Der talentierte Mörder

von Jeffery Deaver 
3,9 Sterne bei11 Bewertungen
Der talentierte Mörder
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Thommy28s avatar

Erstaunlich - als 12. Teil der Reihe immer noch frisch

ginnykatzes avatar

Nicht immer mit Hochspannung versehen, aber dennoch absolut lesenswert.

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Inhaltsangabe zu "Der talentierte Mörder"

In den Händen dieses Killers wird alles zur tödlichen Waffe – der 12. Fall für Lincoln Rhyme und Amelia Sachs!
Zwei Wochen nach einem brutalen Mord in Manhattan ist Detective Amelia Sachs dem vermeintlichen Killer dicht auf den Fersen. Sie liefert sich mit ihm eine Verfolgungsjagd in einem Einkaufszentrum in Brooklyn, als es dort zu einem technischen Defekt an einer der Rolltreppen kommt – mit verheerenden Folgen. Die Stufen brechen ein, ein Mann stürzt und wird vom Getriebe zerquetscht. Kurz darauf erkennen Amelia und ihr Partner Lincoln Rhyme, dass es sich bei dem Ereignis keineswegs um einen Unfall handelte. Der Täter verwandelt Alltagsgegenstände und intelligente Technologien in Mordwaffen – und er plant offensichtlich weitere Anschläge.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734106798
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:640 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:21.01.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 27.11.2017 bei Random House Audio erschienen.

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Erstaunlich - als 12. Teil der Reihe immer noch frisch
    Erstaunlich - als 12. Teil der Reihe immer noch frisch

    Einen ersten Blick auf die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


    Wie bereits in der Überschrift gesagt ist es bemerkenswert, dass die Reihe um Lincoln Rhyme und Amelia Sachs nach so langer Zeit immer noch keine (oder nur ganz leichte) Ermüdungserscheinungen zeigt.

    Der Autor bleibt bei seinem Konzept Spannung aufzubauen und diese dann an einem Kapitelende abbrechen zu lassen, um einen anderen Handlungsstrang  fortzuführen. Das führt zu einem fast unwiderstehlichen Drang weiter zu lesen! 

    Für jedes Buch lässt sich der Autor ein  neues Hauptthema einfallen - diesmal das "Internet der Dinge" und baut darum herum einen spannenden Fall auf. Diesmal werden zusätzlich auch Nebenhandlungen als Auflockerung eingeführt, was den Leser rätseln lässt, ob nicht doch eine Verbindung zur Haupthandlung besteht. Der fleissige Denver-Leser kennt ja die abwegigsten Volten, die der Autor zu schlagen imstande ist! 

    Die Hauptprotagonisten werden behutsam weiterentwickelt, das gelingt dem Autor jedesmal vortrefflich. Darüber hinaus werden auch gelegentlich neue wichtige Figuren hinzu gefügt: Im aktuellen Band bekommt Lincoln Rhyme eine ebenfalls behinderte Assistentin zur Seite gestellt.

    Insgesamt ein sehr schöner, spannender Thriller - nicht nur (aber ganz besonders) für Fans der Reihe!

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    ginnykatzes avatar
    ginnykatzevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Nicht immer mit Hochspannung versehen, aber dennoch absolut lesenswert.
    "Wenn du in Schwung bist, kriegt dich keiner".

    „Wenn du in Schwung bist, kriegt dich keiner“.

    Amelia Sachs ist einem brutalen Mörder auf der Spur. In dem Kaufhaus in Brooklyn, in dem er in einer Starbucks-Filiale seelenruhig seine Sandwiches verspeist, will sie ihn stellen. Doch durch einen fürchterlichen Unfall, ist sie abgelenkt und der Killer flüchtet. Sie versucht alles, um den Mann, der von einer Rolltreppe verschluckt wurde, zu retten. Aber sie kann nicht verhindern, dass er an seinen furchtbaren Verletzungen durch das Getriebe, in das er gefallen ist, stirbt.

    Lincoln hat seine Beratertätigkeit bei der Polizei an den Nagel gehängt und bildet jetzt Studenten aus. So kommt er, ohne dafür etwas getan zu haben, zu einer Praktikantin, die es sehr wohl an fundiertem Wissen und guten Schlussfolgerungen, mit ihm aufnehmen kann.

    Amelia bittet Lincoln, der Witwe des Opfers, als Berater zur Seite zu stehen. Doch der Unfall entpuppt sich dann sehr schnell als Mordfall und der Mörder spielt ein perfides Spiel. Er verwandelt elektrische Geräte in Mordwerkzeuge und seiner Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

    Der nächste Mord ist schon geplant und so sind die Ermittler rund um die Uhr im Einsatz. Wo schlägt der Werkzeugmörder zu und wer ist sein nächstes Opfer?

