Jeannine Meighörner

 3,9 Sterne bei 39 Bewertungen
Autorin von Die Luftvergolderin, Das fliehende Herz und weiteren Büchern.
Autorenbild von Jeannine Meighörner (© Katja Bode / Quelle: Haymon Verlag)

Lebenslauf von Jeannine Meighörner

Der Publikumsliebling: Jeannine Meighörner, 1963 in Germersheim am Rhein geboren, ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie studierte Germanistik, Medienwissenschaften, Geschichte und Amerikanistik an der Universität Heidelberg, Konstanz und Denver. Nach ihrem Abschluss arbeitete sie viele Jahre lang als Hörfunkjournalistin und Pressesprecherin. Nachdem sie dann ihr Debüt als Autorin gab wurde sie 2016 zur Stipendiatin des Künstlerhauses in Tirol. Außerdem wurde sie für ihre herausragenden Arbeiten mit dem „Wiener Werkstattpreis“ und dem „Publikumspreis“ ausgezeichnet. Bekannt ist die Autorin vor allem für ihre historischen Romane. Heute lebt sie zusammen mit ihrer Familie in Innsbruck.

Alle Bücher von Jeannine Meighörner

Cover des Buches Die Luftvergolderin (ISBN: 9783709979167)

Die Luftvergolderin

 (16)
Erschienen am 18.07.2019
Cover des Buches Das fliehende Herz (ISBN: 9783709978085)

Das fliehende Herz

 (14)
Erschienen am 16.03.2017
Cover des Buches Die Wolkenbraut (ISBN: 9783852189390)

Die Wolkenbraut

 (4)
Erschienen am 25.03.2013
Cover des Buches Starkmut (ISBN: 9783706624398)

Starkmut

 (3)
Erschienen am 26.05.2017
Cover des Buches "Was ich als Frau dafür halte" (ISBN: 9783866800625)

"Was ich als Frau dafür halte"

 (1)
Erschienen am 08.04.2011
Cover des Buches Speranza (ISBN: 9783852189413)

Speranza

 (1)
Erschienen am 04.09.2013

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Jeannine Meighörner

Cover des Buches Das fliehende Herz (ISBN: 9783709978085)B

Rezension zu "Das fliehende Herz" von Jeannine Meighörner

"An diesem Wesen ist alles Anmut"
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Historische Romane, die sich mit Elisabeth I. (1837-1898), Gemahlin von Kaiser Franz Joseph und damit Kaiserin von Österreich und Königin von Ungarn, beschäftigen, gibt es wie Sand am Meer. Die Qualität ist unterschiedlich genauso wie die Perspektive. In vorliegendem Buch wird, wie man so schön sagt „dem Volk auf’s Maul geschaut“. Das heißt, wir erleben die vier Aufenthalte Elisabeths in Innsbruck vor allem aus der Sicht gewöhnlicher Leute.  


Zentrale Rolle spielt Aloys Oberrauch, dessen erste Begegnung 1848 mit Elisabeth, sie ist erst elf Jahre und er ein aus dem revolutionären Wien geflohener Student, sich nachhaltig auf sein weiteres Leben auswirken wird. 


Auch der Nachtwächter der Innsbrucker Burg, Sepp, und Pauline, ein Bedienstete aus Elisabeths Gefolge treten wiederholt auf. 


Nach ihrem ersten Aufenthalt als Kind kommt Elisabeth noch zweimal nach Innsbruck und stößt die Menschen, die ihr einen rauschenden Empfang bereiten vor den Kopf. Oberrauch ist inzwischen Advokat und Präsident des Verschönerungsvereins und kann die Veränderung „seiner“ Elisabeth zur kapriziösen, unnahbaren Kaiserin hautnah erleben. Erst beim vierten Aufenthalt, nämlich bei der Überführung des Leichnams von Genf nach Wien, kommt Oberrauch der Kaiserin nahe und legt ihre jene Papierrose, die sie als Kind erhalten hat und die er als Andenken aufbewahrt hat, auf den Sarg. 


Meine Meinung: 


Zu Beginn war ich ein wenig skeptisch, da unwillkürlich die Bilder der verkitschten und zum Teil unwahren „Sissi-Trilogie“ aufsteigen, die kaum zu löschen sind. 


