Ein ungezähmtes Leben

von Jeannette Walls 
4,2 Sterne bei121 Bewertungen
Ein ungezähmtes Leben
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Das ungezähmte Leben der Lily Casey Smith, hervorragend erzählt von Jeannette Walls

Novembers avatar

Ein lesenswerter Lebensroman über eine Frau so ressourcenreich, rau und beherzt wie es das Land & ihr Leben verlangten.

Alle 121 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Ein ungezähmtes Leben"

»Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!« Das ist der Rat, den Lily Casey von ihrem Vater mit auf den Weg bekommt. Jeannette Walls, die mit ihren Kindheitserinnerungen in »Schloss aus Glas« die Leser weltweit begeisterte, erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Lily, einer starken, eigensinnigen Frau, die sich nicht nur im Umgang mit wilden Pferden, sondern auch als Lehrerin, Rancherfrau, Schnapsschmugglerin, Pokerspielerin, Flugzeugpilotin und Mutter bewährt hat und Anfang des 20. Jahrhunderts den »Wilden Westen« unsicher machte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453355620
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:365 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:11.07.2011
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.02.2010 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mamenus avatar
    mamenuvor 2 Monaten
    Ein ungezähmtes Leben

    Klapptext

    Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!

    Das ist der Rat,den Lily Casey von ihrem Vater mit auf dem Weg bekommt.

    Fesselnd erzählt Walls die Lebensgeschichte ihrer Großmutter,einer starken,eigensinnigen Frau,die Anfang des 20 Jahrhunderts den Wilden Westen unsicher machte.

    Schon in jungen Jahren ist Lily die tragende Säule in der Familie Casey.

    Sie reitet Pferde zu,tritt bei Gericht auf,spielt Poker wie der Teufel und organisiert tatkräftig die Arbeit auf der Farm.

    Trotzdem ist das Mädchen überglücklich,als es zur Schule darf.

    Ein Vergnügen von kurzer Dauer,denn statt das Schulgeld zu entrichten,hat der Vater zwei sündhafte teure Rassehunde erstanden.

    Lily ist fest entschlossen,die elterliche Farm hinter sich zu lassen.

    Mit gerade mal fünfzehn Jahren tritt sie die lange Reise quer durch die Prärie zu ihrer ersten Lehrerinnenstelle an.

    Unbeirrt von zahlreichen Schicksalsschlägen schafft sie es,mit Willensstärke und gesundem Menschenverstand ihren eigenen Weg zu gehen.

     

    Meine Meinung

    Ich habe von dieser Autorin schon das Buch „Schloss aus Glas“ gelesen und das hat mir gut gefallen. Also musste ich auch diese Geschichte von Lily lesen und ich bin hier auch nicht enttäuscht worden.

    Die Geschichte wird aus der Ich Perspektive geschrieben, was mir immer wieder gut gefällt. Als ich mit dieser Geschichte zu lesen angefangen habe, konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Man wurde so richtig in den Bann gezogen.

    Ich fand, das Lily echt eine tapfere Frau war. Sie hat sich nicht unter kriegen lassen und immer ihre Meinung vertreten, was mir sehr gut gefallen hat. Auch wenn sie einige Tiefschläge im Leben hatte, so hat sie sich immer wieder aufgerappelt um dann noch stärker in ihrem Wesen weiter zu machen. Sie hat immer wieder Wege gefunden, ihre Familie über Wasser zu halten und hat dabei auch immer wieder neue Ideen entwickelt, die ich sehr gerne verfolgt habe.

    Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und leicht. Ich konnte gut durch die Geschichte lesen. Auch war das Buch von Anfang bis Ende sehr interessant. Ich habe mit großen vergnügen dieses Buch gelesen. Ich wurde von Anfang bis Ende gut Unterhalten, man hat sich wirklich gefühlt, als ob man mitten im Wilden Westen dabei ist.

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    Giselle74s avatar
    Giselle74vor einem Jahr
    Calamity Jane lässt grüßen!

    "Ein ungezähmtes Leben" ist ein Roman über die Großmutter der Autorin, die ein wahrlich ungewöhnliches Leben geführt hat. Aufgewachsen auf einer Farm im Nirgendwo erarbeitet sie sich eine Ausbildung als Lehrerin und entwickelt einen stahlharten Willen. Sie zähmt Pferde, verkauft schwarzgebrannten Whiskey, spielt Poker und erinnert mich an eine moderne Version der Calamity Jane. Für ihre Kinder ist es ganz sicher nicht einfach, bei einer so willensstarken Mutter eigene Ideen und Meinungen zu entwickeln. Aber besonders Rose Mary, der Tochter, gelingt das zum Leidwesen ihrer Mutter trotzdem.

