Der Knochenjäger

von Jeffery Deaver 
4,4 Sterne bei369 Bewertungen
Der Knochenjäger
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Florian_Richters avatar

Brilliante Story! Spannend erzählt, fesselt sie nicht nur den Protagonisten ans Bett, sondern auch den Leser in später Stunde.

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Der Knochenjäger ist ein toller Auftaktroman zu einer Reihe, die man meiner Meinung einfach gelesen haben muss :-)

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Inhaltsangabe zu "Der Knochenjäger"

Ein Serienkiller versetzt New York in Angst und Schrecken: Scheinbar wahllos verschleppt und tötet er unschuldige Menschen und hinterlässt an jedem Tatort einen obskuren Hinweis auf den nächsten Mord. Die letzte Hoffnung der Polizei ist der geniale Forensiker Lincoln Rhyme, der seit einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt ist. Die brutalen Fälle wecken sein Interesse - denn ihm kommt der Verdacht, dass er den Mörder kennen muss ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734101311
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:15.12.2014
Das aktuelle Hörbuch ist am 05.11.2011 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    martina_turbanischs avatar
    martina_turbanischvor einem Monat
    Kurzmeinung: Der Knochenjäger ist ein toller Auftaktroman zu einer Reihe, die man meiner Meinung einfach gelesen haben muss :-)
    Was man vom Bett aus alles erledigen kann...

    Am letzten Tag ihres Daseins als Streifenpolizistin wird Amelia Sachs  zu einem Notruf geschickt. Dort erwartet sie ein makaberer Fund und sie sperrt entgegen aller Regeln den Fundort sehr großräumig ab. Das beschert ihr jede Menge Ärger mit ihrem Vorgesetzten, aber da sie keine Tatortspezialistin ist, wird ihr natürlich verziehen.

    Als klar wird, dass es sich bei dem Toten um das Opfer eines Serientäters handelt, wendet sich die Polizei an Lincoln Rhyme, einem Spezialisten für Tatortuntersuchungen – allerdings mit einem gewaltigen Handicap.  Seit er bei einer Untersuchung verunglückt ist, ist er querschnittsgelähmt und eigentlich schon längst im Ruhestand. Aber die Polizei braucht seine Fähigkeiten und ohne große Lust sagt er seine Hilfe zu.

    Sie erschauderte beim bloßen Anblick. Spürte, wie ihr schlecht wurde, wie ihre Haut zu prickeln begann. Sie musste sich mit aller Kraft zusammennehmen, denn am liebsten hätte sie kehrt gemacht und so getan, als hätte sie nichts gesehen. Der Knochenjäger. S. 18

    Mein Eindruck:

    Der Knochenjäger ist der erste Band der Lincoln-Rhyme-Reihe und so werden natürlich auch erst einmal die Protagonisten dieser Reihe vorgestellt. Jeffery Deaver gelingt das,  ohne,  dass Langeweile aufkommt und ich mich überfordert fühle angesichts der vielen Personen. Das Hauptaugenmerk liegt hierbei selbstverständlich auf Amelia Sachs und Lincoln Rhyme.

    Lincoln Rhyme

    Allerdings sind die beiden Hauptakteure auch alles andere als langweilig. Lincoln Rhyme hadert mit seinem Schicksal, das ihn dazu verdammt, seine Tage im Bett zu verbringen. Er findet sein Dasein nicht mehr lebenswert und hat just an dem Tag, als die Polizei ihn um Hilfe bittet, beschlossen seinem Leben ein Ende zu setzen. Ich finde seine Gefühlslage sehr gut und nachvollziehbar beschrieben. Was hält einen noch im Leben, wenn man sich selber nutzlos und nicht mehr gebraucht fühlt?

    Amelia Sachs

    Amelia Sachs hat mit ganz anderen Problemen zu kämpfen. Auch sie ist krank und versucht die Schmerzen, die die Krankheit verursacht mit Tabletten zu unterdrücken. Als ausgerechnet sie von Lincoln Rhyme zur Untersuchung der Tatorte beordert wird, beginnen Welten aufeinander zu prallen. Während Rhyme die Tatorte losgelöst von den Opfern begutachtet und nur die verwertbaren Spuren im Auge hat, sieht Sachs auch das Leid der Opfer und ist oft genervt, von Rhymes schroffen Anweisungen, die er ihr per Kopfhörer gibt. Es knallt mehr als einmal heftig zwischen den beiden.