Umso angenehmer war ich dann überrascht, dass hier dem einfachen Volk und seinen Gedanken viel Platz eingeräumt wurde. Den meisten Untertanen sind Kaiser und Kaiserin im fernen Wien ähnlich weit weg wie Figuren aus der Bibel, dennoch halten sie ihrem Herrscherpaar die Treue. Aloys verfolgt Elisabeths Leben aus der Ferne. Dabei erscheint sie ihm als unwirkliches Wesen.  


„An diesem Wesen ist alles Anmut: Es geht nicht, es scheint zu schweben, es lacht nicht, es lächelt wie ein scheuer Engel mit geschlossenem Mund, es spricht nicht, es haucht Worte dahin.“ 


Jeannine Meighörner ist bekannt für ihre differenzierte Sicht auf bekannte Frauen der Geschichte. Auf den Schreibstil muss man sich als Leser erst einlassen. Er ist geprägt von Hingabe an das Thema bzw. die Persönlichkeit, die hier eine Hauptrolle spielt, von beeindruckender Sachkenntnis und Recherche sowie von einer feinen Prise Humor. Ich bin immer wieder in Innsbruck und werde beim nächsten Mal auf den Spuren von Elisabeth wandeln. Das Buch macht Lust, die Spuren der Kaiserin zu verfolgen. 


Fazit: 


Dieser historische Roman bietet einen differenzierten Blick auf das Leben der rastlosen, oft unverstandenen Monarchin. Gerne gebe ich hier 4 Sterne. 

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Cover des Buches Die Luftvergolderin (ISBN: 9783709979167)B

Rezension zu "Die Luftvergolderin" von Jeannine Meighörner

Anna von Böhmen und Ungarn - eine Frau aus Gold
Bellis-Perennisvor einem Jahr

Jeannine Meighörner ist ein Fan von historischen Frauengestalten und porträtiert diese auch regelmäßig. Diesmal hat es ihr Anna von Böhmen und Ungarn „angetan“. 

Die Vita der jungen Anna ist abenteuerlich genug. In der sogenannten „Doppelhochzeit von Wien“ heiratet sie 1515 als Zwölfjährige den 56-jährigen Kaiser Maximilian und zieht mit ihm in die Residenz nach Innsbruck. Nach seinem Tod 1519 ist sie nach wie vor unberührt und soll, wie es im Heiratskontrakt vorgesehen ist, eigentlich Maximilians Enkel Ferdinand heiraten. Doch der hat zunächst andere Pläne. Anna ist ein wenig anders als die üblichen Bräute, die man aus dynastischen Gründen verheiratet. Sie nimmt das Heft selbst in die Hand und engagiert Hans Maler, einen Porträtmaler aus Schwaz. Er soll ein Abbild schaffen, das ihr einen neuen Ehemann bringt. Nach einigem hin und her, nimmt sie dann Ferdinand doch zur Gemahlin. Noch weiß das junge Paar nicht, was das Schicksal für sie bereit hält. Wieder erwarten wird die Ehe glücklich und mit 15 Kindern gesegnet, von denen 12 das Erwachsenenalter erleben. Auch im Privatleben ist sie eine unkonventionelle Frau. Sie stillt und erzieht ihre Kinder selbst. 

Anna hat ein reges Interesse an den Regierungsgeschäften und ist ihrem Mann eine gute Ratgeberin. Dass Ferdinand 1558 nach dem Verzicht seines Bruders Karl V., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation wird, erlebt sie nicht mehr. Sie stirbt im Jänner 1547 nach der Geburt ihrer Tochter Johanna im Kindbett. Ferdinand lässt sie im goldenen Kleid, das sie damals auf dem Brautbild getragen im Prager Veitsdom bestatten.  

Hans Maler begleitet Anna und Ferdinand lange Jahre als Hofmaler und verschwindet auf einer Reise nach Ulm spurlos.  

Meine Meinung: 

Der ungewöhnliche Titel „Luftvergolderin“ passt wunderbar zu diesem historischen Roman. Zum einem stammt Hans Maler aus einer Vergolder-Familie und zum anderen sind goldblonde Locken und mit Goldfäden durchwirkte Stoffe modern. Alles Gold also! 

Gut gelungen ist die Beschreibung der „kleinen Ungarin“ wie sie von Hans Maler genannt wird aus seiner, der Maler-Sicht. So erfahren wir viele Details der herrschaftlichen Kleidung und des opulenten Schmucks. Dann wechselt die Perspektive und das Hofleben rückt in den Fokus. Hier kann der Leser das steife Hofzeremoniell miterleben und nach einem weiteren Wechsel erhalten wir Einblicke in Annas Leben als Ehefrau und Mutter. 

