Jeannette Walls Schloss aus Glas (Filmausgabe)

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Inhaltsangabe zu „Schloss aus Glas (Filmausgabe)“ von Jeannette Walls

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

Eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Ein traumhafter Fund auf dem Flohmarkt. Vielen Dank dafür!

— Julischko

Aufarbeitung einer Kindheit, die zum Lachen und Weinen anregt

— ulliken

Schon mehrfach gelesen - fesselnde, berührende, außergewöhnliche Familiengeschichte.

— Wiebke_Schmidt-Reyer

Ein Must-have unter emotionalen Familiengeschichten

— BookfantasyXY

Bewegend und mitfühlend, einfach großartig

— Wuestentraum

Großartig erzählter Lebensabschnitt, der zugleich empört und fasziniert und J. Walls zu einer bemerkenswerten Frau gemacht hat.

— Ro_Ke

Berührend, anders, chaotisch und mit viel Lebensweisheit gespickt erzählt die Autorin von ihrer Kindheit. Unbedingte Leseempfehlung!

— jenvo82

Eindrückliche Biografie über einer Kindheit zwischen Alkoholismus, Gewalt, Vernachlässigung, Geschwisterliebe, Freiheit und Träumen.

— black_horse

Eine ungezähmte Kindheit, wild und wahr.

— SABO

4,5 Sterne. Bewundernswert, wie nüchtern, distanziert und ganz ohne Wut und Selbstmitleid die Autorin über Ihre Kindheit und Jugend schreibt

— Kleines91

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jenvo82

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  • Bewegend und schockierend

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    buchstabenverliebt

    29. March 2018 um 14:03

    Inhalt Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.   Meine Meinung Das Buch spiegelt die Geschichte von der Journalistin Jeannette Walls wieder.Zu Anfang gibt es einen Ausschnitt aus der Zukunft, bzw. aus der heutigen Sicht der Autorin, bis sie dann chronologisch aus ihrer Kindheit erzählt. Sie beschreibt ihre Eltern, ihre drei Geschwister und ihr alltägliches Leben als Vagabundenkind.Ihr Vater war ein Träumer, Alkoholiker und er reist mit seiner Familie von einem Ort zum nächsten. Er erzählt seinen Kindern gerne Geschichten und verspricht ihnen ein Schloss aus Glas. Sie haben nie viel Geld, kaum zu essen und sind trotzdem zu Anfang glücklich.Die Mutter von Jeanette ist Künstlerin und lebt in ihrer eigenen Welt. 
Ihre Kinder dürfen tun und lassen was sie wollen, Hauptsache sie wiedersprechen nicht den Eltern. Zu Anfang lieben sie ihr Leben, da sie mit diesem groß geworden sind, doch als sie älter werden, wollen sie dem Leben aus Armut und dem ständigen Hunger entfliehen. Wenn sie einmal zur Schule gehen, werden sie ausgeschlossen und ausgelacht, da sie andersDer Schreibstil von Jeanette Walls ist klar, angenehm, berührend und sie beschreibt sehr realistisch ihre Kindheitsgeschichte, welche alles andere als einfach war. Sie geht sehr offen mit dem Thema um und berichtet ausführlich von ihrer Vergangenheit. Es muss eine bestimmt ein wenig Mut dazugehören, seine eigene Geschichte so in der Öffentlichkeit preiszugeben. 
Ich war einerseits entsetzt, hatte Mitleid und war fasziniert, wie die Kinder trotz alle dem glücklich waren. Vor allem war die Veränderung von der Wahrnehmung der Kinder ins Erwachsene leben bemerkenswert.Trotz alledem halten sie alle zusammen, die Kinder versuchen die Wohnungen (die meistens heruntergekommen sind) zu verschönern und sich um essen zu kümmern. Den Eltern kann man öfters verzeihen, da man ihre Beweggründe nachvollziehen kann und sie durch liebevollen Gesten eine Art Wiedergutmachung zu ihren Kindern bemerkt. Das Ende hat mich geschockt, getroffen und ein klein wenig war ich auch erleichtert.

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  • Das Leben in Armut

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Elfendy

    24. March 2018 um 06:17

    Jeannette Walls berichtet über ihr eigenes außergewöhnliches Leben innerhalb einer Familie, die nicht der Norm entspricht. Sie beginnt bei ihrer frühsten Kindheitserinnerung. Damals war sie drei Jahre alt und verbrühte sich beim Würstchen kochen. Dies ist nur eines von zahlreichen haarsträubenden Ereignissen, welchen sie in ihrer Kindheit und Jugend ausgesetzt war. Ihr Vater ist Alkoholiker, verliert einen Job nach dem anderen. Die Mutter, Künstlerin und gelernte Lehrerin, geht nur im äußersten Notfall und dann auch nur sehr widerwillig arbeiten. Für sie sind der Staat, Behörden oder die Polizei linke Banditen, die man nicht ernst nehmen muss und die einen nur übers Ohr hauen wollen. Die Familie hat vier Kinder, zieht von Ort zu Ort, bis es eben am jeweiligen Aufenthaltsort wegen der Schulden zu heiß wird. Sie sind sehr arm, wohnen in kleinen Wohnungen, Trailerparks oder heruntergekommenen Hütten, leben am Existenzminimum. Nicht nur einmal verhungern oder erfrieren die Kinder fast. Es ist ein hartes Leben. Anfangs erkennt man einen starken Familienzusammenhalt und großes Vertrauen in die Eltern. Es ist ja nicht so, dass diese die Kinder nicht lieben würden, sie haben einfach eine andere Denkweise, andere Prioritäten und eine sehr legere Erziehungsweise, die da lautet “Lass sie mal machen”. Eine Sorgfaltspflicht gegenüber der Kinder ist nahezu nicht existent. Über die Jahre und durch sich häufende Enttäuschungen beginnt das Vertrauen zu bröckeln und die Familie droht zu zerfallen. Geschrieben wird aus Jeannettes Sicht. Sie schildert das sehr unkonventionelle Leben ihrer Familie, ihre Überlebensstrategien und wie sie es geschafft hat sich ihren Traum zu erfüllen: Journalistin und Autorin in New York zu werden. Angesichts der verheerenden Zustände ihrer Kindheit ist es einfach bemerkenswert, was sie in ihrem Leben erreicht hat und verdient großen Respekt. Ihr wurden vom Leben und auch von ihren Eltern ganze Felsbrocken in den Weg gelegt, doch mit viel Mühe und Ehrgeiz hat sie diese erklommen. Das Buch stimmt einen sehr nachdenklich, eröffnet eine ganz andere Sicht auf die Welt. Obwohl Jeannette ihr Leben recht nüchtern beschreibt, löst es doch zahlreiche Emotionen aus: Wut auf die Eltern, Trauer um die Kinder, die diesem Leben so schutzlos ausgeliefert waren. Niemand sollte so leben müssen. Freude und Zuversicht, weil nicht nur Jeannette sich ihre Träume erfüllt hat. Es ist ein sehr wichtiges und gut geschriebenes Buch über Familie und Vertrauen, das Leben in Armut, das Überleben und die Verwirklichung von Träumen. Es lässt einen fassungslos und bewegt zurück und macht dennoch Mut.

