Jeanette Winterson Why Be Happy When You Could Be Normal

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Inhaltsangabe zu „Why Be Happy When You Could Be Normal“ von Jeanette Winterson

Die schockierende, herzzerreissende und oftmals sehr lustige Geschichte der wahren Geschichte hinter 'Oranges are not the only Fruit'.

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    Why Be Happy When You Could Be Normal

    WildRose

    26. June 2017 um 22:29

    "Why Be Happy When You Could Be Normal" war mein erstes Buch von Jeanette Winterson. Es handelt sich um ein autobiographisches Werk, in dem Winterson vor allem ihre schwierige Kindheit thematisiert - und dies auf beeindruckend ehrliche, äußerst intensive und wortgewandte Weise. Winterson wird von einem kinderlosen Ehepaar, welches streng religiös war, adoptiert. Sie wächst in ärmlichen Verhältnissen auf, die Adoptivmutter ist  lieblos, Winterson bekommt keine emotionale Wärme. Als Jugendliche dann die ersten sexuellen Erfahrungen - mit anderen Mädchen. Für die Adoptiveltern, insbesondere die Mutter, ein Schock. Von da an ist Winterson völlig auf sich gestellt, auf elterliche Unterstützung kann sie nicht zählen, eine ganze Weile wohnt sie in ihrem Auto, da sie ansonsten kein Dach über dem Kopf hätte. Doch sie gibt nicht auf, lässt sich niemals unterkriegen. Ein wichtiger Rettungsanker für Winterson sind von ihren Kindheitsjahren an die Bücher - sie ist eine unermüdliche Leserin, neugierig auf das Leben, und die Literatur bietet ihr so viel mehr als ihr karges Umfeld. Ihre Liebe zum geschriebenen Wort beschreibt Winterson in dem Buch sehr eindringlich und poetisch.Ein zentrales Thema in dem Buch ist Wintersons Suche nach ihrer leiblichen Mutter. Diese ist sehr emotional geschildert, ohne kitschig oder übertrieben zu wirken; man lebt mit Winterson mit, hofft und bangt mit ihr.Klar ist, dass Winterson eine äußerst begabte Geschichtenerzählerin ist. Nach "Why Be Happy When You Could Be Normal" steht für mich fest, auch "Oranges Are Not The Only Fruit" unbedingt auf meine Leseliste zu setzen. Ihr autobiographisches Werk ist äußerst intensiv und authentisch. Es berührt, hallt nach. Schwierig war für mich persönlich der ungewohnte, nicht-lineare Schreibstil. Er passte aber zu diesem Buch und zu Wintersons Form der Vergangenheitsbewältigung. Denn Winterson ist nicht nur eine begabte Geschichtenerzählerin, sondern auch eine Überlebende. Und so traurig die Geschichte ihrer Kindheit auch oftmals ist, so viel Mut auf ein besseres Morgen macht dieses Büchlein dennoch. Weil Winterson trotz aller Schwierigkeiten und Enttäuschungen nie aufgab.

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