Jeannette Walls Schloss aus Glas (Filmausgabe)

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Inhaltsangabe zu „Schloss aus Glas (Filmausgabe)“ von Jeannette Walls

Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.
Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.

4,5 Sterne. Bewundernswert, wie nüchtern, distanziert und ganz ohne Wut und Selbstmitleid die Autorin über Ihre Kindheit und Jugend schreibt

— Kleines91

Ich hatte schreckliche Angst davor, dass die Leute etwas über meine Eltern herausfinden würden.

— Liisaaa_th

Beeindruckende Lebensgeschichte, die leider nicht wirklich auf die seelischen Verletzungen der vernachlässigten Kinder eingeht

— Aischa

Berührend und faszinierend.

— Blubb0butterfly

Berührend von der ersten bis zur letzten Seite

— Amber144

Wunderschönes berührendes Buch - die liebenswerte Geschichte einer chaotischen Familie.

— waldfee1959

Sowohl Film als auch Buch kann ich jedem sehr empfehlen! Aufrüttelnd und sehr berührend! Geht richtig unter die Haut!

— vronika22

Erschreckend und faszinierend zugleich.

— TheBookAndTheOwl

Gäbe es die Möglichkeit hätte ich definitiv mehr Sterne vergeben!

— Jule_Frost

Tragikomische Autobiografie über eine außergewöhnliche Kindheit, geprägt von wenig verantwortungsbewussten, exzentrischen Eltern

— schnaeppchenjaegerin

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  • sehr emotional, aber keine leichte Kost

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Buchschatzjaegerin

    04. December 2017 um 16:33

    WORUM GEHT ES?Die Kindheit von Jeannette Walls ist alles, aber auf keinen Fall gewöhnlich. Während andere einem geregelten Tag nachgehen, sieht jeder ihrer Tage anders aus. Manchmal wechselt ihre Familie in einer Nacht- und Nebelaktion den Wohnort. Auch sonst hält besonders ihr Vater nicht viel von Regeln und Gesetzen - zumindest nicht wenn sie von jemand anderem als ihm selbst kommen. Auch ihre Mutter genießt viel lieber die künstlerische Freiheit und betitelt jeden, der sich streng an Normen und Werte einer Gesellschaft hält, als großen Spießer. Jeannette und ihre Geschwister dagegen stehen oft zwischen den Stühlen. Auf der einen Seite steht die Familie, ihre Eltern, die ganz andere Ansichten vertreten als die Gegenseite, ihre Mitschüler, Lehrer und andere. Erst mit zunehmenden Alter bemerkte Jeannette, dass ihr Leben auch anders verlaufen kann und dass es ganz alleine in ihrer Hand liegt, was aus ihrer Zukunft wird.REZENSIONIn Schloss aus Glas beschreibt die Autorin Jeannette Walls ihr eigenes Leben, insbesondere jedoch ihre sehr außergewöhnliche Kindheit. Das Buch liest sich aber nicht unbedingt als Autobiographie, sondern vielmehr als Roman. Wäre der Name der Autorin auf dem Cover nicht identisch mit dem der Protagonistin der Geschichte, würde man vielleicht gar nicht auf Anhieb darauf kommen, dass der Roman autobiographisch ist.Nun stellt sich dem einem oder anderen sicherlich die Frage, was an Jeannette Walls' Vergangenheit so interessant sein könnte, dass sie gleich einen ganzen Roman darüber verfasst. Das verrate ich euch gerne!Schloss aus Glas ist in fünf Teile unterteilt und jeder Teil befasst sich mit einem prägenden Abschnitt aus Jeannettes Leben. Der erste Teil fungiert sozusagen als Prolog zur Geschichte, denn in den darauffolgenden Teilen geht es vor allem um die Kindheit der Autorin. Begonnen wird die Geschichte, als Jeannette drei Jahre alt ist und man wird als Leser gleich mitten ins Geschehen geworfen. Der Roman ist natürlich aus der Sicht der Autorin geschrieben, die aus der Ich-Perspektive erzählt. Man merkt tatsächlich auch sehr schnell, weshalb dies in dem Roman so wichtig ist, aber dazu komme ich später nochmal genauer. Jeannettes Familie ist keine herkömmliche Familie. Sie leben nicht unbedingt nach den Regeln der Gesellschaften, ecken gerne mal an, weil ihnen gesellschaftliche Konventionen zu wider sind. Man könnte ihre Eltern durchaus auch als Freigeister bezeichnen. Das wäre auch vollkommen in Ordnung, gäbe es da nicht die drei Kinder, die das alles mitmachen müssen. Die Familie reist von Ort zu Ort, bleibt dort so lange, bis das Geld aus ist und bevor ihnen ernsthafte Konsequenzen drohen, weil sie sich verschuldet haben, hauen sie ab. Dazu kommt, dass der Vater Alkoholiker ist, das Geld also gerne für seinen täglichen Bedarf an Alkohol oder eben anderen schönen Dingen ausgibt. Die Mutter nimmt das so hin, trauert aber vor allem ihrem Leben als Künstlerin her, dass sie aufgrund der Kinder aufgeben musste. Ja, und die Kinder nehmen das alles ganz einfach so hin, schließlich kennen sie es nicht anders. Für sie ist es völlig normal, von Lebensmittelresten zu leben, sich nicht täglich waschen zu können und von einem Ort zum nächsten zu reisen.Ich habe beim Lesen oft wirklich schwer schlucken müssen, denn die Kinder haben gewiss kein leichtes Leben. Man merkt da erst mal selbst, wie gut die eigene Kindheit doch war. Das Schlimmste daran finde ich aber eigentlich noch, wie normal das für Jeannette ihre Geschwister doch zu sein scheint, ganz besonders, als sie noch klein waren. Es gab nichts, was sie ihren Eltern vorwarfen, weil sie eben doch nichts anders kannten. Genau deshalb ist es auch so wichtig, dass hier aus der Ich-Perspektive erzählt wird, denn dadurch wird das nochmal ganz deutlich gemacht. Erst mit zunehmenden Alter, wenn die Kinder allmählich erwachsen werden, merken sie, dass dieses Leben nicht das ist, was sie sich für sich wünschen, auch wenn ihre Eltern offenbar sehr zufrieden damit scheinen. Dies spiegelt sich dann ebenso in der Erzählart wider. Der Roman hat mich teilweise geschockt, aber auch gerührt. Schockierend fand ich es ganz besonders, wie oft sexuelle Belästigung und Nötigung, besonders bei Kindern, thematisiert wird und wie das von den Eltern klein geredet wird. Das hat mich eigentlich nicht nur schockiert, sondern auch richtig wütend gemacht.Es gab aber auch einige Passagen, die wirklich schön waren und mich gerührt haben. Ich finde es bemerkenswert, dass die Autorin uns an ihrer Geschichte teilhaben lässt. Aus dem Roman geht hervor, dass sie sich eine Zeit lang doch sehr für ihre Eltern geschämt hat. Aber dass sie dann darüber schreibt, zeigt ganz deutlich, dass sie nun darüber reden und ganz offen damit umgehen kann. Besonders ist hier auch die Schreibart. Man merkt deutlich eine Entwicklung im Ton, der anfangs noch ganz unschuldig ist, aber eben immer reifer und fordernder wird. Es ist außerdem sehr besonders, dass in keiner Zeile jemals ein Vorwurf der Autorin mitschwingt. Jeannette Walls berichtet aus ihrer Kindheit so, als wäre es die Geschichte einer fiktiven Figur, man liest keine Wertung oder Kritik heraus, was aber nicht heißt, dass es nicht emotional ist. Sicherlich ist Schloss aus Glas kein Buch, das man mal eben lesen kann. Es lässt sich zwar sehr leicht lesen, aber zumindest ich musste das Gelesene dann erst einmal verarbeiten und reflektieren, weil es eben doch keine leichte Kost ist. Vor allem aber musste ich sehr viel darüber nachdenken und habe mich oft gefragt, wie es mir in dieser Lage ergangen wäre.Eine Sache gibt es dann aber doch, die mir nicht so gut gefallen hat und das ist die Länge einiger Passagen. Für mich wurde die Kindheit ganz ausschweifend erzählt, aber das Teenageralter und vor allem dann später die Zeit als Erwachsene kamen mir doch zu kurz. Sicherlich waren all die Ereignisse aus der Kindheit prägend für die Autorin, sonst hätte sie sie nicht in dem Roman niedergeschrieben, für mich persönlich hätten es aber doch ein paar weniger Kindheitserinnerungen und dafür mehr aus späteren Zeiten sein können.FAZITJeannette Walls Schloss aus Glas ist definitiv kein leichter Roman, den man mal eben so nebenher lesen kann. Das Erzählte bringt sehr viel Ballast mit sich, der einen unentwegt zum Nachdenken anregt. Wer jedoch auf der Suche nach einem anspruchsvollen Roman ist, der das Leben einer etwas anderen Familie beschreibt, der wird hier seine Freude haben. Ich habe auf jeden Fall großen Respekt vor Jeannette Walls, dass sie die Menschen an ihrem doch sehr unkonventionellen Leben teilhaben lässt. Deshalb bekommt Schloss aus Glas vier von fünf Kreuzen von mir.

