Jeannie Waudby

 3.8 Sterne bei 27 Bewertungen

Lebenslauf von Jeannie Waudby

Die Autorin Jeannie Waudby wuchs bis zu ihrem 14. Lebensjahr in Hongkong auf, zog dann mit ihren Eltern wieder nach London. "Verity heißt Wahrheit" ist ihr Debüt und erscheint im November 2015 bei Chicken House.

Alle Bücher von Jeannie Waudby

Verity heißt Wahrheit

Verity heißt Wahrheit

 (27)
Erschienen am 27.11.2015
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Erschienen am 01.12.2015

Neue Rezensionen zu Jeannie Waudby

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Verity heißt Wahrheit" von Jeannie Waudby

Hat meinen Geschmack verfehlt
katha_dbnovor 2 Jahren

Rezension auf Buntes Tintenfässchen

Ich sage es nur ungern, aber "Verity heißt Wahrheit" wird wohl einer der Romane sein, an dessen Inhalt ich mich schon nach einigen Monaten nur noch verschwommen werde erinnern können. Das klingt heftig, aber es ist (in Referenz zum Titel) die Wahrheit. Irgendetwas hat mich davon abgehalten, mich in die Story hineinzufitzen. Ich meine das nicht auf kognitiver Ebene - denn verständlich war die Geschichte - sondern eher auf emotionaler Ebene. Mir fehlten einerseits kleine, scheinbar unwesentliche Details, die einen Charakter erst zu einer greifbaren, ausgereiften Person machen, mit der man sich identifizieren kann. Anderseits hat sich Waudby meinem Empfinden nach auch nicht ausreichend Zeit genommen, um einzelnen Ereignissen genug Raum zum Wirken zu geben. Zumindest erschien es mir so, als würde alles Schlag auf Schlag passieren. Ehe man sich überhaupt mit K (später Verity) vertraut machen konnte, kam Oskar um die Ecke, überredet sie dazu, sich undercover in Brotherhood einzuschleusen und ehe man sich's versieht, lebt sie bei den Hoods, mit denen sie sich auch auf Anhieb versteht. Für jemanden, der jahrelang eine tiefe Abneigung gegen sie gehegt hat und ihnen die Schuld am Tod ihrer Eltern gibt, hat sie ihre Bedenken und Vorbehalte ziemlich schnell abgelegt. Ihr Seitenwechsel wirkte auf mich einfach zu konstruiert. Auch die amurösen Entwicklungen, die sich nach und nach abzeichnen (und wenig überraschend kamen), haben mir nicht dabei geholfen, K/Verity oder einen der anderen Charaktere dauerhaft in mein Herz zu schließen. Mir fehlte auch hier der Tiefgang bzw. ein authentischer Reifeprozess oder irgendein Moment, in dem die Zuneigung zu Greg eindeutig spürbar gewesen wäre.
Der positive Nebeneffekt des rasanten Rhythmus ist allerdings, dass sich der Roman sehr flüssig lesen lässt. Das ist zum Teil wohl dadurch bedingt, dass die Autorin durchaus vernünftige, gute Satzverknüpfungen bewerkstelligt, sodass sich eine gut strukturierte Geschichte ergibt. Es mangelt lediglich an Ausschmückungen, die die bloße Handlung zu einer Erzählung machen, zu Etwas, das bei mir den Wunsch auslöst, Teil der Welt sein zu wollen.

Fazit

Letztlich bleibe ich mit dem Gefühl zurück, dass Jeannie Waudby zu viel auf zu wenig Seiten erzählen wollte, sodass man dramatische Höhepunkte nicht als solche wahrnehmen und kaum eine Bindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Das hat sich leider negativ auf meinen Lesegenuss ausgewirkt.

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Rezension zu "Verity heißt Wahrheit" von Jeannie Waudby

Verity heißt Wahrheit
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren


Die Bevölkerung ist geteilt in Residents und Brotherhood. Die Residents fühlen sich angesichts mehrerer terroristischer Anschläge immer mehr von der Brotherhood bedroht.
Die 16-jährige Protagonistin K gehört zu den Residents. Nachdem sie eines Tages auf dem Schulweg bei einem Bombenanschlag nur knapp dem Tod entrinnt begegnet sie dem Polizisten Oskar, zu welchem sie recht schnell Vertrauen fasst.
Sie beschließt Oskar bei einer Sache zu helfen und lässt sich unter dem Namen Verity Nekton in eine Schule der Brotherhood einschleusen, um dort eine radikale Gruppierung auszuspionieren. Nach kurzer Zeit wachsen bei K bzw. Verity Zweifel daran, ob die Brotherhood wirklich die böse Seite ist. Zudem misstraut sie Oskar Zunehmens und sie bildet sich Ihr eigenes Urteil über gut und böse.

