Schloss aus Glas (Filmausgabe)

von Jeannette Walls 
4,5 Sterne bei488 Bewertungen
Schloss aus Glas (Filmausgabe)
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Neue Kurzmeinungen

MadVis avatar

Berührendes Buch über eine harte Kindheit unter selbstsüchtigen und verträumten Eltern.

engineerwifes avatar

Ich bin erschüttert, was man seinen Kindern antun kann !!!!

Alle 488 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Schloss aus Glas (Filmausgabe)"

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453359680
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:400 Seiten
Verlag:Diana
Erscheinungsdatum:21.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Sunkissedvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Echt rührend, ergreifend, und lieb zu gleich!
    Rührende Lebensgeschichte schön erzählt!

    Wirklich ein tolles Buch! Von einer außergewöhnlich rührenden, bis hin zu lustigen Lebensgeschichte, trifft einen dieses Schicksal wirklich beim Herzen. Wollte das Buch zwischendurch gar nicht weglegen. Echt rührend, ergreifend, und lieb zu gleich!

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    Anne_Ms avatar
    Anne_Mvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Wunderschöne ungewöhnliche Lebensgeschichte gefangen zwischen Freude und Tragik.
    Lebensgeschichte mit Tiefgang

    Wunderschöne ungewöhnliche Lebensgeschichte gefangen zwischen Freude und Tragik.

    Klappentext (Lovelybooks):
    Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
    Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

    Mich hat das Buch wirklich gefesselt und fasziniert. Ich hab mit den Protagonsiten gelacht und mit ihnen gelitten. Jeanette Walls schafft mit Worten ein lebendiges Bild ihres Lebens. Der Erzählstil ist sehr flüssig. Durch die kurzen Kapitel und vielen Absätzen kann man das Buch auch gut zwischendurch lesen. Wenn man aber einmal angefangen hat, legt man es nur ungern aus der Hand.

    Fazit: Ganz klare Leseempfehlung!

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    MosquitoDiaos avatar
    MosquitoDiaovor 4 Monaten
    Zwischen Faszination und Erschütterung

    Bereits vor dem Lesen hatte ich mich auf eine traurige Geschichte und gewiss keine leichte Kost vorbereitet, was mich aber dann erwartet hat, hätte ich nicht gedacht.
    Jeannette Walls hat mit Schloss aus Glas ihre Kindheit, ihre Familie und eine ganz eigene Lebensform in Worte gefasst, die ich ohne dieses Werk niemals begriffen hätte.
    Abgeschottet von gesellschaftlichen Regeln führen ihre Eltern ein Leben, das teilweise einem wilden Abenteuer gleicht, jedoch alles andere als sicher für sie und ihre Geschwister ist.

    Es gab so viele Szenen, die mich einfach erschüttert haben, ein Gewicht, das sich auf die Brust legt und einen nicht mehr richtig atmen lässt. Von Kindesgefährdung bis hin zu absoluter Vernachlässigung.
    Den berüchtigten Rex wollte ich einfach nur noch schütteln, von der Mutter fange ich lieber gar nicht erst an. Doch dann kamen auch wieder Situationen, die so unglaublich gefühlvoll und voller Liebe waren, dass man jegliche Schrecken kurzzeitig vergessen konnte. Denn wer geht mit seinen Kindern schon auf Dämonenjagd, um die gruseligen Gestalten unter dem Bett zu verjagen? Schenkt ihnen die Sterne und Planeten vom Himmel, um nie in Vergessenheit zu geraten? Oder möchte ihnen gar ein Schloss aus Glas, den ganz eigenen Palast bauen?

    Man hätte meinen können, dass sie sich vor lauter Erleichterung darüber, sich nicht gegenseitig umgebracht zu haben, wieder frisch ineinander verliebt haben.

    Doch leider überwiegen die negativen Momente und Aspekte des Lebens der Familie Walls. Jeannette und ihre Geschwister müssen viel zu früh Verantwortung für sich selbst übernehmen, leben unter furchtbaren Umständen und scheinen nie irgendwo anzukommen.
    Von einer Bruchbude in die nächste, ohne Essen, laufendes Wasser und einer Nachbarschaft, bzw. Mitbewohnern, bei denen jegliche Alarmglocken losgehen – erschaudern ist gar kein Ausdruck.
    Doch was passiert, wenn die Eltern ihr eigenes Wohl über das ihrer Kinder stellen? Wenn sie ihre Kinder „fordern“, um ihnen mehr Möglichkeiten im Leben zu bieten? Ab wann ist das alles nur eine reine Ansichtssache, eine Entscheidung der Erziehung und ab wann überschreitet es Grenzen?