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  • Anspruchsvolle biografie

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Nika488

    18. March 2018 um 23:16

    Jeannette Walls - Schloss aus Glas KURZBESCHREIBUNG  Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Sie hat einen Vater, der mit ihr auf Dämonenjagd geht, ihr die Physik erklärt und die Sterne vom Himmel holt. Da nimmt sie gerne in Kauf, immer mal wieder mit leerem Bauch ins Bett zu gehen, ihre egomanische Künstlermutter zu ertragen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Mit den Jahren allerdings werden die sozialen Verhältnisse schlimmer, die Sprüche des Vaters schaler und das Lügengebäude der Eltern so zerbrechlich wie das Schloss aus Glas, das der Vater jahrelang zu bauen versprochen hatte.MEIN FAZITIch habe gerade diese Biografie beendet..Ich muss ja sagen, eigentlich bin ich so gar kein Biografienleser... auf Grund einer Rezi einer lieben Bloggerin bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und wollte es lesen..Gesagt getan, denn die Bücherei hatte es vorrätig ...Es ist definitiv keine leichte Kost .. ich finde es bewundernswert, dass die Autorin uns an ihrer Lebensgeschichte Teil haben lässt ..Ich fand einige Sachen echt skuril und musste oft mit dem Kopf schütteln.  Ich als Mutter fragte mich, wie man so sein kann... einiges war für mich echt nicht nachvollziehbar und tat mir in der Seele weh. Bei dem Thema Alkoholismus stellten sich mir schlicht weg die Haare auf, aus eigener Erfahrung.. Gruselig was das mit einem Menschen macht ...Also wer auf schwierige Lebensgeschichten und anspruchsvolle Biografien steht, kommt hier definitiv nicht zu kurz.Ich für mich hab mich wirklich abschnittsweise echt schwer getan mit diesem Buch... Dennoch zieh ich meinen Hut über den Mut der Autorin über ihr Leben zu schreiben ... 

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  • Erschütternd

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    ulliken

    10. February 2018 um 18:55

    Jeannette Walls schreibt in diesem autobiografischen Roman über ihr armseliges Aufwachsen.   Ihre Eltern sind beide intelligente Menschen, ihre Mutter ist Künstlerin und ausgebildete Lehrerin, ihr Vater hat Gelegenheitsjobs und lebt seine Träume, wie etwas zu erfinden. Die Jobs verliert er schnell, weil er aufbrausend ist und gerne trinkt.   Aber die Eltern haben sich nun mal zu diesem "freien Leben" entschlossen, wettern gegen das Establishment und der Vater erklärt in seinen lichten Momenten die Welt. Die Kinder bekommen Weihnachtsgeschenke, die andere Kinder niemals erhalten können.   Weil sie und ihre drei Geschwister wegen der vielen Umzüge in immer schlechtere Bruchbuden nicht regelmäßig zur Schule können, werden sie in der Zwischenzeit daheim unterrichtet. Als Jeannette eingeschult wird, kann sie bereits lesen.   Sie ist ein glückliches und kluges Kind, setzt sich in der Schule gegen die Anfeindungen anderer Kinder mit Hilfe ihres kleineren Bruders durch und ihr Vater verspricht, ihr ein Schloss aus Glas zu bauen.   Es ist erschütternd, mitzuerleben, dass es der Mutter egal ist, ob ihre Kinder etwas zu essen bekommen, umso schlimmer, dass sie den Kindern heimlich Schokolade vorenthält, die sie dann isst. Die Kinder wühlen heimlich die Mülleimer durch, wenn niemand zuschauen kann.   Eigennützig leben die Eltern, haben nur kluge Sprüche auf Lager, wenn z.B. kein Wasser da ist oder die Treppe einbricht, und je älter die Kinder werden, umso klarer sehen sie ihre Zukunft, die sie dann auch umzusetzen versuchen.   Mich haben die Aufzeichnungen von Jeannette Walls an früher erinnert, als in der Umgebung Familien untergebracht waren mit Kindern, die schmutzig waren und mit hungrigen Augen uns anderen Kindern hinterhergesehen haben. Ich habe mir viel zu wenig Gedanken darüber gemacht. "Das sind Zigeuner, die sind dreckig, mit denen dürft ihr nicht spielen", so und anders hieß es, als seien diese Menschen mit einer ansteckenden Krankheit infiziert.   Dieses Buch hat mich erschüttert zurückgelassen, ich werde sicher noch länger daran denken und meine Augen offen halten.

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  • Eine außergewöhnliche Familie

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Booklove91

    04. February 2018 um 21:32

    Inhalt:Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.Meine Meinung:Dieses Buch ist absolut berührend.Man begleitet die Familie Walls auf Reisen - teilt ihre Erfahrungen und Erlebnissen. Die Hochs und die Tiefs. Scheitern - aber nie als Scheitern anerkennen. Oft auf der Flucht, mit wenig Geld und selten einem richtigen Zuhause, welches sie auch als solches bezeichnen könnten.  "Wir türmten ständig, meistens mitten in der Nacht." (ZITAT)"»Katzen reisen nicht gern!«, erklärte Mom.Wer nicht gern reiste, sei bei unserem Abenteuer fehl am Platze, meinte Dad. Er hielt das Auto an, packte Quixote am Nackenfell und warf ihn aus dem Fenster. Quixote landete mit einem kreischenden Miauen und einem dumpfen Aufprall, Dad gab Gas, und ich brach in Tränen aus." (ZITAT)Manche Handlungen waren ziemlich heftig und schwer nachvollziehbar, auch wenn die Autorin es mit ihrem herausragenden Schreibstil gemeistert hat, mich sofort in das Geschehen zu bringen. Ich konnte mir die Erzählerin Jeannette ziemlich gut vorstellen. Sie erscheint mir während des ganzen Buches absolut mutig und scheint nie die Hoffnung aufzugeben,dass alles gut wird, dass das Leben von einem Tag auf den anderen und der ständige Hunger, die ständigen Umzügeund ihr trinkender Vater halb so schlimm sind. Was mir auch wahnsinnig gut gefällt ist, dass die Autorin diese Leichtigkeit, die das Reisen für diese Familie ist, absolutauthentisch schildert. Die (wenigen) Sachen packen und in ein weiteres Abenteuer stürzen. Das Ende hat mir ausgesprochen gut gefallen. Es war ergreifend und ein idealer Abschluss des Buches.Da ich das Buch so toll fand, werde ich mir auch demnächst den Film auf DVD bestellen und ich bin auf die Umsetzung bereits sehr gespannt.Absolute Leseempfehlung meinerseits.

