Jeff Lemire

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Neue Bücher

Batman und die Justice League: Weihnachtsgeschichten
Neu erschienen am 09.10.2018 als Hardcover bei Panini.
Black Hammer: Doctor Star & das Reich der verlorenen Hoffnung
Erscheint am 15.12.2018 als Hardcover bei Splitter-Verlag.
Black Hammer: Sherlock Frankenstein & die Legion des Teufels
Neu erschienen am 20.08.2018 als Hardcover bei Splitter-Verlag.

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Jeff LemireSweet Tooth
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Sweet Tooth
Sweet Tooth
 (16)
Erschienen am 18.06.2012
Jeff LemireDescender. Band 1
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Descender. Band 1
Descender. Band 1
 (3)
Erschienen am 01.12.2015
Jeff LemireBlack Hammer. Band 1
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Black Hammer. Band 1
Black Hammer. Band 1
 (3)
Erschienen am 20.03.2018
Jeff LemireDescender. Band 2
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Descender. Band 2
Descender. Band 2
 (2)
Erschienen am 01.09.2016
Jeff LemireGreen Arrow
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Green Arrow
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 (2)
Erschienen am 16.11.2015
Jeff LemireDescender. Band 3
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Descender. Band 3
Descender. Band 3
 (2)
Erschienen am 01.03.2017
Jeff LemireDescender. Band 4
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Descender. Band 4
Descender. Band 4
 (2)
Erschienen am 01.09.2017
Jeff LemireX-Men
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X-Men
X-Men
 (2)
Erschienen am 25.07.2016

Neue Rezensionen zu Jeff Lemire

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Elmar Hubers avatar

Rezension zu "Black Hammer. Band 1" von Jeff Lemire

Black Hammer 1: Vergessene Helden
Elmar Hubervor 3 Monaten

STORY
Unmittelbar nachdem Black Hammer, Abe Slam, Golden Gail, Barbalien, Colonel Weird, Talky-Walky und Madame Dragonfly Spiral City vor dem schier übermächtigen Anti-Gott gerettet haben, sind sie von der Bildfläche der Menschheit verschwunden. Black Hammer hat bei dem Kampf sein Leben verloren, die anderen fanden sich von einem Augenblick auf den anderen auf einer Farm im provinziellen Nirgendwo wieder, innerhalb eines begrenzten Areals, das sie nicht verlassen können. Rudimentäre „menschliche“ Kontakte bestehen nur zur nahen Kleinstadt. Während sich Abe Slam in den 10 Jahren, die sie nun hier schon fest sitzen, mit der Situation arrangiert hat und nach Außen die Rolle des Farmers und Familienoberhaupts spielt, leiden die anderen unter der Eintönigkeit und der Nutzlosigkeit, zu der sie verdammt sind.

MEINUNG
Die Situation, mit der BLACK HAMMER in das Geschehen einsteigt, klingt zunächst relativ unspektakulär, doch Superstarautor Jeff Lemire (SWEET TOOTH, GREEN ARROW, OLD MAN LOGAN) schafft es ziemlich schnell, den Leser für die Figuren zu interessieren, hinter denen spürbar mehr steckt, als es zunächst den Anschein hat. Die ganze Situation dieser Superhelden-Waltons scheint ein einziges Rätsel zu sein, der augenscheinliche ländliche Friede täuscht gewaltig. Golden Gail ist eine gestandene Frau, gefangen im Körper einer Neunjährigen; der in Rätseln dauerbrabbelnde Zausel Colonel Weird taucht, in seinem Raumanzug schwebend, mal hier, mal dort auf der Farm auf; sein Roboter Talky-Walky baut unermüdlich Sonden, um mit ihnen einen Kontakt mit der „Außenwelt“ herzustellen; Barbalien ist ein Krieger vom Mars, der unter seiner Einsamkeit leidet und auf dem Scheunendach sitzend gerne seinen Gedanken nachhängt und Madame Dragonfly ist durch einen Fluch mit der Hütte verbunden, in der sie alleine, einige Meter entfernt vom Farmhaus, lebt. Und Abe Slam versucht in der Rolle eines Familienoberhauptes Verantwortung zu übernehmen, den Anschein von Normalität zu vermitteln und diesen Haufen zusammenzuhalten. Dass er sich Sheriff Trueheart zum Feind macht, weil dessen Exfrau Abe im Diner schöne Augen macht, ist dabei nicht hilfreich. Ebenso wenig wie Gails Trotz-Aktionen, die regelmäßig ihren Schulbesuch torpedieren.

