Jed Rubenfeld

 4 Sterne bei 56 Bewertungen
Autor von Morddeutung, The Interpretation of Murder und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jed Rubenfeld

Jed Rubenfeld gilt als einer der größten Experten für das Verfassungsrecht. Rubenfeld studierte in Princeton und an der Juilliard School in New York. Mittlerweile ist er Professor an der Yale University und lebt mit seiner Familie in den New Haven, Conneticut.

Alle Bücher von Jed Rubenfeld

Morddeutung

Morddeutung

 (35)
Erschienen am 02.06.2008
Todesinstinkt

Todesinstinkt

 (4)
Erschienen am 10.09.2012
The Interpretation of Murder

The Interpretation of Murder

 (15)
Erschienen am 05.02.2007
The Death Instinct

The Death Instinct

 (2)
Erschienen am 03.01.2012
Instynkt smierci

Instynkt smierci

 (0)
Erschienen am 01.01.2014
The Death Instinct

The Death Instinct

 (0)
Erschienen am 16.09.2010

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Neue Rezensionen zu Jed Rubenfeld

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Rezension zu "The Interpretation of Murder" von Jed Rubenfeld

Rezension zu "The Interpretation of Murder" von Jed Rubenfeld
tedescavor 6 Jahren

Historisches und Biografisches verwoben durch eine spannende Krimihandlung. Wie Rubenfeld in seinem Nachwort schreibt, sind alle Fakten genau recherchiert, nur mit der Zeitfolge hat er es dort nicht so genaugenommen, wo es seiner Handlung dienlich war. Z.B. findet der Bruch zwischen Freud und Jung erst später statt und nicht während ihres Aufenthalts in New York 1909, aber einem Laien wie mir macht das weiter nichts aus, denn das Buch fasziniert einerseits durch seine gewählte Sprache und andererseits durch die vielen interessanten Dinge, die man u.a. über New York und seine Gesellschaft erfährt. Wer weiß schon, dass zum Bau der Brücken eine Art riesige Taucherglocke gebaut wurde, aus der die Bauarbeiter nur mit Zwischenstopps auffahren konnten, um nicht an der Taucherkrankheit zu sterben? Rubenfeld beschreibt eine Stadt, die ständig wächst, vor allem in die Höhe, und wenn man ein Bild von New York vor dem geistigen Auge hat, kann man sich richtig vorstellen, wie sich die Skyline langsam entwickelt.

Auch die Diskurse über die Psychoanalyse, die damals ja noch in ihren Kinderschuhen steckte, fand ich sehr aufschlussreich und interessant.

Die Krimihandlung selbst war sehr spannend, bis zum Schluss konnte man eigentlich nicht erahnen, was da jetzt genau passiert ist, allerdings ist sie letztendlich etwas unglaubhaft und konstruiert.

Nichts destotrotz handelt es sich um ein gutes Buch, das ich jederzeit Krimifans und Freunden spannender Literatur weiterempfehlen würde.

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Rezension zu "The Death Instinct" von Jed Rubenfeld

Rezension zu "The Death Instinct" von Jed Rubenfeld
tedescavor 6 Jahren

"September sixteenth", he proclaimed, his voice echoing off teh skyscrapers. "A date American will never forget.September sixteenth - the date on which Americans will say for the rest of time that our country changed forever. September sixteenth. On this spot where we now stand, one of the greatest outrages commited in the history of our country was perpetrated. Are we, as American citizens, going to close our eyes to this infamy? I say no, a thousand times no." (Seite 148)

In gewissem Sinne stellt dieses Buch eine Fortsetzung zu "The Interpretation of Murder" (Morddeutung) dar, wir begegnen erneut Inspector Littlemore und Dr. Younger, die ja schon einiges gemeinsam erlebt haben. Diesmal stehen sie im Mittelpunkt der Untersuchungen rund um die Bombardierung der Wall Street im September 1920, dazu kommt noch, dass mehrere Personen hinter der jungen Radiologin Colette her sind, die entführt und angegriffen wird und immer wieder nur knapp davonkommt.

