Nachtschrei

von Jeffery Deaver 
3,8 Sterne bei115 Bewertungen
Nachtschrei
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Positiv (78):
Thommy28s avatar

Spannende Jagd durch finstere Wälder; überraschend und unterhaltsam

Kritisch (10):
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Einer seiner schwächsten!

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Inhaltsangabe zu "Nachtschrei"

Zwei Frauen gejagt von einem eiskalten Mörderduo
In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442374717
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:508 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:18.10.2010
Das aktuelle Hörbuch ist am 25.10.2010 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Spannende Jagd durch finstere Wälder; überraschend und unterhaltsam
    Spannende Jagd durch finstere Wälder; überraschend und unterhaltsam

    Einen knappen Einblick in die Handlung gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:

    Der Autor ist ja bekannt dafür spannende und wendungsreiche Thriller zu verfassen. Die ist ihm hier auch wieder gelungen.

    Das Buch kann mit Tempo und Spannung aufwarten. Zum Leseerlebnis trägt die gewohnt klare Sprache bei. Die Protagonisten sind gut und klar herausgearbeitet. Den ganz besonderen Reiz des Buches machen die abwechslungsreichen Verknüpfungen der verschiedenen Handlungsstränge und die immer wieder vollkommen überraschenden Wendungen aus. Da ist plötzlich nichts mehr so, wie es schien sondern ganz anders....!

    Ein gutes Buch das gut unterhalten kann und dem Qualitätsanspruch an diesen Autor gerecht wird.

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    Bluesky_13s avatar
    Bluesky_13vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das ist ein Thriller der an Spannung immer mehr zunimmt und wenn man denkt mehr geht nicht, dann legt der Autor nochmal los
    Was war los in diesem Ferienhaus?

    INHALT:

    Emma und Steven Feldmann waren in ihrem Ferienhaus am Lake Mondac, wo sie ihren Arbeitsalltag vergaßen und es sich einfach nur gemütlich machen wollten.

    Es gab hier 3 Ferienhäuser und die waren cirka 14 Kilometer vom nächsten Geschäft entfernt. Sie waren hier wirklich sich selbst überlassen, zumal die andern beiden Ferienhäuser im Moment leer standen.

    Sie hörten draußen Schritte und als ein maskierter Mann eindrang, versuchte Steven noch einen Notruf abzusetzen.


    Bei der Polizei ging auch ein Notruf ein, doch alles was die hören konnten war „Dies……..“ Nun gingen die Recherchen los und sie fanden tatsächlich heraus, wo der Anruf herkam und wer es war. Sofort schickte der Sheriff einen Polizisten der in der Nähe war dorthin.


    Brynn war auch Polizistin und sie hatte an dem Abend frei. Sie freute sich auf einen schönen Abend mit ihrer Familie. Ihr Mann kochte Pasta und sie wollte eben man schnell duschen gehen und dann gemütlich essen.

    Doch dann kam ein Anruf von ihrem Chef Tom dazwischen.

    Er erzählte ihr von dem Notruf und das er gerne wollte, dass jemand am Lake Mondac nachschaute.

    Brynn fragte, ob das nicht Eric machen könnte. Doch Tom wollte, dass sie es machte. Das war es dann wohl mit dem gemütlichen Abendessen. Brynn hatte auf der Fahrt dorthin ein komisches Gefühl.


    Inzwischen waren die beiden Männer Hart und Lewis in das Ferienhaus eingedrungen und Hart wurde angeschossen. Sie hatten das Ehepaar erschossen und haben nicht mit einer 3ten Person gerechnet.

    Brynn wurde von Tom benachrichtigt, dass der Notruf ein Irrtum war, doch Brynn war schon am Haus und wollte auch nachsehen. Sie hatte ihr Handy im Auto und das war ein großer Fehler, wie sich bald herausstellte.

    Brynn fand in der Küche die beiden Leichen und die beiden Täter finden und entdecken auch Brynn. Sie kann aus dem Haus fliehen, doch damit fängt alles erst richtig an.


    MEINE MEINUNG:

    Dieses Buch fängt für einen Thriller doch sehr familiär an. Doch wer Thriller liest, der weiß, da kommt noch mehr.