In kleinen Portionen, mit gezielten Andeutungen, unterfüttert Jeff Lemire diese Seifenoper mit Infoschnipseln und Rückblenden in die Vergangenheit der Helden, so dass nach und nach ein immer größeres Bild entsteht. Abenteuer, Tragik und Dramatik halten Einzug ins Geschehen und die Figuren werden regelrecht mit Leben aufpumpt. In jedem Kapitel (= jede US-Nummer) rückt dabei eine der Figuren in den Mittelpunkt, inklusive der jeweils passenden Origin-Story, wie es der US-Titel SECRET ORIGINS schon andeutet.

Parallel dazu werden nach und nach verschiedene Spannungsfelder aufgebaut, mit denen Lemire ebenfalls gekonnt jongliert. So deuten einige Szenen bereits an, dass sich für unsere Heldenwohngemeinschaft bald etwas ändern wird. Einmal sind er die zunehmenden Interaktionen mit den Stadtbewohnern, die plötzlich für ungeahnte Entwicklungen sorgen aber auch die jüngste einer Reihe von Sonden, die Talky-Walky beharrlich konstruiert, in der Hoffnung, mit ihnen die „Grenze“ zu durchbrechen und Kontakt mit der „echten Welt“ aufzunehmen. Tatsächlich kann die Sonde die Barriere überwinden und wird von den richtigen Leuten entdeckt. Nach 10 Jahren das erste Lebenszeichen der „größten Helden eines verlorenen Zeitalters“. Ein Fund, an dem die Reporterin Lucy Weber, Tochter von Joseph „Black Hammer“ Weber, ganz besonders interessiert ist.

Wie Jeff Lemire dies aufzieht und realisiert ist schon ganz großes Erzählkino. Hier sitzen jeder Dialog, jeder Schnitt und jede Szene. Zwar sind alle Elemente bekannt und Aufbau und Struktur bieten für Serienjunkies auch keine Überraschungen, doch greifen die Elemente so großartig ineinander und alles läuft so geschmiert, wie man es selten gelesen hat.

Dass BLACK HAMMER noch eine deutliche Meta-Ebene im Gepäck hat ist dabei nur noch ein zusätzliches Schmankerl. Die Vielzahl „neuer“ Helden, die unübersehbar dem „Golden Age“ angelehnt sind, ergibt im Zusammenspiel mit der komplexen Story eine Mischung aus AMERICAS BEST COMICS und WATCHMEN. Auch die Ähnlichkeit der Figuren mit „existierenden“ DC- und Marvel-Helden (Captain America, Thor, Shazam, Martian Manhunter, Adam Strange, Galactus, Swamp Thing) erinnert stark an die Werke von Allan Moore.

Zu allem Glück liefert Splitter – außer dem ohnehin größeren Albenformat – noch ein pralles Bonus-Paket. Neben einem Nachwort des Autors, der über die Ursprünge und die Entwicklung von BLACK HAMMER aufklärt, finden sich noch Jeff Lemires kunstvolle Steckbriefe der Helden (auch derer, die es (noch) nicht in die fertige Geschichte geschafft haben) und ein Sketchbook inkl. Notizen von Zeichner Dean Ormston.

FAZIT
Großartig konstruierte Mystery-Helden-Soap mit fantastischen Charakteren, großen Gefühlen und schier unendlichem Erzählpotenzial.

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Rubines avatar

Rezension zu "Descender. Band 4" von Jeff Lemire

Spannender vierter Teil der Serie
Rubinevor 9 Monaten

In Descender geht es um den Kampf zwischen Menschen und Robotern. Sie hassen einander und suchen Wege, sich gegenseitig zu vernichten. Nur die Maschinen-DNA des kleinen Roboterjungen Tim-21 könnte die Lösung sein. Deshalb wird er gnadenlos gejagt.


Ich finde diese Serie grandios und lese sie immer wieder gerne. Stets spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit interessanten Charakteren und stimmungsvollen Zeichnungen. Auch im vierten Teil geht es wieder sehr dramatisch zu und ich habe mit Tim mitgelitten. Tesla und Andy ergeht es auch nicht besser und das Ende ist mal wieder ein richtig fieser Cliffhanger!


Eine super Story, nur mal wieder viel zu kurz für meinen Geschmack.

