Jeff Zentner Zusammen sind wir Helden

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Inhaltsangabe zu „Zusammen sind wir Helden“ von Jeff Zentner

Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden abzubezahlen. Aber Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, irgendwo da draußen. Seine Träume teilt er mit seinen beiden besten Freunden: Lydia, selbstbewusst und mit dem festen Plan, als Modebloggerin nach New York zu gehen, und Travis, der halb in seiner geliebten Fantasy-Serie lebt. Zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen …

eine sehr bewegende Geschichte über Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Hoffnung und Träume

— ToffiFee

Poetisch, berührend und voller sympathischer Auenseiter, die Päckchen zu tragen haben

— Skyline-Of-Books

Bewegendes Jugendbuch mit leichten Startschwierigkeiten.

— Eslin

https://angelas-library.blog/2018/03/09/zusammen-sind-wir-helden/

— angela01

Eine Mischung aus Gavin Extence und Holly Goldberg Sloan. Ich liebe die Geschichte, die Figuren und die Schreibe. Unbedingt lesen, bitte!!!

— Lilly_McLeod

Mein erstes Buchhighlight 2018! No more words needed <3

— Benni_Cullen

Überraschend tiefgründig.

— Niccitrallafitti

Ein ganz, ganz wundervolles Buch! Sehr bewegend und tiefgründig, zugleich aber auch wunderbar humorvoll. Absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Zusammen sind wir Helden" von Jeff Zentner

    Zusammen sind wir Helden

    kathrineverdeen

    12. April 2018 um 09:28

    Manche Bücher machen es einem sehr schwer sie zu beschreiben und auch zu bewerten. Meine letzte Lektüre zählt eindeutig zu dieser Kategorie. „Zusammen sind wir Helden“ von Jeff Zentner ist mir vor allem wegen der sehr positiven Rezensionen aufgefallen und ich war irgendwann so neugierig, dass ich es lesen musste. Zu Beginn habe ich noch sehr interessiert gelesen, denn die drei literarischen Hauptfiguren, die uns an ihren Erlebnissen ihres gemeinsamen letzten Schuljahrs teilhaben lassen, sind sehr konträr und sie haben alle eine sehr komplexe und interessante Vergangenheit, die sie auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet und zu Freunden gemacht hat. Die Protagonisten Dill, Lydia und Travis berichten uns Lesern auf den ersten Seiten, wo sie aktuell in ihrem Leben stehen und welche Veränderungen für sie nach ihrem letzten Jahr an der Highschool anstehen. Nach und nach erfährt man jedoch auch vieles aus ihrer Vergangenheit und von ihren Ängsten vor den kommenden Ereignissen, jedoch geben die literarischen Figuren nur uns Lesern einen Einblick in ihre Gefühlswelt. Die drei Freunde haben einige Geheimnisse voreinander – was man anhand der schwerwiegenden Probleme gut nachvollziehen kann. Schließlich geht man mit Themen wie religiöser Fanatismus, häuslicher Gewalt und einem Vater, der im Gefängnis sitzt, nur ungern hausieren.Dill, der ohne seine Gitarre ein völlig trostloses Leben hätte, Lydia, die ambitionierte Modebloggerin, die sich auf ein aufregendes Leben in New York freut und Travis, der es vorzieht sich tief in seine Bücher zu vergraben, um der wahren Welt zu entfliehen: Dieser Roman lebt von seinen divergenten literarischen Figuren, ihren verschiedenen Zielen und ihren Hoffnungen. Las ich anfangs noch mit großer Begeisterung, kam irgendwann ein Wendepunkt. Die Handlung bekam eine sehr träge Note und eine hoffnungslose Stimmung aufgedrückt, von der man sich als Leser nur bedingt freimachen kann. Das Geschehen verliert seine Dynamik und ich hatte das Gefühl mit den literarischen Figuren in ihrem Kaff festzusitzen. Nach fast hundert Seiten war ich kurz davor das Buch abzubrechen, weil mein Lesefluss immer wieder ins Stocken geriet. Zum Glück habe ich mich durch diese Phase durchgekämpft und wurde mit vielen tiefgründigen und sehr gefühlvollen Momenten belohnt, die oft auch einen sehr traurigen Ursprung haben. Jeff Zentner beschreibt in seinem Roman „Zusammen sind wir Helden“ wie hoffnungslos das Leben manchmal erscheint, ohne dabei den Blick auf das Wesentliche zu verlieren. Er erzählt auf eindrucksvolle Weise, wie sehr wichtige Personen - Eltern und Freunde - unser Leben prägen und beeinflussen können. Zentner verdeutlicht aber auch, welche Möglichkeiten man im Leben ergreifen kann, wenn man den Mut hat seine Träume zu verwirklichen, und wie wichtig es ist dabei einen guten Freund an seiner Seite zu haben.www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Über Freundschaft, Familie, Zusammenhalt, Hoffnung und Träume

    Zusammen sind wir Helden

    ToffiFee

    27. March 2018 um 15:55

    „Wir müssen von jetzt an aufeinander aufpassen. Wir müssen für einander Familie sein, weil unsere eigenen so verkorkst sind. Wir müssen uns ein besseres Leben schaffen. Wir müssen endlich anfangen, die Dinge zu tun, vor denen wir uns fürchten…“ Inhalt: Seitdem Dills Vater verhaftet wurde, führt Dill ein sehr schweres Leben. Er leidet unter dem schlechten Ruf seines Vaters und muss neben der Schule arbeiten, um seine Schulden abzubezahlen. Seine Mutter wird immer unglücklicher und er kann nichts dagegen tun. Die einzigen, die ihm Halt bieten, sind seine Freunde Lydia und Travis und seine Gitarre. Lydia ist erfolgreiche Modebloggerin und möchte in New York studieren. Travis ist ein Fantasyliebhaber und lebt in seiner eigenen Welt. Auch Lydia und Travis haben einige Probleme, aber zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen.. Cover: Das Cover ist wirklich schön geworden. Es wirkt so, als würden sich die Jugendlichen nach der Freiheit der großen Stadt sehnen, das passt sehr gut zum Inhalt. Meine Meinung: Das Buch ist viel ernster und tiefgründiger, als ich zunächst angenommen habe. Die Charaktere haben in ihren jungen Jahren einiges durchmachen müssen und ihre Geschichten haben mich sehr berührt. Die Geschichte wechselt zwischen den Perspektiven der drei Freunde hin und her. Jedes Kapitel wird aus einer anderen Sicht erzählt, sodass man die Gefühle und Gedanken der drei sehr gut kennen lernt. Die drei Charaktere sind sehr einzigartig, die alle ihre eigene, spezielle Geschichte haben.  "Die Leute haben Angst vor Kummer und Schmerz. Sie glauben, das ist ansteckend, wie eine Krankheit." Dill und Travis sind mir sehr ans Herz gewachsen, nur mit Lydia hatte ich anfangs etwas Schwierigkeiten. Sie wirkt oberflächlich und egoistisch. Im Laufe der Geschichte macht sie aber eine schöne Entwicklung durch, weshalb ich schließlich doch mit ihr warm wurde. Sie ist diejenige, die die Gruppe mit ihrer aufgeweckten Art motiviert, sich von niemanden unterkriegen zu lassen und dennoch das Beste aus ihrem Leben zu machen. Sie selbst hat auch große Träume.  Travis war für mich am interessantesten. Seine Interessen und sein Kleidungsstil sind recht speziell, weshalb er sich oft unverstanden fühlt. Dennoch fügt er sich perfekt in die kleine Gruppe ein und war der "Ruhepol". Er versucht stets die Harmonie zwischen seinen Freunden aufrecht zu erhalten, obwohl bei ihm Zuhause alles andere als Harmonie vorherrscht.  Dill fühlt sich auf vielerlei Art und Weise verlassen. Sein Vater sitzt im Gefängnis und hat ihm damit den Ruf versaut. Seine Mutter erwartet, dass er seine Pflichten erfüllt und Geld verdient, damit sie die Schulden seines Vaters abbezahlen können und hat dabei kein Verständnis für Dills Wünsche. Lydia möchte nach New York ziehen, während er in der Kleinstadt zurückbleiben "muss".  Doch es geht noch um viel mehr als um die Sorgen und Probleme der Freunde. Ich möchte an dieser Stelle allerdings nicht zu viel verraten, das sollte jeder selbst entdecken. „Wofür war das denn?“, fragte Dill. „Du hast ausgesehen, als sei dein Herz auf einen Legostein getreten.“ Die Rolle der Musik war mir etwas zu gering. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass die Songtexte von Dills Songs beigefügt werden. So kann man sich das Ganze besser vorstellen und hätte noch tiefere Einblicke in Dills Gedanken und Gefühlswelt erhalten. Der Schreibstil von Jeff Zentner ist ergreifend und angenehm zu lesen. Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, so versunken war ich in die Geschichte. Das Buch hat mich wirklich berührt und auch zum Nachdenken gebracht. Es enthält viele sehr schöne, bewegende und auch traurige Szenen. Die Gefühle der Figuren werden sehr detailliert beschrieben, sodass sie einem recht nahe gehen. Man sollte aufpassen, dass man sich nicht zu sehr mitreißen lässt um nicht selbst runtergezogen zu werden - dies spricht aber nur für den Autor. Dennoch sollte man es vielleicht nicht in einer Phase lesen, wo es einem selbst nicht gut geht. "Wer die Welt verändern will, muss bei sich selbst anfangen." Fazit: "Zusammen sind wir Helden" ist eine sehr bewegende Geschichte über Freundschaft, Zusammenhalt, Hoffnung und Träume. Man fühlt mit den Figuren mit und erlebt eine Achterbahn der Gefühle. Es regt zum Nachdenken an und lässt einen nicht mehr los. Mir hat es sehr gut gefallen und ich kann es euch nur ans Herz legen. 4,5/5 Sterne

