Jedediah Berry Handbuch für Detektive

(74)

Lovelybooks Bewertung

  • 67 Bibliotheken
  • 3 Follower
  • 3 Leser
  • 23 Rezensionen
(17)
(22)
(17)
(14)
(4)

Inhaltsangabe zu „Handbuch für Detektive“ von Jedediah Berry

Als kleiner Angestellter plagt sich Charles Unwin in einer weit verzweigten Detektivagentur ab, deren labyrinthisches Gebäude in einer Stadt aufragt, in der es immer zu regnen scheint. Als der berühmteste Detektiv der Agentur plötzlich vermisst wird, macht man Unwin selbst zu seinem Nachfolger. Nun muss er sich um die Aufklärung des Verbrechens kümmern. Unwin begibt sich auf eine bizarre Suche, die ihn in die dunkelsten Ecken der ewig feuchten und schläfrigen Großstadt führt. Mit Hilfe des »Handbuchs für Detektive « und unterstützt von seiner mysteriösen Assistentin Emily Doppel muss Unwin vielen Gefahren trotzen und manches Rätsel entwirren – und schließlich auch in die Träume seiner Mitmenschen eindringen. Träume, in denen man sich leicht verlieren kann …

Skurill und besonders, nicht das was man erwartet;)

— Evan
Evan

Das seltsamste Buch, das ich je gelesen habe. So kafkaesk und irreal. Wie ein Traum.

— Anndromedae
Anndromedae

Traumhaft grotesk, auf dem schmalen Grat zwischen Detektivroman und fantastischer Dystopie.

— ekoepping
ekoepping

Zu viele verknotete Handlungsfäden, die ich leider nicht entwirren konnte - schade!

— Eternity
Eternity

Der Aufbau des Buches ist anders. Man muss sich hineinfinden.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Stöbern in Romane

Pirasol

Die Autorin besticht auch in diesem Roman wieder mit herrlicher Poesie und wunderschönen eigenen Wortschöpfungen.

buecher-bea

Der Frauenchor von Chilbury

Mit "Der Frauenchor von Chilburg" ist Jennifer Ryan ein gefühlvoller, abwechslungsreicher Roman gelungen.

milkysilvermoon

Sommerkind

Emotional aufwühlend, tiefgründig, traurig und hoffnungsvoll...

Svanvithe

Underground Railroad

Hier wird fündig, wer wissen will, wie das Böse seit Jahrhunderten in Köpfen und Herzen der Menschen überleben konnte.

Polly16

Der Sommer der Inselschwestern

Eine wunderschöne und dramatische Geschichte über drei Frauen, ihr Leben und ihrer Freundschaft.

AmyJBrown

Die Großmächtigen

Ein außergewöhnlicher Roman, der mich beeindruckt hat

Curin

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Schade, daß es keine null Sterne gibt...

    Handbuch für Detektive
    Sonnenwind

    Sonnenwind

    18. October 2016 um 10:17

    Leider kann man keine null Sterne vergeben. Und ich bin mir ganz sicher, daß es nicht an mir liegt, weil ich das Buch nicht verstanden hätte. Es ist kein Inhalt drin.Zwar ist der Text semantisch (fast) einwandfrei, allerdings fehlt es völlig an irgendwelcher Aussage. Es liest sich wie ein von einem einfachen Sprachprogramm entwickelter Text, der dann auf Semantik korrigiert wurde. Weil "einem Sätzen wie dieser" keine Rechtschreibprüfung auf den Pelz rückt.Am Anfang meint man, eine schlüssige Geschichte zu lesen: Ein Schreiber, der einem bestimmten Detektiv zugeteilt ist, soll diesen suchen, weil er verschwunden ist. Er ist dann tot, wenig später lebt er aber wieder - und das passiert einige Male mit verschiedenen Personen.Das Ganze spielt sich in einem "Traumland" ab: Alle Personen schlafen, schlafwandeln und träumen. Dabei ist praktisch alles reversibel, nichts ist Wirklichkeit. Ein Buch, aus dem man nun wirklich gar nichts lernen kann - verschwendete Lesezeit!

