Cometh the Hour

von Jeffrey Archer 
4,3 Sterne bei4 Bewertungen
Cometh the Hour
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J

Spannend, aber politische Verwicklungen wirken konstruiert und Nebencharaktere bleiben eindimensional

Moni2506s avatar

Eine würdiger und spannender vorletzter Teil der Clifton Chronicles.

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Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781250061621
Sprache:Englisch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:416 Seiten
Verlag:St. Martin's Press
Erscheinungsdatum:16.02.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    J
    Julia_Kathrin_Matosvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, aber politische Verwicklungen wirken konstruiert und Nebencharaktere bleiben eindimensional
    Spannend, aber politische Verwicklungen konstruiert und Nebencharaktere eindimensional

    Band 1 und 2 fand ich exzellent, Band 3 bis 5 nicht mehr ganz so stark. Dieser Band 6 stellt aus meiner Sicht wieder eine Steigerung dar.

    Schwächen (Geschmackssache und da Jeffrey Archer Bestsellerautor ist, hier "Meckern auf hohem Niveau"):
    1. Dass englische, deutsche und russische Politik der damaligen Zeit in einem bestimmten Umfang platziert werden soll, um die Einordnung in das Genre "Historische Romanreihe" rechtfertigen zu können, ist gut und richtig. Das geschilderte politische Geschehen hat für meinen Geschmack aber falsche Akzente gesetzt. Wie auch schon in Band 3 bis 5 wirken viele Handlungen konstruiert und wenig glaubwürdig, die Darstellungen zu Geheimdiensten und Politik sind zurechtgerückt. Hierbei räume ich ein, dass es nicht leicht ist, das politische mit dem familiären Geschehen ständig in Beziehung zu setzen. Die Ausführungen zur BRD und DDR fand ich natürlich besonders reizvoll. Jedoch fallen für meinen Geschmack eher uninteressante politische Schilderungen zu ausschweifend aus, z. B. beim Wahlkampf von Giles, den man aus vorangegangen Bänden bereits ausführlich und in ähnlicher Form miterlebt hat. Das hätte kürzer gefasst werden können, zumal man den Ausgang der Premierministerwahl kennt. Der Verzicht auf eine unmittelbare Verstrickung der Hauptfiguren und stattdessen zusätzliche Einblicke in andere politische Systeme und andere Gesellschaftsschichten durch eine Nebenfigur hätte hier eher den gewünschten Effekt erzielen können.
    2. Ich hätte mir gewünscht, über Sebastians Liebes- und Gefühlsleben mehr zu erfahren. Da geschieht etwas Hochdramatisches und anstatt den Gefühlen textlich Raum zu geben, was auch zu einer höheren Sympathie der Leserschaft für den vergleichsweise kühl agierenden Banker hätte beitragen können, setzt Jeffrey Archer erst Monate und Jahre später wieder ein und widmet dem Trauma nur aus Sicht der Eltern geäußerte Nebensätze. Abgesehen davon, dass dieses Storyelement durchaus spannend und emotional war, leistet dieser anscheinend letztendlich wenig Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung und wirkt sich nicht spürbar auf Sebastians nachstehende Handlungen aus.
    3. Harry und Emma sind beruflich und finanziell megaerfolreich, moralisch unfehlbar und setzen sich unermüdlich für Schwächere ein. Die bereits bekannten Bösewichte spinnen immer wieder ähnliche Intrigen - denen Freunde und Geschäftspartner von Harry/Emma/Seb in gewohnter Manier entgegentreten - und fallen damit früher oder später auf die Nase. Ich mag die eindeutige Einteilung in Schwarz und Weiß nicht. Ein paar mehr Ecken und Kanten sowie Wendungen im Sinne von "Gutmensch Harry/Emma macht etwas Fragwürdiges/Egoistisches ..." und "Bösewicht reflektiert sein Verhalten und entwickelt sich zum Besseren ..." hätten aus meiner Sicht gut getan. Es wäre zudem glaubwürdiger gewesen, wenn einer der Bösen irgendwann mal ermüdet festgestellt hätte, dass sich nicht das ganze Leben um wenig substantiierte Rachegefühle drehen muss. Zumindest eine Person sorgt im persönlichen und beruflichen Umfeld eines der Hauptprotagonisten für eine interessante Überraschung/Wendung, doch auch hier hätte der emotionalen Ebene mehr Raum gegeben werden können, um der Figur mehr Tiefe zu verleihen.
    4. Schon wieder gibt es fiese Cliffhanger, die erneut im nächsten Band schnell abgehandelt werden. Das lässt sich bei Mehrteilern nicht vermeiden, wird aber von Jeffrey Archer in dieser Saga auf die Spitze getrieben. Wer 6 Bände gelesen hat, wird ohnehin den letzten Band auch noch lesen, daher völlig unnötig.