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  • Absolut berührend

    Zusammen sind wir Helden

    BunteWorte

    23. March 2018 um 19:28

    Normalerweise würde ich jetzt etwas zum Schreibstil des Autors (der ungewöhnlich, aber wunderbar passend zum Inhalt ist) oder zu den Figuren der Geschichte (die zwar teilweise skurril, aber gleichzeitig glaubwürdig sind), aber all das ist für mich gar nicht das Wichtigste an diesem Buch. Ganz ehrlich? Am liebsten würde ich in Superlativen über das Buch reden, denn genau das hat es verdient. Im Bereich der realistischen Jugendliteratur ist es das Beste was ich seit langem gelesen habe. Leser meiner kleinen bunten Buchwelt kennen mein Lieblingsbuch. Ich habe "Die Mitte der Welt" zum ersten Mal vor 17 Jahren gelesen und seit dem suche ich nach einem Buch, das ähnlich ist. Jetzt habe ich es gefunden. "Zusammen sind wir Helden" ist ein Jugendroman mit wunderbaren Figuren, in jeder von ihnen kann man ein Stück von sich selbst wiederfinden. Es ist ein Buch, dass ganz ehrlich von den absoluten Schattenseiten des Lebens berichtet und es dabei schafft, trotzdem Hoffnung aufkeimen zu lassen. Irgendwie fehlen mir die richtigen Worte, ich kann nur sagen: Leute, lest dieses Buch!

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  • Poetisch, berührend und voller sympathischer Auenseiter, die Päckchen zu tragen haben

    Zusammen sind wir Helden

    Skyline-Of-Books

    19. March 2018 um 19:16

    Klappentext „Ohne seine Gitarre wäre Dills Leben wirklich trostlos: Sein Vater ist im Gefängnis, seine Mutter unglücklich, und nach der Schule soll er im örtlichen Supermarkt arbeiten, um die Schulden abzubezahlen. Aber Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, irgendwo da draußen. Seine Träume teilt er mit seinen beiden besten Freunden: Lydia, selbstbewusst und mit dem festen Plan, als Modebloggerin nach New York zu gehen, und Travis, der halb in seiner geliebten Fantasy-Serie lebt. Zusammen, glauben sie, können sie alles schaffen …“   Gestaltung Das Covermotiv passt für mich ideal zur Geschichte, denn es visualisiert die Protagonisten des Buches, die zusammen auf einem Gerüst hocken und auf eine Stadt blicken. Diese Stadt im Hintergrund finde ich sehr gelungen, da sie mit den verschiedenen Farben super harmoniert und durch das Gerüst und die Jugendlichen auf dem Cover kommt zudem eine schöne Perspektive in das Bild rein. So wirkt es, als würde ich als Betrachter gemeinsam mit den Jugendlichen auf die Stadt blicken. Ich mag auch die weiße Schrift des Titels und das Symbol mit den Sternen sehr gerne, da sich dieses vor dem dunkleren Hintergrund sehr schön abhebt und ins Auge sticht.   Meine Meinung Meine Erwartungen an dieses Buch waren tatsächlich sehr hoch. Ich kann gar nicht genau sagen, wieso das so war, aber nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, hatte ich eine sehr bedeutsame Geschichte über Außenseiter, Träume, Zusammenhalt und Freundschaft erwartet und genau das habe ich auch bekommen. Das Debüt von Jeff Zentner setzt sich in „Zusammen sind wir Helden“ mit der rauen Realität und der Suche nach der Zukunft auseinander und berührt so auf sehr vielen verschiedenen Ebenen.   In dem Buch geht es um die drei Freunde Dill, Lydia und Travis, die alle ihr Päckchen zu tragen haben und deswegen zu den Außenseitern zählen. Dill wird von den Menschen gemieden und verurteilt, weil sein Vater, der Pfarrer der Kleinstadt, grausame Dinge getan hat. Travis leidet unter seinem gewalttätigen Vater und dem Verlust seines Bruders und Lydia hat zwar ein stabiles Elternhaus, wird aber in der Schule aufgrund des Erfolgs ihres Modeblogs von anderen gemieden. Diese drei Figuren halten dafür umso stärker zusammen und ihre Beziehung hat mich wirklich zutiefst bewegt. Sie ist im Buch so realistisch dargestellt, dass ich mir manchmal vorkam, als wäre ich ein Teil dieser Freundschaft. Es kommt auch mal zum Streit zwischen den Figuren, aber dennoch stehen sie einander immer bei.   Zudem befinden sie sich mit dem nahenden Schulabschluss in einer Situation, die mir (und sicher auch vielen anderen) nicht unbekannt ist, wodurch der Identifikationsfaktor nochmal erhöht wurde. Aber nicht nur durch dieses Gefühl des Gefangenseins im Hier und Jetzt und des Vorwärts-bewegens in Richtung Zukunft, sondern auch durch die verschiedenen anderen Themen und Schicksale der Figuren schafft der Autor es, eine Ebene zu erschaffen, die den Leser mit den Figuren mitfühlen und  -leiden lässt. So war ich immer unmittelbar im Geschehen und fühlte mich den Erlebnissen verbunden und nahe.   Aber nicht nur die Beziehung zwischen diesen Figuren konnte mich überzeugen, auch die Vielfalt dieser Protagonisten und vor allem ihre sympathischen Charakterzüge gingen mir unter die Haut. Mein persönlicher Liebling war dabei Travis, denn seine Geschichte hat mich zu Tränen gerührt, weil sie so traurig ist. Dass er dabei so liebenswert, verträumt und tapfer geblieben ist, fand ich super! Auch Dill hat mich immer wieder emotional mitleiden lassen, denn ich konnte mich super in ihn und seine Gefühlslage hineinversetzen. Der Abschluss steht bevor und damit gibt es so viele Unsicherheiten und Ungewissheiten. Gleichzeitig tat er mir auch immer so leid, wenn andere über ihn geurteilt haben, ohne ihn wirklich zu kennen. Nicht so ganz ins Bild passte für mich Lydia, bei der ich etwas länger gebraucht habe, um mit ihr warm zu werden. Sie ist eine Art Freigeist, der nicht so wirklich in das Kleinstadtleben passt und deswegen immer aneckt.   Das Buch hat bei mir Emotionen wie am Fließband ausgelöst. Von zutiefst bewegt über ein zufriedenes Gefühl des Sanftmuts über Trauer bis hin zu einem dicken Klos im Hals und Tränen in den Augen war wirklich alles dabei. „Zusammen sind wir Helden“ ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, die selbst mit dem Lesen der letzten Seite nicht endet, denn dieses Buch nimmt man mit in seinen Alltag. Viele der Sprüche in der Geschichte sind wunderschöne Zitate, die man im Herzen behält und die einem Licht im Alltag spenden. Es gab so viele schöne Passagen in diesem Buch, die mich wie Pfeile mitten ins Herz trafen und mich sehr berührt haben.   In engem Zusammenhang dazu steht der grandiose Schreibstil von Jeff Zentner, der mir Gänsehaut über die Arme gejagt hat. Poetisch, lebendig und gefühlvoll. Dadurch, dass er die Geschichte abwechselnd aus den drei Perspektiven von Dill, Lydia und Travis schildert, konnte ich sehr gut Einblicke in all ihre Gedanken erhalten und mich so noch besser mit ihnen auseinandersetzen und identifizieren. Zudem empfand ich Zentners Schreibstil als sehr atmosphärisch, denn der Autor fängt die Stimmung der Jugendlichen und der amerikanischen Kleinstadt passgenau ein und überträgt sie auf den Leser.   Fazit „Zusammen sind wir Helden“ ist ein bewegendes Buch über Träume, Zukunft, Ängste und Zusammenhalt. Jeff Zentners Debütroman war für mich eine sprichwörtliche Achterbahnfahrt der Gefühle, bei der Tränen, Freude und vor allem Mitgefühl im ständigen Wechsel standen. Vor allem diese Emotionen sind es, die den Leser in eine Spirale aus Lesesucht und unfassbarer Berührung hineinziehen und nicht mehr loslassen. Der poetische, atmosphärische Schreibstil des Autors und der Wechsel der Erzählperspektiven der drei Protagonisten sorgt dabei für ein hohes Identifikationspotenzial und das Gefühl, mitten in der Geschichte zu stehen. Ein wirklich bewegendes Debüt, das mir direkt unter die Haut gegangen ist! 5 von 5 Sternen!   Reihen-Infos Einzelband