    Wie diesen vier kleinen Knirpsen das Überleben gelungen ist, stellt sich für mich schon als ein Wunder heraus. Wieviel im Kopf eines kleinen Menschen vor sich gehen kann, was für Entwicklungen durchgemacht werden und zu welchen Erkenntnissen sie kommen ist einfach erstaunlich.
    Die mit Abstand interessanteste und bewegendste Biografie, die ich je gelesen habe. Die Autorin hat es geschafft, dass ich das Gefühl hatte, meinen eigenen Empfindungen nicht mehr zu trauen.

    FAZIT

    Schloss aus Glas bietet eine Geschichte, wie ich sie niemals erwartet hätte. Ein Leben, das wild und ungezähmt ist, mich fasziniert und gleichzeitig erschüttert hat. An manchen Stellen wusste ich nicht recht, ob ich lachen oder weinen sollte. Weiterlesen, um zu erfahren, was aus Jeannette geworden ist, oder das Buch zuschlagen, aus Angst, dass es mir nicht gefallen könnte.
    Ein erstaunliches Lebenswerk, das ich jedem nur empfehlen kann.
    Eine Geschichte, die einem die Augen öffnet und eine Weitsicht bietet, die einem sonst wohl verwehrt bleibt.

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    kleinebuecherweltvor 4 Monaten
    Bewegend

    "Schloss aus Glas" hat mich sehr bewegt und mitgenommen. Es ist kaum zu glauben, was Jeannette Walls in ihrer Kindheit alles erleben musste. Detailliert schildert sie einzelne Ereignisse ihrer Kindheit und erzählt so lebhaft, dass man sich alles bildlich vorstellen kann und das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Dabei zeigt sie wie sich ihre Sicht auf ihre Eltern und deren leeren Versprechen mit dem Älterwerden ändert bis sie realisiert, dass diese nie ein Schloss aus Glas bauen oder einen sicheren Job suchen werden.
    Viele der Ereignisse haben mich schockiert, weil ich nicht begreife wie eine Mutter ihren Kinder so etwas antun kann. Gleichzeitig bringt man dennoch Verständnis für die Eltern auf, vor allem, als man mehr über die Vergangenheit von Jeannette Walls Vater Rex erfährt. Das ändert dennoch nichts an den Ereignissen und den Einfluss deren harten Leben auf ihre Kinder. Vor allem die Jüngste der vier Geschwister - Maureen, hat darunter zu leiden.
    Beeindruckend finde ich zudem, dass Jeannette Walls ihre Geschichte voller Liebe und ohne Verbitterung erzählt. Man merkt beim Lesen, dass sie ihre Eltern trotz allem liebt und Verständnis für sie hat. Sie setzt die positiven Aspekte immer wieder in den Fokus um zu zeigen, dass ihre Eltern trotz einer fragwürdigen Erziehung ihre Kinder lieben.
    Die Autorin ist außerdem sehr bewundernswert, da sie es trotz der schwierigen Kindheit, die für so manch einen traumatisierend hätte sein können, es schafft stark zu bleiben und das Leben zu erreichen, das sie jetzt führt. Sie setzt sich genauso wie ihre ältere Schwester Lori durch, zieht nach New York um zu studieren und ein geregeltes Leben zu führen. All das schafft sie auch und zeigt damit, dass man alles erreichen kann, was man möchte, wenn man niemals die Hoffnung verliert.
    An dieser Stelle sollte man auch nicht vergessen, dass Bildung für ihre Eltern sehr wichtig war, was sicherlich ein Grundstein für den späteren Erfolg darstellt.
    "Schloss aus Glas" ist ein bewegendes Buch, das mit viel Liebe und ohne Verbitterung von einer schwierigen Kindheit erzählt, aus der man dennoch stark herausgehen kann. 