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2018

    LovelyBooks Spezial

    Daniliesing

    Herzlich Willkommen bei der Themen-Challenge 2018! Ich freue mich auf ein neues Jahr voller spannender Leseherausforderungen mit euch und natürlich auf viele tolle Gespräche rund um Bücher und Co. Jeder darf bei dieser Challenge das ganze Jahr über einsteigen und wir freuen uns über jeden Teilnehmer. Lasst euch von der nun kommenden langen Beschreibung nicht abschrecken. Der Ablauf ist ganz einfach:Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20 Bücher aus den 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst zum Start ein Ziel stecken, wie viele Bücher aus unterschiedlichen Themen ihr mindestens schaffen wollt, wobei 20 das Minimum und 40 das Maximum ist. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Wichtig ist, dass ihr euer Ziel am Ende des Jahres nur dann erreicht habt, wenn ihr wirklich Bücher zu unterschiedlichen Themen gelesen habt. Wenn ihr euch auf Instagram, Twitter und Co. über die Themenchallenge austauscht, verwendet gern den Hastag #themenchallenge2018. Bitte nutzt euren Anmeldebeitrag auch gleich als Leseübersicht aller eurer gelesenen Bücher mit den passenden Themen, den ich (Dani) oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Übersichtsbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2018 bis 31.12.2018. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man schon vor der Anmeldung zur Challenge im Jahr 2018 gelesen hat.Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen:Für jedes Thema wird es noch ein extra Unterthema geben, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt.Hier findet ihr eine Themen-Übersicht zum Ausdrucken :) Ein Buch, auf dessen Cover ein roter Gegestand abgebildet ist (kein Lebewesen). Ein Buch, auf dem eine Gruppe von Personen abgebildet ist (mindestens 3). Ein Buch, das keine Erzählung ist, sondern z.B. ein Drama, eine Gedichtsammlung, ein Sachbuch oder ähnliches. Ein Buch, das den Leserpreis gewonnen oder zumindest die Shortlist erreicht hat. Es dürfen Bücher aus allen Jahren gewählt werden, in denen der Leserpreis stattfand. (2009-2017) Ein Buch, das weder in Westeuropa / Skandinavien noch den USA spielt. Ein Buch, in dem die Hauptfigur ein Kind im Schulalter hat. Ein Buch, das schon mindestens ein anderer Teilnehmer für die Themenchallenge gelesen hat. Ein Buch aus einem Genre, das ihr nie oder nur selten lest. Ein Buch, über einen Ort / ein Land, in dem ihr selbst schon Urlaub gemacht habt. (Nicht euer Heimatland) Ein Buch, das mit dem Meer zu tun hat (Handlung, Cover ...). Ein Buch, das zu eurer derzeitigen Lebenssituation passt (z.B. kleines Kind, Hausbau, Studium, Job). Das Lieblingsbuch eines Freundes aus dem echten Leben oder eines LB-Freundes. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension gibt, wenn ihr damit beginnt. Ein Buch, das 2018 erstmalig erschienen ist. Ein Buch, das schon lange ungelesen in eurem Regal steht. Bitte gebt mit an, wie lange ihr es etwa schon besitzt. Ein Buch, das zwischen 400 und 500 Seiten lang ist. Ein Buch mit einem langen Buchtitel von mindestens 6 Wörtern. Ein Buch, bei dem die Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens des Autors im Alphabet aufeinander folgen. Die Reihenfolge ist dabei egal. Ein Buch, dessen Titel nicht waagerecht auf dem Buchcover abgedruckt ist. Ein Buch, bei dem eine Tierart im Buchtitel vorkommt. Ein Buch von einem Autor, von dem ihr schon mindestens 1 anderes Buch gelesen habt. Ein Buch, das ihr geschenkt bekommen habt. Ein Buch, in dem eine Reise im Mittelpunkt steht. Ein Buch aus einem Verlag, aus dem ihr bisher noch nichts gelesen habt. Ein Buch, das es sowohl als Hardcover als auch als Taschenbuch gibt. Ein Buch, auf dem ein Baum abgebildet ist. Ein Buch, dessen Cover euch optisch nicht anspricht, das ihr aber trotzdem gekauft habt. Ein Buch mit zwei oder mehr Adjektiven (alternativ: Verben) im Titel Ein Buch, in dem Bücher eine zentrale Rolle spielen. Ein Buch, dessen Titel aus einer anderen Sprache stammt als der gesamte Text. Ein Buch von einem Autor, das dieser unter Pseudonym geschrieben hat. Ein Buch, bei dem der Autorenname auf dem Cover in größerer Schriftgröße abgedruckt ist, als der Buchtitel. Ein Buch, bei dem etwas Essbares auf dem Cover abgebildet ist, das ihr selbst gerne esst. und zwei Bücher mit offensichtlich ähnlichem Titel, Thema oder Cover. Ein Buch, in dem eine Figur euren eigenen Vornamen, den eurer Mutter, eures Vaters, eures Kindes oder eines eurer Gechwister trägt. (Die Schreibweise muss nicht identisch sein.) Ein Buch, auf dessen Cover Nacht ist. Ein Buch, das rund um euren Geburtstag herum erschienen ist. Das Jahr ist dabei egal, es sollte aber maximal 5 Tage vor, nach oder direkt an eurem Geburtstag erschienen sein. Es gilt die Angabe auf der Buchseite bei LovelyBooks. Ein Buch, das inhaltlich einen Zeitraum von maximal einem Jahr umfasst. Ein Buch eines Autors, der mindestens 3 Kinder hat. JokerIhr dürft eines der 40 Themen bei Bedarf durch dieses hier ersetzen: Lest ein Buch bewusst mit einem anderen Teilnehmer dieser Challenge zusammen. Verabredet euch zum gemeinsamen Lesen dieses Buches, tauscht euch darüber aus und bewertet es später gemeinsam. Ich hoffe, die Themen gefallen euch und sind teils zwar kniffelig aber nicht unlösbar! Ich wünsche euch ganz viel Spaß! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen:* Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt!* Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung* Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen.* Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden.* Wichtig ist, dass man das Buch 2018 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal.* Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com* Jedes Buch kann nur bei einem Thema genutzt werden Wer sein Jahresziel erreicht hat, schreibt bitte kurz eine persönliche Nachricht dazu an mich und gibt auch die Anzahl der geschafften Themen mit an. Teilnehmer: AAdelheidSAdina13AdujaAglayaAkantha (20/20)AlaisAlchemillaAleidaAlexlauraAlexRalupusAmaraSummerAmeLieAmilynAmmerbucherAndieandymichihelliAnjacyAnnaBoleynAnna-Klaireanna_mAnna_ResslerAnne_MAnneMayaJannikaArachn0phobiAAriettaAuroraAydaAzaleeBbabsSBambisusuuban-aislingeachbanditsandraBarbara62BeaSurbeckBecky_BloomwoodBelichaBella233bellast01Bellis-Perennis (40+1/40+1)beltanibeneaboutbooksBeustBiancaWoeBiest-Bitterblue-black_horseBluelyBookdogBookfantasyXYbookgirlBookofsunshineBookRoseBook-wormBosnibuchfeemelanieBuchgespenstBuchperlenblogBuchraettinBuchverrueggtbuecherfee_ella__buecherliebe__BuechermomenteCCaillean79carathisCaro_Lesemauschaos-deluxeChattysBuecherblogchrikriChrischiDChristinaBCode-between-linesConnyKathsBooksCorinaPfCosmoKramercrimarestriCWPunktDdaneegoldDaniliesingDarcydieAngiediebuchrezensiondieschmittDionDirk1974dreamily1EEldfaxiElenaBachmannEliza_Elkeel_loreneEmotionenEngelchen07EnysBookserazer68ErbsenundKarottenEveniaBlackTearEwynnexnfxchnxrixhFfaanieFantasia08Fauchi2206FeniFinchen411 (25/25)FornikaFranzip86franzziFrau-AragornGGelisGermaniaGiulilovesbooksglanzenteGrOtEsQuEgstHHaithabuhannelore259happy_blueHelenaRebeccahisterikerHortensia13IIgelmanu66ika17iMelodyInkenIbsenIsadorisipisilz94Jjackiherzijala68janakaJanina84Jaq82JashrinJassi1993JayTiJeamijenvo82Jess_NeJezebelleJohanna_TorteJokersLaughJuleeesjulezzz96juli.buecherJulie209JustMeKkalligraphinKarin_Kehrerkassandra1010katrin297KeksisbabyKelo24KerstinTh (30/30)Kleine1984kleinechaotinkleine_welleKnigaljubKnorkekn-quietscheentchenKodabaerKristjakruemelmonster798Kuhni77KuhtippKurousagiLLadyIceTeaLadyOfTheBooksLadySamira091062LaLectureLaMenschLarii-MausiLavendel3007la_vielesebiene27Lese-Krissilesenbirgitlesululeyaxlieberlesen21LilawandelLilli33linda2271lLissylittlebansheelittlesparrowLiz_MacSharyLostHope2000Lovely90LrvtcbLuilineLupina15Luthien_TinuvielMmabuereleMali133mareike91Marina_Nordbrezemartina400MarveyMary2Meeko81melanie1984Merijanmia0503miau0815MichicornMira20MiracleDaymisanthropymisery3103MissDarkAngelMissStrawberryMissSweety86mistellormondyMoWilliamsmrs-brMrs_Nanny_OggMsChilimusicamericangirlMusikpferdmyfantasticfantasyworldNNaddlDaddlnaninkaNapallynatti_ LesemausNelebooksNelingNenef2000Nicoletta_WeberettaniknakninchenpinchennordfrauOObsidiarkOliverBaieronce-upon-a-timeoztrailPPachi10paevalillPagina86pamNPaperLoverpeedeePhiniPiaDisPiipinucchiaPK2510PMelittaMPucki60QQueenelyzaQueenSizeRRaJaJeRajetRealMajoreneeRo_KeR_MarieRoni88RosenmadlRoseWilliamsrosinchen_RubineSSaintGermainsajo1606SakukoSali118SamthasansolSassyEssieschafswolkeScheckTinaSchlehenfeeSchluesselblumeschnaeppchenjaegerinSchneeeule129schokokaramellsechmetsecretworldofbooksSeelensplitterSeitenHiebeseschat (20/20)ShineOnSikalSiouxSnordbruchSognantesolveigSomeBodysommerlese (40/40)speyrerhexcheStefanieFreigerichtSteffi_2511SteffiZisteinchen80sternblutSternenguckerinStinsomesunlightsursulapitschiSuskasweetjennnSynapse11TTalathielTallianeaTaluziTamiraSTanjaMaFiTatsuThaliomeeTheBookWormTheCoonthelauraverseTine13tintenblautlowtragalibrosTraumTantetypisch-monaUulrikerabeulrikeuunfabulousVvalenvalle87vanessaaaxxvanystefVolponaVuchaWWalli_Gabswanderlust26WaschbaerinWedmaWeltensucherinweltentzuecktwidder1987WollyWuestentraumWuschelXX-tineYYaBiaLinaYolandeYvetteHZzessi79zhera