    Können Sachs, Rhyme und seine Praktikantin den wahnsinnigen Täter dingfest machen? Wer ist er? Die Ermittlungen sind aufwendig und nicht jede Spur führt zum gewünschten Ergebnis. Als dann der Durchbruch naht, passieren viele Dinge gleichzeitig.

    Fazit:

    Der Autor Jeffery Deaver hat hier den 12. Teil für sein Ermittlerduo Amelia Sachs und Lincoln Rhyme geschrieben. Der Fall ist vielschichtig und schwer zu durchschauen.

    Die Spannung die anfangs recht hoch ist, fällt aber zwischenzeitlich ab, denn der Autor verliert sich in vielen Nebensächlichkeiten, die für den Mordfall völlig irrelevant sind. 100 Seiten weniger hätten der Spannung auf jeden Fall gutgetan. Danach fesselte mich das Buch wieder bis in die Fingerspitzen. So ein Ende hatte ich im Leben nicht erwartet.

    Den Charakteren haucht Jeffery Deaver, wie gewohnt, sehr viel Leben ein. Die Gefühle, die Beweismittel, die Tatorte und vor allem die Personen werden sehr detailliert beschrieben. Das Kopfkino ist sofort eingeschaltet und ich kann spüren, wie der Mörder vorgeht und schaue ihm bei seinen Taten über die Schulter. Meine Lieblingsfigur ist und bleibt Lincoln Rhyme.

    Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut lesbar. In diesem Fall sind mir zu viele Privatdinge aufgearbeitet worden. Ich mag es ja, über die Ermittler auch persönliches zu erfahren, aber hier nahm es dem Thriller ein wenig die Spannung und trat teilweise in Konkurrenz mit den eigentlich doch sehr interessanten und ungewöhnlichen Mordfällen. Manchmal ist weniger mehr.

    Ich vergebe hier vier verdiente Sterne. Es ist nicht der beste Rhyme/Sachs Fall, aber er ist dennoch lesenswert.

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    Haverss avatar
    Haversvor 8 Monaten
    Mr Deaver schwächelt

    Die Thriller aus der Lincoln-Rhyme-Reihe des amerikanischen Autors Jeffery Deaver waren seither geprägt von der Dynamik, die zwischen dem genialen Ermittler Rhyme und der toughen Detective Amelia Sachs, seinem weiblichen Sidekick, herrschte. Dazu dann die akribische Auflistung und Analyse der Ermittlungsergebnisse, die es dem Leser jederzeit ermöglichten, den aktuellen Stand des jeweiligen Falls zu verfolgen und so dem Täter, gemeinsam mit den Protagonisten, Schritt für Schritt auf die Spur zu kommen. Und zusätzlich waren die Interpretationen der „Fundstücke“ dann meist auch noch kurzweilig und bescherten dem Leser so manches Aha-Erlebnis.

    Das habe ich in „Der talentierte Mörder“, dem neuen und mittlerweile zwölften Band der Reihe  vermisst, ebenso das launische, aber dennoch unterhaltsame Geplänkel von Rhyme und Sachs. Die Story an sich entwickelt Deaver mit der gewohnten Routine. Ausgehend von einem tödlichen Unfall – oder doch vielleicht Mord? – durch die Fehlfunktion einer Rolltreppe in einem Einkaufszentrum, kreiert er ein Szenario, in dem sich alltägliche Gegenstände in tödliche Waffen verwandeln. Dieser Idee kann man eine gewisse Originalität nicht absprechen, denn gerade unter dem Aspekt der Digitalisierung sowie der zunehmenden Smart Home-Lösungen scheinen mir diese Auswirkungen durchaus plausibel. Vor allem dann, wenn ein intelligenter Hacker die Finger im Spiel hat…

    Allerdings braucht der Autor diesmal sehr, sehr viel Zeit, bis die Handlung in die Gänge kommt und die Story die Art der Spannung entwickelt, die ich von einem Thriller erwarte. Das waren einfach zu viele Nebenkriegsschauplätze, die einfach nichts zum Fortgang der Handlung beigetragen haben. Zu viele endlose Diskussionen um Nichtigkeiten. Zu ausufernde Beschreibungen der Beweismittel, die immer dann, wenn das Tempo gerade anzog, gebremst haben. Da halfen leider auch die von Deaver gewohnten „Twists and Turns“ nicht.

    Von daher ist „Der talentierte Mörder“ meiner Meinung nach leider einer der schwächsten Bände dieser Reihe. Schade!