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  • Bewegendes Jugendbuch mit leichten Startschwierigkeiten.

    Zusammen sind wir Helden

    Eslin

    14. March 2018 um 10:17

    “Zusammen sind wir Helden” ist ein ganz besonderes Buch, das sich nur schwer in Worte fassen lässt. Die drei ungleichen Freunde Dill, Lydia und Travis erleben gemeinsam ihr letztes Jahr vor dem Schulabschluss, das von Träumen, aber auch Ängsten geprägt ist. Bereits das Cover besticht mit schönen Farben und atmosphärischem Design, springt aber erst bei genauerer Beachtung ins Auge; ein Umstand, der auch sehr gut zum Inhalt des Romans passt. Außerdem gibt es Ähnlichkeiten zum englischen Original, die mir sehr gefallen, und ausnahmsweise gefällt mir der deutsche Titel sogar etwas besser, da er meiner Meinung nach besser zur Stimmung der Geschichte passt. Auf die Handlung des Romans lässt man sich am besten unvorbereitet ein. Als realistischer Jugendroman, der die Leben dreier Freunde verfolgt, ist die Handlung sowieso schwer zusammen zu fassen und lebt vor allem durch die Details. Das dann aber so richtig: Die Figuren wirken durch ihre Stärken und Schwächen, Eigenarten und ganz persönlichen Gedanken derart lebensnah, dass man fast glaubt, man würde sie auch in der Realität kennen. Und ein bisschen tut man das auch, sind ihre Ängste und Hoffnungen doch sehr real, besonders für Leser, die sich selbst gerade im Erwachsenwerden befinden. Durch die auf drei Perspektiven aufgeteilten Kapitel kommt dabei auch keiner der drei liebenswürdigen Charaktere zu kurz. Zugegeben, der Anfang der Geschichte ist noch nichts Besonderes. Man braucht eine Weile, um in der Welt anzukommen. Sobald man jedoch drin ist, fliegen die Seiten nur so dahin. Der simple, aber mit Bedacht gewählte Schreibstil trägt sein Übriges zum Lesevergnügen bei. Und sobald man die Charaktere ins Herz geschlossen hat – und das wird man bei diesen schrägen Typen bestimmt – kann man sich vor einer beeindruckenden Achterbahn der Gefühle kaum noch retten. Die verschiedenen Handlungsstränge, die sich zu einem dichten, stimmigen Ganzen verweben, lassen dabei keine Emotion aus. Zu der Geschichte ihrer Freundschaft kommt für jeden der drei, Dill, Travis und Lydia, auch noch eine persönliche Geschichte hinzu, über ihre Familien und ihre Lebensziele, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und die vor großen, komplizierten Themen, bei denen nicht immer eine einfache Lösung möglich ist, nicht zurückschrecken. Insgesamt ist “Zusammen sind wir Helden” eine Geschichte, die ich jedem ans Herz legen würde, der eine Geschichte über ganz besondere Freundschaften und das Erwachsenwerden lesen möchte. Zwar braucht die Geschichte ein bisschen, um in Gang zu kommen, sobald sie aber erstmal Fahrt aufgenommen hat, ist ein emotionsgeladenes Leseerlebnis garantiert.

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  • Zusammen sind wir Helden

    Zusammen sind wir Helden

    sweetpiglet

    06. March 2018 um 17:10

    Wahre Freunde sind diejenigen, die zu dir halten und für dich da sind, auch wenn es dir schlecht geht.   So ist es bei Dill, Travis und Lydia, die drei sind Freunde, auch wenn ihre Freundschaft vielleicht nur deshalb zustande gekommen ist, weil sie Außenseiter an ihrer Highschool in Forrestville sind. Doch jede Freundschaft, egal wie fest, macht Höhen und Tiefen durch, und genau das müssen auch diese drei Freunde erfahren.In "Zusammen sind wir Helden" wechselt der Ich-Erzähler zwischen Travis, Dill und Lydia. Dabei haben wir Gelegenheit von jedem die Gedanken und Gefühle kennenzulernen, was vor allem bei mir dafür gesorgt hat, dass ich jeden der drei Protagonisten auf unterschiedliche Weise liebe gewonnen habe.Die meisten Schwierigkeiten hatte ich mit Dill, er ist zwar ein wirklich talentierter und aufmerksamer Mensch, aber beim Lesen merkt man immer wieder, dass er seine Möglichkeiten nicht ausnutzt und dann aber wegen dieser verpassten Möglichkeiten und seinem introvertierten Leben sauer auf andere Menschen ist, die ihre Chancen auskosten. Das hat mich beim Lesen manchmal wütend gemacht, denn ich hatte einfach gehofft, dass Dill erkennt, dass er auch diese Optionen hat. Dennoch legt Dill letztendlich die größte Entwicklung hin, wohin diese geht, möchte ich euch aber nicht verraten.Lydia ist ganz anders, sie ist extrovertiert, clever und selbstbewusst. Die Tatsache, dass sie ihre Mitschüler verspotten stört sie nicht, denn sie weiß, dass nach dem Ende der Highschool New York auf sie wartet, und dort sind die Menschen viel offener und herzlicher. Witzig ist, dass Lydia Bloggerin ist, und das sogar ziemlich erfolgreich, aber deshalb in keiner Weise abgehoben wirkt. Sie hilft Dill und Travis gern, und genau deshalb mochte ich sie so sehr beim Lesen.Und dann ist da noch Travis, der gutmütige und herzensgute Travis. Er ist fast schon ein Klischee. Mit seiner kaputten Familie, seinem riesigen Auftreten, seiner ruhigen Art und seiner Liebe zu Fantasy-Büchern ist er einfach ein Protagonist den man lieb haben musst. An Travis gibt es nicht auszusetzen, eigentlich hat man nur Mitleid mit ihm, denn auch er kostet nicht alle Möglichkeiten aus, die ihm offen stehen.Die Geschichte lebt von der Dynamik zwischen den drei Freunden und dem Leben in der Kleinstadt. Dabei entwickelt jeder Drei sich unterschiedlich, ohne jedoch seine Freunde aus dem Auge zu verlieren. Letztendlich schafft es Jeff Zentner den Spannungsbogen mit einer Katastrophe zu kippen, und den Leser schockiert zurück zu lassen. Und zeigt dabei wie wichtig Freundschaft ist, das man sein Leben nicht verschwenden sollte und das man manchmal erst ganz unten sein muss um endlich zu erkennen was wichtig ist im Leben.Fazit:"Zusammen sind wir Helden" ist ein Buch über Freundschaft und das Leben an sich. Mit Dill, Lydia und Travis die Tiefen einer Freundschaft, das Leiden und die Freude zu teilen war wirklich toll. Ich bin zwar mit Dill erst sehr spät warm geworden, aber das ändert nichts an der tollen Geschichte, den Gänsehaut-Momenten und dem Gesamteindruck. 