    Und so ist es auch, das Buch nimmt rasant an Spannung zu.


    Da ist eine Freundin des Ehepaares, die plötzlich auftaucht und dann auch wieder weg ist. Tja und dann kommt die Polizistin, die das Ferienhaus überprüft.

    Hart und Lewis stellen sich hier stellenweise als sehr laienhaft dar. Doch ihre zusätzliche Rachsucht und auch die Brutalität sind eine sehr gefährliche Mischung.

    Beide haben scheinbar Spaß daran, andere Menschen zu quälen und leiden zu sehen.

    Die beiden Frauen kennen sich nicht und sie treffen in einem Graben aufeinander, sehr verängstigt.

    Jede hat die Gewissheit im Hinterkopf, dass die zwei Männer sie umbringen werden. Die beiden Frauen, Michelle und Brynn waren völlig auf sich allein gestellt. Sie mussten Hilfe holen, dass wussten beide, aber wie?


    Das ist so spannend geschrieben, dass man das knacken der Äste, das der Autor hier beschreibt, förmlich hören kann.

    Die Frauen sind so unterschiedlich, doch sie müssen sich arrangieren. Brynn ist die starke und ehrgeizige, die nur ihrer beider Leben retten will. Michelle hingegen ist ein Großstadtpflänzchen, die lebt wie ein Prinzesschen.

    Sie möchte auch überleben, aber am liebsten nichts dafür tun.

    Doch dieses Abenteuer verändert die Menschen. In dieses lebensbedrohliche Abenteuer mischen sich noch mehr Kriminelle, die mit Brynn und Michelle, Lewis und Hart nichts zu tun haben. Und genau das macht das Buch so spannend. Keiner weiß so genau was wann genau passiert.

    Und um die Spannung zu erhöhen, hat sich der Autor da etwas ganz tolles einfallen lassen. Die Kriminellen werden immer mehr, die Spannung steigt.

    Können Brynn und Michelle das überleben?


    Dieses Buch ist ein absolutes muss für alle Thriller Fans.

    Wow, war ich begeistert. Ab Seite 390 dachte ich, was kommt den jetzt noch auf gut 120 Seiten. Was soll jetzt noch passieren? Aber ich kann euch sagen, da geht es noch mal richtig zur Sache.

    Also holt euch das Buch und lest es, es ist echt geil.



    Eure Bluesky_13

    Rosi       

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    fraeulein_lovingbookss avatar
    fraeulein_lovingbooksvor einem Jahr
    Nachtschrei

    Inhalt

    In einer Polizeistation in Wisconsin geht ein unverständlicher Notruf aus einem einsam gelegenen Ferienhaus ein. Obwohl Brynn McKenzie dienstfrei hat, geht sie der Angelegenheit nach und gelangt als Erste an den Schauplatz eines grausamen Doppelmordes. Beinahe zu spät bemerkt die Polizistin, dass sich außer einer verängstigten Zeugin auch die Täter noch auf dem Grundstück befinden. Und damit beginnt für die beiden ungleichen Frauen eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht – ein Albtraum, den sie nur gemeinsam überleben können …
    (Quelle: Klappentext)

     

    Meine Meinung

    Brynn hat keine schöne Vergangenheit – Keith, ihr erster Ehemann, hat sie verprügelt und in Notwehr löste sich ein Schuss. Er ging in Therapie und danach haben sie es wieder zusammen versucht. Sind gescheitert und sehen sich nur noch, wenn der Sohn Vaterzeit hat. (Nach einer Szene habe ich mir gewünscht, das sie wieder ein Paar werden – schade, das es nicht geklappt hat.) Graham ist der neue Mann an ihrer Seite, aber er wird sie wohl verlassen. Zumindest glaubt das Brynn. Als sie in den Einsatz geschickt wird, freut sie sich und geht voller Elan an die Sache ran – doch als sie antrifft, verändert sich das Gefühl und ihr wird klar, das sie zur Gejagten geworden ist.
    Brynn ist eine taffe Frau, die nicht aufgibt, egal wie aussichtslos es ist. Immer wieder stellt sie auf der Flucht Fallen oder versucht die Täter zu verwirren – mit mäßigen Erfolg. Hart ist ihr ein ebenbürtiger Gegner, der sich nicht verarschen lässt.