    Stärken:
    1. Ich habe etwas über Lebensumstände und Politik der 70er-Jahre (lange vor meiner Geburt) dazugelernt.
    2. Es werden ständig rund um Harry, Emma, Giles, Sebastian, Virginia und weitere Charaktere neue Spannungsbögen aufgebaut, die mich in ihren Bann gezogen haben, sodass ich das Buch nur ungern unterbrochen habe. Geschickt: Gestaltet sich die eine Handlungslinie nicht so fesselnd, geht es mit einem anderen Protagonisten im nächsten Abschnitt spannungsgeladen weiter (welche das sind, wird sich je nach persönlichen Neigungen unterscheiden), sodass die weniger interessanten Lebensabschnitte des einen Charakters durch einen anderen Charakter problemlos aufgefangen werden.

    Trotz einiger Schwächen habe ich mich insgesamt gut unterhalten gefühlt, daher 4 Sterne.

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    Moni2506s avatar
    Moni2506vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine würdiger und spannender vorletzter Teil der Clifton Chronicles.
    Eine würdige Fortzsetzung der Clifton Chronicles

    „Cometh the Hour“ ist der mittlerweile 6. Teil der Clifton Chronicles. Erschienen ist dieser Roman im St. Martin’s Press Verlag im Februar 2016. Heyne wird die deutsche Version mit dem Titel „Möge die Stunde kommen“ im September 2017 veröffentlichen.

    Gerichtssaal, 1970, Virginia Fenwick vs. Emma Clifton: Die Entscheidung im Prozess zwischen Emma und Virginia steht an und nur der Brief eines Selbstmörders kann das Blatt noch wenden.
    Giles steht vor einer kniffligen Entscheidung. Wird er die Frau, die er liebt, aus der DDR retten oder entscheidet er sich für seine politische Karriere?
    Lady Virginia hat finanzielle Probleme bis ein gewisser Cyrus T. Grant III in ihr Leben tritt und Sebastian Clifton treibt seine Karriere bei der Farthings Bank weiter voran. Aber auch eine neue Liebe wird in sein Leben treten. Sebastian verliebt sich in Priya und tut alles in seiner Macht stehende, um sie vor einer arrangierten Heirat in Indien zu retten.
    Harry Clifton kämpft weiter für die Freilassung Anatoly Babakovs, dessen Buch „Uncle Joe“ ein weltweit gefeierter Erfolg wird.

    Dies ist nur ein kleiner Einblick in die Ereignisse des vorletzten Bandes der Clifton Chronicles. Dieser Teil hat mir wieder richtig gut gefallen und ich konnte kaum aufhören zu lesen. Zurück gelassen werden wir natürlich wieder mit einem fiesen Cliffhanger, so wie es für Jeffrey Archer typisch ist bei dieser Reihe und so bin ich froh, dass ich nur noch ca. 1,5 Wochen auf den letzten Teil warten muss.
    Der Erzählstil von Jeffrey Archer ist wieder tadellos. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, wird auch mal mitten in der Szene der Schauplatz gewechselt oder ein Kapitel mit drei Punkten an einer entscheidenden Stelle beendet. Viele Szenenwechsel zeigen die Gleichzeitigkeit bestimmter Ereignisse an.
    Die Intrigen haben es wieder in sich. Diesmal sind diese aber eher weniger direkt auf die Familie Barrington und Clifton gerichtet, sondern eher auf die Farthings Bank.
    Virginia Fenwick hat mich in diesem Teil der Clifton Saga vorzüglich unterhalten. Was sie sich alles ausgedacht hat und welch schauspielerisches Talent sowie Dreistigkeit sie dabei an den Tag gelegt hat... Sowas muss man sich erstmal ausdenken. Ich mag sie immer noch nicht sonderlich, aber ich musste in diesem Teil echt so einige Male über sie schmunzeln.
    Gerade mit Giles Barrington und Sebastian Clifton habe ich in diesem Teil sehr mitgelitten. Die Liebe meinte es nicht immer gut mit ihnen und Giles ist sich in diesem Teil dessen noch nicht mal bewusst.
    Auch in diesem Teil sind es wieder die Charaktere, die diese Reihe zu etwas Besonderem machen. Ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber auch Maisie werden wir in diesem Teil wiedersehen und Harry und Emma Clifton haben so einige bemerkenswerte Momente. Der Fokus lag hier aber tatsächlich oftmals auf Sebastian Clifton und der Farthings Bank unter Hakim Bishara, sowie Giles Barrington und auf der intrigierenden Seite mit Adrian Sloane, Desmond Mellor, Jim Knowles und Virginia Fenwick.

    Fazit: Ich freue mich wahnsinnig auf Teil 7 und gebe eine absolute Leseempfehlung mit 5 Sternen für dieses Buch aus.

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    Selin89s avatar
    Selin89vor einem Jahr
    KatiAusBerlins avatar
    KatiAusBerlinvor 2 Jahren

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