Rezension zu "Sandman - Dead Boy Detectives: Fremde Geister unerwünscht!" von Pornsak Pichetshote
FlaventusZwei Internatsschüler werden im 19. und 20. Jahrhundert ermordet, tun sich zusammen und machen sich nun als Geisterdetektive auf Verbrecherjagd bzw. auf die Suche nach Kriminalfällen. Wie z.B. das Verschwinden von Kindern und Jugendlichen in Kalifornien.
Dieser Background klingt erstmal harmlos, aber der Panini-Verlag gibt nicht umsonst eine Empfehlung für das Lesealter von 16 Jahren an. Denn schon bald betreten die Hexe Thessaly und andere Monster die Bühne und erwecken den Horror in diesem Buch. Die Story kann sich durchaus sehen lassen und wartet mit mancher Überraschung auf. Mehr verrate ich an dieser Stelle nicht. Was mir allerdings nicht klar ist, ist der Bezug zur Sandman-Reihe von Neil Gaiman. Es wird zwar hier und da die Ewige »Death« erwähnt, aber einen richtigen Bezug schaffe ich nicht herzustellen. Es scheint wohl eine reine Verstärkerfunktion zu sein, damit sich die Graphic Novel besser verkauft.
Die Zeichnung fand ich relativ “comichaft” und weniger künstlerisch anspruchsvoll, wenn ich dies so formulieren kann, um zu beschreiben, was den Leser erwartet. Die Sandman-Reihe wurde von vielen unterschiedlichen Künstlern gezeichnet und war demnach entsprechend geprägt, aber hier konnte vor allem Jeff Stokely mich nicht wirklich überzeugen, während Javier Rodriguez eher meinem Geschmack entspricht. Aber wie immer liegt diese Einschätzung ganz individuell im Auge des Betrachters.
Fazit
Ich fand die Geschichte sehr gut erzählt und auch spannend, selbst wenn ich keinen Bezug zur Sandman-Reihe herstellen konnte. Die Zeichnungen haben nicht immer meinen Nerv getroffen, aber die Story macht hier einiges wieder wett. Nicht, wer die Sandman-Reihe mag, wird hier eine gute Graphic-Novel finden, sondern wer gerne Horror-Graphic-Novels in einem Geisteruniversum liest.


