Jeanette Winter

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Jeanette Winter

Jeanette Winter (*1939) ist eine gefeierte Autorin und Illustratorin. Sie verfasste und illustrierte eine Vielzahl von Kinderbüchern, die sich häufig mit  bemerkenswerten Frauen beschäftigen. Über Greta Thunberg sagt sie: „Als ich Gretas Reden hörte, hatte ich das Gefühl, als spreche sie für mich. Und ich bin 80 Jahre alt.“

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "Greta – wie ein kleines Mädchen zu einer großen Heldin wurde" von Jeanette Winter

Ein kleiner Rückblick auf Greta Thunbergs bisheriges Leben und Wirken
Kinderbuchkistevor 6 Monaten

reta Thunberg ist in aller Munde und gerade Kinder wissen mit ihrem Namen etwas anzufangen. Ein schwedisches Mädchen, im Alter vieler Jugendlicher mit dem sich auch Jüngere identifizieren können.
Dieses wunderbar klar und kunstvoll illustrierte Buch erzählt mit eindrucksvollen Bildern und einem ebenso klarem, fokussierenden Text in wenigen Worten was Greta dazu bewegte sich völlig allein vor das Parlamentsgebäude in Stockholm zu setzten und zu streiken anstatt zur Schule zu gehen und damit eine Lawine ins rollen brachte, die fast die ganze Welt mitnahm und nimmt, denn die Freitagskundgebungen "Fridays for Future" sind aus unserem Leben und dem unserer Kinder nicht mehr weg zu denken.
Das Buch spricht schon Kinder ab 4 Jahren an und besticht durch die wirklich beeindruckenden fokussierenden Zeichnungen in denen wir in Gretas Gedankenwelt eintauchen und wirklich hautnah erleben. Ich weiß nicht ob es wirklich eine Rolle spielt, das Greta Thunberg Asperger Autistin ist, das wird hier auch nicht thematisiert, aber als Mutter eines autistischen Sohnes weiß ich, dass diese Kinder nicht nur ganz anders wahrnehmen sondern auch anders und oftmals klarer und bedingungsloser denken.
So ist es kein Wunder, das Greta, die sich als unsichtbar in der Gesellschaft, in ihrer Klasse fühlt ( mehr oder weniger bewusst) einen Weg sucht sichtbar zu werden. Das jedoch ausgerechnet der Bericht ihrer Lehrerin über das Klima dies erreichen wird hat sie bestimmt nicht im Hinterkopf gehabt und so erzählt Jeanette Winter auch nur kurz vom Gefühl der Unsichtbarkeit um dann den Fokus auf Gretas Fantasie zu richten, denn ausgelöst durch die Schulstunde beginnt es in Gretas Kopf zu arbeiten, sie stellt sich Dinge vor, forscht weiter, taucht tiefer in die Materie Klima ein und analysiert für sich was eigentlich auf der Hand liegt. Und gerade weil es so auf der Hand liegt und die Katastrophen so unmittelbar vor uns kann sie nicht verstehen, dass von Seiten der Politik nicht gehandelt wird. Das will sie ändern und wählt das Mittel des Streiks mit dem sie zunächst fast unbemerkt beginnt und etwas ins Rollen bringt das innerhalb weniger Wochen und Monate so unglaublich groß wird und sie aus der Unsichtbarkeit holt.
Das Buch vereint zwei wichtige Bereiche zum einen Gretas Gedanken zum Klimawandel und dessen Auswirkungen, die in vielen Bildern, die Greta auf Naturbilder wie schmelzende Eisschollen, Stürme und heftige Regenfälle, ausbleichende Korallenriffe oder auch Tiere, die es bald nicht mehr geben wird, weil ihr Lebensraum zerstört wurde, blicken lässt und uns so einen Eindruck von den Auswirkungen des Klimawandels gibt, und zum anderen liefert das Buch einen Blick auf Greta selbst.
Für die Zielgruppe Kindergartenkind sind die Illustrationen ein Weg zu verstehen, für Grundschulkinder aber auch die komplexen Sachverhalte vor Augen gehalten zu bekommen und daraus für sich selbst Schlüsse zu ziehen.
Schaut was ist und was sein wird.
Seht was ihr tun könnt.
Macht mit!
Die Kinder empfanden die Bilder in denen Greta, wie bei einem Besuch in einem Kunstmuseum, auf die Naturbilder schaut, als sehr intensiv und erklärend zugleich. Das Buch schafft einen AHA Effekt gerade bei den Kleinen. Dort wo so viel geredet wird fehlen denn Kleinen einfach die Bilder, die sie hier bekommen und so einfach leichter verstehen.
Ein wundervolles Bilderbuch über ein Mädchen und das Klima.