    Mehr
  • Nur der Chronist

    Handbuch für Detektive
    walli007

    walli007

    10. July 2016 um 11:55

    Seit sein Detektiv verschwunden ist, hat der Schreiber Charles Unwin nicht mehr viel zu tun. Jeden Tag, auch bei Regen, fährt er mit dem Rad zur Arbeit in der alles überblickenden Agentur. In letzter Zeit hält er am Bahnhof an, um die Frau im karierten Kleid zu beobachten. Sollte ihn jedoch jemand fragen, wird er behaupten, er sei wegen des Kaffees da. An diesem speziellen Tag erscheint er etwas zu spät in der Agentur und muss entsetzt feststellen, dass sein Schreibtisch besetzt ist. Sein Entsetzen wandelt sich in ungläubiges Staunen, denn man teilt ihm mit, er sei zum Detektiv befördert worden und solle gleich seine neue Stelle antreten. Was noch einigermaßen erklärbar mit einer unerwarteten Beförderung und mit einem überraschenden Todesfalls beginnt, wird im Verlauf immer kurioser. Seine geschriebenen Worte, die Charles Unwin immer für wahr gehalten hat, beinhalten doch so manche Ungenauigkeit. Doch wieso wird er, der einfache Schreiber, plötzlich zum Detektiv auserkoren. Einen Fall bekommt er auch nicht zugeteilt. Und so macht er sich auf, seinen verschwundenen Vorgänger zu suchen. Obwohl dessen Büro ziemlich leergeräumt war, findet Charles noch einen Hinweis, dem er nachgehen kann. Und damit taumelt er in eine Geschichte, die wirklich traumhaft scheint. Seine Stützen bilden zum einem seine Assistentin Emily Doppel und das Handbuch der Detektive. Eine Mischung aus Kriminalstory und Phantasie fügt Jedediah Berry zusammen. Manchmal sehr verschlungen, so dass man sich als Leser hin und wieder fragt, durch wessen Gedanken man gerade taumelt. Und doch ansprechend wegen der witzig verdrehten Idee des Detektivs, der doch nur Schreiber sein will. Und doch so wie Charles Unwin seine Aufgabe annimmt, so nimmt man auch als Leser die Aufgabe und gemeinsam findet oder erfindet man eine Lösung, die der Welt zumindest eine Pause von dem ewigen Regen beschert. 3,5 Sterne

    Mehr
  • Hochgradig skurril und packend geschrieben

    Handbuch für Detektive
    ekoepping

    ekoepping

    15. March 2015 um 15:54

    "Was uns an einem Wanderzirkus Angst macht, denke ich, ist nicht die Möglichkeit, dass er zu uns in die Stadt kommt. ... Was uns Angst macht, ist die Möglichkeit, .... dass er uns mitnimmt, wenn er geht." Der Satz ist nur eine von vielen tiefen philosophischen Einsichten mit humoristischem Einschlag in diesem Buch. Er fasst jedoch damit nicht nur den Kern der Geschichte, sondern auch die Wahrheit eines scheinbar normal ablaufenden Menschenalltags in der westlichen Welt zusammen. Er beschreibt die Angst davor, dass wir alle einmal aufwachen und feststellen, dass wir unser ganzes Leben verschlafen haben. Dass jemand anders dieses ereignislose Einerlei für uns ersonnen und geträumt hat. Und dass es Überwindung kostet, aus diesem scheinbar ausweglosen perfekten und perfiden System auszubrechen. Charles Unwin, dem unfreiwillig ins Geschehen katapultierten Protagonisten, ein Anti-Held wie er im Buche steht, der natürlich, wie sich das gehört, im Laufe der Geschichte an den Ereignissen reift, gelingt es, aus der Maschinerie aus- und ins Ungewisse aufzubrechen. Gewinnen kann Mister Un-win dabei nicht. Kann niemand. Aber er kann sein Schicksal in die Hand nehmen... Das Buch hat mich mit seinen skurrilen Figuren und der Mischung aus einer dystopischen Welt, wie sie einem aus "Momo" oder Terry Gilliams "Brazil" bekannt vorkommt, in den Bann geschlagen. Eine Welt, in der graue Menschen graue Tage verleben, in der es immer nur regnet. Und in der das Warten auf ein Mädchen in einem karierten Mantel nicht nur den entscheidenden Farbtupfer ins Geschehen bringt, sondern dieses überhaupt erst in Gang setzt. Höchst verworren. Höchst phantastisch. Aber auch höchst amüsant. Ich spreche eine deutliche Empfehlung aus für alle, die skurrile Geschichten und Charaktere lieben...