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  • Bewegende Geschichte über eine so ganz andere Familie wie wir sie kennen!

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Liisaaa_th

    17. November 2017 um 15:31

    Dieses Buch habe ich vom Bloggerportal als Rezensionsexemplar bekommen. Aufmerksam bin ich durch den Film geworden der bei uns in die Kinos kam. Ich liebe Geschichten nach wahren Begebenheiten und den Filmtrailer fand ich auch sehr interessant. Doch bevor ich den Film schaue wollte, musste ich das Buch einfach lese und umso glücklicher bin ich das ich die Chance dazu erhalten habe!Cover: Hierbei handelt es sich um das Filmplakat. Ich persönlich finde es wirklich sehr schön. Der Himmel, die Familie und die unendliche Weite. Zu dem Titel hätte ich mir allerdings ein passenderes Bild gewünscht.Handlung: Jeannette Walls erzählt ihre eigene Geschichte. Wie sie als Kind tausend Abenteuer erlebte, die Familie durch die Gegend reiste und ihr Vater ihr wundervolle Geschichten erzählt. Doch sie erzählt auch von dem Hunger, der Flucht, der Kälte, vom Erwachsen werden und anders sein.Meine Meinung: Der Schreibstil war sehr angenehm. Man konnte sich sehr gut in die Protagonistin rein versetzen und mitfühlen. Was mich etwas gestört hat war dir kleine Schrift. Das hat mich doch schon sehr angestrengt  lesen und deshalb auch länger gedauert eh ich das Buch durch hatte. Die Geschichte ist wirklich krass. Eine Familie die ständig auf der Flucht ist, von der Hand im Mund lebt und Armut in seiner reinsten Form kennen lernt. Als die Kinder klein waren, mögen sie das ganze noch für ein Spiel gehalten haben aber desto älter sie wurden haben sie die Unterschiede dann doch bemerkt. Ich kann Jeanette sehr gut verstehen, das sie dieses Leben nicht weiter führen wollte und deswegen auf Abstand geht und sich ein neues Leben im Luxus aufbaut. Doch so ganz kommt sie davon auch nicht los, vermisst sie doch ihre Familie und denkt an die teilweise schöne, lustige und spannende Zeit zurück die sie gemeinsam erlebt haben. Die Eltern kann ich teils teils verstehen. Ich verstehe was sie ihren Kindern versuchen mit auf dem Weg zu geben und das die USA mit ihren Regeln und Gesetzen kein einfaches Fleckchen Land sind, aber wenn meine Kinder hungern oder auf der Straße schlafen müssten würde es bei mir aufhören. Ich weis das sie versucht haben das beste drauß  machen aber es ist trotzdem krass.Fazit: Ich fand das Buch sehr schön. Es lädt zum Nachdenken ein und lässt uns auch mal einen Blick auf andere Menschen und deren Leben zu. Jetzt kann ich auch endlich den Film dazu  noch schauen.