    Ein starkes Team

    Aber die beiden raufen sich zusammen, denn beide wollen den wahnsinnigen Täter stoppen. Aus wechselnden Perspektiven  besucht man als Leser mit Amelia Sachs die gruseligen Tatorte, versucht Lincoln Rhymes Analysen der Beweismittel zu begreifen oder taucht in die Gedankenwelt des Täters ein. Letzteres fand ich eher verwirrend, denn der Täter pendelt gedanklich immer zwischen dem hier und jetzt und dem alten, längst verschwunden, New York, das auch er nur aus einem ganz bestimmten Buch kennt. Aber nach und nach setzt sich ein Bild des Täters zusammen, auch wenn einige geschickte Wendungen eingebaut sind und das Ende überrascht.

    Schreibstil

    Jeffery Deavers Schreibstil kenne ich schon aus anderen Büchern von ihm und fand ihn auch in Der Knochenjäger einfach toll. Er schafft es die Mischung aus Privatleben der Ermittler und einer  sehr spannenden Kriminalstory so zu verbinden, dass man immer weiterlesen möchte – weil man immer wissen möchte, wie beides weitergeht. Es ist stellenweise schon recht brutal und auch sehr detailliert – aber ich empfand es nicht als Effekthascherei, sondern ich hatte immer den Eindruck, dass die Schilderung an der genau der Stelle jetzt einfach sein muss.

    Mein Fazit:

    Der Knochenjäger ist ein toller Auftaktroman zu einer Reihe, die man meiner Meinung einfach gelesen haben muss :-) Spannend, gruselig, stellenweise auch lehrreich und nie langweilig.

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    vormis avatar
    vormivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr spannendes Buch, hat mir total gefallen:-)
    Der Knochenjäger

    Ein Serienkiller versetzt New York in Angst und Schrecken: Scheinbar wahllos verschleppt und tötet er unschuldige Menschen und hinterlässt an jedem Tatort einen obskuren Hinweis auf den nächsten Mord. Die letzte Hoffnung der Polizei ist der geniale Forensiker Lincoln Rhyme, der seit einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt ist. Die brutalen Fälle wecken sein Interesse – und nach und nach kommt ihm der Verdacht, dass er den Mörder kennen muss …

    Inhaltsangabe auf amazon


    Dies ist einer der ganz seltenen Fälle, in dem ich mal den Film zuerst gesehen habe. Sonst schaffe ich, fast immer, das Buch doch noch schnell vor dem Film.
    So hatte ich hier beim Lesen dieses Buches die ganze Zeit schon die Schauspieler im Kopf, was aber besonders im Fall von Denzel Washington gar nicht schlimm ist.
    Und das Buch war trotzdem total ingeressant und spannend.
    Nicht zuletzt aich da ich vieles vom Film schon wieder vergessen hatte...

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    kassandra1010s avatar
    kassandra1010vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein guter Einstieg in eine Thriller-Reihe, in der Spannung wirklich "großgeschrieben" wird!
    Spurenlese...

    Der Knochenjäger ist der Auftakt einer Thriller-Reihe um Lincolm Rhyme, einem an seinen Rollstuhl gefesselten Ex-Polizisten und Forensikspezialisten.

    Wenn die Ermittlungen still stehen oder nicht schnell genug vorangehen, wird er mit dem Fall beauftragt.

    In seinem aktuellen Fall hinterlässt der Killer am Opfer einen Hinweis auf den nächsten Mord. Lincolm hat Lunte gerochen und ahnt, dass der Killer sein Spielchen mit ihm spielt. Doch Lincolm sind bei manchen Spurensuchen die Hände gebunden und so tritt eine junge Polizistin in sein Leben, die für ihn die Tatorte von nun an untersucht. Amelia Sachs, wie Lincolm Rhyme auch sehr mit sich selbst beschäftigt, lässt sich von dessen herrischem Gehabe und seinen nicht gerade freundlichen Ton nicht in die Parrade fahren.

    Beide erkennen den "Vorteil" des jeweils anderen und kommen dem Killer Schritt für Schritt näher.