    Hart macht sich öfters – indirekt – über seinen Kollegen lustig, der nicht die hellste Kerze auf der Torte ist. Immer wieder muss er ihn auf den richtigen Weg bringen und erklären, warum sie es so machen und nicht anders. Hart ist ein helles Köpfchen und war damit immer einen Schritt vor Brynn, die ihn einfach nicht austricksen konnte. Seine Absichten lässt er nie verlauten und wiegt sich in Sicherheit – bis ihn schließlich jemand erwischt…Hart war mit Abstand der interessanteste Charakter in diesem Buch und ich hatte mir wirklich erhofft, das er nach der Verfolgungsjagd nochmal mit Brynn in Berührung kommt. Der Showdown wäre spannend geworden.

    Graham ist der Mann von Brynn, aber hat kein Mitspracherecht bei der Erziehung des Stiefsohnes. Auch Brynn scheint ihn nicht wirklich an ihrer Seite zu haben wollen, aber trotzdem macht er sich große Sorgen, als sie vom Einsatz nicht zurückkommt und macht sich auf den Weg, um sie zu finden.
    Bei ihm war ich mir nie sicher, ob er wirklich zu den Guten gehört, oder ob er mit Hart und den anderen unter der Decke steckt.

    Der Schreibstil ist schlicht und einfach gehalten, sodass man die Geschichte ohne Verständnisschwierigkeiten lesen kann.
    Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Brynn und Hart, was einen guten Einblick in die jeweilige Gefühls- und Gedankenwelt gibt. Gegen Ende kommt eine weitere Person zu Wort, in der sich alle getäuscht haben.

    Ich habe „Nachtschrei“ verschlungen und ich bin begeistert von dem Autor – es war mein erstes Buch von ihm und ich habe es mir damals ohne Vorwissen oder Recherche gekauft. Zum Glück. Ich werde mit Sicherheit mehr Bücher von ihm lesen!
    Spannung ist von der ersten bis zur letzten Seite gegeben und es gibt immer wieder Wendungen und Überraschungen, mit denen ich nicht gerechnet habe.
    Durch die vielen detailreichen Beschreibungen hatte ich das Gefühl mit auf der Flucht zu sein und überlegte ebenfalls, welchen Schritt Hart als nächstes ausdenken wird, oder welchen Weg er gehen würde oder wo er sich verstecken würde.
    Was mich aber gestört hat, war der Mittelteil, der wegen der Flucht viel Platz eingenommen hat und weswegen das Ende, möglicherweise, so kurz und knapp ausgefallen ist. Das fand ich enttäuschend und zu schnell gelöst. Ansonsten aber eine klasse Geschichte.
    Dieses Buch muss man gelesen haben!

    Von mir gibt´s eine Lese- und Kaufempfehlung.

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    JuliaOs avatar
    JuliaOvor 4 Jahren
    Spannung pur

    3 Sterne sind eigentlich fast wenig für dieses Buch. Es strotzt nur so vor Spannung! Der Leser fühlt sich fast wie in einem Hollywood Action Film.
    Doch genau das ist auch der Grund für die abgezogenen Sterne. Denn was ich bei einem Hollywood Film durchaus in Kauf nehmen mag, funktioniert in einem Buch für mich einfach nicht.
    Jedesmal passiert etwas in letzter Sekunde - die Killer vermasseln es, die Frauen haben einfach nochmal mehr Glück als Verstand, usw.
    Klar, so kann es im echten Leben gehen! Aber nicht so oft hintereinander... Das kam für mich äußerst unglaubwürdig rüber.

    Alles in allem hat die Geschichte mir aber ein schönes Lesewochenede beschert und mich gut unterhalten! Deswegen eben trotz öfterem Kopfschütteln beim Lesen 3 Sterne.
    Und für die Leser die nur rasante Action suchen definitiv uneingeschränkt empfehlenswert!

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    lievke14s avatar
    lievke14vor 5 Jahren
    Überraschend....