    Mehr
    • 2
  • Phantastik meets Detektivgeschichte

    Handbuch für Detektive
    Eternity

    Eternity

    Zunächst war ich beim Lesen etwas überrascht, dass sich die Detektivgeschichte in der Phantasiewelt abspielt. Das habe ich vom Klappentext her nicht so verstanden, doch daran gewöhnte ich mich recht schnell. Leider konnte ich der Handlung nicht immer folgen und demnach entstanden bei mir im Kopf Lücken, die ich im weiteren Storyverlauf nicht schließen konnte. Ich weiß nicht, ob ich diese Punkte einfach nicht mitbekommen habe oder ob sie in der Geschichte gar nicht angesprochen wurden.  Insgesamt waren es mir leider zu viele verwirrende Träume, zu viele Detektive und Agenten und böse Widersacher und Ex-Agenten und Ex-Detektive und böse Ex-Widersacher, als dass ich alles verstanden hätte.

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    David_Gray

    David_Gray

    25. November 2012 um 13:52

    Beginnt ganz unkonventionell konventionell, wenn ich das mal so sagen darf ....

  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Amelie Windschuh

    Amelie Windschuh

    11. January 2012 um 20:49

    Leider hat mich dieses, am Anfang doch schon sehr spannend klingende Buch enttäuscht. Es ist sehr schwierig geschrieben, man muss immer wieder nachlesen und braucht einige Zeit um sich an den Schreibstil zu gewöhnen. Es ist kein Krimi sondern ein Fantasyroman, mit sehr vielen verschiedenen Hauptcharakteren. Es geht um einen unbedeutenden Schreiberling, der eigentlich nur dafür angestellt ist die bedeutenden Fälle der Detektive an Akta zu legen und eines Tages durch das Verschwinden SEINES Detektives, zu einem befördert wird der das Verschwinden des einen klären soll. (schlimmer Satz :) ) Die Idee für das Buch und die Auflösung sind jedoch GENIAL und dafür verdient der Autor eine große portion Lob. Vielleicht sollte man nur dem Übersetzer auf die Finger klopfen? <3

    Mehr
  • Frage zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    textworker

    textworker

    Mich interessiert brennend, aus welchem Grund man das "Handbuch für Detektive"
    unbedingt lesen sollte. Und wie lässt sich der Schreibstil des Autors Jedediah Berry beschreiben?

    • 2
  • Frage zu "After Dark" von Haruki Murakami

    After Dark
    Faithbombthesystem

    Faithbombthesystem

    Hallo! Kennt ihr vielleicht Bücher oder Filme in denen es um Träume geht? Ich meine Bücher oder Filme die in einer Traumwelt oder anderen Welt spielen wie z.B. der Film "Hinter dem Horizont" oder "Inception" oder der Traum einer Person elementarer Bestandteil der Handlung ist, wie z.B. bei "After dark" von Murakami. Ihr wärt mir wirklich eine große Hilfe, danke schon mal im voraus!

