Jeffery Deaver Blinder Feind

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Inhaltsangabe zu „Blinder Feind“ von Jeffery Deaver

Noch vor wenigen Stunden ahnte die New Yorker Büroangestellte Gabriela McKenzie nicht, dass ihr Leben bald einem Alptraum gleichen würde. Doch jetzt ist ihr Chef verschwunden, und ein skrupelloser Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der mysteriösen »Oktoberliste« - sonst stirbt ihre kleine Tochter. Helfen kann Gabriela nur der attraktive Daniel Reardon, der Erfahrung mit Entführungsfällen hat. Kurze Zeit später befinden sich die beiden auf der Flucht - und niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird ...

Ein Thriller rückwärts erzählt ... geht das? Ich war skeptisch, aber Deaver schafft es immer wieder, mich zu überraschen. Spannend.

— Clover2009

Wie schafft es der Autor nur, mich immer wieder zu überraschen... Trotzdem mag ich seine vorwärts geschriebenen Bücher mehr.

— Mondtanz

An sich eine gute Idee, aber ich lese Thriller dann doch lieber in der richtigen Reihefolge.

— faanie

Jeffery Deaver führt einen wunderbar in die Irre. Der Thriller ist spannend und ungewöhnlich, da er rückwärts erzählt wird. Gefiel mir sehr!

— marinasworld

Rückwärts erzählter Thriller mit teuflischen Wendungen und charmanten Charakteren! Bitte mehr davon!

— Rpunkt99

Ein rückwärts erzählter Thriller mit überraschenden Wendungen. Das Ende bzw. der Anfang überzeugen mich aber nicht zu 100%

— Miia

Ein rückwärts erzählter Thriller mit der spannenden Frage: Wie begann es? Viele Wendungen sind inbegriffen.

— Lotta22

Tolle Idee, aber mir fehlte es definitiv an Spannung und die ist ein absolutes Muss bei einem Thriller.

— Mone80

Ein rückwärts erzählter Thriller mit überraschenden Wendungen - sehr ungewöhnlich!

— Bluely

Origineller Thriller, rückwärts erzählt. Erfordert etwas mehr Konzentration. Aber raffiniert aufgebaut mit mehr als einem doppelten Boden.

— kugelblitz85

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  • Hat Deaver das Buch wirklich geschrieben?

    Blinder Feind

    Janosch79

    Ich habe nun schon einige Bücher von Jeffery Deaver gelesen, doch mit diesem Werk hat er sich keinen großen Gefallen getan. Die Geschichte rückwärts zu beginnen ist sicherlich ein interessantes Experiment, doch dann muss auch Spannung aufgebaut werden. Ich empfand das gesamte Buch eher als langweilig. Es fühlte sich wie zusammengewürfelt an. Im Mittelpunkt der Geschichte steht die Büroangestellte Gabriela McKenzie, die um das Leben ihrer Tochter bangen muss. Ein Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der "Oktoberliste", sonst muss ihre Tochter sterben. Unterstützt wird sie von Daniel Reardon. Hört sich wirklich spannend an, doch das Lesevergnüngen wird deutlich getrübt, weil die Figuren überhaupt nicht ausgereift beschrieben werden. Vielmehr springt man einfach mitten hinein in die Geschichte und muss schon ziemlich genau lesen, um überhaupt den Sinn dieses Thrillers zu verstehen. Beim nächsten Mal bitte kein Experiment mehr, Herr Deaver!  

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    • 2
  • Ein rückwärts erzählter Thriller - gewagt

    Blinder Feind

    Miia

    Inhalt: Noch vor wenigen Stunden ahnte die New Yorker Büroangestellte Gabriela McKenzie nicht, dass ihr Leben bald einem Alptraum gleichen würde. Doch jetzt ist ihr Chef verschwunden, und ein skrupelloser Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der mysteriösen »Oktoberliste« – sonst stirbt ihre kleine Tochter. Helfen kann Gabriela nur der attraktive Daniel Reardon, der Erfahrung mit Entführungsfällen hat. Kurze Zeit später befinden sich die beiden auf der Flucht – und niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird … Meine Meinung: Die Idee einen Thriller rückwärts zu erzählen, finde ich extrem gewagt und stelle ich mir auch besonders schwer vor. Auch als Leser ist es eher anstrengend. Man kann das Buch halt nicht mal eben so lesen, weil man sich immer wieder ins Gedächtnis rufen muss, was eigentlich nochmal "danach" passiert ist. Das ist vorallem schwierig, weil wir uns einerseits oftmals bei Gabriela und Daniel befinden, aber dann auch mal bei den Detectives. Ich persönlich musste deshalb auch immer mal wieder nachschauen, was bei den einzelnen Leuten eigentlich nochmal passiert ist.  Der letzte Teil des Buches - also eigentlich der Anfang der Geschichte - kommt dann mit vielen Wendungen daher. Gerade 2 Sachen haben mich besonders überrascht und ich hab damit wirklich nicht gerechnet. Das Ende bzw. der Anfang des Buches ist für mich dann aber nicht ganz so einleuchtend. Es handelt sich dabei wieder um eine Wendung, die mir aber irgendwie nicht ganz klar ist. Also irgendwie verstehe ich die Motivation und das Ziel dieser Person nicht und deswegen ist mir das Ende irgendwie unklar.  Man muss aber definitiv sagen, dass das Buch in der anderen Richtung nicht geklappt hätte, weil es dann keine wirklichen Überraschungen gegeben hätte.  Alle Personen, die man bis zum Ende so kennen gelernt hat, muss man sich nachher aber nochmal vor Augen führen und über die Charakteristiken nachdenken. Und eigentlich ist mir persönlich kaum ein Charakter wirklich klar. Für mich bleiben die Figuren irgendwie schwammig. Ihre Ziele und Wünsche, nach denen sie handeln, sind mir einfach nicht deutlich und irgendwie fehlt mir doch noch ein Stück Auflösung.  Fazit: Mal etwas komplett anderes - ein rückwärts erzählter Thriller mit extrem unerwarteten Wendungen. Die Charaktere bleiben aber blass und schwammig. Die Motivation und Ziele einiger Charaktere sind mir einfach nicht klar und das Ende bzw. den Anfang verstehe ich nicht mal so wirklich. Ich bin daher zwiegespalten und vergebe 3 Sterne!