    Ein guter Einstieg in eine Thriller-Reihe, in der Spannung wirklich "großgeschrieben" wird und mit wieder Erwarten sogar die Verfilmung gut gefallen hat.

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    ichhh07s avatar
    ichhh07vor 2 Jahren
    "Der Knochenjäger" von Jeffery Deaver

    "Der Knochenjäger" von Jeffery Deaver ist ein 512 seitiger Thriller (ursprünglicher Titel: Die Assistentin). Dies ist der  Roman der Lincoln-Rhyme-Reihe.
     
    Klapptext:
    Ein Serienkiller versetzt New York in Angst und Schrecken: Scheinbar wahllos verschleppt und tötet er unschuldige Menschen und hinterlässt an jedem Tatort einen obskuren Hinweis auf den nächsten Mord. Die letzte Hoffnung der Polizei ist der geniale Forensiker Lincoln Rhyme, der seit einem Arbeitsunfall querschnittsgelähmt ist. Die brutalen Fälle wecken sein Interesse - denn ihm kommt der Verdacht, dass er den Mörder kennen muss ...

    Meine Meinung:
    Ich hab mir das Buch ursprünglich gekauft, weil mir der Film recht gut gefallen hat. Nach dem ich das Buch gelesen hab, glaub ich kann ich mir den Film niewieder anssehen - da im Film so viel verändert wurde und das nicht grad zum guten.
    Es zahlt sich auf jeden Fall aus das Buch zu lesen. Es ist von Anfang an mitreißend und man kann einfach nicht aus der Hand legen.

    Jedoch muss man auch beachten dass das Buch 1997 erschien und die Kriminaltechnischen untersuchungen noch nicht soweit waren wie heute. Somit sind manche Stellen auch recht amüsant zu lesen. (z.b. groß Angelege Recherchen über Telefonisten statt übers Internet)

    Vor allem die Figur des Lincoln Rhyme ist realistisch dargestellt und man kann gut nach empfinden wie er sich fühlt. Außerdem fanziniert mich sein unheimlich großes Wissen über alle erdenklichen Dinge, welches schlussendlich zu der Lösung des Falls führt.

    Vor allem der Schluss bei dem bekannt wird was die Person, welche sie vorher mit Müh und Not gerettet  haben eigendlich geplant hat - gibt einem zu denken.

    Ich empfähle auf jeden Fall jeden der Thriller mag - selbst wenn man den Film kennt - das Buch zu lesen. Ich werde bestimmt auch die weiteren Bände lesen.

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    L
    Lichterregenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Mal wieder ein richtig spannendes Buch bzgl. Tetraplegie und einigen Problemen, die damit entstehen. Super spannend, richtig interessant.
    Tetraplegie mal anders

    Viele (weibliche) Buchliebhaber haben sich bestimmt schon durch das ein oder andere Buch mit Tetraplegie auseinandergesetzt. Eins der bekanntesten Beispiele ist bestimmt "Ein ganzes halbes Jahr" von Jojo Moyes. In diesem Buch werden einige Probleme, die mit dieser Behinderung einhergehen, in einen anderen Kontext gesetzt. Denn Lincoln Rhyme ist ein Tetraplegiker, der früher ein hervorragender Spurenspezialist war (und es auch weiterhin ist). 
    Es geht in diesem Buch um einen Serienkiller in New York, der bewusst an Tatorten Spuren hinterlässt, damit die Polizei das nächste Opfer möglicherweise retten kann. Und um Rhyme, der einen etwas schroffen Forensiker, der immer mehr anfängt, sich für die Fälle zu interessieren. Dann gibt es da noch Amelia Sachs, eine Streifenpolizistin, die durch die Umstände der Fälle Rhyme's rechte Hand wird und die fingierten Spuren sicherstellt. 

    Das Buch hat mir super gut gefallen, es ist sehr spannend, man wird mit den Gedanken von Rhyme konfrontiert und fängt mit der Zeit an, seine Gedanken auch nachvollziehen zu können. Sowohl Rhyme als auch Sachs sind, auf ihre Weise, faszinierende Charaktere, beide eigensinnig, aber auch sehr sympatisch. Der Spannungsbogen wird das gesamte Buch über gehalten und ich habe direkt Lust bekommen, noch weitere Bücher von Jeffery Deaver über Lincoln Rhyme und Amelia Sachs zu lesen. 