    Fazit: Eine bewegende Geschichte, die so gut erzählt wird, dass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte

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    buchstabenverliebts avatar
    buchstabenverliebtvor 7 Monaten
    Bewegend und schockierend

    Inhalt

    Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.

     

    Meine Meinung

    Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder.
    Zu Anfang gibt es einen Ausschnitt aus der Zukunft, bzw. aus der heutigen Sicht der Autorin, bis sie dann chronologisch aus ihrer Kindheit erzählt. Sie beschreibt ihre Eltern, ihre drei Geschwister und ihr alltägliches Leben als Vagabundenkind.
    Ihr Vater war ein Träumer, Alkoholiker und er reist mit seiner Familie von einem Ort zum nächsten. Er erzählt seinen Kindern gerne Geschichten und verspricht ihnen ein Schloss aus Glas. Sie haben nie viel Geld, kaum zu essen und sind trotzdem zu Anfang glücklich.
    Die Mutter von Jeanette ist Künstlerin und lebt in ihrer eigenen Welt. 
Ihre Kinder dürfen tun und lassen was sie wollen, Hauptsache sie wiedersprechen nicht den Eltern. Zu Anfang lieben sie ihr Leben, da sie mit diesem groß geworden sind, doch als sie älter werden, wollen sie dem Leben aus Armut und dem ständigen Hunger entfliehen. Wenn sie einmal zur Schule gehen, werden sie ausgeschlossen und ausgelacht, da sie anders
    Der Schreibstil von Jeanette Walls ist klar, angenehm, berührend und sie beschreibt sehr realistisch ihre Kindheitsgeschichte, welche alles andere als einfach war. Sie geht sehr offen mit dem Thema um und berichtet ausführlich von ihrer Vergangenheit. Es muss eine bestimmt ein wenig Mut dazugehören, seine eigene Geschichte so in der Öffentlichkeit preiszugeben. 
Ich war einerseits entsetzt, hatte Mitleid und war fasziniert, wie die Kinder trotz alle dem glücklich waren. Vor allem war die Veränderung von der Wahrnehmung der Kinder ins Erwachsene leben bemerkenswert.
    Trotz alledem halten sie alle zusammen, die Kinder versuchen die Wohnungen (die meistens heruntergekommen sind) zu verschönern und sich um essen zu kümmern. Den Eltern kann man öfters verzeihen, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie durch liebevollen Gesten eine Art Wiedergutmachung zu ihren Kindern bemerkt. Das Ende hat mich geschockt, getroffen und ein klein wenig war ich auch erleichtert.

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    Tintenweltens avatar
    Tintenweltenvor 7 Monaten
    Das Leben in Armut

    Jeannette Walls berichtet über ihr eigenes außergewöhnliches Leben innerhalb einer Familie, die nicht der Norm entspricht. Sie beginnt bei ihrer frühsten Kindheitserinnerung. Damals war sie drei Jahre alt und verbrühte sich beim Würstchen kochen. Dies ist nur eines von zahlreichen haarsträubenden Ereignissen, welchen sie in ihrer Kindheit und Jugend ausgesetzt war.

    Ihr Vater ist Alkoholiker, verliert einen Job nach dem anderen. Die Mutter, Künstlerin und gelernte Lehrerin, geht nur im äußersten Notfall und dann auch nur sehr widerwillig arbeiten. Für sie sind der Staat, Behörden oder die Polizei linke Banditen, die man nicht ernst nehmen muss und die einen nur übers Ohr hauen wollen.

    Die Familie hat vier Kinder, zieht von Ort zu Ort, bis es eben am jeweiligen Aufenthaltsort wegen der Schulden zu heiß wird. Sie sind sehr arm, wohnen in kleinen Wohnungen, Trailerparks oder heruntergekommenen Hütten, leben am Existenzminimum. Nicht nur einmal verhungern oder erfrieren die Kinder fast. Es ist ein hartes Leben.

    Anfangs erkennt man einen starken Familienzusammenhalt und großes Vertrauen in die Eltern. Es ist ja nicht so, dass diese die Kinder nicht lieben würden, sie haben einfach eine andere Denkweise, andere Prioritäten und eine sehr legere Erziehungsweise, die da lautet “Lass sie mal machen”. Eine Sorgfaltspflicht gegenüber der Kinder ist nahezu nicht existent. Über die Jahre und durch sich häufende Enttäuschungen beginnt das Vertrauen zu bröckeln und die Familie droht zu zerfallen.