Der Schreibstil ist abwechslungsreich und amüsant. Die bildhaften Darstellungen lassen die Hofburg zu Innsbruck gleich dreidimensional auferstehen.  

Die historischen Details sind in der Geschichte schön verpackt (um nicht zu sagen versteckt). So erfahren wir, dass Anna und ihr Bruder Ludwig aus rein dynastischen und Bündnispolitischen Gründen verheiratet werden. In der Doppelhochzeit, die von ihr Vater Vladislav II. von Böhmen und Ungarn gemeinsam mit Maximilian I., eingefädelt wurde, heiraten Anna und ihr neunjähriger Bruder Ludwig das Geschwisterpaar Ferdinand von Habsburg und die ebenfalls neunjährige Maria von Habsburg, beides Enkel von Maximilian. Ziemlich vorausschauend, denn wenn Vladislav stirbt, kommen Böhmen, Mähren und Kroatien ins Haus Habsburg. Egal ob über Ludwig oder Anna. 

So wird auch die Schlacht bei Mohács von 1526, in der ihr Bruder stirbt, und die erste Belagerung Wiens 1529 durch die Türken in den Roman eingeflochten. Nach dem Tod Ludwigs ist Ferdinand durch Anna König von Böhmen und Ungarn.  

Anders als im Buch verschwindet Hans Maler in Wirklichkeit nicht, sondern stirbt 1520 in Schwaz. 

Interessant ist auch der Epilog, denn der erzählt die Geschichte des Brautbildes weiter, das auch die NS-Zeit überstanden hat, nachdem es in den Besitz einer jüdischen Familie gekommen ist. Da hätte ich mir eine ausführlichere Geschichte erhofft.  

Fazit: 

Ein opulenter historischer Roman, der das Leben der Anna von Ungarn, die als Kind getreu dem Motto „bella gerant alii tu felix Austria nube“. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der sich ausführlich mit den Frauen der Habsburger beschäftigen möchte. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Cover des Buches Die Luftvergolderin (ISBN: 9783709979167)B

Rezension zu "Die Luftvergolderin" von Jeannine Meighörner

Anna von Ungarn
buecherwurm1310vor 2 Jahren

Dieser historische Roman dreht sich um Anna von Ungarn, die im Alter von zwölf Jahren den großen Kaiser Maximilian heiratet. Doch es dauert nicht lange, bis der Kaiser stirbt. Doch schon bald soll der Maler Hans Maler ein Brautbild von ihr erstellen, dass sie besonders vorteilhaft aussehen lassen soll. Sie strebt nach Macht und ist auf der Suche nach einem passenden Ehemann. Sie heiratet dann den Erzherzog Ferdinand, der später Kaiser wird. 

Eigentlich ist Anna von Ungarn eine interessante Persönlichkeit, aber mich konnte das Buch nicht wirklich packen, denn es liest sich doch recht schleppend. Wir lernen die Vorgeschichte des Malers ausführlich kennen und erfahren vieles über die Herstellung der Farben. Doch das hatte mit Anna von Ungarn recht wenig zu tun. 

Die Geschichte ist gut recherchiert und alles wird sehr detailliert beschrieben. So hat man einen schönen Blick in vergangene Zeiten, aber ich wurde nicht gepackt.

Die Charaktere sind gut dargestellt, aber so richtig begeistert hat mich niemand.

Anna ist eine kluge Person, die zielstrebig ist. Ihr Vater Vladislav II. und Kaiser Maximilian I. haben schon früh vereinbart, dass Anna und ihr Bruder mit den Enkeln von Maximilian zu verheiraten. Aber Maximilian heiratet Anna erst einmal selbst als Stellvertreter für seinen Enkel Ferdinand. Doch Ferdinand wird Annas große Liebe. Sie bekommt eine Reihe von Kindern, stirbt aber später dann bei einer Geburt im Wochenbett.

Zum Ende hin wurde die Geschichte interessanter, aber es änderte nichts mehr am Gesamteindruck, der mich etwas enttäuscht hat.