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    • 3385
  • Autobiografische Romanerzählung

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    BookfantasyXY

    22. January 2018 um 13:23

    Jeannette Walls erzählt in ihrem Roman die Lebensgeschichte ihrer Familie, die eher ein Vagabundenleben jahrelang Aufrecht erhielt. Ein Leben mit Höhen und Tiefen, mit Prinzipien und Freiheiten, mit Einschränkungen und Ideen. Relativ früh im Kindesalter zog Jeannette mit ihren Eltern Rex und Rose Mary Walls und ihrer älteren Schwester Lori – gezwungener Maßen wegen eines Hausbrandes – von Ort zu Ort. Rex Walls verdiente sich das Geld durch Gelegenheitsjobs im Bergbau und wissenschaftlichen Experimenten. Rose Mary wurde zur Lehrerin ausgebildet, worauf deren Mutter damals bestand, aber sie arbeitete mit Unterbrechungen im Beruf als Lehrerin, denn sie verbrachte lieber Zeit mit Malerei. Ihr Traum war immer ein eigenes Kunstatelier, was ihr Mann von Zeit zu Zeit in kleinen Schritten unterstützte. Lange Zeit lebte die Familie – mittlerweile kamen noch Kinder Brian und die Nachzüglerin Maureen hinzu – in einem alten Auto. Sie wohnten, schliefen und fuhren mit dem Auto von Ort zu Ort, oder blieben irgendwo in der amerikanischen Wüste stehen. Mal ging der Sprit aus, mal ging das Geld aus, mal gab es keine Lebensmittel. Ein Leben in der Anarchie. Dennoch versuchten Rex und Rose Mary ihre Kinder anständig und selbstbewusst zu erziehen. Dafür, dass die Kinder mehr oder weniger auf der Straße lebten, erhielten sie eine gute allgemein bildende Erziehung ihrer Eltern. Jeannette Walls erzählt ihre Familiengeschichte aus ihrer Perspektive, wie sie ihre Kindheit erlebt hat, und wie ihr Leben im jungen Erwachsenenalter fortschritt. Ihr Leben und das ihrer Eltern und Geschwister wurden stark geprägt durch vielschichtige Erlebnisse und Lebensumstände, aber auch durch Höhen und Tiefen, die vor allem durch ihre Eltern verursacht wurden. Ihre Eltern waren/ sind einerseits liebenswürdig, aber auch andererseits vernachlässigende Eltern gewesen. Sie haben ihre vier Kinder einem genügsamen – zum Teil armen - Leben ausgesetzt. Aber dennoch war ihnen wichtig, dass ihre Kinder eine gute Ausbildung bekommen. Rex Walls hatten von Zeit zu Zeit alkoholische Probleme und seine Frau eher hippieähnliche Ambitionen, wobei ihre Malerei ihr wichtiger war als ihre Kinder. Teilweise konnten Rose Marys Mutter finanziell weiterhelfen, so dass die Kinder nicht verhungern mussten. Man kann betonen, dass die Kinder bestärkt aus diesem Elterndasein hervor gingen. Allerdings litt am meisten die jüngste Tochter Maureen unter dieser Erziehung. Dieser Roman faszinierte mich soweit, dass ich nun demnächst auch den Film gerne ansehen möchte. Woody Harrelson spielt den Vater Rex Walls, und Naomi Watts spielt die Mutter Rose Mary Walls. Eine emotionale und teilweise intelligente und humorvolle Familiengeschichte.

