Akzeptanz

von Jeff VanderMeer 
3,8 Sterne bei28 Bewertungen
Akzeptanz
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paevalills avatar

Der Geschichte fehlt es an Neuem (Strugatzki und Franke dürften winken), schriftstellerisch ist es dagegen ein Traum

Jackie_von_Rolbecks avatar

Leider reicht auch der letzte Teil nicht an den ersten heran. Man sollte sich wirklich überlegen, nur den ersten Teil zu lesen.

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Inhaltsangabe zu "Akzeptanz"

"Akzeptanz" ist der abschließende Roman der mit dem Hugo, dem Nebula, dem BSFA und dem World Fantasy-Award ausgezeichneten "Southern-Reach"-Trilogie.

Es ist Winter, und eine weitere Expedition übertritt die Grenze zu Area X. Während sie, auf der Suche nach einem verschollenen Mitglied einer früheren Expedition, tiefer ins Unbekannte vordringt und mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird, nimmt die Bedrohung der Außenwelt durch Area X immer beängstigendere Ausmaße an. Die Geheimnisse von Area X mögen zwar gelüftet worden sein, doch ihre Konsequenzen sind abgrundtief erschreckend ...

Das Science Fiction-Meisterwerk endlich im Taschenbuch - und im Kino: Der britische Regisseur Alex Garland verfilmt Jeff VanderMeers preisgekrönte Trilogie u. a. mit Natalie Portman und Oscar Isaac.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426518069
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:336 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:03.07.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    paevalills avatar
    paevalillvor 21 Tagen
    Kurzmeinung: Der Geschichte fehlt es an Neuem (Strugatzki und Franke dürften winken), schriftstellerisch ist es dagegen ein Traum
    Akzeptanz

    Mit "Akzeptanz" schließt Jeff VanderMeer seine Southern-Reach-Trilogie rund um Area X und den involvierten Forschern, Crewmitglieder etc. ab.


    Klappentext:
    Es ist Winter, und eine weitere Expedition übertritt die Grenze zu Area X. Während sie, auf der Suche nach einem verschollenen Mitglied einer früheren Expedition, tiefer ins Unbekannte vordringt und mit neuen Herausforderungen konfrontiert wird, nimmt die Bedrohung der Außenwelt durch Area X immer beängstigendere Ausmaße an. Die Geheimnisse von Area X mögen zwar gelüftet worden sein, doch ihre Konsequenzen sind abgrundtief erschreckend ...

    Während Band 1 aus Sicht der bis dato unbenannten Psychologin, Band 2 aus Sicht eines Mitarbeiters geschildert wird, variieren im abschließenden Band "Akzeptanz" die Perspektiven völlig unterschiedlicher Personen mit noch verschiedeneren (Vor-)Wissensstufen, Meinungen und Erlebnissen. Durchaus herausfordernd ist zudem die Tatsache, dass die vielen Informationen, die letzten Endes auf ein ganz bestimmtes Bild hinweisen, vor allem zwischen den Zeilen herausgelesen werden müssen, auch wenn ich persönlich das Buch immer noch für wenig subtil halte als "Auslöschung".

    Auch die zeitlichen Rahmenbedingungen schwanken. Einiges wird aus der Vergangenheit berichtet, z.B. die Schilderungen des Leuchtturmwärters und der Direktorin, anderes in der Gegenwart. Die verschiedenen zeitlichen Ebenen muss der Leser selbst zusammenpuzzeln, ist aber keineswegs eine allzu komplexe Aufgabe.

    Viele Fragen, die sich aus den beiden Vorgängern ergeben, werden beantwortet, einige lassen weiter Raum für die eigene Interpretation.

    Die Atmosphäre des Buchs erscheint mir weniger wirr-psychedelisch wie der erste Band, dafür deutlich düsterer und bedrohlicher.

    An einigen Stellen hätte ich mir mehr Klarheit gewünscht, eine "echte" Auflösung. Andererseits macht genau dieses Subtile, Rätselhafte den großen Reiz der Reihe aus, der eine Verbeugung vor den Strugatzki-Geschwistern und Franke sein muss - und dadurch gleichzeitig Kreativität einbußen muss.