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    • 2
  • Blinder Feind

    Blinder Feind

    Nenatie

    Inhalt Gabrielas Tochter wurde von einem skrupellosen Gangester entführt, der von ihr ein Lösegeld von einer halben Million Dollar verlangt und die Herausgabe einer geheimnisvollen Liste. Diese Liste gelangte nur zufällig in Gabrielas Besitzt gelangt ist. Helfen kann ihr nur Daniel Reardorn der Erfahrungen mit Entführungsfällen hat. Meinung Mein erster Deaver und ich war schon sehr gespannt, da ich bis jetzt nur Gutes gehört habe. Der Einstieg war etwas schwer, man findet sich mitten in der Geschichte wieder und muss sich erstmal zurechtfinden. Da dieser Thriller rückwärts erzählt wird hat man auch erstmal keine lange Vorstellung der Charaktere und man weiß auch nicht wirklich was den nun los ist. Es ist dadurch am Anfang etwas schwerer der Geschichte zu folgen und erfordert mehr Konzentration als bei anderen Büchern. Die Kapitel sind wirklich gut gemacht, der Leser bekommt nur kleine Brocken hingeworfen und wird dadurch zum weiterlesen animiert. Man will ja wissen wie es genau zu dieser Situation kam. An Spannung und falschen Fährten wird nicht gespart! Die Geschichte ist wirklich gut konstruiert und die Auflösung ist klasse! Leider blieben die Charaktere für mich eher blass und waren mir auch relativ egal. Zwar wurde Gabrieles kleine Tochter entführt und Gabriele bangt um ihr Leben, aber so richtig Sprang der Funke nicht über. Auch bei den anderen Charakteren habe ich keine Bindung entwickelt und war nur teilnahmsloser Beobachter. Der Schreibstil ist sehr detailreich und trotzdem flüssig zu lesen. 4,3 Sterne. Wer einen etwas anderen Thriller mit viel Spannung und falschen Fährten lesen mag ist mit diesem Buch wirklich gut beraten!

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    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213