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    • 6
  • Schloss aus Glas

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Wuestentraum

    08. January 2018 um 11:24

    Die Journalistin Jeannette Walls erzählt hier ihre eigene Geschichte. Wie sie mit ihren Eltern und ihren 3 Geschwistern ein Vagabundenleben geführt haben. Es wird von einem Ort zum nächsten gefahren, der Vater nicht nur Alkoholiker sondern auch ein sogenannter Träumer, der seinen Kindern Geschichten erzählt und ihnen eines Tages ein Schloss aus Glas verspricht. Die Mutter ist Künstlerin, lebt überwiegend in ihrer eigenen Welt. Die Kinder sind anfangs glücklich, kennen sie ja nichts anderes, doch als sie älter werden, wollen sie diesem Leben in Armut und Hunger entfliehen. Jeanette Walls erzählt realistisch und berührend die Geschichte ihrer Kindheit, das Alltagsleben mit ihren Eltern und Geschwistern, welches alles andere als einfach ist. Die Eltern sind freiheitsliebend, haben kaum finanzielle Mittel um ihre 4 Kinder zu ernähren. Doch trotz aller Widrigkeiten von außen hält die Familie fest zusammen. Die Kinder versuchen, das jeweilige Zuhause, welches meistens Bruchbuden sind, zu verschönern und sich um Nahrung zu kümmern. Die Eltern geben ihren Kindern Zuspruch und liebevolle Gesten der Wiedergutmachung. Man kann ihre Beweggründe etwas nachvollziehen und ihnen deshalb ihr Handeln nicht übel nehmen, doch befürworten kann man es auch nicht. Der Schreibstil der Autorin ist klar und flüssig, man taucht schnell in diese wahre Geschichte ein, die einen zum Teil entsetzt und zum anderen Teil mitfühlend zurücklässt. Es wird sichtbar, wie Kinder in jungen Jahren ihre Umwelt wahrnehmen und trotz Armut und Hunger glücklich sein können. Wie sie, wenn sie heranwachsen und ihr Blickwinkel sich ändert, alles versuchen, um aus diesem Elend herauszukommen, um ein besseres Leben zu führen. Es zeigt, dass man auch unter widrigsten Lebensbedingungen immer einen Weg finden kann, um sein Leben zu ändern. Fazit: Ein sehr bewegendes und mitfühlendes Buch, das mich nachdenklich zurückgelassen hat. Unbedingte Leseempfehlung.

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  • Eine Biographie mit Tiefgang.

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    pinucchia

    24. December 2017 um 08:53

    Eine Biographie mit Tiefgang. Klappentext von Amazon: Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr. Über die Autorin: Infos über den Link; https://de.wikipedia.org/wiki/Jeannette_Walls Walls studierte am Barnard College und arbeitete über 20 Jahre als Journalistin in New York City und Long Island. Sie schrieb Gesellschaftskolumnen für E! Channel und das New Yorker Magazin Intelligencer und moderierte dreimal wöchentlich eine Live-Sendung im Morgenfernsehen bei MSNBC. Seit 2007 arbeitet sie hauptberuflich als Autorin. Jeannette Walls veröffentlichte über ihre außergewöhnliche Kindheit 2006 die Autobiographie Schloss aus Glas, welche ihr zu internationaler Bekanntheit verhalf. Der Titel wurde in 23 Sprachen übersetzt. Allein in Deutschland verkaufte sich Schloss aus Glas über 500.000-mal, 26 Wochen stand das Buch auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde im Jahr 2017 von Destin Daniel Cretton verfilmt. Die 2009 veröffentlichte Romanbiographie über ihre Großmutter, Ein ungezähmtes Leben, belegte insgesamt sogar 115 Wochen lang einen Platz auf der SPIEGEL-Bestsellerliste. Jeannette Walls lebt mit ihrem Mann in Virginia.   Das Buch:Ich besitze eine Taschenbuchausgabe mit 383 Seiten. Am Ende des Buches, besitze ich eine Leseprobe von „Ein ungezähmtes Leben“, mit 15 vollen Seiten. Die Danksagung beinhaltet eine Seite, und ist bei mir auf der Seite 384 nachzulesen. Das Cover passt hervorragend zu dieser Geschichte, es ist ein altes Schwarz/Weiß Foto mit zwei Kinder drauf. Für mich versinnbildlichen diese, Jeannette und ihren Bruder Brian.      Meine Meinung: Es ist mir eine ehre in Jeannettes Kindheit hinein schauen zu dürfen. Ich war zugleich erschrocken über das verhalten der Eltern aber auch zugleich fasziniert, wie viel Liebe diese in sich hatten. Traurig stimmte mich, wie schnell diese Kinder „Erwachsen“ werden mussten, um nicht gänzlich unterzugehen. Mein Fazit: Ich war so begeistert von diesem Buch, das wir gestern als Familie die Verfilmung angeschaut haben. Meine Tochter mit ihren 13 Jahren, war so emotional ergriffen das auch Ihr die Tränen liefen. Aber in Gegenteil zu mir, hat sie die Eltern schon gehasst. Da konnte ich sehen, wie Kinder manche Sachen aufnehmen. Sie hatte keinerlei Verständnis für die Eltern. Klar, dachte ich mir, sie hat ja keinerlei Bindung zu diesen Menschen, und sie war sehr glücklich auch darüber, dass sie mehr Geschwister hatten, allein wäre dies nicht auszuhalten, sagte meine Tochter. Und auch da musste ich Ihr Recht geben, diesen Halt hatten sie, weil sie sich gegenseitig helfen konnten, bei der jüngsten Schwester, merkt man schon diesen wesentlichen wichtigen Faktor, der zum Ende hin fehlte. Ich war sehr gerührt und werde definitiv ganze 5 Sterne für dieses Buch vergeben, ein Buch was ich jeden nur weiterempfehlen kann und einen grübelnd und nachdenklich zurücklässt. Ich sage nur „Danke Jeannette“.  