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    Federfees avatar
    Federfeevor 2 Jahren
    Die Assistentin (ursprünglicher Titel) Bd. 1

    Der gut aussehende ehemalige Detective-Forensiker Lincoln Rhyme ist ein richtiges Ekel, ein Zyniker, aber das sieht man ihm schnell nach, denn seit einem schweren Unfall im Polizeidienst ist er querschnittsgelähmt, von den Schultern abwärts. Zwar lebt er in einer privilegierten Situation mit einem Rund-um-die-Uhr-Pfleger, aber er hat sich dennoch entschieden, sein Leben zu beenden.

    Doch dann kommt ihm nicht nur die Tatsache dazwischen, dass ihn seine ehemaligen Kollegen um Hilfe bitten, sondern auch noch die schöne rothaarige Polizistin Amelia Sachs. Sie wird seine Assistentin, seine Stellvertreterin am Tatort. Nach seinen telefonischen Anweisungen nimmt sie detaillierte Spurenuntersuchungen vor und gerät dabei durch ihre eigenwillige Verhaltensweise mehrmals in Gefahr.

    Die Ermittler stehen ständig unter Zeitdruck, weil der Mörder an jedem Tatort einen Hinweis auf den nächsten hinterlässt und es ergeben sich auch noch andere überraschende Wendungen.
    So ein Buch sollte mit der Warnung versehen werden "Nur anfangen, wenn man genügend Zeit hat", denn man kann es kaum aus der Hand legen.

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    Tine_1980s avatar
    Tine_1980vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Super spannend und noch viel besser als der Film!
    Thriller vom Feinsten

    Ein Serienkiller treibt sein Unwesen in New York. Die Streifenpolizistin Amelia Sachs sichert den ersten Tatort. Als der ehemalige Forensiker und Berater Lincoln Rhyme, der seit seinem letzten Einsatz gelähmt im Bett liegt, zu den Ermittlungen dazu gezogen wird, ist er seine Assistentin, die für ihn die Tatorte sichert und nach den Beweisen sucht. Doch der Killer ist ihnen immer einen Schritt voraus.

    Meinung:

    Den Film fand ich schon immer klasse, als ich dann über dieses Buch gestolpert bin, wusste ich im ersten Moment nicht, dass es die Vorlage zum Film war. Dies wurde mir zwar schnell klar, aber da ich den Film schon vor längerer Zeit gesehen hatte stellte dies keinerlei Problem dar.
    Und was soll ich sagen?
    Das Buch konnte mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln. Der Spannungsbogen war so geschickt durch die Erzählung gefädelt, dass man es nur sehr ungern zur Seite legen wollte.
    Lincoln Rhyme, der griesgrämig (was in seiner Lebenssituation verständlich ist) aber auch brillant in seiner Ermittlertätigkeit ist, kam teilweise etwas hart und eiskalt rüber. Doch dies ist bei diesem Job wahrscheinlich notwendig, dass man etwas abstumpft, denn sonst würde man wohl nicht damit klar kommen.
    Amelia Sachs, die sich in ihrer Arbeit wohl fühlt und hier zur Assistentin von Lincoln Rhyme gewählt wird, ist hier eine Polizistin. Sie harmoniert super mit ihm und setzt seine Ratschläge ohne Probleme um.
    Beide sind facettenreich und detailliert beschrieben.

    Dieses Buch fasziniert, es lädt zum Miträtseln und Mitbibbern ein. Wie oft war ich vor Spannung schnell blätternd und Seiten verschlingend vor dem Buch gesessen. Deaver gelingt es ohne Mühe ein tolles Buch zu kreieren, bei dem man sogar noch das ein oder andere lernt. Ich mag Bücher, in denen Fachwissen über die Ermittlertätigkeit vermittelt wird und hier bekommt man davon wahnsinnig viel. Es wird aufgezeigt, was die Technik heutzutage alles ans Licht bringen kann.
    Auch die Orte von New York sind ausführlich und bildgewaltig beschrieben, so kann man noch besser in die Geschichte eintauchen.