    Insgesamt halte ich die SciFi-Trilogie selbst für durchaus gelungen, insbesondere durch die vielschichtigen Perspektiven und Zeitebenen im finalen Band -  auch wenn ich aufgrund bekannter Parallelen doch mehr Eigenständigkeit erwartet hatte.

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    nini_pagavor 5 Monaten
    Ausweitung

    Während mich "Auslöschung" von den Socken gehauen hat, war "Autorität" ein kleiner, wenn vielleicht auch nötiger Dämpfer, denn der 2. Band der Souther Reach Trilogie ist notwendig um einiges an Hintergrundwissen zu vermitteln, konnte mich "Akzeptanz" wieder vollends überzeugen. Wir befinden uns hier wieder in der Area X und die Welt, die VanderMeer in "Auslöschung" erschafft, wird hier noch erweitert. Während "Auslöschung" ausschließlich auf dem Festland spielt, folgen wir hier Control und der Biologin auf die Insel, wo sie hofen, Geistervogels Mann zu finden. Die eigenen NAturgesetze der Area X, die Vermischung verschiedener Spezies, die seltsamen Vorkommnisse, die einem auch schon im ersten Teil begegnen, werden hier nochmal auf die Spitze getrieben. Man fühlt sich teilweise, als würde man während einer Psychose einen Albtraum haben, aber danach folgt die Katharsis und man ist bereichtert! Ich habe das Gefühl, die Southern Reach Trilogie hat meine Vorstellungskraft erweitert, daher auch der Titel meiner Rezension!

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    sechmets avatar
    sechmetvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Besser als der zweite Teil. Aber auch der dritte Teil kommt nicht an den ersten ran. Tolle Idee, aber leider nicht das komplette Potential
    Am Ende verwirrend

    Im Winter betritt noch einmal eine Expedition Area X. Sie sind auf der Suche nach einem Mitglied einer früheren Expedition. Dabei dringen sie tief ins mysteriöse Gebiet von Area X vor. Diese Gruppe wird in Area X mit neuen Gefahren konfrontiert, während die Bedrohung der Außenwelt immer größere und beängstigendere Ausmaße annimmt. Denn das Gebiet dehnt sich immer weiter aus. Die Folgen der Ausdehnung sind erschreckend.

    „Akzeptanz“ ist der dritte Teil der Trilogie. Bei diesem Teil ändert sich die Perspektive ständig, immer in Abhängigkeit, um wen es in dem jeweiligen Kapitel geht. Auch wenn hier einiges beantwortet wird bzw. sich die einzelnen Handlungsstränge anfangen aufzulösen, bleibt das Ende doch ein wenig verwirrend. Wenigstens kommt hier, im Gegensatz zum zweiten Teil, wieder ein leichter Spannungsbogen auf. Durch die verschiedenen Handlungsstränge wird der dritte Teil nicht so langatmig wie der zweite. Aber an den ersten Teil kommt auch dieser nicht wirklich ran.

    Gut gefallen hat mir, dass wir in diesem Teil erfahren, wie es der Biologin in Area X ergangen ist. Aber auch die Rückblicke des Leuchtturmwärters und der Direktorin haben mir gefallen. Und trotzdem, was in dem ersten Teil so verheißungsvoll begann, endet letztendlich doch sehr unbefriedigend. Sehr Schade, da die Story wirklich mehr versprach und sicherlich hätte der Autor da auch noch mehr draus machen können.

    Auch wenn diese Trilogie mich am Ende nicht so begeistert hat, wie ich mir Anfangs erhofft hatte, bin ich doch froh, dass ich nicht irgendwo auf halber Strecke abgebrochen habe. Die Idee der Story finde ich nach wie vor gut. Leider wurde hier meiner Meinung nach nicht das volle Potential ausgeschöpft.

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    Hellena92s avatar
    Hellena92vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Wahnsinnig gruselig, intelligent und spektakulär
    Unheimlich und toll gemacht, Sprachgewalt

    Akzeptanz ist dann nun der letzte Teil der Southern Reach Trilogie von Jeff VanderMeer. Und dieser ist der stärkste und beste Teil dieser Reihe und rundet absolut brillant ab.