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   116 Punkte Katykate                                  ---   130 Punkte Kerdie                                      ---   259 Punkte Kleine1984                              ---   190 Punkte Kuhni77                                   ---   155 Punkte KymLuca                                  ---   149 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   306 Punkte Larii_Mausi                              ---    154 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   331 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte miau0815                                 ---   71 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   263 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  163 Punkte Nelebooks                               ---  310 Punkte niknak                                       ----  328 Punkte nordfrau                                   ---   162 Punkte PMelittaM                                 ---   283,5 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   165 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   87 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 80 PunkteSandkuchen                              ---   300 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   209 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   361 Punkte SomeBody                                ---   207,5 Punkte Sommerleser                           ---   244 Punkte StefanieFreigericht                  ---   263,5 Punkte tlow                                            ---   178 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   147 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   202 Punkte Yolande                                       --   233 Punkte

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  • Die Grenze zwischen Turbulenz und Ordnung

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    jenvo82

    22. December 2017 um 07:56

    „ Unsere Fahrten mit Elvis erinnerten mich daran, wie leicht es war, einfach seine Sachen zu packen und weiterzuziehen, wenn man den Drang dazu verspürte. Sobald man fest dazu entschlossen war, zu gehen, war wirklich nichts dabei.“ Inhalt Die Familie Walls lebt ziemlich bewusst ein Vagabundenleben und zieht mit ihren vier Kindern und einer motorisierten Schrottkiste quer durch Amerika. Der Vater Rex ist nicht nur ein eingefleischter Alkoholiker, sondern auch ein ambitionierter Träumer, denn er verspricht seinen Kindern, sobald er mit dem selbst gebauten Goldsucher erfolgreich war, hätten sie soviel Geld, dass er für die Familie mitten in der sonnigen Wüste ein Schloss aus Glas bauen könnte, in dem sie dann friedlich leben werden. Die Mutter lebt für ihre Kunst und malt, dichtet und schreibt den lieben langen Tag. Sie tapeziert die Wände mit Bildern und taucht mehrere Stunden am Tag in ihre eigene Welt ab. Nur die 4 Kinder überlegen tagaus, tagein, wovon sie leben können, was sie essen sollen, wie sie die Miete bezahlen können. Mit Gelegenheitsjobs hält sich Familie Walls gerade so über Wasser, doch immer nur ein paar Wochen, dann ist das Geld wieder verspielt oder versoffen … Und was die Eltern kaum oder nur unwesentlich stört wird für Jeannette und ihre Geschwister zur Bürde: Wann wird es ihnen gelingen aus ihrem Zuhause, was es genau genommen gar nicht gibt, auszubrechen? Meinung   Prinzipiell habe ich mit autobiografischen Romanen keine große Erfahrung, weil mich das Leben und Wirken echter, aber mir unbekannter Menschen nicht direkt am Herzen liegt, zwar beanspruchen Biografien oftmals einen hohen Informationswert und eröffnen neue Perspektiven, dennoch habe ich eher durch Zufall und Lesertipps zu diesem Buch gegriffen. Doch diese Erzählung konnte mich definitiv packen, denn mal abgesehen von dem autobiografischen Hintergrund trifft man hier auf Menschen, die sich irgendwie und täglich aufs Neue durchs Leben kämpfen müssen und dennoch immer einen Weg finden obenauf zu bleiben. Jeannette, selbst die Zweitgeborene schildert dem Leser sehr realistisch und erschreckend zugleich die Erlebnisse ihrer frühen Kindheit, bis hinein in ihr Erwachsenenleben. Als Lieblingstochter ihres Vaters beschreibt sie die Höhen und Tiefen des Alltags in einer Familie mit leeren Schränken, fehlenden finanziellen Mitteln und weitreichenden Sehnsüchten. Sie kann natürlich, weil aus erster Hand erlebt, sehr differenziert und nachhaltig die Charaktere ihres Romans zum Leben erwecken. Und so heben sich die Eltern ganz deutlich von den Kindern ab, die älteren Geschwister distanzieren sich viel schneller vom elterlichen Lebensstil, während die jüngeren einfach erfinderisch die Lücke im System suchen. Sie zeigt aber auch die zwiespältigen Gefühle ihrer Eltern, die eine freie, selbstbestimmte Erziehung favoritisieren und sich lieber um die Bildung als ums Essen kümmern, die irgendwie gefangen in sich selbst und andererseits doch so ungebunden wie nur denkbar leben. Auch das Geflecht der handelnden Personen untereinander wirkt sehr dicht und zeugt von Zusammenhalt und Stärke. Denn selbst als ungeliebte, ungern gesehene Außenseiter stehen die Mitglieder der Familie geschlossen beieinander und nehmen sich gegenseitig in Schutz.   Über die Jahre hinweg begleitet der Leser die Ereignisse, sieht die Entwicklung der Familie und muss feststellen, dass die Eltern eine ungewisse Turbulenz immer der gleichbleibenden Routine vorziehen. Dort, wo sie sesshaft werden, geht es ihnen schlechter als auf den langen Reisen durchs Land. Im Gegensatz dazu versuchen die Kinder jede Bruchbude, in der sie hausen zu verschönern, die Dächer zu reparieren und die Wände zu streichen und irgendwie an Essen zu gelangen. Der Traum, von dem der Vater seinen Kindern erzählt, rückt in immer weitere Ferne und Jeannette hakt das „Schloss aus Glas“ bald als Hirngespinst ab und versucht sich auf die tatsächlichen Möglichkeiten des Lebens zu besinnen. Und so erziehen Eltern Kinder, denen größter Wunsch es wird, ihrer Familie den Rücken zu kehren, um ein anderes, sorgenfreieres Leben zu führen.   Die große Stärke des Romans liegt an der Intensität der aufgegriffenen Beziehungen, an Begriffen wie Zuneigung, Liebe, Gemeinsamkeit aber auch generell an Dramatik, Enttäuschung und Rissen in der Gefühlswelt zwischen Eltern und Kindern. Stets hat der Leser das Gefühl, all die Einschränkungen und fehlenden Gesetzmäßigkeiten sind für die Kinder durchaus zumutbar. Denn anders als man es vielleicht von einer assozialen Bettlerfamilie erwartet, bekommt hier jeder Zuspruch, gibt es die kleinen alles wieder gutmachenden Gesten, gibt es Hoffnung und Perspektiven, die sich Kinder in jungen Jahren noch nicht vorstellen können und doch so nötig haben. Und so kann man das Elternpaar zwar nicht wirklich verstehen, doch man nimmt ihnen ihr Handeln auch nicht so übel. Fazit   Ich vergebe 5 Lesesterne und eine unbedingte Leseempfehlung für diesen ungewöhnlichen, bewegenden Roman über die Kindheit, das Erwachsenwerden und die Möglichkeiten Einzelner sich aus misslichen Situationen durch puren Überlebenswillen zu befreien. Dieses Buch hallt lange nach und stimmt nachdenklich, zeigt differenzierte Lebensmodelle und ganz unterschiedliche Empfindungen von Glück. Allen voran stellt es aber die unausgesprochene, einfach vorhandene und unbesiegbare Liebe zwischen den Mitgliedern einer Familie ins Zentrum der Erzählung, die ihr Alltag derart zusammengeschweißt hat, dass sie Jahrzehnte später immer noch von gemeinsamen Erlebnissen, bitteren Erfahrungen und lustigen Anekdoten schwärmen. Berührend, anders, chaotisch und mit viel Lebensweisheit gespickt präsentiert uns hier Jeannette Walls die Wahrheiten ihrer Familie.  