    Geschrieben wird aus Jeannettes Sicht. Sie schildert das sehr unkonventionelle Leben ihrer Familie, ihre Überlebensstrategien und wie sie es geschafft hat sich ihren Traum zu erfüllen: Journalistin und Autorin in New York zu werden. Angesichts der verheerenden Zustände ihrer Kindheit ist es einfach bemerkenswert, was sie in ihrem Leben erreicht hat und verdient großen Respekt. Ihr wurden vom Leben und auch von ihren Eltern ganze Felsbrocken in den Weg gelegt, doch mit viel Mühe und Ehrgeiz hat sie diese erklommen.

    Das Buch stimmt einen sehr nachdenklich, eröffnet eine ganz andere Sicht auf die Welt. Obwohl Jeannette ihr Leben recht nüchtern beschreibt, löst es doch zahlreiche Emotionen aus: Wut auf die Eltern, Trauer um die Kinder, die diesem Leben so schutzlos ausgeliefert waren. Niemand sollte so leben müssen. Freude und Zuversicht, weil nicht nur Jeannette sich ihre Träume erfüllt hat.

    Es ist ein sehr wichtiges und gut geschriebenes Buch über Familie und Vertrauen, das Leben in Armut, das Überleben und die Verwirklichung von Träumen. Es lässt einen fassungslos und bewegt zurück und macht dennoch Mut.

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    Nika488s avatar
    Nika488vor 7 Monaten
    Anspruchsvolle biografie

    Jeannette Walls - Schloss aus Glas 
    KURZBESCHREIBUNG 
     Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Sie hat einen Vater, der mit ihr auf Dämonenjagd geht, ihr die Physik erklärt und die Sterne vom Himmel holt. Da nimmt sie gerne in Kauf, immer mal wieder mit leerem Bauch ins Bett zu gehen, ihre egomanische Künstlermutter zu ertragen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Mit den Jahren allerdings werden die sozialen Verhältnisse schlimmer, die Sprüche des Vaters schaler und das Lügengebäude der Eltern so zerbrechlich wie das Schloss aus Glas, das der Vater jahrelang zu bauen versprochen hatte.
    MEIN FAZIT
    Ich habe gerade diese Biografie beendet..Ich muss ja sagen, eigentlich bin ich so gar kein Biografienleser... auf Grund einer Rezi einer lieben Bloggerin bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und wollte es lesen..
    Gesagt getan, denn die Bücherei hatte es vorrätig ...
    Es ist definitiv keine leichte Kost .. ich finde es bewundernswert, dass die Autorin uns an ihrer Lebensgeschichte Teil haben lässt ..
    Ich fand einige Sachen echt skuril und musste oft mit dem Kopf schütteln.  Ich als Mutter fragte mich, wie man so sein kann... einiges war für mich echt nicht nachvollziehbar und tat mir in der Seele weh. 
    Bei dem Thema Alkoholismus stellten sich mir schlicht weg die Haare auf, aus eigener Erfahrung.. Gruselig was das mit einem Menschen macht ...
    Also wer auf schwierige Lebensgeschichten und anspruchsvolle Biografien steht, kommt hier definitiv nicht zu kurz.
    Ich für mich hab mich wirklich abschnittsweise echt schwer getan mit diesem Buch... Dennoch zieh ich meinen Hut über den Mut der Autorin über ihr Leben zu schreiben ... 

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    ullikens avatar
    ullikenvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Aufarbeitung einer Kindheit, die zum Lachen und Weinen anregt
    Erschütternd

    Jeannette Walls schreibt in diesem autobiografischen Roman über ihr armseliges Aufwachsen.

     

    Ihre Eltern sind beide intelligente Menschen, ihre Mutter ist Künstlerin und ausgebildete Lehrerin, ihr Vater hat Gelegenheitsjobs und lebt seine Träume, wie etwas zu erfinden. Die Jobs verliert er schnell, weil er aufbrausend ist und gerne trinkt.

