Jeffrey Eugenides

 4.1 Sterne bei 1,214 Bewertungen
Autor von Middlesex, Die Selbstmord-Schwestern und weiteren Büchern.
Jeffrey Eugenides

Lebenslauf von Jeffrey Eugenides

Jeffrey Eugenides wurde 1960 in Detroit / Michigan geboren und lebt heute mit Frau und Tochter in Berlin, wohin ihn Stipendien des DAAD und der American Academy gelockt haben. Sein Debütroman "The Virgin Suicides" (dt. "Die Selbstmord-Schwestern") erregte weltweit Aufsehen und wurde im Jahr 2000 von Sofia Coppola verfilmt. Wie Jonathan Franzen rechneten ihn Kritiker in der Zeitschrift The New Yorker unter die "Twenty Writers for the 21st Century" und in der Zeitschrift Granta unter die "Best Young American Novelists". Eugenides und Franzen wurden von ihrem US-Verleger Jonathan Galassi miteinander bekannt gemacht; über Jahre diskutierten sie in einem griechischen Lokal in New York ihre jeweiligen Projekte. Die freundschaftliche Verbundenheit und der kreative Austausch zeitigten zwei sehr unterschiedliche, dennoch verwandte Romane: fulminante, große Epen über den Zerfall der amerikanischen Familie und das Schicksal des Landes im 20. Jahrhundert.

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Das große Experiment
Erscheint am 20.11.2018 als Hardcover bei Rowohlt .

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Jeffrey EugenidesMiddlesex
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Middlesex
Middlesex
 (473)
Erschienen am 01.11.2004
Jeffrey EugenidesDie Selbstmord-Schwestern
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Die Selbstmord-Schwestern
Die Selbstmord-Schwestern
 (378)
Erschienen am 01.10.2006
Jeffrey EugenidesDie Liebeshandlung
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Die Liebeshandlung
Die Liebeshandlung
 (104)
Erschienen am 01.12.2012
Jeffrey EugenidesAir Mail
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Air Mail
Air Mail
 (35)
Erschienen am 02.05.2005
Jeffrey EugenidesDer Spatz meiner Herrin ist tot
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Der Spatz meiner Herrin ist tot
Der Spatz meiner Herrin ist tot
 (10)
Erschienen am 02.05.2009
Jeffrey EugenidesDas große Experiment
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Das große Experiment
Das große Experiment
 (0)
Erschienen am 20.11.2018
Jeffrey EugenidesMiddlesex
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Middlesex
Jeffrey EugenidesDie Selbstmord-Schwestern
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Die Selbstmord-Schwestern
Die Selbstmord-Schwestern
 (2)
Erschienen am 08.10.2012

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Neue Rezensionen zu Jeffrey Eugenides

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katzenminzes avatar

Rezension zu "Die Selbstmord-Schwestern" von Jeffrey Eugenides

Mein neues Lieblingsbuch
katzenminzevor 2 Monaten

Das Vorstadthäuschen der Lisbons wird langsam zu eng für die fünf Töchter. Doch noch bevor sie sich eine größere Bleibe gesucht haben, stürzt sich Cecilia, die jüngste der Schwestern, aus dem Fenster. Die Nachbarn werden dieses „Jahr der Selbstmorde“, das scheinbar den langsamen Untergang der Siedlung einläutet nie vergessen. Und auch noch Jahre später treibt sie die Frage nach dem Warum um.

Ich war begeistert von der Erzählperspektive. Wo viele andere Autoren sicher den Blick eines der Mädchen oder eines allwissenden Erzählers gewählt hätten, um diese Geschichte zu erzählen, tut Eugenides dies aus der Sicht der Nachbarsjungs. Richtig, der Jungs, nicht eines Jungen. Sie bilden eine Einheit aus der nur hin und wieder mal eine Individuum heraustritt. Ganz ähnlich, wie ihr Blick meist auch nicht auf eine bestimmte Schwester fällt, sondern auf die Schwestern als eine verführerische Einheit.

Trotz aller Tragik hat der Roman auch eine dezent ironisch-lustige Seite: Wie der Sohn der örtlichen Mafiabosses durch die Kanalisation in anderer Leute Häuser kriecht, wie der Vater der fünf Töchter, übersättigt von „Weiberkram“, einfach mal einem Jungen seinen Werkzeugkasten erklären möchte oder Sätze wie: „Wir haben sie getauft, wie haben sie konfirmiert, und jetzt glaubt sie diesen Mist.“ Es ist allerdings keineswegs lustig! Die Geschehnisse, die sich an diese Situationen jeweils anschließen, lassen einem jedes Lachen im Halse stecken bleiben. Aber diese kluge Mischung von Alltag, Ironie und Tragik hat mich unglaublich begeistert.