    kubine

    01. June 2015 um 16:09
  • Ungewöhnlich, genial und raffiniert – top!

    Blinder Feind

    chuma

    20. May 2015 um 15:34

    Der Chef einer kleinen New Yorker Investmentfirma ist spurlos verschwunden und mit ihm veruntreute Gelder zahlreicher Investoren. Die Büroleiterin Gabriela McKenzie kann nicht glauben, dass ihr Chef zu einer derartigen Tat fähig sein soll. Doch damit nicht genug: Ihre kleine Tochter Sarah wird entführt und der Täter verlangt ein halbe Million Dollar sowie die sogenannte "Oktoberliste", von der Gabriela noch nie zuvor gehört hat. Die Lage scheint aussichtslos, denn Gabriela hat weder das Geld, noch die Liste und die Zeit läuft ihr davon. Doch dann begegnet sie dem attraktiven Daniel Reardon, der sich auf die Verhandlungen bei Entführungsfällen im Ausland spezialisiert hat. Kann er Sarah rechtzeitig aus den Händen des Entführers befreien und welche Rolle spielt dabei die mit sensiblen Daten bestückte "Oktoberliste"? Leseeindruck: "Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, doch es muss vorwärts gelebt werden." (Søren Kierkegaard) Deaver erzählt seinen neuesten Thriller rückwärts und beginnt mit Kapitel 36. Unmöglich! – so mein erster Gedanke zu Beginn der Lektüre. Wie soll das gehen? Ich kenne doch dann schon das Ende, wo bleibt da die Spannung? Entsprechend skeptisch habe ich die ersten (oder besser gesagt letzten) Kapitel gelesen und hatte anfangs auch so meine Schwierigkeiten mit der ungewohnten Erzählweise. Schnell war klar: Dieser Thriller erfordert ein gewisses Maß an Konzentration. Doch Deaver wäre nicht Deaver, wenn er dieses besondere Mittel des Erzählens nicht grandios umgesetzt hätte. Jedes Kapitel ist mit Tag, Uhrzeit und der genauen Angabe wie viele Stunden/Minuten früher wir uns befinden betitelt. Außerdem leitet eine Fotografie des Autors, die einen direkten oder indirekten Bezug zum Inhalt aufweist, jedes Kapitel ein. Ein tolles Extra, das einmal mehr die Handschrift Deavers aufweist, denn er streut öfter derartige Goodies in und um seine Bücher. Mal ein Soundtrack, dann Rezepte eines Killers und in diesem Buch eben die Fotos. Wer glaubt, dass das Rückwärtserzählen Spannung nimmt, der irrt – dieser Thriller ist ein Pageturner. Die kurzen Kapitel und der flüssige Schreibstil treiben zusätzlich zur rasanten Lektüre. Der Spannungsbogen ist rund und das einzige Manko hatten für mich die Charaktere, speziell Gabriela. Mir fehlte Tiefe bei der Protagonistin und ich wurde mit der Figur nicht warm. Einige Gedankengänge waren für mich nicht nachvollziehbar, sie erschien mir oberflächlich und damit auch unsympathisch. ABER – und das ist der springende Punkt: Die gängige Charakterentwicklung ist durch das Rückwärtslaufen der Handlung nicht gegeben. Der Leser lernt Charaktere kennen, die bereits ihre Entwicklung vollzogen haben und deshalb in bestimmten Situationen vermeintlich seltsam handeln. Die Umstände, die zu Entscheidungen führen sind dem Leser (noch) nicht bekannt. Diese Tatsache führt einerseits zu großer Spannung und andererseits zu "schwierigen" Figuren. Für mich gab es daher letztlich auch für die Charaktere keinen Punktabzug bei der Bewertung. Warum aber greift Deaver zu diesem seltsamen stilistischen Mittel? Nun, diese Frage beantwortet der Autor selbst in seinem Vorwort, welches hier selbstverständlich am Ende zu lesen ist. Funktioniert es? Ja, unbedingt. Als Leser sollte man natürlich gewillt sein, sich auf dieses Experiment und Wagnis des Autors einzulassen. Liest man das Buch mit der nötigen Konzentration, so entfaltet sich eine wirklich gute Story, die mit der gewohnten Genialität Deavers punkten kann. Er ist und bleibt der Meister der Täuschung! Ein letzter Gedanke zum Titel "Blinder Feind" (im Original "The October List"). Zunächst habe ich nicht verstanden, was diese Übersetzung sollte und war gespannt, ob sie nach der Lektüre noch einen Sinn ergeben würde. Und ja, mit dem deutschen Titel kann ich durchaus gut leben. Er ist doppeldeutig und damit passend zu einem Thriller von Deaver. Fazit: Ein raffinierter und rasanter Thriller, der mit vielen Aha-Erlebnissen gespickt ist und ein ganz besonderes Ende, äh einen ganz besonderen Anfang, bietet. Ich bin froh, mich kompromisslos auf dieses Experiment eingelassen zu haben und einmal mehr begeistert von Deavers Können. Absolut lesenswert!

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  • Wie begann es?

    Blinder Feind

    Lotta22

    Von Sonntag bis Freitag, vom Ende bis Anfang so ist dieser Thriller erzählt. Rückwärts.  Gabrielas Tochter wurde entführt und sie bekommt Hilfe von Daniel Reardon. Der Entführer erpresst eine halbe Millionen und die geheimnisvolle Oktoberliste.  Man erfährt so das Ende zuerst und es ist wirklich überraschend mit wie viel Spannung und wie vielen Wendungen man dem Anfang entgegenfiebert. Es ist einfach außergewöhnlich gut geschrieben und überlegt.   Alles macht erst einen Sinn, wenn man am Ende oder auch Anfang angekommen ist. Selbst die äußerlichen Beschreibungen der Charaktere erhält man erst, an der Stelle, an der sie das erste Mal bzw. letzte Mal auftauchen.  Unterstützt wird die Geschichte mit Fotos zu den jeweiligen Kapiteln.  Insgesamt kann ich nur sagen, dass mich dieser außergewöhnliche Thriller gefesselt hat. Anfangs war ich zwar etwas verwirrt, aber man gewöhnt sich schnell an die Erzählweise und kann mit Spannung den Anfang der Geschichte erwarten. Ich kann diesen Thriller nur empfehlen!