     

    Aber die Eltern haben sich nun mal zu diesem "freien Leben" entschlossen, wettern gegen das Establishment und der Vater erklärt in seinen lichten Momenten die Welt. Die Kinder bekommen Weihnachtsgeschenke, die andere Kinder niemals erhalten können.

     

    Weil sie und ihre drei Geschwister wegen der vielen Umzüge in immer schlechtere Bruchbuden nicht regelmäßig zur Schule können, werden sie in der Zwischenzeit daheim unterrichtet. Als Jeannette eingeschult wird, kann sie bereits lesen.

     

    Sie ist ein glückliches und kluges Kind, setzt sich in der Schule gegen die Anfeindungen anderer Kinder mit Hilfe ihres kleineren Bruders durch und ihr Vater verspricht, ihr ein Schloss aus Glas zu bauen.

     

    Es ist erschütternd, mitzuerleben, dass es der Mutter egal ist, ob ihre Kinder etwas zu essen bekommen, umso schlimmer, dass sie den Kindern heimlich Schokolade vorenthält, die sie dann isst. Die Kinder wühlen heimlich die Mülleimer durch, wenn niemand zuschauen kann.

     

    Eigennützig leben die Eltern, haben nur kluge Sprüche auf Lager, wenn z.B. kein Wasser da ist oder die Treppe einbricht, und je älter die Kinder werden, umso klarer sehen sie ihre Zukunft, die sie dann auch umzusetzen versuchen.

     

    Mich haben die Aufzeichnungen von Jeannette Walls an früher erinnert, als in der Umgebung Familien untergebracht waren mit Kindern, die schmutzig waren und mit hungrigen Augen uns anderen Kindern hinterhergesehen haben. Ich habe mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht. "Das sind Zigeuner, die sind dreckig, mit denen dürft ihr nicht spielen", so und anders hieß es, als seien diese Menschen mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.

     

    Dieses Buch hat mich erschüttert zurückgelassen, ich werde sicher noch länger daran denken und meine Augen offen halten.

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    Booklove91s avatar
    Booklove91vor 9 Monaten
    Eine außergewöhnliche Familie

    Inhalt:
    Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
    Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.


    Meine Meinung:
    Dieses Buch ist absolut berührend.
    Man begleitet die Familie Walls auf Reisen - teilt ihre Erfahrungen und Erlebnissen. Die Hochs und die Tiefs.
    Scheitern - aber nie als Scheitern anerkennen. Oft auf der Flucht, mit wenig Geld und selten einem richtigen Zuhause, welches sie auch als solches bezeichnen könnten.  "Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht." (ZITAT)

    "»Katzen reisen nicht gern!«, erklärte Mom.Wer nicht gern reiste, sei bei unserem Abenteuer fehl am Platze, meinte Dad. Er hielt das Auto an, packte Quixote am Nackenfell und warf ihn aus dem Fenster. Quixote landete mit einem kreischenden Miauen und einem dumpfen Aufprall, Dad gab Gas, und ich brach in Tränen aus." (ZITAT)

    Manche Handlungen waren ziemlich heftig und schwer nachvollziehbar, auch wenn die Autorin es mit ihrem herausragenden Schreibstil gemeistert hat, mich sofort in das Geschehen zu bringen. Ich konnte mir die Erzählerin Jeannette
    ziemlich gut vorstellen. Sie erscheint mir während des ganzen Buches absolut mutig und scheint nie die Hoffnung aufzugeben,
    dass alles gut wird, dass das Leben von einem Tag auf den anderen und der ständige Hunger, die ständigen Umzüge
    und ihr trinkender Vater halb so schlimm sind.

    Was mir auch wahnsinnig gut gefällt ist, dass die Autorin diese Leichtigkeit, die das Reisen für diese Familie ist, absolut
    authentisch schildert. Die (wenigen) Sachen packen und in ein weiteres Abenteuer stürzen.

    Das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es war ergreifend und ein idealer Abschluss des Buches.

    Da ich das Buch so toll fand, werde ich mir auch demnächst den Film auf DVD bestellen und ich bin auf die Umsetzung bereits sehr gespannt.

    Absolute Leseempfehlung meinerseits.