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Gespräche aus der Community

Liebe Leserinnen und Leser, ich lade euch ein, euch mit mir auf die Spuren der Anna von Ungarn zu begeben:


Die Königin im goldenen Käfig: das mitreißende Schicksal der Anna von Ungarn.
Als der große Kaiser Maximilian die junge Anna von Ungarn heiratet, ist er 56 Jahre alt, seine Braut gerade einmal zwölf. Wenige Jahre später stirbt der Habsburger – zurück bleibt Anna. Noch trauert sie um ihren verstorbenen Mann, da sitzt sie 1521 schon Porträt für die Suche nach dem nächsten: Ein Brautbild soll sie von ihrer schönsten Seite zeigen. Mit dem Blick des Künstlers dringt Annas Porträtist Hans Maler tief in die Seele der jungen Witwe, deren Streben nach Macht ihm und der Welt nicht lange verborgen bleibt. Wird sie ihr Ziel erreichen und an der Seite eines Kaisers zur mächtigsten Frau Europas aufsteigen?
Ein mitreißender historischer Roman über eine mutige Frau und die betörende Magie der Kunst.


Ich freue mich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer - der Haymon Verlag stellt 20 Printexemplare zur Verfügung!

Herzlich
Eure Jeannine Meighörner

166 BeiträgeVerlosung beendet

Liebe Leserinnen und Leser,

habt ihr Lust auf eine bisher unbekannte Geschichte aus dem Leben der Kaiserin Sisi? 
Dann begebt euch mit meinem soeben erschienenen Buch „Das fliehende Herz“ auf eine Zeitreise in die Welt der so außergewöhnlichen Kaiserin und lernt die Ikone, die schon zu Lebzeiten von einem Mythos umgeben war, von einer völlig neuen Seite kennen!

Bewerbt euch hier bis zum 2. Mai für eines von 15 Freiexemplaren und diskutiert in dieser Leserunde über eine einzigartige, turbulente Zeit und eine Ikone ihres Jahrhunderts, das ganz im Zeichen des Umbruchs stand. 
Ich bin schon wahnsinnig gespannt auf eure Fragen und freue mich bereits darauf, mich mit euch über Sisis Innenleben, die historischen Hintergründe, über die Entstehung des Buches und vieles mehr zu unterhalten!
 

Über das Buch:

Märchenkaiserin Elisabeth flieht vor dem Hof
Sisi gilt als schönste Monarchin Europas, doch das fremdbestimmte Leben im goldenen Käfig des Wiener Hofzeremoniells auf Schloss Schönbrunn verkraftet sie nicht: Sie hadert mit ihrer Rolle als Kaiserin und Ehefrau an der Seite Franz Josephs. Elisabeth möchte ihr eigenes Leben leben, immer wieder flüchtet sie vor der Öffentlichkeit, die sie umschwärmt. In Tirol trifft sie ihren glücklosen Verehrer aus Jugendtagen, wandelt auf den Spuren von Heinrich Heine in der Innsbrucker Hofkirche, überwintert in Meran, dem sie damit zum Ruf eines mondänen Kurortes verhilft. So sehr Tirol ihr auch Zufluchtsort ist - das Verhältnis zu Tirol und den Tirolern, die ihr mit kindlicher Anhänglichkeit begegnen, bleibt ein gespaltenes. Es folgt ein letzter, trauriger Besuch als Opfer des Genfer Mordanschlags, mit dem Kaiserin Sisi endgültig als Legende in die Geschichte eingeht …

Schon zu Lebzeiten vom Mythos umgeben: ein rastloses Leben in einem rastlosen Jahrhundert
Diese bisher kaum bekannten Aufenthalte in Tirol enthüllen das Muster des Lebens einer Frau, die in ein Jahrhundert des Umbruchs hineingeboren wurde, und als ewig junge und schöne Kaiserin, als hochsensible und kapriziöse Persönlichkeit, als unglückliche und missverstandene Monarchin zur Legende wurde.

Alle Infos zum Buch findet ihr hier: https://goo.gl/dyUb3g
Hier geht’s zur Leseprobe: http://b2l.bz/TD6gwS

Ich freue mich auf eure Bewerbungen und eine rege, interessante und spannende Diskussion mit euch!

Liebe Grüße
Jeannine Meighörner
207 BeiträgeVerlosung beendet
E
Letzter Beitrag von  ejtnajvor 4 Jahren
Hier nun meine Rezension: https://www.lovelybooks.de/autor/Jeannine-Meigh%C3%B6rner/Das-fliehende-Herz-1430389651-w/rezension/1461355088/ Leider hat mir das Buch nicht gefallen, woran es lag keine Ahnung. Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut und ja deshalb tut mir auch die Rezension leid. Trotzdem vielen Dank, dass ich das Buch lesen durfte.

Zusätzliche Informationen

Jeannine Meighörner im Netz:

Community-Statistik

in 53 Bibliotheken

von 23 Lesern aktuell gelesen

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