Jeff Lemire

 4,4 Sterne bei 83 Bewertungen
Autor von Sweet Tooth, Black Hammer. Band 1 und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Jeff Lemire

Jeff Lemire Jeff Lemire ist bekannt für seine ergreifenden Geschichten. Der Kanadier ist auf einer kleinen Farm im Essex County (Ontario) geboren und aufgewachsen. Sein reduzierter, filmischer Schwarzweißstil ist auf seine Ausbildung an einer Filmhochschule zurückzuführen. Lemire ist der vielfach prämierte Autor von US-Indie-Comics wie ”The Nobody” oder ”Sweet Tooth” und Mainstream-Comics wie ”Superboy” oder ”Animal Man”. Die Karriere des Comicautors begann mit dem in Eigenregie publizierten Comic ”Lost Dogs”. Damit zog er die Aufmerksamkeit des US-Verlags Top Shelf an. Mit seiner ”Essex County-Trilogie”, die zwischen 2008 und 2009 in den USA erstveröffentlicht wurde, debütierte er bei Top Shelf. 2008 erhielt Lemire den Alex Award für den ersten ”Essex County”-Band sowie den Joe Shuster Award als ”Outstanding Cartoonist” und den Doug Wright Award in der Kategorie ”Best Emerging Talent”. Als erster Comic überhaupt ist ”Essex County” beim jährlichen ”Canada reads”- Literaturwettbewerb unter die Top 5 gekommen. Für ”Essex County” wurde der kanadische Comicautor außerdem für den Eisner Award und den Harvey Award nominiert. Die ”Essex County”-Trilogie erscheint in der Edition 52 in Einzelbänden erstmals auf Deutsch.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Family Tree. Band 1 (ISBN: 9783967920406)

Family Tree. Band 1

Erscheint am 26.05.2021 als Hardcover bei Splitter-Verlag.
Cover des Buches Sweet Tooth Deluxe Edition (ISBN: 9783741622625)

Sweet Tooth Deluxe Edition

Erscheint am 01.06.2021 als Hardcover bei Panini Verlags GmbH.
Cover des Buches Black Hammer: Skulldigger & Skeleton Boy (ISBN: 9783962194352)

Black Hammer: Skulldigger & Skeleton Boy

Erscheint am 23.06.2021 als Hardcover bei Splitter-Verlag.
Cover des Buches Gideon Falls. Band 5 (ISBN: 9783962195267)

Gideon Falls. Band 5

Neu erschienen am 24.03.2021 als Hardcover bei Splitter-Verlag.

Alle Bücher von Jeff Lemire

Cover des Buches Sweet Tooth (ISBN: 9783862013357)

Sweet Tooth

 (17)
Erschienen am 18.06.2012
Cover des Buches Black Hammer. Band 1 (ISBN: 9783962190811)

Black Hammer. Band 1

 (6)
Erschienen am 20.03.2018
Cover des Buches Descender. Band 1 (ISBN: 9783958391666)

Descender. Band 1

 (5)
Erschienen am 01.12.2015
Cover des Buches Sentient (ISBN: 9783741620812)

Sentient

 (3)
Erschienen am 26.01.2021
Cover des Buches Old Man Logan (ISBN: 9783957988393)

Old Man Logan

 (3)
Erschienen am 19.09.2016
Cover des Buches Black Hammer. Band 2 (ISBN: 9783962190828)

Black Hammer. Band 2

 (2)
Erschienen am 21.05.2018
Cover des Buches Green Arrow (ISBN: 9783957984791)

Green Arrow

 (2)
Erschienen am 16.11.2015
Cover des Buches Descender. Band 2 (ISBN: 9783958391673)

Descender. Band 2

 (2)
Erschienen am 01.09.2016

Neue Rezensionen zu Jeff Lemire

Cover des Buches Sentient (ISBN: 9783741620812)Flaventuss avatar

Rezension zu "Sentient" von Jeff Lemire

Spannend erzählt mit eigenwilligem Zeichenstil
Flaventusvor 14 Tagen

Der Werbeslogan “Herr der Fliegen im Weltall” ist nur teilweise passend, denn es ähneln sich lediglich die Szenarien, aber nicht die Aussagen. Kennt die Leserschaft das Buch aus dem Jahre 1954 (oder die mittlerweile 30 Jahre alte Verfilmung) überhaupt? Egal, denn wichtig ist dies nicht, denn dieser Graphic Novel fehlt es so oder so an der Symbolkraft des Buches, was es aber nicht automatisch schlecht sein lässt. Ganz im Gegenteil kann die erzählte Geschichte seine erwachsene Leserschaft sicherlich überzeugen.