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  • Von ganz unten nach ganz oben - leider ohne den erhofften Tiefgang!

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Aischa

    07. November 2017 um 23:15

    Was für ein spannendes Thema: Worin besteht eine glückliche Kindheit? Kann es gelingen, dass Kinder, die die finanzielle Not der Eltern am eigenen Leib erfahren, zu glücklichen Erwachsenen heranwachsen? Wie viel Freiheit ist in der Kindheit förderlich, wann beginnt es gefährlich oder schädlich zu werden? Worin genau besteht Fürsorgepflicht? Was macht es mit einem Kind, wenn es von klein auf immer wieder umziehen muss - fühlt es sich später entwurzelt oder ist es weltoffen, neugierig und ohne Angst vor Neuem?Leider gibt Jeannette Walls darauf kaum Antworten in ihrem autobiografischen Roman. Zwar schildert sie in vielen Details, wie viele gefährliche Situationen sie und ihre drei Geschwister zu meistern hatten, da die nomadisierenden Eltern sich kaum um die Kinder kümmerten. Wir erfahren wie Jeannette und ihr Bruder aus Sondermüllabfällen "Atom-Benzin" mischten und die Explosion nur mit viel Glück überlebten, wie es zu einer Schießerei mit dem Nachbarsjungen kam oder wie Hunger zum täglichen Begleiter wurde. Dies alles jedoch in einer seltsam nüchternen Beschreibung, fast als ob die gelernte Journalistin Walls eine Reportage verfasst hätte. Mir fehlen in diesem Roman die Ängste, die die Kinder ausgestanden haben müssen, nur selten werden diese thematisiert, etwa wenn die jüngste Schwester, Maureen, wochenlang nicht mehr schlafen kann, weil nachts eine Ratte auf ihrer Decke gesessen hatte.Ich werde den Eindruck nicht los, dass Walls den All-American-Dream "Vom Tellerwäscher zum Millionär" in neuer Version erzählen möchte: "Vom Kind, das in Pappkartons schlief, zur erfolgreichen Journalistin, die in der Park Avenue in New  York wohnt."Über Rückschläge erfahren wir wenig, als Grund für ihre Scheidung heißt es nur knapp "Er war ... nicht der Richtige für mich.". Auch die Ehe des Bruders scheitert, aber dennoch sollen wir glauben, "es ging ihm richtig gut", da er ein Häuschen renoviert und zwei Frauen an ihm interessiert sind. Maureen, die nach einem Angriff auf ihre Mutter ein Jahr in einer Klinik verbringen muss, verschwindet danach nach Kalifornien und ebenso schnell aus dem Roman.Die Geschichte ist durchaus lesenswert, aber ich würde empfehlen, das Buch danach weiterzugeben, damit man sich mit Bekannten darüber austauschen kann. Es bietet reichlich Diskussionsstoff, tiefere Einsichten oder gar Antworten der Autorin sollte man sich nicht erhoffen.

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  • „Schloss aus Glas“ von Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Blubb0butterfly

