Jeanette Walls Schloss aus Glas

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Inhaltsangabe zu „Schloss aus Glas“ von Jeanette Walls

eannette Walls erzählt rückblickend von ihrer Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter und unkonventioneller, aber auch unverantwortlicher nicht vorstellen kann.

Ganz tolles Buch! Mut und Unabhängigkeit werden hier GROß geschrieben!

— Kabasto
Kabasto

Die Geschichte ist wunderbar, nur die Vorleserin ... schade, es Harmoniert nicht wirklich.

— cherubina
cherubina

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    Schloss aus Glas
    LEXI

    LEXI

    08. February 2014 um 22:23

    Dieses Hörbuch, in dem Jeanette Walls ihre Kindheit Revue passieren lässt, ließ mich sehr nachdenklich und zwiegespalten zurück. Einerseits schockiert angesichts der Verantwortungslosigkeit der Eltern, den tragischen Lebensumständen, in denen diese Kinder aufwachsen mussten und der bitteren Armut, in der sie lebten, empfand ich auch große Bewunderung für die Autorin, die es schaffte, dieses Buch zu schreiben, ohne dabei anzuklagen oder Schuldzuweisungen zu geben. Einerseits beschreibt sie das freidenkerische Ehepaar Rex und Rose Mary Walls, das regelmäßige Arbeit verabscheute, umtriebig stets von einem Ort zum anderen zog, ihre Kinder meist sich selbst überließ und sie nicht davon bewahrte, frieren und hungern zu müssen. Andererseits legt Jeanette Walls mit diesem Buch auch Zeugnis der großen Liebe ihres Vaters ab, der ihnen buchstäblich „die Sterne vom Himmel versprach“, ihnen ein „Schloss aus Glas“ bauen wollte, und ihnen auf seine Weise beizubringen versuchte, sich im Leben durchzuschlagen. Die Mutter, ausgebildete Lehrerin, bemühte sich, ihren Kindern Bildung zu vermitteln und brachte ihnen bereits in frühesten Kindheitstagen die Liebe zum gedruckten Wort nahe. Die Walls-Kinder lasen bereits im Alter von fünf Jahren, und die Tradition des „gemeinsamen Lesens“ mit ihren Eltern wurde über viele Jahre beibehalten. Meine Emotionen hinsichtlich dieses beeindruckenden Inhalts wechselten in beinahe schon rasantem Tempo. Über die sozialen Missstände und die unfassbaren Lebensumstände war ich grenzenlos schockiert. Betreffend die Anhänglichkeit der Kinder und die Liebe zu ihren Eltern hatte ich bei dieser Lektüre einen Kloß im Hals. Angesichts einiger Eskapaden des Vaters wurde ich wütend. Und über bestimmte Ereignisse war ich tief betrübt… Jeanette Walls spielt in ihrer Biografie mit den Gefühlen ihrer Leser, wühlt sie auf und bringt sie dazu, mit einem großen Fragezeichen im Kopf weiter zu lesen, begierig darauf zu warten, ob und wie es letztendlich zu einem happy end kommen mag. „Schloss aus Glas“ ist eine Lektüre, die noch lange in mir nachgewirkt, mich nachdenklich gemacht und mich mit großer Dankbarkeit hinsichtlich meiner eigenen Kindheit erfüllt hat. Ein beeindruckendes Buch, dem ich lediglich aufgrund der Vertonung durch Ulrike Grote, mit der ich absolut nicht zurecht kam, einen Punkteabzug gab.

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  • Eine schrecklich nette alternative Familie