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    BookfantasyXYs avatar
    BookfantasyXYvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Must-have unter emotionalen Familiengeschichten
    Autobiografische Romanerzählung

    Jeannette Walls erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte ihrer Familie, die eher ein Vagabundenleben jahrelang Aufrecht erhielt. Ein Leben mit Höhen und Tiefen, mit Prinzipien und Freiheiten, mit Einschränkungen und Ideen. Relativ früh im Kindesalter zog Jeannette mit ihren Eltern Rex und Rose Mary Walls und ihrer älteren Schwester Lori – gezwungener Maßen wegen eines Hausbrandes – von Ort zu Ort. Rex Walls verdiente sich das Geld durch Gelegenheitsjobs im Bergbau und wissenschaftlichen Experimenten. Rose Mary wurde zur Lehrerin ausgebildet, worauf deren Mutter damals bestand, aber sie arbeitete mit Unterbrechungen im Beruf als Lehrerin, denn sie verbrachte lieber Zeit mit Malerei. Ihr Traum war immer ein eigenes Kunstatelier, was ihr Mann von Zeit zu Zeit in kleinen Schritten unterstützte. Lange Zeit lebte die Familie – mittlerweile kamen noch Kinder Brian und die Nachzüglerin Maureen hinzu – in einem alten Auto. Sie wohnten, schliefen und fuhren mit dem Auto von Ort zu Ort, oder blieben irgendwo in der amerikanischen Wüste stehen. Mal ging der Sprit aus, mal ging das Geld aus, mal gab es keine Lebensmittel. Ein Leben in der Anarchie. Dennoch versuchten Rex und Rose Mary ihre Kinder anständig und selbstbewusst zu erziehen. Dafür, dass die Kinder mehr oder weniger auf der Straße lebten, erhielten sie eine gute allgemein bildende Erziehung ihrer Eltern.

    Jeannette Walls erzählt ihre Familiengeschichte aus ihrer Perspektive, wie sie ihre Kindheit erlebt hat, und wie ihr Leben im jungen Erwachsenenalter fortschritt. Ihr Leben und das ihrer Eltern und Geschwister wurden stark geprägt durch vielschichtige Erlebnisse und Lebensumstände, aber auch durch Höhen und Tiefen, die vor allem durch ihre Eltern verursacht wurden. Ihre Eltern waren/ sind einerseits liebenswürdig, aber auch andererseits vernachlässigende Eltern gewesen. Sie haben ihre vier Kinder einem genügsamen – zum Teil armen - Leben ausgesetzt. Aber dennoch war ihnen wichtig, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen. Rex Walls hatten von Zeit zu Zeit alkoholische Probleme und seine Frau eher hippieähnliche Ambitionen, wobei ihre Malerei ihr wichtiger war als ihre Kinder. Teilweise konnten Rose Marys Mutter finanziell weiterhelfen, so dass die Kinder nicht verhungern mussten. Man kann betonen, dass die Kinder bestärkt aus diesem Elterndasein hervor gingen. Allerdings litt am meisten die jüngste Tochter Maureen unter dieser Erziehung.

    Dieser Roman faszinierte mich soweit, dass ich nun demnächst auch den Film gerne ansehen möchte. Woody Harrelson spielt den Vater Rex Walls, und Naomi Watts spielt die Mutter Rose Mary Walls. Eine emotionale und teilweise intelligente und humorvolle Familiengeschichte.

    Kommentare: 5
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Diana_Verlags avatar
    Liebe Literatur- und Film-begeisterte LB-Leser/innen (!),
    heute haben wir für Euch wirklich etwas GANZ Besonderes! Kennt Ihr vielleicht den großen modernen Klassiker von 2006: "Schloss aus Glas"? Monatelang stand dieser autobiographische Roman der großartigen USamerikanischen Schriftstellerin Jeannette Walls auf den Bestsellerlisten der ganzen Welt - nun kommt die Verfilmung (aufwendige Hollywood-Produktion!) in die Kinos! Und zwar diese Woche, am 21. September 2017!
    Und darum geht es: Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr. Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann. In den Hauptrollen brillieren im Film u.a. Woody Harrelson als Walls‘ Vater sowie die Oscar-Gewinnerin Brie Larson (Raum) als Jeannette Walls.


    Eine Leseprobe gibt es hier.

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    Blausterns avatar
    Letzter Beitrag von  Blausternvor 10 Monaten
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