Jean Ziegler Die Lebenden und der Tod

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Inhaltsangabe zu „Die Lebenden und der Tod“ von Jean Ziegler

Der Tod ist das große Tabu unserer Gesellschaft. Das ist gewollt. Die kapitalistische Warengesellschaft reduziert den Menschen auf seine Qualität als reaktive Zelle im Produktions- und Konsumprozess. Seine Existenz erschöpft sich in jener eines bloßen Funktionsträgers der kapitalistischen Akkumulations- und Profitmaschine. Das Bewusstsein seiner eigenen Endlichkeit jedoch schafft Schicksal, Bewusstsein der radikalen Singularität, der Einzigartigkeit des eigenen Lebens. Kein Moment kehrt je zurück. Keiner gleicht einem anderen. Der Tod macht uns zu verantwortlichen Subjekten unserer eigenen Existenz. Um die Angst vor dem eigenen Tode wenigstens teilweise zu mindern, gibt es nur einen Weg: jeden Tag – durch Gedanken, Taten und Träume – so viel Glück für sich und die anderen, so viel Sinn zu erschaffen, dass, am Ende des Lebens, dieses Leben seiner eigenen Negation so viel Sinn wie möglich entgegenzustellen vermag.

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  • Rezension zu "Die Lebenden und der Tod" von Jean Ziegler

    Die Lebenden und der Tod

    WinfriedStanzick

    31. January 2012 um 09:58

    Fünfundzwanzig Jahre nach seiner ersten Veröffentlichung, die damals nicht nur in der Schweiz viele Menschen bewegt hat, hat der vor allem in Schweiz bekannte und geachtete Intellektuelle Jean Ziegler sein Buch „Die Lebenden und der Tod“ komplett überarbeitet und in dem rührigen Verlag Ecowin, der in den vergangenen Jahren durch viele wichtige Bücher aufhorchen ließ, noch einmal veröffentlicht. Das ist gut so, denn an der Hauptthese des Buches hat sich leider seit einem Vierteljahrhundert nichts geändert. Nach wie vor trotz wichtiger Bücher wie etwa Wolfgang Bergmanns „Sterben lernen“ oder David Serban-Schreibers „Man sagt sich mehr als einmal Lebewohl“ ist der Tod das große Tabu unsere Gesellschaft. Nach wie vor ist der Mensch in der kapitalistischen Gesellschaft auf seinen Wert im Konsum- und Produktionsprozess reduziert. Nur ist es gelungen, dass er noch weniger davon spürt als etwa seine Eltern oder Großeltern. Doch Ziegler zeigt einen Ausweg. Indem der Mensch sich seiner Endlichkeit bewusst wird, dabei ist es gleich, ob er das aus religiöser Motivation tut oder nicht, schafft er so etwas wie sein eigenes Schicksal. Er wird sich seiner „radikalen Singularität“ bewusst. Sein Leben ist einzigartig. Ein Leben, in dem kein Augenblick dem anderen gleicht und in dem auch keiner jemals zurückkehrt. Das führt zur Verantwortung dem eigenen Leben gegenüber und in der Folge auch zur sensiblen Achtung der Einzigartigkeit jedes anderen Menschenlebens. Und er gibt jedem seiner Leser einen Rat: „Um die Angst vor dem eigenen Tod wenigstens teilweise zu mindern, gibt es nur einen Weg: jeden Tag- durch Gedanken, Taten und Träume – so viel Glück für sich und die anderen, so viel Sinn zu schaffen, dass, am Ende des Lebens, dieses Leben seiner eigenen Negation so viel Sinn wie möglich entgegenzustellen vermag.“ Wer sich vor Religion nicht fürchtet, kann diese Weisheit auch im Neuen Testament nachlesen und bei den von ihm inspirierten Mystikern aller Zeiten, Richard Rohr etwa oder Dorothee Sölle.

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