    06. November 2017 um 11:04

    EckdatenISBN: 978-4-453-35968-09,99 €Diana Verlag (Random House Verlagsgruppe)383 Seiten + 1 Seite Danksagung + 15 Seiten Leseprobe „Ein ungezähmtes Leben“ von der Autorin + 1 Seite Buchvorstellung der AutorinÜbersetzung: Ulrike Wasel und Klaus Timmermann2017TaschenbuchCoverDa es sich hierbei um die Filmausgabe handelt, ist natürlich das Kinoplakat zu sehen. Ich finde es nicht so schön, hätte mir etwas Passenderes gewünscht.Inhalt „Ich hatte schreckliche Angst davor, dass die Leute etwas über meine Eltern herausfinden würden, darüber, dass ich als Kind in Pappkartons geschlafen und tagelang gehungert hatte. Deshalb erzählte ich niemanden von meiner Vergangenheit – bis jetzt.“Als Jeannette Walls beschließt, das Versteckspiel aufzugeben, ist sie bereits eine erfolgreiche Journalistin und lebt in einer Luxuswohnung in New York. Mitreißend erzählt sie in Schloss aus Glas von ihrer Kindheit: von ihrem Vater, den sie vergöttert und der nicht nur ein begnadeter Geschichtenerzähler ist, sondern leider auch ein unverbesserlicher Träumer und Säufer. Und von ihrer Mutter, für die das eigene Künstlerdasein stets Vorrang vor dem Wohl der Kinder hat.Das Leben der Familie Walls findet außerhalb gesellschaftlicher Normen und Konventionen statt. Aber das, was für die Kinder anfangs noch abenteuerlich und vergnüglich ist, wird mit der Zeit immer trauriger und bedrohlicher.Destin Cretton verfilmte den Bestseller mit Oscar-Preisträgerin Brie Larson (Raum), Naomi Watts (The Impossible, Diana) und Woody Harrelson (True Detective, Die Tribute von Panem) in den Hauptrollen.AutorinJeannette Walls wurde in Phoenix, Arizona, geboren. Sie studierte am Barnard College und arbeitete als Journalistin in New York. 2006 erschien ihr internationaler Bestseller Schloss aus Glas, der in 23 Sprachen übersetzt wurde. Auch ihre Romane Ein ungezähmtes Leben und Die andere Seite des Himmels wurden zu Bestsellern. Walls lebt mit ihrem Mann in Virginia.MeinungDanke an das Bloggerportal für das Bereitstellen des Buches. Bei der Leserunde auf Lovelybooks hatte ich leider kein Glück gehabt, aber ich wollte das Buch unbedingt lesen. Ich finde das Buch sehr emotional und das Schicksal der Autorin hat mich sehr mitgenommen. Ein solches Leben stelle ich mir krass vor. Klar, als Kind sieht man das Ganze als Abenteuer an und denkt sich nichts dabei. Aber je älter man wird, desto mehr fallen einem die Unterschiede auf. Es ist berührend. An einigen Stellen musste ich über ihre Eltern den Kopf schütteln. Sie haben es sicherlich nur gut für ihre Kinder gemeint und jeder kann seine Kinder so erziehen, wie er es für richtig hält, aber dieses Leben war schon echt krass.Was mich gestört hat, war die verhältnismäßig kleine Schriftgröße. Damit hatte ich meine Schwierigkeiten.Das Buch sollte man gelesen haben. Es ist faszinierend, dass es die Autorin trotz ihrer Kindheit geschafft hat, erfolgreich zu sein.

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  • Berührend von der ersten bis zur letzten Seite

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Amber144

    05. November 2017 um 17:14

    Das Buch wollte ich zuerst lesen, bevor ich mir den Film anschaue, da in Filmen meist etwas fehlt oder anders verfilmt wird, als es das Buch vorsieht.Dieses Buch hat mich begeistert.Der Schreibstil hat mich sofort gefesselt und nicht wieder los gelassen. Man ist sofort mitten im Geschehen. Natürlich habe ich mir gleich Gedanken gemacht, wie Jeannettes Mutter obdachlos sein kann. Aber auf die Geschichte, die in diesem Buch zu finden ist, kommt keiner.Die Autorin beschreibt ihre Kindheit so bildgewaltig und berührend, dass ich mehr als einmal den Kopf schütteln musste, aber auch mit der Autorin gefühlt habe.Die Angehörigen und die Landschaft sind so eindrucksvoll beschrieben, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein und neben der Autorin zu stehen. Ihre Zweifel und Gedanken sind nachvollziehbar geschrieben und dadurch wird dem Leser das Buch noch einmal näher gebracht.Die 382 Seiten sind im Nu verflogen und ich war auf der einen Seite traurig, dass das Buch beendet ist, aber auch begeistert, was die Autorin geschafft hat und erschaffen hat. Darauf kann sie wirklich stolz sein.Ob ich den Film anschauen werde, weiß ich nicht, da er gar nicht so toll werden kann wie das Buch.Ein absolut lesenswertes Buch, dass ich ohne Einschränkungen weiterempfehlen kann.Absolut verdiente 5 Sterne.

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  • Wunderschönes, berührendes Buch - die Geschichte einer chaotischen Familie

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    waldfee1959

    03. November 2017 um 20:38

    Ein Buch, das mir sehr gefallen hat, vor allem wegen dem bildhaften Schreibstil von Jeannette Walls. Sie hat das Leben der Familie in der sie aufgewachsen ist interessant und berührend geschildert. Es beginnt in Amerika in den 1960iger Jahren. Die Familie Walls führt ein sehr unstetes Leben.Der Vater, ein intelligenter Mann, arbeitet mal da mal dort, oft auch gar nichts, immer kurz vor einer großen Erfindung stehend .Die Mutter, eigentlich eine ausgebildete Lehrerin hat sich ganz dem Malen verschrieben und trägt nur in absoluten Notsituationen etwas zum Einkommen bei. So lebt die Familie von der Hand in den Mund. Mal mit viel Geld auf einmal, das dann auch gleich großzügig ausgegeben wird, mal mit fast gar nichts. Immer wieder, wenn es zu „heiß“ wird, das heißt, es z.B. Probleme mit der Polizei gibt, zieht die Familie an einen anderen Ort. Sie leben in baufälligen Häusern, im Wohnwagen und schlafen in Kartons. Jeannette Walls beschreibt dieses abenteuerliche Leben ihrer Familie so, dass man als Leser den Reiz spürt, den dieses Leben haben kann. Es gibt so komische Situationen, da muss man einfach schmunzeln. Sie und ihre Geschwister haben auf jeden Fall zumindest am Anfang auch viel Spaß gehabt. Der Mangel, der da war, wurde durch das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Familie und damit, dass die Eltern immer das Positive herausstellten, wettgemacht. Es wird aus allen Situationen das Beste gemacht, was manchmal schon sehr grotesk ist. Mehr und mehr wird das Leben der Kinder schwerer, weil die Eltern immer verantwortungsloser werden und die Kinder viel zu sehr auf sich allein gestellt sind. Ganz besonders die Alkoholsucht des Vaters macht den Kindern zu schaffen. Relativ früh verlässt die älteste Schwester das Elternhaus und baut sich ein eigenes Leben in New York auf. Die anderen Kinder folgen. Jeannette Walls beschreibt ihre Geschichte nie anklagend oder in einem jammernden Ton. Sie beschreibt ihre Kindheit einfach so wie sie war und rechnet nicht mit ihren Eltern ab. Die Liebe zu ihnen und der Zusammenhalt in der Familie sind immer präsent. Ich finde, dass diese Art des Berichtens das Buch zu etwas Besonderem macht und auch zu einem Bestseller werden ließ. Es ist wunderschön zu lesen und ich kann es sehr empfehlen.        