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    • 3
  • [Rezension] Blinder Feind von Jeffery Deaver

    Blinder Feind

    Mone80

    01. May 2015 um 13:24

    Meine Meinung: Ich war ja ziemlich neugierig auf Jeffery Deavers neues Buch. Einig Rezensionen waren positiv, einige negativ. Das macht ein Buch noch spannender, wenn sich alle nicht so ganz einig sind. Okay, jetzt bin ich kein Deaver- Fan. Ich habe zwar schon mal ein Buch von ihm gelesen und das hat mir ganz gut gefallen. Verwundert war ich erst einmal, dass das Buch bei Kapitel 36 beginnt und dann rückwärts verläuft. Immer mit einer Zeitangabe, wieviel Stunden bzw. Minuten vorher man sich im nächsten Kapitel befindet. Sprich, die Geschichte wird rückwärts erzählt. Das kann sehr spannend sein, aber hier zog sich die Geschichte in die Länge und Spannung kam kaum auf. Sie wirkte sehr wirr und teilweise konstruiert. Die Cliffhanger machten nur unwesentlich neugierig auf das nächste Kapitel. Aber es war jetzt nicht ganz ohne Spannung, nur für einen Thriller habe ich andere Erwartungen an einen Spannungsaufbau und die wurde hier bei weitem nicht erreicht. Ich möchte eine Gänsehaut bekommen und am besten auch noch eine schlaflose Nacht mit dazu. Es muss noch nicht einmal blutig sein, die psychologische Seite finde ich oft viel interessanter. Das konnte das Buch leider nicht halten. Das Ende, oder der Anfang, naja, riss mich jetzt nicht wirklich aus den Socken. Es war absehbar gewesen und die Bemühungen noch ein wenig für Wirrungen zu sorgen, scheiterten. Obwohl die Idee wieder sehr gut war. Die Protagonisten verhielten sich oft sehr ungewöhnlich in dem Buch und nicht so, wie man das erwarten würde. Ich wurde mit ihnen nicht so wirklich warm und man wusste nie so genau, wo man bei denen nun dran ist. Wie sie aussahen, konnte ich mir vom Hals abwärts sehr gut vorstellen. Fazit: Leider konnte mich "Blinder Feind" gar nicht überzeugen. Mir fehlte es an Spannung und die Geschichte war insgesamt zu wirr und wirkte ab und zu sehr konstruiert.

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  • Spannender, rückwärtserzählter Thriller

    Blinder Feind

    j125

    13. April 2015 um 20:02

    Inhalt: Noch vor wenigen Stunden ahnte die New Yorker Büroangestellte Gabriela McKenzie nicht, dass ihr Leben bald einem Alptraum gleichen würde. Doch jetzt ist ihr Chef verschwunden, und ein skrupelloser Gangster verlangt von ihr eine halbe Million Dollar und die Herausgabe der mysteriösen »Oktoberliste« – sonst stirbt ihre kleine Tochter. Helfen kann Gabriela nur der attraktive Daniel Reardon, der Erfahrung mit Entführungsfällen hat. Kurze Zeit später befinden sich die beiden auf der Flucht – und niemand weiß, wer am Ende mit dem Leben davonkommen wird … (Klappentext laut Verlag) Meine Meinung: Da Jeffery Deaver zu meinen liebsten Autoren zählt, kam ich sowieso nicht an dem Buch vorbei. Doch auch die vielen positiven Stimmen haben mir große Lust auf „Blinder Feind“ gemacht. Dieses Buch ist insofern besonders, als das es rückwärts erzählt wird. Die Geschichte endet am Sonntagabend, doch das Buch beginnt damit und die Geschichte beginnt am Freitagmorgen und das Buch endet damit. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht. Ehrlich. Obwohl man alle Ereignisse so rückwärts erfährt, bleibt die Handlung spannend und nachvollziehbar. Es ist wirklich interessant wenn eine Person beispielsweise blutet und man erst einige Seiten später erfährt warum die Person verletzt ist, weil man erst dann bei diesem Ereignis angekommen ist. Die Aufmachung hat mir auch sehr gut gefallen. Protagonistin Gabriella fotografiert leidenschaftlich gern, weshalb jedes Kapitel mit einem passenden Foto eingeleitet wird. Außerdem wird der Tag, die Uhrzeit und wieviel Zeit vergangen ist angegeben, sodass man wirklich gut folgen kann. Auch Rückwärts. Das Ende ist für mich schon typisch Deaver, sehr überraschend und man kann sich wie immer darauf verlassen, dass nichts ist wie es scheint. Die Zusammenhänge sind genial, ich hab das ein oder andere Mal wirklich sehr gestaunt wie durchdacht jedes Detail war. Dennoch war es mir insgesamt leider zu viel, ich fand das Ende persönlich etwas dick aufgetragen. Fazit: Ein spannender Thriller, der zur Abwechslung mal rückwärts erzählt wird. Das Ende war etwas zu viel, aber die Auflösung ist dennoch genial und durchdacht. Nicht der beste Deaver, aber eben ein Deaver.