    Der Roman ist in Ich-Form geschrieben, weil die Autorin die Stimme Lily Casey-Smiths selbst erklingen lassen wollte. Dieses Vorhaben ist definitiv gelungen, der lakonische Ton und der trockene Humor lassen viel vom Charakter der Lady erkennen. Man taucht ein in diese fremde staubige Welt mit ihren Gefahren, eigenbrötlerischen Menschen und dem Blick in die Weite des Landes, in dem man völlig auf sich allein gestellt ist. Ein mitreissendes Buch!

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    Speckelfes avatar
    Speckelfevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbares, fesselndes Buch über eine ungezähmte Frau.
    Ein wunderbares Buch ...

    Ein wunderbares Buch über eine interessante und starke Frau!
    Schon das erste Buch der Autorin hat mir sehr gut gefallen und auch ihr zweites Werk über das Leben ihrer Großmutter ist absolut fesselnd und berührend geschrieben. Ich konnte es kaum aus der hand legen und hätte diese faszinierende Frau gerne kennengelernt.

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    KarinLindbergs avatar
    KarinLindbergvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach nur schön
    Ein wirklich tolles Buch

    Inhalt: »Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!« Das ist der Rat, den Lily Casey von ihrem Vater mit auf den Weg bekommt. Jeannette Walls, die mit ihren Kindheitserinnerungen in »Schloss aus Glas« die Leser weltweit begeisterte, erzählt die Lebensgeschichte ihrer Großmutter Lily, einer starken, eigensinnigen Frau, die sich nicht nur im Umgang mit wilden Pferden, sondern auch als Lehrerin, Rancherfrau, Schnapsschmugglerin, Pokerspielerin, Flugzeugpilotin und Mutter bewährt hat und Anfang des 20. Jahrhunderts den »Wilden Westen« unsicher machte.

    Ich habe das Buch geschenkt bekommen, wahrscheinlich hätte ich es sonst nie gekauft. Und ich muss sagen: ich hätte was verpasst.

    Die Story hat mich von Anfang an mitgenommen und ich wollte einfach wissen, wie sich das Leben von Lily entwickelt.

    Der Schreibstil von Jeannette Walls hat mir sehr gut gefallen, einfach wunderbar.

    Dabei fühlte ich mich beinahe, als wäre ich mittendrin, da es sehr lebendig erzählt wurde. Wirklich ein tolles Buch und das Beste daran war, dass es auf einer wahren Geschichte beruhte. Mir hat auch gut gefallen, dass die alltäglichen Situationen mit beschrieben wurden, wie lief das Leben auf einer Farm ab etc.

    Mein Fazit: Absolut lesenswert!

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    Primroses avatar
    Primrosevor 3 Jahren
    Ungezähmter Lesegenuss!



    Lily Casey ist eine starke Persönlichkeit. Das zeigt sich schon in ihren frühen Jahren, als sie sich und ihre beiden jüngeren Geschwister bei einem starken Unwetter vor dem Ertrinken bewahrt. Kühn und selbstbewusst marschiert sie durchs Leben und lässt sich trotz aller Vorbehalte ihrer Eltern nicht von ihrem Traum ablenken: Sie möchte Lehrerin werden und unterrichten, sie möchte Kindern etwas beibringen und ihren Beruf zu ihrer Berufung machen. Doch es ist nicht einfach, einen eigenen Weg zu beschreiten, wenn sie sich darüber hinaus um ihre Geschwister und um den Haushalt sorgen muss. Da ihr Vater aufgrund eines Unfalls in der Kindheit körperlich eingeschränkt ist und ihre Mutter jegliche Art Anstrengung missbilligt, liegt es an Lily, dafür zu sorgen, dass die Familie auch harte Zeiten übersteht. Doch stur wie sie ist, schafft sie es dennoch, ihren Traum zu verfolgen und wird immer wieder als Hilfslehrerin angestellt, ohne eine entsprechende Qualifikation nachweisen zu können. Nach und nach bekommt sie das wilde, bunte und ungezähmte Leben in voller Stärke zu spüren, sie reist Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts durch verschiedene Städte, reitet wilde Pferde, lernt ihre erste große Liebe kennen und erfährt Rückschläge. Doch Lily steht nach jedem Sturz wieder auf und lebt weiter, getreu dem Motto ihres Vaters: »Hoffe das Beste und rechne mit dem Schlimmsten!«.