    Dieses Buch empfehle ich jedem weiter, der auf Ermittlertätigkeiten und viel Thrill steht. Die Charaktere sind detailreich beschrieben und man meint zu jedem Zeitpunkt fast mit dabei zu sein.
    Ein Thriller vom Feinsten - absolute Leseempfehlung!

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    pardens avatar
    pardenvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Rundum überzeugend: durchgehend spannend, ungewöhnliche Ermittler, überraschendes Ende. So muss ein Thriller sein!
    So muss ein Thriller sein!

    SO MUSS EIN THRILLER SEIN!

    Die junge Amelia Sachs stolpert ausgerechnet an ihrem letzten Tag als Streifenpolizistin über eine Hand, die aus der Erde ragt. Ein Leichenfund, wie ihr schnell klar wird, und schon rückt der angestrebte Innendienst in weite Ferne. Als erste Polizistin am Tatort obliegt es ihr, diesen zu sichern, und dabei geht sie durchaus innovative Wege, für die sie zunächst eine harsche Kritik ihres Vorgesetzten einstecken muss. Doch der ehemalige Detective Lincoln Rhyme, der zwar nach einem Unfall querschnittsgelähmt und aus dem Dienst ausgeschieden ist, jedoch nach wie vor als Koryphäe auf dem Gebiet der Kriminalistik gilt und recht schnell von den Verantwortlichen zu dem überaus grausamen Fall hinzugezogen wird, erkennt in Amelia Sachs einen wachen Geist und besteht darauf, dass sie ebenfalls an den Ermittlungen beteiligt wird.

    Denn es bleibt nicht bei dem einen Toten, wie sich schnell herausstellt. Ein Serienkiller verschleppt scheinbar wahllos Menschen und bringt sie auf brutale Weise um - und hinterlässt an jedem Tatort einen mysteriösen Hinweis auf den nächsten Mord. Alle Hoffnungen ruhen nun auf Lincoln Rhyme und seinen genialen Ermittlungsmethoden - vielleicht kann er diese Hinweise rechtzeitig entschlüsseln und das nächste Opfer retten? Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt, und mehr als einmal geraten auch die Polizisten selbst in den Fokus des Geschehens!

    Der erste Fall für Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ist nichts für Zartbesaitete. In wechselnden Perspektiven (Lincoln Rhyme - Amelia Sachs - Täter) hastet das Geschehen von Tatort zu Tatort, wobei Amelia Sachs unter der Regie von Lincoln Rhyme die eigentliche Tatortarbeit übernimmt. Sehr detailliert erfährt der Leser so einerseits vom Geschehen am Tatort und über die Art, wie das jeweilige Opfer ums Leben kam, andererseits aber auch über die forensische Kleinarbeit, in der die Tatortspuren ausgewertet werden. Lincoln Rhymes Schlafzimmer mit seinem der Querschnittslähmung angepassten Spezialbett gleicht bald einem hochspezialisiert ausgerüsteten Labor, und Polizisten, Ärzte und Wissenschaftler geben sich dort gegenseitig die Klinke in die Hand.

    Lincoln Rhyme ist dabei derjenige, der sich am meisten über all diese Vorgänge wundert, denn eigentlich ist er gerade dabei herauszufinden, wie er möglichst effizient und zügig aus dem Leben scheiden kann. Ein Leben, wo er nur noch den Kopf und einen einzelnen Finger bewegen kann, erscheint ihm wenig erstrebenswert - eine Aussicht auf Heilung oder auch nur Besserung gibt es nicht, dagegen aber eine nicht geringe Wahrscheinlichkeit, dass sich sein Zustand derart verschlechtern kann, dass er künftig nur noch vor sich hin vegitieren und selbst zu keiner Willensäußerungen mehr fähig sein wird. Doch dieser Fall fordert seinen wachen Geist, und selbst als Rhyme über seine körperlichen Grenzen hinausgeht, lässt der Fall ihm keine Ruhe. Gelegentlich muten die Fähigkeiten des querschnittsgelähmten Detectives an wie seinerzeit die des berühmten Sherlock Holmes, und da bleibt dem Leser gemeinsam mit der unerfahrenen Amelia Sachs nur noch übrig zu staunen. Beispielsweise anhand von Schuhabdrücken darauf zu schließen, dass es sich bei dem Täter um eine Leseratte handeln muss, ist zumindest doch wohl als außergewöhnlich zu bezeichnen.