    • 18
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    04. November 2010 um 10:47

    In einer großen Stadt im Irgendwo werden alle Häuser überragt von dem riesigen Gebäude der "Agentur". Die Detektive dieser Firma kümmern sich um die Kriminalfälle der Stadt. Dabei arbeiten sie eng mit den Schreibern zusammen, deren Aufgabe es ist die Fallakten anzulegen. Arbeitet ein Detektiv an einem Fall, muss er regelmäßig Berichte verfassen, die auch Überlegungen und persönliche Anmerkungen enthalten. Der jeweilige Schreiber bereinigt diese Berichte, hebt wichtige Aspekte hervor, streicht unwichtige Details, versucht alles zu systematisieren und verfasst eine stringente Fallgeschichte. Anschließend gibt er diese Akte an die Archivare weiter. Da ein direkter Kontakt zwischen den Schreibern, Detektiven und anderen Angestellten untersagt ist, findet die Kommunikation innerhalb der einzelnen Abteilungen über Boten statt. Charles Unwin ist unter den Schreibern eine kleine Berühmtheit. Er ist Detektiv Sivarts Schreiber und war mit seinen Fallgeschichten maßgeblich an dem steilen Aufstieg Sivarts beteiligt. Als Unwin eines Tages viel zu früh aufsteht und sich am Bahnhof noch einen Kaffee kauft, trifft er mit einer wunderschönen unbekannten Frau zusammen. Er findet heraus, dass sie täglich am Bahnhof auf einen bestimmten Zug wartet, jedoch nie einsteigt oder jemanden abholt. Dies weckt sein Interesse und er beginnt nun jeden Tag und zu derselben Zeit vor der Arbeit zum Bahnhof zu gehen. Eines Tages wird er dort jedoch von einem Agenturmitarbeiter abgefangen. Dieser teilt ihm mit, dass er vom Schreiber zum Detektiv befördert wurde, händigt ihm ein Exemplar des Handbuches für Detektive aus und verschwindet wieder. Unwin glaubt verwechselt worden zu sein und will in der Agentur alles klären. Doch damit gerät er schon in einen Strudel von Intrigen, Mord und Rätseln. Er erhält indirekt die Aufgabe den verschwundenen Meisterdetektiv Sivart zu finden und ihn wieder in den Schoß der Agentur zu bringen. Dabei lernt er eine verworrene Traumwelt kennen, die ihn an der Wahrheit des eigenen Lebens zweifeln lässt. Wer ist eigentlich Mitglied der Agentur? Welche Macht hat die Agentur wirklich? Und ist alles so wie es scheint? Die Sprünge zwischen verschiedenen Traumwelten und das Eingreifen der Personen in die verschiedenen Sphären scheinen zunächst das Lesen und vor allen Dingen das Verstehen der Geschichte zu erschweren, fügen sich aber im Verlauf der Handlung zu einem komplexen und interessanten Gedankengebäude zusammen. Dem steht eine klare Sprache gegenüber, die teilweise schon etwas zu eindeutig ist. Sie wirkt so steif und ordentlich wie Unwin, der doch lieber Schreiber sein möchte. Durch seine erzwungene berufliche Veränderung wirkt er hilflos und verwirrt. Er hat ein wenig etwas von Monk, bei dem alles eine gewisse Ordnung haben muss. Auf der anderen Seite hat man manchmal das Gefühl, dass er ein kleiner Columbo ist, der den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Diese Traumwelten erinnern ein wenig an Kafka, doch fehlte mir persönlich die geniale Idee dahinter. Vielleicht habe ich diese jedoch auch einfach nicht entdeckt. Klar, die Agentur können wir einfach in unsere heutige Zeit versetzen und mit staatlichen und nicht staatlichen Einrichtungen vergleichen. Wir können über das Verhältnis zwischen Gut und Böse nachdenken und uns überlegen wie groß der Einfluss einzelner "Agenturen" in unserem Leben ist. Aber soll es das gewesen sein? Und letztendlich fehlt mir ein wenig die Spannung in der Kriminalgeschichte. Es war nur in sehr seltenen Fällen so, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Zum großen Teil tropfte die Geschichte einfach vor sich hin. Ein riesiges Lob muss ich Michaela Kneißl aussprechen. Sie hat den Umschlag gestaltet und wahrscheinlich dazu beigetragen, dass das Buch so häufig entwendet wurde. Das ist wirklich als Lob zu verstehen! Die Gestaltung passt einfach hervorragend zu der Geschichte und ist auch noch wunderschön. Fazit: Die Idee der Verknüpfung von Traumwelten und der Wirklichkeit, sowie die Komplikationen, die entstehen, wenn man nicht mehr weiß wo man sich gerade befindet, wurden gut in dem Buch dargestellt. Es fehlt aber eindeutig an Spannung. Auch sprachlich könnte der Autor, der übrigens auch Lektor ist, etwas mutiger werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. October 2010 um 13:48