    Nachdem mich die Autobiografie „Schloss aus Glass“ der Autorin Jeannette Walls absolut überzeugen konnte, stellte ich mich mit der Lektüre der Biografie ihrer Großmutter auf ein paar angenehme Lesestunden ein. Ich hätte jedoch nicht gedacht, dass die Geschichte der Lily Casey mich derartig packen würde, dass ich den Roman in einem Zug durchlesen würde.

    Jeannette Walls schafft es, mithilfe einer lebendigen Sprache das 20. Jahrhundert mit all seinen Vorzügen und Nachteilen zum Leben zu erwecken und Lily Caseys Leben als ein atmosphärisch dicht gepacktes Abenteuer zu erzählen. Beim Lesen konnte ich mich von Anfang an in Lilys Welt hineinversetzen und ein Leben leben, wie es aufregender nicht sein könnte.

    Lily Casey ist eine bodenständige Frau mit einem sturen Kopf und einem starken Charakter. Sie weiß genau, was sie im Leben erreichen möchte und hat klare Wert- und Moralvorstellungen. Um diese ihren Schülerinnen und Schülern zu vermitteln, riskiert sie mehr als einmal ihre Anstellung als Lehrerin. Ich bewundere ihre Willensstärke und ihre Zielstrebigkeit, Wünsche Wirklichkeit werden zu lassen. Zugleich ist sie stets für ihre Familie da und scheut sich somit nicht, ihre jüngere Schwester zu verteidigen, als diese unehelich schwanger wird.

    Lily Caseys Geschichte wird aus der Ich-Perspektive geschrieben und versetzt den Leser in Staunen und Ehrfurcht vor dem schwierigen Leben auf einer Ranch. Jeannette Walls verwebt gekonnt Wirklichkeit mit Fiktion, dem Leser ist es unmöglich, die wahren Begebenheiten von Fantasiegespinsten zu unterscheiden, doch gerade dies macht die Biografie mit Elementen eines Romans so verlockend für die Leserschaft.

    Es ist nicht einfach, auf einen Bestseller hin einen Folgeroman zu schreiben, der wirklich überzeugen kann, doch Jeannette Walls hat dieses Kunststück fertig gebracht.

    „Ein ungezähmtes Leben“ ist eine Geschichte, wie sie wilder und extravaganter nicht sein könnte. Lily Casey erwacht durch Walls Worte zum Leben und nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise durch Amerika Anfang des 20. Jahrhunderts. Eine absolute Leseempfehlung!

    Kommentare: 1
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    Buchstabenliebhaberins avatar
    Buchstabenliebhaberinvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: So war der Wilde Westen wirklich. Hartes, staubiges Leben voller Entbehrungen und Veränderungen. Im Mittelpunkt: Eine starke Frau.
    Lily im Wilden Westen

    Diese Buch ist der "Vorgänger" von "Schloss aus Glas". Es ist die Geschichte der Lily Casey, Jeannettes furchtloser Großmutter, die Anfang des 20. Jahrhunderts mit ihrem perlmuttbeschlagenen Revolver unbeirrbar ihren Weg geht. Die für fast jedes Problem eine Lösung findet, die hinfällt, aufsteht, und immer daraus lernt.

    Lily lernt schon früh, Verantwortung zu tragen. Der Vater ein begnadeter Pferdeflüsterer mit Rosinen im Kopf und einer Sprachbehinderung, die ihn vom Rest der Welt abschneidet, die Mutter eine feine Lady, die sich auf der Ranch die Finger nicht schmutzig machen will. Lily managed die Ranch und die Geschäfte, eine richtige Schulbildung bleibt ihr vorbehalten. Vorerst. Lily heiratet den falschen Mann. Vorerst.
    Lily kämpft sich durchs Leben und lässt sich von nichts und niemand unterkriegen. Sie lernt gern und schnell, und so findet sie auch einen Mann, der zu ihr passt, bekommt zwei Kinder, verdingt sich als Dienstmädchen, arbeitet als Lehrerin, als Rancherin, als Schwarzbrennerin. Die Familie verbringt glückliche Jahre auf dem Land und wenige gute Jahre in der Stadt, Schicksalsschläge zwingen sie immer wieder zu einem Umzug, zu einem Aufbruch in eine ungewisse Zukunft.