    Control und Ghostbird sind in Area X, die sich bis auf unbekannte Größe ausgedehnt hat. Gleichzeitig lesen wir die Geschichte des Leuchtturmwärters, Saul Evans, und wie die Entstehung von Area X begann, auch wenn dies meist fast mehr verwirrt, als Aufschluss über die tatsächlichen Geschehnisse gibt. Aber mit diesem stilistischen Mittel arbeitete der Autor bereits in den vorherigen Bänden, was es für mich nicht minder gut machte.
    Die Hintergründe um die Area X sind sehr interessant und nicht minder unheimlich und mitreißend!

    Die Geschichte um die Direktorien, und die Geheimnisse, die sie mit sich herum trug, werden ebenfalls in diesem Band thematisiert und geben Aufschluss darüber, wie viel Einfluss und wie viel auch nicht, sie hatte und dadurch Gefahr nach Southern Reach brachte, Menschenleben zerstörte, wissentlich, und wie sie damit zu leben gedachte.

    Gleichzeitig wird das Tagebuch der Biologin gefunden, was ich hier nicht weiter ausführen möchte, da ich nur zeigen will, dass sich hier endlich einiges erklärt und auch wenn einiges nur Spekulation bleibt, so ist dies dennoch ein sehr interessantes Buch, welches die Reihe einfach sehr gut abschließt und für mich das ganze abrundet!

    Sehr empfehlenswert und ich hatte zwischendrin Gänsehaut aufgrund der gruseligen Geschehnisse, der unheimlichen Ausführungen und der Angst die der Autor im ganzen sehr gewaltig über den Leser hereinbrechen lässt!  Der Schreibstil ist wie immer anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber ich konnte mich schnell einlesen!

    Klare Empfehlung!

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    Sandra1978s avatar
    Sandra1978vor einem Jahr
    Schwieriges Ende....

    Inhalt 

    Area X breitet sich aus. Command und Ghostbird sind zusammen unterwegs, um die letzten Geheimnisse von Area X zu ergründen - währenddessen kehrt die verschollene Direktorin anscheinend nach Southern Reach zurück.

    Die Vergangenheit von Area X und den Schlüsselpersonen wird langsam aufgeklärt - doch statt Klarheiten warten noch mehr Geheimnisse darauf, entdeckt zu werden. 




    Beurteilung 

    Also, ich fand anfangs diese Trilogie zwar befremdlich, aber durch ihre Ungewöhnlichkeit und die einzigartige Atmosphäre, die der Autor hier entwirft, doch auch extrem faszinierend. 

    Vorweg: Es handelt sich hier definitiv um einen Roman für Erwachsene - ganz ohne Sexszenen und Co., das meine ich nicht, sondern eher von der Art des Erzählens her - es ist wirklich anstrengend, dem Autor zu folgen, und teilweise war es mir schlichtweg nicht mehr möglich, wegen der sehr verschlungenen, pittoresken und abstrakten Erzählweise.

    Die Erzählperspektiven wechseln immer wieder zwischen den Protagonisten - Ghostbird, Grace, die Direktorin, der Leuchtturmwärter, Control - und es ist teilweise wirklich schwierig noch nachzuvollziehen, in wessen Gedankengängen man sich gerade befindet - und in welcher Zeit, ob in der Vergangenheit oder in der Gegenwart.

    Die Beschreibungen des Verhaltens und der Entwicklung von Area X entzogen sich stellenweise schlichtweg meiner Vorstellungskraft. Es war mir einfach zu fern, ich konnte den Gedankengängen des Autors nicht mehr folgen und fand es eigentlich nur noch verwirrend. 

    Zweifellos ist dem Autor mit "Southern Reach" gelungen, ein einzigartiges Lesegefühl zu erzeugen, eine wahnsinnig dominante Atmosphäre, die gleichzeitig erregend, düster, grauenhaft und geheimnisvoll, aber dennoch irgendwie von Leben und Erwartung durchdrungen ist. 

    Aber die Story selbst ist ein auf und ab - manchmal konnte ich gut folgen, dann wieder driftete es so sehr ab, dass ich den Faden verloren hab. Zum Schluss musste ich mich wirklich zwingen, noch fertig zu lesen.

    Das Ende entbehrt jeder Klarheit und lässt den Leser im Ungewissen zurück - vermutlich Absicht, für den Leser eher unbefriedigend, man wird einfach mit diesem Riesenmysterium stehen gelassen.