    Als "Hochgeschwindigkeitsthriller" wurde dieses Buch in irgendeiner Rezension beschrieben. Nun ja...spannend war es allemal...allerdings fehlte mir irgendein letzter Funke an Thrill. Herausgerissen hat es aber das Ende. Wenn man regelmäßig Thriller liest, hat man ja schon hin und wieder einen Blick bzw. eine Ahnung auf die mögliche Richtung, in die ein Roman steuert...aber hier hat mich die Auflösung absolut überrascht. Aus diesem Grund sind es doch 4 statt der ursprünglich geplanten 3 Sterne in meiner Bewertung geworden. Empfehlenswert!

    Kommentare: 1
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    Lesemaus85s avatar
    Lesemaus85vor 6 Jahren
    Rezension zu "Nachtschrei" von Jeffery Deaver

    Brynn wird zu einem einsamen im tiefen Wald gelegenen Haus gerufen. Sie findet zwei Leichen und zwei mutmaßliche Täter sowie eine verängstigte Zeugin. Die einzige Chance ist es, in den Wald zu fliehen. Doch die Täter geben nicht auf und die Jagd beginnt...
    *****************************************************
    Was nach einer spannenden Story klingt, entpuppt sich leider als nicht ganz so spannend.
    Zwar ist die Jagd durch die Nacht und durch den Wald ist ideenreich und bietet viele Wendungen.
    Die kurzen Kapitel und etwa drei bis vier verschiedene Handlungstränge bietet Abwechslung.
    Doch irgendwie konnte die Handlung mich nicht richtig fesseln. Ich war meistens nicht richtig bei der Sache, weil die Situation im Wald doch etwas überstrapaziert wurde.
    Alles zieht sich hin und es gibt, meiner Meinung nach, keine wirkliche Spannungskurve. Die Jagd, die Drogendealer und die ständigen spektakulären Fluchten hätten besser in Szene gesetzt werden können.
    Naja. Es war kein schlechter Thriller, aber ich habe schon spannendere gelesen.

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    Aldonas avatar
    Aldonavor 6 Jahren
    Rezension zu "Nachtschrei" von Jeffery Deaver

    ich bin begeistert, so liebe ich die bücher, es scheint fast so etwas ein stil like richard laymon zu sein, ich liebe es !!! spannend, rasant, fesselnd und unerwartete handlungen, genau mein ding !!
    leider hat nur am ende die action etwas versagt aber trotz allem ein super spannendes buch :-)

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    Bellexrs avatar
    Bellexrvor 6 Jahren
    Kurzmeinung: Fazit: Eine vielschichtige, stellenweise jedoch konstruiert wirkende Story, die nach einem rasanten, fesselnden Start in Sachen Spannung bal...
    Rezension zu "Nachtschrei" von Jeffery Deaver