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  • Überraschend viel Tiefgang!

    Zusammen sind wir Helden

    MosquitoDiao

    12. February 2018 um 18:04

    Auch hier hat es mich wieder eingeholt, dass ich Klappentexte meistens nur anschneide, sie schnell wieder vergesse und mich dann eher unvoreingenommen in die Geschichten stürze. Ich finde es grandios, wenn ich etwas vollkommen anderes erwartet habe und dann vollkommen überwältigt bin von der tatsächlichen Handlung. Gleich zu Beginn spürt man diese beklemmende und melancholische Atmosphäre. Ich weiß, dass so etwas nicht jedermanns Geschmack trifft, aber ich mag es zwischendurch mal sehr gern so. Es ist schließlich nicht alles rosig. Nur trifft einen hier eine geballte Ladung von Thematiken, die einen einfach nur bedrücken. Religiöse Fanatiker? Kindesmisshandlung? Häusliche Gewalt? Depression? Alles mit enthalten und unglaublich wichtige Themen, die hier angesprochen werden ohne jedes Mal wirklich einen Stempel aufgedrückt zu bekommen. Die Charaktere sind unglaublich facettenreich, und könnten unterschiedlicher nicht sein. Mit Dill bin ich zwar am wenigsten warm geworden, wohl aber weil ich seine persönlichen Umstände mit am skurrilsten fand. Mit einem Elternhaus, an dem man kein gutes Haar lassen kann, versucht er sich dennoch über Wasser zu halten, was sich aber wesentlich schwieriger gestaltet, als es sich anhört. Lydia ist der aufgeweckte Kern in der Runde, die alles ein wenig antreibt und selbst versucht einfach mehr aus ihrem Leben zu machen. So kommt natürlich auch die Frage auf, ob es schlimm wäre, wenn man genau das eben nicht möchte. Jeder muss schließlich seinen eigenen Platz in der Welt finden, mit dem er glücklich wird. Travis war für mich der Ruhepol und in meinen Augen einfach ausgeglichen und selbstsicher in seiner Haut. Die Kapitel waren abwechselnd aus den Blickwinkeln der drei Protagonisten geschrieben und seine haben mir am meisten zugesagt. Travis sah ihm in die Augen und in seiner Stimme lag immer noch die stählernde Entschlossenheit. „Das meine ich ernst, Dill. Wir müssen von jetzt an aufeinander aufpassen. Wir müssen für einander Familie sein, weil unsere eigenen so verkorkst sind. Wir müssen uns ein besseres Leben schaffen. Wir müssen endlich anfangen, die Dinge zu tun, vor denen wir uns fürchten…“ Und so habe ich mich in einer Geschichte wiedergefunden, die ich mir ganz anders vorgestellt hatte, die mich dadurch aber wahrscheinlich nur umso mehr beeindrucken konnte. Diese Geschichte hat einem unglaublich viel gegeben und zeitgleich auch einiges genommen. Themen, vor denen man gerne mal die Augen verschließt und Stimmungen, denen man lieber aus dem Weg gehen möchte. Es war für mich eher eine außergewöhnliche Faszination, die Schicksale der drei Jugendlichen zu verfolgen. Kennt ihr das, wenn ihr beim Lesen einen tiefen Schmerz im Herzen verspürt, euch das Atmen schwerfällt und die Tränen gar nicht mehr versiegen möchten? Das beschreibt meine Empfindungen während des Lesens hier wohl am besten. „Wofür war das denn?“, fragte Dill. „Du hast ausgesehen, als sei dein Herz auf einen Legostein getreten.“ Lediglich der Musikanteil in der Geschichte hat mich ein wenig enttäuscht. Es ist gar nicht so, dass ich da persönlich großen Wert drauf lege, doch war es so der einzige Punkt, den ich fest im Kopf hatte, dass er hier eine große Rolle spielen soll. Natürlich gab es hier und da ein paar Ansätze und auch Situationen, allerdings nicht annähernd so ausgebaut, wie ich es erwartet hätte. Wer also genau aus diesem Grund nach dieser Geschichte greifen sollte, dem kann ich nur raten, die Erwartungen ein wenig runterzuschrauben. Wer eine Geschichte auch mal mit einem bedrückenden Gefühl beenden kann und mit schmerzlichen Thematiken umgehen kann, dem kann ich dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Es ist anders, erschreckend und nachhaltig. Eine außergewöhnliche Geschichte, die mir so schnell nicht aus dem Kopf gehen wird. „Ich habe irgendwo gelesen, dass viele der Sterne, die wir sehen, gar nicht mehr existieren. Sie sind schon gestorben, aber es dauert Millionen Jahre, bis ihr Licht die Erde erreicht“, sagte Dill. „Das wäre auch keine schlechte Art zu sterben“, sagte Lydia. „Noch Millionen Jahre weiterzustrahlen, nachdem man abgetreten ist.“ FAZIT Mit Zusammen sind wir Helden hat mich eine Geschichte getroffen, auf die ich einfach nicht vorbereitet war. So viel Trauer und Leid, dass es mir das Herz zugeschnürt hat und man einfach nur nach einem Funken Hoffnung Ausschau hält. Es werden viele, unglaublich wichtige Themen angesprochen, ohne sie direkt benennen zu müssen, sie sind einfach da, ohne, dass wir Einfluss darauf hätten. Greift zu diesem Buch, lasst die Geschichte auf euch wirken, aber sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!

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  • Mein erstes Buchhighlight 2018!