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  • Schloss aus Glas

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    LeseKatze

    03. November 2017 um 17:58

    nhalt:Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr.Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann.Meine Meinung:Jeanette Walls ist eine begnadete Geschichtenerzählerin sie beschreibt ihre eigene Wahre GeschichteSie erzählt von ihrer Kindheit als Tochter eines hyperintelligenten, alkoholkranken Vaters und einer ambitionierten Künstler-Mutter, die beide an ihren Idealen scheitern. Die vier Kinder sind den sprunghaften Elternteilen hilflos ausgeliefert und machen das Naheliegendste, nämlich das Beste draus. Es ist eine Geschichte des Überlebens und des schließlichen Wohlstands innerhalb der Mainstream-Gesellschaft. Mich konnte diese Biografie packen es war leicht und flüssig zu Lesen., ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Nicht weil es an sich spannend war, sondern weil mich die Handlung emotional mit genommen hat. Es ist eine herzerwärmende Story die man wirklich gelesen haben sollte, eine Achterbahn der Gefühle beschreibt dieses tolle Werk.Mehr möchte ich auch nicht verraten, meiner Meinung nach sollte man sich komplett in die Story abtauchen und sich überraschen lassen.Fazit  Ein wundervolles bezauberndes Buch! Ich kann es jedem wärmstens empfehlen,

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  • Wow, dieses Buch sollte man gelesen haben!

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    vronika22

    29. October 2017 um 15:53

    Es handelt sich hier um einen autobiographischen Roman von Jeannette Walls. Sie wurde 1960 in Amerika geboren. Sie hatte noch 3 Geschwister und die Familie führte ein Nomadenleben ohne festen Wohnsitz. Der Vater war ein Träumer, der von einem „Schloss aus Glas“ geträumt hat, welches er bauen wollte und dies seinen Kindern immer wieder versprochen hat. Er war zudem noch Alkoholiker. Die Mutter war Künstlerin und auch sie war eine Träumerin und psychisch krank. So zog die Familie in Armut von einem Ort zum nächsten und die Kinder mussten oft Hunger leiden. 2006 wurde erstmals die Autobiographie der Journalistin Jeannette Walls veröffentlicht. Da das Buch jetzt verfilmt wurde, ist eine Filmausgabe des Buches im Diana Verlag erschienen. Ich habe diese Filmausgabe gelesen und den Film im Kino gesehen und war von beidem gleichermaßen beeindruckt und berührt Die Erinnerungen von Jeannette werden ab ca. dem 3. Lebensjahr bis zum 20. Lebensjahr geschildert. Ich fand es schon beeindruckend und sehr berührend aus erster Hand diese Erlebnisse berichtet zu bekommen. Diese unglaubliche Armut und die schlechten Verhältnisse unter denen die Kinder aufwachsen mussten, haben mich schon sehr betroffen gemacht. Aber man hat gemerkt, wie sie immer wieder Hoffnung auf ein besseres Leben hatten, und wie groß der Zusammenhalt zwischen den Kindern war. Je älter sie wurden, desto mehr haben sie erkannt, dass sie aus der Familiengemeinschaft ausbrechen müssen. Es wechseln immer Passagen, die aus der Kindheit erzählen, mit Passagen, die aus der Gegenwart, als die Autorin bereits erwachsen ist, berichten. Buch und Film beginnen damit, als Jeannette aus einem Taxi heraus sieht, wie ihre Eltern im Müll nach Nahrung suchen. Sie hält nicht an, und fragt sich hinterher ob sie sich dafür schämen sollte. Der Schreibstil ist wunderbar und sehr gut lesbar, allerdings ist die Schrift in der Filmausgabe eindeutig zu klein. Und trotz des ernsten Themas versteht es Jeannette Walls wunderbar den Leser in seinen Bann zu ziehen und regelrecht aufzurütteln. Insgesamt ein Buch, welches sicher keine leichte Kost ist, da es sehr berührend und auch erschreckend ist, was die Autorin erleben musste. Trotzdem liest es sich wirklich sehr gut. Und ich denke es kann sicher auch Mut machen, da Jeannette trotz dieser schlimmen Kindheit eine richtig erfolgreiche Autorin geworden ist und ins richtige Leben gefunden hat. Sowohl Film als auch das Buch sind eine absolute Empfehlung für alle, egal ob arm oder reich, ob jung oder alt!

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  • Erschreckende Dokumentation über die eigene Familie.