    “Auch wenn es ein Verbrechen ist, so weiß ich doch, dass du der meine bist, in meinem Traum von diesem Traum von mir.” Eine kurze Anmerkung vorneweg: nachdem ich das Buch gelesen habe, weiß ich, dass ich mit ziemlich falschen Vorstellungen an das Buch rangegangen bin. Ich habe zwar realisiert, dass “Handbuch für Detektive” kein Krimi im gewöhnlichen Sinne ist, aber dass es so ein anspruchsvolles Buch ist, hätte ich nicht gedacht. Denn hinter dem wunderschönen Cover versteckt sich ein besonderes Buch, in dem Traum und Wirklichkeit kaum auseinander zu halten sind. Darum kommt es dann auch zu Konstrukten wie “In seinem Traum von Hoffmanns Traum von Sivarts Traum öffnete ein träumender Unwin, ein frisches Handtuch über dem Arm und den Bademantel fest um seine Lenden gegürtet, seine Badezimmertür”. In diesem einen Satz werden bereits die wichtigsten Protagonisten des Buches erwähnt: Sivart, Unwin und Hoffmann. Wichtig für das Geschehen ist auch Lamech, der Unwin in die Traumwelt schickt. Lamech war Sivarts Wächter, Unwin Siwarts Schreiber. Und Sivart selbst ist der beste Detektiv einer labyrinth-artigen Detektivagentur in einer namenlosen, verregneten Stadt. Als eines Tages Travis Sivart verschwindet, wird sein Schreiber Unwin zum Detektiv ernannt, um Sivart zu finden. Während der Arbeit kommt Unwin in Kontakt mit dem gefürchteten Magier aus der Unterwelt, Enoch Hoffmann (was für tolle Namen!) und wird seine Suche in Träumen eines toten Wächters fortsetzen. Oh wie gerne ich das ganze Verwirrspiel aus Traum und Wirklichkeit für Euch auflösen würde. Aber ich habe es mir mühsam selbst erlesen und empfehle Euch darum, selbst auf die Suche nach der Aufklärung zu gehen. Was Ihr allerdings für die Lektüre besitzen solltet, ist ein gewisses Faible für verschlungene Geschichten. Wer sich für das “Handbuch für Detektive” entscheidet, wird es nicht bereuen. Es gibt eine außergewöhnliche Geschichte zu entdecken, in der wunderschöne Frauen schlafwandeln, die Uhren der ganzen Stadt gestohlen werden, Detektive und Magier nach dem 18. Kapitel suchen, man niemandem trauen kann und nichts so ist, wie es scheint. Eine Geschichte, in der manche siebzehn Jahre ohne eine einzige Minute Schlaf auskommen und die Träume der Schlafenden überwacht werden.