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    Hexchen123s avatar
    Hexchen123vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Spannender Thriller mit ein paar Längen - ich habe mich auf ein Wiedersehen mit Lincoln Rhyme und Amelia Sachs gefreut
    Ich liebe dieses Ermittlerpaar

    Ich freue mich ja schon auf jeden neuen Teil mit Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Ihr neuer Fall führt sie nach Manhattan. Dort wurde eine Leiche entdeckt, welcher mit einem Hammer der Schädel zertrümmert wurde. Amelia Sachs ist dem Täter dicht auf der Spur. In einem Einkaufszentrum nimmt sie diesen ins Visier, doch es ereignet sich ein schrecklicher Unfall auf einer Rolltreppe, so dass der Täter entwischen konnte. Doch schon bald ist klar, dass dies kein Unfall war, sondern Mord. Der Killer ist ein Hacker, welcher sich in die Maschinen einloggen kann.
    „Der talentierte Mörder“ ist der 12. Band aus der Reihe mit Lincoln Rhyme und Amelia Sachs. Auch diesmal hat es Jeffery Deaver verstanden, den Leser zu unterhalten und immer wieder aufs Glatteis zu führen. Verschiedene Handlungsstränge halten die Spannung oben und es ist immer wieder erstaunlich, wie sich gegen Ende alles zusammenfügt.
    Wie immer aus auch dieser Teil sehr flüssig geschrieben und wie immer gibt es auch in diesem Teil einige Längen, welche nicht sein müssten. Dennoch wurde es mir nie langweilig. Lincoln Rhyme bekommt diesmal sogar eine neue Assistentin an die Seite gestellt, welche ebenfalls im Rollstuhl sitzt und einen brillanten Verstand vorzuweisen hat. Amelia Sachs trifft auf ihren Exfreund Nick, welcher aus dem Gefängnis entlassen wurde und nun seine Unschuld beweisen möchte. Wir erfahren, wie es als Rhyme und Sachs sowohl beruflich als auch privat geht und erhalten ebenso viel Einblick in das Privatleben des Mörders.
    Fazit

    Der Thriller fängt sehr spannend an, flacht dann kurzzeitig ab bevor er wieder an Tempo aufnimmt. Ich liebe diese Geschichten mit Lincoln Rhyme und Amelia Sachs und wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht. Wer Jeffery Deaver kennt, der weiß, dass der Autor gerne mal Längen einbaut. Nichts desto trotz fesselt diese Geschichte und wenn man sich erst einmal darauf eingelassen hat, dann kann man dieses Buch kaum noch aus der Hand legen.

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    Nirenas avatar
    Nirenavor 10 Monaten
    Lincoln Rhyme - immer ein Fest

    Lincoln Rhyme und Amelia Sachs ermitteln in ihrem 12. Fall.

    Als Fan dieser Reihe war ich bereits ab dem ersten Wort in New York, in der Nähe des Central Park West. Auch wenn ich immer jedem zum Beginn am Anfang einer Reihe rate, kann man "Der talentierte Mörder" auch ohne Vorkenntnis der früheren Bände lesen.

    Ansonsten bietet Jeffery Deaver auch hier genau das, was man als Leser seiner Bücher erwartet: Eine intelligente, interessante Handlung, gewürzt mit diversen Spannungsmomenten und einer Auflösung, die den Leser doch immer noch überraschen kann. Auch bei den privaten Entwicklungen führt der Autor seine Leserschaft gern ein wenig in die Irre, bevor sich letztendlich dann doch alles fügt.

    Entsprechend gut ist der Lesefluss, langweilig wurde mir mit Lincoln und Amelia noch nie. Gerade die Mischung aus gut aufgebautem Plot und Spannungsbogen und den sympathischen und sehr individuellen Charakteren führen dazu, dass man am Ende des Buches direkt mit dem nächsten weiterlesen möchte.

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    Bjjordisons avatar
    Bjjordisonvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Hat mir gut gefallen
    Hat mir gut gefallen...

    Hier haben wir bereits den zwölften Fall von Rhyme und Sachs und da ich schon die anderen Bücher des Autor sehr gerne gemocht hatte, wollte ich natürlich auch das Buch hier lesen.

    Schon den Beginn empfand ich als sehr spannend, denn Amelia ist in einem Einkaufszentrum auf der Jagd nach einem Täter und schon fast hätte sie ihn, als es plötzlich ein Unglück mit der Rolltreppe gibt. Nun eilt sie zu der verunglückten Person und der Täter kann fliehen.