    Ihre Tochter Rosemary ist ein noch größerer Wildfand wie Lily. Sie liebt das ungezwungene Leben auf der Ranch, sie hasst die Schule und jegliche Konventionen. Sie entdeckt ihre Leidenschaft für die Malerei. Und später für Rex, den charmanten Chaot. Den Vater ihrer Kinder, den Erbauer des "Schloss aus Glas".

    Mein Fazit:
    Ein nettes Buch. Es konnte mich nicht so mitreißen und faszinieren wie "Schloss aus Glas", auch wenn die Geschichte wirklich gut ist. Stellenweise plätschert sie so dahin. Ja, Lily und Jim hätten selbst gern ihre eigene Farm, aber sie sind zu arm. Also wird viele Seiten lang gespart ... Vielleicht war mir Lily teilweise auch zu tough. Ganz bestimmt gab es auch Momente, wo sie zweifelte oder ihr die Kraft ausging. Da war sie mir zu durchgetaktet, zu unbeugsam, zu stark.

    Was das Buch gut kann: einen realistischen Einblick in das wahre Leben im Wilden Westen bieten. Ohne Wasser für das Vieh war der beste Cowboy aufgeschmissen, das Wetter spielte eine wichtige Rolle. Und schon damals waren viele Menschen Neuem gegenüber nicht aufgeschlossen. So wie Lilys Vater, der nicht glauben konnte, dass Kutschpferde durch Autos ersetzt werden. Und schon damals unterschied sich das Leben in der Stadt und auf dem Land erheblich, daran hat sich nichts geändert.

    Ich finde, wer "Schloss aus Glas" mochte, muss "Ein ungezähmtes Leben" lesen.

    Kommentare: 1
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    WildWhispers avatar
    WildWhispervor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Kurzweilige Biografie über eine interessante, aber nicht unstrittige Person!
    Interessante Protagonistin...

    Eines vorweg: Jeannette Walls kann schreiben. Nicht jeder hätte aus der Lebensgeschichte seiner eigenen Großmutter so ein packendes, kurzweiliges Buch machen können, ohne dabei liebenswürdige und lustige Details zu vergessen und ohne eine Hymne auf die eigene Sippe zu schreiben. Mit bildreicher Sprache erzählt die Autorin von einer Kindheit, Jugend und einem ganzen Leben in der kargen Landschaft im Südwesten der Vereinigten Staaten. Besonders die frühen Jahre von Lily Casey Smith werden wunderbar sympathisch und farbenfroh geschildert, später werden Jahre immer öfter auf Seiten dahingerafft, was aber umgedreht auch jedwede Längen verhinderte - es war immer spannend und lesenswert.
    Jeannette Walls ist es toll gelungen, diese verschlungene Lebensgeschichte mit einem Minimum an Zeitgeschichte zu verknüpfen und ihrer eigenen, zu großen Teilen längst abgelebten Familie, Leben einzuhauchen. Man merkt dem Buch an, dass sie ihre Großmutter sehr schätzte - und hin und wieder wird auch genau das der Lektüre zum Verhängnis.
    Denn obwohl Jeannette Walls mit sehr authentischer Stimme aus Lilys Sicht spricht, tut diese Dame einfach Dinge, die einem heutigen Leser wohl unverständlich bleiben - vor allem neigt sie dazu, Kinder zu verprügeln. Außerdem wird Lilys Stimme zunehmend selbstgerechter und auch arroganter - ob ihre Persönlichkeit wirklich so war oder ob die Autorin ihre Großmutter einfach vergöttert und selbst vielleicht nicht gesehen hat, wie hanebüchen manche ihrer Taten waren, sei dahingestellt. Einen ambivalenten Charakter hat sie jedenfalls wiederauferstehen lassen, ob sie das nun wollte oder nicht. Hinterfragen lässt sie Lily ihr Verhalten jedenfalls nicht und so verliert die Protagonistin während des Buches, das übrigens an sich weiterhin spannend und toll geschrieben bleibt, zunehmen an Sympathiepunkten. Nichtsdestotrotz ein kurzweiliges, aber informatives Lesevergnügen!