    Mehr
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Nymphe

    Nymphe

    21. September 2010 um 10:38

    Ich habe dieses Buch begonnen in der Annahme einen Kriminalroman zu lesen und wurde in dieser Hinsicht im ersten Teil des Buches auch nicht enttäuscht. Ein Detektiv verschwindet und sein ehemaliger Schreiber wird zum Detektiv ernannt um ihn zu finden. So weit so gut. Nur dann wird das Buch echt komisch. Plötzlich befindet man sich mitten in Träumen und die ganze Stadt besteht aus Schlafwandlern. Das Buch ist dann im Prinzip selbst wie ein Traum: Grenzen verschwimmen und vieles macht immer weniger Sinn. Ich persönlich habe irgendwann den roten Faden verloren und auch die Lust das Buch weiter zu lesen. Durch die verwirrte Handlung ist jeder Spannungsbogen weg gewesen und ich musste mich ernsthaft zwingen das Buch komplett zu lesen. Die drei Sterne gibt es für den super Anfang, die hübsche Aufmachung und das nette Lesezeichen dabei.

    Mehr
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Was vordergründig wie ein Kriminalroman aussieht entpuppt sich als viel, viel mehr und lässt den Leser mit einer Zahl an Interpretationsmöglichkeiten zurück. Charles Unwin ist seit 20 Jahren Schreiber in einer Agentur, die einem Polizeiapparat gleicht. Eines Tages wird er zum Detektiv befördert, ein Novum in der Daseinsgeschichte der Agentur. Daraufhin ändert sich nicht nur das Leben des Charles Unwin. Jebediah Berry gelingt eine kunstreiche Dekonstruktion der Wirklichkeit. Er spielt mit einem Übergang zwischen zwei Welten, der realen und der Traumwelt. Für den Protagonisten ergibt sich durch die Veränderung seines Blickwinkels ein völlig anderes Bild der hierarchischen Verwaltungsstruktur seiner Agentur aber auch der ganzen Umwelt, der Stadt, die er nun mit neuen Augen sieht. Insbesondere ändert sich jedoch auch seine Wahrnehmung seines eigenen Lebens und der Frage nach dessen Sinn, seiner eigenen Bedürfnisse und Ziele. Berry erinnert dabei tatsächlich in seiner Darstellung gelegentlich an Kafka, wie auch auf dem Umschlagbild beworben, aber auch an Michael Ende und George Orwell ("1984"). Gerade die totale Überwachung erscheint gegenwärtig zunehmend tatsächlich zu existieren und erlebt in Ermangelung äußerer Feindbilder einen legitimatorischen Aufschwung. Berry hat mit dem "Handbuch für Detektive" also nicht nur eine äußerst unterhaltsame phantastische Erzählung mit schillernden Figuren vorgelegt, sondern entwickelt gleichzeitig ein gesellschaftskritisches Bild, in dem, wenn auch nicht neu, die Grenzen zwischen Gut und Böse aufgeweicht und verkehrt werden. Gleichzeitig ist jede Leserin und jeder Leser angehalten, das eigene Leben und die eigenen Ideale immer wieder neu zu reflektieren. Wunderbar.

    Mehr
    • 3
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. September 2010 um 10:14
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Arith