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    TheBookAndTheOwl

    28. October 2017 um 18:37

    „Schloss aus Glas“ hätte eine tolle Geschichte werden können. Ist sie aber nicht. Diese Autobiografie ist erschreckend und auch traurig und spiegelt nur zu gut wieder, wie es hinter den Vorhängen aussieht. Wir haben also die Familie Walls, dessen Vater Alkoholiker und Mutter Lehrerin und Künstlerin ist. Die Familie lebt ein eher unkonventionelles Leben: Ständige Umzüge, kein festes Einkommen, von dem man leben könnte, hohe Schulden. Es wird nicht nur in heruntergekommen Häusern gelebt, sondern auch in Wüsten und Bergen übernachtet. Die Kinder leiden Hunger und müssen sich irgendwann sogar vom „Dumpster Diving“ (zu dt. Mülltonnen Tauchen, Erklärung folgt weiter unten) ernähren. Weil sie ihr dasein nicht mehr ertragen konnten, planen die Teenager-Schwestern Jeannette und Lori zusammen nach New York zu gehen und begannen, dafür Geld zu sparen. Ein Jahr lang arbeiteten die Schwestern zusammen mit ihrem Bruder Brian, um das nötige Geld zu sammeln. Eines Tages jedoch entdeckt Jeanette, dass ihr Vater ihnen das Geld gestohlen hatte. Lori ist am Boden zerstört und Jeannette wird eine Stelle als Babysitterin angeboten, welche sie ablehnt, um ihre Schwester empfehlen zu können. Anstelle von Geld solle sie mit einem Ticket nach New York bezahlt werden. Ob dieser Plan funktioniert, lest ihr in „Schloss aus Glas“. Ich muss schon sagen, dass ich Jeannette Walls für diesen Roman wirklich bewundere. Ich hätte es wahrscheinlich nicht geschafft, über die wohl schlimmsten Dämonen meiner Vergangenheit zu schreiben: Meinen Eltern. Die Art und Weise, wie sie dem Leser ihre Geschichte zu vermitteln versucht ist wirklich herausragend. Ich habe mitgefühlt und mitgefiebert und war genauso enttäuscht wie die Schwestern, als herauskam, dass Rex ihnen das Geld gestohlen hatte. Generell ist es mehr als verachtenswert, dass Rex und Rose Mary ihre eigenen und belanglosen Wünsche mehr Bedeutung zugemessen hatten, als das Wohlergehen ihrer Kinder. Wenn man „kein Geld“ hat, dann schmeißt man nicht den Job, um seiner künstlerischen Leidenschaft nachgehen zu können. Das macht man nicht. Man hat eine gewisse Verantwortung seinen Kindern gegenüber, die man auch erfüllen sollte. Ansonsten ganz einfache Regel: Bekomm keine Kinder. Tut mir leid, aber der Roman regt mich tierisch auf. Er ist nicht schlecht, im Gegenteil: Das Buch ist großartig. Aber diese Eltern… Ihr müsst dieses Buch lesen. Es mag vielleicht kein Twilight oder „A Court of Thorne and Roses“ sein, aber dafür ist es besser: Es ist die Realität. Nichts kann dich mehr runterziehen, als die Wahrheit. Dieses Buch wird euch zerstören, aber auch aufbauen und gehört deshalb auch zu meinen All-Time-Highlights. Lest es. Es wird euch nicht enttäuschen. 5 Sterne für herausragenden Mut und so viel Emotionen. Danke, Jeannette Walls.

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  • Schloss aus Glas [Filmausgabe] ~ Jeanette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Jule_Frost

    18. October 2017 um 22:58

    Inhalt: Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr. Jeannette Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann. Auch wenn das sehr unprofessionel für eine Rezension ist ... das war mit Abstand eines der besten Bücher die ich je gelesen habe! Ich habe gelacht, geweint und sehr viel nachgedacht. Was ich denken soll? Auf emotionaler und psychischer Ebene mit ich vollends durcheinander... Es gab viele Stellen an denen ich die „Erziehungswege“ der Eltern aus tiefster Seele nachvollziehen und gutheißen konnte . Im nächsten Augenblick jedoch entfesselte sich eine Wut in mir, die für Betroffene entweder nachvollziehbar oder weit hergeholt und unsinnig erscheint (besonders der Pädagoge in mir war teils entrüstet). Für mich persönlich ist die Frage aufgetreten, ob man alle Erziehungsmaßnahmen durch reine Elternliebe rechtfertigen kann und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass man sich, solange man nicht selbst in einer derartigen Situation war und diesen Lebensstil erlebt hat, kein voreiliges Urteil bilden sollte. An dieser Stelle möchte ich Jeanette Walls meinen Dank ausdrücken. Ich persönlich finde es sehr mutig, sich auf diese Weise mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen. Es ist bewundernswert, dass sie ihren Mitmenschen die Gelegenheit gibt ihre Geschichte zu erleben und zu verstehen! Auch der Schreibstil war grandios! Von der ersten Sekunde an hat sie es geschafft den Leser auf ihre Reise mitzunehmen und mit ihren Erlebnissen zu fesseln! Ein wahrer Bücherschatz, den ich ohne jeden Zweifel weiterempfehlen kann *~*

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  • Eine ergreifende Autobiografie

