mit politischen Texten und Beschlüssen. Hintergrundinformationen ergänzen die Berichte. Die Gesetzestexte sind teilweise etwas lang, auch wenn sie wichtig sind, um diese Schande Europas deutlich zu machen.




Fazit: Ein wichtiges Buch, das erschüttert und aufrüttelt. Der Vergleich mit den Konzentrationslagern im Dritten Reich erweckt die Frage: Was werden spätere Generationen über unser Schweigen angesichts dieser großen Schande und Menschenrechtsverletzung sagen?



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M

Rezension zu "Die Schande Europas" von Jean Ziegler

Die Schande Europas
Mira123vor 2 Monaten

Die Rezension dieses Buches habe ich lang vor mir hergeschoben. Ich bin eigentlich schon seit Ewigkeiten fertig damit, aber irgendwie musste ich das Gelesene erst auf mich wirken lassen. Oder vielleicht wollte ich auch einfach verdrängen, was ich da gerade gelesen habe. Oder vielleicht auch beides, ich bin mir nicht sicher.

Dieses Buch hat mich total aufgewühlt. Schreiben kann Ziegler, so viel steht fest. Vor allem kann er wirklich unglaublich gut beschreiben und hat mich sehr zum Nachdenken angeregt. Die Rezension schreibe ich am 4.2.2020 und vor ein paar Tagen hat die Türkei die Grenzen wieder geöffnet und die EU muss sich wieder mit dem Thema Flucht auseinandersetzen. Und ich sitze jeden Tag auf der Couch und könnte einfach nur heulen, wenn die Nachrichten kommen. Schon 2014, als das alles erstmals Thema war, hab ich mich sehr damit beschäftigt. Ich hab damals in einem Flüchtlingsheim geholfen, hab mit unzähligen Leuten diskutiert und extrem viel gelesen. Und ich dachte wirklich, ich wüsste Bescheid. Tja, Fakt ist: Eigentlich hatte ich keine Ahnung. Und dank diesem Buch weiß ich das jetzt auch. Nehmen wir doch als Beispiel den "Grenzschutz", vor allem den auf dem Mittelmeer. Ich hab mich nie damit beschäftigt, wie das wirklich funktioniert. Keine Ahnung, was ich dachte, aber dass auf die Boote geschossen wird und die Flüchtlinge mit Eisenstangen geschlagen werden und auch in Kauf genommen wird, dass das Boot untergeht - das hab ich einfach verpasst. Oder die Situation in den Flüchtlingslagern auf Lesbos. Ich wusste, dass es dort nicht grad toll ist und dass die Situation für Flüchtlinge in Österreich verglichen damit eh noch ganz gut ist. Aber dass das so schlimm ist?

Ihr kennt mich und meinen Blog. Ich will niemandem vorschreiben, was er oder sie zu denken hat oder wen er oder sie zu wählen hat. Sowas liegt mir einfach nicht. Ihr glaubt an einen anderen Gott? Cool! Ihr denkt, die Erde ist eine Scheibe? Macht doch! Ihr denkt, dass meine Lieblingsautorinnen kein bisschen Talent haben? Sensibles Thema, aber wenn es euch glücklich macht. Aber können wir uns bitte alle darauf einigen, dass es absolut krank ist, was da 2014 und auch momentan wieder in der EU abgeht? Verdammt, in welchem Jahrhundert sind wir denn? Wir sind im Jahre 2020 - wäre es da nicht endlich mal Zeit für eine Utopie? Ich will nicht in einer Welt leben, die so verrückt ist! Die EU brüstet sich damit, wieviel sie für den Frieden getan hat. Und trotzdem begeht sie Mord. Denn nichts anderes ist es meiner Meinung nach. Die Länder der EU verkaufen fröhlich Waffen in die Kriegsgebiete und beuten die Welt aus und zerstören die Umwelt. Und wenn dann Flüchtlinge kommen, was zumindest meiner Meinung nach nicht überraschend sein sollte, dann tuen sie alles, damit möglichst wenige Menschen die Flucht überleben. Das ist krank. Einfach nur krank.

Mein Fazit? Dieses Buch sollte viel, viel mehr Aufmerksamkeit bekommen, als es das im Moment tut. Kauft dieses Buch, lest es und vor allem: Redet auch mit den Leuten darüber, die so ein Buch normalerweise nicht lesen würden. Ich will nicht, dass sich 2014 wiederholt. Und ich habe Angst, dass es noch schlimmer kommen könnte, wenn sie die Mitgliedsländer der EU nicht endlich mal zusammenreißen.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Der Hass auf den Westenundefined
Dieses Buch ist voller erschütternder wütend machender Fakten über die Doppelzüngigkeit und Verschlagenheit UNSERER Politiker auch in der EU und den internationalen Organisationen! Jean Zieglers (und Stephane Hessels) Bücher sind InsiderWissen an uns weitergegeben. Wir können NIE MEHR sagen, wir hätten es nicht wissen können!!! Welche realen Handlungen setzen wir?
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