In diesem Sammelband geht es um den kleinen Elefanten der Kinder weltweit seit 1931 begeistert. Ich selbst habe als Kind die Kinderserie um Babar den Elefant gesehen und war natürlich nun als Mama Feuer und Flamme als ich sah, dass es nun einen Sammelband mit 5 Büchern um den kleinen Elefanten gibt. Die Zeichnungen sind wirklich schön und relativ schlicht in der Strichführung dabei aber sehr farbprächtig. Die kurzen Sätze laden dazu ein mit dem Kind intensiv die Bilder zu betrachten und auch kleine Details zu entdecken. Auch wenn die enthaltenen Einzelbände aus den Jahren 1931-1941 stammen haben sie meiner Meinung nach nichts von ihrer Schönheit verloren. Natürlich würde man in heutigen Zeiten wohl eher seltener Kannibalen oder eine Hochzeit mit einer Kusine finden, aber dies sind für mich Details, die das Alter der Erzählung zeigen und die vielleicht sogar das Kind mit diesen Themen konfrontieren können. Wenn man über diese Dinge hinweg sieht geht es bei Babar um die Familie, Freunde, Zusammenhalt und positives Denken und damit um Werte die nie alt werden. Falls ihr also auch Lust habt mit euren Kindern in eure Vergangenheit zu reisen, dann kann ich euch diesen schönen Sammelband empfehlen.
Jean de Brunhoff
Lebenslauf
Alle Bücher von Jean de Brunhoff
Die Geschichte von Babar, dem kleinen Elefanten
Familie Babar
Babar auf Reisen
König Babar
Babar, der kleine Elefant
Babar und der Weihnachtsmann
Zephir macht Ferien
Neue Rezensionen zu Jean de Brunhoff
Mein Eindruck:
Die Abenteuer des Elefanten sind für mich ein Stück Kindheitserinnerung, auch wenn ich damals nur die Zeichentrickserie kannte und bislang noch keine der Geschichten gelesen hatte. Alle Erzählungen sind nun in einem großen Sammelband vereint.
Die fünf Geschichten wurden erstmals veröffentlicht in den Jahren 1931 bis 1941. Die Idee hierfür stammt von Jean de Brunhoffs Ehefrau Cécil, die den Söhnen Geschichten eines kleinen Elefanten namens Babar erzählte.
Sie eignen sich aufgrund der leicht verständlichen Sprache und der kurzen Texte sehr gut zum Vorlesen. Einfühlsam, humorvoll und warmherzig sowie in einfachen Worten wird Babars Abenteuer erzählt.
An die große aber verschlungene Druckschrift musste ich mich während der ersten Seiten gewöhnen. Hier hätte mir entweder eine klassische Druckschrift oder Schreibschrift (wie im Original) besser gefallen. Wobei letztere für jüngere Leser vielleicht Probleme beim Selberlesen bereithält.
Der Protagonist ist liebenswert und sympathisch: Babar hat durch den Tod seiner Mutter und die Flucht vor den Jägern Schlimmes erlebt und ist trotzdem ein freundliches und wissbegieriges Kerlchen, mit dem Herz am rechten Fleck.
Auch die Nebencharaktere sind liebevoll gestaltet: Vetter Arthur und (künftige) Ehefrau Céleste, der beste Freund, Affe Zéphir, oder Cornelius, der königliche Berater und rechte Hand des Königs, uvm.
Den Part des Antagonisten übernimmt der kriegerische Rataxès, König der Nashörner.
Langweilig wird es in Célesteville nie: es wird Hochzeit gefeiert, eine aufregende Reise im Heißluftballon folgt, das Königreich muss vor den Nashörnern beschützt werden und schon bald kündigt sich Nachwuchs an.
Die Geschichten schlagen aber auch leise Töne an, thematisieren Verlust, Trauer und Tod und büßen dennoch nichts von ihrer unterhaltsamen und humorvollen Seite ein.
Kritische Stimmen mögen vielleicht einige Punkte bemängeln oder als pädagogisch ungeeignet bezeichnen, weshalb ich hierauf kurz hinweise:
Die alte Dame nimmt Babar bei sich auf, erzieht und kleidet ihn jedoch wie ein Menschenkind. Zurück im Urwald wird er König gründet eine Stadt, in der die Tiere wie Menschen leben: sie tragen Kleidung, leben in Häusern, gehen zur Schule oder zur Arbeit, spielen Tennis oder Theater. In der Weihnachtswerkstatt finden sich (ausschließlich im Text erwähnt) Zimmer für Spielzeugsoldaten und -waffen.
Auch die Szene auf der einsamen Insel bei der Babar und Céleste auf hungrige Kannibalen treffen, sollte man gemeinsam und kritisch mit seinen Kindern betrachten.
Ich sehe diese fünf phantasievolle und abenteuerliche Geschichten als Märchen, bei denen man nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen und die Entstehungszeit der Geschichten berücksichtigen sollte. Zudem vermitteln sie wichtige Werte wie Freundschaft und Liebe, Mut und Hoffnung sowie Zusammenhalt und Familiensinn, Demut und Dankbarkeit.
Von uns gibt es für dieses unterhaltsame wie nostalgische Leseerlebnis und die farbenfrohen Illustrationen 4 von 5 Sternchen sowie eine Leseempfehlung für Groß und Klein, Jungen wie Mädchen!
Fazit:
Fünf abenteuerliche, humorvolle und warmherzige Geschichten.
Die zahlreichen liebevoll und detailreich gestaltete Illustrationen lassen den liebenswerten Elefanten Babar und seine Freunde lebendig werden.
Der bildgewaltige Sammelband bietet ein unterhaltsames (Vor-) Lesevergnügen für Groß und Klein.
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Rezensiertes Buch: "Babar, der kleine Elefant - Der große Sammelband" aus dem Jahr 2021
Dieser alte Bilderbuchklassiker ist nach dem Tod von Jean de Brunhoff 1938 posthum in Frankreich erschienen. Eine erste deutsche Ausgabe erschien erst 1958, bevor das Buch dann im Diogenes Verlag ab 1979 eine Heimat fand, und nun in einer großformatigen Ausgabe neu veröffentlicht wird. Es erzählt von Babar, dem König im Elefantenland. Der kann sein Glück kaum fassen, denn eine Frau, die Königin Céleste, erwartet ein Baby! Doch wie immer bei Babar läuft nicht alles so, wie es soll. Eine Überraschung folgt der nächsten, und Babar, seine Familie und seine Freunde müssen abermals viele Abenteuer bestehen. Die Geschichten um den liebenswerten Elefanten Babar des französischen Autors Jean de Brunhoff sind Klassiker auf dem Kinderbuchmarkt.
Ob die Kinder heute die von Kurt Jenny gezeichnete Schrift noch selbst lesen können?
Ein schönes Buch über die Freude, Kinder zu haben und groß zu ziehen. Kinder werden es auch heute lieben, wie schon seit Generationen.
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Zusätzliche Informationen
Jean de Brunhoff wurde am 09. Dezember 1899 in Paris (Frankreich) geboren.
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