    Nun fällt es mir wirklich schwer, das Buch zu bewerten, das ich einerseits so schnell nicht vergessen werde, andererseits froh bin, es durch zu haben - daher gehe ich nach meinem Bauch: Würde ich es nochmal lesen? Würde ich es weiterempfehlen? Tendenziell: Eher nein, allerdings: Die ersten beiden Bände fand ich gut und man soll ja nicht mitten in einer Reihe abbrechen, wenn schon, dann die ganze Geschichte. Deswegen breche ich mal meine Regel und vergebe "angebrochene" Sterne : 3,5 von 5 Sternchen für "Akzeptanz". 

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    Buchraettins avatar
    Buchraettinvor einem Jahr
    Das Finale... sehr komplex, aber auch sehr verwirrend

    Es ist der dritte Band dieser Reihe und ich würde unbedingt empfehlen die anderen vorweg zu lesen.
    Ein Gebiet, das sich verändert hat. Area genannt. Es liegt am Meer, an der Küste von Amerika. Es gab schon viele Expeditionen in diese Area. Doch was ist dieses Gebiet eigentlich?
    Natürlich hoffe ich auch auf eine Antwort auf die Frage, was ist Area x?
    Wird sie beantwortet werden? Das muss na klar jeder selbst erlesen. Auch die Figuren aus den anderen Büchern tauchen wieder auf.
    Gut gefallen haben mir hier zu Beginn die Erinnerungen. Die machen die Geschichte mal klar, strukturiert und verständlich. Leider wechselte der Erzählstil dann wieder, wie es schon aus dem zweiten Band kannte. Es wird sehr komplex erzählt, man muss als Leser schon sehr aufmerksam lesen. Anfangs hat es mir sehr gut gefallen, weil es kam da ohne diese Wiederholungen aus, wie es im zweiten Band noch vorkam.
    Das ist kein SF Buch, das ich Einsteigern in dieses Genre empfehlen würde. Es ist schon ein eher anspruchsvoller SF, der einen Leser fordert. Es ist schon eine Herausforderung beim Lesen.
    Es gelingt dem Autor hier die Anspannung hochzuhalten und auch die Neugier des Lesers. Leider blieben aber dennoch Fragezeichen in meinem Kopf. Es war anstrengend zu lesen, ich kann mir vorstellen, dass man das Buch auch noch einmal lesen muss, um alles zu verstehen. Es ist manchmal etwas verwirrend.
    Es sind viele Details enthalten, es gibt immer wieder Rückblicke, Anspielungen auf die ersten Bücher.
    Ich fand es sehr anstrengend zu lesen und manchmal auch zu verwirrend. Mir hat der erste Band wirklich gut gefallen, aber für mich ließen die Bücher immer mehr nach. Ich fand es war zu verwirrend.
    Die Komplexität, die Details, immer noch Fragen in meinem Leserkopf. Es ist schon sehr schwierig zu lesen. Ich hatte nach dem ersten Buch sehr hohe Ansprüche, weil es ist wirklich ungewöhnlich und mal was ganz anderes, das hat dieser letzte Band nicht so erfüllen können.
    2, 5 Sterne

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    bieberbrudas avatar
    bieberbrudavor einem Jahr
    Eine Geschichte wie ein (Drogen-) Trip #3

    Area X - eine Region an der amerikanischen Küste, die ebenso rätselhaft wie faszinierend ist. Die Rückkehrer der Expeditionen ins Unbekannte werfen nur weitere Fragen auf. Was geht dort vor sich? Worin steckt der Ursprung? Und wie gefährlich ist es?

    Inhalt:

    Band 3: Akzeptanz:
    Control begibt sich selbst in die Höhle des Löwen und erkundet Area X gemeinsam mit einem kleinen Team. Ihr Ziel ist es, die Geheimnisse von Area X endlich aufzuklären und auch den Ursprung von Allem zu erkunden. Offensichtlich scheint alles mit einem Leuchtturm und dessen Leuchtturmwärter Saul im Zusammenhang zu stehen. Was ist ihm damals zugestoßen? Wird dieser Expedition endlich der letzte Schritt gelingen? Oder werden sie wie ihre Vorgänger enden?