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  • Origineller Thriller mit einigen Überraschungen

    Blinder Feind

    bieberbruda

    28. March 2015 um 13:50

    Die Geschichte rückwärts erzählen? Das ist ein Stilmittel, das ich bisher nur aus Filmen kannte. In "Blinder Feind" ist das erst etwas holprig, aber Jeffery Deaver konnte mich dann trotzdem überzeugen. Die Story: Die New Yorker Büroleiterin Gabriela McKenzie führt ein geregeltes Leben. Doch dann wird ihre Tochter entführt, weil ihr Chef Gelder veruntreut hat und dann geflüchtet ist. Die Entführer verlangen eine halbe Millionen Euro und die Herausgabe der "Oktoberliste". Wie soll Gabriele so viel Geld beschaffen und was steht in der mysteriösen Liste? Zusammen mit Daniel Reardorn versucht sie das Leben ihrer Tochter zu retten und bringt sich dadurch selbst in Gefahr. Meine Meinung: Ich muss schon sagen, dass Jeffery Deaver ganz schön clever vorgegangen ist. Da das Buch am Ende der Geschichte startet, ist mir der Zugang zum Geschehen anfangs ziemlich schwer gefallen. In der Regel kommt bei Krimis und Thriller der große "Knall" ja immer am Ende des Buches, deshalb war ich mir nicht sicher, wie das hier funktionieren soll. Aber bei Blinder Feind wird das Ganze einfach umgedreht und ganz am Ende kommen so eine Aha-Erlebnisse! Das Buch ist recht kurz, da in den nur knapp 370 Seiten einige Fotos des Autors und weiße Seiten stecken. Aber der Schreibstil ist sehr schnell und präzise, sodass die Länge vollkommen ausreichend ist. Dafür herrscht bereits auf der ersten Seite ein ganz schönes Tempo, sodass man schnell an das Buch gefesselt ist. Da man besonders am Anfang öfter ratlos ist, war ich mir während dem Lesen lange unsicher, ob das Buch jetzt gut oder schlecht ist. Mit dem Ende konnte mich Deaver aber sehr gut versöhnen. Die Bilder des Autors finde ich sehr schön. Es ist aber schade, dass sie zum Geschehen keinen Bezug haben. Fazit: Ein außergewöhnlicher Thriller mit vielen Überraschungen und einem fantastischen Ende (bzw. Anfang). Ich vergebe 4 Sterne, weil man am Anfang etwas Geduld mitbringen muss.

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  • Rückwärts?

    Blinder Feind

    LiberteToujours

    19. March 2015 um 13:07

    Gabrielas Chef ist verschwunden, die Polizei sucht nach ihm. Zwangsläufig wird sie in die Ermittlungen mit einbezogen, doch genau das kann sie sich im Moment nicht leisten. Ihre Tochter ist verschwunden. Der Entführer will zwei Dinge : Eine ganze Menge Geld und eine Liste von Namen. Die Oktoberliste. Ihr Chef soll die angeblich besessen haben. Doch Gabriela weiß noch nicht einmal, was es mit dieser Liste auf sich hat. Wie soll sie sie also rechtzeitig finden? Deaver hat für seinen neuen Thriller ein ungewöhnliches Konzept gewählt. Er erzählt rückwärts, fängt also mit dem Finale an. Ich war skeptisch. Verrät das nicht schon alles und nicht damit die komplette Spannung? Und selbst wenn nicht, ist es dann nicht unglaublich verwirrend und schwer zu durchschauen? Beides war aber nicht der Fall. Dass man das Ende kannte hat nicht viel geholfen, es waren dennoch noch viele Fragen offen. Außerdem hat der Autor es geschafft, die Geschichte gut zu gliedern. Man stürzt also nicht in einen Strudel von Informationen, die man nicht ordnen kann. Dennoch war ich nicht wirklich überzeugt. Ich hatte zwar nie das Gefühl, hier einen schlechten Thriller zu lesen, außergewöhnlich gut war er aber auch nicht. Eben solides Mittelmaß, spannend und angenehm zu lesen. Aber kein Page Turner. Nichts, was mich sobald ich das Buch weglegen musste, weiter verfolgt hätte, bis ich wieder weiter lesen konnte. Eben Durchschnitt. Durchschnittlich sympathische Charaktere, durchschnittlich spannende Wendungen, durchschnittlicher Schreibstil. Das Ende, beziehungsweise der Anfang, hat dann allerdings alles geendet. Das war keine Erleuchtung, Das war mehr ein Gefühl, als würde mir ein kompletter Lattenzaun um den Kopf geschmettert. Plötzlich machte alles einen Sinn. Auch, warum diese Geschichte von hinten erzählt wurde. Ich war so unglaublich überrascht, ein bisschen fassungslos und dann am Ende doch begeistert. Sowas habe ich tatsächlich vorher noch nie gelesen. Absolute Leseempfehlung!

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  • Thriller rückwärts...

    Blinder Feind

    Igela

    Die Welt von Gabriela steht Kopf! Ihr Chef ist mit veruntreuten Geldern verschwunden und ihre 6 jährige Tochter Sarah wurde entführt . Der Mann, der die kleine Sarah verschleppt hat, fordert als Lösegeld eine Million Dollar und eine mysteriöse Lise, die so genannte Oktoberliste. Ein Experte in Entführungsfällen , Daniel Reardon und ein ganzes Team an Ermittlern hilft Gabriela ihre Tochter zurück zu bekommen. Dieser Thriller beginnt mit dem letzten Kapitel und wird rückwärts erzählt . Was als Idee sehr gut rüber kommt, ist leider sterbenslangweilig und chaotisch in der Ausführungen/ Handlung . Spannung habe ich vergebens gesucht und mich regelrecht durch das Buch gequält. Die Protagonisten kamen mir alle sehr flach und konturenlos daher....zu einem Buch , bei dem ich mitleiden , mitfiebern und fühlen soll, gehören Protagonisten mit Charakter! Das beste an diesem Buch waren die Fotos bei jedem neuen Kapitel. Die waren wenigstens Thrillermässig!