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    gst

    Jeanette Walls war drei Jahre alt, als sie sich beim Kochen schwerste Verbrennungen zuzog, während ihre Mutter seelenruhig malte. Das Mädchen war stark, musste stark sein. Denn die Eltern machten ihren drei Geschwistern und ihr das Leben wahrlich nicht leicht. Ständig hieß es, die paar Kinkerlitzchen, die sie besaßen, zusammenzupacken und weiterzuziehen. Der Vater versprach ihnen, wenn er genug Geld hätte, ein Schloss aus Glas zu bauen. Doch zuvor lebten sie in der Wüste, wohnten im Bahnhof, schliefen in Pappkartons. Trotzdem war Jeanette glücklich. Sie lernte außerhalb der Schule viel übers Leben. Erlebte mit ihrem Bruder Brian Abenteuer, von denen andere Kinder nur träumen können.Mich hat diese Biografie einer verwahrlosten Kindheit mitgerissen. Die Autorin erzählt so liebevoll von ihrem Außenseiterleben. Als kleines Kind ist sie noch begeistert, lässt nichts auf den Vater kommen. Doch je älter sie wird, desto deutlicher sieht sie, in welchem Millieu sie sich aufhalten muss. Kein Wunder, dass sie eines Tages nur noch von Flucht träumt. Das Geld dazu verdienen sich ihre Schwester Lori und sie mit Babysitten und Nachhilfestunden. Denn sie sind nicht dumm! Sie haben gelernt, worauf es im Leben ankommt – während die Eltern immer mehr in ihrer Lebensuntüchtigkeit versinken ...Diese Autobiografie lohnt sich zu lesen, da sie tief hinter die Kulissen von selbstverschuldeter Armut schauen lässt.  

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    • 5
  • Tragikomische Autobiografie über eine außergewöhnliche Kindheit - schockierend ehrlich

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    schnaeppchenjaegerin

    13. October 2017 um 17:53

    "Schloss aus Glas" ist der autobiografische Roman von Jeannette Walls, die das Leben in ihrer Familie ab ihrem dritten Lebensjahr bis Anfang 20 schildert. In sehr lebhaften Beschreibungen erzählt sie zunächst aus der Sicht eines unbedarften Kindes vom Aufwachsen mit ihren drei Geschwistern und dem nomadenartigen Leben mit ihren Eltern. Vater Rex Walls ist ein Traumtänzer, ein Alkoholiker, der seinen Kindern und insbesondere seinem Liebling Jeannette die schönsten Luftschlösser baut, aufgrund seiner laufenden Arbeitsplatzverluste aber nicht einmal für eine Grundversorgung seiner Familie aufkommen kann. Mutter Rose Mary ist ausgebildete Lehrerin, träumt jedoch von ihrem Durchbruch als Künstlerin und findet auch aufgrund ihres antiautoritären Erziehungsstils keine dauerhafte Anstellung. Die Familie lebt von der Hand in den Mund und kann aufgrund der ansteigenden Schulden, ihrer kleinkriminellen Aktivitäten und der Rastlosigkeit des Vaters nie lange an einem Ort bleiben. Die Geschwister sind weitgehend sich selbst überlassen, schlafen in Kartons und ernähren sich von dem, was gerade da ist. Im besten Fall stehlen sie die Inhalte der Brotboxen ihrer Mitschüler oder verzehren gar die letzten Reste Margarine, die sie im Kühlschrank finden, mit Zucker. Im schlimmsten Fall wühlen sie sich durch Abfallcontainer. Als kleines Mädchen verehrt Jeannette ihren Vater, der ihr zu Weihnachten statt Geschenken die Sterne vom Himmel holt. Je älter die Kinder werden, beginn Jeannette und vor allem auch ihre ältere Schwester Lori zu reflektieren, was ihre Eltern ihnen mit ihrer Hippie-Mentalität, ihrer zwanghaften Unangepasstheit und dem vollkommenen Verzicht auf Sozialleistungen des Staates ihnen antun. Jeannettes sehnlichster Wunsch wird es sein, dass ihr Vater aufhört zu trinken. Mit unwahrscheinlicher Empathie und Einfallsreichtum schaffen es die Eltern aber immer wieder, die Kinder auf ihre Seite zu ziehen, und aus dem Außenseitertum und dem Mangel - nicht nur an Komfort, sondern an lebensnotwendigen, für andere selbstverständlichen Dingen - etwas Positives abzugewinnen. Wenn man die Erinnerungen von Jeannette Walls liest, ist man regelrecht schockiert, dass sich diese Kindheit wirklich so zugetragen haben soll. Die Autorin schafft es jedoch, die unfassbaren Erlebnisse mit ihrer Familie schon fast nüchtern und objektiv darzustellen, dass sie richtig unter die Haut gehen. Der Roman ist keine Anklage oder Abrechnung mit den Eltern, sondern ein tragikomischer Tatsachenbericht und ein regelrechter Pageturner, da man mit neugieriger Faszination weiterlesen muss, was Vater oder Mutter als nächstes einfallen wird und wie sich die Lage der Familie weiter zuspitzt. "Schloss aus Glas" ist ein Roman über eine außergewöhnliche Kindheit und über eine ganz andere, liebevolle Art der Vernachlässigung von Kindern. 

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  • Berührende Lebensgeschichte der Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    steffischultzzz

    07. October 2017 um 12:19

    Bei "Schloss aus Glas" handelt es sich um eine Autobiografie von Jeannette Walls, die sehr berührend und interessant ist. Die Geschichte fängt zunächst in der Gegenwart an: Jeannette fährt mit dem Taxi durch New York und sieht auf einmal ihre Mutter, die auf der Straße im Müll nach Essen sucht. Vor lauter Scham macht sich Jeannette im Taxi ganz klein, damit sie von ihr bloß nicht erkannt wird.In den darauffolgenden Kapiteln fängt die Autorin an ihr Leben von klein auf detailliert zu erzählen und gibt uns damit zu verstehen wie es zur der jetzigen Situation kommen konnte. Es ist kein Buch, was mit einem besonderen Schreibstil oder einer spannungsgeladenen Geschichte auftrumpfen kann, dennoch ist die Schreibweise sehr angenehm. Zudem ist es sehr interessant sie auf ihrem Lebensweg zu begleiten. Auch wenn man das Buch in schnellen Zügen lesen kann, so muss man an manchen Stellen kurz inne halten, da diese doch recht schrecklich oder unangenehm sind.Trotz der negativen Ereignisse verlieren Jeannette und ihre Geschwister nie ihre Träume aus den Augen. Sie wollen raus aus diesem Leben und setzen alles daran es zu schaffen.Es ist deswegen kein Buch, welches nur Verbitterungen hervorruft, sondern auch die Hoffnung darauf setzt, dass man - egal wo man herkommt und was man erlebt hat - sein Leben immer wieder in andere Bahnen lenken kann.Es ist mutig von ihr, dass sie uns ihr Leben preisgegeben hat, aber ich bin froh, dass sie es getan hat. Dadurch erreicht sie bestimmt viele Menschen, die vielleicht in einer ähnlichen Situation stecken und die aufgrund dieser Geschichte wieder Hoffnung schöpfen können.

