Jedediah Berry

 3.5 Sterne bei 77 Bewertungen
Jedediah Berry

Lebenslauf von Jedediah Berry

Jedediah Berry wuchs in der Hudson Valley Region im Bundesstaat New York auf. Seine Kurzgeschichten sind in vielen Zeitschriften und Anthologien erschienen, einschließlich „Best New American Voices“ und „Best American Fantasy“. Berry lebt in Northampton, Massachusetts, und arbeitet als Lektor bei „Small Beer Press“. 2010 gewann er für "Das Handbuch der Detektive" den William L. Crawford Award und den Dashiell Hammett Preis.

Alle Bücher von Jedediah Berry

Handbuch für Detektive

Handbuch für Detektive

 (75)
Erschienen am 13.08.2012
The Manual of Detection

The Manual of Detection

 (2)
Erschienen am 26.01.2010

Neue Rezensionen zu Jedediah Berry

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Sonnenwinds avatar

Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

Schade, daß es keine null Sterne gibt...
Sonnenwindvor 2 Jahren

Leider kann man keine null Sterne vergeben. Und ich bin mir ganz sicher, daß es nicht an mir liegt, weil ich das Buch nicht verstanden hätte. Es ist kein Inhalt drin.

Zwar ist der Text semantisch (fast) einwandfrei, allerdings fehlt es völlig an irgendwelcher Aussage. Es liest sich wie ein von einem einfachen Sprachprogramm entwickelter Text, der dann auf Semantik korrigiert wurde. Weil "einem Sätzen wie dieser" keine Rechtschreibprüfung auf den Pelz rückt.

Am Anfang meint man, eine schlüssige Geschichte zu lesen: Ein Schreiber, der einem bestimmten Detektiv zugeteilt ist, soll diesen suchen, weil er verschwunden ist. Er ist dann tot, wenig später lebt er aber wieder - und das passiert einige Male mit verschiedenen Personen.

Das Ganze spielt sich in einem "Traumland" ab: Alle Personen schlafen, schlafwandeln und träumen. Dabei ist praktisch alles reversibel, nichts ist Wirklichkeit. Ein Buch, aus dem man nun wirklich gar nichts lernen kann - verschwendete Lesezeit!

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walli007s avatar

Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

Nur der Chronist
walli007vor 2 Jahren

Seit sein Detektiv verschwunden ist, hat der Schreiber Charles Unwin nicht mehr viel zu tun. Jeden Tag, auch bei Regen, fährt er mit dem Rad zur Arbeit in der alles überblickenden Agentur. In letzter Zeit hält er am Bahnhof an, um die Frau im karierten Kleid zu beobachten. Sollte ihn jedoch jemand fragen, wird er behaupten, er sei wegen des Kaffees da. An diesem speziellen Tag erscheint er etwas zu spät in der Agentur und muss entsetzt feststellen, dass sein Schreibtisch besetzt ist. Sein Entsetzen wandelt sich in ungläubiges Staunen, denn man teilt ihm mit, er sei zum Detektiv befördert worden und solle gleich seine neue Stelle antreten.


Was noch einigermaßen erklärbar mit einer unerwarteten Beförderung und mit einem überraschenden Todesfalls beginnt, wird im Verlauf immer kurioser. Seine geschriebenen Worte, die Charles Unwin immer für wahr gehalten hat, beinhalten doch so manche Ungenauigkeit. Doch wieso wird er, der einfache Schreiber, plötzlich zum Detektiv auserkoren. Einen Fall bekommt er auch nicht zugeteilt. Und so macht er sich auf, seinen verschwundenen Vorgänger zu suchen. Obwohl dessen Büro ziemlich leergeräumt war, findet Charles noch einen Hinweis, dem er nachgehen kann. Und damit taumelt er in eine Geschichte, die wirklich traumhaft scheint. Seine Stützen bilden zum einem seine Assistentin Emily Doppel und das Handbuch der Detektive.


Eine Mischung aus Kriminalstory und Phantasie fügt Jedediah Berry zusammen. Manchmal sehr verschlungen, so dass man sich als Leser hin und wieder fragt, durch wessen Gedanken man gerade taumelt. Und doch ansprechend wegen der witzig verdrehten Idee des Detektivs, der doch nur Schreiber sein will. Und doch so wie Charles Unwin seine Aufgabe annimmt, so nimmt man auch als Leser die Aufgabe und gemeinsam findet oder erfindet man eine Lösung, die der Welt zumindest eine Pause von dem ewigen Regen beschert.

3,5 Sterne

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ekoeppings avatar

Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

Hochgradig skurril und packend geschrieben
ekoeppingvor 4 Jahren

"Was uns an einem Wanderzirkus Angst macht, denke ich, ist nicht die Möglichkeit, dass er zu uns in die Stadt kommt. ... Was uns Angst macht, ist die Möglichkeit, .... dass er uns mitnimmt, wenn er geht."

Der Satz ist nur eine von vielen tiefen philosophischen Einsichten mit humoristischem Einschlag in diesem Buch. Er fasst jedoch damit nicht nur den Kern der Geschichte, sondern auch die Wahrheit eines scheinbar normal ablaufenden Menschenalltags in der westlichen Welt zusammen. Er beschreibt die Angst davor, dass wir alle einmal aufwachen und feststellen, dass wir unser ganzes Leben verschlafen haben. Dass jemand anders dieses ereignislose Einerlei für uns ersonnen und geträumt hat. Und dass es Überwindung kostet, aus diesem scheinbar ausweglosen perfekten und perfiden System auszubrechen. Charles Unwin, dem unfreiwillig ins Geschehen katapultierten Protagonisten, ein Anti-Held wie er im Buche steht, der natürlich, wie sich das gehört, im Laufe der Geschichte an den Ereignissen reift, gelingt es, aus der Maschinerie aus- und ins Ungewisse aufzubrechen. Gewinnen kann Mister Un-win dabei nicht. Kann niemand. Aber er kann sein Schicksal in die Hand nehmen...

Das Buch hat mich mit seinen skurrilen Figuren und der Mischung aus einer dystopischen Welt, wie sie einem aus "Momo" oder Terry Gilliams "Brazil" bekannt vorkommt, in den Bann geschlagen. Eine Welt, in der graue Menschen graue Tage verleben, in der es immer nur regnet. Und in der das Warten auf ein Mädchen in einem karierten Mantel nicht nur den entscheidenden Farbtupfer ins Geschehen bringt, sondern dieses überhaupt erst in Gang setzt. Höchst verworren. Höchst phantastisch. Aber auch höchst amüsant. Ich spreche eine deutliche Empfehlung aus für alle, die skurrile Geschichten und Charaktere lieben...

Kommentare: 1
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Gespräche aus der Community

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textworkers avatar
Mich interessiert brennend, aus welchem Grund man das "Handbuch für Detektive" unbedingt lesen sollte. Und wie lässt sich der Schreibstil des Autors Jedediah Berry beschreiben?
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