Wir begegnen auch Dr. Freud wieder, der sich diesmal um Colettes kleinen Bruder Luc kümmert, der seit der Ermordung seiner Eltern durch deutsche Soldaten kein Wort mehr spricht. Und auch Madame Curie treffen wir in Paris.

Rubenfeld vermischt erneut raffiniert bekannte Fakten mit herrlich spannender Fiktion, die Details dazu erklärt er in einem Nachwort. Witzige Dialoge lassen einen immer wieder schmunzeln, und auch für emotionalen Tiefgang ist dort gesorgt, wo es einerseits um die Erfahrungen der Menschen aus dem Krieg und andererseits die Arbeitsbedingungen der jungen Frauen geht, die das damals gerade in Mode gekommene Radium verarbeiten.

Interessant sind Rubenfelds Ansätze und Ideen zur Lösung der Mysteriums rund um die Bombardierung, das bis heute nicht geklärt werden konnte.

Wenn man das Zitat oben liest, könnte es auch gut rund 90 Jahre später entstanden sein. Es zeigt, dass Amerika sehrwohl vergisst, und in 100 Jahren auch Ground Zero nur mehr ein Monument aus der Vergangenheit sein wird.

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Rezension zu "Todesinstinkt" von Jed Rubenfeld

Rezension zu "Todesinstinkt" von Jed Rubenfeld
Residenz_Buchhandlungvor 7 Jahren

Um 12 Uhr am 16. September 1920 erschüttert eine gewaltige Explosion die New Yorker Wall Street und fordert Tote und Verletzte. Wer steckt dahinter? Kommunisten? Anarchisten? Russen? Italiener? Verdächtigungen wuchern wie giftige Pilze, und die Hardliner feiern Triumphe. Jimmy Littlemore, Detective bei der New Yorker Polizei, nimmt die Ermittlung auf und ist entschlossen, sich nicht blenden zu lassen von Hetzreden und übereifrigen Politikern. Er mißtraut allzu einfachen Erklärungen. Und legt sich rasch mit dem übermächtigen FBI an. Unterstützung findet er bei seinem Freund, dem Kriegsveteranen und Arzt Stratham Younger.
Parallel zu diesem Fall gibt es noch eine weitere undurchsichtige Nuss zu knacken: Strathams Freundin Colette Rousseau, eine französische Wissenschaftlerin und Curie-Schülerin, erhält rätselhafte Briefe und wird kurz darauf von rätselhaften Unbekannten entführt. Mit viel Einfallsreichtum können Littlemore und Younger die junge Frau und ihren kriegstraumatisierten kleinen Bruder rasch befreien, doch die mysteriöse Bedrohung hängt weiter über der jungen schönen Französin wie ein Damoklesschwert. Ein Mordanschlag auf dem Empire State Building bestätigt, daß da jemand hartnäckig hinter Colette her ist. Doch wer und warum? Hat es mit ihrer Arbeit als Atomforscherin zusammen?
MEINE MEINUNG: Der Roman ist flott und dabei sehr kenntnisreich erzählt. Man merkt, daß der Autor sehr eingehend recherchiert hat. Allerdings fand ich, daß er zu viel Themen in seine Geschichte gepackt hat: der Bombenanschlag ( den es so wirklich gegeben hat), die junge und damals noch seeehr naiv betriebene Nuklearforschung ( keine Schutzkleidung und ähnlich haarsträubende Dinge), die Psychoanalyse S. Freuds und Kriegstraumata --- jedes dieser Themen für sich genommen hätte schon einen spannenden Roman abgegeben, zwei Themen hätten einen furiosen Roman ergeben, aber alle drei haben bei mir den Eindruck eines "too much" hinterlassen. Ich hätte mir da gewünscht, daß sich der Autor mehr Zeit für die einzelnen Handlungsstränge gelassen hätte, sie genauer ausgearbeitet und sich auch etwas mehr Zeit für die Entwicklung seiner Personen gelassen hätte. Dadurch verlor die Geschichte in meinen Augen etwas von ihrer Glaubwürdigkeit und Tiefe, was angesichts der wirlich interessanten Themen schade ist.

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