    Der Trickster
    .
    „Dies …“, mehr nicht. Nur dieses eine Wort. Doch für den Sheriff einer kleinen Polizeistation in Wisconsin ist dieser Notruf Grund genug, seine Kollegin Brynn McKenzie zu der ermittelnden Adresse zu schicken. Es handelt sich um ein Ferienhaus, weitab von jeder Zivilisation, mitten in einem Naturschutzgebiet am Lake Mondac. Als Brynn bei dem Ferienhaus ankommt, entdeckt sie die Leichen eines jungen Ehepaars, doch auch die Täter sind noch auf dem Gelände und zusammen mit einer verängstigten Zeugin, die den Mördern entkommen konnte, flieht Brynn direkt in das Naturschutzgebiet. Doch die Täter bemerken ihre Flucht und eine atemlose Hetzjagd durch die Nacht in den Wäldern Wisconsins beginnt.
    .
    Schnell steigt Jeffery Deaver in die eigentliche Story ein und so findet man sich schon bald mitten in einer anfangs wirklich atemberaubenden Hetzjagd durch die Nacht wieder. Zwischendurch wechselt der Autor regelmäßig die Handlungsstränge und so lernt man unter anderem auch das Umfeld von Brynn und ihre Familie kennen. Diese Wechsel sind gut gelegt und schüren zu Beginn die Spannung schon sehr.
    .
    Allerdings lässt diese im Verlauf des Thrillers immer mehr nach. Jeffery Deaver überzeugt natürlich wieder problemlos mit seinem flüssigen, einnehmenden Schreibstil und einem ist auch schnell klar, dass es sich bei dem Mord an dem jungen Ehepaar nicht um einen einfachen Einbruch handelt, sondern dass hier ein viel komplexerer Grund dahinter steckt und die Morde geplant waren. Dies sorgt früh dafür, dass die Neugier geweckt wird und diese ist dann bald auch der einzige Grund, warum ich den Thriller nicht zur Seite gelegt habe.
    .
    Die Stimmung des Thrillers ist durchweg ziemlich beklemmend und mühelos kann man sich auch die verzweifelte Situation von Brynn und Michelle vorstellen, die sich nachts – nur der Mondschein sorgt für ein wenig Helligkeit – quer durch die Wildnis am Lake Mondac kämpfen. Immer auf der Flucht und in Todesangst vor dem Mörderduo und in der Hoffnung, an ihrem Ziel – einer Ranger-Station – ein funktionierendes Telefon vorzufinden.
    .
    Trotz der vielschichtigen Story, die hinter den Morden steckt, sorgt diese jedoch nicht dafür, dass sich genug Spannungspotential aufbaut. Irgendwann hat man das Gefühl, dass die Erlebnisse von Brynn und Michelle sich im Naturschutzgebiet wiederholen und auch die ständigen Erwähnungen, welche Fortbildungskurse Brynn nun schon alle besucht hat, stören mit der Zeit. Irgendwann habe ich mich gefragt, wann die Polizistin bei all den vielen Kursen überhaupt noch Zeit für Beruf und Familie gefunden hat. Zudem wirkt die Geschichte stellenweise schon ein wenig konstruiert, denn eigentlich ist das Waldgebiet ja riesig und trotzdem sind die Täter den beiden Frauen immer sehr dicht auf der Spur. Auch wenn Jeffery Deaver dies mit einem GPS-Gerät begründet, waren mir manche Szenen doch nicht recht einleuchtend.
    .
    Die Charaktere sind natürlich wieder hervorragend herausgearbeitet und nehmen schnell Konturen an. Und sie überraschen auch in ihrem Verhalten und dies wirklich nicht zu knapp. So revidiert man bei einigen der Mitwirkenden im Verlauf der Story seine Meinung. Im Fokus stehen Brynn und Michelle. Brynn ist eine ziemlich toughe Polizistin, die mit beiden Beinen fest auf dem Boden steht, ständig die Kontrolle haben muss, verheiratet und Mutter eines 12-jährigen Sohnes ist. Michelle ist das genaue Gegenteil: eine verwöhnte Schicki-Micki-Lady, die mit High Heels in die Wildnis flüchten will, sich vor allem fürchtet und sich anfangs nur wie eine zickige Diva aufführt. Doch während manche Menschen an Extremsituationen verzweifeln, wächst Michelle scheinbar an ihnen.
    .
    Fazit: Eine vielschichtige, stellenweise jedoch konstruiert wirkende Story, die nach einem rasanten, fesselnden Start in Sachen Spannung bald ziemlich nachlässt.

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    FranzIskas avatar
    FranzIskavor 7 Jahren
    Rezension zu "Nachtschrei" von Jeffery Deaver

    Eine spannende Story, sympathische Charaktere und unerwartete Wendungen.
    An einem einsamen Seegrundstück wird ein Ehepaar brutal ermordet. Sowohl die Freundin des Paares als auch die Täter befinden sich noch am Tatort als Deputy Brynn McKenzie außerplanmäßig dort erscheint. Es folgt eine gefährliche Verfolgungsjagd durch die verlassene und unwegsame Gegend. Doch was als klarer Fall erscheint, zeigt sich nach und nach in einem völlig anderen Licht. Wer ist wer in diesem Katz- und Maus-Spiel?