    Arith

    07. September 2010 um 18:31

    Charles Unwin ist Schreiber in einer Detektivagentur und in seinem Job ein sehr gewissenhafter Mann. Jahrelang arbeitete er die Fälle seines Detektiv Travis Sivart auf und verfasste darüber Berichte, während dieser den Ruhm für die Lösungen bei „den drei Morden des Colonel Baker“, „dem ältesten Mordopfer der Welt“ und natürlich „dem Mann, der den zwölften November stahl“ einheimste. Doch als Sivart spurlos verschwindet, wird Unwin überraschend zum Detektiv befördert und die „Frau im karierten Mantel“ nimmt seinen Platz in der Agentur ein. Für Unwin steht fest: Er ist kein Detektiv. Er will einfach nur Sivart finden und seinen alten Job wieder. Und natürlich herausfinden, wer die Frau im karierten Mantel ist, die er seit einer Woche wartend am Bahnsteig beobachtet. Unwin begibt sich auf die Suche nach dem verschollenen Detektiv und stapft in ein Netz aus komplizierten Lügen, geheimen Machenschaften und skrupellosen Bösewichten, die nicht einmal bei den Träumen der Menschen Halt machen. Unwin muss sich bald eingestehen, dass die Zeit seiner erholsamen Nächte endgültig vorbei ist. Denn Schlafen ist so ziemlich das Gefährlichste, das man tun könnte, wenn man nicht weiß, wer dich in deinem Traum verfolgen könnte. Berry schafft es zielsicher, Charles Unwin von der ersten bis zur letzten Seite zu porträtieren, in einer Art, die sowohl äußerst menschlich, aber auch herrlich tief greifend ist. Nach dieser Lektüre habe ich das Gefühl, nicht nur Unwin ist aus seinem Traum erwacht, sondern auch ich. Unwirklich, bizarr, man wusste beim Lesen nie ganz ob man nun wach oder träumend war, aber genau das macht den Reiz dieses Buches aus. Die Ungewissheit, dass das allwissende Auge der Agentur (das ist ihr Markenzeichen) auf einem ruhte, etwas in der Hinterhand hielt und Unwin scheitern würde. Der Plot ist zwar gradlinig (Suche nach Sivart), aber die Hinweise drehen und wenden sich, Berry lockt einen in Fallen und deckt immer wieder Details auf, die anscheinend nichtig, aber nicht unwichtig waren. So werde ich wohl nie wieder orangerote Blätter und Ahornflieger betrachten können, ohne an Sivart in der Badewanne zu denken, der mit seiner Zigarre im Mund raunte: „Charlie, Sie streichen in Ihren Berichten all die guten Stellen raus!“. Die vielen authentisch wirkenden Figuren überzeugen und schaffen es Unwin (und mit ihm den Leser) in eine melancholische, triste Welt zu ziehen, in der nicht nur die beständigen Regenwolken nach ein bisschen Sonnenlicht schreien. Dazu präsentiert Berry ein absolut bestechendes Konzept. Das Handbuch der Detektive ist aufgebaut wie sein Gegenstück im Roman. Kapitel für Kapitel eignet sich Unwin die Kenntnisse seines neuen Berufes an und der Leser mit ihm. Fazit: Sei auf der Hut vor deinen Träumen! Sie führen dich an Orte, die man nicht betreten sollte, und verwickeln dich in Geschichten, von denen man lieber nicht hören möchte – dafür aber definitiv lesen! Ein wirklich überzeugendes Buch, das selbst nach der letzten Seite einen noch zum Nachdenken anregt, wie sehr wir Menschen durch unsere Träume beeinflussbar sind und wie unerklärlich dieser Part in unseren Unterbewusstsein doch ist.