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    • 2
  • Rückwärts und doppelt spannend

    Blinder Feind

    dieFlo

    Ihr Leben war total in Ordnung - bis ihr Chef Geld veruntreut und verschwindet und ein Unbekannter die Jagd auf dieses Geld eröffnet - allerdings fordert er es von einer einfachen Angestellte und er hat ein Druckmittel - denn er hat ihre Tochter.  So beginnt ein Thriller, der komplett anderen Art, denn dieser Thriller ist rückwärts zu lesen. Ja ihr lest richtig - man beginnt am Ende, taucht dann in einen Strudel unglaublicher Ereignisse ein und ist auf der letzten Seite eigentlich am Anfang. Man weiß dann erst warum, man erkennt das Netz und man legt das Buch begeistert zurück.  Sprachlos, verwundert und begeistert kann ich nur sagen: Wahnsinn und was für eine grandiose Idee! (Team Thriller : zählt für 2015)

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    • 3

    Arun

    26. February 2015 um 16:22
  • Ein Thriller rückwärts erzählt, raffiniert und mit mehr als einem doppelten Boden

    Blinder Feind

    kugelblitz85

    24. February 2015 um 14:03

    Inhalt: Gabriela erfährt, dass sich ihr Chef mit den gesamten Firmengeldern ins Ausland abgesetzt haben soll. Aber dem nicht genug: ein Killer hat nun ihre Tochter entführt und erpresst sie. Er will 500 000 Dollar und die Oktoberliste, eine ominöse Aufzählung von Namen, von der Gabriela noch nie gehört hat. Die Zeit läuft Gabriela davon. Zum Glück hat sie Unterstützung von dem Geschäftsmann Daniel Reardon, den sie erst ein paar Tage zuvor kennengelernt hat und der ihr hilft das Geld und die Liste zu besorgen. Cover und Gestaltung: Auf dem Cover ist ein Schmetterling zu sehen, der in einem Stacheldraht gefangen ist. Auf den ersten Blick passt es nicht zur Geschichte, aber nach der Lektüre kann man sich seinen Reim darauf bilden. Genauso wie auf den Titel, der im deutschen sehr gut gewählt wurde. Meine Meinung: "Das Leben lässt sich nur rückwärts verstehen, doch es muss vorwärts gelebt werden." (Søren Kierkegaard) Dies ist ein ganz besonderer Thriller, denn er wird rückwärts erzählt. Diese Idee allein fand ich so genial, dass ich nach vielen Empfehlungen nun auch zu meinem ersten Deaver greifen musste. So gut die Idee ist, das lesen eines solchen Thrillers gestaltete sich zunächst etwas gewöhnungsbedürftig und forderte mir eine höhere Konzentrationsleistung ab als eine Geschichte, die in richtiger Reihenfolge erzählt wird. Am Anfang hatte ich das Gefühl nicht richtig mitzukommen oder etwas verpasst zu haben, da man ja logischerweise noch überhaupt keine Zusammenhänge hat wenn man von hinten beginnt. Ich hatte mir vorher nicht vorstellen können, wie man beim rückwärts erzählen einen Spannungsbogen aufbauen kann. Dies wird aber sehr gut gelöst, da man immer nur Brocken der Geschichte zugeworfen bekommt und in Kapiteln, die in der Zeit eigentlich davor spielen, kommen dann immer noch so viele Tatsachen und Zusammenhänge ans Licht, obwohl man ja eigentlich schon gelesen hat wie es weitergeht. Somit entwickelt das Buch seinen ganz eigenen Sog. An Spannung, überraschenden Wendungen und falschen Fährten wurde hier trotz der besonderen Erzählweise definitiv nicht gespart. Die Personen, von denen es recht viele gibt erscheinen zunächst blass und ich konnte auch für keinen Sympathie entwickeln oder richtig mitleiden. Aber auch dies ist ein Nebeneffekt des rückwärts Erzählens. Denn normalerweise werden die Figuren am Anfang der Geschichte eingeführt. Da sich dieses hier aber am Ende des Buches befindet kann diese Einführung auch erst dort geschehen. Die ganze Geschichte bleibt logisch bis zum Ende und endet tatsächlich mit Kapitel 1, dass Tage vorher spielt. Aber wer sich nun denkt, dass man bei diesem Buch das Ende schon gleich zu Anfang erfährt und da nix mehr kommt, der irrt sich gewaltig. Denn Jeffery Deaver hat das Buch auf geniale Weise so konstruiert, dass man das Buch nach dem letzten Satz am liebsten gleich wieder auf Seite 1 aufschlagen würde und die Geschichte unter all den neuen Aspekten von vorne beginnen möchte. Fazit: "Blinder Feind" ist ein origineller Thriller, denn er wird rückwärts erzählt. Er erfordert etwas mehr Konzentration beim Lesen als übliche Thriller, aber wenn man es schafft den Faden nicht zu verlieren wird man mit einer spannenden, raffiniert aufgebauten Geschichte mit mehr als einem doppelten Boden belohnt. Wer also einmal einen Thriller ganz anderer Art sucht, der ist hier genau richtig! Ich vergeben insgesamt 4,5 Sterne. Originalität Umsetzung Schreibstil Charaktere Tempo Tiefe Lesespaß