    Aber ich fand die Handlung während der ganzen Geschichte richtig spannend und nervenaufreibend, denn der Autor versteht es wieder, den Plot immer mal wieder in eine andere Richtung zu drehen und so wurde mir nie langweilig. Ich fand hier die Grundidee des Romans sehr interessant und gut umgesetzt. Was ich auch wieder toll finde, war, dass auch die kleinsten Details sehr gut recherchiert wirken und so auch sehr glaubwürdig auf den Leser wirken. Ich empfand den Spannungsbogen als durchgehen gehalten und so hat mir die Geschichte richtig gut gefallen. Einziger Kritikpunkt aus meiner Sicht war, dass es sehr viele technische Details gab, welche ich doch als etwas zuviel empfand und man diese vielleicht hätte etwas kürzen können.

    Die Charaktere fand ich wieder toll beschrieben, natürlich allen voran Amelia und Lincoln. Diese beiden wirkten auf mich wieder richtig authentisch und sympathisch. Natürlich gibt es wieder einige alte Bekannte, aber der Autor hat auch einige neue Personen erwähnt, unter anderem Juliette. Die eine Art Praktikum bei Lincoln macht.

    Die Schreibweise war wieder wunderbar. Der Autor schreibt sehr flüssig und locker, obwohl die Thematik nicht unbedingt leicht ist. Ich hatte auch nicht das Empfinden, dass die Handlung „billig“ wirkt, sondern qualitativ sehr gut umgesetzt.

    Das Cover gefällt mir gut und ich finde, dass es gut zur Handlung passt.

     

    Fazit:

    4 von 5 Sterne. Das Buch kann ich definitiv weiterempfehlen.

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    M
    michael_lehmann-papevor 10 Monaten
    Spannender Thriller mit interessanter Mordmethode

    Spannender Thriller mit interessanter Mordmethode

    Einerseits ist es tatsächlich ein wenig zu bekannt inzwischen, dieses Arbeiten mit „Vergasungsapparaturen“, „White Boards“, den vielen anderen feinteiligen Untersuchungsmethoden samt dem Zusammenkratzen auch noch so hauchfeiner Staubpartikel, um damit dem Täter näher und näher auf die Spur zu kommen.

    Was allerdings nun auch ein stückweit festgelegt ist als allgemeiner roter Faden der Deaver-Thriller durch die umfassende Behinderung von Lincoln Rhyme. Der zwar auch in diesem Werk das Haus einmal verlassen wird, aber eben, auf den Rollstuhl angewiesen, seine überragende Rolle in den Thrillern vor allem eben durch die wissenschaftliche Forensik erhält.

    Das dabei aber zudem noch zwei Seiten einer „Blindschachpartie“ im Buch dargestellt werden müssen, ist nun wirklich ein überflüssiges Anhängsel und trägt werden für die Tiefe der Personen noch den Fall selbst irgendetwas aus.

    Gut also, dass zur Auflockerung das „menschliche Karussell“ in den Nebenhandlungen gut in Schwung kommt.

    Sei es der ehemalige Lover von Amelie Sachs (bei der einen Hauch zu oft immer noch betont wird, dass sie als ehemaliges Modell eine überzeugende Schönheit ist), der vordergründig als Justizopfer firmiert und durchaus, im Ansatz zumindest, gewisse Gefühle bei der patenten Ermittlerin wachruft. Die zwar mit Rhyme liiert ist, aber durch dessen Entscheidung, sich aus der Beratertätigkeit der Polizei zurückzuziehen findet tatsächlich so etwas wie ein Bruch zwischen beiden statt. Unausgesprochen natürlich.

    Was vielleicht auch mit der jungen Studentin und aktuellen Praktikantin Rhymes zu tun hat, die einen ebenbürtigen „Kollegen“ für diesen ergibt und auch menschlich den nicht selten bärbeißigen Forensiker zu nehmen weiß.

    Bis hin zu Amelies Mutter, die im sich langsam steigernden Finale des Thrillers eine „elektrifizierende Rolle“ einnehmen wird oder dem Betreuer des bekannten Forensikers, der in Rhymes Augen zu sehr auf ihn achtet.

    Denn der überaus intelligente und bestens vorbereitete Täter, der das „Internet der Dinge“ für noch ganz andere „Hobbys“ nutzt, hat zwar zum eine seine „Mission“, die er Schritt für Schritt perfide umsetzt, sieht es auf der anderen Seite allerdings auch gar nicht ein, sich von Ermittlern dabei stören zu lassen. Und was liegt näher, die bewährte Methode seines „Hobbys“ auch diesen entgegen zu halten.