    Mehr
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Colette

    Colette

    Klappentext: Charles Unwin plagt sich als kleiner Angestellter in einer weit verzweigten Detektivagentur ab, deren labyrinthisches Gebäude in einer Stadt aufragt, in der es immer zu regnen scheint. Als der berühmteste Detektiv der Agentur plötzlich vermisst wird, macht man Unwin selbst zum Detektiv, und er muss sich um die Aufklärung des Verbrechens kümmern. Unwin begibt sich auf eine bizarre Suche nach dem großen Detektiv, die ihn in die dunkelsten Ecken der ewig feuchten und schläfrigen Großstadt führt und mit dem seltsamsten Gestalten und Machenschaften konfrontiert. Spannend, komisch, unterhaltsam und doppelbödig erzählt Jedediah Berry einen Krimi aus einer Traumwelt, als hätte man Kafka und Borges gebeten, gemeinsam einen Detektivroman zu schreiben. Fazit: Ich habe lange mit mir gerungen wie ich diese Rezension schreibe, ob sie positiv oder eher negativ ausfällt, ob ich sie überhaupt schreiben sollte. Denn an diesem Buch scheidet sich wirklich mein Geist. Die Geschichte an sich ist super. Die Umsetzung eine mittlere Katastrophe. Ein Schreiber, der völlig ahnungslos als Detektiv den wohl wichtigsten Fall zu lösen hat. Er stolpert regelrecht von einer Spur zu nächsten und weiß nichts mit den gewonnen Kenntnissen anzufangen. Hilfe erhält er von einer Ganovin, seiner Assistentin und seinen Träumen. Ich mag den Hauptcharakter Charles Unwin nicht. Und wie sich sicherlich jeder vorstellen kann, wird das beste Buch zur Qual, wenn man der Hauptperson überhaupt nichts sympathisches, interessantes oder anziehendes abgewinnen kann. Ich habe mich durch das Buch gequält und war heilfroh, als ich es endlich für immer zu schlagen konnte. Charles Unwin ist ein Typ, der penedrant ordentlich, zu gewissenhaft, ohne Selbbewusstsein ist, nur nach Regeln lebt und mit Unvorhersehbarem überfordert ist. Absolut nicht mein Ding. Desweiteren beinhaltet das Buch einige Ungereimtheiten und ist teilweise völlig konfus. So dass man regelrecht den Faden zwischenzeitlich verliert. Entweder geht man über diese Passagen hinweg oder blättert wie blöde im Buch herum und versucht Erkenntnis zu erlangen. Die viel gepriesene Komik in diesem Buch habe ich vergebens erwartet. Humoristischer Schreibstil? Ich habe ihn nicht gefunden… Seltsamerweise brauchte ich keine Einlesezeit. Der Einstieg ist sehr leicht – schwieriger wird´s im fortgeschrittenen Teil des Buches. Eine sehr schöne Idee ist das beigelegte Lesezeichen im Stil des Buches. Dieses sollte öfter aufgegriffen werden – zu jedem Buch ein passendes Lesezeichen! :)

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Handbuch für Detektive" von Jedediah Berry

    Handbuch für Detektive
    Maultäschle

    Maultäschle

    25. August 2010 um 19:32

    Der Krimi beginnt wie ein Krimi eben beginnt. Ein Mann beschattet eine Person. Dass es sich dabei allerdings gar nicht um einen richtigen Detektiv handelt, sondern um einen Schreiber wird im weiteren Verlauf erklärt. Aber der Schreiber Charles Unwin kann gar nicht so schnell reagieren, wie er plötzlich selbst zum Detektiv wird und von einem Rätsel in das Nächste stolpert. Um ihn herum weitere interessante und mysteriöse Gestalten, die ebenfalls in der Agentur arbeiten oder aber zu den Bösewichten gehören. Spannend - so beginnt die Geschichte des Charles Unwin und wird während des weiteren Verlaufes recht skurril. Die Geschichte spielt dann nicht nur im realen Leben, sondern wird auch abwechselnd in einer Traumwelt fortgeführt. Mehr möchte ich aber nun nicht mehr vom Inhalt erzählen... An sich ist das Buch sehr interessant vom Aufbau. Es untergliedert sich in die Kapitel des Handbuches, das auch in der Geschichte selbst eine Rolle spielt. Der äußere Einband ist schwarz-gelb, wenn man allerdings den Schutzumschlag entfernt ist es nur noch gelb mit dem schwarzen Mann, der eingeprägt ist. Die Charakteren und sonstigen Gegenstände oder Umgebungen sind fantasievoll und äußerst detailliert beschrieben. Und es gibt einige skurille Personen, die ich persönlich recht lustig fand, wie z.B. Emily oder die Unterschreiber. Die Geschichte selbst war spannend und auch fesselnd, wobei ab dem letzten Drittel des Buches es etwas verwirrend wurde. Durch das viele hin und her zwischen Traumwelt und der realen Welt musste man sich sehr auf den Inhalt konzentrieren, da auch wieder einige kleine Details vom Anfang des Buches aufgegriffen wurden. Ein Buch zum einfach mal nebenher lesen ist es meines erachtens nicht. Deshalb auch nur die 4 Sterne von 5. Dennoch ein sehr gelungenes Buch in einer fantastischen Welt!

    Mehr
  • weitere