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  • Großartig

    Blinder Feind

    kitty_montamer

    23. February 2015 um 17:38

    Meine Meinung: Inhalt Gabrielas Leben gerät völlig aus den Fugen, als ihr Chef plötzlich spurlos verschwunden ist. Als daraufhin auch noch ein Unbekannter in ihr Leben tritt und ihr mitteilt, er habe ihre Tochter entführt, glaubt sie die Luft zum Atmen verloren zu haben. Sie setzt alles daran, um Sarah wieder in ihre Arme schließen zu können. Dabei begegnet sie David, der ihr bei ihrem Vorhaben helfen möchte. Gabriela kann ihre Tochter nur wieder zurück bekommen, wenn sie die "Oktoberliste" dem Entführer aushändigt, von deren Existenz sie noch nicht einmal was wusste, und ihm auch noch eine halbe Million Dollar aushändigt. Wird sie es mit Davids Hilfe schaffen? Dann ging er in Gedanken wieder den Messerkampf durch. Einmal, zweimal, immer wieder. Das Blut, die Schreie, den zuckenden Körper. Hauptsächlich das Blut. Zitat aus: "Blinder Feind" Cover Das Cover hat mich magisch angezogen. Der Schmetterling darauf leuchtet so schön und hebt sich von dem dunklen Rest schon ziemlich ab, was mir sehr gefällt. Und trotz diesen wunderschönen Schmetterlings strahlt für mich dieses Cover trotzdem noch das Düstere aus, was die Geschichte zweifellos beinhaltet. Für mich ist es deshalb sehr gelungen und sehr passend. Es hat etwas Verführerisches, die Realität zu nehmen und mit ihr zu arbeiten. Zitat aus: "Blinder Feind" Gesamt Ich habe schon viele Thriller gelesen und meinte bis dato, dass mich eigentlich nichts mehr großartig überraschen könnte. Dann kam Jeffery Deaver ... Zu aller erst möchte ich darauf hinweisen, dass es sich bei "Blinder Feind" um keinen gewöhnlichen Thriller handelt, wie man ihn als Liebhaber des Genre vielleicht kennt. Jeffery Deaver hat bewusst die gesamte Geschichte rückwärts erzählt, was dieses Buch für mich, aber auch allgemein zu etwas Besonderem macht. Ich kannte diese Vorgehensweise bisher jedenfalls nicht. Natürlich machte es mich sehr neugierig, wie es wohl ist, einen Thriller am Ende zu beginnen und sich ganz langsam zum Anfang vorzuarbeiten. Ebenso hatte ich meine Zweifel, ob es wirklich so schlau ist, einem erst das Ende zu verraten, bevor man dazu kommt zu erzählen, wie es überhaupt so weit kommen konnte. Ich hatte Angst vor fehlender Spannung. Doch diese macht sich schon am Anfang bemerkbar und zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Ich war ein bisschen durcheinander von dem Beginn, denn schließlich ist es eigentlich das Ende, doch gerade diese Tatsache hat mich enorm angefixt - Ich musste weiter lesen und unbedingt erfahren, was es wohl mit der gesamten Geschichte auf sich haben mag. Wie ist es dazu gekommen? Was ist nur passiert? Jeffery Deaver schafft es, seine Leser am Buch festzutackern. Ich habe sein neuestes Werk nicht einmal zur Seite gelegt und alles andere um mich herum völlig ausgeblendet. Es war mir egal, wenn es geklingelt hat und auch mein Handy habe ich mal schlank ignoriert. Ich konnte einfach nicht anders. Die Spannung ist so unerträglich, das mir nichts anderes übrig blieb, als meinen Weg mit den Protagonisten weiter zu gehen und meine Zeit mit ihnen zu verbringen. Beide waren mir so ans Herz gewachsen, dass ich mich gut mit ihnen auseinander setzen und mich ebenfalls gut mit ihnen anfreunden konnte. Allen voran Gabriela hatte es mir völlig angetan. Ihr Schicksal hat mich ein bisschen berührt. Ich war neugierig auf ihr Leben und wie es letztendlich zu der Entführung ihrer Tochter gekommen ist. Der Schreibstil von Jeffery Deaver ist einfach grandios. Es wird nicht lange um den heißen Brei rum geredet, sondern alles präzise auf den Punkt gebracht. Der Autor verschwendet die Zeit des Lesers nicht damit z.B. detailliert auf die Umgebungen einzugehen, sondern erzählt die Geschichte straight und in einem Affenzahn, dass man nur so durch die Seiten fliegt. Jedes Kapitel wird mit einem persönlich geknipsten Bild vom Autor begonnen und anschließend aus einer anderen Sicht auktiorial erzählt.  Ich kann mich nicht daran erinnern, was ich das letzte Mal in einer so kurzen Zeit ein Buch zu Ende gelesen habe. Zudem sind die Wendungen, die "Blinder Feind" des Öfteren nimmt so unvorhersehbar, dass ich nur noch geschockt war. Mit jeder Seite erfährt man mehr aus dieser perfiden Geschichte, mit jedem Kapitel setzt sich das Puzzle fließend zusammen und am Ende, nun, da steht einem der Mund offen. Mir zumindest. Wer rechnet auch mit sowas? "Blinder Feind" war mein erster Thriller von Jeffery Deaver und wird garantiert nicht mein letzter gewesen sein. Ich bin maßlos begeistert! In Kürze: Positiv Gute Protagonisten Sensationelle Geschichte Spannung ist das ganze Buch über vorhanden Der Schreibstil ist angenehm und gut zu lesen Überraschende Wendungen, die einen an das Buch fesseln Guter Plot - Sehr gute Umsetzung Rückwärtserzählung fabelhaft gelungen Negativ  Nichts. Fazit: Mit "Blinder Feind" ist Jeffery Deaver ein unfassbar spannender Thriller gelungen, der viele Überraschungen bereit hält, die einem dem Atem rauben. Besonders die Tatsache, dass dieses Buch  rückwärts erzählt wurde, hat mir außerordentlich gut gefallen.  Mein erster, aber absolut nicht letzter Thriller von Jeffery Deaver! © www.mybooksparadise.de