Trotz der Ich-Perspektive, in der dieses Buch geschrieben ist, habe ich einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte hineinzufinden. Dies lag vor allem daran, dass man direkt in die Geschichte geworfen wird, gerade zu Beginn viel passiert, aber man gar nicht über die Bevölkerung an sich weiß. Man weiß nicht so recht, warum die Bevölkerungsgruppen ein Problem miteinander haben. 
Auch über die Personen, mit denen K bzw. Verity täglich zusammen ist, erfährt man sehr wenig, was ich persönlich auch sehr schade finde.
Am Ende gab es zudem noch einen kleinen Sprung in der Geschichte, was dazu führt, dass die Handlung für mich nicht ganz vollständig ist.

Im Endeffekt ließ sich das Buch gut und flüssig lesen und ich konnte mich mit der Geschichte und vor allem auch der Protagonistin K bzw. Verity anfreunden.  

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LunasLeseeckes avatar

Rezension zu "Verity heißt Wahrheit" von Jeannie Waudby

Verity - Der Wahrheit auf der Spur
LunasLeseeckevor 3 Jahren

Über das Buch

K ist eine Waise und gehört zu den Residents. Einer von zwei Volksgruppen, die in einer zerrütteten Stadt mehr schlecht als Recht zusammen leben. Nachdem sie einen Bombenanschlag überlebt hat, wird K als Spionin rekrutiert. Sie soll sich unter dem Namen Verity Nekton der Brotherhood anschließen und dort eine radikale Gruppierung ausspionieren. Doch schon bald wird hat K Zweifel an ihrer Mission. Sind die Brotherhoods wirklich schlechte Menschen, oder steckt mehr hinter ihrem Auftrag?.

Die Story wird aus der Ich-Perspektive von K/Verity erzählt, dennoch hat es bei mir ziemlich lange gedauert, bis ich mit ihr warm geworden bin. Gerade am Anfang war mir Verity ein bisschen zu selbstmitleidig und hat sich zu sehr hängen lassen. Ja, sie ist eine Waise, aber sich deshalb selbst das Leben zu ruinieren ist doch arg dumm. Aber im Laufe des Buches entwickelt sie sich weiter und dass ist natürlich positiv zu verbuchen und so sind wir dann doch noch miteinander warm geworden. Neben Verity sind mir die anderen Charaktere aber zu blass geblieben. Selbst über ihre Mitschülerinnen, wie die freundliche und immer gut gelaunte Serafina, erfährt man nur wenig, obwohl ich sie dennoch mochte. Auch Greg mochte ich ganz gerne, aber auch über ihn hätte ich gerne wesentlich mehr erfahren.

Die Story an sich hat mir recht gut gefallen. Ein Mädchen, das als Spionin arbeiten soll, und bald nicht mehr weiß, welche Seite die richtige ist. Nicht neu, aber doch recht gut umgesetzt. K ist als Waise perfekt als Spionin geeignet, da niemand sie vermissen würde. Sie erhält eine falsche Identität und lebt fortan als Brotherhood und versucht, die freundlichen netten Menschen mit dem Bild von Terroristen in Einklang zu bringen. Gestört hat mich allerdings ein bisschen der mangelnde Hintergrund. Denn ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich gar nicht so richtig weiß, was für ein Problem Brotherhood und Residents denn überhaupt miteinander haben. Hier hätte ich mir noch mehr Informationen zum Hintergrund gewünscht, denn so ist bis zum Ende vieles unklar für mich geblieben. Außerdem hatte ich vor allem am Ende das Gefühl, dass die Geschichte für mich noch nicht so richtig abgeschlossen ist.

Der Erzählstil ist angenehm und fließend und man konnte sich gut in Verity hinein versetzen. Vor allem ihr stetig wachsender Zwiespalt hat einen großen Teil der Spannung ausgemacht. Ansonsten ist mir vor allem im Mittelteil ein bisschen zu wenig passiert, während sich vor allem am Anfang die Ereignisse überschlagen haben. Dennoch hat mir die Geschichte alles in allem gut gefallen.

Fazit

“Verity heißt Wahrheit“ ist ein Debüt mit einigen Schwächen, konnte aber dennoch mit einer guten Story Punkte holen. Insgesamt fehlten mir vor allem Hintergrundinformationen und plastischere Charaktere, alles in allem ist die Geschichte trotz dieser Schwächen lesenswert.

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