    Zusammen sind wir Helden

    Benni_Cullen

    12. February 2018 um 13:21

    Als ich hörte, dass es in diesem Buch u. a. auch um Musik geht, wollte ich es einfach lesen. Und so trudelte es auch pünktlich zur Erscheinung bei mir Zuhause ein und ich nahm mir vor im Januar die Geschichte zu lesen.Gesagt, getan, doch was dann passierte, damit hätte ich nie rechnen können. Denn plötzlich war das Buch nicht nur irgendeine Geschichte oder ein Buch unter vielen im ersten Monat des Jahres - es war DAS Buch, DIE Geschichte und DAS Erlebnis. So völlig unerwartet überraschte mich der Autor mit seiner Art, Dinge zu erzählen und Geschichten voranzutreiben. Offen, ehrlich und sehr direkt. Wie direkt, das erfuhr ich erst am Ende. Aber fangen wir doch von vorne an.Es geht um drei Freunde: Dill ist begeisterter Musiker, schreibt am liebsten Songs und will es seinen Eltern und besonders seiner Mutter immer recht machen. Dass sein Vater dabei bereits im Knast sitzt und ihn von dort aus zu steuern scheint, fällt dem jungen Mann gar nicht auf. Lydia dagegen hat die liebevollsten Eltern überhaupt und führt einen erfolgreichen Blog. Sie setzt alles daran, um aus dem kleinen Dorf in der Nähe von Nashville fliehen zu können und endlich ihre Träume zu leben - doch ist das kleine Dorf wirklich mehr Ballast als sicherer Hafen? Und dann hätten wir noch Travis, den Nerd der Schule, der völlig in seine Lieblingsbuchreihe vernarrt ist. Seinem Vater gefällt das überhaupt nicht und schnell sieht sich Travis vor der Herausforderung er selbst zu bleiben und sich nicht von seiner eigenen Familie beeinflussen zu lassen. Die drei gehen durch dick und dünn - und doch hat sie niemand auf das wahre Leben vorbereitet.Ich muss sagen, dass ich gerade beim Zusammenfassen des Inhalts schon wieder Tränen in den Augen bekommen habe. Die drei Protagonisten wachsen einem bereits nach den ersten Seiten ans Herz. Sie haben mich sofort verzaubert und waren dabei so völlig anders als andere Protagonisten in anderen Büchern. Die drei Jugendlichen haben ihre ganz eigene Art und wirken so echt, dass ich immer das Gefühl hatte direkt in das Leben der Dreien Einblick zu bekommen. Ich habe völlig vergessen, dass ich gerade ein Buch lese und hatte mehr das Gefühl, die drei Figuren würde es wirklich geben. Deshalb war ich auch total in ihrem Leben drin und konnte mit jedem Einzelnen mitfühlen. Die drei unterscheiden sich eigentlich in allem und helfen sich doch immer wieder gegenseitig, ermutigen sich, so zu sein wie sie sind und halten zusammen. Das war so schön zu lesen und hat wirklich mein Herz berührt. Dass ich am Ende Tränen überströmt da saß und einfach nicht mehr konnte, überraschte mich deshalb irgendwie nicht, andererseits hatte ich dann doch nicht mit so viel Gefühlen und Tiefgründigkeit gerechnet. Dieses Buch zieht einen einfach mit und verschönigt nichts - es ist eine authentische Geschichte, mit echten Gefühlen und der knallharten Realität. Ohne ausgeklammerte Gebiete oder naive Vorstellungen. Genau das ist die größte Stärke des Werkes und war für mich der ausschlaggebende Grund, warum ich so begeistert war.Doch nicht nur die Geschichte konnte es mir antun: Die Charaktere sind einfach so hängen geblieben, dass ich gar nicht konnte, als sie zu lieben. Jeder einzelne von ihnen hat Fehler, ist nicht perfekt und wirkt vielleicht nicht immer sympathisch - aber genau das war es, was mich sie so hat mögen lassen. Man ist von manchen Büchern wirklich gewohnt, dass Protagonisten fast ausnahmslos so agieren, dass man als Leser ihre Handlungen nachvollziehen kann. Das kann ganz schön sein, allerdings finde ich es ab und an auch einfach etwas langweilig. In "Zusammen sind wir Helden" ist das anders: Dill, Lydia und Travis machen eben nicht immer das, was sympathisch wäre, sondern das, woran sie glauben und was sie für richtig halten. Das empfand ich als wirklich gut umgesetzt und führte dazu, dass man sie eben wirklich nicht nur als Figuren sah, die der Autor erschaffen hat, sondern als Menschen. Das ist eine große Kunst und wird nicht oft gezeigt.Ebenso begeistert war ich vom Aufbau und dem Schreibstil. Die Kapitel sind wirklich kurz, es gibt verschiedene Sichtweisen und der Autor schafft eine gute Balance zwischen Erklären und Erzählen. Dadurch verfliegt die Story einerseits sehr schnell, andererseits hat man aber auch das Gefühl, wirklich alles gezeigt zu bekommen und genug Zeit zu haben, um sich zurechtzufinden. Gleichzeitig überfordert Zentner seine Leser auch nicht, sondern greift auf verschiedene Elemente zurück, um seine Geschichte genau so zu erzählen, dass sie schlüssig ist. Nicht immer ist alles klar, manchmal geht es auch ein wenig schnell, aber genau dann ist es auch richtig. Ich konnte dem Autoren einfach blind vertrauen und wusste, dass er mich sicher durchbringt - das ist eine Eigenschaft, die ich nur bei meinen Lieblingsautoren so empfinde. Jeff Zentner könnte also durchaus zu so einem werden, sollte er noch weitere Bücher veröffentlichen (was ich wirklich schwer hoffe!).Mein Fazit:Dieses Buch hat einfach etwas mit mir gemacht, was ich gar nicht in Worte fassen kann. Es war so eindringlich, so emotional und so unerwartet, dass ich es wirklich jedem empfehlen kann - auch den Lesern, die vielleicht mit dem Genre Jugendbuch nichts (mehr) anfangen können. Die Geschichte hat wirklich jede Aufmerksamkeit verdient und wird unter die Haut gehen, versprochen! Dill, Lydia und Travis sind so speziell und so echt, ich würde das Buch am liebsten gleich nochmal lesen, um wieder so verzaubert zu werden - auch wenn ich weiß, dass es mich am Ende erneut zerstört. Denn das tut es wirklich. Dafür gibt es von mir natürlich volle 5 Sterne und eine ganz, ganz große Leseempfehlung! Darüber hinaus kann ich jetzt schon sagen: "Zusammen sind wir Helden" von Jeff Zentner aus dem Carlsen Verlag ist definitiv mein erstes Jahreshighlight 2018!

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  • Überraschend tiefgründig.

    Zusammen sind wir Helden

    Niccitrallafitti

    08. February 2018 um 23:35

    Zusammen sind wir Helden erzählt die Geschichte drei grundverschiedener Jugendliche, die aber doch mehr gemeinsam haben, als man zunächst annimmt. Es gibt drei Erzählperspektiven, wodurch man einen detaillierten Einblick in die verschiedenen Gedanken erhält. Zu Beginn werden nacheinander die völlig unterschiedlichen Familien vorgestellt, indem der Autor eine vermutlich typische Situation darstellt, die jeden der drei Jugendlichen in Interaktion mit der Familie zeigt.Dill wurde scheinbar sehr religiös erzogen, denn sein Vater war der Prediger in der örtlichen Gemeinde, bevor er ins Gefängnis wanderte, aber auch seiner Mutter war die Religion sehr wichtig, was man auch in alltäglichen Situationen merkte. So war es Dills Aufgabe, Geld für die Familie zu verdienen, was er neben seiner Schullaufbahn macht. Danach sollte er Vollzeit in dem Job einsteigen, denn Studieren hielt seine Mutter für keine gute Idee.Travis lebte zusammen mit seiner lieben Mutter und seinem recht tyrannischen Vater in einem Haushalt. Schnell wurde klar, dass es auch dort einige Probleme gibt, insbesondere scheint Travis‘ Vorliebe für Fantasy-Geschichten und seine eher ungewöhnlichen Outfits ein Dorn im Auge seines Vaters zu sein.Lydia hat es scheinbar am besten getroffen, denn ihre Familie wirkt liebevoll und intakt. Sie lebt mit ihren fürsorglichen und humorvollen Eltern zusammen, das Miteinander der drei Personen empfand ich als herzerwärmend, es stellte einen angenehmen Ausgleich zu den anderen Familien dar und zeigte auf, dass aber auch dabei nicht immer alles rund läuft, man Konflikte aber durchaus lösen kann, wenn man zusammenhält und miteinander redet.„Wir müssen uns ein besseres Leben schaffen. Wir müssen endlich anfangen, die Dinge zu tun, vor denen wir uns fürchten.“[Travis, Zusammen sind wir Helden, S. 232]Zur der Thematik der Geschichte möchte ich gar nicht so viel sagen. Ich bin völlig unvoreingenommen an das Buch herangegangen und kann euch empfehlen, das genauso zu machen. Ich wurde positiv überrascht und hätte nicht gedacht, dass es inhaltlich so tiefgründig und bedrückend wird, sodass ich zwischendurch pausieren und andere Bücher lesen musste. Es gab mehrere Ereignisse (besonders ein bestimmtes), die mich total schockiert haben. Der Autor schaffte es, mich durch einen angenehmen Schreibstil und einen ruhigen, aber dennoch spannenden Verlauf, in die Geschichte zu reißen. Themen waren unter anderem Depressionen, Tod, aber auch Freundschaft, Zusammenhalt und der Aspekt, mehr vom Leben zu wollen, als das vorgegebene System so hergibt. Bei den drei Charakteren handelte es sich um drei wahrliche Helden, die ausbrechen wollten. Egal, wie das familiäre System ist, alle drei wollten mehr vom Leben, als das, was ihnen bisher geboten wurde.Gelungen fand ich aber vor allem, dass diese Depressionssache nicht aufdringlich auf dem Präsentierteller geboten wurde, sondern eher nebenbei angeschnitten und total glaubhaft dargestellt wurde, ohne, dass ich ein Gefühl der Beklommenheit verspürte. Ich wurde von vielen Aspekten total überrascht, zumal ich aufgrund des Klappentextes so etwas wie eine jugendliche, roadtripmäßige Comig of Age-Story erwartet hatte, aber dieses Buch ist so viel mehr – und etwas ganz besonderes.Wen ich von den Personen am sympathischsten fand kann ich gar nicht sagen, weil sie alle besonders waren. Jeder hatte so seine Macken und seine Eigenarten, aber genau das hat sie so authentisch gemacht. Ich habe die Interaktionen zwischen den dreien sehr genossen, besonders aber Lydias Schlagfertigkeit. Spannend fand ich die Integration von Lydias Blog in den Verlauf, der zum Ende hin noch eine coole Wendung bereithielt, aber auch den Aspekt der Musik, der durch Dill hereingebracht wurde. Am besten gefielen mir aber natürlich die Fangirl.. ehm boy-Momente von Travis, wenn er von einer Buchreihe schwärmte.„Ich kann in viele Ärsche gleichzeitig treten. Reihenweise Ärsche. Ich reiße Löcher ins Raum-Zeit-Kontinuum, in so viele Ärsche kann ich gleichzeitig treten. Stephen Hawking musste sich eine Theorie von Paralleluniversen ausdenken, um meine arschtretende Allgegenwart zu erklären.“[Lydia, Zusammen sind wir Helden, S. 86]Am Ende konnte ich das Buch mit einem guten Gefühl zu klappen. Ich würde mir wirklich wünschen, dass ganz viele Menschen die Geschichte von Dill, Travis und Lydia lesen, besonders auch jugendliche Bücherwürmer.Zusammen sind wir Helden hat mich durch die überraschende Tiefgründigkeit ziemlich beeindruckt. Bei den drei Jugendlichen handelt es sich um drei wahrliche Helden aus einem kleinen religiösen Ort, die aus ihren vorgegebenen Systemen ausbrechen und mehr vom Leben wollen. Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar.