Dieser Einzelband vereint sechs Bücher, die zuvor als Einzelwerke in den USA veröffentlicht wurden. Entsprechend sind die Kapitel aufgebaut und die Erzählstruktur mit kleinen Cliffhangern zum Ende hin bestückt. Der Spannung tut dies keinen Abbruch, denn diese ist auf jeden Fall sehr gut umgesetzt, was ich ganz besonders hervorheben mag, denn in einer Graphic Novel sieht man das selten. Wo ich gerade von „sehen“ spreche, so würde ich auch gern ein Loblied über die Illustrationen singen. Die haben ein gemischtes Bild bei mir hinterlassen. Grundsätzlich spricht mich der Zeichenstil eher nicht an, weiß aber Akzente zu setzen. Einige Illustrationen sind in meinen Augen gelungen, manch andere eher nicht.

Die Graphic Novel ist aber in keinem Fall ein Coming of Age Comic, wie es manchmal zu lesen ist. Der Erzählstil und auch die Illustrationen sprechen eindeutig eine erwachsene Zielgruppe an, denn die Gewaltdarstellungen sind durchaus explizit. Zusätzlich ist die Grundstimmung etwas depressiv, wenn eine Gruppe von Kindern ihre Eltern verliert und sich dann allein bzw. mit Hilfe einer KI durchschlagen müssen. Auf jeden Fall gehört das Buch nicht in die Hände von Lesern mit einem zarten Gemüt.

Fazit

Mir hat die Graphic Novel erzählerisch gefallen. Eine sehr spannend erzählte Geschichte, auch wenn das Ende relativ plötzlich gekommen ist. Optisch spricht mich der Stil nicht unbedingt an, aber das ist bekanntlich Geschmackssache. Aber allein schon wegen der Story kann ich das Buch empfehlen.

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Cover des Buches Sentient (ISBN: 9783741620812)meggies_fussnotens avatar

Rezension zu "Sentient" von Jeff Lemire

Kann eine K.I. lieben?
meggies_fussnotenvor 2 Monaten

Die U.S.S. Montgomery ist auf dem Weg zu einer Kolonie auf einem anderen Planeten, da die Erde in kurzer Zeit nicht mehr lebensfähig ist. Auf dem Raumschiff befinden sich Familien, die die neue Kolonie besiedeln sollen. Lil, die zusammen mit ihrer Mutter auf dem Schiff ist, hat Geburtstag und wird in die Tagesstätte gebracht. Ihr Freund Isaac ist ebenfalls dort. Denn heute ist auch der Tag, an dem das Raumschiff die Kommunikationsschwelle übertritt und der Funk sowohl zur Erde als auch zur neuen Kolonie für ein Jahr nicht möglich ist. Durch ein Komplott sterben alle Erwachsenen auf dem Raumschiff, nur noch die Kinder sind da - und die künstliche Intelligenz namens Valerie, die nun plötzlich die Elternrolle für die Kinder übernehmen muss. Valerie wächst an ihrer Aufgabe und verändert sich. Als das Raumschiff an einer Tankstation andocken muss, fängt alles an, aus dem Ruder zu laufen. Und Lil, Isaac und Valerie müssen einen Weg finden, die Kinder lebend zur Kolonie zu bringen.

 

Ich bin mit falschen Vorstellungen an die Graphic Novel herangegangen und war positiv überrascht, welche Geschichte sich zwischen den Buchdeckeln verbirgt. 

Wir steigen ein an dem Tag, als das Raumschiff U.S.S. Montgomery die Kommunkationsschwelle überfliegt, und ab da keinerlei Kontakt zu der Erde bzw. zur Kolonie aufgenommen werden kann. Die Eltern der Kinder werden ermordet und nun stehen die Kinder alleine da. Dabei sind diese im unterschiedlichen Alter, wobei Lil und Isaac noch die Ältesten sind. Geleitet werden sie von Valerie, der künstlichen Intelligenz des Raumschiffes. Sie übernimmt die Mutterrolle und schafft dies auch souverän die ersten Monate. Einzig mit Lil gerät sie immer wieder aneinander. Und dies führt zu der unweigerlichen Ausgangssituation, an der das Comic eine Wendung nimmt.