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    • 7
  • Ungezähmt

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    SABO

    Jeanette Walls - Schloss aus Glas  "Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln." Die Kinder der Familie Walls sind glücklich, denn sie leben ein ungezähmtes Leben, trotz Pappkartonbetten und flüchtigen Wohnwechsel, schlafen im Auto, Nomadenleben, schafft es Rex Walls dank seiner Phantastereien, als Held dazustehen. Doch die Kinder werden älter und seine Versprechungen bleiben dieselben. Die Mutter ist eine Träumerin, die lieber ihrer Kunst fröhnt, als den Kindern etwas zu Essen zu kochen, vielleicht auch, weil nicht immer etwas davon da ist. Es ist auch keine Seltenheit, dass die kleine Tochter am Herd steht oder die Kinder sich in einem Salatfeld sattessen. Doch nichts geht über dieses freie und wilde Leben. Die Walls halten sich für die reichste Familie der Welt, was sie miteinander haben ist das beste und was sie nicht haben brauchen sie nicht. Doch irgendwann glauben die Kinder nicht mehr daran, dass ihnen die Sterne gehören, die ihnen ihr Vater "geschenkt" hat. Der Bestseller dieser wahren und ungewöhnlichen Lebensgeschichte wurde verfilmt. Hochkarätig besetzt mit Naomi Watts, Brie Larson und Woody Harrelson. Auch das Buch zum Film kann mit dem Original mithalten, es ist spannend, tragisch, atmosphärisch, mal schön - mal traurig.

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    • 3
  • Kindheit überleben

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    black_horse

    14. December 2017 um 23:00

    Vor einiger Zeit habe ich den Kinofilm zum Buch gesehen. Nun war ich gespannt, was Jeanette Walls in ihrem autobiografischen Buch geschrieben hat.Der Film ist wirklich sehr nah am Buch. Es erzählt die Erlebnisse einer Kindheit mit Eltern, die nicht in der Lage waren, ihren Kindern ein Zuhause zu geben. Der Vater, ein kluger Mann, der viel trank und sich mit Gelegenheitsjobs durchschlug. Die Mutter eine Künstlerin, die sich lieber ihren Werken als ihren Kindern widmete. Dazu immer wieder Ärger mit Behörden, der die Familie zum Weiterziehen veranlasst. Die vier Walls-Kinder müssen sich durchbeißen, immer wieder neues Umfeld, immer wieder Hunger, immer wieder erbärmliche Wohnbedingungen, immer wieder Gewalt, immer wieder Spott. Und trotzdem verehrt die kleine Jeannette ihren Vater, der ihr die Welt erklärt, ihr einen Stern am Himmel schenkt und ein Schloss aus Glas bauen möchte. Denn die Eltern sind schon überzeugt, "richtig" zu leben.Ein ehrliches Buch einer starken Frau, die sich ins Leben gekämpft hat. Viele berührende Erinnerung, viele ganz schreckliche Situationen, Trostlosigkeit und doch wachsende Hoffnung. Besonders sind auch die so verschiedenen Lebenseinstellungen.Bezeichnend ist dafür die Danksagung (S. 349):Meiner Mutter bin ich dankbar für ihren Glauben an die Kunst und an die Wahrheit ...Und meinem Vater Rex S. Walls, weil er so große Träume geträumt hat.Beeindruckend, wenn man eine solche Kindheit er- und überlebt hat. Das Buch hat mich genauso berührt wie der Film. Unfassbar! 

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    • 3
  • Schloss aus Glas

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Blaustern

    14. December 2017 um 12:11

    Jeanette Walls zieht während ihrer Kindheit mit ihrer Familie von einem Ort zum anderen. Einen geregelten Tagesablauf gibt es für sie nicht. Von jetzt auf gleich kann schon wieder alles ganz anders sein. Dabei scheinen sie und ihre 3 Geschwister glücklich, denn sie kennen nichts anderes. Und ihr Vater verspricht den Himmel, ein Schloss aus Glas, geht mit ihr auf Dämonenjagd. Dafür wird so manches Mal gehungert, und zudem ist er auch noch dem Alkohol verfallen. Die Mutter nennt sich eine Künstlerin und teilt die Ansichten. Auch ihre Psyche ist nicht gesund. Die Familie wird immer ärmer und bald schon hat sie gar kein Dach mehr über dem Kopf.„Schloss aus Glas“ ist ein autobiographischer Roman der Journalistin Jeanette Walls, der auch verfilmt wurde. Hut ab vor der Autorin, dass sie den Mut hat, über ihre Vergangenheit so offen zu schreiben und alle Welt daran teilhaben zu lassen. Dabei wertet sie nicht ihre Eltern, sondern schildert schlichtweg alles, so wie es gewesen ist. Begonnen wird mit dem Kleinkindalter, wobei zum größten Teil über die Kindheit berichtet wird, alles in der Ich-Perspektive in Form eines Romans. Der Roman ist sehr emotional und geht richtig an die Nieren, wie die Kinder in diesen Verhältnissen aufwachsen mussten. Als sie älter wurden, erkannten sie die Lage immer deutlicher, und dass sie sich selbst aus diesem Teufelskreis herausholen mussten/konnten. Der Text ist leicht und angenehm zu lesen. Trotzdem ist es keine leichte Kost aufgrund des Themas.