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    Linda-Maries avatar
    Linda-Marievor 4 Jahren
    ein ungezähmtes Leben

    Dieses Buch liest sich so schön, da die Erzählerin so lebendig wird durch die Schilderungen. In die Zeit zurückversetzt als es die ersten Autos und Flugzeuge gab, die schwere Arbeit miterleben und das Leben als Frau Anfang des 20. Jahrhunderts. Die Autorin mich am Leben ihrer sehr eigenwilligen Großmutter mit sehr lebendigen Worten teilhaben lassen. Das hat Spaß gemacht!

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    TinaOs avatar
    TinaOvor 5 Jahren
    Die unglaubliche Geschichte eines wahren Cowgirls

    Wie schon Jeanette Walls Buch über ihre eigene Kindheit "Schloss aus Glas", so birgt auch dieses  Buch über ihre Großmutter Abenteuer, Staunen, Entsetzen und Bewunderung für diese starke Frau, die vor gar nichts Angst zu haben schien! Aufgewachsen in einer Erdhöhle in Texas, aufgezogen von einer eleganten Mutter und einem Vater, der aus seiner Heimat fliehen musste, weil er ein bisschen zu viel in der Gegend herumgeballert hat ( sowas gab es also nicht nur bei "Rauchende Colts"), reitet das Mädchen schon mit elf wilde Pferde zu und rettet hren kleinen Bruder bei Hochwasser.  Mit 15 wird sie Lehrerin und reitet ganz allein 600 Meilen um ihre erste Stelle anzutreten - einfach unglaublich heutzutage. Ein Leben, das ein einziges Abentuer ist. Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen!

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    Neonsonnes avatar
    Neonsonnevor 6 Jahren
    Rezension zu "Ein ungezähmtes Leben" von Jeannette Walls

    Wir sind alle nur eine Stufe über dem Tier und eine Stufe unter den Engeln!
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    West Texas, am Salt Drew, High Lonesome genannt, erblickt Lily, Jeannette Walls Großmutter, 1901 das Licht der Welt in einer Lehmwohnhöhle. Schon früh lernt sie von ihrem Vater, wie man Pferde zureitet. Sie ist ihm eine grosse Stütze auf der Farm, bis sie widerwillig auf die Klosterschule geschickt wird. Sie ist eine Musterschülerin, bis ihr Vater das Geld nicht mehr bezahlen kann. Sie lässt die Farm hinter sich und beginnt als Aushilfslehrerin zu arbeiten. Das Abenteuer ihres Lebens beginnt...
    .
    Das Leben der Lily Casey Smith hat mich sehr beeindruckt. Aus einem verantwortungsbewussten Kind wurde eine bodenständige selbstbewusste Frau, die alles versucht um ihre Tochter Rosemary auf die richtige Bahn zu lenken, nachdem sie geheiratet und mit ihrem Mann auf einer Ranch arbeitet und wohnt. Ihr Leben wird klar dargestellt und hält viele erschütternde Schicksale bereit. Sie muss ständig mit schlimmen Verlusten fertig werden. Sie ist eine Kämpferin und findet immer wieder neue Wege..
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    Lily Casey kommt viel herum und schlägt sich durch. Witzig finde ich, dass es dort in den 20er Jahren nur bei reichen Leuten üblich war, eine Innentoilette zu besitzen. Die Ärmeren dagegen fanden diesen Umstand ziemlich unhygienisch. Mit dem Fortschritt kam auch die Unzufriedenheit. Die moderne Stadt fühlte sich an wie ein Gefängnis. Überall wo Lily hinging und sah gab es Vorschriften. Die Freiheit auf der Ranch ist Vergangenheit..
    .
    Auch wenn man das erste Buch von Jeannette Walls Schloss aus Glas schon gelesen hat und weiss, was aus Lily's Tochter Rosemary geworden ist, so hält dieses hier die Geheimnisse einer störrischen Tochter bereit und zeigt, warum sie so ist wie sie ist. Vor allem mag ich die Originalbilder einiger hier erwähnten Personen am Anfang jeden Kapitels. Jedes einzelne von ihnen ist bewegend. Jeannette Walls hat das Talent den Leser Teil ihrer Familie werden zulassen. Ja, als Leser habe ich die Personen tatsächlich ins Herz geschlossen. Ich war ganz nah dabei.

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