    Interessant und gut gelungen ist es dabei, wie der Täter vorgeht und wie Deaver die umfassende Digitalisierung der Welt und des Menschen selbst bis in die intimen Bereiche des Privatlebens hinein in ihren innewohnenden Gefahren zum Thema macht, ohne dabei einen moralischen Zeigefinger zu erheben.

    Das, gepaart mit den überzeugenden Figuren (samt „Spielzimmer“ des Täters) und den unterschwellig sich entfaltenden inneren Beziehungen all derer zueinander ergibt, in Verbindung mit den immer stärker werdenden Gefahrenmomenten für das Ermittlerteam eine insgesamt runde Mischung, die unterhält und den Leser durchgehend fesselt.

    Auch wenn, angesichts der kleinteiligen forensischen Spurensuchen, der ein oder andere Durchbruch eher wenig realistisch in einer Millionenmetropole, auch „offener Straße“ eher zufällig des Weges daherkommt.

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    Krimines avatar
    Kriminevor 10 Monaten
    Ein abwechslungsreicher, sehr komplexer und mit vielen Details angereicherter Lincoln-Rhyme-Thriller

    Als Amelia Sachs in einem New Yorker Einkaufszentrum einen Mörder verfolgt, ist sie sich sicher, dass er schon bald hinter Schloss und Riegel sitzt. Doch anstatt ihn in der Starbucks-Filiale zu stellen, wird sie durch die gellenden Schreie eines Mannes abgelenkt, der in den Antriebsschacht einer Rolltreppe gefallen ist. Ohne zu zögern, hilft sie ihm, während der flüchtende Mörder entkommen kann. Lange dauert es nicht, bis Amelia Sachs gemeinsam mit ihrem Partner Lincoln Rhyme erkennt, dass der vermeintliche Unfall ein Mordanschlag war und dessen Verursacher sich mit todbringender Sicherheit in die Steuerungssysteme von Anlagen und Maschinen hackt. 

    "Der talentierte Mörder" ist ein spannender und sehr komplexer Thriller, der nicht nur die Ermittler mit ungeahnten Wendungen in Atem hält, sondern auch seine Leser. Denn während Amelia Sachs gemeinsam mit Lincoln Rhyme und seiner neuen Praktikantin den Spuren eines intelligenten Mörders folgt, hat er ebenfalls ordentlich zu tun, um dessen Rachepläne zu durchschauen. Dabei wird er regelmäßig mit neuen Informationen gefüttert, ist dabei, wenn Tatorte besichtigt werden oder es während der zwangsläufig entstehenden Verfolgungsjagden ordentlich zur Sache geht. Doch nicht nur das. Seine Aufmerksamkeit ist genauso gefragt, wenn Sachverhalte bis ins kleinste Detail erörtert werden oder Diskussionen einfach kein Ende nehmen. Hier hätte Jeffery Deaver besser daran getan, einige Dinge abzukürzen, um die Geduld aller Beteiligter nicht so arg zu strapazieren.

    Gewohnt flüssig geschrieben und gut recherchiert weiß auch dieser Fall mit einem gut durchdachten Plot und interessanten Einblicken in das Privatleben seiner Figuren zu überzeugen. Da ist zum einem Detective Amelia Sachs, die sich diesmal den Avancen ihres Exfreundes Nick stellen muss, der aus dem Gefängnis entlassen wurde. Zum anderen lernt der Leser mit Juliette Archer eine hochintelligente junge Frau kennen, die ebenfalls im Rollstuhl sitzt und Licolm mit ihren Schlussfolgerungen zu überraschen versteht. Und dann sind da noch Ron Pularski als Partner von Amelia Sachs, der im Alleingang Ermittlungen in der Drogenszene anstellt, der Mörder selbst, dessen Gedanken und Handlungsansätze verfolgt werden können und nicht zu vergessen Lincoln Rhyme, welcher plötzlich nicht mehr beim NYPD tätig ist, sondern freiberuflich als Dozent sein Dasein fristet. Allerdings hindert ihn seine neue Tätigkeit nicht daran, bei Amelias Ermittlungen ordentlich mitzumischen.

    Fazit:
    "Der talentierte Mörder" ist ein Thriller, der erst in Fahrt kommen muss, dann aber mit einem rasanten und abwechslungsreichen Fall zu fesseln versteht. Allerdings sollte sich der Leser im Klaren darüber sein, dass sich die Detailverliebtheit von Jeffery Deaver in seinen Büchern niederschlägt.

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    Tamarus avatar
    Tamaruvor 9 Monaten
    OliviaTs avatar
    OliviaTvor 9 Monaten

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