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  • Eine Geschichte die berührt

    Zusammen sind wir Helden

    Kathaaxd

    08. February 2018 um 14:18

    Ein wunderbares Buch, das mich eine Achterbahn an Gefühlen fahren lassen hat. Es hat mich alles fühlen lassen, von traurigkeit bis hin zum geliebt werden. Vorallem geht es in dem Buch über Freundschaft, Liebe, Verständnis und Zusammenhalt.  Dill, der Sohn eines Pfarrers der im Gefängnis sitzt, lebt in ärmlichen Verhältnisse mit seiner Mutter zusammen. Die Leute meiden ihn und er wird immer wieder, für die tat seines Vaters, verurteilt. Dadurch ist er einsam. Doch er hat zwei beste Freunde und er hat seine Gitarre, mit der er immer wieder neue Songs komponiert.  Unter seinen besten Freunden ist einmal Lydia. Sie ist eine starke Persönlichkeit und ist nicht unbeliebt. Vorallem führt sie einen Blog, der schon eine große Reichweite hat. Dort postet sie neue Secondhandläden, die sie besucht hat und ihrer Meinung nach gut oder schlecht sind. Sie wohnt auch in besseren Verhältnisse und wird nach der Schule, in New York studieren. Dann ist da noch Travis. Er ist zwar der zurückhaltender von der Clique, aber er ist liebevoll, freundlich und ein guter zuhörer. Er ist auch ein großer Fantasyliebhaber und hat dadurch so seine Macken. Aber auch er hat ein schreckliches Zuhause. Dort wird er von seinem Vater nicht so akzeptiert, wie sein verstorbener Bruder. Jedesmal wird er mit seinem Bruder vergliechen und er solle doch das selbe machen wie sein Bruder. In den Augen seines Vaters ist er die größte Lachnummer die es gibt. Wenigstens hält seine Mutter zu ihm.  Alle drei Charakter waren so wundervoll und man hat auch gleichzeitig mit ihnen gelitten und sich mit ihnen gefreut. Ich habe alle drei schnell ins Herz geschlossen, vorallem Travis tat mir leid, das er wirklich nur mit anderen verglichen wurde. Man merkt auch sofort, das es dabei um die wirklich wichtigen Dinge im Leben geht. So viele Menschen haben Probleme in den eigenen vier Wänden. Sie wissen nicht, was sie mit sich anfangen sollen und was sie tun sollen oder dürfen. Das bringt das Buch sehr schön rüber und man macht sich selbst erstmal Gedanken, wie sein eigenes Leben so abläuft. Das Buch zeigt aber auch, wie viel man gewinnen kann, obwohl man eigentlich am Boden ist. Am liebsten hätte ich allen drei irgendwie geholfen und ihnen meine unterstützung angeboten. Der Schreibstil von Jeff Zentner ist dabei flüssig und einfach emotional. Mich hatte das Buch schon ab der ersten Seite an in den Bann gezogen. Man liest auch aus drei Sichten, die sich immer wieder abwechselt. So bekommt man einen besseren Einblick, wie es Dill, Lydia und Travis so geht. Er bringt auch sehr schön die Leidenschaft rüber, die alle Drei haben. Zwar sind diese so verschieden aber dennoch halten sie zusammen und helfen einander. Das Buch ist wirklich wundervoll und eine definitive Kaufempfehlung.  

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  • Bewegende Geschichte von einer Teenagerclique

    Zusammen sind wir Helden

    Sirene

    05. February 2018 um 15:47

    Drei unterschiedliche Teenager, die eins verbindet. Sie werden als Außenseiter gesehen. Travis ist die Art von Junge, den wir alle an unserer Schule hatten. Er läuft ganz in Schwarz und lebt gerne seine Fantasy-Serie aus, indem er einen Stab mit sich trägt. Lydia und Dill sind da wieder etwas anders. Lydia wird als Modebloggerin in der kleinen Stadt in der sie lebt nicht wahrgenommen, obwohl sie sehr erfolgreich ist und Dill wurde durch die Sekte seines Vaters zum Außenseiter.Es ist auf den ersten Blick eine sehr merkwürdige kleine Gruppe, die allein durch ihre Freundschaft und Probleme besteht. Während Lydia und ihre Probleme mich eher kalt lassen, schmerzt es einen von Dill und Travis zu lesen, die ein schweres Leben führen.Die Geschichte wird aus der Perspektive der drei Jugendlichen erzählt, die dabei sind die Schule zu beenden und die Handlung schaukelt sich langsam hoch, während wir mehr über jeden Einzelnen erfahren. Ich denke jeder der drei Protagonisten hat was an sich, mit dem man sich identifizieren kann oder zu dem man Verständnis hat. Man merkt auch schnell, dass es sich nicht um verschiedenen Stereotypen von Außenseiter handelt, sondern sehr vielschichtige Personen sind mit denen man einfach mitfühlen muss (auch irgendwann mit Lydia).So einige Wendungen und Erzählungen waren unerwartet und schockierend, dass ich das Buch erstmal zur Seite legen musste. Nur um gleich wieder danach zu greifen. Der Autor schildert die Geschehnisse und beschreibt die Charaktere so authentisch, dass es mich wirklich mitgenommen hat und es zum Ende hin schwer war zu lesen. So habe ich es in nur wenigen Tagen gelesen und kann es kaum glauben, dass es ein Debütroman des Autors ist. Er hat es geschafft, dass ich mich freue und auf der nächsten Seite weinen muss.In dem Buch werden viele Themen aufgegriffen, wie Diskriminierung, Freundschaft, Depression, aber das eigentliche Thema ist doch: Erwachsen werden, wobei es sehr subtil eingebaut wurde. Der Debütroman bewegt einen, bringt die verschiedensten Emotionen mit sich und ich musste noch Tage danach an das Buch denken.

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  • eine Geschichte, die ans Herz geht