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  • Buchverlosung zu "Schloss aus Glas (Filmausgabe)" von Jeannette Walls

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    Diana_Verlag

    Liebe Literatur- und Film-begeisterte LB-Leser/innen (!),heute haben wir für Euch wirklich etwas GANZ Besonderes! Kennt Ihr vielleicht den großen modernen Klassiker von 2006: "Schloss aus Glas"? Monatelang stand dieser autobiographische Roman der großartigen USamerikanischen Schriftstellerin Jeannette Walls auf den Bestsellerlisten der ganzen Welt - nun kommt die Verfilmung (aufwendige Hollywood-Produktion!) in die Kinos! Und zwar diese Woche, am 21. September 2017!Und darum geht es: Jeannette Walls ist ein glückliches Kind: Ihr Vater geht mit ihr auf Dämonenjagd, holt ihr die Sterne vom Himmel und verspricht ihr ein Schloss aus Glas. Was macht es da schon, mit leerem Bauch ins Bett zu gehen oder in Nacht-und-Nebel-Aktionen den Wohnort zu wechseln. Doch irgendwann ist das Bett ein Pappkarton auf der Straße, und eine Adresse gibt es schon lange nicht mehr. Walls berichtet ohne Larmoyanz von ihrer ungewöhnlichen Kindheit in einer Familie, die man sich verrückter nicht vorstellen kann. In den Hauptrollen brillieren im Film u.a. Woody Harrelson als Walls‘ Vater sowie die Oscar-Gewinnerin Brie Larson (Raum) als Jeannette Walls.Eine Leseprobe gibt es hier.Neugierig geworden? Wir laden Euch zu dieser Buchverlosungs-Aktion der druckfrischen Ausgabe zum Film ein! Unter den Buch-Gewinner/innen verlosen wir 5 x 2 Kinotickets! Bewerbt Euch! Wir drücken Euch die Daumen!Herzliche Grüße, Euer Diana Verlags-Team.

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  • Schloss aus Glas

    Schloss aus Glas (Filmausgabe)

    solveig

    05. October 2017 um 17:02

      Er schenkt seinen Kindern Sterne vom Himmel und verspricht ihnen, einen großen Palast für sie zu bauen: für die kleine Jeannette ist ihr Vater ein Held. Zwar sind Armut und Hunger ihre täglichen Begleiter; Rex´ Alkoholkrankheit, seine Unfähigkeit eine Arbeit länger durchzuhalten und nicht zuletzt ein Berg von Schulden verursachen häufige Umzüge bis hin zu Obdachlosigkeit  -  doch die Eltern Rose Mary und Rex Walls sehen ihr „Abenteuer“-Leben durch eine rosarote Brille und beschönigen alle auftretenden Probleme. So lange sie klein sind, empfinden Lori, Jeannette, Brian und Maureen den widersprüchlichen Zustand zwischen elterlicher Liebe und Vernachlässigung als normal und vertrauen auf die Eltern. Doch je älter sie werden, desto mehr Gedanken machen sie sich, wie sie zumindest ihr eigenes Schicksal zum besseren wenden können. Sie erkennen: der Plan des Vaters, ihnen ein „Schloss aus Glas“ zu bauen, wird immer nur ein Traum bleiben, er wird niemals in der Lage sein, ihn umzusetzen. Ehrlich und unverbrämt schildert die Autobiografie (Erstveröffentlichung 2006) der inzwischen 57jährigen Jeannette Walls ihre durchaus nicht alltägliche Kindheit, mit Beginn der 60er Jahre. In schlichten Sätzen, aber sehr bildreich erzählt sie, wie sich die grenzenlose Bewunderung des kleinen Mädchens für ihren Vater, der über ein großes Wissen und viel Phantasie verfügt, in Skepsis verwandelt. Es ist eindrucksvoll, wie sie  -  trotz aller Enttäuschungen  -  ihr Ziel, sich zu lösen und ein sicheres, beständiges Leben zu führen, beharrlich verfolgt. Der Zusammenhalt der Geschwister, die sich gegenseitig unterstützen und in ihren Zielen bestärken, ist ein starker Motor. Ganz wunderbar gelingt es der Autorin, die unterschiedlichen Stimmungen einzufangen und ihren Protagonisten Leben einzuhauchen. Die schmerzlichen Erinnerungen, die Jeannette Walls in diesem Roman aufarbeitet, hinterlassen beim Leser sicher besonderen Eindruck, erscheinen jedoch nie lamentierend. Man spürt stets einen optimistischen Grundton und den Willen der Kinder, das Beste aus ihrer Situation zu machen  -  auch wenn das „Schloss aus Glas“, das der Vater ihnen verspricht, nur ein Luftschloss bleibt. Eine wirklich lesenswerte Neuausgabe des Romans zu dem soeben angelaufenen gleichnamigen Film!

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