    Obwohl der Leser immer auf der Höhe der Ermittlungen ist und mit Rhyme und Sachs von Tatort zu Tatort hastet, barg die Auflösung für mich eine große Überraschung. Neben dem hohen Tempo, der anhaltenden bzw. immer noch zunehmenden Spannung nebst einigen überraschenden Wendungen sowie den ungewöhnlichen Ermittlern ist dies ein weiterer Pluspunkt für den Thriller. Mich konnte Jeffery Deaver mit seinem Einstieg in die Reihe vollends überzeugen (selbst der deutsche Titel ist in diesem Fall äußerst stimmig), und ich bin schon sehr gespannt auf die weiteren Fälle des Ermittlerduos. So muss ein Thriller sein!


    © Parden

    Kommentare: 12
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    Mondspektrums avatar
    Mondspektrumvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Super Auftakt der Lincoln-Rhyme-Reihe. Adrenalin pur. Spannung bis zur letzten Seite.
    1. Fall für Amelia Sachs

    Inhalt

    Der ehemalige Detective Lincoln Rhyme ist nach einem Dienstunfall querschnittgelähmt. Einst eine Koryphäe auf dem Gebiet der Kriminalistik, setzt seine frühere Abteilung weiterhin auf seinen scharfen Verstand und sein ungetrübtes Fachwissen. Für ihn jedoch ist das Leben längst nicht mehr lebenswert und er hat nur noch den Wunsch zu sterben. Als die junge New Yorker Streifenpolizistin Amelia Sachs praktisch über eine aus dem Boden ragende Hand eines Leichnams stolpert, reagiert sie blitzschnell und lässt das Gebiet weiträumig abriegeln - völlig überzogen, wie ihr Vorgesetzter meint. Doch schon bald wird klar, dass es sich bei der Tat um keinen Einzelfall handelt. Ein gewiefter Serienmörder treibt in New York sein Unwesen und Lincoln Rhyme ist der Einzige, der die Hinweise deuten könnte. Als er von Amelia Sachs Aktion erfährt, sieht er in ihr eine Seelenverwandte und will sie in seinem Team haben. Sie soll für ihn agieren, wie er es einst konnte.


    Was für eine Story! Gleich am Anfang wird die junge Streifenpolizistin mit einem grausamen Mord konfrontiert, wo sie sonst nur Kleinganoven jagt und Strafzettel ausstellt. Und eigentlich sollte dies doch ihr letzter Tag sein, denn aufgrund ihrer schmerzhaften Arthritis wollte sie sich in den Innendienst versetzen lassen. Gekonnt wird das Schicksal beider Figuren mit einander verwoben, die sich trotz ihrer Gegensätze - sie kann laufen und sich frei bewegen, er ist ans Bett gefesselt - anziehen und einander aufbauen. 


    Lincoln ist mürrisch, unbeherrscht, hat nichts mehr vom Leben zu erwarten und lässt dies seine Umwelt spüren. Lediglich die äußerst attraktive Amelia mit ihrem messerscharfen Verstand vermag es, sein Interesse an dem Fall zu wecken. Sie ist für ihn Augen und Ohren und da die Spurensicherung für sie absolutes Neuland ist lernfähig. 


    Amelia ihrerseits ist von dem genialen, bärbeißigen Lincoln fasziniert, der sie mit Worten zu umgarnen weiß, damit sie sein Werkzeug ist. Die Story selbst läuft in stetig ansteigendem Tempo nebenher und mittendrin, man kann kaum Luft holen und hofft, dass der Mörder endlich gefasst wird. Bis zum letzten Abschnitt bleibt die Story spannend und hält immer wieder neue Wendungen parat. Lediglich der zeitliche Ablauf ist etwas überzogen. Jede Sonderkommission kann nur davon träumen, ihre Fälle derart schnell zu lösen und das bei Scotch, Schlafmangel und lebensbedrohlichen Anfällen seitens Lincoln.


    Ein spannender Auftakt der Lincoln-Rhyme-Reihe die Lust auf mehr macht.