    Zusammen sind wir Helden

    Bibilotta

    30. January 2018 um 15:06

    Bei diesem Buch handelt es sich meiner Meinung nach um ein ganz besonderes Buch. Hier geht es um drei Jugendliche – die es nicht leicht im Leben haben – und um ihre Träume vom Leben. Ihr momentanes Leben verläuft ganz anders als sie es sich wünschen – und um sich ihre Träume zu verwirklichen und ihren Weg zu finden haben sie noch allerhand vor sich. Gemeinsam machen sich die drei auf, ihren eigenen Weg zu finden, den sie gehen wollen und können. Jeder muss mit seinen Problemen kämpfen und muss herausfinden, was er machen kann und will – oder darf und soll. Schritt für Schritt gehen sie somit einen gemeinsamen Weg – und durch die Freundschaft und die Verbindung, die sei miteinander haben, geben sie nicht auf und stellen sich dem Kampf auch wenn es heißt Rückschläge und Verluste einstecken zu müssen. Das besondere an der ganzen Geschichte – es geht hier nicht actionreich und abenteuerlich zur Sache – sondern die Geschichte fesselt durch die besonders interessanten jungen Personen mit all ihren Problemen und ihren Träumen. Es ist spannend und interessant und vor allem sehr berührend, wie sie sich ihren Weg erkämpfen, wie sei mit Problemen umgehen und wie sie ihre Wege finden – auch wenn da einige Steine sich in den Weg legen. Der Schreibstil hat mich packen können – und die Beschreibungen der Charaktere war sehr gut – so dass ich mir alle wundervoll vorstellen  – und ihre Gedankengänge und Beweggründe super nachvollziehen konnte.  Die Entwicklung die sie hier in diesem Buch mitmachen ist absolut genial, überzeugend und einfach nur super gut gemacht. Es war richtig packend, hier mit dabei zu sein und die Entwicklung mitzuerleben, die diese jungen Personen hier machen. Ich war von der Geschichte sehr berührt – ich konnte mit den Charakteren lachen, weinen und ihre Verzweiflung mitfühlen. Die Themen wie Familie, Freunde  – und der Umgang mit Problemen und Schicksalen hat mich tief berührt und mitgenommen. Auch dass man an Träumen arbeiten muss – sie nicht sofort wieder verwerfen darf – und dass nicht immer alles einfach sich gestaltet – das konnte man hier wunderbar miterleben und verfolgen. Es ist ein etwas anderes Jugendbuch – einfach so aus dem Leben gegriffen – das  auch für die etwas älteren Leser durchaus herzergreifend schön und tiefgründig bewegend sich darstellt. Es war mir eine Freude, diese Truppe bei ihrer Entwicklung, die sie hier in diesem Buch mitmachen, zu begleiten. Es muss also nicht immer Actionreich und Abenteuerlich zur Sache gehen – es geht auch anders.   Fazit „Zusammen sind wir Helden“ , der Debütroman von Jeff Zentner  konnte mich  mich mehr als nur überraschen. Mit leicht anderen Vorstellungen ging ich an diese Geschichte – und wurde postiiv überrascht. Sehr packend, mitreißend, berührend und gefühlvoll gestaltet sich hier alles – und ich war dem Lachen und Weinen nicht abgeneigt. Eine Geschichte, die ans Herz geht – die nachdenklich stimmt und einfach nur umhaut. Absolut Leseempfehlung – nicht nur für die jungen Leser!!!

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  • Eine besondere Freundschaft

    Zusammen sind wir Helden

    Books_mytruepassion

    29. January 2018 um 17:55

    Eine Freundschaft wie sie sonst nicht im Buche steht. Die drei sind eigentlich von Grund auf verschieden aber trotzdem sind sie soo gute Freunde. Die enge Freundschaft macht das Buch so besonders. Es hat mich zu Tränen gerührt, hat mich emotional total gefesselt. Vor allem Lydia habe ich in mein Herz geschlossen, ich liebe einfach ihren Charakter, ihre Art und Weise mit Leuten zu reden. Sie ist wie ich finde eine sehr starke Person. Auch Dill und Travis mag ich sehr gern. Ich bin sehr froh darüber, dass Dill auf Lydia gehört hat und noch zur Vernunft gekommen ist. Der Schreibstil war sehr angenehm und flüssig, man kam sehr schnell voran beim Lesen. Am Anfang war ich mir nicht ganz sicher, ob mir das Buch gefallen wird, doch es hat mich einfach umgehauen. Ich kann euch nur Empfehlen es zu lesen. Bitte tut es, ihr werdet es nicht bereuen.

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  • Ein ganz wundervolles und zutiefst bewegendes Buch! Absolute Leseempfehlung!

    Zusammen sind wir Helden

    CorniHolmes

    18. January 2018 um 16:20

    In das Cover dieses Buches hatte ich mich auf den ersten Blick verliebt. Ich kann noch nicht einmal sagen, was genau das Bild in mir ausgelöst hat, aber als ich das erste Mal gesehen habe, hat es mich an irgendetwas Schönes erinnert. An einen für mich besonderen Ort vielleicht, ich weiß es wirklich nicht. Mich konnte also bereits das Cover sofort ansprechen und als ich mir dann den Klappentext durchlas, war es um mich geschehen und das Buch wurde ohne jegliches Zögern von mir gekauft. Seit sein Vater im Gefängnis sitzt, ist das Leben von Dill alles andere als leicht. Halt geben ihm nur seine beiden besten Freunde und seine Gitarre. Die Tat seines Vaters hat auch den Ruf von Dill geschädigt. Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass er deswegen leiden muss, muss er auch noch mitansehen, wie seine Mutter immer unglücklicher wird und hinzu kommt auch noch, dass er im Supermarkt arbeiten muss, um die Schulden seines Vaters abzubezahlen. Dill sehnt sich nach einem anderen Leben, weit weg von seiner Heimatstadt. Nur traut er sich nicht, diesen großen Schritt zu tun und somit seine Mutter im Stich zu lassen. Seine Träume vertraut er nur seinen Freunden Lydia und Travis an. Lydia, voller Selbstbewusstsein, erfolgreiche Modebloggerin und mit einem klaren Ziel vor Augen: In New York zu studieren. Und dann noch Travis: Büchernerd, leidenschaftlicher Fantasy-Leser und glücklich mit seiner Arbeit im Holzlager. Die drei verbindet eine bewundernswerte und sehr starke Freundschaft. Aber ob sie auch stark genug ist, um ihnen dabei zu verhelfen, ihre Träume Wirklichkeit werden zu lassen? Was für ein wundervolles und bewegendes Buch! Es hat sich bei diesem um einen Spontankauf gehandelt, was bei mir eher selten vorkommt. Oben habe ich ja bereits erwähnt, dass schon das Cover etwas in mir ausgelöst hat. Aber das war echt nichts im Vergleich zu der Geschichte. Diese konnte mich bis zur letzten Seiten fesseln und hat mir richtig schöne Lesestunden beschert. Erzählt wird das Ganze abwechselnd aus der Sicht von drei Jugendlichen: Dill, Lydia und Travis, die in einer Kleinstadt namens Forrestville leben. Abgesehen von ihrer christlichen Heimatstadt haben die drei Freunde eigentlich nur wenig gemeinsam. Dill ist ein eher schweigsamer Typ und interessiert sich sehr für Musik und seine Gitarre. Seit sein Vater, der Pastor ist, wegen Kinderpornografie im Gefängnis sitzt, befindet sich Dill in einem wahren Teufelskreis. Eigentlich möchte er Forrestville nur zu gerne den Rücken kehren, möchte an einer Uni studieren und etwas mit Musik machen. Durch den Vorfall mit seinem Vater hat auch Dill keinen guten Ruf mehr in seiner Heimatstadt. Am meisten aber belastet ihn vermutlich der Gedanke, dass er seine Mutter nicht im Stich lassen möchte und daher wohl oder übel auf ein Studium verzichten muss, um bei ihr zu bleiben.Auch Travis Leben kann man nicht gerade als friedlich und rosig bezeichnen. Sein Bruder ist verstorben und sein Vater extrem aggressiv und gewalttätig. Ablenkung und Trost verschaffen ihm seine geliebten Bücher, ganz besonders eine bestimmte Fantasy-Reihe, die Travis abgöttisch liebt. Er rennt sogar ständig mit einem Stab herum, mit dem er sich ganz öffentlich als Fantasy-Fan outet. Lydias Leben ist von den dreien wohl noch das schönste und harmonischste. Sie kommt aus einem guten Elternhaus, versteht sich besten mit ihren Eltern und ist eine sehr erfolgreiche Modebloggerin. Allerdings macht sie dies bei ihren Mitschülerin nicht gerade beliebt und auch mit ihrem frechen Mundwerk und ihrem großen Selbstbewusstsein macht sie sich nicht wirklich viele Freunde. Travis ist von den dreien mit Abstand mein Lieblingscharakter. Ich fand ihn zum Knuddeln süß und dass er in seiner eigenen kleinen Welt lebt, hat ihn mir nur noch sympathischer gemacht, da auch ich ein totaler Büchernerd bin. Zwar eher weniger Fantasy, aber wir haben trotzdem die große Leidenschaft Bücher gemeinsam. Auch Dill ist ein toller Charakter. Mir hat er sehr leid getan, dass er durch seine Eltern so an Forrestville gebunden ist und durch den Skandal seines Vaters eine ziemlich große Last mit sich herumtragen muss. Mir waren sowohl Dills Vater als auch dessen Mutter sehr unsympathisch. Den Vater habe ich einfach nur als total durchgeknallt empfunden. Mal ehrlich: Giftige Schlangen während einer Predigt, die, wenn sie einen nicht beißen, zeigen sollen, dass man genug Glauben in sich hat, das ist doch total krank, oder? Auch die Mutter kam mir sehr verrückt vor. Sie ist streng gläubig und in meinen Augen ist ihr Verhalten gegenüber ihrem Sohn richtig egoistisch. Sie möchte lieber, dass Dill bei ihr bleibt, ihr hilft, die Schulden des Vaters abzuarbeiten und verbietet ihm daher, zu studieren. Da hat es Lydia mit ihren Eltern bei weitem besser getroffen. Besonders ihren Vater mochte ich total gerne. Lydia dafür anfangs eher weniger. Sie war mir zu tough und angeberisch. Allerdings wird im Verlaufe des Buches mehr und mehr deutlich, dass ihr selbstsicheres Auftreten oft nur Fassade ist und auch sie nicht immer das selbstbewusste Mädchen ist, welches sie zu sein vorgibt. Die drei zusammen verbindet eine bewundernswerte und sehr innige Freundschaft. So unterschiedlich die drei Freunde auch sein mögen, sie alle haben mit Problemen zu kämpfen und gelten in der Schule als Außenseiter. Gerade der letzte Punkt schweißt die drei wohl nur noch mehr zusammen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich dieses Buch stellenweise berührt hat. Jeff Zentner ist mit „Zusammen sind wir Helden“ ein sehr bewegendes Buch gelungen, welches sehr emotional und tiefgründig, zugleich aber auch wunderbar humorvoll und warmherzig ist. Die drei Freunde verbringen sehr viel Zeit miteinander, in der sie viel herumalbern und Spaß haben, in der sie aber auch mal streiten und bedrückt sind. Ich habe die Zeit mit Dill, Lydia und Travis zutiefst genossen und war am Ende des Buches richtig traurig, die drei wieder verlassen zu müssen. Fazit: Ich kann euch „Zusammen sind wir Helden“ absolut empfehlen! Es ist ein wundervolles Buch über Freundschaft, Mut, Zusammenhalt und Hoffnung und über drei Jugendliche, die sich stets aufeinander verlassen können und sich jederzeit gegenseitig unterstützen. Mich hat das Buch zutiefst bewegt. Freude, Mitleid, Trauer, Hoffnung und Wut – all diese Gefühle hat diese wunderschöne Geschichte in mir ausgelöst und auch jetzt noch, nachdem ich das Buch beendet habe, lässt mich „Zusammen sind wir Helden“ nicht los. Hier vergebe ich wirklich nur zu gerne volle 5 von 5 Sternen!