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  • Ein kleines Loblied aufs Austricksen!

    Blinder Feind

    WortGestalt

    23. February 2015 um 14:48

    Rund 250 Seiten lang ging mir beim Lesen von „Blinder Feind“ hauptsächlich folgendes durch den Kopf: „Was zur Hölle ist denn das? Das Buch soll von Jeffery Deaver sein? Ach kommt schon!!“ Die Dialoge und die Figuren entsprachen nicht mal annähernd dem, was ich von einem Deaver gewohnt war, auch die Story wirkte hanebüchen und blieb weit hinter dem Niveau zurück, dass Deaver sonst mit seinen Thrillern vorlegt. Schon der Klappentext passte so gar nicht ins Bild. Ich zitiere: „Doch in einer Hotelbar lernt sie durch Zufall den attraktiven Daniel Reardon kennen.“ Als erstes einmal: Bei einer Personenbeschreibung ist „attraktiv“ so ziemlich das letzte Adjektiv, das man in einem Deaver erwarten kann. Und „durch Zufall“? Bei Jeffery Deaver?? Dieser Autor überlässt in seinen Büchern nichts, aber auch absolut gar nichts dem Zufall. Da hat alles einen Grund, einen Sinn und einen Zweck, selbst der Kugelschreiber in der linken Jackentasche eines Busfahrers. Also was zum Kuckuck war hier los? Deaver war los und zwar in Hochform, wie sich am Ende des Buches herausstellen sollte. Ich habe mich von diesem rückwärts erzählten Thriller so herrlich austricksen lassen, dass es am Ende einfach nur eine diebische Freude war! Denn alles, was mich während des Lesens gestört hat, wird mit der Auflösung quasi gegenstandslos, denn wie ich schon sagte, bei Deaver gibt es keine Zufälle, alles hat seinen Sinn. Jeder noch so dusselige Dialog. Und die Auflösung, das Ende, das ist, als würde jemand den Lichtschalter umlegen und eine grelle Neonröhre flackert ein, zwei Mal auf, man erahnt die ersten Zusammenhänge, bevor sie dann anspringt und den gesamten Raum in helles Licht taucht, jeder einzelne Schatten ausgeleuchtet und jeder Zweifel an der Story restlos ausgeräumt. Ich fand die Auflösung der Geschichte so klasse, dass ich das Buch am liebsten gleich noch einmal gelesen hätte, nun mit dem Wissen, wie die Geschichte eigentlich tickt. Und so genial ich auch die Idee finde, einen Thriller rückwärts zu erzählen, so gern hätte ich gerade diese Geschichte richtig herum erzählt bekommen, denn sie macht nach der Auflösung eigentlich noch viel mehr Spaß als vorher. Ein tolles und gewagtes Experiment, bei einem Thriller mit dem Schlussakt zu beginnen und dann die Handlung rückwärts zu spulen. Der Spannungsbogen macht das nicht immer mit, dennoch hatte das Ende des Buches, also der eigentliche Anfang der Geschichte bei mir für Freude gesorgt und wieder einmal zeigt, Deaver ist wirklich erst mit einer Geschichte fertig, wenn er am Ende angekommen ist. Oder eben am Anfang. Ganz wie der Meister es bestimmt! ;) Rezension auch auf: http://wortgestalt-buchblog.blogspot.de

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