    Meine Meinung:

    Die Trilogie ist wirklich sehr speziell und ich habe mir selten mit einer Bewertung so schwer getan. Jeff VanderMeer erschuf ein ebenso rätselhaftes wie spannendes Setting, bei der man immer das Gefühl hat den Geheimnissen näher zu kommen - anschließend aber nur noch mehr Fragen hat. Ebenso wie für die Protagonisten kann das auch für den Leser etwas frustrierend sein, denn es werden auch am Ende nicht alle Fragen beantwortet (Der Autor überlässt sehr Vieles der Fantasie/Deutung des Lesers). Passend dazu ist der Schreibstil ziemlich sperrig, sodass ich die Bücher zwischendurch immer wieder zur Seite legen musste. Aber die Mystik von Area X hat auch für den Leser eine spezielle Anziehung, sodass man immer weiterlesen und gemeinsam mit den Charakteren die Geheimnisse erkunden möchte. Während das Buch für viele Leser sicherlich langweilig und zäh sein wird, werden andere Leser den subtilen Horror der fast schon unbeschreiblichen Ereignisse innerhalb Area X lieben. Das kann man gut mit dem Film "Blair Witch Projekt" beschreiben: Entweder findet man ihn langweilig oder unglaublich gruselig. Ich würde mich irgendwo in der Mitte wiederfinden, denn auch wenn ich die Atmosphäre der Romane sehr genossen habe, war mir das Gesamtkunstwerk letztendlich etwas zu sperrig.

    Fazit:
    Eine Geschichte wie ein (Drogen-) Trip, dass die Leser sicherlich spalten wird! Da mir die Bücher insgesamt aber etwas zu sperrig waren, vergebe ich nur solide 3 Sterne.

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    S
    Splashbooksvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Area X hat sich ausgedehnt. Und John, Ghostbird und Grace sind in diesem Gebiet drinnen. Sie suchen nach Antworten und fürchten sich ...
    Akzeptanz: Buch 3 der Southern-Reach-Trilogie, besprochen von Götz Piesbergen

    Bislang hat die "Southern-Reach-Trilogie" überzeugen können. Die beiden Vorgänger-Romane "Auslöschung" und "Autorität" waren spannend zu lesen und warfen jede Menge Fragen auf. Auf die Jeff Vandermeer mit "Akzeptanz" hoffentlich Antworten liefert.

    Vor langer Zeit existierte an der Küste, in der bald Area X entstehen würde, ein Leuchtturm. Der Leuchtturmwärter lebt sein Leben, bis etwas passiert, was ihn verändert. Saul, so sein Name, beginnt sich zu verändern. Genauso wie die Umgebung, in der er lebt. Und ein kleines Mädchen, dass er ins Herz geschlossen hat, kriegt diese Ereignisse aus der Entfernung mit und beschließt, den Ursachen nachzuforschen.

    Jahre sind seitdem vergangen und inzwischen ist sie Direktorin von Southern Reach geworden. Und während sie versucht mehr über Area X zu erfahren ist sie gleichzeitig einen Machtkampf hinter den Kulissen der Organisation verstrickt.

    In der Handlungsgegenwart hat sich Area X ausgedehnt und das ehemalige Gelände von Southern Reach geschluckt. John, Grace, die Geliebte der Direktorin und ihre Stellvertreterin sowie Ghostbird, der von Area X erschaffene Klon der Biologin, sind in dem Gebiet unterwegs. Und sie versuchen, den Mysterien auf den Grund zu gehen.

    Mystery-Serien haben das Problem, dass sie einen Spagat eingehen müssen. Einerseits müssen sie die Atmosphäre des Geheimnisvollen bewahren und sich, was Antworten angeht, bedeckt halten. Andererseits müssen sie auch irgendwann Aufklärung bieten. Und diese muss auch noch überzeugend ausfallen, aber andererseits eben nicht so ganz. Serien wie "Akte X" sind damit gescheitert. Und Jeff Vandermeers "Southern-Reach-Trilogie"?

    Zumindest der Anfang ist vielversprechend. Der Autor geht in die Vergangenheit zurück und schildert die Erlebnisse eines Leuchtturmwärters. Zunächst ist man verwundert, was das soll. Doch nach und nach werden die Verbindungen zur Handlungsgegenwart deutlich und man merkt, dass man hier den Ursprung von Area X liest. Beziehungsweise, wie dieses Gebiet überhaupt entstanden ist.