Was das Buch für mich zu einem absoluten Liebling gemacht hat, war die Sprache. Hübsche Metaphern, gemischt mir Teenagererinnerungen. Abgeklärtheit einerseits und andererseits diese absolut liebevollen Gedanken der Jungs gegenüber den Schwestern. Die Ruhe und die Zeit, die sich Eugenides nimmt um die Ereignisse zu schildern. Die Melancholie und der perfekt getroffene Ton:

„Die Signale der Mädchen erreichten uns und sonst niemand, wie ein Rundfunksender, der nur über unsere Zahnspangen zu empfangen war. Nachts flimmerten Nachbilder auf der Innenseite unserer Lieder oder schwebten über unseren Betten wie ein Schwarm Glühwürmchen. Unsere Unfähigkeit zu antworten machte die Signale umso wichtiger.“

Wer von diesem Buch Antworten erwartet, einen wie auch immer gearteten Kriminalfall oder ein Vorstadtdrama, der ist hier falsch. Man weiß eigentlich schon vom Titel her was passiert. Und viel mehr kommt da auch nicht. Das Beobachten, das sich-Gedanken-machen und das sich-Erinnern sind die Themen des Romans. Der zarte feinfühlige Rückblick auf die Schwestern und dieses „Jahr der Selbstmorde“. Und Eugenides schafft es, dass dieses wenige vollkommen reicht. Ein wundervolles Buch!

Kommentare: 1
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gaby2707s avatar

Rezension zu "Middlesex" von Jeffrey Eugenides

Ein Leben als Hermaphrodit
gaby2707vor 3 Monaten

Middlesex ist die Geschichte von Cal bzw. Calliope Stephanides, einem Hermaphroditen aus Detroit und ihrer Familie.

Sie erzählt die Geschichte ihrer Großeltern, den Geschwistern Desdemona und Lefty, die wegen des Türkisch-Griechischen Krieges 1920 aus der Türkei zuerst nach Smyrna und von dort nach Amerika fliehen. Bei der Überfahrt mit dem Schiff heiraten sie. Großmama Desdemona erfährt erst kurz vor ihrem Tod welche Folgen sie mit ihrer Heirat und ihrer Liebe, die nicht hätte sein dürfen, herbei geführt hat.

Ich lese vom Zusammenkommen ihrer Eltern und ihrer Geburt. Erst im letzten Drittel geht es um ihn/sie selbst, die beide Geschlechter in sich trägt. Wie geht eine junge Frau damit um, wenn sie mit 22 Jahren erfährt, dass sie auch ein Junge ist? Der Intersex wird aber nicht Hauptthema, sondern fließt scheinbar nebensächlich, vor allem sehr leicht, aber doch eindringlich in die Geschichte ein.

Dieser Roman ist einer der besten, die ich bisher gelesen habe. Eine Familiengeschichte, in der ich meine seit fast 90 Jahren dabei bin. Ich lerne die einzelnen Familienmitglieder recht gut kennen und nehme an allen Abschnitten ihres Lebens teil. Egal ob ihr Leben gerade im Aufwind steht oder sie sich in einer Talsohle befinden. Es ist schön, dabei sein zu dürfen. Denn auch die Alltäglichkeiten haben ihren Reiz und werden niemals langweilig.

Ich mag den feinen, einfallsreichen, farbigen Schreib- und Erzählstil von Jeffrey Eugenides, der hier so vielfältige, vielschichtige und unterschiedliche Personen erschaffen hat, hier sehr. Haben mich die 700 Seiten zuerst abgeschreckt, fand ich es am Schluss sehr schade, dass die Geschichte schon auserzählt war.

Eine wunderbare Geschichte voller Menschlichkeit, Humor, Spannungen, Leichtigkeit und Tiefe, manchmal mit einer Träne im Auge, vor allem aber absolutem Lesevergnügen.

Kommentare: 1
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Mecki555s avatar

Rezension zu "Die Liebeshandlung" von Jeffrey Eugenides

Die Liebeshandlung - Thema umfassend dargestellt, aber langatmig ohne befriedigendes Ende
Mecki555vor 5 Monaten

Der Autor wählt einen Schreibstil, der eher auf hohem Niveau angesiedelt und daher nicht so flüssig zu lesen ist, wie es wünschenswert wäre. Extremst lange Sätze vergraulten mir manchmal die Lust am Weiterlesen. Die Geschehnisse sind wenig spektakulär und langatmig erzählt.  Die Krankheit des Protagonisten wird sehr gut dargestellt, allerdings passiert kaum etwas Spektakuläres in diesem dicken Buch. Das Ende ist unbefriedigend. Der Roman wirkt wie abgebrochen.

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Jeffrey Eugenides wurde am 08. März 1960 in Detroit (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

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