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    Jisbons avatar
    Jisbonvor 2 Jahren
    Sehr gutes Buch

    Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen, sie war von Anfang an interessant und blieb dies auch bis zuletzt.
    Lincoln Rhyme ist in vielerlei Hinsicht ein außergewöhnlicher Protagonist - nicht nur, weil er querschnittsgelähmt ist, sondern auch aufgrund seiner Art, mit allem umzugehen und seinem enormen Wissen über verschiedene Aspekte der kriminaltechnischen Arbeit. Der Charakter hat Ecken und Kanten, ist rechthaberisch und teilweise auch unfreundlich, aber er war mir sehr sympathisch. Seine Behinderung an sich war meiner Meinung nach sehr realistisch, ohne etwas zu beschönigen, aber auch ohne unnötige dramatische Ausschmückungen, dargestellt. Es wird klar gemacht, dass seine Situation sehr schwer ist und stellenweise ist dies sehr beklemmend, vor allem, da der Autor kein Blatt vor den Mund nimmt und uns mit harten Fakten konfrontiert, aber mir hat gut gefallen, dass Rhyme trotz seiner Situation Möglichkeiten findet, langsam wieder Spaß am Leben zu haben.
    Rhyme zur Seite gestellt ist Amelia Sachs, eine Streifenpolizistin. Ich muss zugeben, dass ich eine Weile gebraucht habe, um mit ihr warmzuwerden, doch nachdem sie und Lincoln ihre Differenzen beseitigen konnten, ist sie mir ebenfalls ans Herz gewachsen. Sie hat ebenfalls einige Fehler, was sie menschlich und echt macht. Vor allem die Entwicklung ihrer Beziehung zum Protagonisten war sehr schön dargestellt. Die Zusammenarbeit der beiden war wirklich gelungen und sie bilden ein gutes Team; ich bin schon gespannt, welche Fällen sie in den nächsten Büchern lösen werden.

    Der Fall selbst war spannend und vor allem die Polizeiarbeit war wahnsinnig interessant beschrieben. Die Tatortbegehungen werden sehr detailliert geschildert, da Amelia sie vornimmt und Lincoln am Telefon alles beschreibt, was sie entdeckt. Dies hat mir gut gefallen, man hatte fast das Gefühl, selbst am Tatort zu stehen und nach Spuren zu suchen, um den (wirklich sehr intelligenten) Täter zu überführen. Ein schönes stilistisches Mittel hierbei war, dass der Autor regelmäßig einen 'Steckbrief' zum Mörder abgedruckt hat, der alle Informationen enthielt, die die Ermittler zu diesem Zeitpunkt hatten. So konnte man gut sehen, welche Fortschritte gemacht wurden. Die Auflösung hat mich dennoch überrascht, ich hatte den Täter überhaupt nicht im Verdacht. Die Enthüllung war allerdings überzeugend und plausibel, sie passte gut zum Rest der Geschichte und sorgte für einen durch und durch befriedigenden Abschluss.
    Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass Fehlverhalten des Teams Konsequenzen hat, auch wenn sie nur temporär sind. So wird zum Beispiel nicht einfach übergangen, dass Rhyme aus dem Dienst ausgeschieden ist und eigentlich nicht mehr an Fällen arbeiten dürfte...

    "Der Knochenjäger" ist eines der besten Bücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Es ist spannend und sehr gut geschrieben, bietet realistische, ungewöhnliche Protagonisten und einen interessanten Fall, bei dem es mir vor allem bei die detaillierten Beschreibungen der Ermittlungen angetan haben. Den kleinen Abzug gab es hauptsächlich wegen der Probleme, die ich anfänglich mit Amelia hatte.
    Den zweiten Band der Reihe werde ich definitiv lesen.

    4,5/5 Sternen

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    vormis avatar
    LR Eröffnung  Leider gibt es hier keine Bücher zu gewinnen, denn wir haben uns in der Gruppe Serien-Leserunden zusammengefunden und hatten das Buch zu Hause liegen.  Wer es also auch noch bei sich rumsubben hat, kann sich uns gerne anschließen:-)  Wir starten am 1. September Zur Gruppe Serien-Leserunden geht's hier http://www.lovelybooks.de/gruppe/1083663533/serien_leserunden/themen/
    monerls avatar
    Letzter Beitrag von  monerlvor 4 Jahren
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