    Rest lesen unter:
    http://splashbooks.de/php/rezensionen/rezension/21725/akzeptanz_buch_3_der_southern_reach_trilogie

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    JulesBarroiss avatar
    JulesBarroisvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Seltsam, wild, wunderbar und zutiefst menschlich - Geheimnis, emotionale Wirkung, Nervenkitzel und Wunder
    Seltsam, wild, wunderbar und zutiefst menschlich

    Im Gegensatz zu "Auslöschung" und "Autorität" ist "Akzeptanz" aus wechselnden Perspektiven erzählt: Denen von Control, der Biologin, der Direktorin und des Leuchtturmwärters. Und so geht es hin und her zwischen den letzten Wochen vor der "Entstehung" von Area X, der Zeit zwischen den beiden letzten Expeditionen dorthin und den Tagen nach dem Ende von "Autorität", als der Southern Reach in Auflösung begriffen war und Control die Biologin endlich gefunden hatte.

    VanderMeer beschreibt elegant und großartig, aber er erklärt nicht. Und genau das macht den Reiz dieses Buches, der ganzen Trilogie aus. So viele reiche Details erwecken  die Welt zum Leben in der Phantasie des Lesers. Jede Charaktere hat  ihre eigene Art und Weise zu sprechen.  Man kann die Veränderungen bestaunen, die Area X, bei denen auslöst, die sich hineinwagen, und man kann versuchen, die verlorengegangenen Zeitschleifen der Handlungsstränge einzuordnen, aber es bleibt alles ein riesengroßes Rätsel. Mit vielen Fragen, die für mich auch die Lösung sind:

    Wie verändern sich Menschen durch das, was sie erleben? Können Menschen das akzeptieren, was sie wissen und vor allem, das was sie nicht wissen? Können sie es ändern? Was beeinflußt  ihre Einstellungen? Wie können sie mit der Natur umgehen, wenn diese nicht mehr so ​​freundlich zu ihnen ist?

    So scheint es mir vernünftig und höchst realistisch. Der Mensch ist eben nur in der Lage, in bestimmten, in seinem Gehirn fest verdrahteten Kategorien zu denken, und Area X steht außerhalb dieser Kategorien. Es ist ein psychologischer Natur-Thriller. Selbst am Ende, weiß man nie genau, was wirklich ist, was vor sich geht. Es ist einfach ein Erlebnis.

    Vandermeer hat etwas Erstaunliches geleistet. Er porträtiert eine fremde Intelligenz als etwas wirklich fremdes, nicht wie Menschen gekleidet in Kostümen oder sogar Wale und Kopffüßer. Die außerirdische, außermenschliche Präsenz ist es was an diesen Bücher so fasziniert. Sie kriecht über den Rücken, rutscht zwischen die Seiten, sickerte zwischen den schwarzen Schnörkel auf der Seite. Es ist so fremd, so schwer zu sehen, und nicht zu verstehen ist. Und Genau das bringt Jeff Vandermeer rüber.

    Die verschiedenen Perspektiven machen die Begegnung mit dem Unmenschlichen geradezu  menschlich, menschlich in allen Teilen von den Perspektiven über die Vielfalt bis zu den Misserfolgen. Eine tiefe Menschlichkeit

    Es ist wirklich für jeden etwas dabei: Geheimnis, emotionale Wirkung, Nervenkitzel und Wunder. Herzlichen Glückwunsch an Jeff Vandermeer - diese Serie ist in jeder Beziehung eine echte Leistung, sowohl von den wissenschaftlichen Recherchen her als auch von der Prosa, dem Tempo, den Charakterisierungen und den durchaus befriedigenden Antworten auf die Rätsel. Das Unerklärte und Unerklärliche wird auch Sie heimsuchen. Es ist wunderbar, im besten Sinne des Wortes.

     

    Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des Kunstmann Verlages:

    http://www.kunstmann.de/titel-0-0/akzeptanz-1020/

    Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

     

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    Jackie_von_Rolbecks avatar
    Jackie_von_Rolbeckvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Leider reicht auch der letzte Teil nicht an den ersten heran. Man sollte sich wirklich überlegen, nur den ersten Teil zu lesen.
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