 

Die Kinder sind so tapfer, auch weil Valerie ihnen ja eine große Hilfe ist. Doch unterbewusst weiß man, dass das alles nicht gut ausgehen kann. Die Panels sind etwas "schwammig", d. h. dass ich teilweise etwas Mühe hatte, alles zuzuordnen, weil sie für mich leicht unscharf wirkten. Ich konnte mich da auch nicht so recht daran gewöhnen. 

 

Trotzdem war ich gefangen von der Science-fiction-Story und habe mit den Kindern mitgefiebert, die so jung und unschuldig sind und viel zu früh erwachsen werden mussten, um zu überleben. 

 

Die K.I. Valerie tat mir manchmal leid. Sie ist zwar eine künstliche Intelligenz, d. h. sie lernt dazu, aber trotzdem muss sie sich mit Kindern "herumschlagen", unberechenbar und ehrlich, am Anfang der Pubertät, zickig und frech. Und doch hat sie alle "lieb", so wie eine künstliche Intelligenz eben jemanden lieben kann. 

 

Eine Geschichte, die in meinen Augen nach einer Fortsetzung schreit. Ich würde sehr gerne wissen, wie es mit den Kindern weitergeht oder wie die Kolonie aufgebaut ist. Überhaupt wie sich wohl der Autor und der Zeichner die Zukunft vorstellen. 

 

Meggies Fussnote:

Kann eine K.I. lieben?

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Cover des Buches Joker: Killer Smile (ISBN: 9783741622359)lisamariabookss avatar

Rezension zu "Joker: Killer Smile" von Jeff Lemire

126 Seiten purer Wahnsinn!
lisamariabooksvor 3 Monaten

Der berühmt berüchtigte Joker, der gefährlichste Verbrecher von Gotham City, sitzt mal wieder in Arkham Asylum, einem Gefängnis für geisteskranke Kriminelle, ein.

Dr. Ben Arnell hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Joker von seinem Wahnsinn zu befreien.

 

(Dieses Szenario kommt uns doch irgendwie bekannt vor – oder? Genau, bereits Dr. Harleen Quinzel, alias Harley Quinn, hatte es sich zur Aufgabe gemacht, den Joker zurück auf die gute Seite zu holen. Allerdings konnte Harleen damals dem Charme und dem Wahnsinn von Mr. J nicht standhalten – wie die Geschichte ausgeht ist uns allen sicherlich bekannt.)

 

Nun möchte auch Dr. Ben Arnell sein Glück versuchen und in den Geist des Jokers eindringen. Doch leider geschieht erneut das genaue Gegenteil.  Mit jeder Sitzung, mit jedem Gespräch verfällt Arnell immer mehr dem Irrsinn des Jokers. Arnell bringt nicht nur sich selbst in Gefahr, sondern auch seine Familie. Auch wenn der Joker in Arkham Asylum einsitzt, ist er dennoch überall.

 

„Joker: Killer Smile“ ist wieder einmal ein grandioser Titel aus dem DC Black Label von Panini. Auch ich bin dem Joker und der Story, die Jeff Lemire und Andrea Sorrentino hier zusammen geschaffen haben, gnadenlos verfallen. Im wahrsten Sinne des Wortes erleben und durchleben wir hier auf 126 Seiten den brutalen und puren Wahnsinn.

Es ist unglaublich, wie Autor und Zeichner es zusammen schaffen, diesen Nervenkitzel auf den Leser zu übertragen. Kennt ihr dieses angespannte und bedrückende Gefühl, wenn ihr einen richtig guten Thriller guckt? – Genau so habe ich mich beim Lesen von „Joker: Killer Smile“ gefühlt. Die Zeichnungen von Andrea Sorrentino sind brillant. Auf der einen Seite wirken sie unglaublich real und auf der anderen Seite sind sie dennoch sehr traditionell gehalten. Die Kolorierungen von Jordie Bellaire setzten dem Ganzen letzten Endes noch die Krone auf. Story, Zeichnungen und Koloration in Kombination mit diesem riesigen Hardcover, machen das Lesen zu einem wahrhaftigen Erlebnis. 

 

„Joker: Killer Smile“  ist für mich einfach ein Meisterwerk, dass ich jedem der sich für das DC Universum und den Joker interessiert, nur ans Herz legen kann. Wirklich ganz große Liebe! 


Instagram: @lisamaria.books

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