    Schloss aus Glas
    Bellami

    Bellami

    Wer wünscht sich nicht coole Eltern, abenteuerlustig, dazu noch künstlerisch begabt und superschlau. "Schloss aus Glas" erzählt genau so eine Geschichte. Doch was nützt es, wenn die Mutter nichts anderes macht, als nur ihrer Selbstwirklichung als Malerin und Schriftstellerin nachzugehen und die Kinder betteln, sogar dafür sorgen müssen, dass sie arbeiten geht, um Geld zu verdienen. Was nützt einem ein Vater, der zu Weihnachten Sterne schenkt, die schönsten Geschichten erzählt aber ansonsten faul wie die Sünde ist und zur Krönung noch das Geld der Familie versäuft. Der Mutter ist das egal, sie sieht nicht, dass die Kinder hungern, frieren und in Klamotten rumlaufen, die nicht nur aussehen, wie von der Müllhalde. Jeannette Walls ist 3 Jahre als sie beginnt aus ihrer Kindheit zu erzählen.Ihre erste Erinnerung ist ein brennendes Kleid. Sie steht auf einem Hocker vor dem Herd und muss sich selbst was zu Essen kochen, weil sie Hunger hat. Aber da ist noch der allererste Satz des Buches: "Ich nestelte an meiner Perlenkette und fragte mich, ob ich nicht doch zu elegant für die Party angezogen war, als ich aus dem Taxifenster schaute und Mom sah, die gerade einen Mülleimer durchwühlte." Jeanette Walls hat dieses Buch selbst geschrieben und ist eine erfolgreiche Frau geworden. Wie beruhigend, dass man gleich am Anfang weiß, diese Frau hat es irgendwie geschafft, aus diesem Elend rauzukommen. Und zwischendurch ein Gefühlschaos. Jeannette Walls und ihre Geschwister Brian, Lori und Maureen halten ihr Leben für normal, nehmen es mit einer Selbstverständlichkeit hin für die man nur Kopfschütteln übrig hat, kräftig Durchschütteln oder anschreiben möchte man die Eltern. Und doch ist nicht alles nur schwarz. Gerade der Vater ist in seinen nüchternden Phasen voll Liebe und Aufmerksamkeit für seine Kinder. Aber glücklich sind die Kinder, je größer sie werden, nur noch selten. Beim Hören dieser Geschichte hatte ich immer die Werbung (irgendeines Bankinstituts) im Hinterkopf " Papa, wenn ich groß bin, möchte ich auch Spießer werden" Und genau dieser Slogan trifft den Nagel auf den Kopf. Das Loch zwischen ihrer Liebe , den von den Eltern vermittelten Werten über ihr alternatives Leben, und dem Wunsch, ein anderes Leben führen zu wollen, wird immer größer. Sicher wird diese Geschichte bei Jedem der sie liest oder das Hörbuch hört andere Gefühle auslösen. Ich kann mir vorstellen, dass es auch davon abhängt, wie man seine Kindheit verlebt hat, was man bisher aus seinem Leben gemacht hat, selbst schon Mutter oder Vater ist und auf welche Weise man seine eigenen Kinder erziehen will oder welcher Gesellschaftsschicht man angehört. Mir hat besonders gefallen, dass Jeannette Walls diese Geschichte ohne Wut im Bauch, einfach nur ehrlich und sachlich, irgendwie leise und nicht nach Mitleid und Aufmerksamkeit bettelnd, erzählt. Sie will nicht anklagen und schon gar nicht habe ich das Gefühl, dass sie vermitteln will " He ihr armen Kinder dieser Welt, auch wenn Mutter Euch vernachlässigt, Papa das Geld versäuft, auch wenn ihr hungern und frieren musstet oder noch Schlimmeres ( ja auch von sexueller Nötigung erzählt Jeannette Walls) erleben musstet, jeder kann aus diesem Teufelskreis rauskommen, wenn er nur will" Es ist einfach nur ihr Leben als Kind und Jugendliche, das anders verlaufen ist, als die meisten, aber auch auch genauso wie viele andere Kinderschicksale auf der Welt. Dieses Buch wird zu meinen Unvergesslichen zählen ! Wer das Buch bereits gelesen hat, dem kann ich nochmal die Hörbuchvariante gelesen von Ulrike Grote sehr ans Herz legen. Es ist auf keinem Fall zu Tränen rührend vorgelesen. Einfach nur einfühlsam passt sich ihre Stimme den Erinnerungen Jeannette Walls an.

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    • 4
    Bellami

    Bellami

    11. January 2014 um 11:28
    Bri schreibt eine tolle Rezi!!

    Danke, Dein Lob bedeutet mir sehr viel !

  • Rezension zu "Schloss aus Glas" von Jeanette Walls

    Schloss aus Glas
    AnnaChi

    AnnaChi

    04. February 2013 um 18:44

    Jeannette Walls erzählt die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Kindheit. Ihre Eltern, nicht bereit, sich bestehenden Konventionen anzupassen, ziehen mit ihren Kindern von Ort zu Ort, haben oft nicht genug, um die Kinder satt zu bekommen. Dennoch wachsen die Kinder in einer Atmosphäre von Freiheit und geistiger Entfaltung heran, in einer Welt der Phantasie, in der ein Stern zum Geburtstagsgeschenk wird und Dämonen gejagt werden. Erst als die Alkoholsucht des Vaters überhand nimmt und sich die sozialen Verhältnisse ins Unerträgliche steigern, bricht die Familie auseinander. Die Autorin beschreibt sehr sensibel ihre Zerrissenheit zwischen der ver-rückten Welt daheim und der Sehnsucht nach der Welt der anderen, in der es vielleicht keine Bücher, aber ausreichend Essen gibt. Die Beziehung zu ihrem Vater, der vom Thron des unumstrittenen Helden ihrer Kindheit stürzt, den sie aber dennoch bis zu seinem traurigen Ende innig liebt, nimmt einen wichtigen Raum ein. Eine wundervolle, ergreifende autobiographische Geschichte!

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  • Rezension zu "Schloss aus Glas" von Jeanette Walls

    Schloss aus Glas
    cherubina

    cherubina

    15. March 2010 um 17:08

    Die Rezension zu diesem Hörbuch entspricht derjenigen des Buches. Anfügen möchte ich lediglich, dass mir die Stimme der Vorleserin nicht besonders sympathisch war, was jedoch der Geschichte keinerlei Abbruch tut.