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Rezension zu "Greta – wie ein kleines Mädchen zu einer großen Heldin wurde" von Jeanette Winter

Klimaschutz für Vorschulkinder und Schulanfänger
danielamariaursulavor einem Jahr

Dies ist ein Bilderbuch ab 6 Jahren, das es sich zur Aufgabe gemacht hat, Kindern zu erklären, wer Greta Thunberg ist, was sie macht und warum sie macht, was sie macht. Es ist ein Weckruf an Kinder, dass sie sich nicht klein und machtlos fühlen sollen, jeder Mensch zählt, auch wenn er noch klein ist.

Mit 15 Jahren kannte Greta Thunberg aus Stockholm, Schweden, noch niemand. Damals war sie still und unscheinbar und fiel in der Klasse nicht auf. Doch dann berichtete ihre Lehrerin vom Klimawandel und seinen Folgen. Das Thema ließ sie nicht mehr los und sie las viel darüber und sah sich Filme an. Die Bilder und Informationen packten sie, sie machten ihr Angst und verfolgten sie. Sie beschloss etwas dagegen zu tun, doch was kann man mit 15 Jahren schon groß machen? Also setzte Greta sich am 20. August 2018 in Stockholm mit einem selbstgemalten Plakat vor das Parlamentsgebäude, statt in die Schule zu gehen und streikte. Zuerst beachtete sie niemand und sie blieb unsichtbar. Doch sie ließ sich nicht beirren und setzte sich fortan jeden Freitag vors Parlament, statt in die Schule zu gehen und nach und nach setzten sich immer mehr Schüler mit selbstgemalten Plakaten neben sie und sie waren nicht mehr unsichtbar, sondern wurden wahrgenommen. Über die sozialen Netzwerke verbreitete sich die Nachricht von den Schulstreiks fürs Klima. Überall auf der Welt schlossen sich Schüler an und auf einmal wurde die stille Greta wahrgenommen. Das Mädchen, dass nur sprach, wenn es nötig ist, machte den Mund auf und fand Gehör, vor den Mächtigen dieser Welt. Doch bislang wird ihr nur zugehört und es folgen wenig Taten und so bleibt sie nicht stumm, sondern macht weiter, aber nicht alleine.

Meine Töchter finden das Thema Klima auch spannend und bedrückend. Doch was tun? Im Kleinen anfangen und sich informieren, was man ändern kann. Dabei stößt man natürlich immer wieder auf den Namen Greta Thunberg, aber wie ist sie eigentlich so in den Fokus geraten? Dieses Bilderbuch erklärt es mit ausdrucksstarken, plakativen Bildern und verständlichen Worten. Greta hatte Angst, um ihre Zukunft, dass es diese nicht geben würde. Sie war entschlossen und beharrlich. Beharrlichkeit kann eine Menge bewirken, wie viele Menschen wissen, die mal ein trotziges Kind gesehen haben, oft erreichen sie ihr Ziel doch. Ich möchte jetzt Greta Thunberg nicht mit einem bockigen Kleinkind vergleichen, aber der Begriff „Beharrlichkeit“ ist für Kinder oft nicht fassbar. Deswegen wird er in diesem Buch nicht verwendet, sondern stattdessen eine Menge anschaulicher Seiten, die in ihrer Vielzahl den Kindern von 6 – 8 Jahren unbewusst verdeutlichen, was denn Beharrlichkeit ist. Die Bilder, die Greta im Kopf haften bleiben, verwendet sie in der Sprache, sehr bildlich und für Kinder ganz deutlich, z.B. das Bild vom brennenden Haus. Es zeigt auch, wie viel Mut man haben muss, wenn man stets übersehen wurde, um sich plötzlich in den Mittelpunkt zu stellen, vor allem, wenn man nicht gerne spricht. Ein Gefühl, das sicher viele Kinder nachvollziehen können, die es vielleicht auch nicht so angenehm finden z.B. vor der ganzen Klasse vorne zu stehen und zu reden. Hier kann man Greta sehen, wie sie ganz alleine, vor einem riesigen Saal mit völlig fremden Erwachsenen z.B. auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos steht und klare, einfache und unmissverständliche Forderungen formuliert.

Ein Buch, dass Kindern nicht nur die Person Greta Thunberg und den Klimaschutz nahe bringt, sondern das auch Mut macht, für seine Überzeugungen einzustehen und sich zu engagieren! Deshalb steht ganz am Ende des Buches, ganz plakativ, wie bei einer Demo auf den Transparenten: „Was wirst Du tun?“. Denn nach dem Buch gibt es keine Frage nach dem ob, sondern nach dem „Was“ und „Wie“.

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