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    • 3
  • Eine bleibende Geschichte über 3 Jugendliche, die lernen ihren ganz eigenen Weg zu gehen...

    Zusammen sind wir Helden

    Ruby-Celtic

    06. January 2018 um 17:19

    Hier habe ich ein Buch gelesen, dass so überhaupt nicht meinem normalen Genre entspricht welches mich aber tief berührt hat und ich denke auch noch eine Zeit lang nicht wirklich loslassen wird.Die Schreibweise des Autoren und in dem Fall auch des Übersetzers war berührend, ruhig, ab und an melancholisch und gleichzeitig fesselnd und spürbar liebevoll. Ich bin in diese Geschichte eingetaucht, konnte die Charaktere nach und nach kennen und lieben lernen. Es war schön, sowohl den Handlungsort aber vor allem die Personen darin besser kennen zu lernen. Es war ein ganz wundervolles Gefühl, dass mich die ganze Geschichte über begleitet hat.Es fällt mir nicht leicht eine Rezension zu diesem sehr bewegenden, realitätsnahen und gefühlvoll traurigem Buch zu schreiben. Erzählt wird diese Geschichte aus der Sichtweise von 3 Freunden, welche unterschiedlicher nicht sein könnten aber doch genau zueinander passen und wichtig sind um sich gegenseitig halt zu geben und Vertrauen aufzubauen.Lydia ist der weibliche Part der Freunde, sie wirkt oftmals hochnäsig, denkt sie kann den Ton angeben (was sie meistens tatsächlich kann) und macht sich mit ihrer Art und Weise nicht unbedingt beim Leser beliebt. Wenn man allerdings zwischen den Zeilen liest, dann merkt man sehr schnell das noch mehr in ihr steckt. Sie trägt eine Maske, versucht sich selber noch zu finden und eine eigene, bessere und vor allem ihrem Wesen entsprechende Zukunft aufzubauen. Auch wenn ich mit ihrer Art nicht immer zurecht gekommen bin, hat sie einen Weg in mein Herz gefunden. Sie ist nicht perfekt, schlägt oftmals übers Ziel hinaus vergisst dabei aber nicht ihre sanftmütige Seite zum Einsatz zu bringen,wenn es von Nöten ist.Dill ist der Pfarrersohn und hat auf Grund mehrerer Skandale innerhalb der Familie nicht gerade viele Freunde. Er ist gezeichnet, wird durch auf gezwängte Schuldgefühle gehalten und schafft es nicht aus diesem Teufelskreis auszubrechen. Er ist ängstlich, fügt sich seinem aufgebürdetem Schicksal seiner Eltern und verliert sich dadurch immer mehr. Nur mit Hilfe seiner Freunde, fängt er an seinen Weg nochmal genauer zu betrachten und ich empfand seine Entwicklung einfach genial. Er ist sich treu geblieben, hat aber dennoch eine für sich perfekte Lösung gefunden. Es ist einfach nur so schade, dass ein schwerer Verlust dazu beitragen musste. :(Travis ist ebenfalls ein ganz wundervoller Charakter. Er lebt in seiner eigenen Fantasywelt, bricht nur selten und wenn dann für seine Freunde aus dieser Welt aus und beteiligt sich am normalen Leben. Seinem Charakter habe ich mich sehr verbunden gefühlt, wenn sein Wesen auch sehr extrem war was den Bezug zu Büchern und der Welt dahinter war. Trotz allem konnte ich ihn gut verstehen, habe seine Flucht nachvollziehen und greifen können. Nach und nach erhalten wir immer mehr Einblicke in seine Familie, sowie deren Umstände und können verstehen, warum er sich für diesen Weg des Zurückziehens entschieden hat. Auch er entwickelt sich weiter, kommt aus sich raus, und findet einen Weg aus dieser Phase. Ich fand sein Wesen und Schicksal wirklich prägend.Dieses Buch ist einfach grandios, gerade wenn man offen ist für eine Geschichte die mehr ist als das. Sie zeigt auf wie brutal und traurig das Leben sein kann, gleichzeitig spickt es uns aber auch mit Hoffnung darauf was man alles erreichen kann wenn man die Chance ergreift. Sie zeigt uns wie wichtig die Familie, Freunde, aber vor allem auch die eigene Stärke ist.Man erkennt wahre Freundschaft, Zusammengehörigkeit egal ob blutsverwandt oder nicht, Liebe die heilen und Verständnis welche das Leben leichter machen kann.Es ist eine Geschichte über drei Jugendliche, die fast alle ihren Weg noch nicht gefunden haben. Jeder kämpft mit Problemen, weiß nicht was sie dürfen, können oder sollten. Nur ganz langsam, wie auch im richtigen Leben tasten sie sich heran. Müssen mit Rückschlägen und Verlust zurechtkommen und versuchen, daraus etwas zu schaffen das sie stärker macht...dass ihnen den Weg leitet nicht aufzugeben und zu kämpfen.Mein Gesamtfazit:Mit „Zusammen sind wir Helden“ hat Jeff Zentner es geschafft mich zum weinen, verzweifeln, hoffen, lieben, lachen und ab und an auch zum hassen gebracht. Dieses Buch ist so viel mehr als eine einfache Geschichte, sie beinhaltet eine Erkenntnis die man nicht vergessen sollte. Sie zeigt uns wie wichtig es ist nicht aufzugeben, Vorurteilen nicht zu glauben und das Vertrauen in sich selber nicht zu vergessen.Auch wenn es so überhaupt nicht mein Genre war, bin ich sehr glücklich dass ich in diese Geschichte hineingelesen habe. Es war etwas ganz besonderes.

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