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  • sehr emotional, aber keine leichte Kost

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Buchschatzjaegerin

    04. December 2017 um 16:33

    WORUM GEHT ES?Die Kindheit von Jeannette Walls ist alles, aber auf keinen Fall gewöhnlich. Während andere einem geregelten Tag nachgehen, sieht jeder ihrer Tage anders aus. Manchmal wechselt ihre Familie in einer Nacht- und Nebelaktion den Wohnort. Auch sonst hält besonders ihr Vater nicht viel von Regeln und Gesetzen - zumindest nicht wenn sie von jemand anderem als ihm selbst kommen. Auch ihre Mutter genießt viel lieber die künstlerische Freiheit und betitelt jeden, der sich streng an Normen und Werte einer Gesellschaft hält, als großen Spießer. Jeannette und ihre Geschwister dagegen stehen oft zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite steht die Familie, ihre Eltern, die ganz andere Ansichten vertreten als die Gegenseite, ihre Mitschüler, Lehrer und andere. Erst mit zunehmenden Alter bemerkte Jeannette, dass ihr Leben auch anders verlaufen kann und dass es ganz alleine in ihrer Hand liegt, was aus ihrer Zukunft wird.REZENSIONIn Schloss aus Glas beschreibt die Autorin Jeannette Walls ihr eigenes Leben, insbesondere jedoch ihre sehr außergewöhnliche Kindheit. Das Buch liest sich aber nicht unbedingt als Autobiographie, sondern vielmehr als Roman. Wäre der Name der Autorin auf dem Cover nicht identisch mit dem der Protagonistin der Geschichte, würde man vielleicht gar nicht auf Anhieb darauf kommen, dass der Roman autobiographisch ist.Nun stellt sich dem einem oder anderen sicherlich die Frage, was an Jeannette Walls' Vergangenheit so interessant sein könnte, dass sie gleich einen ganzen Roman darüber verfasst. Das verrate ich euch gerne!Schloss aus Glas ist in fünf Teile unterteilt und jeder Teil befasst sich mit einem prägenden Abschnitt aus Jeannettes Leben. Der erste Teil fungiert sozusagen als Prolog zur Geschichte, denn in den darauffolgenden Teilen geht es vor allem um die Kindheit der Autorin. Begonnen wird die Geschichte, als Jeannette drei Jahre alt ist und man wird als Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen. Der Roman ist natürlich aus der Sicht der Autorin geschrieben, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Man merkt tatsächlich auch sehr schnell, weshalb dies in dem Roman so wichtig ist, aber dazu komme ich später nochmal genauer. Jeannettes Familie ist keine herkömmliche Familie. Sie leben nicht unbedingt nach den Regeln der Gesellschaften, ecken gerne mal an, weil ihnen gesellschaftliche Konventionen zu wider sind. Man könnte ihre Eltern durchaus auch als Freigeister bezeichnen. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, gäbe es da nicht die drei Kinder, die das alles mitmachen müssen. Die Familie reist von Ort zu Ort, bleibt dort so lange, bis das Geld aus ist und bevor ihnen ernsthafte Konsequenzen drohen, weil sie sich verschuldet haben, hauen sie ab. Dazu kommt, dass der Vater Alkoholiker ist, das Geld also gerne für seinen täglichen Bedarf an Alkohol oder eben anderen schönen Dingen ausgibt. Die Mutter nimmt das so hin, trauert aber vor allem ihrem Leben als Künstlerin her, dass sie aufgrund der Kinder aufgeben musste. Ja, und die Kinder nehmen das alles ganz einfach so hin, schließlich kennen sie es nicht anders. Für sie ist es völlig normal, von Lebensmittelresten zu leben, sich nicht täglich waschen zu können und von einem Ort zum nächsten zu reisen.Ich habe beim Lesen oft wirklich schwer schlucken müssen, denn die Kinder haben gewiss kein leichtes Leben. Man merkt da erst mal selbst, wie gut die eigene Kindheit doch war. Das Schlimmste daran finde ich aber eigentlich noch, wie normal das für Jeannette ihre Geschwister doch zu sein scheint, ganz besonders, als sie noch klein waren. Es gab nichts, was sie ihren Eltern vorwarfen, weil sie eben doch nichts anders kannten. Genau deshalb ist es auch so wichtig, dass hier aus der Ich-Perspektive erzählt wird, denn dadurch wird das nochmal ganz deutlich gemacht. Erst mit zunehmenden Alter, wenn die Kinder allmählich erwachsen werden, merken sie, dass dieses Leben nicht das ist, was sie sich für sich wünschen, auch wenn ihre Eltern offenbar sehr zufrieden damit scheinen. Dies spiegelt sich dann ebenso in der Erzählart wider. Der Roman hat mich teilweise geschockt, aber auch gerührt. Schockierend fand ich es ganz besonders, wie oft sexuelle Belästigung und Nötigung, besonders bei Kindern, thematisiert wird und wie das von den Eltern klein geredet wird. Das hat mich eigentlich nicht nur schockiert, sondern auch richtig wütend gemacht.Es gab aber auch einige Passagen, die wirklich schön waren und mich gerührt haben. Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Aus dem Roman geht hervor, dass sie sich eine Zeit lang doch sehr für ihre Eltern geschämt hat. Aber dass sie dann darüber schreibt, zeigt ganz deutlich, dass sie nun darüber reden und ganz offen damit umgehen kann. Besonders ist hier auch die Schreibart. Man merkt deutlich eine Entwicklung im Ton, der anfangs noch ganz unschuldig ist, aber eben immer reifer und fordernder wird. Es ist außerdem sehr besonders, dass in keiner Zeile jemals ein Vorwurf der Autorin mitschwingt. Jeannette Walls berichtet aus ihrer Kindheit so, als wäre es die Geschichte einer fiktiven Figur, man liest keine Wertung oder Kritik heraus, was aber nicht heißt, dass es nicht emotional ist. Sicherlich ist Schloss aus Glas kein Buch, das man mal eben lesen kann. Es lässt sich zwar sehr leicht lesen, aber zumindest ich musste das Gelesene dann erst einmal verarbeiten und reflektieren, weil es eben doch keine leichte Kost ist. Vor allem aber musste ich sehr viel darüber nachdenken und habe mich oft gefragt, wie es mir in dieser Lage ergangen wäre.Eine Sache gibt es dann aber doch, die mir nicht so gut gefallen hat und das ist die Länge einiger Passagen. Für mich wurde die Kindheit ganz ausschweifend erzählt, aber das Teenageralter und vor allem dann später die Zeit als Erwachsene kamen mir doch zu kurz. Sicherlich waren all die Ereignisse aus der Kindheit prägend für die Autorin, sonst hätte sie sie nicht in dem Roman niedergeschrieben, für mich persönlich hätten es aber doch ein paar weniger Kindheitserinnerungen und dafür mehr aus späteren Zeiten sein können.FAZITJeannette Walls Schloss aus Glas ist definitiv kein leichter Roman, den man mal eben so nebenher lesen kann. Das Erzählte bringt sehr viel Ballast mit sich, der einen unentwegt zum Nachdenken anregt. Wer jedoch auf der Suche nach einem anspruchsvollen Roman ist, der das Leben einer etwas anderen Familie beschreibt, der wird hier seine Freude haben. Ich habe auf jeden Fall großen Respekt vor Jeannette Walls, dass sie die Menschen an ihrem doch sehr unkonventionellen Leben teilhaben lässt. Deshalb bekommt Schloss aus Glas vier von fünf Kreuzen von mir.

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