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    Ailiss avatar
    Ailisvor 7 Jahren
    Rezension zu "Nachtschrei" von Jeffery Deaver

    Fragt man echte Fans dieses Genres nach einem wirklich guten Thriller-Autoren, bekommt man mit hoher Wahrscheinlichkeit folgende Antwort: Jeffery Deaver! Vor einigen Jahren hatte ich bereits einen ersten Annäherungsversuch an dessen Bücher gewagt, als ich "Nachtgebet" las. Da mich dieser Thriller jedoch alles andere als begeistert hatte, geriet Deaver wieder in Vergessenheit. Doch in den letzten Wochen las ich wieder ein paar Lobeshymnen und erinnerte mich an "Nachtschrei", den ich vor einigen Monaten gewonnen hatte und der noch immer ungelesen im Regal stand. Doch leider muss ich auch dieses Mal sagen, dass sein Thriller mich nicht wirklich mitreißen konnte.

    Heldin dieses Romans ist Deputy Brynn McKenzie, die von ihrem Chef aus dem Feierabend gerufen wird, weil ein zu früh abgebrochener Notruf in der Zentrale eingegangen war, dem sie noch schnell nachgehen soll. Reine Routine, kein Problem - wenn da nicht die zwei Leichen wären, die sie in dem einsamen Haus am See vorfindet. Zu spät merkt sie, dass die Täter noch im Haus sind und wird bei einem Schusswechsel verletzt. Ihr gelingt jedoch die Flucht und vor einem der in der Nebensaison leerstehenden Nachbarhäuser trifft sie auf eine junge Frau, die eine Freundin der beiden Toten und ebenfalls auf der Flucht vor den beiden kaltblütigen Mördern ist. Gemeinsam fliehen sie in den Wald, was in der Nacht alles andere als ein einfacher Fluchtweg ist. Da sie keine Gelegenheit hatte, ihre Kollegen von dem Mord zu unterrichten, im Gegenteil, diese sogar davon ausgehen, dass Brynn sich bereits auf dem Rückweg befindet, ist auch nicht so schnell mit Hilfe zu rechnen. Und so beginnt ein Wettlauf gegen den sicheren Tod, den Brynn unbedingt zu gewinnen gedenkt...

    Die ersten 200 Seiten waren eine Qual. Die Geschichte beginnt zäh und langatmig, der Handlungsaufbau wirkt ungeschickt und mitunter stark an den Haaren herbeigezogen. Die Sprache kommt holprig und ungeübt daher, als hätte man das Werk eines Anfängers in der Hand. Außerdem habe ich mich daran gestört, dass diese beiden Frauen sich des Nachts durch Wald und Kugelhagel kämpfen und sich dabei immer noch siezen - die Begründung des Übersetzers würde mich in diesem Fall mal sehr interessieren.
    An die Sprache hatte ich mich mit der Zeit dann gewöhnt, doch Deavers Hang zu Schmalspurpsychologie war recht enervierend. Da wird mit Leichtigkeit eine Charakteranalyse aus dem Hut gezaubert, die eindeutig den Stempel eines stümperhaften Hobbypsychologen trägt. Ein Beispiel: Brynn entwickelt eine Strategie, doch einer der Täter durchschaut sie. Das geschieht mehrere Male und auch ihr Versuch, umgekehrte Psychologie anzuwenden, fliegt auf und die Täter enttarnen sie und wenden nun ihrerseits umgekehrte umgekehrte Psychologie an. Diese ganzen Spielchen ziehen sich durch das gesamte Buch und sind letztlich so ermüdend, weil man doch eh schon weiß, wie es ausgehen wird. Und während man gähnend diese Flucht verfolgt, gibt es auch nichts zu rätseln: die Motive sind klar, der Drahtzieher benannt, man liest die Frauen einfach nur 400 Seiten lang durch ihr Martyrium. Erst auf den letzten 100 Seiten gibt es eine interessante Wende, die den Leser noch mal rätselnd in das Geschehen einbezieht. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass bis zu diesem Punkt eine Mehrheit der Leser gelangweilt aufgegeben hat, ist relativ groß.
    Nun wird Deaver nur noch eine Chance von mir bekommen - seine Lyncoln-Rhyme-Reihe soll sehr gut sein, wohingegen "Nachtschrei" selbst von manch treuem Fan abgekanzelt wurde. Und wenn auch der erste Titel dieser Reihe mich nicht überzeugt, werde ich Deaver den Rücken kehren und nicht mehr zurückblicken.

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