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Mueli77s avatar

Rezension zu "Moon Knight" von Jeff Lemire

Fantasie, Realität oder Wahnsinn
Mueli77vor 2 Jahren

Wie kam er überhaupt hierher? Und wo ist hier eigentlich? Wieso kann er sich an Nichts erinnern und weshalb will Konshu ihm nicht helfen? Marc Spector sieht sich mit mehr Fragen konfrontiert, als er beantworten könnte. Eigentlich ist er der Superheld Moon Knight. Mit seinen Freunden, dem ausgezeichneten Piloten und Nahkämpfer Jean-Paul „Frenchie“ DuChamp, dem Informanten und Säufer Bertrand Crawley, der Diner-Besitzerin Gena Landers und seiner großen Liebe Marlene Alraune, hat er schon so manches Abenteuer erlebt. Nun jedoch findet er sich in einer Nervenheilanstalt wieder und erfährt, dass er hier seitdem er zwölf ist, lebt. Dass alle seine Abenteuer nur Wahnvorstellungen waren. Dass seine vermeintlichen Freunde nur Mitinsassen sind. Nichts von allem, was er bisher glaubte erlebt zu haben ist wirklich passiert. Aber wieso spricht dann Konshu trotzdem mit ihm und versucht ihn aus dieser Anstalt zu befreien? Fragen über Fragen, auf die Marc nur dann Antworten bekommt, wenn er sich auf den Weg macht, um den eigentlichen Drahtzieher hinter diesen Ereignissen zu finden …

Mit dem hier vorliegenden Band sammelt Panini die ersten fünf Ausgaben der inzwischen achten Serie dieses außergewöhnlichen Helden, der viel zu oft, in meinen Augen auch unberechtigterweise, als Anthiheld bezeichnet wird. Sicher ist er kein Held im klassischen Sinne und auch sonst erinnert er sehr stark an Batman, vor allem, wenn man seine Identität als Millionär Steven Grant heranzieht, aber Moon Knight war schon immer mehr, als das. Wenn es nach meiner persönlichen Meinung ginge, wäre dieser Arc perfekt geeignet, um Moon Knight in das Marvel Movie Universe einzuführen. Er würde einen sehr guten Mystery-Psycho-Thriller abgeben. Aber genug der Fantastereien. Jeff Lemire, der bereits Erfolgsserien wie „Sweet Tooth“ kreierte und bei DCs Neustart der New 52 auch „Animal Man“ wieder zu neuem Glanz verhalf erzählt ein spannendes Abenteuer, welches sehr viel Potenzial in sich birgt. Hier geht es nicht einfach weiter und nach den Ereignissen in diesem Band ist wieder alles beim Alten. Stattdessen bleibt der Leser mit der Frage zurück, ob und wie es nun weitergeht, da das Ende, kein wirkliches Ende ist. Ist es ein neuer Anfang, ist es wieder eine Fantasie, oder gar etwas gänzlich anderes. Die Verbindung von altägyptischen Mythen, Psychoelementen und einem Crime Noir-Flair erzeugen eine ganz besondere Stimmung, der man sich nur schwer entziehen kann.

Einen sehr großen Teil zu eben jener Stimmung tragen auch die grandiosen und extrem atmosphärischen Zeichnungen von Greg Smallwood, der schon mit Brian Wood an „Moon Knight: Black Out“ gearbeitet hat. Sein skizzenartiger Zeichenstil, der größtenteils ohne Inks auskommt und mich stark an Kohlezeichnungen erinnert, ist die ideale Ergänzung zur mythischen Handlung mit ihren Mystery und Psychoelementen. Er schafft es, dass alte ägyptische Pyramiden und viel Sand, sich in einer Großstadt, wie New York, nicht so merkwürdig anfühlen und aussehen, wie es auf den ersten Blick klingen mag. Ganz einfach gesagt ist dieser Band optisch eine wahre Augenweide. Fernab dessen, was andere Zeichner abliefern, und durchaus auch gute Arbeit leisten, ist es hier fast schon wie eine visuelle Offenbarung. Besonders das fünfte und letzte Kapitel, bei dem neben Greg Smallwood auch der sehr talentierte und ebenfalls für seine experimentellen Stile bekannte Francesco Francavilla, sowie James Stroke und Wilfredo Torres beteiligt waren. Dieses US-Heft zeigt eine künstlerische Vielfalt, wie kaum eine andere Ausgabe und dennoch bilden die verschiedenen Stile eine wunderbare und homogene Einheit. Kein Stil bricht sich mit einem anderen und bewahrt dennoch seine Eigenständigkeit.

Wenn ich ehrlich bin, kannte ich Moon Knight bisher nur aus seinen Abenteuern aus der Condor-Ära in den 80er und 90er Jahren, plus ein paar wenige Geschichten, wie der One-Shot „Silent Knight“, oder Ausgaben der Serie von Charlie Huston und Brian Finch (auf Deutsch zu finden in mehreren 100% Marvel-Ausgaben von Panini). Doch keines hat mich bisher so faszinieren können, wie dieser Band. Zwar waren auch diese Geschichten nicht wirklich schlecht, aber ihnen fehlte einfach das Besondere, was dieser Band eben vorzuweisen hat.
Klar und deutlich gesagt ist dieser Band eine absolute Pflichtlektüre, egal ob man bereits Erfahrungen mit dieser Figur gemacht hat, oder nicht.

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